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plaudert getstreich, es tommt zu einer langen Diskus fton, bie fchließlich damit endet, daß der vornehme Fremde erklärt: Nun fa, Sie haben recht, Sie find ein vortrefflicher politischer Denker." Aber, ich bitte Sie," wehrt bescheiden der geschmeichelte Steuerzahler ab; doch Sie entschuldigen mich schon, ich muß noch schnell meine Stimme abgeben."" Bemühen Sie sich nicht wei­ter, verehrter Freund," erwidert mit fardonischem Lä­chein der Fremde, mit einer spöttischen Abschiedsver­beugung, Sie fommen zu spät, es ist gerade eine Mi­nute nach sechs..."

Schwere Rodelnufälle haben sich am Sonntag er­eignet. In Lengenfeld in Oberbayern sind die beiden 15- bezw. 16jährigen Töchter eines Klempnermeisters gegen einen Baum gerannt. Ein Mädchen war sofort fot, die andere ist schwer verletzt. Wippensbach in Bayerisch- Schwaben sind zwet Mädchen beim Rodeln in einen Weiher geraten und ertrunken. Welter wird aus Görlitz gemeldet: Auf der Rodelbahn der Landes­Der frone verunglückten zwet Maschinenbauschüler. eine brach beide Beine und trug eine Gehirnerschütte­rung davon; der andere erlitt eine Sehnenzerreißung. Bet Etfenbrod in der Nähe von Brüty fuhren zwei bisher unbekannte Rodler in einen Personenzug hin­ein. Einer der Rodler war sofort tot, etn zweiter Itegt Hoffnungslos im Krankenhause.

Berhafteter Patentschwindler. Auf der Durchreise wurde in Berlin am Montag der Kaufmann Benno Metsel verhaftet, den die Staatsanwaltschaft Hannover feit einem Jahr sucht. Metsel stamnit aus Rußland, wohnt in London und treibt allerhand Geschäfte. Er wird beschuldigt, von einem Jahre in Hannover 15 000 Mark durch Batentschroindel erbeutet zu haben. Meisel. wurde in einem vornehmen Hotel der Friedrichstraße verhaftet, er trug an Geld und Geldeswert etwa 1% Million Mark bei sich. Sein Anerbieten, Kaution zu stellen, wurde abgewiesen.

Auch ein Minister. Die Demiffion des französischen Ministeriums im Anschluß an den Rücktritt des Herrn de Selves erinnert den Gaulois" an die merkwürdige Geschichte von einem früheren Minister des Auswärtt= gen, Philibert Buchot, der während der Revolution auch zu diesem Amt gekommen war, ohne daß er es recht wußte, mie. Sechs Monate hatte er schlecht und recht feine Tätigkeit ausgeübt, als er eines Morgens beim Durchblättern der Zeitung bemerkte, daß er feinen Ab­Ichted erhalten babc. Alsbald begab er sich zu seinem Nachfolger. Ich erfahre," sagte er zu ihm, daß Sie mir im Amte nachfolgen werden." a, das tut mir sehr leld für Sie," antwortete der neue Minister. Darf ich Sie dann um etwas bitten?"" Gewiß, und um was?" Um einen Schreiberposten im Ministerium

Schön. Und wer ist Ihr Schüßling?"" Das bin ich felbst." Sie scherzen."" Wie? Sollte das" zu viel fein? Geben Sie mir einen noch einfacheren Bosten." Der neue Minister hatte die größte Mühe, ihm begreiflich zu machen, daß das nicht ginge. Buchot verließ das Mint­sterium auch nicht, ohne eine Kollefte in den Bureaus gemacht zu haben. Schließlich erhielt er bis zu seinem Tode im Jahre 1813 eine Pension von 6000 Francs.

