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terstützung seiner Armee versagen. In unterrichteten| Absicht, auch eventuell eine militärische Aktion Reisen hofft man, daß es zu einer Entspannung der Situation lommen werde.

Hervorragende diplomatische Kreise sind der An­sicht, daß die endgültige Entscheidung Serbiens in acht bis zehn Tagen fallen werde.

Jnbezug auf die Mission des Präsidenten der bulgarischen Sobranje Da new meldet der Bester Lloyd", daß in der Unterredung mit dem Grafen Berch­told alle auf der Tagesordnung stehenden wichtigen Fragen erörtert worden seien. Die Mission zeige, daß Bulgarien aufrichtig bestrebt sei, alle bestehenden Streit­fragen im Einvernehmen mit Oesterreich­Ungarn und mit Berücksichtigung der Interessen der österreichisch- ungarischen Monarchie auszutragen. Unmit­teibar nach Beendigung des Krieges mit der Türkei werde der Besihstand der friegführenden Wt à chte einer entsprechenden Korrektur unterzo­gen werden müssen; deshalb sei es belanglos, was augenblicklich jeder friegführende Teil von seiner Macht halte. Was den bulgarischen Einmarsch in Kon­stantinopel betreffe, so würde dieser nur vermieden werden können, wenn ein Waffenstillstand zu stande komme und dieser zum Frieden führen werde. Selbstverständlich müßten sich die Türken verpflichten, während des Waffenstillstandes die Tschataldschalinie nicht zu befestigen und aus Asien keine Verstärkungen heranzuziehen. Bulgarien scheine ein autono­mes Albanien zu wünschen und fordere nur, daß in das autonome Albanien nicht solche Gebietsteile ein­verleib! würden, die überwiegend Bulgaren bewohnen.

Budapest, 12. Nov. Der österreichische Thron folger, Erzherzog Franz Ferdinand, wird am 22. und 23. November mit dem deutschen Kaiser

zusammenkommen.

Budapest, 12. Nov. In der gestrigen Audienz hat der bulgarische Ministerpräsident Da new dem Kaiser Franz Josef ein eigenhändiges Schreiben des 3aren Ferdinand überreicht, das von hoher politischer Bedeutung sein soll.

Die Haltung Rumäniens.

aftiv zu unterstützen, die Situation an Spannung etwas zugenommen hat. Der Kaiser Franz Josef und Graf Berchtold sind erst seit wenigen Tagen in Kennt­nis davon, daß Deutschland bereit ist, über seine Bünd­nispflichten hinauszugehen.( Der Dreibundvertrag ver­langt bekanntlich die Gefolgschaft eines der allierten Staaten nur für den Fall, daß der andere angegriffen wird. während, wenn einer der verbündeten Staaten der Angreifer ist, die Neutralität des Verbündeten ver­langt wird. D. Red.)

Bukarest, 12. Nov. Der frühere Ministerpräji­dent Carp wird sich nach Budapest begeben, wo er von Kaiser Franz Josef empfangen und mit Berchtold eine persönliche Aussprache haben wird. Nach seinem Budapester Besuch wird er König Ca­roi persönlich über seine Mission Bericht erstatten.

Von den Kriegsschauplätzen. Konstantinopel, 11. Nov. Die Bulga=

rangälteste Admiral vor Konstantinopel, der Du Fournet, hat als Oberkommandeur der i nalen Flotte in Uebereinstimmung mit den Behörden und dem französischen General S dem Inspekteur der türkischen Gendarmerie, all nahmen zur Sicherheit der Stadt getroffen. D sche Mittelmeer division umfaßt 8 G mi: 3600 Mann, 125 Geschützen außer Maj wehren und Torpedorohren.

Friedensschalmeien.

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Konstantinopel, 11. Nov. Wie nister des Aeußern dem Vertreter des Wolf

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erklärte, denkt die Türkei nicht daran, wie gelmi ren versuchten durch einen Vorstoß nach Süden die ner, den Krieg auf das religiöse Gebie Termstadt e

Linie von Tschataldscha an der Küste des Mar­mara Meeres zu umgehen.

J: militärischen Kreisen nimmt man an, daß der

überzuspielen und die religiösen Leidenschaften

chein. Ueber eine Mediation haben wir noch fein der Abgr richt der Mächte. Wir fragten jetzt bei den vier Jnnungen Ausniarsch der Vortruppen der Bulgaren vor Isch a fan staaten wegen der Friedensbedisch die bish gen an; aber wir haben noch keine Nachricht Kofthein Nun erwarten wir den Kampf bei Tschataldschatten. Nach Politische Rundschau.

talosch a beendet ist. Man hält es nicht für ausge schlossen, daß bereits in der Nacht zum Mittwoch die ersten Angriffe erfolgen.

San Stefano, 12. Nov. Die türkische Flotte hat in der Gegend von Rodost o eine feind­liche Batterie vernichtet. Nach Gallipoli find zahlreiche türkische Truppensendungen abgegangen.

