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wird, daß es sich auch in Zeiten der Hochkonjunktur stets einer maßvollen Preispolitik befleißigt hat. Nach den Angaben der Verwaltung der Zeche König Lud wig hat der Durchschnittserlös je Tonne Kohlen betra­gen: 1890: t. 9,44, 1900: W. 11,07, 1907: M. 12, und de. Durchschnittserlös je Tonne Rofs 1890: D. 16,86, 100: f. 16,81, 1907: t. 17,01.( 1911 be­trug der Durchschnittserlös 10,23 bezw. 15,24 Mart). Diese Preisstety erung ist durchaus bescheiden und ange­messen zu nennen und steht jedenfalls in feinem Ver­hältnis zu den seit 1 990 eingetretenen Lohnsteigerungen. ( Das Durchschnittsjahre. sverdienst der Bergarbeiter stellte sich in den Jahren 189, 1900 und 1907 auf 1067 Mart, MI. 1332, und M. 1562, und das der unter­irdisch beschäftigten eigentlichen Bergarbeiter( der Hauer) auf Mt. 1183, Mt. 1592, und

mt. 1871.)

Ein weiteres Beispiel dafür," ie leichtfertig die fozialdemokratischen Wirtschaftspolitiker bei ihren An­griffen vorgehen, lieferte unlängst der soz demo Schrift steller Karsti in der Leipziger Boltszen ung" Nr.46.

Er veröffentlichte eine Entgegnung auf einen in bürger­lichen Blättern erschienenen Artikel, in dem an Hand einer Gegenüberstellung der Betriebsüberschüsse einer Reihe größerer Kohlenzechen des Ruhrreviers von 1907 und 1911 der Nachweis erbracht worden war, daß die

Ueberschüsse des Jahres 1911 bei weitem nicht die Höhe der Betriebsgewinne von 1907 erreicht hätten. Karsti behauptete, die ganze Darstellung sei eine fre che Lü­ge. Der Hauptgrund für den Rückgang der Betriebs­gewinne sei der, daß in den auf das Hochkonjunktur­

betr. jahr 1907 folgenden Jahren auf allen in dem Artikel erwähnten Zechen Betriebserweiterungen und Ver­besserungen vorgenommen seien. Ehe ein neuer Schacht das Kohlenflöz erreiche, che alle Anlagen zur Entwas­serung der Grube und zur Förderung hergestellt seien, vergingen Jahre. In den Bilanzen würden aber die Aufwendungen für diese 3wede nicht besonders gebucht, jondern von dem Erlös für verkaufte Kohle abgezogen, und der Rest erscheine dann als Betriebsüberschui". Die Gegenüberstellung der Betriebsüberschüsse sei daher nur ein plumpes Manöver zu dem Zweck, die Deffentlich feit zu belügen.

C'left le ton, qui fait la musique, dachte wahrschein Itch Herr Starsti, als er ohne die geringste Beweisfüh­rung den Gegner der frechen Lüge beschuldigte. Jeder, der mit den Verhältnissen in der Bergwerksindustrie einigermaßen vertraut ist und ungefähr weiß, welche enormen Summen für eine neue Schachtanlage erforder­lich sind, erkennt natürlich sofort, wie unsinnig und töricht es ist, zu behaupten, daß solche Beträge aus den Die Leipziger Einnahmen gedeckt werden könnten. Volkszeitung" mußte auch bald nach Erscheinen des Ar­tikels eine Anzahl Berichtigungen veröffentlichen, in de­nen von den Werksverwaltungen erklärt wurde, daß die ermittelten Zahlen die reinen Betriebsüberschüsse dar­stellen, die sich aus der Differenz der Einnahmen und der Ausgaben für den Betrieb, wie Löhne, Gefälle, Steuern und Betriebsmaterialien ergeben.

Es zeigt sich an diesen Beispielen, wie gehässig der Kampf der Sozialdemokratie gegen die Grubenbesitzer ge­führt wird. Die Kohlenindustrie war von jeher in be­sonderem Maße den Anfeindungen der sozialdemokrati­schen Presse ausgesetzt, obwohl doch gerade hier die Ar­beiterverhältnisse durchaus günstig liegen, und infolge der weitreichenden sozialen Fürsorge zweifellos besser sind, als in irgend einem anderen Kulturlande. Aber je günstiger sich die Lage der Arbeiter gestaltet, desto mehr wird die Sozialdemokratie sich bemühen, darüber in der Deffentlichkeit falsche Anschauungen zu verbreiten und die Arbeiter gegen die Arbeitgeber aufzustacheln. Nur dann, wenn es ihr gelingt, die Unzufriedenheit der Arbeiter zu erregen und wach zu halten, kann das Gift der sozialdemokratischen Verheizung gedeihen.

