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Sturm erregt hatte, nur kurz berührten. Es ist jedoch bemerkenswert, daß beide Redner namens ihrer politi­schen Freunde zum mindesten die Form der Ausführun gen des Kaisers bedauerten.

Der Reichskanzler von Bethmann Hollweg hat in seine nun folgende Rede die Situation, die durch die maßlose Grobheit und Ungeschicklichkeit der Sozialdemo­fratie herbeigeführt worden ist, sehr geschickt ausgenutzt. Seine heutige Rede war in jedem Betracht klug, weil er sich trotz allem, was vorangegangen war, Mäßigung auferlegte und den Ton des ersten, aber doch

Worte er nicht wörtlich aufgefaßt wissen wollte.

große

Sie

| als 60 Opfer erfordert. Nur das Wasser am Bumi­liana ist noch trinkbar. Man befürchtet, daß in den heißen Monaten noch andere bösartige Seuchen um sich greifen werden.

Aus aller Welt.

Berlin, 15. Mai. Die Stadtverordneten wählten heute zum Nachfolger des ausscheidenden Ober­bürgermeisters Kirschner Staatssekretär a. D. Wer= muth mit 72 von 73 gültigen Stimmen; eine Stimme

*

war

tagsabgeordneten Heerdt- Mainz und Oberlehre Grünschlag namens des Alldeutschen Verband

sen und Hessen- Nassau". Wilh. Gießen- Frankfurt

Darmstad

istichaftlichen G

een Anmeldungen

sprach Julius Schellin- Frankfurt a. Main übtadt hält am die Wirtschaftliche Lage" der Handlungsgehilfen in Heben seinen 3. örterte in vortrefflicher Weise die Mißstände im taufn auß außerordentl " Lehrlingswesen" und die Notwendigkeit, dien Genossenfa faufmännische Jugend zur persönlichen und berufliches, sondern auch Tüchtigkeit auszubilden und zu erziehen, um die heangen, sowie die vorragende Stellung des deutschen Handels 3u festige aften, u. a. au und zu erweitern. Der Verband stellt deshalb sein ut in Rom, we

Oberlahnstein über die Sonntagsruhe". Er beklagte b

ripverhandlunge

freundschaftlich gesinnten Warners für Elsaß- Lothringen fiel auf Stadtrat Wiener. Insgesamt wurden 116 3et- Mitarbeit auch in den Dienst der nationalen Jugend: angen des Kong anschlug. Er stellte sich durchaus vor den Kaiser, dessen tel abgegeben. Davon waren 42, die von den Sozial- pflege. Als dritter Redner sprach Franz Sabelber mit einem Beg seien, so bedeutet sie Bethmann Hollweg, lediglich ein noch einer ungültig, der mehr als einen Namen enthielt. Kirchturmspolitik der Gemeindeverwaltungen, die eine vormittags 91 Jung deutschland- Bund. Die erste Fortschritt auf dem Gebiete der Sonntagsruhe so außes andlungen finde ordentlich erschwere. Sämtliche Vorträge fanden jubelndiner im Kurhau streckenden Vereins fand am Dienstag, den 14. d. Mts. Aufnahme und nach einem die Bedeutung der Tagum o Offenbad in Berlin im Sizungssaale des Landeshauses der zusammenfassenden Schlußwort des Herrn Paul Eleitat Bräuni berding- Hamburg vom Ausschuß der Deutschen Hand feiner Verdienste tet von dem Generalfeldmarschall v. d. Golz, dauerten lungsgehilfentage wurde die in allen Teilen vorzüglide vom Großherz

Ausdruck patriotischer Sorge, von der übrigens weite Kreise des deutschen Volkes in und außerhalb Elsaß- Loth­ringens erfüllt seien.

Ein betrübliches Ergebnis hat die Sizung für Dr. Kaempf persönlich gehabt. Seine Autorität hat ge­litten.

Politische Rundschau.

Der Kaiser, der am Mittwoch einer großen militärischen Uebung des 16. Armeekorps und der 8. bayr. Infanteriebrigade bei Mörchingen beiwohnte, be gab sich von Meh nach Schloß Homburg, wo er nach achtwöchiger Abwesenheit zum ersten Male wieder mit der Kaiserin zusammentraf. In Anbetracht des Ablebens des Königs von Dänemark wird der Kaiser nicht offiziell in Wiesbaden einziehen. Alle Anordnungen für den

Aufenthalt des Kaisers im Neuen Schloß in Wiesbaden sind abbestellt worden. Ebenso fallen die städtischerseits anläßlich der Einweihung des Osthafens in Frankfurt a. M. arrangierten Festlichkeiten aus.

