Ausgabe 
24.1.1912 Erstes Blatt
 
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Der zweite Stichwahltag.

A Montag fiel in weiteren 79 Stichwahlkreisen bie Entscheidung. Bis auf den Rest von 34 noch aus­tehenden Stichwahlen sind nunmehr die Abgeordneten fitr den neuen Reichstag gewählt. Mit dem dritten und letten Stichwahltag am nächsten Donnerstag finden dte Reichstagsneuwahlen ihren Abschluß. Mit den am Montag vollzogenen Stichwahlen sind bis jetzt 364 Reichstagsabgeordnete endgültig gewählt. Davon entfallen auf: Deutschkonservative 41, Reichspartet 12, Wirtschaftliche Vereinigung 10, Deutsche Reformpartel 3, Wildkonservative 2, Polen 16, Zentrum 91, Welfen 5, Bayerischer Bauernbund 3, Nationalliberale 37, Bau­ernbund 1, Bayerisch- Liberale 1, Fortschrittliche Volks­partei 35, Sozialdemokraten 99, Elsässer 5, Lothringer 2, Dänen 1.

Gewinn und Verlust.

Die Konservativen gewinnen 6, verlteren 18; Reichspartei gewinnt 3, verltert 14; wirtschaftl. Veret­nigung gewinnt 3, verliert 10; Bayer. Bauernbund ge­minnt 3; 3entrum gewinnt 5, verliert 14; Bolen ver Hieren 1; Nationalliberale gewinnen 19, verlieren 29; Fortschrittler gewinnen 13, verlieren 18; Sozialdemo fraten gewinnen 59, verlieren 9; Welfen gewinnen 5, verlieren 1; Elsässer gewinnen 2, verlieren 2; Lothrin­ger verlieren 1; Wilde gewinnen 2, verlieren 5.

Die einzelnen Ergebnisse.

Provinz Ostpreußen.

Memel- Heydekrug: Schwabach( ntl.)

Provinz Westpreußent.

Stadt Danzia: Weinhausen( Volksp.)

Landkreis Danzig: Dörtsen( Rpt.)

Brandenz: Sieg( nil)

Schlochan: v. Kntage( konf.)

Provinz Brandenburg.

Berlin Mitte: Kaempf( Volksp.) Oberbarnim: Hubrich( fortschr. Volksp.) Arnswalde- Friedeberg: Bruhn( D. Rfpt.) Cottbus- Spremberg: Giebel( Soz.)

Provinz Pommern.

Rügen: Heim( fortschr. Volksp.) Greifswald- Grimm: Gotheln( fortschr. Volksp.) Provinz Bosen.

Franstadt- Lissa: Graf von Opperdorf( 3.) Czarnikan- Colmar t. Br. Ritter( fonf.) Provinz Schlesien.

Stadt Breslau Ost: Bauer( Soz.) Krenzburg- Rosenberg: Mener( fons.) Groß- Strelit- kofel: Glewatzki( 3.) Lublinik- Gleiwig: Warle( 8.)

Beuthen- Tarnowik: Dombstt( Bole) Kattowitz: Sefinskt( Pole) Görlitz- Lauban: Taubadel( Soz.). Provinz Sachsen.

Osterburg- Stendal: Hoesch( fons.) Jerichow 1 u. 2: Haupt( Soz.) Nenhaldensleben: Schiffer( ntl.)

Dichersleben- Halberstadt: Brandes( Soz.)

Bitterfeld- Deligfch: Raute( Soz.)

Mühlhausen- Langenfaiza: Arnstadt( konf.)

Provinz Schleswig- Holstein.

Tondern- Husum: Blunt( fortschr. Boltsp.)

Ditmarschen- Steinburg: Hoff( Volksp.)

Provinz Hannover.

Nienburg- Stolzenan- Fallingbostel: v. Schele( Welfe). Sildesheim- Alfeld- Gronau: Rauch( Soz.).

Dfterode- Northeim- Einbed- 1slar: Deichmann( Soz.)

Göttingen- Münden- Duderstadt: Ickler( natltb.). Goslar- Zellerfeld: Götting( natlib.).

Celle- Burghofen- Beine- Gifhorn: Meyer( natlib.). Melzen- Lithow: v. Meding( Welfe).

Lüneburg- Winsen: v Wangenheim( Welfe).

Provinz Westfalen.

Hagen- Schwelm: König( So.)

Provinz Hessen- Naffatt.

