t
It
natn
nem Verle t von glüh er warnend
auch ganz fchreitenden r die Gren biese poli
äffer ütten infäßchen bannisbeerwein
bit
mertorn, eichstraße 12.
ertanf.
eichhalt. Lager: Nylords, Halbs Geschäfts- und aller Art, neu [ 21/3
ch
Butzbach.
mer zu berm. Allee 31 p.
immer Schottftr. 10.
immer
Liebigftr. 7d.
immer
nfon zu verm. 50 p. näcft b. age.
hten
uppenflechte oph. Ekzema,
Füße
e, Aderbeine, alte Wunden ergeblich auf versuche noch
hartnäckig.
1. ärztl. empf.
Salbe
1. Bestandteilea.
, 15 u. 2,25.
f den Namen
d Firma
bert& Ca
-Dresden.
len Apothekea.
urer! T
r aus zähem
brechliche Lei
Handsiebe.
ck, Bonn ltiges Muster
Jr. 10.
e Herren
hokolade
Bitter
b.- Taf. 50 Bf.
Ellersweg 7.
2. Vind.
Gießener Zeitung
Bezugspreis 40 Pfg. monatlich
( Neueste Nachrichten)
verteljabrlic 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgebolt in unserer Expedition oder in den Zweig ausgabestellen vierteljährlich 90 Mittwoche und Samstags.
-
-
-
Pfg. Erscheint Redaktion: Selters Für Aufbewahrung oder Rüdiendung nicht verlangter Manuffriste wird nicht garantiert. Berlag der., Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 55.
Telephon: Nr. 362.
Sozialdemokratische Praktiken.
er Ge=
Eine bemerkenswerte Klage wurde dieser Tage vor dem Schöffengericht in Bochum verhandelt. Die Königliche Staatsanwaltschaft in Bochum hatte gegen den Redakteur der sozialdemokratischen„ Bergarbeiter- Zeitung" Strafantrag wegen Beleidigung zweier Zechenverwalt ungen gestellt. Die Beleidigung wurde darin erblidt, daß zwei von den in Frage kommenden Verwaltungen geforderte Berichtigungen mit dem Zusatz veröffentlicht waren: Berichtigungen brauchen nicht wahr zu sein; die Richtigkeit ihrer tatsächlichen Angaben ist nicht zu prüfen."( Entscheidungen des Oberlandesgerichts Breslau, der Amtsgerichte Darmstadt, Heiligenstadt usw.) In einem der berichtigten Artikel, der sich gegen die Verwaltung der Zeche 3ollern bei Dortmund richtete, war behauptet worden, daß die Verwaltung durch falsche Betriebsmaßnahmen mehrere Unfälle, u. a. zwei tödliche, verschuldet habe. Aus der Berichtigung ging flar hervor, daß die Angaben, worauf sich diese schwere Anschuldigung stützte, unzutreffend waren. Der Angeflagte machte auch nicht einmal den Versuch, den Nachweis für die Richtigkeit seiner Behauptungen zu erbringen. Dabei war eine in dieser Sache schon vor mehreren Wochen angesetzte Verhandlung auf Antrag des Angeflagten nur deshalb verschoben worden, damit legenheit habe, den Wahrheitsbeweis antreten zu kön nen. Aehnlich lag der Fall bei der zweiten Klagesache wegen Beleidigung des verantwortlichen Betriebsführers der Zeche„ Constantin der Große" bei Bochum. Das Gericht war denn auch der Ansicht, daß eine schwere Beleidigung vorliege. Die Art der Veröffentlichung der Berichtigung fönne nur dahin verstanden werden, daß der Angeklagte die Berichtigenden habe kränken und ihnen den Vorwurf machen wollen, sie seien sich der Unwehrheit ihrer Angaben bewußt gewesen, hätten aber trotzdem auf Grund des§ 11 des Preßgesetzes die Aufnahme in die Zeitung durchgesetzt. Der Redakteur wurde zu insgesamt 400 Mark Geldstrafe, ersatzweise 40 Tage Gefängnis und zur Tragung der Kosten verurteilt. Auch das Landgericht in Essen hat vor einiger Zeit den An= Redakteur eines sozialdemokratischen Blattes auf trag des Kgl. Polizeipräsidenten von Essen wegen eines ähnlichen Zusatzes zu einer Berichtigung zu einer Geldstrafe verurteilt. Man kann diese Entscheidungen mit Genugtuung begrüßen. Privatbeleidigungsklagen gegen sozialdemokratische Redakteure sind bekanntlich durch die sogenannten Unpfändbarkeitsver= träge, die von den sozialdemokratischen Zeitungen mit ihren Redakteuren abgeschlossen werden in der Abficht, Beleidigungsklagen zu verhindern, sehr erschwert. ( Das Gehalt über 125 Mt. monatlich wird in diesen Verträgen den Frauen der Redakteure zugesichert.) 3war hat das Landgericht in Bochum jüngst einen derartigen
Unter Feinden.
