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Kam von Metz, geht en avant Hier bald nicht mehr fremd.. Stolz sind wir in unsrer Stadt Auf das Militär.

Nächster großer Wehretat Hoffentlich bringt mehr..

Mir scheint, ich bin schlecht gelaunt. Das fällt bei mir meist mit den Tagen niedrigsten Barometerstandes zusammen. Aber wenn ich's offen sagen soll, ist an meinem Unmut auch die Stadt nicht unbeteiligt. An manchen Orten wird die ohnehin feineswegs feenhafte Beleuchtung unserer Anlagen, Straßen und Plätze nach­gerade zu einem Gegenstand des Aergernisses und An­stoßzes. Wenn man an einem Liebespärchen auf der Anlage im Dämmerschein vorbeipassiert und die ohne Zweifel reizende Dame nicht von Angesicht sehen kann, so ist eben daran nicht nur der Hut schuld. Und wenn man den Wetzlarer Weg mit oder ohne Seitenstraßen passiert, so bleibt man auch bei trodenem Wetter im Schlamm stecken, weil man im Finstern tappt. Oder

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ist's da überall schmutzig? Bei Tage komme ich näm­lich dort nie hin. Das alles ist sehr ärgerlich. Aber im Schiffenbergertal und in der Moltkestraße fällt man auf die Nase oder rennt sich etwas in den Bauch. Was? In den ? Ja so, das muß ich Ihnen erst erzählen. Also fürzlich war Zapfenstreich. Unter Klängen eines flotten Marsches marschierte( denn die war Glatteis), der diensthabende Adjutant durch Moltkestraße nach der Stadt. Links rechts, Links rechts! Jch mit Augen links auf der rechten Seite des Trot­toirs in Reminiscenzen vergangener Tage und voller Freude über die zahlreiche Jugend um mich herum im­mer nebenher. Auf einmal stieß mich jemand mit dem

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Kopf, oder einem sonstigen, harten Gegenstand heftig in den Magen, aber so heftig, daß mir ein bischen die Puste ausging. Ich voller Grimm schnell herum mit handlich gefaßtem Stod. Aber es war gar niemand. Es war nur eine, oben zur Vermeidung ernsterer Be­schädigungen, sorgfältig abgerundete, eiserne, 1 Meter hohe Säule, wahrscheinlich ein Hydrant, der mitten, auf dem Bürgersteig steht. Jawohl!! heute noch steht und sicher inzwischen noch vielen Leuten in den Magen gefahren ist. Und wenn man so etwas nicht als einen Gegenstand des Aristoßes bezeichnen soll, so weiß wirklich nicht, was anders man so nennen könnte.

ich

Die mangelhafte Beleuchtung ist auch jedenfalls der Grund, weshalb bei uns die Straßenreinigung immer noch nicht nachts erfolgt.

Damit übrigens das städtische Straßenstaubinstitut sich rechtzeitig, wie im Vorjahre, ½ Stunde vor der Parade in der Neustadt einfinden kann, sei schon heute darauf hingewiesen, daß diese wieder an Kaisers Ge­burtstag um 11 Uhr auf Oswalds Garten stattfindet. Das ist eben auch noch so eine Rückständigkeit unserer sonst so vorgeschrittenen Stadt: die Straßenreinigung in der Hauptverkehrszeit, am Tage.

Just vor 25 Jahren Unterfing ein Frechdachs sich

Gegen Straßenfehrerscharen

Aufzutreten öffentlich.

Morgens stets um achte ging er So behauptet jenter teck

In die Schule, wo dann immer Staubgewirbel vor ihm weg.

Und verlangen tat der Bengel Schier unglaublich ist's, doch wahr Vor dem Kehren sollt man sprengen, Besser nächtlich fegen gar.

Daß dies schier unmöglich wahrlich, Zeigt doch ganz unzweifelhaft, Daß es nach wie vor beharrlich Immer noch nicht ward geschafft. 3war gesprengt wird manchmal schon, Aber nachts gekehrt, beileibe! Gegen alle Regeln dient zum Hohn Die Hygiene Gießens als. Zielscheibe. Und ist Parad' auf Oswaldsgarten, Ein Vortrag in der Universität, So kann man dort bestimmt erwarten Der Straßenfehrer Staubgerät.

Es tut nichts, daß in anderen Städten Des Hessenlands dies anders ward. Bei uns bleibts ewig, möcht ich wetten, Wie in Vergangenheit und Gegenwart! Ja wenn wir nicht Gaffky als Ehrenbürger hätten, Dünkte michs schließlich noch weniger hart..

Vermischtes.

):( Marburg. In Hermershausen, wo der deutsch­soziale Schneidermeister und Landwirt Rup p. aus Nie derwalgern gewählt wurde, mußte ein Stimmzettel für ungültig erklärt werden, weil ihm eine Nadel nebst Zwirn beigefügt war.

o Lauterbach. In einer größeren Gemeinde des Wahlkreises Alsfeld- Lauterbach- Schotten erschien am Tage der Reichstags- Stichwahl die Ehehälfte eines isra­elitischen Handelsmannes mit einem Wahlzettel in der Hand auf dem Wahlbureau und wollte für ihren Mann, der sich auf einer Geschäftsreise befinde, den Stimmizet­tel abgeben. Als ihr von dem Vorsitzenden der Wahl­kommission bedeutet wurde, daß dies nicht angängig sei und ihr Mann selbst den Zettel abgeben müsse, erklärte sie, ihr Mann habe ihr doch telephoniert, sie solle den Stimmzettel für Heck, der hinten in der Ecke auf dem fleinen Tisch liege, auf das Rathaus tragen und den Wahlherrn abgeben. Auf wiederholten Vorhalt des Vor­sitzenden, daß das nicht gehe, erwiderte die wahllustige

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Dame: Ei, ich hab' doch Prokura", auch das half nichts und sie mußte ihren Wahlzettel wieder mitnehmen.

):( Frankfurt a. M. Hier wurde Anzeige ge­gen drei Personen erstattet, weil sie für anocre oder doppelt gewählt hatten. In einent Wahllokal wurde ein Mann verhaftet, der gegen eine Entschädigung von 6 Mark für einen nach Chemnitz verzogenen Ar­beiter gewählt hatte.

Literarisches.

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? Die Liebe hat es geschrieben, dieses warmherzige Büchlein, das den Titel Vater Martins Briefe an seinen kleinen Michel" trägt und im Verlage der Schriftsteller- Genossenschaft zu Charlottenburg schienen ist. Vater Martin hat seine eigene Methode, um auf seinen Michel Eindruck zu machen. Er redet nicht von Gut und Börse, nicht von Lohn und Strafe, wie die Erziehung nicht entbehren zu können glaubt. Er schulmeistert seinen Jungen nicht, will auch gar keinen nen Musterknaben aus ihm machen, nur darüber sucht er ihn aufzuklären, was lebensflug und was einfältig ist. Er stellt sich zu ihm, wie der ältere Kamerad zum jüngeren. Es ist einem ordentlich wohl ums Herz, die­ses allerliebste Verhältnis zwischen Vater und seinem Söhnchen förmlich zu erleben. Man kann nichts Besseres tun, als dieses Buch zu lesen und seinen Kindern in die Hand zu geben.

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