Höchst- Homburg vor der Höhe: Brühne( Soz.) Frankfurt- Main: Quarc( Soz.) mit 4000 Stimmen Mehrheit gewählt. Rheinprovinz.

Köln- Stadt: Hofrichter( Soz.)

Königreich Bayern.

München I: Kerschensteiner( Lib.)

Straubing: Laur( bayer. Bauernb.)

Kaiserslautern: Hoffmann( Soz.)

Batrenth: Hugel( Soz.)

Ansbach- Schwabach: Hierl( Soz.)

Rothenburg o. T.: Kerschbaum( Bauernb.) Königreich Sachsen.

Planen: Jaeckel( Soz.)

Königreich Württemberg.

Seilbronn: Feuerstein( S08.)

Böblingen- Leonberg: Keinath( natl.) Eklingen- Kirchheim: List( ntl.)

Tübingen: v. Bayer( fortschr. Volksp.) Calm: Schweichhardt( fortschr. Bolfsp.) Freudenstadt- Oberndorf: Liesching( Volksp.) Balingen- Rottwell: Haußmann( fortschr. Volksp.)

Die Herren von Dieskaut.

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Original- Roman von Franz Treller. ( Nachdruck verboten.)

Auch Haralds üble Laune blieb ihm nicht verbor­gen, während der alte Herr sich bet Ttsch mit großer Etebenswürdigkeit gab. Baron Safal, der die Ent­schuldigung, daß die junge Dame sich nicht ganz wohl fühle, mit stoischer Gelassenheit hingenommen hatte, ob= gleich ihm das Ausbleiben im Zusammenhang mit Ha­ralds Verstimmung, für seine Bewerbung nicht als gün­stiges Prognostikon erscheinen konnte, bemühte sich, sein unbehagen zu unterdrücken, wenn auch das häufige Bu­fammenziehen der schmalen Lippen, denen, die ihn kann­ten, verriet, daß er sehr mißgestimmt war.

Den übrigen zur Zett auf Dieskau anwesenden Gästen, die lediglich ein Interesse für kulinarische Ge nüsse des Frühstückstisches hatten, entging die Verstim­mung um sie her.

So verltef das Frühstück zwar mit einigem Zwang, aber doch erträglich.

Als gegen das Ende Haralds Rettknecht mit sicht­Itch verstörtem Wesen eintrat, erhob sich der Sohn des Hauses rasch, ging ihm entgegen und folgte thm auf bessen verständnisvollen Wint.

" Ste tit fort, gnädiger Herr." " Wer?"

" Das Fräulein."

Barald starrte thn an wie ein wildes Tter.

Nun berichtete der Nettknecht der Damen Flucht, wie er eingeschlossen und schließlich nur mit Mühe be­freit worden set.

Da Harald annehmen mußte, daß die Damen nach ber Straße zu gegangen feten, war sein erster Gedanke,

Göppingen: Gunßer( fortschr. Volksp.) Backnang- Hall: Vogt( W. Vgg.) Ulm: Hähnle( fortschr. Volksp.) Großherzogtum Hessen. Gießen: Dr. Werner( W. Wgg.) Friedberg- Büdingen: Strack( ntl.) Lauterbach- Alsfeld: Heck( ntl.) Darmstadt: Dr. Quessel( Soz.) Erbach Bensheim: Hasenzahl( Soz.) Worms: Henl zu Herrnsheim( ntl.) Bingen- Alzey: Korell( fortschr. Volksp.) Kleinere Staaten.

Weimar- Avolda: Bauders( Soz.) Eisenach: Marquart( ntl.)

Jena- Nenstadt: Leutert( Soz.)

Oldenburg- Birkenfeld: Ahlhorn( fortschr. Volksp.) Varel- Jever: Träger( fortschr. Volksp.) Sachsen- Altenburg: Käppler( Soz.) Deffan- Zerbst: Heine( Soz.)

Bernburg- Ballenstedt: Bender( Soz.) Schwarzburg- Sondershausen: Bärwinter( ntl.) Waldeck- Byrmont: Vietmeyer( W, Vgg.) Schaumburg- Lippe: Krömer( Volksp.) Elsaß- Lothringen.

Kolmar: Petrotes( Soz.)

Landkreis Straßbura( Elfaß): Fuchs( Soz.) Babern: Röse( fortschr. Volksp.) Nolchen: Diedenhofen: Windeck( Lothr.) Mez: Dr. Weill( Soz.)

