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Der

gekommen sind. Alsdann begab sich der Kaiser zu der auf dem Hofe aufgestellten Rettungsmannschaft und be grüßte zuerst den Steiger Kühn, einen der Geretteten. Etwa 40 Berettete wurden dem Kaiser vorgestellt Kaiser ließ sich die Grubenlampe demonstrieren und unter­hielt sich mit den Bergleuten und Rettungsmannschaften. Bon der Zeche Lothringen" begab sich der Kaiser nach mittags nach dem Krankenhaus Bergmannsheil", wo er den verunglückten Bergleuten einen Besuch abstattete. Nach einem etwa fündigen Aufenthalt verließ der Kaiser das Krankenhaus und begab sich im Automobil nach dem Bahnhof Bochum- Süd, wo er die Weiterfahrt nach Wilhelmshöhe antrat.

Berthe, 9. Auguft. Bis zum Mittag waren 112 Tote geborgen. Verschiedene der verunglückten Bergleute, denen es gelang, unter unsagbaren Mühen die rettenden Ausgänge zu erreichen, sind der Ansicht, daß es dem noch vermißten Steiger Paßmann mit seiner Belegschaft möglich gewesen ist, einen etwas höher gelegenen Stollen zu er­reichen. Da die ganze Strecke hinter ihm aber zu Bruch gegangen ist, dürften möglicherweise noch einige Tage vergehen, bevor es den Rettningsmannschaften gelingt, bis zu ihnen vorzudringen. Immerhin ist die Annahme nicht von der Hand zu weisen, daß noch einige Lebende ange­troffen werden.

In dem Unglückssch a cht scheinen sich unmittelbar nach der Katastrophe furchtbare Szenen abgeſpielt

zu haben. Die Lage der in dem Schacht aufgefundenen Leichen deutet darauf hin, daß zwischen den eingeschlossenen Bergleuten, die nicht sofort ihr Leben einbüßten, ein ent­setzlicher Kampf um die Wege nach den Ausgängen stattge­funden haben muß. Einige der Toten hielten in ihren erstarrten Händen noch Haarbüschel, die sie ihren Kameraden offendar ausgerissen haben.

Berthe, 9. August. Die Beerdigung der Opfer der Katastrophe findet am Sonntag, den 11. d. Mts., in Berthe statt.

Bei der Aufbahrung der Leichen spielten sich unbe: schreibliche, tief erschütternde Szenen ab Auf dem Zechen platz ist das Schreien und Schluchzen der verzweifelten Frauen der Toten vernehmbar.

seinen: Amte zurüdzutreten. Als Nachfolger wird der älteste Departements direktor Generalleutnant v. Wachs

genannt.

schuß in Höhe von 2300 Mart als unzureichend er sen hat, ist jetzt der Antrag gestellt, weitere 2700 W pro Mitglied einzuziehen. Der Konkurs dauert scho Jahre.

Der Vorstand der sozialdemokrati schen Partei beruft den Parteitag auf Sonntag, den ):( Diez. Dem Hauutlehrer Althen in Hah 15. September nach Chemnitz ein. Ueber die Reichsstätten sollte anläßlich seiner 50jährigen Tätigkeit tagswahlen wird Genosse Scheidemann berichten. Lehrer der Hohenzollernsche Hausorden verliehen den. Der Jubilar hat jedoch die Auszeichnung a b lehnt.

Ueber die Ursache der katastrophe äußerte sich der Steiger Kühne dahin, daß die Katastrophe un­zweifelhaft durch die Entzündung eines durch den Spreng­Schuß freigewordenen Gasstromes entstand. Auf das entschiedenste zurückzuweisen sei die Auffassung, daß die Explosion durch eine schadhafte Sicherheitslampe verursacht worden sei.

Bochum, 8. Aug. Bis jetzt sind 107 Leichen zutage gefördert worden. Die Zahl der Verletzten be­trägt 25.

Desterreich.

Die Untersuchung gegen den ungarischen Reichs­tagsabgeordneten Kovac 3 wurde eingestellt, weil er den Schuß auf den Grafen Tisza im Parlament im Zustande der Unzurechnungsfähigkeit abgefeuert haben soll.

Essen, 8. Aug. Der Kaiser bewilligte zur Linderung der ersten Not für die Familien der auf der Zeche Lothringen" verunglückten Berleute Mark 15000 und überwies diese Summe dem Oberpräsi­denten der Provinz Westfalen.