Roman von Karl Matthias. ( Nachdruck verboten.)
nur
„ Das Geld dürfen Sie nicht behalten!" fuhr Defree auf. Ich bin wohlhabend genug, um meine Ben= fon bezahlen zu können."
Ste zog das Portemonnate aus der Tasche und entmhm diesem fünf Goldstücke, welche sie der Alten zubob.„ Versprechen Sie mir, dem Grafen den Louisdor Juritdzugeben?"
Gewiß, darauf tönnen Sie sich verlassen," beteuerte ble Josnes. Mein Gott, ich wußte ja nicht- aber daß Ste gar so empfindlich sind. Können Sie denn den Herrn Major nicht leiden?"
Nein!"
Nun, ich hätte auf das Gegenteil geschworen. Aber effen Sie doch. Oder wünschen Sie etwas anderes? Fleisch, Backwerk, Tee?"
Nichts, nichts, nur Ruhe!"
Gerade wie der Kapitän, dem das Bildchen drüben unter dem Spiegel gehört."
" Das Bild, ganz richtig, ich hielt es vorhin in der Hand. sprach Desiree.
„ Es stellt die verstorbene Frau des Herrn Kapitäns vor," schwatzte die Alte.„ Er mag sie wohl sehr geliebt haben. Stundenlang saß er da und guckte das Bildchen an. Es muß eine schöne Frau gewesen sein. Wissen Sie auch, Fräulein, daß Sie mit ihr Aehnlichkeit haben?" ,, Torheit. Sie täuscht die Einbildung."
Nein, gewiß nicht. Sie fiel mir gleich auf. Sehen Ste selbst." Sit ging, um das Bildchen zu holen. Aber bevor fie es ergreifen konnte, flang draußen die Türe. Der Graf! Gottlob," rief Desiree und wollte hinauseilen.
Samstags liegt für die Stadtabonnenten der
Illustrierte Wochen- Anzeiger
gratis bei.
Expedition: Seltersweg 83.
Mittwoch, den 10. Juli 1912.
Vertrag für nichtig erklärt, da er gegen die guten Sitten verstoße. Indes ist es zweifelhaft, ob andere Geda richte stets in gleichem Sinne entscheiden werden, das Reichsgericht früher in einem Urteil ausgesprochen hat, daß nach den jetzt bestehenden Gesetzen diese Verträge, die jeder Moral geradezu ins Gesicht schlagen, als rechtsgültig angesehen werden müßten. Wenn es nun den sozialdemokratischen Zeitungen auch noch gestat, et wäre, den in diesen Blättern Angegriffenen das Recht der Entgegnung auf unberechtigte Anschuldigungen dadurch illusorisch zu machen, daß sie den Berichtigenden ungestraft bewußte Unwahrheiten vorwerfen, so wäre damit den sozialdemokratischen Verhetzungen
Tür und Tor geöffnet.
Politische Rundschau.
Deutschland.
Berlin, 9. Juli. Heute Mittag wird der Kaiser nach den vorläufigen Dispositionen um 1.20 Uhr nach Swinemünde abreisen, um von dort die Nord= landreise anzutreten. An Stelle des diensttuenden Flügel- Adjutanten, Kapitän zur See von Bülow, geht der diensttuende Flügel- Adjutant Oberst von Kleist mit.
Marienbad, 8. Juli. Prinz Adalbert von Preußen, der vorgestern zum Kurgebrauch in Marien= bad eingetroffen ist, erwartet in drei Wochen den Besuch seiner Mutter, der deutschen Kaiserin und seiner Schwester, der Prinzessin Viktoria Luise.