Täglich zwanzig Millionen in der Neichsdrnceret. Nach dem Durchschnitt der letzten Jahre stellt die Reichs­druckeret täglich 19 Millionen geldwerte Drucksachen in einem Werte von 20 Millionen Mark her. Bostwertzet­then fertigt sie nicht nur für die Reichspost und Würt­temberg, sondern auch für die Dominikanische Regie­rung. Zu finnländischen und dänischen Banknoten so= wie zu rumänischen Briefmarken hat fte die Druckma= tertalten geliefert. Außer Bostwertzeichen druckt sie Versicherungsmarken, Wechselstempelzeichen, stattstische Wertzeichen Reichsstempelmarfen, 3igarettensteuerzei­chen, Schaumweinsteuerzeichen, Frachtstempelmarfen, Reichsbanknoten, Reichskaffenscheinte, Schuldverschrei­bungen. Wertpapiere, Sparmarfen. Die Rotationsma­fchine für Freimarken fann in einem Tage eine Million Marken drucken und periforieren. In den letzten fünf Jahren hat die Druckeret allein 15 Millionen Stitc Hundertmarkscheine und 9 millionen Zehnmarkscheine angefertigt. Die Reichsdruckeret vereinnahmt etwa 11% Millionen Mark im Jahr und gibt 8% Millionen aus, so daß ein Ueberschuß von etwas über 3% Millionen Mart verbleibt.

Das Kriegsjubiläum 1912 in Rukland. Die Feft­ordnung für die in diesem Jahr bevorstehende Hundert­fabrfeter des russisch- franzöfifchen Krieges von 1812 tst feßt, wie mitgeteilt wird, bestimmt worden. Die Zeit der Jubiläumsfeier ist der August. da am 26. August ( alten Stils) die Schlacht bei Borodino geschlagen wurde. An diefem Tage findet ein historisches Kriegs­sptel auf dem Schlachtfelde statt. In den darauffolgen­den Tagen wird die Feter voraussichtlich in Gegenwart der gesamter. fatferlichen Famille in Moskau fortgesetzt. Zunächst wird eine große Parade der Moskauer Gar­nison abgehalten. Danach werden die wetteren Veran­staltungen stattfinden, die einen wentoer militärischen Charakter tragen, da sich Adel, Landschaft und Stadtver= haltung daran beteiligen. Das große Fest der Stadt Moskaut wird wahrscheinlich ant 11. Oktober gefetert

,, Die Herren von Dieskau haben mich dem Herrn Baron Sakal zur Gattin bestimmt, und ich möchte mich der Nähe dieses Gentleman und der mir zugedachten Ehre entziehen."

Dte alte Dame erschraf, denn dieser zweifelhafte Herr war thr ebenso widerwärtig als Hilda, zugleich aber überraschte sie diese Mittellung um so mehr, als fte das kräftige Standesbewußtsein des alten Herrn kann. Wie schlimm mußte es um die Vermögensverhält= nisse bestellt sein, wenn er sich entschloß, sein Kind die­fem Emporkömmling zu geben, sagte sich die erfahrene Frau.

men?"

Sollte Dein Entschluß nicht etwas übereilt fom­Nein, Mütterchen, ich fürchte die Noheit und Ge­walttätigkeit Haralds, der unzweifelhaft der Vater des Gedankens ist, mich zur Frau von Sakal zu machen. Wir müssen schleunigst den Rückzug antreten.

Dann schoß thr allerdings der Gedanke durch den Kopf, daß ste mit der Entfernung von Dieskau auch ber Möglichkeit beraubt wurde," thn" wiederzusehen. Ein gütiges Gefchick hatte ihn in die Wälder von Dies­faut geführt, warum sollte er jest trennend zwischen ste treten? Welche widerwärtige Erscheinung bildete die­fer Safal neben Soltau? Selbst Sarald, der einst in ber Uniform etne rttterliche Figur bot, nahm sich jetzt recht unvorteilhaft neben dem vornehmen Holtau aus. Aber was halfen die Grübeleten. Hilda sagte resolut: " Wir müssen retsen".