* Der Kaiser besichtigte gestern Freitag vor= mittag die Quellen in den Homburger Kuranlagen und verweilte einige Zeit am Elisabethbrunnen. Architekt Scherer erstattete ausführlich Bericht. Der Kaiser sprach sich über die Umgestaltung des Elisabethbrunnens an­erkennend aus. Nach etwa einhalbstündigem Aufenthalt kehrte der Kaiser ins Schloß zurück. Gegen 11 Uhr hörte der Kaiser den Vortrag des Staatsministers De I brück über die Ergebnisse der Konferenz zwecks Verbesserung der Sicherheitsmaßregeln der Passagiere im deutschen Schiffsverkehr an.

Die Kaiserin verbleibt in Homburg bis zum 15. Juni. Der Kaiser reist Samstag, den 25. Mai, ab, wird aber später wieder zurückkehren.

Prinz Oskar, der zurzeit auf der Kriegsakade­mie ist, bestand sein Examen mit vorzüglich". Er wird zu längerem Aufenthalte Sonntag vormittag in Hom­burg eintreffen.

s Darmstadt. Die großherzogliche Familie kehrt am Tage vor Pfingsten aus Livadia hierher zurük.

s. Darmstadt. Wegen des Ablebens des Kö­nigs Friedrich 8. von Dänemark wurde eine Hoftrauer vom 15. bis einschließlich 28. Mai d. Js. angeordnet.

* Berlin. Am Sonntag hat unter Vorsitz des Generals a. D. Keim und unter Beteiligung von De­putationen des Deutschen Flottenvereins, nationaler Ver­bände und patriotischer Jugendorganisationen die Haupt­versammlung des Deutschen Wehrvereins getagt. Nach Vornahme von Wahlen wurde Leipzig als näch­ster Tagungsort bestimmt. Hierauf berichtete General Keim über die Entwickelung des Vereins, der bereits 33 000 Einzelmitglieder und 10 000 förperschaftliche Mit­glieder zählt.

* In Straßburg i. E. fand am letzten Sonn­tag die Gründung einer elsa B- lothringischen Fortschrittspartei statt, die eine Verschmelzung der liberalen, demokratischen und unabhängigen Elemente des Landes bedeutet. Sie steht auf dem Boden des Anschlusses an das Deutsche Reich und erstrebt vor allem die völlige Gleichstellung Elsaß- Lothringens mit den Bundesstaaten des Reiches.

* Berlin. Der Staatskommissar an der Ber­liner Börse warnt in einer amtlichen Bekanntmachung vor der Ueberspekulation am Markte der Industrie­Aktien.

Ausschußsizzung dieses über ganz Deutschland sich

er=

Provinz Brandenburg statt. Die Verhandlungen, gelei­

mit Unterbrechung durch eine halbstündige Pause von morgens 10 bis abends 6 Uhr.

Veranstaltung vom Vorsitzenden, Herrn Schellin- Fran

geschlossen. 15.

-

dirigen

des Verbli

furt, mit Heilrufen auf den deutschen Kaufmannsstand 3 3 Jenburg Berlin, 15. Mai. In der Nähe der Stelle, Der Tagung voraus ging am Samstag ist Lochmann, vor kurzem erst der Förster Schers von einem Wilderer erschossen worden ist, hat sich gestern abend im Deutschnationalen Handlungsgehilfen- Verband, angeordnete, zahlrei wieder ein blutiges Drama abgespielt. Bei einem Ue­berfall, den zwei Männer auf den im Dienst des Kam­merherrn von Velten stehenden Förster Rohrbeck suchten, wurde einer der beiden durch einen Schutz des Försters tötlich verletzt. Der zweite wurde verhaftet.

:: Unwetter. Am Mittwoch gegen 8 Uhr abds. wurde die Borderpfalz, besonders Neustadt a... und seine Umgebung, von einem schweren Unwetter mit Hagelschlag heimgesucht. In Pirmasens lagen die Hagelförner zehn Zentimeter hoch. In der Badener und Bühler Gegend, wo Hagel von Haselnußgröße fiel, ha­ben die Feldfrüchte und Obstbäume empfindlichen Scha­den genommen.

