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det, enginngien Ghasem geht, an dem 45 Meter hohen Schornstein hat der Lo­kalunkundige den besten Wegweiser. Jezt zeigt das Ganze noch sehr den Wandel der Seiten: links am neuen Weg das alte graue Gemäuer der alten angetauften Stieb­mühle mit dem stillstehenden Mühlrad und den unbe= nutzten Ställen und Scheuern, dem gegenüber das neue Wasserwerk in seinen weißen Mauern mit seinen modern­sten mächtigen Maschinen 2c. So recht ein Bild nach des Dichters Ausruf:

Das Alte fällt,

Und Neues blüht aus den Ruinen.

Die alte Riedmühle soll umgebaut werden zu Wohn­ungen für die Maschinisten und Heizer des Werkes.

sind

Und nun einen Rundgang durch das Kessel- und Maschinenhaus. 3wei mächtige Röhrenkessel, geliefert von der Aktiengesellschaft Rodberg in Darmstadt, die Dampfspender für die äußerst ruhig laufenden bei­den Dampfturbinen( Lieferant: Allgemeine Elektrizitäts­gesellschaft). Vieles, was früher Menschenhand verrich­ten mußte, um die Maschinen betriebsfähig und sauber zu erhalten, erledigen die Maschinen mit peinlichster Sicherheit für sich selbst. Die Heizung der Kessel( 700 Kilo Kohlen sind dafür pro Tag erforderlich, das De len der zahlreichen Lager, das Abzählen des Wasser standes, den Druck des Dampfes, die Reinigung des benutzten Maschinenöles, die Wassermessung vor Ein­gang in die Saugpumpe und nach Ausgang aus der Druckpumpe 2c., alles das wird auf mechanischem Wege betätigt. Dadurch ist es auch nur möglich, daß nur we­nige Angestellte erforderlich sind, um den Betrieb für die tägliche Lieferung von rund 20 000 Kubikmeter Was­ser an die Stadt Frankfurt zu bewältigen. Der Leser wird gewiß nicht verlangen, daß ich nun aus dem Maschinenhaus Einzelheiten anführe. Für viele würde das unverständlich sein. Die Rohrleitung ist 44 Kilo­meter lang; die einzelnen Rohre haben 700 Millimeter Durchmesser; Lieferanten waren die Buderus' schen Ei­senwerke( Wert Millionen Mark).

Die Erbauung des Inheidener Wasserwerkes hat vielen Geschäftsleuten der Provinz Arbeit und Verdienst gebracht; die Maurerarbeiten z. B. hat Maurermeister Koch in Nonnenrod ausgeführt. Leicht ist's ihm aller­dings nicht geworden, denn das ganze Terrain liegt tief, faum 120 Meter über dem Meeresspiegel, also und es mußte mit Legung einer 1,20 Meter starken Betonschicht t dem Gebäude erst ein sicheres Fundament gegeben werden; unter dem Schornstein ist der Beton sogar 1,50 Meter stark gelegt worden. Die Parterre= mauern haben eine Stärke von 85 Zentimeter erhalten, um für den Einbau der Maschinen genügend Tragfähig keit zu haben.

Manche andere neuzeitliche Nebeneinrichtungen sind natürlich nicht umgangen worden. Zur größeren Sicher heit des Betriebes ist die angebaute Schlosserei mit meh­reren Maschinen eingerichtet, die es ermöglicht, daß manche Reparaturen sofort an Ort und Stelle gemacht der werden können. Für rentablere Herbeischaffung Kohlen dient ein eigener Gleisanschluß an die Staats­bahn Friedberg- Hungen, eine Telephonverbindung mit der Reichspost ist vorhanden und eine eigene Telephon­anlage für die Röhrenstrecke, damit die außerhalb des Betriebes, auf der Straße tätigen Leute jederzeit mit der Direktion in Verbindung sein können; richtige Wasch-, - und Ankleideräume sowie gute Abbortanlagen feh­len nicht. Um das ganze Gebäude werden gärtnerische Anlagen gemacht.

