Ausgabe 
10.2.1912 Erstes Blatt
 
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Georg von Wrede, der sich schon früber eines Be­truges schuldig gemacht hatte und in der bürgerlichen Gesellschaft unmöglich geworden war, lettete zuerst et nen Spielklub in Cöln, später fam er nach Düsseldorf und eröffnete in der Kaifer- Wilhelm- Straße einen Spielflub, der aber nach furzer Zeit der polizetlichen Auflösung verftel. Ihm schloß sich der Bruder Wredes, der frühere Kapitän August von Wrede, an, der an mehreren Spielunternehmungen, u. a. in Korfu, betet ligt war. Als Dritter im Bunde gesellte sich der jetzt 40jährige Dr. Schröder hinzu. Dieser hat auch schon eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Als Sohn eines städtischen Beamten wurde er nach Beendigung seiner Studien Referendar in Berlin. Er wurde Mitglied des Klubs der Harmlosen" im Hotel Viktoria, Unter den Linden, und wurde schließlich als Falschspieler entlarvt. Man ließ ihn jedoch, um nicht Aufsehen in der Deffent­Itchfett zu erregen, nach Unterzeichnung eines Ehren­scheins, daß er nie wieder falsch spielen wolle, laufen.

Dr. Schröder quittterte dann wegen großer Spiel­schulden den Staatsdienst und versuchte fein Glück in holländischen Seebädern und auf den Rennbahnen in Vaals, wo er bet seinen betrügerischen Manipulationen im Turfflub erwischt wurde. Die Behörden wiesen ihn darauf aus und schoben ihn nach Deutschland ab. Spä­ter tam Dr. Schröder. nach Düsseldorf; er brachte zu­gleich mehrere Croupiers und Roulettespieler mit und wurde als Leiter des Roulettespiels von der Caftno- Ge­sellschaft" mit einem Monatsgehalt von 500 Mange= tellt"; er follte sich aber nicht an dem Spiel beteiligen. Für die Verhandlung sind mehrere Tage angesetzt.

Wie stehts um die Präsidentenwahl?

Ueber die Präsidentenwahl im Reichstage ist noch immer feine Einigung innerhalb der Parteien erzielt worden, und es scheint fast, als wenn sich auch in der Freitag- Sitzung noch Schwierigkeiten ergeben werden. Der Draht meldet uns:

Berlin, 9. Februar. Gestern nachmittag hielten sämtliche Fraktionen des Reichstages wiederum Be= sprechungen in der Präsidentenfrage ab. Bu einem Er­gebnis haben die Verhandlungen noch nicht geführt. Die Voff. 3tg." schreibt: Kommt es bei den neuen interfraktionellen Besprechungen morgen zu keiner Ver­ständigung, so werden in der heutigen Plenarsizung voraussichtlich die einzelnen Parteten lede für sich vor­-gehen. Es ist dann ausgeschlossen, daß eine Entschet­bung im ersten Wahlgang fällt. Im zweiten Wahl­gang werden die Sozialdemokraten für einen national liberalen Präsidenten stimmen, die fortschrittliche Volks­partet desgleichen. Sollte schließlich nicht ein National­liberaler, sondern ein Konservativer als Präsident ge= wählt werden, so dürfte die fortschrittliche Volkspartet eine Beteiliguna am Präsidium sowie an der weiteren Wahl der Vizepräsidenten ablehnen.

Haldanes Mission in Berlin.

Einen so ganz privaten Charakter, wie noch gestern der offiziöse Draht behauptete, hat nach den neuesten Meldungen die Berliner Reise des enalischen Kriegs­ministers doch nicht. Zwar gilt seine Mission in erster Linie feinem polttischen Zweck, aber Haldane wird doch ble Gelegenheit zu politischen Unterhaltungen mit füth= renden Männern in Deutschland wahrnehmen. Das will immerhin etwas bedeuten, und man kann deshalb getrost annehmen, daß sich an Haldanes Berliner Auf­enthalt wichtige politische Unterredungen Inüpfen wer­den. Der Draht meldet dazu:

London, 9. Februar. Daily Telegraph" ist vom Auswärtigen Amt au folgende Gretärung ermäch­ng seriegsminner baldane ist in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Königlichen Kommission für Unt­versitätsbildung in Begleitung nach Berlin abgeretst, um Erhebungen über die wissenschaftliche Bildung cn den deutschen Universitäten festzustellen. Da Haldane aber vielen führenden Männern in Deutschland bekannt ist, wird er gelegentlich allgemeine Unterhaltungen über die politische Lage und die Beziehungen zwischen belden Ländern herbeiführen.

Die Franzosen fürchten, daß Haldanes Reise tat sächlich zu näheren Beziehungen zwischen England und Deutschland führen könnte und sie halten diese für wich­tig genug, um auf der Hut zu sein. Der Draht meldet:

O Paris, 9. Februar. Die hiesigen Blätter brin­gen längere Berichte über die Berliner Reife des eng­fischen Kriegsministers, der sie eine große Bedeutung betzulegen scheinen. So schreibt der Gaulois": Die Kampagne für die Annäherung zwischen England und Deutschland macht offensichtlich Fortschritte und wenn auch nur eine Entspannung herbeigeführt werden sollte, würde dies Grund genug für uns sein, diese mit größter Aufmerksamkeit zu verfolgen.