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Die Bulgaren haben vor Adrianopel tei= nen leichten Stand, da ihre schwere Belager ungsortillerie zwar hinsichtlich des toten und lebenden Materials vorzüglich, aber nicht genügend zahlreich ist, während einzelne türkische Werke eine relativ große for­tifikatertsche Stärke besitzen. Die Bulgaren ersetzten den Deangel an genügend zahlreicher Belagerungsartillerie durch einen wahnwizigen Vorwärtsdrang und durch heroische, entsetzlich blutige Infanteriestürme. Seit dem origen Sonntag sind serbische Truppen bei Belagerungsarmee vor Adrianopel eingetroffen.

der

2ukarest. Die griechischen Truppen sollen in den von Kuzowallachen bewohnten eroberten Gebieten Mazedoniens ein fürchterliches Blut­bat angerichtet haben. Der Ministerpräsident Majo­rescu hat den rumänischen Gesandten in Athen beauf­tragt, bei der griechischen Regierung unverzüglich ener­gische Schritte zu tun und über die Meldungen von Mosiakers unter den Kuzowallachen Aufklärung zu ver­langen.

Die Stellung des Dreibundes. Berlin, 12. Nov. Die Dreibundmächte sind sich über die albanische Frage völlig einig. Der Dreilund", schreibt die italienische Gazetta del Popolo", alzeptiert bis zu den letzten Konsequenzen das Prin­zip des Balkanbundes der Balkan den Balkanvölkern". Gerade die Anwendung dieses Prinzips verlangt, daß die Albanesen unabhängig werden und das türkische Joch nicht mit dem slawischen vertauschen. Serbien wird keinen Ausgang nach dem Adriatischen Meere bekommen, well das die Aufteilung Albaniens mit sich brächte. Ein autonomes Albanien könne dem Balkanbund ein nicht zu verachtender Bruder, ein zerstückeltes, unterjochtes Al­banien aber fönne die Quelle dauernder Unruhen wer­den. Was den von Serbien verlangten Adriaha­fen anlange, so sei nicht einzusehen, weshalb Serbien, wenn es sich nur von Handelsinteressen leiten lasse, auf Durazzo bestehe, dessen Besitznahme die Zerstückel­ung und Offupation Alboniens bedeuten würde, statt sich mit einem montenegrinischen Frei hefen oder einem Zugang zum Aegäischen Meer zu begnügen. Hinsichtlich der von Dester­reich- Ungarn betonten tommerziellen und wirtschaftlichen Interessen glaubt die Tribuna" nicht, daß Oesterreich Ungarn zu Ungunsten anderer Nationen von Serbien besondere Privilegien verlangen wolle.

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Die Cholera in Konstantinopel. Konstantinopel, 12. Nov. Die Cholera greift unter den auf dem Kriegsschauplatze befindlichen tür­fischen Truppen und unter den Verwundeten und Flücht­lingen von Tschataldscha immer mehr um sich.

Konstantinopel, 11. Nov. Jm türkischen Hauptquartier von Hademkoi sind 100 Cholerafälle un­ter den Soldaten festgestellt worden. 50 sind tödlich ver­laufen.

Konstantinopel in größter Gefahr.

Der Konstantinopeler Berichterstatter der Franks. 3tg." berichtet, daß eine Botschafter 3usam= menfunft auf der hohen Pforte stattgefunden hat, an der auch Großwesir Kiamil Pascha und der Mini­ster des Aeußern Gabriel Norandunghian teilnahmen.

Deutschland.

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* Berlin. Der Bundesrat wählte als iet ausdeh glied des Reichsgesundheitsrats den Ober- Mediheim dage Balser, vortragender Rat im hessischen Win in Tarmstadt.

Spanien.

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* Madrid, 12. Nov. Heute mittag genom Gewerb Uhr wurde der spanische Minister prà Canalejas vor dem Ministerium des Innendidſte, der im Zentrum Madrids von einem Unbekannten Revolverschüsse ermordet. Der Mörder ersc darauf selbst. Ein großes Verdienst hat sich Ca um Spanien erworben. Seiner Geschicklichkeit es, Spanien wieder ein großes nordafrikanisches zu gewinnen. Canalejas ist es gelungen, das tanische Problem zum Ruhme Spaniens zu lösen

Aus Stadt und Land.

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man am raiche Selettigen den befteben aus bei allen gegen Influe Breis M. 1.50, an fich an die

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n Gießen. Dem ordentlichen Professor Landwirtschaft an der Landesuniversität, Dr. 6 vius, hat die Großherzogin von Luxemburg des Berlin. fizierskreuz des Ordens der Eichenfrone verliehen. Hauptman

n Gießen. Der Ordinarius für mittlereierüber ist näc schichte, Professor Dr. Haller, ist auf sein Naci aus der Historischen Kommission für Hessen aus den.

o Darmstadt, 12. Nov. Das großherp Paar begab sich heute mit Gefolge auf einige T cognito zum Besuche von Verwandten nach Ba o Darmstadt. Jm Sitzungsfaale der 3 hejs. Ständekammer in Darmstadt tagte vormittag unter dem Vorsitz des Staatsministers die konstituierende Sigung des Landes- Ausschule die Errichtung des Bismard- Dentmals der Elisenhöhe bei Bingen, zu welcher u. a. aud ster r. Hombergt, Vertreter der Handels- und werkskammern, der Landwirtschaftskammern, der desuniversität, der Ständekammer, der Technischen