6 Millionen kostet einschließlich Bodenerwerbung das Inheidener Wasserwerk, gewiß für die Provinz Oberhessen eine Riesensumme. Aber nach den Verträgen mit der Stadt Frankfurt und in der Aussicht, daß ne­ben den drei angeschlossenen oberhessischen Gemeinden noch mehr Anschlüsse erfolgen( das Werk ist für Ver­

Veraltete Katarrhe auszurotten

ist eine recht schwierige Sache. Jeder, der schon einmal mit einem hartnäckigen Katarrh zu kämpfen hatte, kann davon ein Lied singen. Mit den gewöhnlichen Haus­mittelchen, wie Hustenbonbons und Pastillen, ist da nicht viel anzufangen. Bei einem einfachen kleinen Erkältungs­husten, der sowieso schon nach einigen Tagen von selbst zu verschwinden pflegt, mögen derartige harmlose Mittel ja ganz gut sein. Aber die Beseitigung eines chronisch gewordenen alten, immer wiederkehrenden Hustens, der bei dazu Disponierten gar oft den Keim der Lungen: schwindsucht in sich trägt, erfordert eine ganz andere Aufmerksamkeit und muß mit wesentlich anderen Mitteln behandelt werden, die den Feind sozusagen im Innern seines Lagers aufsuchen und ihn dann von innen her­aus" vertreiben.

Als eines der besten Mittel zur Beseitigung derartig chronisch gewordener Katarrhe mit ihr en Folgezuständen: alter Husten, Verschleimung, Asthma, Bron: chialkatarrh, Lungenspitzenkatarrh usw. galt den berühmten Aerzten des Altertums und gilt noch heute im ganzen Orient der sogenannte Arabische oder Utu­Balsam, der naturreine Harzsaft eines in den Küsten­ländern des Roten Meeres wachsenden Balsambaumes. Dieser Arabische Balsam war bis zur Entdeckung Amerikas die einzige Droge, den man den Namen" Balsam" gab, und es beziehen sich daher alle älteren Literaturstellen in wissenschaftlichen medizinischen Werken, in denen von " Balsam" die Rede ist, ebenso wie die zahlreichen Hin­weise der Bibel auf den Heilwert des" Balsams", mur auf ihn. Schon das Wort Balsam" zeigt uns die Wert­

jen jeg ding), cine gute Begin ung und Amortisation sicher.

Möge über dem Werk, das nun vollendet ist und zu dem der frühere Provinzialdirektor Dr. Breidert in weitblidender Erkenntnis der Müzlidicit desselben den Grundstein legte, allezeit ein guter Sien walten, zum Wohle der Beteiligten.

As Stadt und Cand.

Gießen, den 20. März 1912. n Gießen, 20. März. In der gestern Abend in Steins Garten stattgefundenen außerordentlichen Ge­neralversammlung der Gewerbebank wurde die Um wandlung von einer G. m. u H. in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung einstimmig beschlossen. Bei der Beratung der Statuten wurde wesentlich be­tont, daß die Kreditfähigkeit und der solide Stand der Bank durch das bisherige sehr vorteilhafte Handeln bei Genehmigung hoher Kredite seitens des Vorstandes und Aufsichtsrates eine Herabdrückung nicht erfährt.

n Gießen. Die Stadt hat den ehemaligen Wie­ner Hof" an der Johannesstraße für 54 000 Mark an­gekauft und wird auf diesem Grundstück, das nur durch Straßenbreite von dem Theater getrennt ist, ein beson deres Dekorationsmagazin einrichten.

n Gießen. Der Bürgerverein hielt am letz­ten Montag im Einhorn" eine Allgemeine Bürgerver­sammlung ab, in der nur 4 Damen und 27 Herren an­wesend waren. Lehrer Volk, der Geschäftsführer des Rhein- Mainischen Verbandes für Volksbildung, sprach über: Welches Interesse hat das Bürgertum an einer guten Volksbildung" und Bibliothekar Dr. Frische erweiterte diesen Vortrag in recht geschickter Weise unter Hinweis auf die Ziele und Nützlichkeit des Gießener Lesehallenvereins.

n Gießen.( Preisgekrönt.) Wie uns aus Berlin gemeldet wird, ist in dem zweiten Wettbe­werb für französische Schüleraufsätze Ludw. Schmidt, Oberprimaner unserer Gießener Oberrealschule mit einer Reise nach Paris prämiiert worden. Es handelt sich um den Wettbewerb, den die in Berlin erscheinende fran­3ösische Zeitung Journal d'Allemagne", mit dem Ko­mitee für internationalen Schüleraustausch alljährlich ver­anstaltet und bei dem die 50 besten Arbeiten mit einer kostenlosen Reise nach Paris belohnt werden. Die Be­teiligung war eine sehr große, denn es waren über 2000 Arbeiten eingegangen. Wir wünschen dem Preisgekrön­ten eine recht vergnügte Osterreise!