Die Ueberschwemmungs- Katastrophe in Spanien. Großes Elend im Lande. Viele Menschen ertrunken. Die Ueberschwemmungsgefahr in Spanien wird Immer größer. Die elektrischen Kraftwerke in Sevilla

Er bemerkte auch jetzt den Herrn noch nicht, der unweit von ihm stand und ihn mit seltener Erregung beobachtete.

Letse, in bebenden Tönen, doch wohl verständlich Ilang es an das Ohr des still Betenden:

" Was führt Sie zu diesem Grabe, Herr Holtau?" Ueberrascht wandte sich dieser um und sah in das be­wegte Gesicht Mr. Warthons, dessen Auge mit einem unbeschreiblichen Ausdruck von Furcht, Hoffnung und Freude an ihm haftete.

" In diesem Grabe schläft meine liebe Mutter." " Ah!" Ein Schret- ein Ton- bebend von freudigem Schreck, aus tiefster seelischer Bewegung flang von den Gräbern wieder, daß Holtaus Herz erschütterte.

Nach Atem ringend, mit einem Antlib, so bleich, daß Holtau erschrak, und nur mühsam die Laute hervor= stoßend, sagte Hermann von Dieskau: In diesem Grabe schläft mein tueres Weib sett sechsundzwanzig Fahren!"

Männe

Sie sahen sich an, die beiden Männer, stumm, fra­gend auch Holtau zitterte

" Deine Mutter

dann

btst Dut mein Sohn."

Er breitete die Arme aus, und stummt, und mit einen Gefühle unwiderstehlicher Macht warf sich Holtau an des Mannes Brust.

Lange hielt der Vater den Sohn umschlungen.

Ketner von ihnen sah dte alte Frau, die aufge= standen war und mit geisterhaften Augen auf die bet­den Männer starrte. Es verging lange Bett, bis thre Seelen einigermaßen Ruhe finden und bis fte den stür­mischen Empfindungen Worte verleihen konnten.

Dieskau mußte sich auf etnen Grabstein nieder­Jassen, sein Sohn sezte sich zu thm. Erklärungen folg­ten nun in fast fieberhafter Etle und brachten rasche Auf­flärung über die seltsamen Berwicklunaen ferner Ver­aangenbett.

find zerstört. Die Stadt ft in Finsternis gehüllt. Auch In anderen Gegenden hat sich die Lage verschlimmert. Der Draht meldet weiter:

Madrid, 9. Februar. Die Ueberschwemmungen nehmen im ganzen Lande einen immer größeren Um­fang an. Der Manzanares ist über die Ufer getreten und hat die umliegenden Gebiete metlenwett über­schwemmt. In Valladolid find viele Menschen in den Fluten ertrunken. In Sevilla ist die Lage besonders ernst. Die Bevölkerung arbeitet angestrengt, um gegen die heranbrausenden Wassermassen Dämme zu errich ten. 15 000 Arbeiter feiern. Das Elend ist furchtbar. Der Zugverkehr ist unterbrochen und das Schicksal zweier Züge auf der Strecke nach Cadiz ist unbekannt. Der Regen hält immer noch an. Ein Teil der Gendar­meriefaserne in Sevilla ist eingestürzt. Die Familien fonnten sich nur mit Mühe retten.

Vermischtes.

Die Junioren des neuen Reichstages. Zahlreich find im neuen Reichstage junge Kräfte vertreten, wie fa überhaupt diesmal das Parlament eine sehr starke Blutauffrischung erfahren hat. Den Benjamin stellt die sozialdemokratische Fraktion in der Person des Frank­furter Redakteurs Hermann Wendel, der am 2. März 1884 geboren ist, gegenwärtig also 27 Jahre zählt. Er verdrängte in Freiberg i. S. den Konservativen Wag= ner. Das nächsttüngste Mitglied ist der Zentrumsabge­ordnete Roßmann. Er ist im Wahlkreise Ottweiler- St.­Wendel gewählt, wo er den bisherigen Abgeordneten General von Schubert, der Schwiegersohn des Fret­Herrn von Stumma, aus dem Sattel hob. Dann folgte fm Alter wieder etr Sozialist, der in Mez gewählte Dr. Weill. Die Kette setzt dann der Zentrumsane Bolz fort; er ist 30 Jahre alt und in Aalen- Ellwangen gewählt worden. Den nächstjüngsten Abgeordneten stellt die nationalliberale Fraktion in der Person des 82jährigen Schriftstellers Reinath, des neuen Vertre­ters von Böblingen.