Politische Rundschau.

Deutschland.

Frankreich.

Der französische Ministerpräsident Poincaree ist gestern in Petersburg eingetroffen, wo ihn Ehrungen über Ehrungen erwarteten.

Spanien.

König Alfonso von Spanien, welcher mit seiner Gemahlin in Cowes weilte, ist von dort plötzlich nach Madrid zurückgereist, während die Königin in Cowes verblieb. Näheres über die plötzliche Abreise ist nicht

* Die großen Herbstmanöver der Hoch­seeflotte werden im September in der Nordsee stattfinden. Der Kaiser wird in Wilhelmshaven an Bord der Hohenzollern" gehen und den viertägigen Schlußmanövern beiwohnen.

bekannt.

Kriegsminister von Heeringen soll amts­müde sein. Er gedenkt nach den Herbstübungen von

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Türkei.

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* Die Lage in der Türkei ist unverändert ernst. Jit auch infolge der entgegenkommenden Erklärungen der montenegrinischen Regierung augenblicklich die Ge­fahr eines allgemeinen Ballanbrandes in den Hinter grund gerüdt, so fönnen doch Bullarien wie Albane­sen noch leicht ernste Konflikte herbeiführen. Nicht zu unterschätzen ist auch die jungtürkische Bewegung, die im Lande schnell um sich greift und die Regierung zu den schärfsten Abwehrmaßregeln nötigt. Der Belager ungszustand wird mit äußerster Strenge durchgeführt.

einen Berfut s'nden eine Probebüchse

Unter Feinden.

Roman von Karl Mattbias.

( Nachdruck verboten.)

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Ein einiges Europa für den Balkan fordern Pariser Blätter, welche erklären, daß trotz des Einlen­tens Montenegros die Gefahr einer Balkankatastrophe noch nicht beschworen sei. Namentlich sollte Italien besonnen handeln.

Amerika.

):( Weilburg. Ein interessanter Prozeß ist Oberverwaltungsgericht entschieden worden. Der hie Magistrat verlangte vom Postfiskus mit Rücksicht die Dienstwohnung des Postdirektors die Zahlung Gemeindegebäudesteuern. In dem deshalb entstande Prozeß wurde die Klage der Stadt Weilburg abgen sen. Wohnungen, die zum dienstlichen Gebrauche nußung finden und dazu eingerichtet sind, heißt es dem Urteil, sind von der Abgabe fommunaler Steu breit.

):( Frankfurt a. M. Gestern abend ge 7.45 Uhr ereignete sich auf dem Gelände der Ope rage an der Mainzer Landstraße eine schwere Ben explosion, durch die der Buchhalter Fritz Götze so getötet und der Garagemeister Anton Frosch sowie

Chauffeur Rath so schwer verletzt wurden, daß sie bi universit

be Zweite Sa Sanger Univerfitats Wie einer Rede des Kaisers bei dem Krun Gemarkung Jubiläum zu entnehmen ist, wird das näch stek derfelben wu fersingen im Frühjahr 1913 in Franff öffentlich ver stattfinden. Gleichzeitig darf man nun mit Sicher Landwirt annehmen, daß auch Ersatz für die gestohle Winterfuttervo Kaisertette geschaffen werden wird. Dazu Jahren ist eine uns aus Köln gedrahtet: Der Kaiser erklärte gelege Univerfitats fonds lich einer von 750 Arbeitern und Angestellten der Kru en die berittene schen Werke unter Leitung des Kgl. Musikdirektors Hand und entz Neumann dargebrachten Serenade dem Dirigen Gelegenheit, sich er erwarte, daß auch die Kruppschen Sänger im ne Heuernte sten Jahre zum Kaisersingen nach Frankfurt kommen ihr Vieh würden. es Mainzer U ):( Frankfurt a. M. Der 30ologische der Landbevölke ten hat einen schweren Verlust zu beklagen durch Wiesba Tod des großen männlichen Schimpansen Augustams- Erholun ging an einer Darmertranfung ein. August" war w einer der größten und schönsten 3. 3t. in Europa le den Schimpansen, erreichte ein Alter von ungefähr Jahren und lebte jetzt länger als vier Jahre im h gen Garten.

darauf im städtischen Krankenhause starben.