o Bad Nauheim.( Die Kaiserin kommt!) Die hohe Frau will kurz nach Ostern hier eintreffen und wird in der Villa Groedel in der Terrassenstraße Woh­nung nehmen. Dem einfachen Sinne unserer Kaiserin entsprechend, soll dem Besitzer der Villa in der Verwen­dung der übrigen Räume seines Hauses keine Beschränk ung auferlegt werden und werden die Stammgäste ihre altgewohnten Zimmer nicht zu entbehren brauchen. Als Termin der Ankunft Ihrer Majestät wird der 9. und 11. April genannt.

o Bad Nauheim. Oberamtsrichter Geh. Ju­stizrat Süffert tritt demnächst in den Ruhestand. Längere Krankheit hat den Genannten in den letzteren Jahren des öfteren seinem Beruf entzogen. Als Nach­folger wird Oberamtsrichter Fuhr in Ortenberg ge­

nannt.

-u- Bad Nauheim, 20. März. Gestern vor­mittag stürzte der Weißbinder Friedrich Engel aus Vilbel vom 4. Stock des Bade- Hotels in einen Licht­schacht. Er war sofort to t.

o Büdingen, 15. März. Zwischen der Stadt und den Steinbruchbesitzern ist jetzt ein Streit, der jahre lang währte, friedlich beigelegt worden. Die Steinbrüche sind nunmehr in das Grundbuch der Stadt eingetragen schätzung, in der das Mittel bei den Alten stand: das Wort Balsam" stammt aus dem Alt- Hebräischen und heißt soviel wie König der Dele". Erst später kamen aus dem neuentdeckten Amerika weitere Balsame, wie der Perubalsam, der Tolubalsam usw., nach Europa, und noch später belegte man sogar eine Anzahl künstlicher, balsamähnlicher Erzeugnisse mit diesem Namen, der aber eigentlich nur dem Arabischen Balsam zusteht.

Daß sich dieser echte Arabische Balsam bisher noch nicht in unserem Heilschatz eingebürgert hat, lag an seiner großen Seltenheit und dem dadurch hervorgerufenen, ganz ungeheuer hohen Preise, der Jahrhunderte hindurch den Preis des ungemünzten Goldes um das Doppelte über­stieg. Die Schwierigkeiten, die seiner Beschaffung im Wege standen, gelten indessen heute als behoben, und heute kann das von den alten Aerzten so sehr empfohlene Mittel schon zu einem Preise in den Handel gebracht werden, der seine Anwendung auch Minderbemittelten ermöglicht.

Seitdem wir den Arabischen Balsam in den Handel gebracht haben, hatten zahlreiche Patienten Gelegenheit, denselben zu versuchen, und es berichten heute schon Hunderte von Briefen usw., die ganz unverlangt bei uns eingelaufen sind, von den gehabten guten Er­folgen. Die Wirkungen des Arabischen oder Utu­Balsams, von dem wenige Tropfen pro Tag genügen, sind in kurzem folgende: Der Balsam macht den Aus­wurf flüssig und vermindert ihn. Infolgedessen hört schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit der Hustenreiz und da­mit auch der Husten auf. Infolge der Entfernung der in dem Auswurf enthaltenen Berfallprodukte tritt da, wo Fieber vorhanden war, eine Abnahme des Fiebers ein. Aus demselben Grunde vermindern sich auch die Nacht­schweiße, die mit der Zeit ganz aufhören. Ein gesunder Nachtschlaf und damit eine Besserung des Allgemeinbe

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und who ben jenigen Desigen batin Enigegendeine men gezeigt, daß sie noch weitere 15 Jahre die Steine kostenfrei brechen dürfen. Für weitere 20 Jahre sind jährlich 300 Mark Pacht zu entrichten.

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):( Krofdorf. Die Fahrpost Krofdorf­Gießen, früher Rodheim- Krosdorf- Gießen, wird mit Ende März eingestelli. Krosdorf- Gleiberg werden vom 1. April ab dem Postamt Lollar zugeteilt und daher alle Postsachen mit der Bahn Lollar- Wezlar bis zur hiesigen Haltestelle befördert, woselbst sie ein Bostbote in Ent­pfang nimmt. Der fahrende Landbriefträger Müller findet als Oberpostschaffner in Gießen Anstellung.

):( Rodheim a. d. B. Unser Obst- und Garten­bauverein, welchem jüngst die Auflösung drohte, ist wie­der zu neuem Leben erwacht. Es haben jetzt 45 Herren ihren Beitritt erklärt und setzt sich der Vorstand folgt zusammen: Lehrer Cloes( Vorsitzender), Baum= wärter Bender( Rechner), Wegemeister Hagner und die beiden Werkführer Schmidt und Dönges.

