t, der hat Gi e gewonnen, ade in der icher Arbeit
und durch el zu leben,
Da muß
hem Maße die Großen werden.
de
erung und hält
1 Drück.
Gießener Zeitung
Bezugspreis 40 pig. monatlich
-
-
( Neueste Nachrichten)
verteljährlich 1,20 m., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig ausgabestellen vierteljährlich 90 Pig. Erscheint Mittwochs und Samstags. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuffripte wird nicht garantiert. Berlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b..
Nr. 59.
Telephon: Nr. 362.
Politische Rundschau.
Deutschland.
Jn Emmendingen fand am Sonntag das Sommerfest der Nationalliberalen Partei Badens statt. Barteichef Abg. Rebmann hielt eine fünfviertelstündige Rede, in der er betonte, daß der Großblod auch für die Zukunft zu erhalten notwendig sei. Nachdem sich Baden schon über 50 Jahre einer liberalen Regierung erfreue, sei es nicht gut denkbar, daß einmal eine flerilal- tonservative Regierung kommen fönne. Sollte dies aber doch der Fall sein, so wäre es um den konfessionellen Frieden geschehen und dann würde die nationalliberale Partei in die schärfste Opposition gegen die Regierung treten.
Der zweite reichsdeutsche Mitteltandstag findet in der Zeit vom 14. bis 17. September dieses Jahres in Braunschweig statt. Die Tagesordnung fündigt u. a. folgende Punkte an: Wünche des Kleinhandels( Bekämpfung des Konsumvereins eigenes System, und Warenhausgefahr), Hausbesitzerfragen, Regelung Vorfallbindes Submissionswesens in Reich und Einzelstaaten. Auf dem Gebiete des Kreditwesens wird der reichs deutsche nommen, in WMittelstandsverband neue Vorschläge machen. Er stellt Jhr. Hotel: Kesan die Spitze seines Programms die Forderung:„ Geld u einem angemessenen Preise für den Mittelstand! Der Kronenstrasse Angehörige des Mittelstandes, dessen Kreditwürdigkeit feststeht, soll zu dem gleichen Zinsfuß Geld erhalten onnen, wie der Großunternehmer!"
V.
Tar
chen
Schweiz.
* Ein Generalstreit ist in Zürich ausgebrochen, den das Verhalten der Regierung dieses eidgenössischen Freistaates" aber empfindlich beeinträchtigte. Das sofortige Aufgebot des Militärs uner Verabfolgung scharfer Patronen, das Verbot des Streifpoftenstehens im ganzen Kanton, das Verbot von Bersammlungen unter freiem Himmel, Verbot aller Demonstrationszüge machen die verfassungsmäßig unbe hränkte" Versammlungs- und Koalitionsfreiheit der Bewohner Zürichs illusorisch. Da hinzu kommen
die
Ausnahms Berhaftung sozialdemokratischer Führer und die droh
ende Ausweisung ausländischer Sozialdemokraten. Die te einig bitale Bremer Bürgerzig." seufzt darüber. Angesichts e Waschiefer Schilderung drängt sich ganz von selbst der Ver
e
klager
sbaden
Wetzlar.
ertes Zimmer
gleich mit dem„ reaktionären" Preußen auf. Wie scho hend und milde ist die preußische Praxis gegenüber dem Borgehen der republikanischen Regierung im„ freiesten Lande Europas"!
England.
London, 23. Juli. Jm Unterhause hielt der Marineminister gestern die mit Spannung erwartete
Unter Feinden.
Roman von Karl Mattbias.