Bon bekannten Parlamentariern

sind unterlegen: Trimborn( Zentrum) in Cöln und Rösicke( konf.) in Katserslautern. Von Nationallibe= ralen wurden gewählt bezw. wiedergewählt: Keinath, Ickler, Bärwinkel, Göttina, Marquart, Schiffer, Heck, List. Mener, Schwabach, Stea. Nicht gewählt wurden: Dammann, Dr. Arning, Machens, Rimpau, Baumecker, Dr. Osann. Winsauer, Fuhrmann. Von der Fortschritt­lichen Voltsvartet sind wiedergewählt: Träger, Got­hein, Kaempf, Hausmann und von Bayer.

Berlin am Stichwahltage.

Berlin, 23. Januar. Im Zusammenhang mit den gestrigen Stichwahlen im ersten Berliner Wahl­frets ging es in der Friedrichstraße und Unter den Linden am Abend noch lebhafter zu als sonst. Nachdem die Schismannschaft in den ersten Abendstunden sich zurückgehalten hatte, änderte sich das Bild gegen 11 ühr. Unter dem Kommando von Polizeioffizieren er­schienen etwa 30 Schußleute. Die Linden wurden zwar nicht direkt abgesperrt, es wurde aber Vorsorge getrof= fen, daß cine sofortige Absperrung durch eine geschlof­fene Schutzmannsfette bewirkt werden konnte, wenn ein großer geschlossener Trupp in Sicht kam.

Rundschau oom Cage.

Politisches

Die Einberufung des Reichstags. Durch kaiser­Itche Kabinettsorder von 22. Januar ist der Reichstag auf den 7. Februar einberufen worden.

Eine ansehnliche Einnahme erhält das Reich aus der Reichsstempelabgabe für Lose der preußischen Staatslotterie. Diese Stempelabgabe beziffert sich auf 23 840 000 art.

Handelsminister Sydow über die deutsche In: dustrie. Bei dem gestrigen Stiftungsfest des Berliner Vereins zur Förderung des Gewerbefleißes hielt Han­delsminister Sndow eine längere Rede, in der er die Entwicklung der deutschen Industrie, des Handels und Gewerbes während des letzten Jahres besprach und eine aufsteigende Konjunktur feststellte, aber vor übertrie­benen Hoffnungen auf eine etwa bevorstehende Hoch­fonjunktur warnte. Der Redner wtes ferner auf die Anzeichen einer andauernden Spannung des Geldmark­tes hin und legte die voraussichtlichen Schwierigkeiten dar, die der bevorstehenden Verlängerung der großen Berbände sich entoegenstellen könnten.

Die deutsche Landwirtschaftswoche wird gleichzeitig mit dem neuen deutschen Reichstag anfangs Februar d. J. in der Reichshauptstadt eröffnet, zit der sich nach Behntausenden die deutschen Landwirte aus allen Tet­len des Retches einfinden, um in den Generalversamm­lungen der verschiedenen landwirtschaftlichen Organt­fattonen Deutschlands Verhandlungen agrar- politischer, wirtschaftlicher und sozialer Art zu pflegen. Von Jahr zu Jahr haben diese Rusammenfünfte der Vertreter der deutschen Landwirtschaft in Berlin an Umfang und Bedeutung zugenommen, so daß die sogenannte Land­wirtschaftliche Woche" längst aus ihrem ursprünglichen Rahmen herausgetreten ist, da die mancherlet Lagun­gen iett fast volle vier Wochen in Anspruch nehmen.

Die Arbeiten der Grenzfommission und der Reichs­tag. Wie der Inf." mitgeteilt wird, werden die Er­gebnisse der Grenzfommission, welche demnächst zur Festsetzung der Grenzen in Neu- Kamerun ihre Arbet­ten aufnehmen werden, dem Reichstage zur Entschel­dung nicht vorgelegt werden. Es hatte sich fälschlicher­

sich auf den Gaul zu schwingen und ihnen nachzureiten, um Hilda zurückzubringen.

Aber die Tätigkeit des alten entschlossenen Klaus bet d' Flucht und die Furcht, den häuslichen 3wtst in di effentlichkeit zu tragen, was bet der Wider­standskraft Hildas und der allgemeinen Verehrung und Liebe, der sie sich erfreute, nicht ohne Gefahr war, zwang thn, seine Wut in sich hinein zu bannen. Auch war es wohl schon zu spät, die Damen noch einzuholen.