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schule, der Boſt- und Gerichtsbehörden, sowie za Kreisräte aus den verschiedenen Provinzen ericiri gruppe G

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cab ein Expose über die Lage. Danach ist die Pforte entschlossen, die Verteidigung der Tschatald­scha- Linie bis zum äußersten durchzuführen. Sollte die Armee gezwungen sein, auf Konstantinopel zurückzuwei­chen, so entstünde eine äußerst bedenkliche Lage. Man dürfe dann annehmen, daß die bulgarische Armee nicht vor den Toren Konstantinopels stehen bleibt, sondern dar, König Ferdinand den Anspruch erhebt, an der Spike der siegreichen Truppen einzuziehen. Konstanti­nopel sei der Sitz des Kalifats und fast eine Million Mehammedaner stünden 350 000 Christen gegenüber. Eine der entsetzlichsten, von der Weltgeschichte je erlebten Satastrophe müsse hereinbrechen, wenn die bulgarische Armee in Konstantinopel eindringe. Der Sultan und Kalif habe beschlossen, seinen Sitz unter leinen Umständen aufzugeben und ebenso werde die Regierung in Konstantinopel ausharren; alles sei ent­schlossen, a uf seinem Posten zu sterben. Die Pforte habe geglaubt, Europa die wirkliche Lage nicht perheimlichen zu sollen; es sei jetzt an den Mächten, das Jhrige zu tun. Nach der Erstattung dieses Expo­ses entfernte sich der Großwesir. Vorher trat er jedoch alt einen der Botschafter heran, flopfte ihm auf die Schulter und apostrophierte ihn mit folgenden Worten: Ich habe die Achtzig überschritten und Euer Exzellenz sind noch jung, aber sterben werden wir hier gemeinsam!" Die Verblüffung der Botschafter war ungeheuer. Später setzte sich die Auffassung durch, daß es Kiamil um einen Bluff zu tun gewesen sei. Jeden­falis verständigten die Botschafter ihre Regierungen von dieser merkwürdigen Sitzung. Ganz schutzlos sind die Fremden in Konstantinopel jedenfalls nicht. Fünf­3ig Kriegsschiffe der europäischen Groß­machte und der Vereinigten Staaten von Amerika wer­den bald vor den türkischen Häfen vereinigt sein. liegen bereits vor Konstantinopel, die übrigen 44 wer­den in den nächsten Tagen dort oder vor anderen tür­fischen Häfen eintreffen. Von den 50 Kriegsschiffen ge­hören, von dem deutschen Geschwader unter Vizeadmi­ral Trummler abgesehen, England 8 Schlachtschiffe, 5 Kreuzer, 1 Kanonenboot und 10 Torpedobootszerstörer; Desterreich- Ungarn 3 Schlachtschiffe, 2 Kreuzer, 2 Tor­pedebootszerstörer; Frankreich 5 Kreuzer; Rußland 2 Kreuzer; Italien 3 Schlachtschiffe, 1 Kreuzer; Spanien 2 Kreuzer; Holland 2 Kreuzer; Amerika 2 Kreuzer. Der

Die Eröffnung, die der Gesandte Ugron dem sci­bischen Ministerpräsidenten Pasitsch gemacht hat, ist, wie man auf das bestimmteste erfährt, weit davon end­fernt, ein Ultimatum darzustellen. Es handelt sich nur um die Einleitung der diplomatischen Konversation zwischen Desterreich und Serbien. Der Thronfol ger hat Budapest verlassen. Das Resultat seiner Son ferenzen ist, daß Desterreich in der Lage wäre, feinen Forderungen einen energischen militärijd en Nachdruck zu verleihen. Man ist bemüht, friedliche Verständigung herbeizuführen, man muß sich aber auf alle Eventualitäten gefaßt ma­chen. Es ist bereits ein bis ins fleinste Detail gehender Plan ausgearbeitet, der vom Kaiser und vom Thron folger genehmigt wurde und von Deutschland und Italien unterstützt und mit allem Nachdrud für die nächste Zulunft vertreten werden soll und zu dessen Geltendmachung die Dreibundmächte mit ihren Armeen zur Verfügung stehen werden. Der Kaiser und der Thronfolger haben dem Sobranje- Präsidenten Da­new den Plan in den Hauptpunkten mitgeteilt. De sterreich verlangt von Serbien auch eine starte Berüdsichtigung Rumäniens. Kommt es zu militärischen Demonstrationen, so werden alte Dreibundstaaten gemeinsam auftreten.

Deutsche Bündnistreue.

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Es ist hervorzuheben, daß gerade durch das über die Verpflichtung des Bündnisvertrages hinausgehende Eintreten Deutschlands in der serbisch- öster reichischen Frage, durch die von ihm bekanntgegebene

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