Mitteilungen der Yoghurt- Centrale yc

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Aus Stadt und Land.

Gießen, 24. Juli 1912.

Die diesjährige Verbandssitzung des Verbandes Hess. Verkehrs- Vereine wird Sonntag, den 4. August, in Bensheim a. d. B. abgehalten.

* Die Ausstellung Der Mensch" in Darm­st a dt im Gr. Residenzschloß wird mit einer elektrischen Lichtanlage versehen werden und abends geöffnet blei ben. Dadurch wird den werktätigen Kreisen der Bevöl­ferung Gelegenheit gegeben, die Ausstellung noch abends zu besichtigen. Es ist dies eine Neuerung im Ausstell­ungswesen, die nur mit Freude begrüßt werden kann. Auch den auswärtigen Besuchern wird dadurch die Be sichtigung der berühmten Sammlung erleichtert.

n Gießen. Eine der ältesten studentischen Kor­

potationen an unserer Alma mater, der Gießener W i n- of, feiert in diesen Tagen sein 60jähriges Stiftungs­fest. Hunderte alter und junger Wingolfiten sind zu­ſammengekommen, um an der Städte ernsten Studiums und jugendlicher Lust das Jubelfest zu feiern.

n Gießen. Die landw. Winterschulen in Fried­berg, Alsfeld und Lich beginnen ihren Unterricht im kommenden Winterhalbjahr am Montag, 4. November.

* Großen Linden, 21. Juli. Heute nach­mittag wurde in der hiesigen Kirche das diesjährige Kirchengesangvereinsfest des Dekanats G1e­Ben abgehalten, an dem sich die Vereine von Annerod, Beuern, Burkhardsfelden, Gießen, Leihgestern und Gro hen- Linden beteiligten. Die Festansprache hielt Pfarrer Bechtolsheimer- Gießen über Evgl. Joh. Rap. 8, V. 12. Dirigent der Gesamtchöre war Professor Trautman n- Gießen, der Organist und Leiter des

der

Knabenchores Lehrer Blah, hier. Die zu Gehör ge­brachten Chöre legten Zeugnis ab von der guten Schu­lung fämtlicher Vereine. Das zeigte sich auch in oon 5 Uhr ab in der Turnhalle abgehaltenen Nach­versammlung, in welcher nach einer Begrüßungs- An­sprache von Pfarrer Schulte hier, sämtliche Vereine mehrere Lieder zum Vortrag brachten. Sowohl der Gottesdienst, wie die Nachversammlung waren so start besucht, daß viele keinen Platz mehr fanden und mit dem fürlieb nehmen mußten, was draußen durch die offenstehenden Türen und Fenster zu hören war.

o Friedberg, 21. Juli. Heute wurde der Neubau der Gewerbeschule feierlich eingeweiht. Zu den rund 100 000 Mark betragenden Kosten hat Herr Ernst Windecker 50 000 Mark beigesteuert.

o Friedberg. Seit anderthalb Jahren wurde hier kein Viehmarkt abgehalten, da die Maul- u. Klauen­seuche im hiesigen Bezirk herrschte. Jetzt scheint sie am Erlöschen zu sein; aber vor einigen Tagen ist im Stadt­teil Fauerbach die Seuche wieder ausgebrochen. Damit ist die Abhaltung der Märkte für die nächste Zeit wie­der unmöglich geworden.

o Friedberg. Dem Rentner Ernst Windet fer 1. ist vom Großherzog das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen ver­liehen worden.

o Münzenberg. Lehrer Rodel ist auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienst entlassen worden.

o Schotten. Einige Typhusertranfun­gen sind in Rudingshausen vorgekommen. Das Kreis­gesundheitsamt hat sofort die notwendigen Maßregeln ergriffen.