( Nachdruck verboten.)
zu
So fand mich Madelon, zog mir den Rock aus, um ich notdürftig zu verbinden, nahm mich dann auf ihre arten Arme und trug mich vom Hofe. Meinen Rock, Ehärpe und Käppi ließ sie bei einem armen Teufel zurick, der aus dem Fenster gesprungen und bis zur UnEenntlichkeit zerschmettert war, da sie meine Spur Derwischen wünschte. Auf einem Karren schaffte sie mich eigenhändig über das Feld nach Vadelincourt, hier trugen mich verschwiegene Männer zum Weinberg empor. I habe von dieser Reise natürlich nichts gewußt, denn Cid lag fast zwei Monate, ohne recht zur Besinnung zu Eommen. Die umherstreifenden Patrouillen und die
ten Landgrafer Preußischen Spione machten es nötig, daß ich mich ganz
1. Stod
Touristen
FH verhielt. Jetzt aber, da Sie im Auftrage meines Baters wahrscheinlich unser Anwesen verkaufen wollen, mußte ich mich melden."
" Der Verkauf wäre nicht zustande gekommen," be
heinlich nicht mehr unter den Lebenden." Was sagen Sie?"
en fich mit Borli lehrte thn der Advokat.„ Herr Bourlier weilt wahr
Bel
ido
mbeer- Schok
ngen Schokol
onen Schokol
„ Leider muß ich Ihnen diese traurige Botschaft überbringen. Mein Freund ist verschollen. In Bordeaux deponierte er Geld, dann verlieren sich seine Spuren. Ein Aufruf in den Zeitungen blieb ohne Erfolg." „ Also wirklich fot," sprach Olivier ernst, doch ohne eine Spur von Schmerz.
" Nach allem menschlichen Ermessen, obwohl in dieser Belt ein Frrtum nicht ausgeschlossen ist und man die Hoffnung nicht verlieren soll. Denken Sie an sich sel
pro% Pf. Taber. Ihre Leiche wurde im Fabrikhofe rekognosztert,
Sen, Sellersver
aufgehoben, beerdigt und ruht auf dem Friedhofe St. Marguerite; es wurden für Ihre arme Seele Totenmeffen gelesen und Trauer um Sie angelegt. Viele
Samstags liegt für die Stadtabonnenten der
Illustrierte Wochen- Anzeiger
gratis bei.
Expedition: Seltersweg 83.
Mittwoch, den 24. Juli 1912.
Rede zu den Nachtragsforderungen für die Flotte. Er führte darin aus, daß das deutsche Flottengesetz die direkte Ursache der Nachtrags- Forderungen sei. Die deutsche Flotte sei in Zukunft viel schneller friegsbereit wie bisher. Die allgemeine Wirkung des Gesetzes sei, daß die deutsche Flotte zu vier Fünfteln friegsbereit sei, ein Beispiel, das sich bei keiner anderen modernen Kriegsmacht wiederfindet. Der Nachtrag wurde bewilligt.
Rußland.
-
Petersburg, 23. Juli. Der Kreuzer„ Osfar 2." mit dem schwedischen Königspaare an Bord ist heute vormittag 11 Uhr 30 Min. in Pitkopaasi eingetroffen.
Petersburg, 23. Juli. Die„ Nowoje Wremja" bezeichnet die Herbeiführung der Zusammen funft des 3aren mit dem schwedischen Kö= nigspa are als einen großen Erfolg der russischen Diplomatie, welche Schweden von dem Einflusse Deutschlands befreien solle. Auch die übrigen Blätter begrüßen die Monarchenzusammenkunft und geben der Hoffnung Ausdruck, daß nunmehr alle Schwierigkeiten zwischen den beiden Ländern beseitigt würden.
Türkei.
