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Sie sich persönlich überzeugen und bieten Ihnen Gelegenheit hierzu, indem wir Ihnen außer einem belehrenden Buche, Wir wollen Sie aber selbst als Richter anrufen! Wir möchten, daß das sehr wertvolle Aufschlüsse über die Natur der Krankheiten erteilt, Eine Probedose ,, Renascin" vollständig Urteilen Sie selbst!

Kostenlos und portofrei

diese Karte noch heute in den Postkasten. Denn so sicher Ihr Blut gesunden wird, wenn Sie -Auffrischungskur als die jetzige, wo mit dem nahenden Frühling der Mensch gleich der Pflanze nach winterlicher Ruhe zu zugehen lassen werden, wenn Sie beigehende Postkarte zur Mitteilung Ihrer Adresse benutzen. Zögern Sie aber nicht, sondern besorgen Sie rechtzeitig ,, Renascin" gebrauchen, so wahr ist es leider, daß an­dauernde Blutentmischung zu unheilbaren organischen Störungen führt! Sie haben also Ihr Schicksal selbst in der Hand. Der kostbare Strom in Ihren Adern kann schleichendes Zudem ist keine Zeit im Jahre geeigneter für eine Blutreinigungs- und intensiverem Leben erwacht, und wo alle Säfte beschleunigter zu fließen Gift, aber auch verjüngende Kraft führen, je nachdem Sie es wollen! Ein Wort der Warnung! Der Frühling naht! beginnen.

Bitte hier abtrennen!

Gegen Einsendung dieser Postkarte eine Probeschachtel umsonst!

Ich bitte Herrn Dr. med. H. Schröder, G. m. b. H., Berlin, um eine Probeschachtel

Dr. Schröders Blut- Salznahrung Renascin"

Die Zusendung muß portofrei und vollständig kostenlos erfolgen

Genaue Adresse:

Bitte hier abtrennen!

TRENICHTS OF

Notarielle Urkunde.

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Am heutigen Tage wurde mir von der Firma Dr. med. H. Schröder 9188 in Worten: Neuntausend­einhundertachtundachtzig belaufende Anzahl Schreiben vorge­legt, welche Zeugnisse über die von der genannten Firma in den Handel ge­brachte Blutsal znahrung" Renascin" darstellen. In diesen Schreiben bezw. Zeugnissen bezeichnen sich die Ab­sender resp. Aussteller u. a. als G. m. b. H. eine sich auf Professoren, Aerzte, Geistliche,

Bezug

vertelfährlich 1 Abgeholt in ausgabestellen Mittwoche u weg 83.- night verlang

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Nr. 31.

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die Gigung des Berbandes Regtsanwalt G

Beamte, Kaufleute, Landwirte, Lehrer, allen Teilen des

dem Inhalte dieser Zeugnisse genommen Aus der Kenntnis, welche ich von habe, kann ich auch ferner nur bestä­tigen, daß dieselben Anerkennungen der Wirkungen, Dankeserklärungen für dieselben und Empfehlungen für

Rentiers usw. usw.

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Dr. med. H. Schröder's, Renascine

enthalten.

Berlin, den 19. Dezember 1911.

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Notar im Bezirk des Königl.

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Kammergerichts.

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Da jeder dieser Personal- Injurien eine Lachsalve folgte, und Ebenezer wie versteinert dastand und den Ver­räter, den er an seinem Busen genährt, anstarrte, machte seine resolute Gattin der peinlichen Szene ein Ende, in­dem sie das Bauer aufnahm und Finaustrug; doch noch in der Tür schrie der Vogel: ,, Und du willst Köchin sein! Ei, mit deinem Pudding könnte man ja einem Rhinozeros den Schä­del einschlagen!" ,, Mir unbegreiflich," meinte Ebenezer nachdenklich, nachdem die Ruhe wieder hergestellt war, ,, wo der Racker auf einmal den Redefluß her hat; ir gendwer muß ihm den Blödsinn eingepaukt haben!"-

