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Piln

Mein lieber Soher!

Ich beantworte deinen gestrigen Brief schon heute, weil Mütter und ich durch die Mitteilungen über deinen Gesundheitszustend so ernstlich beunruhigt, sind, daß wir die Zeitungs& Notiz, auf deren Nück­seite ich dies schreibe, so bald als möglich in Deinen Günden wissen möchten.

Da

De dr. med. H. Schröder's Blutfalznahrung Renascin» wie du dich erinnern wirst, mir selber glänzende dienste geleistet und sich schon in unge­zählten Bausenchen von Fällen bewährt hat, wünschen wir dringend, daß auch du es versuchft. Deine Mattigkeit und Appetitlosigkeit, ebenso die häufigen Kopfschmerzen sind sichere Zeichen falscher Blütmischung, veruhige also Mutter und mich durch die Baldige Mitteil­ung, daß du Renascin" gebrauchst. Nächstens mehr! grüßt dich herzlichst dein treuer

wutwe.

Der Vorstand des Alldeutschen Verbandes hält auf Grund eingehender sachlicher fachmännischer Dar­legungen die angekündigten Wehrvorlagen für unzu­reichend.

Vater.

mun yui yung uverjoyen, vu vor unsere E

ETTE

Nordwesten ein Bundesgenosse Frankreichs vorhanden ist, dessen Haltung im nächsten Kriege von großem Ein­fluß werden kann. Es handelt sich um Belgien, bas, trotzdem der überwiegende Teil seiner Bevölkerung blä­mischer Abstammung ist, doch in seiner amtlichen Poli­tik vollständig in das Fahrwasser der englisch- französi­

Die Heeres vorlage läßt empfindliche Lük­fen organisatorischer Art offen und nützt nicht ge­mügend die verfügbare Volkskraft aus, um dem Deutschen Politik geraten ist. Es ist ja bekannt geworden, schen Reiche zu Lande unbedingt militärisch die erste Stelle zu sichern, wie das früher unbestritten der Fall war. Im Zusammenhange hiermit ist auch un­sere politische Machtstellung in Europa gefährdet. In der Novelle zum Flottengesetz begrüßt der Vorstand die Schaffung des dritten aktiven Li­nienschiffs- Geschwaders und die Art, wie dies ge schehen soll, die Vermehrung der Aufklärungsschiffe der Hochseeflotte, besonders Panzerkreuzer, die Ver­mehrung und Organisation der Unterseeboote, sowie die Entwidelung des Flugwesens. Dagegen bellagt der Vorstand, daß infolge der Nichtannahme des Dreiertempos im Bau von Großkampfschiffen die Vor­

Unter Feinden.

Roman von Karl Matthtas. ( Nachdruck verboten.)

Aber wie starb er," schluchzte das Mädchen. Die­Her Dottor wagt es nicht zu sagen, er nennt Olivier men Feigling. Sein Tod mag dieses Namens ange= meffen gewesen sein. Owenn Papa das wüßte, der ame, arme Papa!"

Wo bleibt mein Bruder?" fragte Nataly, froh, durch diese Frage den Kummer Desirees ablenken zu Hönnen. Niemand meldet uns, daß er hier gewesen sei. muß mich nach Laurence umsehen. Vielleicht er= fahren wir durch ihn Näheres." Ach ja, Tantchen, erkundige Dich," bat die Kleine anter Tränen. Ich kann's ja nicht, die Füße versagen mir den Dienst."

" Bleib' hier, erhole Dich," sagte Frau von Taran­dal und ging die Treppe hinunter geradewegs nach dem Souterrain. Sie hoffte dort den alten Gärtner zu fin­den und hatte Glück. Bei den Soldaten vorbei, welche in der Kliche beschäftigt waren und sich gar nicht um sic Himmerten, gelangte sie nach der Kammer, welche frit­er der alte Diener bewohnt hatte. Sie öffnete die Tür and sah Laurence in dem Lichtschacht, mit der Ausbesse­ng eines alten Rockes beschäftigt, sizzen. Als der über­aschte Mann sie erblickte, stieß er einen Freudenschret us, warf seine Flickerei beiseite und wäre vor Freuden fast der Dame zu Füßen gefallen.

Die gnädige Frau aus Sedan heimgekehrt!" rief Ja, ist es denn möglich? " Machen Sie fein Aufsehen," entgegnete sie, den Finger auf den Mund legend. Ich und das Fräulein find hier und wollen hier auch bleiben."