):( Launsbach. Der Ausbau der Ueber­landzentrale der Buderus'schen Eisenwerke dürfte jetzt für Launsbach gesichert sein. Bis jetzt haben zirka 60 Hausbesitzer sich für die Abnahme erklärt, dazu auch die hiesigen Zigarrenfabriken. Die Hochspannungs­leitung Wetzlar- Lollar ist jetzt auf der ganzen soweit fertiggestellt und mit regem Interesse sieht man hier der Versorgung von Licht und Kraft entgegen.

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r Wezlar. Der Frühjahrsschützentag des Gau­verbandes Hessen- Nassau fand unter sehr zahlreicher Be­teiligung am vergangenen Sonntag hier statt. Die Ta­gesordnung erledigte sich in der gewohnten Weise. Kas­senbestand 170 Mt. 24 Pfg. 4 Vereine wurden neu aufgenommen. Der seitherige Gauvorstand wurde wie­dergewählt bis auf Montanus- Siegen, für welchen Claas­Siegen berufen wurde. Der Gaubeitrag wurde mit 20 Pfg. pro Kopf und Mitglied belassen. Festort für 1913 wird Siegen. Als Ehrengabe für das deutsche Bundes­und goldene Jubiläumsschießen in Frankfurt a. M. be willigte die Versammlung 200 Mt. bar im Etui. Nach dem noch die Mitglieder zum Gesamtausschuß des deut­schen Schützenbundes bestimmt und die Bundeskarten zur Ausgabe gelangt waren, nahm der Schützentag noch den vom Schützenverein Biedenkopf im vorigen Jahre gestellten Antrag an, nach dem die Zulassungskarte für dem Verbande nicht angehörigen Schüßen, bei Verbands­festschießen, von 6 auf 10 Mark erhöht werden soll. Wie immer folgte den Verhandlungen ein Festessen, wel­ches die Teilnehmer noch einige Stunden zusammenhielt.

):( Biedenkopf. Der Kreistag hat am 6. März d. Js. die Führung der Hinterlandbahn von Biedenkopf über Gladenbach nach We tz­Iar beschlossen. Da bei diesem Projekt das Bieber ta l, das reich an Erzlagern und Kalksteinbrüchen ist, sowie die Ortschaften nördlich vom Dünsberg unberück­sichtigt bleiben, so beschloß am 17. März eine starkbe­suchte Versammlung in Rodheim a. d. B., eine Eingabe an den Minister der öffentlichen Arbeiten in dem Sinne zu richten, daß im Interesse der ganzen Gegend sowie der Rentabilität der geplanten Bahn auch ein Auslau­fen in Gießen, als dem Verkehrszentrum, erfolgen möge. Zugleich wendet sich eine zweite Entschließung an den Kreistag mit dem Ersuchen, in Erweiterung seines früh­eren Beschlusses den Anschluß Gladenbach- Gie­ßen von vornherein in den Plan aufzunehmen.

s Darmstadt. Der Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein hat den Herrn Peter Lin­den, Zigarrenfabrik und Zigarren- Groß- Lagereien, in Bonn zum Hoflieferanten ernannt.

):( Lampertheim. Am Donnerstag, den 14. März, fand hier eine größere Sitzung unter dem Vor­sitz des Bürgermeisters Boxheimer statt, zu der Vertre ter aus Lampertheim, Lorsch, Biblis und Bürstadt und der Zweigstelle Kreis Bensheim( Med.- Rat Dr. Groß) findens pflegen einzutreten. Außerdem wirkt der Utu­Balsam magenstärkend und appetitanregend und bedingt dadurch eine größere Nahrungszufuhr und hierdurch wie­der eine Gewichtszunahme. Der Patient bekommt durch das Verschwinden der katarrhalischen Erscheinungen und durch die Besserung seines Allgemeinbefindens wieder neuen Lebensmut und größere Lust und Ausdauer zur Arbeit.

Wer auch noch so viel andere Mittel ohne Erfolg bereits benutzt hat, der möge trotzdem in seinem eigenen Interesse einmal einen kleinen Versuch mit Utu- Balsam machen. Er wird diesen Versuch so leicht nicht bereuen. Wir versenden kostenlos und franko eine Probe des Balsams an jeden, der uns den hier angehängten Bestellzettel ausgefüllt einsendet und ihm 20 Pfg. für Porto 2c. beifügt.

Den Herren Aerzten stellen wir zu Versuchszwecken ein größeres Quantum des Balsams kostenfrei zur Verfügung. Morgenländische Drogen- Import: Gesellschaft Berlin W. 15

Senden Sie mir eine Probe Utu- Balsam kostenlos und portofrei zu.

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