o Feldkrüden. Eine Frau von hier wurde auf der Weide von einer Ruh angefallen und mit den Hörnern derart bearbeitet, daß sie schwer verletzt nach

die chron. Stuhlverstopfung mit ihren schlimmen Folgen durch Abführmittel beseitigen zu wollen. Abführmittel wirken, längere Zeit genommen, nur darmreizend und verschlimmern so das Uebel ansatt es zu heben. Der einzig richtige Weg zur Beseitigung der Stuhlverstopfung und mithin auch zu einer Verstopfung der Quelle zahl­

Hause gebracht wurde. Der Frau sind mehrere Ripper gebrochen, wovon eine in die Lunge eingedrungen ist.

o Ulrichstein. Da die Maul- und Klauen. seuche sich hier nicht mehr weiter ausgebreitet hat und auch in den verseucht gewesenen Ställen erloschen ist, wird der Markt voraussichtlich abgehalten werden Der sonst sehr start beschidt gewesene Biehmarkt fäll dieses Jahr aus.

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Sage umfaßt.

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o Alsfeld. Der Turnverein Alsfeld, einer der ältesten Turnvereine des Gaues Hessen, hielt am Sonn tag sein 50 jähriges Jubiläumsfest ab. Dabei wurde wie heute Großherzogs eine von diesem dem Verein verliehene Fahnenschleise mit dem Namenszug des Großherzogs überreicht.

ihin vom Kreisamtmann Dr. Senferth im Auftrag des her Reiches G

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o Darmstadt. Durch die Kriminalpolizei wurde all of in einem hiesigen größeren Hotel eine aus ruffischen Rees, das de Studenten bestehende Spieler- Gesellschaft überrascht und bedrohten deutsc ein nicht unbedeutender Geldbetrag tonfisziert.

):( Marburg. Als Reftor der Universität Mar burg wurde für das Jahr 1912-13 Professor D. Wal ter Trölsch, Direktor des staatswissenschaftlichen Gemi nars, gewählt. Der Kommandeur des hiesigen Ja gerbataillons, Major v. Buttlar, wurde zum Oberst leutnant befördert.

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Graz und Bres ):( Hanau, 22. Juli. Ein Liebesdrama spielte gen eindringl Schlosser Otto Jost aus Echzell, der mit der 20 Jahre him in die S sich gestern mittag im Hause Gärtnerſtraße 71 ab. Der then Weiſen ti alten Tochter des Tagelöhners Vogt verlobt war, gabies, unver im Verlaufe einer hizigen Auseinandersetzung einen 2. Male Revolverschuß auf seinen Schwiegervater ab, der jedoch er unvergleic fehl ging. Sierauf feuerte er zwei Schüsse auf seine imen, Gräbe Braut und verletzte diese, jedoch nicht lebensgefähritch Hierauf sprang er vom 4. Stod auf die Straße, wo a schwer verletzt liegen blieb.

):( Pfedders heim. Ein hiesiger Bädermei ster hat durch die Ortsschelle bekannt gegeben, daß er bei dem Vierpfünder Laib 6 Pfennige abgeschlagen sei. Die Brötchen, im Hause abgeholt, werden fortan zwei zu 5 Pfennigen verkauft. Wenn die Güte nun entspricht kann dies der Bevölkerung mur willkommen sein.

Der Tag des deutschen Liedes.

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tarf ihre beben Liede beweisen die 3 hen und aus haben. Nicht 168 Mitglie den find für angemeldet. D

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Wenn einer Deutschland kennen und Deutschland Berreich aber ü lieben soll, benn es entfen Muß man ihm Nürnberg nennen, der edlen Singer aus Künste voll!

Dich, nimmer noch veraltet, du treue fleiß'ge Stadt,

Wo Dürers Kunst gewaltet, Hans Sachs gefungen hat.

