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verständlich zu machen und übertönen den Höllenlärm noch um ein Beträchtliches. Da­zwischen denke man sich die schrillen Rufe der fliegenden Händler und den Brunstschrei der Esel und so hat man einen kleinen Begriff, welche Anforderungen das rö­mische Volksleben an Ohren und Nerven un­ablässig stellt. Das alles jedoch bleibt ein Idyll von Ruhe gegenüber dem tierischen Gebrüll, das sich bei Festlichkeiten und Aufzügen entwickelt, ein wahres Höllengetöse grotesker Laute, und langgezogener schriller Pfiffe, begleitet von allerhand fragenhafter und burlesker Ausge­

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laffenheit. Selbst das genügt den sonst so musikalischen Ohren der Römer noch nicht. In der Nacht zu Neujahr und St. Giovanni bedienen sie sich großer Blechtrom­peten, mit dem sie einander ins Gesicht blasen, besonders Feuerwerk und Kanonendonner erregt ihre Lust. Oft genug aber kommt es über alle Ausgelassenheit zu blutigen Zwistigkeiten, schnell fliegt das Messer oder der Revolver aus der Tasche, während die umstehenden Männer und Frauen sich schreiend zwischen beide Kampf­parteien drängen und sie angstvoll zu trennen suchen.

Der gebildete Römer besucht unter diesen Umständen Trastevere nur, wenn ihm daran liegt, einen guten Rastellwein zu trinken. Denn bei Pippo Burrone und in der Cisterna" gibt es immer noch ein ,, buon bichiero", wenn sonst in Rom schon alle Quellen versagen. Ein Instiges Völkchen: Männer, Frauen und Kinder besetzen bis weit auf die Straße Stühle und Tische. Die meisten bringen falte Küche von Hause mit, lassen sich von der Ostessa Teller und Bested geben und konversieren leb­haft beim funkelnden Wein, während ein Saitentrio für einen gefühlvollen rhythmischen Unterton sorgt. Schnell ist auch der Fremde in eine lebhafte Unterhal­

Klosterhof in Trastevere.

An der Ripa Grande in Rom.

tung eingeschlossen, und erhitzt von der Sommertempe ratur, von Menschenfülle und Geplauder wirft man Rock und Weste ab, um sehnsüchtig die Kühle der Nacht zu erwarten. Inzwischen jedoch haben auch die Flöhe, diese Plage des Südens, ihre Rofognoszierung be­gonnen. Fröhlich springen sie von einem zum andern, und wo es ihnen am besten gefällt, den begleiten sie duzendweise in sein Bett und nehmen ihm das bißchen Nachtruhe, das die römische Sonne ihm übrig ließ. Trotz mancher üblen Folgen geht man immer wieder einen Abend nach Trastevere und vergißt über der farbenglühenden Augenpracht, die das römische Volks­leben dort bietet, Schmutz, Staub, Lärm und Gestank. Durch das enge Straßengewirr von einer Osteria zur andern ziehend, bildet jeder Winkel eine malerische Architektur, eine fesselnde Menschengruppe, zerfallene Häuser mit antifem Marmor geschmückt, in mittelalter­lichen Turmresten errichtet, neben armseligen Baracen ein verlodderter Renaissancepalast: alles das bietet der Abwechselung kein Ende, und viel haben die Augen ge­nossen und beobachtet, bevor wieder eine gute Osteria zur Erfrischung und zum Verweilen einlädt.

In einem wahrhaft ergreifenden Gegensatz zu diesem belebten Teile Trasteveres steht die Ripa grande, der alte Hafen Noms bei der Porta Vortese. Noch heute ist es der Traum der Römer, diesem Hafen wieder seine alte Bedeutung zurück­zugeben, ununterbrochen werden all­jährlich die Probleme dazu in den Stadtverordnetensizungen zur Tages­ordnung gebracht. Beherrschte doch der kleine römische Tiberhafen im Altertum den internationalen Handel bis stromaufwärts nach Orte und bildete zur See die Rivalen der mächtigen Vorstadt Ostia an der Tibermündung, deren Ausgrabungen jetzt der Vollendung entgegengehen und uns Kunde von einem ver­funfenen großzügigen Handels- und Verkehrsleben bringen, gegen das Pompeji weit zurückbleibt. Bis in das 19. Jahrhundert hinein blühte an der Ripa grande ein reger Schiffs­berkehr mit Transport fremder Weine und andern Produkten aus Spanien, England, Frankreich, Sizilien, den auch die Fremden nicht müde wurden,

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Mus allar mali,

Neues aus

aller

Welt.

PANAMA

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Die

Banama. Medaille.

Der Erbauer des Panamakanals Oberst Goethals hat mitgeteilt, daß der Kanal bereits im nächsten Jahre fertig gestellt werden wird. Allerdings fam furz nach der Er­flärung die Nachricht, daß die Stanalarbeiten infolge eines Erdrutsches arg beeinträchtigt worden seien. Man muß also

General Rafael Reyes

abwarten,

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STATES

ob die Prophezeiung des Erbauers in Erfüllung gehen wird. Wir bringen heute eine Abbildung der von dem Er. Präsidenten Roosevelt während seiner Amtstätigkeit geftifteten Banama- Medaille, die Jedem verliehen wird, der zwei Jahre in der Erbauungs- Kommission des Kanals tätig gewesen ist.

Bräfident

on Columbia

Aus Columbia tam fürzlich die Nachricht, daß der Präsident des Landes bei einem Automobilunfall schwer ver­legt worden sei.

Eingeborene Taucher.

Jm indischen Ozean.

Wenn sich die nach Oftafien und Australien gehenden Reichspostdampfer des Nord­deutschen Lloyd dem Hafen bon Colombio nähern, werden sie bereits auf dem indischen Ozean von einer Flotille von Eingeborenen geruderten Stanoes begrüßt, die der Anfunft eines Bassagierdampfers wegen des zu er­wartenden pefunären Gewinne mit großer Freude entgegensehen. Die dunklen Leutchen näm lich, die fast gänzlich unbekleidet sind, geben ihre Taucherſtüdchen zum Besten und ent­wideln eine fabelhafte Geschwindigkeit und Sicher­heit beim Tauchen nach den Gelbstüden, die von den Passagieren ins Meer geworfen werden.