Daß die Verbindung mit Safal fortan unmöglich und damit die Hoffnung auf fetne 500 000 Mart, das heißt auf Rettung aus trostloser Lage für immer ver­nichtet war, unterlag keinem Zweifel. Trotz setner an Verzweiflung grenzenden Stimmung gelang es ihm, sich zu meistern und in erträglicher Laune zu den jetzt auf der Veranda befindlichen Herren zu treten.

,, Unangenehme Geschichte, mein Falbe lahmt, sehr unangenehm für unsere Fuchshehe!"

In diesem Augenblick fuhr ein Wagen, der einige Jagdgäste von der Eisenbahn brachte, vor.

Mit aller Höflichkeit des Kavalters der alten Schule begrüßte sie der Freiherr.

Als einer von den Ankommenden sagte: Habe das Glück gehabt, Herr Baron, das gnädige Fräulein auf der Station begrüßen zu können," brachte diese harm­lose Aeußerung auf einige der Anwesenden eine ganz merkwürdige Wirkung hervor.

Harald zeigte eine Miene, die dem Verkünder der Neuigkeit verderbenbringend gewesen sein würde, wenn Blicke hätten töten können.

Mit hilfloser Ueberraschung schaute der Freiherr nach Harald hinüber, der ihm verständnisvoll zunickte; in Satals Gesicht zeigte sich ein schwer definierbarer Bug, er erinnerte an die Physiognomie des Fuchses, dem etne sicher geglaubte Beute entschlüpft ist.

Doch der alte Herr war ein zu geschulter Weltmann,

weise die Auffassung festgesetzt, daß nach dem neuen Ge sez über den Erwerb von Kolonten auch die Arbeiten der Grenzkommission in Neu- Kamerun der Beschluß­fassung des Reichstages unterliegen. Bet diesen Arbei ten handelt es sich aber nur um Grenzberichtigungen, welche nicht unter die nenen Gesebesbestimmungen fal­len. Im übrigen fann bestätigt werden, daß tatsächlich die Grenzen am Kongo und Obangi- 8ipfel von der ur­sprünglich gedachten Form wahrscheinlich etwas abwet­chend gestaltet werden, um die Grenzen für beide Län der, sowohl für Deutschland als auch für Frankreich dadurch vorteilhafter zu gestalten.

Die türkische Regierung hat bei den Großmäch­ten gegen die Festnahme des Personals vom Roten Halbmond auf dem Dampfer Manuba" und die Be­schlagnahme der für den Roten Halbmond bestimmten Gelder durch die Italtener bei den Großmächten Pro­test eingelegt.

Ueber die Lage in China melden heute Londo­ner Blätter: Die republikanische Regierung hat drei­zehn Dampfer geschartert, um den Hauptteil der Erpe­ditionstolonne nach dem Hafen von Schantung zu schaf fen. Die Vorhut der Kolonne ist beretts in Tschifu an­gelangt. Es stehen neue ernste Verwicklungen bevor.

Kleine Dachrichten.

Die Königin Elena von Italien hat sich, einer Ein­ladung der kaiserlichen Familie folgend, bereit erklärt, Batin des jüngster Sohnes des Kronprinzen zu werden. Stenererhöhung in Berlin. In einer Konferenz der Kämmerer, der Oberbürgermeister und zahlreicher Stadtverordneter der Städte von Groß- Berlin wurde beschlossen, den Stadtverordneten zu empfehlen, vom 1. April 1912 ab 110 Prozent als Zuschlag zur Staatsein kommensteuer zu erheben.

Bu Wahlaussbreitungen fam es in Völklingen bet Saarbrücken anläßlich der Wahl Bassermanns. Die Menge warf nach einem Faceizug mit Steinen. Ein Gendarmeriewachtmeister wurde am Kopfe verletzt. Etwa zehn Personen wurden verhaftet.

Der infolge des Tanwetters eingetretene schwere Eisgang hat auf der Elbe Gefahren für die Schiffahrt mit sich gebracht. Die Schiffahrt ist ganz lahmgelegt.

Gefährliches Spielzeug. In Macfith bei Wittenberg spielten met Knaben mit einem Tesching. Dabet erschos der zwölfjährige Schulfnabe Graebe setñen drettährigen Better.