*

C

dem über 150 Verbandsmitglieder aus 48 Orten vommlung. Hessen und Hessen- Nassau teilnahmen. Der Jahresbe Bingen. richt des Gaues stellte entschlossenes Arbeiten auf sozial Oberheimbach bei politischem Gebiete und eine Festigung der deutschnatien des Schmieder nalen Handlungsgehilfenbewegung nach innen und außen Engreifens der fest und wurde einstimmig gutgeheißen. Als nächstjäht das ganze rigen Tagungsort bestimmte man Limburg a Bad- m Dem Vorsitzenden wurden 89 Neuaufnahmen für den berbürgermeiste Verband überreicht. haufe bei zahlr o Bad Nauheim. Bis zum 16. Mai 1912 la tetag statt. find 6812 Kurgäste angekommen, wovon an genannten Seumsdirektor Bo Tage noch 4727 anwesend waren. Bäder wurden bis Hoppriz, sämtlic zum 16. Mai 1912 57 642 abgegeben.

Landesdirektor

K

o Eichenrod. Beim Spielen stürzte ein fünfident von Glase Die Aussperrung in der Metall­industrie. Die süddeutsche Gruppe des Gesamtver- jähriger Junge in eine Grube frisch gelöschten Kalles ranff Obwohl sofort Hilfe zur Stelle war, ist das unglüd bandes Deutscher Metallindustrieller hat im Anschluß an den Frankfurter Streik und im Einverständnis mit dem liche Kind gestorben. Gesamtverband beschlossen, am 1. Juni an allen der s Darmstadt. Die hessische Landwir süddeutschen Gruppe angehörenden Betrieben 60 Pro3. schaftskammer trat heute unter dem Vorsitz des der Arbeiter auszusperren, wenn bis dahin nicht Herrn Geheimrats Haas zu ihrer 10. Hauptversamm alle innerhalb der süddeutschen Gruppe bestehenden Ar- lung zusammen. Zum 1. Präsidenten wurde Geheim rat Haas durch Zuruf wiedergewählt; zum 2. Präsiden beiterbewegungen beigelegt sind. Der Gesamtverband be­absichtigt, Mitte Juni eine Gesamtaussperrten wurde Hahn- Heßloch mit 25 Stimmen gewählt, der ung in der deutschen Metallindustrie eintreten zu lassen, seitherige Vizepräsident Bähr erhielt 17 Stimmen. wenn die süddeutsche Aussperrung bis dahin erfolglos 3. Präsident wurde durch Zuruf Bähr gewählt. Zu Vo bleibt. standsmitgliedern sind noch gewählt Hensel- Dortelweil Walter- Lengfeld, Frietsch- Dielshofen und Schäzel- Selzen

Elberfeld. Jm Schneider streit ist es den bestreikten Arbeitgebern gelungen, das Streikpo­stenstehen auf zivilrechtlichem Wege zu beseitigen. Drei Konfektionsfirmen, denen die Streikposten die Kundschaft abgehalten hatten, erwirkten beim Landgericht Elberfeld 3. Zivilfammer, eine einstweilige Verfügung, die fast sämtlichen Schneidergehilfen und der Organisation der Schneider zugestellt wurde und mit der diesen, gestützt auf die§§ 938, 940 und 950 der Zivilprozeßord= nung, unter Androhung einer Haftstrafe bis zu 6 Mo­naten das Postenstehen untersagt wurde.

:: Salzburg, 15. Mai. Ein Holzarbeiter sah gestern bei der Vorderbachalpe im Totengebirge eine Hand aus dem Schnee ragen. Er verspürte Leichenge­ruch und beim Nachsuchen fand er die Leiche des am 27. Dezember mit dem Ballon Salzburg" des Erzherzogs Josef Ferdinand verunglückten Oberleutnants Karl Werner. Eine Bergungsexpedition ist von Aussee abgegangen. Der Ballon wurde nicht gefunden.

einen New Orleans, 15. Mai. Durch neuen Deichbruch, 25 Meilen nördlich von der Stadt, sind 60 000 Personen und tausend Quadratmeilen be­bauten Landes bedroht.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 18. Mai 1912.