" Doch nicht, ohne vorher Deinen Vater von Deiner Absicht in Kenntnis zu setzen?"

Es wird das Beste fein, nicht zu fragen, wir setzen und sonst Unannehmlichkeiten aus".

" Nein Kind, das wäre gegen meine Pflicht".

So gehe ich fofort und allein nach der Station, Du tennst Harald nicht wie ich".

Die alte Dame fab sehr besorgt aus.

werden, an dem Tage, an dem die Franzosen abzogen. Im übrigen Reich folt überall feierlicher Gottesdienst abgehalten, ebenso follen alle Boltsschichten durch öf­fentliche Vorträge über die Bedeutung des Jubiläums aufgeklärt werden. Ferner wird eine Erinnerungsme daille geprägt, die an alle Chargen verliehen wird, die am Feldzug feilgenommen haben.

Die Tragfähigkeit des Elfes. Eine Eisfläche von 2% 3tm. Dicke ist bereits fähig, das Gewicht eines Men schen zu tragen. Eine Dice von 10 3tm. gestattet das Passieren einer Kavallerieabteilung, während für den gefahrlosen Transport von Artillerie über das Eis eine Dicke von 13 3tm. erforderlich ist. Bei einer Stärke von 25 8tm. fann eine Menschenmenge getrost auf dem Etse Aufstellung nehmen und bet 45 8tm. ist es für einen Eisenbahnzug befahrbar. Diese Erkenntnis hat in St­btrien lange Zeit praktische Bedeutung. Vor der Fertig­stellung der den riesigen Baifalsee umfahrenden Strede der sibirischen Bahn wurden im Winter alljährlich Gleise über das meterdicke Ets des viele Monate gefrorenen Sees gelegt und so die belden Endpuntie der Bahn ver­bunden, zwischen denen im Sommer Dampfer die Ver­bindung unterhielten.

Die Lebensdauer der Schwindfüchtigen. Die wis senschaftliche Forschung und die Kunst der Aerzte hat bem Gespenst der Lungenschwindfucht viel von seinem Schrecken genommen. Die Fälle, in denen eine zwet fellos festgestellte Erkrankung volta geheilt wird, find fehr viel häufiger geworden, und auch die Kranken, bel benen dieses Ziel nicht erreicht wird, könne mit einer Verlängerung ihres Lebens rechnen. Inwieweit dies der Fall ist, darüber kann jedoch nur die Uebersicht Aber eine große Zahl von Fällen Aufschluß geben. Eine solche hat Professor Saugmann im Jahresbericht der Seilstätte am Vellefjord in Dänemart auf Grund von Beobachtungen an 1359 Schwindfiichtinen erstattet, die im Zeitraum von neun Jahren in diesem Sanatorium behandelt morden waren. Es stellte fich heraus, daß von all diesen Kranken etwa zwei Fünftel gestorben waren. Nur v. H. befanden sich Ende 1910 noch im Zustande der Arbeitsunfähigkeit, während über die Hälfte( ge­nauer 51 v. 5.) um diese Reit arbetsfäbig waren. Die­ser Erfolg ist besonders hoch zu veranschlagen, da sich 63 v. H. der Kranken bei der Aufnahme in die Hell­stätte bereits im dritten Stadium der Schwindsucht be= funden hatten. Bet so meit fortgeschrittener Krankheit ist die Arbeitsfähigkeit überhaupt nur noch bet etwa et­nem Drittel der Kranken vorhanden. Unter den

Folge davon?.... Ale Fenster fliegen auf und aus hundert Kehlen tönt es ihm entgegen: Wo?.. wo? wo?"

Ein neues Wunder der Chirurgie.