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Der verkannte Kubbandet. Der Dortmunder Stadtverwaltung ging von holländischen Viehhändlern folgende Anfrage zu man böre immerfort von einem großen Kuhhandel in Deutschland. speated in Westfalen. Man möge ihnen doch die betreffenden Markttage an­geben und womöglich auch mittetlen, wieviel Stitch ste zutreiben dürften. So berichten wenigstens mehrere westfälische Blätter. Das Schwert Suleimans des Großen nettohlen? In Konstantinopel erhält ftch bartnäckig das Gericht, daß aus der Schattammer des Sultans das Schwert Sulet­mans des Großer gestohlen und für zmet Millionen Francs nach dem Mn lande verkauft worden ist. Das Schwert ist etre fosthare Arbeit des 16. Jahrhunderts. nauf und Schelde sind mit zahllosen Diamanten über­fät.

Für 40 000 Mark Theaterbeforationen vernichtet. Infolge eines Wasserrohrbruches find bet der Berliner Theaterausstattungsfirma 9rch& Klothom für 40 000 Mark Dekorationen nernichtet worden, darunter folche, die gerade vor der Ablieferung standen.

Im Aeronlan zur Wahl. Der Grade- Bilot Heinz falterbaum führte von den Grademerken in Bork bet Berlin aus einen Ueberlandflug aus. flog von Bork nach Bruck landete in Bruck auf den Biefen umb benab fich zur Wahl. Machdem er feiner Wahlpflicht genligt hatte. fing der Bilot wieder zurück nach dem Flugfelde bet Rorf, mo er glatt landete.

Rmei Kinder verbrannt. Ara in nonfen( Bofen) eine Maurersehefrnt vom Markte heimkehrte, fand fie das eintährige Tächterchen als verkohlte Reiche und de­ren zwettährine Schmefter mit schweren Brandmunden bedeckt vor. Die Kleider der Kinder waren durch Koh­len, die aus dem Ofen gefallen waren, in Brand ge­raten.

Gin Grokfeuer äfcherte gestern obend die Fab­rif fir Fahrradteile von Hermann rohöfe& Co. in Bielefeld ein. Dos aanze umfangreiche Fabriknebäude ift bis auf einen Tell des effelhauses niedergebrannt. Der Schaden beträgt angeblich eine hohe Million.

Todesfaz elnes Partfornischen liegers. Nach einer Drahtmeldung aus Los Angeles ist bei dem gestrigen internationalen Wettffienen ein reicher Amae teurfftener aus fünfzig Meter Höhe abgestürzt und so­fort getötet worden.

Gin neuer franzöfifcher Almarekord. Leutnant Prevost floa am Montag auf dem lunfelde in Reims mit zwet Baffagieren an Bord 2100 Meter hoch und schlug damit alle bisherigen Leistungen auf diesem Ge­biete.

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als daß er selbst in diesem Augenblick der unangenehm­sten Ueberraschung seine äußere Fassung verloren hätte. Ihm waren die Folgen der Flucht Hildas nicht minder flar wie Harald. aber er gemann seine Haftuna sofort wieder und artta fagte er: Hm, fa, fleiner Ausflug - aber blite sofort zum Lunch! Die Herren," wandte er sich zu den anderen, werden bet der Flasche noch ein wentg aushalten." und damtt nöttgte er seine eben an­gekommenen Gäste in das Frühstückszimmer. Alle, die sich vom Tisch erhoben hatten, folgten willig, bis auf Sakal und Herald.

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Herald wußte, was kommen würde.

Das Gesicht Satals, obgleich er Ruhe zeigte, hatte eine etwas gelbliche Färbung angenommen und sein Auge einen keineswegs freundlichen Eindruck, als er sich jetzt, die Afche von seiner Bigarre abstäubend, zu seinem Gastgeber wandte:

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Das gnädige Fräulein ist also abgereist?" Höre ich eben auch! Ein verrücktes, verzogens Kind, mädchenhafte Scheu, nichts weiter! Außerdem wellt ste um diese Zeit allerdings stets in der Stadt." Sakal sab alle seine Hoffnung auf Hildas Hand schwinden, denn er war flug genug, fich zu sagen, daß nur der Widerwille gegen eine Berbindung mit ihm das Mädchen fortgetrieben habe. Daß dies gegen den Willen von Vater und Bruder geschehen war, bezwet­felte er nicht, er fühlte nur, wie ein brennendes Gemisch von Demütigung, Eifersucht und Wut seine Seele pet­nigte.

So letdenschaftlich der Mann mit dem ausgeprägten Erwerbssinn für Hilda eingenommen war, so glücklich er sich gefühlt haben würde, sie zur Frau zu erhalten, so war er doch ein durch das Leben so abgehärteter und abgebrütteter Geselle, und nahm deshalb den Fehlschlag mit äußerer Gelassenheit hin. Er wußte sich zu bes Herrschen.

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