* Die Ministerkrise in der Türkei ist gelöst. Die neuen Männer sind durchgehends dem jungtürkischen Komitee nicht freundlich gesinnt. Die Hauptposten des neuen Kabinetts sind wie folgt besetzt: Achmed Mukhtar Großwesir, Dschemal Eddins Schech ül Islam, Nazim Pascha Kriegsminister, Kiamil Pascha Minister des Aeußern, Ferid Pascha Minister des Innern. Mahmud Mukhtar, der Sohn des neuen Großwesiers, ist Marineminister. Es ist das eine Liste hochangesehener Namen. Der neue Großwesir, Achmed Mukhtar Pascha, Vater des neuen Marineministers Mahmud Mukhtar, ist Präsident des Senats. Er hat sich schon im Feldzuge gegen Rußland 1877-1878 neben Osman Pascha einen Namen gemacht. Bis vor
zwei Jahren hatte Achmed Mukhtar den politisch und repräsentativ bedeutsamen Posten des türkischen Oberkommissars in Aegypten inne, hierauf wurde er Präsident des Senats. Minister des Aeußern ist Kiamil Pascha. Seine Bedeutung ist so groß, daß das Kabinett als ein Kabinett Riamil, genannt Mukhtar, bezeichnet werden kann. An Lebensjahren stehen er und Mukhtar ungefähr auf der gleichen Linie. Kiamil ist 86 Jahr alt. 1891 war er zum ersten Male Großwesir. Nach der Juli- Revolution 1908 ernannte Abdul Hamid Mitte August Kiamil Pascha zum Großwesir. Diese Berufung rief damals große Befriedigung hervor.
Tränen flossen Ihrem Andenken und dennoch leben Ste."
,, Gottlob," nickte Olivier. Ich lebe nicht nur, sondern denke sogar wieder gesund zu werden und recht vergnügt dazu."
" Hoffen wir es nach dieser schweren Zeit," sagte Devereux.„ Sie werden die guten Tage gebrauchen können. Leider muß ich Ihnen heute noch eine Trauermär bringen. Ihre Schwester-"
„ Desiree hat sich mit dem Prussien verheiratet?" " rin, davon ist mir nichts bekannt. Auch sie ist nach Bordeaux abgereist, wahrscheinlich um den Vater zu suchen und gleichfalls verschollen."
,, Also auch tot," sagte Olivier bedauernd und zerdrückte etwas wie eine Träne in seinem linken Auge. „ Schade um das hübsche Schwesterchen, aber immer noch besser, als daß sie den Prussien geheiratet hätte. Doch das ist ein Unsinn, ich habe ihn ja mit eigener Hand getötet."
„ Wen nur?" fragte Devereux.
" Den früheren Verlobten Desirees, der mir in der Fabrik als Offizier entgegentrat. Durch und durch habe ich ihn gestoßen; wie ein Stück Holz lag er zu meinen Füßen. Nein, der kommt nicht zurück, der heiratet meine Schwester nicht mehr."
Wilde Freude leuchtete in seinen grausamen Augen, seine Stimme knurrte und frächzte mehr als je und seine Hände krallten sich zusammen.
Der Advokat sah ihn mit Grausen von der Seite an. „ Demgemäß haben Sie von jener Seite nichts mehr zu befürchten, leider auch nicht von Seiten Ihrer armen Schwester."
,, Allerdings, allerdings," gab Olivier nach einigem Sinnen zurück.„ Dann wäre ich also der Alleinerbe metnes Vaters und unumschränkter Herr seines Grundund Barvermögens?"
( Gießener Tageblatt)
Anzeigenpreis 20 Pig.
die 44 mm breite Inseratenzeile.- Die 90 mm breite Zeile im Reflameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. gieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bet Konkurs in Wegfall. Plagvorschriften ohne Berbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsbruckerei.
Telephon Nr.: 362.
24. Jahrg.
Angriffe der sozialdemokratischen Presse auf den Kohlenbergbau. ( Schluß.)
Jm weiteren beschäftigt sich der Artikel mit dem von der Gewerkschaft„ König Ludwig" erzielten Gewinn. Der Verfasser nennt es eine Täuschung der Deffentlichkeit, daß die verteilte Ausbeute von 1200 auf den Kur dieselbe geblieben sei, während der Bruttoüberschuß von 2,90 Millionen in 1910 auf 3,49 Millionen in 1911 und der reine Betriebsgewinn in der gleichen Zeit von 1,59 Mill. auf 2,53 Mill. Mt. gestiegen sei. Das breite Publikum, dem ja die( angebliche) Notwendigkeit der Kohlen- und Koksverteuerung plausibel gemacht werden solle, erfahre nichts davon, daß nicht einmal die Hälfte des erzielten Reingewinns verteilt und der gröBere Teil für Neubauten, Grundschuldentilgung und Erhöhung eines Reservefonds auf 2,22 Mill. verwandt worden set.
