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Juni 1912

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Perei anlegte, als das Mainzer Unternehmen verkracht" a. Nach den neuesten Untersuchungen steht es außer­m fest, daß der Erfinder nicht, wie man früher an= am, in Mainz seine letzte Ruhestätte fand, sondern er in der Eltviller altehrwürdigen Pfarrkirche be­traben wurde. In Eltville hat er außerdem an dem Hoje des Kurfürsten Adolf von Nassau seine letzten Le­nstage verbracht. Die irrtümliche Annahme, Guten org jei in Mainz begraben worden, rührt von der et­as unsicheren Angabe seines Verwandten Gelthuß her. Eltville war schon seither etwas, was an die Früh zeit der Buchdruckerkunst erinnerte, nämlich eine Gedenk­lofel an der Frühmesserei", dem Druckhaus des

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ders. Bei dem demnächstigen Erweiterungsbau der farrkirche hofft man die langgesuchte Spur von Guten­Gehalt bags Grab zu finden.

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e der neuer Lang- Göns Eine nette Geburtstagsgabe winkt den eitsveram 1. April d. Js. das Leben erblickenden Groß- Ber­liner Kindern. Aus Anlaß der Annahme des mpfing densnamens Berlin- Wilmersdorf hat der Wilmersdorfer er Dr. Col Magistrat beschlossen, am 1. April d. Js. den beiden estigeborenen Kindern( Knaben und Mädchen) Groß­arischer Berlins je ein Sparkassenbuch mit 100 Mt. Einlage in Prinzen Wie Wiege zu legen. Prinzi Berlin, 26. März. Geh. Justizrat Albert Sauses in de räger, Mitglied des Reichstages und des Abgeord­außer de metenhauses, ist heute nachmittag 2 Uhr 55 Min. inister, ein herzschwäche im Sanatorium Grunewald gestorben. sowie ve Der deutsche Reichstag hat seinen letzten Altersprä­eladen. Aus denten, der Linksliberalismus seinen populärsten Ver­treter verloren. Er wurde 1830 in Augsburg geboren. e Eröffnung Im politischen Leben beteiligte er sich seit der Gründ­ten Verte ng des Nationalvereins. Gleichzeitig wurde er in wei­recken Darm ten Kreisen durch seine Gedichte in der Gartenlaube" mstadt Hb elannt. Dem deutschen Reichstag gehörte er seit 1874, euen Halle dem preußischen Abgeordnetenhause seit 1879 an, sonenverte Mitglied zuerst der deutschen Fortschrittspartei, dann der ließlich 14 iteutschen Freisinnigen Partei, der Freisinnigen Volks­röffnung des partei und zuletzt der Fortschrittlichen Volkspartei. In die vollstän iten letzten Jahren vertrat er im Reichstag den Wahl­( Persones reis Barel- Jever, im Abgeordnetenhaus Berlin 1.- Die Feier seines 80. Geburtstages vor zwei Jahren des Beugte von der ungemeinen Beliebtheit des Fortschritts­an der as Ronkurs meteranen: Der Kaiser und der Reichskanzler betragen us Spize aller Minister, die namhaftesten Schriftsteller und ypotheken be Juristen, Politiker und Philanthropen erschienen in der er gehöriga mabsehbaren Gratulantenschar und beim Festmahl zahllose la waren führende Parlamentarier fast aller Parteien zu­he von Ba regen. Eine katarrhalische Erkältung hat den vielgelieb­0 Mart. n Alten" fast ohne ernstes Kranksein ruhig einschlafen bei Funde lassen.

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ervereins a):( Köln. Ein Friseur, der den Tod einer Frau herbeigeführt haben sollte, hat sich im hiesigen Unter F Eintrac uchungsgefängnis mit einer Krawattennadel Sänger erstochen. Als ein Wärter ihn fand, war er schon tot. Terschienene ir Kauf Wiesbaden

Literarisches.

? Ein moderner Regent: Ernst Lud­er günstig pig, Großherzog von Hessen und bei Rhein. Von H. apital betri Fischer. In Elzevier- Ausstattung mit Bildnis. Preis räge erreid. 1.50, in eleg. Leinenband Mt. 2.-.( Verlag von Emil Roth in Gießen.) Rechtzeitig zu des Großher­Bedel ogs Ernst Ludwig 20jährigem Regierungsjubiläum ist

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dieses Buch erschienen, das nicht nur im Hessenlande, sondern in ganz Deutschland das stärkste Interesse wek­fen wird. Der Verfasser, Chefredakteur Hans R. Fischer, der bekannte Anreger der Weltfeier von Johann Guten bergs 500jährigem Geburtstag, hat mit Frische, Fein­heit und Liebe das Lebensbild Ernst Ludwigs gezeich­net. Zur Charakteristik dieser besonders für Hessen be­deutenden Neuerscheinung seien die Eingangsworte Fi­fchers wiedergegeben: Hessens Großherzog Ernst Lud­seit dem 13. März wig, der jetzt 20 Jahre regiert 1892, ſteht im 43. Lebensjahre. Da ändert sich nicht mehr viel an eines Mannes Charakterbild, auch wenn 3um er Regent ist. Die Linien werden nur schärfer. ersten Male erfolgt der Versuch, die Züge dieses Für­sten, dem ich nie geschmeichelt habe, festzuhalten. Wenn ich ihn als den modernsten Regenten rühme, wenn ich sage, was er Unvergängliches angeregt und geschaffen hat, so tue ich es, um zu zeigen, wieviel auch im 20. Jahrhundert ein regierender, konstitutioneller Herr ver­mag. Ich schildere nicht nur den verdienstvollen Förde rer der freien und angewandten Kunst vor allem der letzteren sondern auch den verstehenden Freund des Volkes. Ernst Ludwig weiß, daß im Reiche der Deut­schen manche Schatten lagern. Er ist ein starkes Tem­perament, eine eigenartige, feinsinnige Erscheinung, deren Leuchtkraft von Darmstadt bis an die entferntesten Gren zen deutschen Landes reicht."- Die Schrift behandelt u. a. die Stellung des Großherzogs zu Sozialdemokra­tie, Judentum und zu den Wanderern der Landstraße, sowie sein Verhältnis zu den Künsten, Künstlern und dem Karneval. Allen, denen die Persönlichkeit Ernst Ludwigs nach irgend einer Richtung interessant ist, sei Diese flott geschriebene und hübsch ausgestattete, bisher einzige Biographie bestens empfohlen.

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