Dr. Alexis Carrel, der Chirurge des Rockefeller Instituts in Neuport, fritt foeben wieder mit einer neuen verblüffenden Operation hervor. Es ist ihm nämlich gelungen, auf chirurgischem Wege eine nene Schlagader wachsen zu lassen. Die Verfuche darüber hat er zunächst en Hunden gemacht. Sie wurden in der Weffe angestellt, daß aus einer Schlagader, die während der Bett der Operation aus dem Blutkreislaufe ausge­fchaltet wurde, ein Stick herausgeschnitten und durch etne fünstliche Röhre ersetzt wurde. Der erste Verfuch mißglückte eftas, da Carrel ein Glasröhrchen verwen dete, das infolge der Bewegungen des Versuchshundes eine Woche nach der Operation zerbrach.

Hierdurch fedoch bekam Carrel Gelegenheit, den Gr folg der Operation fogleich zu untersuchen. An dem Glasröhrchen, das zwischen den beiden Adertellen ein genäht war, fonnte bei der Untersuchung mit dem Auge allein und mit dem Mikroskop eine Membrane festge stellt werden, die als der neugewachsene Teil der in nerften Schlagaderfchicht erkannt wurde. Der zweite Versuch erstreckte fich über eine Zeit von mehr als dret Monaten. Dieses Mal wurde bet elnem Hunde aus der Aorta im Unterleibe ein Stick herausoeschnitten und durch einen Gummifchlauch erfest. Die Operation dan erte etwa 24 Minuten. Die Kreislaufstörungen, die burch die Unterbrechung hervorgerufen waren, über­wand der Hund rasch, bald war ihm nichts mehr anz merken, und als nach Ablauf von etwas über drei Mo naten der Erfolg der Operation festgestellt werden follte, war der Hund längst wieder wie ein normaler Sunb.

Im Inneren des Gummischlauches fand ich mum neugewachsenes Gewebe, das der inneren Wandung der Schlagader entsprach, während auken um den Gummb schlauch herum die äußere Bekleidung der Schlaaader nachgewachsen war. Wegen des eingeführten Gummi­stitches war der Tell der Ader verdicft, aber er arbeitete aenau so wie die unverändert gebliebenen Telle der Schlaander. Carrel glaubt, diese fitnstliche Neubildung von Schlagaderteilen auch beim Menschen erfolgreich herbeiführen zu können.

Schwindfüchtigen des zweiten Stadiums vormochten Große Fenersbrlinste in In- und Ausland.

noch drei Viertel zu arbetten, von den Schwindsüchti­gen des ersten Stadiums neun Zehntel. Im ganzen zieht Dr. Saugmann den Schluß aus feinen Erhebun­gen, daß von den Schwindfitchttaen tm ersten Stadium 90, im zweiten 60 und im dritten 22 v. H. darauf rech nen dürfen nach etwa zehn Jahren noch am Leben und erbeitsfähig zu sein.

Ein ergögliches Jänerstücklein eretanete fich fürz= lich, so erzählen die teler Neuesten Nachrichten", bet eine Treiblagd auf einer Feldmark im Kretse Rends­burg. Stehen da in der Schützenkette zwei Nimrode beisammen, von denen der eine gut, der andere went­ger gut treffen kann, und zwar hat dieser feinen Blaz auf einem Wall. Plöblich kommt ein aufgescheuchter Hase wie toll dabergerannt und gerade auf den weniger funstgerechten Schüßen- Jochen wollen wir ihn nen­nen Io8. Dat is een rör di." ruft Jörn. fein Nach­bar, ihm zu, und Jochen fendet belde Schiffe Meister Lamve ale Willkommengruß entgegen, ohne thn da­durch freilich irgendwie von seinem Wege abzubringen oder gar zit töten, denn mit eine fühnen Sake springt er auf den Wall und Jochen gerade vor die Füße. Die­fer packt mit einem schnellen Griffe das Tter. Konnte er es mit der Flinte auch nicht erschießen. so will er es mit der Flinte doch erschlagen: schwer fällt der etferne Lauf dem Hafen auf den Kopf, und triumphierend zeiat Jochen seine Yaadbeute Nörn, der aber warnend meint: " Jochen, nimm dt in acht, der Bruder simuleert."" I mo", ruft Jochen, de ts maufedot". und wirft ihn vom Walle hinunter. Da aber gefchteht das Unglaubliche: faum fühlt sich der Safe von den Händen feines Beini­aers befreit, da rafft er sich auf und rennt davon, und Jochen muß thn laufen laffen. denn er hat nichts in der Flinte. Aber sein Nachbar Jörn ist auf dem Vosten: So Jörn, nu is dat een vor mi, ruft er, schießt, und tot Itegt der Hafe auf dem Acker. Natürlich hatte Jochen nachher viel auszuhalten ob setnes Mikaefchicks. Aber er soll sich im stillen gelobt haben, möglichst beffer zu schießen, bestimmt aber beffer zu fchlagen, falls ein Lampe ihm einmal wieder lebendig follte in die Finger geraten.