Während noch in der Mainmetropole die Büche der deutschen Schützenbrüder luftig fnallten, rüstete Nürnberg, die Stadt Hans Sachsens und der deutsche Meistersingerzunft, zu einem noch gewaltigere nationalen Fest, als es das soeben in Frankfu gefeierte deutsche Bundesschießen war. Das 8. Deut sche Sängerbundesfest, das vom nächste Sonntag ab die alte Noris zum Festort wählte, wi mit 40 000 aktiven Teilnehmern eines der größten natio nalen Feiern unseres Jahrzehnts werden und für di deutsche Sängerschaft unstreitig einen ragenden Me stein in ihrer ruhmvollen Geschichte bilden. Gleich das Frankfurter Bundesschießen, schließt audy da Deutsche Sängerbundesfest in Nürnberg ein Jubiläum ein: das Jubiläum der 50. Wiederkehr des Tages, de ebenfalls in Nürnberg, die deutschen Sänger das er allgemeine Deutsche Sängerfest feierten. Ein Jahr d rauf sand dann in der Residenz des für den deutsch

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| Majapan übt durchaus keine abführende Wirkung au es reizt den Darm in keiner Weise und kann Mona dea der Wien hindurch ohne die geringste Schädigung und Nebenwi Gewäbische e

kung genommen werden. Es wirkt sogar noch da, durch den Missbrauch von Abführmitteln Uebel geworde ist. Auch Kinder vertragen Majapan ausgezeichnet un

der reicher Stoffwechsel- Krankheiten besteht in einer gründ- nehmen es gern.

Die Beseitigung der chron. Stuhlverstopfung.

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Es gilt heute als einwandfrei wissenschaftlich fest­gestellt, dass die chron. Stuhlverstopfung, das Allerwelts­übel der modernen Kulturmenschheit die Quelle zahl reicher Stoffwechsel- Erkrankungen in zahlreichen Fällen durch mikroskopisch kleine Lebewesen, die so­genannten Darmfäulnis- Bakterien, hervorgerufen wird. Diese an den Wänden des Darmes schmarotzenden Bak­terien sind aber nicht nur die Ursache einer chron. Stuhlverstopfung, sondern, da sie häufig den Darm durch­dringen und in die Blutbahn gelangen, auch einer fort­schreitenden Selbstvergiftung des ganzen Körpers, die sich in Kopfschmerzen, Migräne, Angst- und Schwindel­anfällen, Neurasthenie etc. äusserst und die zu Blinddarm­entzündung, Leberanschwellungen, Gallenerkrankungen, Bleichsucht, Blutarmut, Fettleibigkeit etc. führt.

Ebenso unzweifelhaft wie diese Tatsachen steht aber auch die zweite fest, dass es keinen Zweck hat,

lichen Blutreinigung, die natürlich in einer Desinfektion des Darmes ihren Anfang nehmen muss.

Das beste, zuverlässigste und dabei auch unschäd­lichste Mittel zu einer gründlichen Desinfektion des Dar­mes ist der durch den berühmten Leiter des Pasteur­Instituts zu Paris, Professor Dr. E. Metschnikoff, in die ärztliche Praxis eingeführte Yoghurt. Das wirksame, des­infizierende Prinzip des Yoghurt ist ein eigenartiges Fer­ment ,,, Majamin" genannt. Dieses Ferment schliessen wir in höchster Konzentration in ein äusserst wohl­sckmeckendes Dessert- Gebäck ein und so entsteht das ,, Majapan" das ,, Brot des Lebens", das sich, seit es von uns empfohlen wurde, die Gunst der Aerzte im Sturme erobert hat Ein Stückchen Majapan hat die gleiche darmdesinfizierende Wirkung wie eine grosse Tasse Yoghurt- Milch. Dabei ist es aber wesentlich be­quemer zu nehmen und auch billiger.

In Majapan ist uns jetzt endlich ein geradezu ide­

Wer sich für das Präparat interessiert, lasse sid von uns eine Probe kommen, die wir gegen Einsendu von Mk. 0,20 für Porto etc. kostenlos und franko re senden. Wir legen der Sendung eine aus der Fed eines praktischen Aerztes stammende, hochinteress geschriebene Broschüre bei, in der zahlreiche Aeusse ungen hervorragender Professoren und Mediziner die darm- und blutreinigende Wirkung des Yoghurt seines Fermentes abgedruckt sind.

Wenn Sie sich über Yoghurf inforinieren wollen, verlangen fie kostenlose Zusendung von Proben und Litteratur der no

ales Mittel an die Hand gegeben. die chron. Stuhlver- Joghurt Centrale Dr J. Schaffner& C

stopfung zu beseitigen und damit so mancher später unheilbar werdenden Stoffwechselerkrankung vorzubeugen.

Berlin- Grunewald

Wierreidhiidhe

Wijchen Ga poljongerbund

meben fommer

trag.

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