Prinz Waldemar von Preußen hat Isingtau verlassen, um über Hungschan, Tsinanfu, Ventschoufu, Tientsin und Peking die Heimreise über Sibirien anzutreten. Prinz Waldemar hat unter der sachkundigen Führung unseres Gouverneurs einen umfassenden Einblick in das gesamte öffentliche Leben des Schutzgebietes gewonnen, unsere wirtschaftlichen und kulturellen Bestrebungen fennen gelernt und die Ueberzeugung gewonnen, daß unser schönes Tsingtau zu einem machtvollen Hort des Deutschtums im fernen Osten emporgewachsen ist.
*
Großherzog Friedrich 2. von Baden vollendete gestern sein 55. Lebensjahr.
*
Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, v. Kiderlen- Wächter, der sich zurzeit in Kissingen zur Badekur aufhält, feiert heute seinen 60. Geburtstag.
Der frühere Oberbürgermeister von Berlin und spätere preußische Finanzminister Artur Hobrecht ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Dem Reichs- Anzeiger" zufolge schließt der Reichshaushalt für das Rechnungsjahr 1911
Nun, bleiben Ste, ich gehe schon selbst," sagte die Josnes, die junge Dame mit Itstigem Lächeln betrach tend. Und die will den Herrn Offizter nicht lieben," dachte sie.
Inzwischen Klopfte es bereits an die Zimmertüre, und bevor die Wirtin öffnen konnte, trat ein Sergeantmajor der Mobilgarde ein.
" Pardon, ich habe es eilig," sprach er, die Mütze lüftend.„ Ein Schreiben an den Grafen d'Alincourt, Oberstleutnant beim Stabe des siebzehnten Armeetorps. Er soll hier im Quartier liegen."
Der Graf wohnt nicht in diesem Hause," sagte Desiree.
Hm. Der Sanitätsleutnant Pres gab mir doch an wo kann ich den Herrn Oberstleutnant finden?" ,, Wir erwarten ihn allerdings," mischte sich die Wirtin hinein.„ Er kommt ganz sicher hierher, wenn auch nicht gleich."
" So will ich den Brief hier lassen," entschied sich der Unteroffizier,„ das gnädige Fräulein wird mir eine Bescheinigung geben!"
„ Ich? Nein, wenden Sie sich an Frau Josnes, wenn sie's übernehmen will."
-
„ Die Alte," brummte der Sergeantmajor übelgelaunt.„ Mir soll's recht sein. Sie stehen für die richtige Besorgung."
, mit Freuden, lieber Herr," versicherte die Wirtin und unterschrieb den Schein.
Der Mann trollte ohne Abschied davon. Die trotzige Antwort der Dame hatte ihn beleidigt. Frau Josnes stellte den Brief gegen den Spiegel, daß er in die Augen fallen mußte, um nicht vergessen zu werden, dann begann sie den Tisch abzuräumen.
,, Gewiß ein Befehl vom Kommando," plauderte sie. „ D, ich kenne das. Wenn solche dicken Depeschen kommen gehen die Herren, um nicht wiederzufchren."
Desiree antwortete nicht, aber die Worte der Wir
( Gickener Tageblatt)
Anzeigenpreis 20 pfg.
Die
-
die 44 mm breite Inseratenzeile. 90 mm breite Zeile im Neklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Koufurs in Wegfall. Plapvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei.
Telephon Nr.: 362.
24. Jahrg.
nach dem Endabschluß der Reichshauptkasse mit etnem Gesamtüberschuß von 249 131 174,91 Mt. ab..
*
Be
Der russische Ministerpräsident Kokow3 em hat sich in bemerkenswerter Weise über die gegnung von Baltisch- Port ausgesprochen. Er habe bei der Kaiserbegegnung durch viermalige längere Unterredung mit Kaiser Wilhelm und durch vielfachen Mein= ungsaustausch mit dem Reichskanzler v. Bethmann Hollweg die Ueberzeugung von der berechtigten Friedens= liebe und der großen Freundschaft des deutschen Staatsoberhauptes für Rußland, sowie von der Offenheit und Ehrlichkeit der deutschen Politik gewonnen. Die persönliche Annäherung der Monarchen und der Staatsmänner beider Reiche, sowie die erschöpfenden Aussprachen haben, sagte der Ministerpräsident, nicht vorübergehend, sondern dauernd zur Festigung des gegenset. tigen Vertrauens und der achtungsvollen Freund= schaft geführt. Kaiser Wilhelm verließ Baltisch Port mit höchster Befriedigung über alle empfangenen Eindrücke und ebenso gab der Zar seinem Vertrauen auf die Freundschaft des deutschen Kaisers überzeugenden Ausdruck. Ministerpräsident Kokowzew ist von der Persönlichkeit des deutschen Kaisers entzückt, dem er Vielseitigkeit der Interessen, Gründlichkeit des Wissens auf allen Gebieten des Staatslebens und eine mächtige Initiative nachrühmt. Die Besprechungen in Baltisch= Port fanden zum größten Teil in deutscher Sprache statt.