Bom Fenerbrill in der Schule. Um das ordnungs­mäßige Räumen der Klassenzimmer bet Feuersgefahr zu gewährleisten, sind dann und wann in den Schulen entsprechende Uebungen zu veranstalten. An einem Tage erscheint der gestrenge Herr Schulinspektor und will sich unter anderm auch von der Befolgung dieser Anordnung überzeugen. Er stellt sich vor das Schulhous und ruft so laut mte müalich: enter! ener!" Die

" Du siehst vielleicht zu schwarz, Hilda. Laß mich mit Deinem Vater reden, er wird Detnem festen Entschluß gegenüber nicht auf seinem Willen bestehen; Herr von Dieskaut ist immer ein Kavalter."

Es ist vergeblich, er steht ganz unter dem Einfluß Haralds".

In diesem Augenblick riß der, deffen Name sle nannte, die Tür auf und trat in foroffer Weise ein.

Sein Vater hatte thn nach der Unterredung mit Hilda sofort rufen lassen und ihm das Ergebnis mitge­teilt.

Das Gesicht des jungen Mannes zeigte einen wit­tenden Ausdrud, hervorgerufen durch seines Vaters Mitteilungen und verstärkt durch ärgerliche Verluste im Spiel und retchlichen Weingenuß.

Frau von Herstell, die ihn nie so gesehen hatte, er­schraf nicht wenig; nicht so Hilda, die ihn ruhig und fest ansah.

" Ich wünsche mit meiner Schwester allein zu spre= chen", fagte er rauh.

" Du wirst die Güte haben, Mütterchen, und hler bleiben. In welcher Weise wagft Du es hier einzu­treten!"

Du hast Dich unterstanden, die Hand metnes Freundes, des Barons Sakal, in fchroffer und belet­digender Wetse auszuschlagen".

" Ich bin Dir über mein Tun und Lassen keine Rechenschaft schuldig und bitte Dich, uns zu verlassen".

" Nimm Dich in acht! Der Vater ist schwach und gutmütig, aber ich lasse nicht mit mir spielen, Was kannst Du Bettelprinzessin denn mehr wünschen als einen so reichen und einflußretchen Gatten zu gewinnen? In unserem Hause verfügt der Vater über die Hand der Tochter zu deren eigenem Besten."

Hilda wandte thm den Rücken zu. Ich glaube, es tst besser, wir gehen," wandte fte sich an die sehr er­regte alte Dame.

Der Draht melde heute eine ganze Anzahl ver­Heerender Feuersbritnste, wobet es sich nicht nur um großen Materialschaden handelt, sondern auch Men schenleben zu Grunde gegangen find. Die Meldungen Tauten:

Hamburg. 16. Januar. Geftern nachmittag wurde bas Fabrikgebäude der Lederfabrik A. D. Winter in Burtehude zum größten Teil ein Raub einer verhee renden Feuersbrunst, die im Dachstuhl des Wohnhauses ausgekommen war.