In dieser Pesthöhle? Das ganze Haus ist voll Aranter und Verwundeter."

Ich weiß es, aber das hindert uns nicht. Wir

die

daß Verhandlungen zwischen den beteiligten Regierun gen geschwebt haben, wonach England auf belgischem Boden diejenigen Heereskräfte halten sollte, die zur Un terstützung Frankreichs gegen das Deutsche Reidy auf dem Festlande verwendet werden sollten. Es ist kein Zweifel, daß die amtliche Politik Brutisch, daß biümünchen Mehrheit der Bevölkerung entschlossen gewesen wäre, den Neutralitätsbruch zugun sten Englands und Frankreichs zuzulassen, vielleicht so­gar selbst feindlich gegen das Deutsche Reichy aufzutreten. Es ist unbestreitbar, daß die belgische Regier­ung ganz dem französischen Einfluß verfal­len ist, und es steht fest, daß der belgische Ministerprä­

haben die enferntesten Gemächer bezogen. Vor allem fagen Sie, haben Sie Herrn Bourlier gesehen?"

" Ja, gnädige Frau. Er war gestern im Garten, nachdem er in der Fabrik solange gesucht, bis er unter Schutt und Trümmern die Leiche des Herrn Leutnant gefunden hatte. Ach, was ich sagen wollte, ich kann Ih­nen nicht beschreiben, wie unser Herr aussah. Als ob er selbst aus dem Grabe gekommen set."

" Gott sei gepriesen! Also lebt er?"

Ja, aber wie? In Jammer und Verzweiflung. Ich fonnte ihn nicht bewegen, in unser Haus einzutreten. Solange die Prussiens hier sind, schwur er, keinen Fuß über die Schwelle zu sezen."

Er wird kommen, sobald er erfährt, daß wir hier find," sprach die Dame mit fester Ueberzeugung. Es liegen ja auch Franzosen bier und sie sind wohl gepflegt wie die

De Herr wird trotzdem nicht kommen, gnädige Frau Er dachte nur daran, wie er den Körper seines armen Olivier fortschaffen sollte, damit sie ihn nicht mit den gefallenen Prussiens begraben, und es ist gut, daß Herr Bourlier fortbleibt, denn wenn er den Gewissen Hier findet, dann stehe ich für nichts."

" Von wem reden Ste?"

Ach, gnädige Frau, ich wage es nicht auszuspre= chen," sagte der Alte zitternd, indem er sorgsam die Türe schloß. Die Wärter zwangen mich, neue Kissen und Polster von oben hinabzubringen. Da kam ich auch in das linke Erferzimmer und da lag er wahrhaftig und sein Name stand auf einer Tafel oben am Kopfende." Der Name?" vom 108 " Leutnant Waldemar Tyrolt vom 108. fächsischen Schüßen- Regiment, unserer früherer Fabrikdirektor und Verlobter des gnädigen Fräuleins."

D, mein Gott!" rtef Nataly heftig erschrocken. Haben Sie das auch Herrn Bourlier gesagt?"

ung

er Tageblatt) Inzeigenpreis 20 Pfg.

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hon: Nr. 362.

24. Jahrg.

ergangenen Herbst seine Weisungen aus t und daß das belgische Heer gegen uns

Haltung Belgiens fann man nicht an= chen Selbstmord ansehen, denn wirt­gien ganz auf das deutsche Hinterland Wohlstand und Reichtum beruht auf t dem Deutschen Reich. Letzteres kann nicht dulden, daß ein deutschfeindliches tündungen des Rheins, der wichtigsten n Händen hält, und ebensowenig fann 1, daß die Gewähr für die Selbständig­isher nach den Lehren der Geschichte eich geboten hat; einem deutschfeindlichen er würde das Reich kein Interesse ha­indigkeit des Landes zu schützen und die Politik Belgiens fönnte es mit sich brin­em nächsten europäischen Zusammenstoß eses Landes besiegelt wird, wenn seine in der Deutschfeindlichkeit beharrt.

c forderte dazu auf, die belgische Politik je zu fassen und jede deutschfeindliche Urteil der deutschen Oeffentlichkeit zu un­

litische Rundschau.