Der Mailänder Korrespondent des„ Eche de Paris" meldet seinem Blatte, daß ihm eine hervorragende politische Persönlichkeit erklärt habe, daß das direkte Ergebnis der Kaiser- Zusammenkunft in Baltisch- Port höchst wahrscheinlich eine europäische Konferenz sein wird.
* Das Wahlabkommen, das zwischen den beiden liberalen Parteien in Württemberg, der und den Fortschrittlichen Volkspartei Nationalliberalen, getroffen worden ist, wird nunmehr im Wortlaut veröffentlicht. Es erstreckt sich auf 66 Wahlbezirke. In 35 Bezirken werden die Kandidaten der Fortschrittlichen Volkspartei von den National= liberalen unterstützt und in 31 Bezirken werden nationalliberale Kandidaten aufgestellt, für die auch die Volkspartei eintritt. Die beiden Parteien werden ihre besonderen Kandidaten nachdrücklich unterstützen, keine der beiden Parteien wird ein Abkommen mit einer andern Partei treffen. Die Entschließung der beiden Parteien gilt für die von ihnen aufgestellten Kandidaten im ersten und zweiten Wahlgange. Zieht eine der beiden Parteien nach dem ersten Wahlgange ihren Kandidaten zurück oder wird die Kandidatur von ihr nicht in der Absicht der Durchsetzung des eigenen Kandidaten auf=
tin fielen ihr schwer auf das Herz. War das wirklich ein Abberufungsbefehl? Wenn er fort mußte, wer stand thr dann fernerhin hilfreich zur Seite?
Während die Alte ein- und ausging, faß tene in tiefem Sinnen mit halbgeschlossenen Augen. Das Licht der Lampe blendete sie.
" Das Fräulein ist müde, es sollte sich zu Bett le gen," sprach die Josnes nach langem Stillschweigen, bu nur durch den Sturm auf der Gaffe und das Antstern des erlöschenden Kaminfeuers unterbrochen wurde „ Laffen Sie uns schlafen gehen. Im Schlafe vergif man allen Kummer und edr nächste Tag tommt schneller heran."
Desiree leistete feinen Widerstand. Ste Iteß sich auskleiden und zudecken. Sie war zu müde, selbst etwas zu tun. Allmählich kam der Schlummer über sie, aber in thm hörte die Apathie der Seele auf und die des Körpers begann gegen ihren Willen. Wie gefesselt, unfähig sich zu bewegen, lag sie da und glaubte zu hören und zu seHen. Das Bild unter dem Spiegel beschäftigte sie. Es fam ihr vor, als löse sich die weißgekleidete Gestalt von dem Papier und wachse und deme sich, bis sie den Fußboden erreichte. Und diese Gestalt trat auf sie zu und legte die Hand in die thrige. Aber die Hand war eisig falt und das Gesicht, welches Sie mit toten Augen anblickte, war ihr eigenes Gesicht, nur älter, blässer und trauriger. Als die Schläferin zu ihr sprechen wollte, flatterte jene nach allen Richtungen auseinander, schwebte wie ein Nebel längs der Decke hin und zog dann, sich senkend, durch den Kamin ins Frete. Dann öffnete sich leise die Türe. Ein Mann trat in das Zimmer. Er war in grauer Uniform und trug ein Offt= zierskäppi. Der Mann suchte etwas auf der Kommode. Endlich hob er das Bild empor. Aber die Gestalt darauf war verwischt. Seufzend ließ er Fen Karton fallen und schritt nach der Tür. Da ensann sich die Schläferin, wo fie in gefeben gatte. sorts. folgt.)