Hierzu ist zunächst zu bemerken, daß die große Masse der Zeitungsleser von der Verwendung der Ueberschüsse überhaupt nichts erfährt, da die weitaus meisten Zeitungen die Geschäftsberichte der industriellen Gesellschaften überhaupt nicht zum Abdruck bringen. Die in dem wirtschaftlichen Teil einzelner Handelsblätter veröffentlichten Auszüge werden nur von einem kleinen Kreis von Interessenten gelesen; in diesen Zeitungsberichten wird aber vor allen Dingen Wert darauf gelegt, über die Gewinnverteilung eingehende Angaben zu machen, da diese doch in erster Linie von Interesse sind. Im übrigen ersieht man am besten aus den Aeußerungen der Werksverwaltungen selbst, wie töricht es ist, die Höhe der letztjährigen Zuweisung an den Reservefonds zu bemängeln. Die Verwaltung bemerkt:„ König Ludwig hat in seinen Anlagen an Zubußen, Zuschüssen der Besitzer und Anleihen Kapitalwerte von über 50 Millionen Mark investiert. Für solche Werte und zur Bewältigung eines Umschlages von 18 Millionen Mt. ist ein Betriebskapital und eine Reserve von 2 Mill. Mark noch bei weitem zu gering, und der Vorstand muß darauf bedacht sein, eine erheblich größere Reserve zu beschaffen. Die Ueberschüsse sind auch längst nicht ausreichend für das besondere Risiko, dem der Bergbau durch Unglücksfälle und Störungen der verschiedensten Art ausgesetzt ist."
Wenn schließlich in dem Artikel ohne jede Beweis= führung von ungeheuren Preissteigerungen im Jahre 1907 dte Rede ist, so dürfte es sich wohl erübrigen, an dieser Stelle die Berechtigung der damaligen Preiserhöhungen näher nachzuweisen, zumal selbst von Gegnern des Kohlen- Syndikats im allgemeinen anerkannt
„ Sobald der Tod amtlich festgestellt ist, ganz gewiß." „ Nun, so beschleunigen Ste gütigst die Todeserklärung, Herr Notar."
" Ich will es versuchen, denn ich glaube selbst an Bourliers Tod."
" Das ist gut," sagte der liebevolle Sohn zynisch. " Db Desiree lebt oder nicht, ist von keiner Bedeutung. Auch ohne thren Totenschein verfüge ich fret, und zwar so, daß Sie, Herr Advokat, die Fabrik verkaufen, dte Villa aber zu meinem Einzuge herrichten lassen. Es ist doch nach Deinem Wunsch, Madelon?" wandte er sich an die Frau, welche der ganzen Unterhandlung stumm gelauscht hatte.
„ Ich bin dabei, wenn nur nicht Bumarquet-" Ah bah, Pumarquet ist tot, alles ist tot, nur wir leben," lachte Olivier.„ Auch Deinen Mann werden wir in den Zeitungen aufbieten lassen, und da er sich natürlich nicht melden kann, ins Abgangsregister eintragen. Dann heiraten wir uns, Madelon, ich habe es Dir versprochen."
„ Aber die Prussiens," mahnte Madelon.
„ Ach, die bekümmern sich um uns nicht mehr, wenn wir auch in die Villa ziehen. Im Gegenteil, ich habe die Absicht, ihnen von dort aus manch lustigen Streich zu spielen. Wollen Sie meine Dispofitionen erfüllen?" wandte er sich an Devereux. Wollen Sie das Landhaus Herrichten lassen? Ich kann mich ja nicht bewegen."
,, Wie Sie wünschen," entgegnete der Notar geschmei= dig.„ Sie werden zufrieden sein, und auch Geld steht zu Ihrer Verfügung. Ich habe Vollmacht, es auf der Bant zu erheben und ich glaube es verantworten zu fönnen, selbst wenn Herr Bourlier wieder erscheinen follte."
( Fortsetzung folgt.)