* New York, 8. Aug. Rodefeller jr., der einzige Sohn d! s bekannten elkönigs, übergab gestern der Staatsanwaltschaft ein die Polizei schwer belastendes, gleichzeitig aber auch ihn selbst kom­promittierendes Material. Rockefeller jr. unterhielt, ehe er fromm wurde und Sonntagsschulen gründete, durch die Vermittelung eines Detektiv- Agenten jahrelang ein Freudenhaus im Zentrum der Stadt New- York, wofür er viele Tausende von Dollars für polizeilichen Schutz zahlte. Ein Polizei- Inspektor erhielt allein 2500 monatlich. Die Angelegenhett erregt in der New­Yorker Gesellschaft das größte Aussehen.

" Ich, Herr Bourlier, ich, der Sie noch immer Itebe und verebre!" rief Waldemar mit Wärme. Ich halte es fitr meine Pflicht, mun, da ich Sie gefunden, alles fitr Ste au tun, um Ihnen eine angenehme Existenz auch im Feindeslande zu verschaffen, und ich preise den Zu­fall, daß ich dazu im Stande bin."

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Aber ich nehme es nicht von Ihnen an, mein Herr, sagte Bourlter, sich trotzig erhebend. Sie vergessen, daß wir geschiedene Leute sind, geschieden für immer. Der Mörder meines Sohnes kann nie mein Wohltäter sein." * Halten Sie ein, Herr sprechen Sie nicht weiter! Wie töricht Ihre Worte sind, mögen Sie aus der Mit­teilung ersehen, die ich Ihnen von allem zu machen ge= tommen war, eine Mitteilung, die mich glänzend recht­fertigt. Jbr Sohn Olivier lebt. Ich selbst habe ihn vor wenigen Tagen gesprochen. Ich wollte, es wäre nicht geschehen," setzte er seufzend hinzu.

Bourlier prallte zurück und sab den Sprecher mit weit geöffneten Augen an. Dann schüttelte er ungläu­big den Kopf.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 10. August 1912.

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n Gießen. Vom 12.- 16. August 1912 finden in Danzig eine Reihe wichtiger Tagungen des Ma­lergewerbes sta, t. Auf der 6. Hauptversammlung des Hauptverbandes Deutscher Arbeitgeberverbände im Malergewerbe am 14. August werden wichtige Orga­nisationsfragen erörtert werden. Herr Syndikus Dr. Coelsch wird über die Rechtsfähigkeit der Berufsvereine sprechen.

Diese Lige sieht Ihnen ähnlich," sagte er bart. " Sie beleidigen mich ohne Grund," antwortete Waldemar, dem es schwer wurde, seine Empörung nie derzufämpfen. Halten Sie mich für einen Barbaren, der im Stande ist, mit dem Vaterherzen, ein frevles Spiel zu treiben?"

o Nidda. Die Folgen des Konkurses über das Vermögen des Vorschuß- und Kreditvereins Ober­Mockstadt sind für die haftpflichtigen Mitglieder als recht fühlbar zu bezeichnen. Nachdem sich der erste Vor­

Olivier lebt wirklich?" fragte der Alte ganz ver­wirrt. Nein, das ist ja ganz unmöglich. Ich habe ihn selbst tin Fabrikhofe aufgefunden, habe ihn eingefargt und begraben."

Haben Sie das Antlitz des Toten genau gesehen, können Sie die Identität der Leiche beschwören?"

Das Gesicht war entstellt, aber die Gestalt, die Uniform, die Müße, der Degen."

Eine absichtliche Täuschung, um die Feinde irre zu führen. Fragen Sie Ihren Sohn selbst, er wird Ihnen das Rätsel aufklären. So viel steht fest, er lebt, wie ich mich leider zu spät überzeugte, ein sehr bewegtes Le­ben, das er mit Madelon teilt."

Madelon Pumarquet?"

" Ganz recht. Doch ich glaube, Sie werden gut fun, wenn Sie diesen Umstand vor Ihrem Stubennachbar geheim halten."

" So ist Olivier wohlbehalten in Bazeilles?" " Und ich nicht der Mörder Ihres Sohnes. Diesen Vorwurf werden Sie mir fortan nicht mehr machen Lön­

nen."