* Versendung von Paleten während

der Pfingstzeit. Die Versendung mehrerer Ba­fete mit einer Boſtpatetadreſſe iſt für die Zeit vom 20. * Aus Tripolis wird gemeldet, daß dort der kehr noch im Verkehr mit dem Ausland- ausgenom­

Marokko.

bis einschl. 25. Mai weder im inneren deutschen Ver­

Typhus ausgebrochen ist und täglich mehr men Argentinien-

... Zehn Torggn spötms setzte ich meinem Momne unvermischten

Kathreiners Malzkaffen vor und er hart keinen Unterschied gemerkt."

gestattet.

n Gießen, 18. Mai. Gestern fand die Wahl wählt als Beisitzer von seiten der Arbeitgeber: für das Gewerbegericht statt. Es wurden ge­

Bäckermeister Aug. Deibel, Schneidermeister Al. Hand­

rich, Zigarrenfabrikant Adolf Klingspor, Friseur Heinr.

Tichy, Schuhmachermeister Karl Berg jr., Schmiedemei­

britant Friedr. Krogmann, Gastwirt Max Zaslowsky, Konrad Walther, Glaſermeiſter Balih. Bierau, Fa­

Hrch. Noll( in Fa. Volz u. Co.), Gg. Beckmann( in

Fa. Ed. Krumm u. Co.) und Rich. Andreä( in Fa. Zi­garrengenossenschaftsfabrik); von garrengenossenschaftsfabrik); von den Arbeitneh= mern wurden die von den freien Gewerkschaften en geſtellten gewählt und zwar: Johs. Käfer, Karl Kroh,

Ernst Laudenbach, Phil. Müller, Bernhard Munck, H. Hoh­

Rohrbach, Aug. Scheder, Friedrich Schupp, Adam h: meier, Guſtav Krüger, Phil. Schmidt und Wilh. Wert­

meister.

s Darmstadt, 17. Mai. An dem heutigen Wettbewerb zum Zuverlässigkeitsflug am Oberrhein beteiligten sich von Mainz aus 4 Flieger. Al erster kam Bahrends früh 5.29 Uhr an, der dort un 5.06 aufgestiegen ist, somit 23 Minuten Flugzeit ge brauchte. Als zweiter fam Mahnte um 5.31 Uhr an der 24 Minuten Flugzeit hatte. Graf Wolfskehl fam um 5.36 Uhr an mit 26 Minuten Flugzeit. Um 5.37 Uhr kam Hirth als vierter an, der in Mainz um 5.15 Uhr aufgestiegen ist. Hirth ist auch heute in der Zeit von 22 Minuten Sieger geblieben. Wohl 20 000 Men schen hatten sich heute früh von 4 Uhr ab auf den Flug- und Landungsfeld auf dem Griesheimer Schie platz eingefunden. Prinz Heinrich von Preußen a um ½ 6 Uhr im Auto von Mainz kommend, mit der ersten Fliegern hier ein. Das Luftschiff Viktoria Lui wird gegen 2 Uhr hier erwartet.

Zur Blutreinigung.

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Jeder Mensch bedarf eine Blutreinigungstur im Frühjahr -nach langem Winter- um das Blut von den Unreinigkeiten 3 befreien, die sich während de Wintermonate, wo der Aufent LANDA halt meistens in den Zimmern Mittel zu solcher Kur befize geschieht, ansammeln. Das be wir in Sanitätsrat Dr. Wege beſtehend, eine Tasse voll Morfen und a ner's Tee, aus edlen Kräuter Bur gens und Abends getrunken Angenehmer Geschmack u. with zugleich günstig auf die Be Te dauung. Dr. Wegener's fostet Mt. 1.50, in Apotheter

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Morgen Sonn

Uhr und abends

nicht vorrätig. folgende

-h- Der 8. Handlungsgehilfentag für erhältlich; wo nicht Das Gehalt mocht' 6! Heſſen und Heſſen- Naſſau fand unter Zeilnahme von wende man sich an Ferroman

über 300 Personen am Sonntag, den 5. Mai vormit­

tags, in Mainz statt. Nach einer Begrüßung der Ber- ganin- Gesellschaft, Frantjur

sammlung durch Regierungsrat Pfeiffer vom Mi­

a. M., Kronprinzenstraße 55

niſterium des Innern in Darmstadt, durch den Land: a. M.,

Eintrittspreis