Deutschland.

aiser hörte am Montag auf Korfu s Chefs des Militärkabinetts und des Nach den bisherigen Dispositionen wird der Kaiser am 13. und 14. Mai in Straß­te verweilen. burg und am 15. Mai in Me Der Reichstanzler traf am Sonntag in Bad- Nauheim ein und wurde vom Oberhofmeister Frhrn. von Mirbach auf dem Bahnhof empfangen. Beide Her­ren begaben sich darauf in das Sanatorium Grödel, wo der Reichskanzler das Frühstück einnahm. Nach ihrer Rückkehr vom Bade empfing die Kaiserin den Reichskanzler und zog ihn in ein längeres Gespräch. Darauf begab sich der Kanzler, von Freiherrn v. Mir­bach geleitet, zum Bahnhof, wo um 1 Uhr 30 Min. die Abreise nach Berlin erfolgte.

Berlin. neue Gouverneur von Togo, den

Herzog Adolf Friedrich medlembung, wird in nächsten Wochen in das Reichs- Kolonialamt eintreten, um sich während der nächsten beiden Monate auf seine fünftige Wirksamkeit vorzubereiten.

Kiel. Der große Kreuzer Moltke" wird etwa am 10. Mai, begleitet von zwei fleinen Kreuzern, die Fahrt nach den Vereinigten Staaten an

Ich wagte es nicht, gnädige Frau; denn wissen Ste, der Tyrolt wurde aus der Fabrik herübergetragen. Er hat den Ueberfall geleitet, bei dem unser junger Herr das Leben einbüßte, und was ich sagen wollte-"

" Welches Unglück, welch entseßlicher Zufall," jam­merte die würdige Dame.

Sie taten recht, daran, zu schweigen; aber ich be­schwöre Sie, Laurence, sprechen Sie auch jetzt kein Wort darüber, vor allem nicht zu meiner Nichte. Ste darf nie erfahren, daß der Herr Tyrolt hier im Hause ist. Ver­sprechen Sie mir das?"

" D, gern, gnädige Frau. Warum soll ich denn un­ferer Desiree solchen Kummer bereiten?"

" Ich verlasse mich auf Ste, Laurence, und nun kom­men Sie mit zu meiner Nichte. Aber erzählen Sie vor­sichtig, sie ist sehr angegriffen."

Im gimmer angelangt, hatte Frau von Tarandal etne Ueberraschung. Der Chefarzt hatte unbenußte Bettstücke geschickt, welche er den Damen zur Verfü gung stellte. Der jüngste Arzt hatte den Wärter be= gleitet, welcher die Sachen trug. Als die Männer in das Zimmer traten, fanden sie Desiree ohnmächtig am Boden liegen.

Sofort hob sie der Doktor auf und rief sie in das Leben zurück. Als sie zu sich kam, brach sie in heftige Weinträmpfe aus. Der Arzt schickte seinen Begleiter nach einem Beruhigungspulver, und war eben damit beschäftigt, Desiree das Pulver zu rühren, als Frau von Tarandal eintrat.

Ich danke Ihnen von Herzen, mein Herr," sagte die Dame ganz erschrocken, daß sich dergleichen in ihrer Abwesenheit ereignet hatte und nicht weniger, daß der junge Mann Zutritt bet ihrer Nichte gefunden, tch danke Ihnen tausend Mal. Das arme Kind hat einen großen Schmerz gehabt. Sie begreifen, ihr Bruder, ihr Vater, thr Verlobter- ta fo, Ste verstehen mich nicht."

Wortfehung folgt.)

Der Einsiedler.

Der Einsiedler.

Dieden- Farm" hatte auch heuer, dank ihres para­

Lord, wie der Dicke da wieder einhaut!

Und seine Alte

gann,

Der Einsiedler.

Madrider Momentbilder.

Siede nicht über Vernachlässigung beflagen. das junge Ehepaar weg, doch auch Ebenezer fonnte sich mar dok on imam thend in jämtlichen gitaimi Am schlimmsten famen dabei die Schullehrerinnen und auch sie in unbarmherzigster Weise durchzuhecheln. Das Ende vom

barsch.

die Sai=

Durch

Ich fam son zu verderben, zur Strafe dafür, daß Sie mich überreicht hormon Sie nicht sagen!" preßte der biedere Landmann höchlichst Ihre verlogenen Reklamen reinfallen ließen."- ,, Was eigens wieder, um Ihnen

und