! Höchst a. M. Hier tötete gestern in der le Vormittagsstunde der Arbeiter Mar Kosuch das se zehnjährige Lehrmädchen Luise Lotz durch vier volverschüsse.

Die Absicht, thn zu töten, haben Sie gehabt," sagte der unversöhnliche Mann Harinädig; auch neuerdings. Doch nur die Absicht, Rache an Olivier zu nehmen, brachte Sie nach Sedan. Leugnen Sie das?"

Allerdings, Herr Bourlier. Mich führte ein ande­rer Zweck dorthin, ich suchte Desiree bei ihrem Bruder."

80 000 Mart bid worden.

Darmsta gestern nachmitt begeben und

blog Wolfsgo In Darmsta Ebbeeren registrier

! Mainz. Hier konnte die Witwe Klara Ha! Borms. mer aus Gaualgesheim ihr 50jähriges Jubila Rovember als Botenfrau feiern. Etwa 5000 mal hat Großherzogin den Weg von Gaualgesheim nach Mainz und zurüd, Luthers G diesen 50 Jahren gemacht. Luthertirche be

" Desiree," sagte Bourlier verächtlich. Lief Sie Ih­nen denn davon? Gefiel es ihr nicht mehr bei der nachsichtigen Tante?"

! Mainz. Das Personal der Mainzer Sam 31. Aug mannschaft hat die Beteiligung an einer Abschieds Das Hauptin für den Beigeordneten Berndt( bekannt aus dem Gührungen un piroprozeß) mit überwiegender Majorität abgeleb zum ersten S genschild( Wer stammender Protest gegen das Verhalten des Mannen, fo geht ! Mainz. Ein aus landwirtschaftlichen Are breimal v

Wie unrecht tum Ste doch uns allen und besonders Ihrem Kinde. Ich wollte Sie schonen, Herr Bourlter, aber gegenüber Ihrer Verleumdung wäre das ein Un recht an Desiree. So vernehmen Sie denn, daß meine Braut mich verließ und mit Frau von Tarandal nach Antwerpen ging, als das Lazarett in Bazeilles aufge löst wurde und ich nach Deutschland ziehen mußte. Das arme Mädchen verzehrte sich in Sehnsucht nach ihrem Bater. Desiree verließ Frau von Tarandal und schiffte sich nach Bordeaug ein, um Ihren Spuren zu folgen." Nun, und und sprechen Sie, geben Sie mir den Todesstoß."

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Desiree ist verschollen. Wir haben nichts mehr thr gehört," sagte Waldemar tonlos.

Meinetwegen also hätte sie sich in Gefahr b ben?" schrte der Alte, um seine Gewissensbiffe an täuben. O, fie tat es wohl Jhretwegen, um die rat möglich zu machen."

Daran dachte Desiree nicht. Wenn sie in der fahr des Krieges unterging, tragen Sie allein Schuld; weshalb schrieben Sie nicht?"

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Mein Arm," sagte Bourlier frogig, tch for bahnlinie G nicht schreiben. Ich wollte auch nicht, ich wollte von früh turz

ren gehen, da sich alles von mir losgelöst hatte. S spottete meiner Schmerzen und hatte feine Nachficht meiner Reizbarkeit, die doch so natürlich war. wurde soldat, um nicht zwecklos au sterben. Daß Kind noch Liebe für mich hegte, habe ich nicht erwa Nun bringt mir diese Liebe nur Jammer, statt

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Falten bringen. Enellzugverfehr

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Freude. Und wieder kommt der Schlag, welcher geht dagege

meine mühsam erämpfte Rube gerichtet ist, von nen, dem Dämon meines Lebens. Berlaffen Sie Herr Leutnant, ich basse Ste mehr als je. O, mein mes Kind, meine teure Desiree, mein Wildfang, m süße Tochter; Du bist tot, tot! Ich werde Dich niem wiedersehen!"

Er brach in Tränen aus. Alles zureden To war vergeblich. Er schluchzte nur und schien nich hören.

Ich werde Ste also nach den Offtatersstuben setzen laffen," sagte der immer noch mitleidige Ba mar, als er schied.

Da trocknete der alte Starrkopf seine Tränen blickte trotzig auf. 3u welchem Zwede geben Sie sich diese Mühe mir? fragte er mit barter Stimme. Mein Schwie sohn tönner: Sie ja doch nicht werden Desiree tot- tot!"

( Fortsetzung folgt.)

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