Christianta, 16. Januar. Eines der hedeutendster Holzlager Norwegens, dem Großhändler Mathiessen in Frederickstadt gehörta. brannte gestern nieder. Amet Menschen find verunglückt. Der Schaden beträgt eine Million

Neapel, 16. Nantuar. Im Palazzo San Gla­conto, in dem die Finanzverwaltund untergebracht tft, brach am Montag spät abends ein ener ana das bald großen Umfang annahm. Um 2.20 Uhr nachts war es gelungen, den Brand einzudämmen. 8 tft nur ein Teil der Räume der Vermaltung verbrannt, so daß der Schaden nicht allzu groß ist.

oofio, 16. Nanuar. In der Stadt Ofafa-hat in der vergangenen Nacht eine unaehere ener8brunt aemittet. Bis 5 1hr morgens waren 1300 Säufer nies dergebrannt. Die Feuersbrunft mittet melter, da hef­taer Sturrt herrscht. Man befürchtet, daß auch Men­schenleben zu beklagen sind.

not, 16. Januar. Yn der vergangenen Nacht brach im Sveifefaal eines Hotels enter ana, bas fich schnell über das ganze Gebäude verbreitete. tefe Gäfte konnten nur notdirftta befleidet mit Siffe non Pettern gerettet werden. Die Boltzet alaubt, daß Menschen in ben Flammen umgekommen sind.

Katastrophe auf einem Hochofen.

Ein folgenschweres Unglück hat sich in der vergan genen Nacht auf einer Gemertschaft im Ruhrfohlenne­btet eretanet. Eine nanze Anzahl Menschen sind dabet umgekommen. Der Draht berichtet darüber:

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Duishura. 16. Januar. Auf her Gewerkschaft Bhönir" in der Nähe von Duisbura i in her veraans genen Nacht her nofen Mr. 7 genfakt. Die Kofoen waren entfekliche. Acht Nerfonen wurden fofort netötet, eine schwer und zwei Jelter nerlegt. Die Ursache der Grnnfinn ist noch nicht fastnettofft.

,, Du willst Dich weigern, Dein Glück aus unserer Hand anzunehmen? Aus welchen Gründen? Stedt Dir vielleicht der Bursche im Kopfe, mit dem Du fitt= fame Jungfrau Dir ein Rendezvous im Walde gegeben hatteft?"

Zu der hoch aufhorchenden Frau von Herstell fagte das Mädchen erflärend: Ich habe noch keine Gelegen= hett gehabt, Dir zu sagen, Mütterchen, daß ich die Freude hatte, unseren lieben Reisegefährten, Herrn Holtau, wie= derzusehen. Er wird morgen kommen und Dir seinen Besuch machen."

,, Er soll nur fommen, wenn er mit der Heßpeitsche bavon gefagt sein will."

,, Willst Du uns jetzt verlaffen oder soll ich zum Fen­fter hinaus um Hilfe rufen?"

Diese Worte, Hildas drohendes Gesicht und ihre ihn zornig anblickenden Augen Iteßen den wilden und da zu angetrunkenen Menschen doch einlenten.

Du wirst Vernunft annehmen und um fünf Uhr zu Tisch kommen."

Nicht ohne Spott erwiderte Hilda: Du wirst die Freundlichkeit haben, mein Ausbleiben zu entschuldt­gen; ich ziehe es vor, mit Frau von Herstell hier zu fpetfen."

Harald fühlte die Ueberlegenheit seiner Schwester und fuhr, von neuem zur Wut geretzt, fort: Hüte Dich, es gibt Mittel, auch den wildesten Troz zu bändigen. Du kommst zu Tische oder Du sollst erfahren, was es heißt, dem Willen des Vaters zu widerstreben."

,, Sollte ein so vollendeter Gentleman wie Herr von Safal nicht alsbald seine für ein armes Landedelfräu­lein so schmeichelhaften Absichten aufgeben, wenn er er­fährt, daß fte einen instinftiven Widerwillen gegen alles Gemeine hat?"

( Fortfehung folgt.)