Das nächstfolgende Mittagsmahl sollte indessen eine noch größere Überraschung bringen, und diesmal war Ebenezer nicht allein das Opfer. Die Limabohnen mit Speck waren zwar als Hauptgericht vom Menu verschwunden, um einer ähnlichen Delikatesse Platz zu machen, und auch der Papagei trauerte außer Hörweite in einer Dachkammer, aber mitten im schönsten Schnabulieren rief plötzlich eine näselnde Yan­keestimme aus dem altmodischen offenen Kamin:" Good

mochte nicht dieselbe zu verscheuchen. Doch selbst diese schwere Sühne schien den Geist nicht beschwichtigt zu haben, denn sobald Brown seufzend den ersten Einschnitt gemacht hatte, näselte es aus dem Innern heraus: Psui, schäm' dich, Ebenezer, du hast ja das Allerkleinste von den sieben ausgewählt das reicht ja gar nicht herum für all, die Vielfräße!" Erschrocken prallte Brown zurück und auch der Gäste bemächtigte sich dieselbe Aufregung wie Tags zuvor. Doch während die übrigen resigniert die Ser­vietten weglegten, ihre soeben noch verlangenden Blicke nach dem knusperigen Ferkel ins Gegenteil umschlugen, er­hob sich der Einsiedler", schritt gravitätisch auf den Far= mer zu, nahm ihm die Tranchirutensilien aus der Hand und begann das verwunschene Tierchen kunstgerecht zu zer­legen. Teils ermutigt, teils beschämt durch sein entschlos= senes Vorgehen, wären nun Einzelne geneigt gewesen, das Mahl fortzusetzen, wie er selber dies tat, nachdem er mit dem Tranchieren zu Ende war, aber die Lust dazu ver­ging ihnen, als der Geist noch während dieser Arbeit be­

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gann, auch sie in unbarmherzigster Weise durchzuhecheln. Am schlimmsten kamen dabei die Schullehrerinnen und das junge Ehepaar weg, doch auch Ebenezer konnte sich nicht über Vernachlässigung beklagen. Das Ende vom Liede war, daß an jenem Abend in sämtlichen Gastzim­mern des baufälligen Farmhauses eifrig gepackt wurde und die ganze Tischgesellschaft sich am nächsten Morgen verabschiedete. Nur der Einsiedler" blieb zurück. Das heißt vorläufig, denn gegen Abend fuhr ein Buggy vor, und auch er kam reisefertig die Treppe herab., Wie, Sie wollen uns auch verlassen? Ich glaubte doch, es habe Ihnen verflossenes Jahr so gut hier gefallen, daß Sie uns wieder beehrten," sagte Ebenezer trübselig. Gott bewahre, nichts weniger als das eine scheußlichere Wü­stenei ist ja gar nicht denkbar!" erwiderte der Scheidende

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barsch. Ich kam eigens wieder, um Ihnen die Sai­son zu verderben, zur Strafe dafür, daß Sie mich durch Ihre verlogenen Reklamen reinfallen ließen." Was Sie nicht sagen!" preßte der biedere Landmann höchlichst und unangenehm überrascht hervor." Jawohl; und überdies habe ich heute morgen Nachricht von einem abgeschlossenen Engagement für Atlantic City erhalten." ,, Ach so, sommerlicher Schmierenkomödiant!" lächelte giftig Ebenezer. ,, Nein, aber eminenter Bauchred= ner!" näselte der andere mit der Stimme des Geistes, seine Handtasche in das Gefährt werfend, und während der futschierende Negerjunge auf seine Rosiante einhieb, ging dem Besitzer der Edenfarm plötzlich eine ganze Aurora Borealis auf.

Madrider Momentbilder.

Eine Fundgrube für das Studium des sozialen Lebens der spanischen Hauptstadt bildet der Verkehr auf den verschiedenen Linien der Elektrischen", die Madrid nach allen Richtungen durchkreuzen. Sage mir, in welchen Straßenbahnwagen du einsteigst, und ich sage dir, wer du bist.". Man braucht nur des Morgens auf der Puerta del Sol die Ankunft der ersten Wagen aus dem Sala­manca Viertel zu beobachten, um ohne weiteres zu be­greifen, daß sie aus einer von reichen Familien bewohn= ten Gegend kommen, die an gutes Leben gewöhnt sind, wie die riesigen Einkaufskörbe der aussteigenden Kö­chinnen beweisen, deren Körperfülle andrerseits dartut, daß das Verschlucken fetter Bissen und das Verspeisen fräftiger Gerichte gegen Blutarmut und andere Gebresten tausendmal wirksamer ist als alle Apothekermittel und Badekuren. Diese Königinnen der Küche werden auf dem Marktplatz von den Händlern nur mit, Usted" Euer Gnaden- ange­

