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Im südlichen Schwarzwald.

Frühling und Bandern, fie beide find von altersher

unzertrennlich). Sobald das erste junge Grün sich zeigt, am lichten Himmel die hellen Frühlingswolken ziehen, erwacht etwas im Herzen, das die ganze lange Winterzeit geschlafen hat und lockt und drängt hinaus in die auflebende, sich schmückende Natur. Es ist das­selbe Gefühl, das einst die liederfrohen Minnesänger im Frühling von Burg zu Burg ziehen ließ, das den Wanderburschen heitern Sinns jein Ränzel schnallen läßt und das auch heute den Reiselustigen und Natur­freund hinauslockt. Auf daher und den Rucksack um­geworfen, den Wan­derstab in die Hand und hinaus! 14 Tage durch den südlichen Schwarzwald, Wan­dern in der hehren, freien Gottesnatur der Berge, in ihrer reinen, fräftigen Luft, umfangen von dem erqickenden, stärkenden Frieden der über das Men. schentreiben erha­benen Naturein­samkeit. Ist das nicht köstlich, erfüllt dies nicht alles Sehnen, das der weiche Lenzhauch jäh geweckt?

Freiburg nennt sich die Pforte zu Hochlandzauber und Talreiz; als treff­lichsten Stützpunkt für seine Schwarz­waldfahrt wählt

säumen wieder blumige Matten die Straße, welche wir bei Höllsteig verlassen, um auf vielhundert Stufen und leichten Brücken durch die Ravennaschlucht mit ihren wildschäumenden, stürzenden Fällen zu wandeln. Bald nach Austritt aus der Schlucht gewinnen wir die Land­straße wieder und zugleich den höchsten Punkt des Tales. Gegenüber liegt, artig und malerisch, das kleine Hinterzarten, während der Wegweiser gen Norden die berheißungsvollen Höhen Breitnau, Thurner, Weiß­tannenhöhe und weiter die weltentzückten Dörfer St. Peter und St. Märgen anzeigt. In Titisee wird ge­

nächtigt. Am tau­frischen Morgen geht's hinüber zum Hochfirst, von dessen Gipfel aus wir in beschaulicher Ruhe die Wunder tief­ernster Hochwald­stimmung und Fern­tälereinsamkeit cr­fennen und begrei­fen lernen; und zu unsern Füßen er­scheint das Bild des strahlenden Sees, aus dessen flarem Spiegel der Kranz der um­rahmenden Höhen­züge nochmals unser Auge trifft. Der Abstieg erfolgt nach Neustadt, dem aufstrebenden In dustriepläßchen; von hier bringt uns die Bahn nach dem aus dem großen Brande von 1908 neu und schöner auferstandenen Donaueschingen. Reiche Schäße bergen die Archive und Sammlungen des fürstlichen Schlosses; von dem vielerlei Sehenswerten interessiert die im Schloßpart gefaßte und von Künstlerhand in Marmor verbildlichte Donauquelle" am meisten.

Bartle am Feldberg.

es der Wanderer und strebt von hier aus den Bergen 14. Durchs Höllental jei die Losung des ersten Tages. Läßt die Bahnfahrt einen schon die Schön­heit und Wucht der zackigen Zinnen und Felsen und der ragenden Edeltannen recht ausgiebig be­wundern, so verlohnt es sich doch, von Himmelreich ab auf Schusters Rappen gen Titisee hinaufzuwallen. Anfangs in behäbiger Breite, verengt sich das Tal zu. sehends. Allmählich weitet sich die Hölle". Talauf

Schon ruft der dritte Tag zu neuen Taten. Von Döppingen führt die Wanderung durch die kühlen Täler der Wutach und Gauchach. Die harmonischen