Mit dem einfachen, bescheidenen Publikum dieser Li­nien steht der Lurus und die Eleganz der Herrschaften im starken Gegensatz, die die Wagen benutzen, die von der Carrera de San Jeronimo nach den vornehmeren Straßen der nördlichen Stadtgegend fahren und die wegen ihres roten Anstrichs die Krebse" heißen. Feierlich drein­schauende Herren im Zylinder, seiderauschende Señoras, moderne Reform- Jungfrauen, untadelig gekleidete ,, Bol­los"; der Vorschrift entsprechend wird nicht geraucht; man spuckt auch nicht aus; es ist nur von Abendgesell­schaften und Ballfesten, vom Theater und von der Mode die Rede; alle scheinen sich zu kennen; in übertriebener Höflichkeit bezahlt man sich gegenseitig die Fahrkarten; ge= fällig räumt man sich die beiden Sitzplätze ein; der Wagen ist von einem starken Parfümerieduft erfüllt, und am Ende der Strecke findet der Beamte meist einige sechsknöpfige Handschuhe und das ein oder andere Billetdour, das einer

redet, zumUnterschied von den sonstigen Küchenfeen, den, Menegildas", die nur mit einem lumpigen Pe­setas erscheinen und da­her geduzt werden. An allen Verkaufsständen ge­nießen erstere den hohen Kredit, den das Ge= flingel der großen Silber­duros verleiht, Um das Herz einer dieser Herrsche­rinnen des Kochtopfes zu gewinnen, muß der Be­werber, sofern er zum Zivil gehört, schon einen guten Cordoveser Hut auf- und feine Stiefel anhaben, das Haar nach Toreroart nach vorne gefämmt tragen und nie um ein paar Witze ver­legen sein. Militärs müssen mindestens die Unteroffizierstressen be= sitzen und der Artillerie oder Gendarmerie angehören. Viele verheiraten sich," wie es in den Zeitungsanfündigungen der Vermittler heißt.

der Señoritas aus der Tasche gerutscht ist oder vielleicht auch einer Mama. Die Liebe nimmt es in Spanien nicht so genau!

Die Linie nach dem Hippodrom sieht im all­gemeinen wenige Herren, aber diese wenigen sehen ganz so aus, als ob sie mit siebenstelligen Zahlen rechneten. Desto mehr Gouvernanten, Kinder­mädchen und Ammen be­herbergen die Wagen, Man hört englisch, fran­zösisch, deutsch und spa­nisch durcheinanderplap­pern. Der Rückweg vom Hippodrom zur Stadt wird dann zu Fuß ge= macht oder umgekehrt. Auch Kutscher, Lakaien und Kammerdiener der Insassen jener prächtigen Paläste, die die Castellana zu beiden Seiten einfassen, benutzen diese Strecke. Hier findet der Beamte nachher keine verlorenen Liebesbriefe, höchstens eine Kinderwindel!

Die Leibeskadron vor dem Königlichen Palast.

Umgekehrt entladen die ersten Wagen, die von der Fuentecilla kommen, eine Schar Tagelöhner mit kleinen armseligen Blechgeschirren, die sich neben den erwähnten Riesenkörben seltsam genug ausnehmen. Es handelt sich um die Straßenbahn, die an der Kapelle der Virgen de la Paloma vorbei über die Plaza de la Cebada durch das To­ledotor nach Carabanchel führt, also die alten, aber vielen sympathischen Volksviertel durchschneidet mit ihren zahllosen kurzen und engen Gassen, wo die Klassen woh= nen, die nur ihr tägliches Brot im Schweiß ihres Ange­sichts verdienen.

Eine andere Linie, die mit der vorigen den Wett­bewerb in der Volkstümlichkeit aufnimmt, ist die nach der Plaza del Progeso. Sie wird von Cigarreras, don kleinen Modistinnen, Plätterinnen und Wäscherinnen der La­vapies-, der Magdalena- und Embajadoresstraße viel be­nutzt und auch von solchen, die gern einmal ein hüb­sches, frisches Gesicht sehen wollen!

Eine andere ,, typische" Linie ist die nach den Ventas, wo die Octroischmuggler hausen, die Lebensmittel billig zu haben sind und zahlreiche Merenderos mit ihren Orgeln die unteren Klassen zu einem vergnügten Nach­mittag oder Abend einladen. Die Fahrgäste zeigen meist Humor oder auch oft etwas zu viel Humor, je nach­dem sie sich auf der Hin- oder Rückfahrt befinden.

Noch fehlen zehn Minuten bis zum Beginn des Schauspiels. Aber das gewaltige Rund des Zuschauer­raumes, das über 14 000 Menschen zu fassen vermag, ist schon bis auf den letzten Platz gefüllt. Unten das Volk. Die Männer in weiten, bauschigen Hosen, die rote Schärpe um die Lenden geschlungen, auf dem Kopfe den breiten flachen Hut der Caballeros. Die Frauen im hellen Fest­kleid, Haar und Brust mit Rosen geschmückt, als Kopfputz die altspanische Mantilla. Viele haben sehr edel ge=