Im Boot erfroren. Bet Spilsby in der Nähe von Stegneß an der englischen Küste strandete gestern ein Ruderboot, in dem zwei Männer faßen. Fischer und Strandbewohner ellten herbei und wunderten sich, daß die beiden fremden Bootsleute ohne sich zu rühren sigen blteben und auch auf zurufe nicht antworteten. Als einige Neugierige durch das feichte Waffer bis zu dem Boote wateten, fanden sie, daß die Insassen auf ihren Sigen festgefroren und tot waren. Sie wurden später als Kapitän Hunter und ein Matrose von dem Küsten­bampfer Gertrud identifiziert, der auf der Reise un­tergegangen zu sein scheint.

Die Kaninchenstener". Einem neuen Gaunertrick find in Birna mehrere Kaninchenbesizer zum Opfer ge­fallen. Ein Mann von Aussehen einer Amtsperson fuchte fie auf, nahm den Karnickelstall in Augenschein und verlangte alsbald eine Steuer, denn es set teßt die " Kaninchensteuer" eingeführt worden. Und er fand ge­nug Gläubige! Die armen Kaninchenbesitzer haben jetzt zum Schaden noch den Spott. Der Gauner aber, das elgentliche Karnickel", das an allem schuld ist, entfam Spurlos.

Der Rach 70jähriger Ehe gemeinsam begraben. außerordentlich seltene Fall, daß ein Ehepaar die Feier seiner eisernen" Hochzeit noch fast um ein halbes Jahr­zehnt fiberlebt und dann gemeinsam zur letzten Rube gebettet wird, ereignete sich, wie eine Londoner Bet­fung berichtet, in dem englischen Stadtchen Charlton. Am Montag vor acht Tagen starb die 92jährige Frau King an Altersschwäche. wet Tage darauf erzählte der untröstliche Witwer, er häfte im Traum gefehen, wie an der Siene des Friedhofes, die man für Jeine freue Le­bensgefährtin bestimmt habe, zwet Gräber vorbereitet würden. Das eine davon set für ihn selber, fügte er glücklich lächelnd hinzu. Und in der Tat schlief der 94­fährige Greis faum 36 Stunden später gleichfalls für immer ein. Die Bestattung der Frau war auf flehent­Itches Bitten des alten Mannes noch aufgeschoben wor­den, und so konnten nun beide zusammen der Erde übergeben werden.

Löwe nud Bär im Offizierskafino. In den Kasino­freisen der Potsdamer Garde amüsiert man sich über die neuen Bassionen zweter Herrenreiter, die seft fur­zem thre Dreffurgeschicklichkeit an Raubtieren erproben. Den Anfang machte der Favorit zahlreicher Rennen, Leutnant Graf von Hold, der us Hamburg als Ge schenf einen jungen Löwen erhielt. Der fleine König der Tiere wird vom Burschen des Leutnants mit Fleisch und Milch aufgepäppelt und hat so zahme Anüren, daß er aus seinem Käfigbeschlag befreit und in das Offt­zterskasino gebracht werden Tonnte, wo thu sein Herr, in Frethett drefftert, zum Gaudium der Regimentsta meraden vorführte. Nun hat sich der Leutnant Graf von Hohberg noch einen jungen Bären zugelegt, der auch im Kasino der 3. Garde- Ulanen seine Kunststücke zeigt.

Der nene Zeppelin. Der Zeppelin- Lenkballon L. 8. 11" wird Mitte Februar seine Probefahrten begin­nen. Er unterscheidet sich von der Schwaben" durch

,, Erst seit wenigen Tagen weiß ich, daß in diesem Grabe meine Mutter schläft", sagte Holtau nach einer längeren Pause. Er gab Dieskau den Brief seiner Mutter. Mit Tränen in den Augen las dieser ihn, ihm dünkte, die so heiß Geltebte spräche aus dem Grabe zu thm.

Dann sagte er:" Seit ich wußte, daß die Nachricht von meines Kindes Tod eine Lüge war, suchte ich Dich mit allen Mitteln, die mir zu Gebote standen. Wie famst Du zu dem Namen Holtau? Alle unsere Ermit­telungen stellen fest, daß die Schwester Deiner Mutter, Elisabeth Steger, einen Professor Gehrmann geheiratet habe."

,, Holtau war meiner Tante erster Gatte und er adoptterte das vaterlose Kind. Rasch trennte der Tob diese Che, ich war damals noch sehr klein und später wurde dann Professor Gehrmann mein Erzieher und mein treuer Pflegevater. Ich führte selbstverständlich den Namen, den mir Holtau verlieh."

,, Da war freilich all mein Bemühen und Suchen vergeblich."

Aber welchen Namen führe ich nun, nachdem ein gütiges Geschick mich in meines Vaters Arme geführt?"

,, Du wirst Dich entschließen müssen, fortan Her­mann von Dieskau zu sein mit der Anwartschaft auf das Majorat, wenn ich meine Augen schließe."

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Dies war eine für Holtau sehr überraschende Wen­dung, aber sein Vater ließ ihm keine Zeit zu Etnwen­dungen: Komm, mein Sohn," sagte Dieskau, der, ob­wohl noch etwas schwach, doch jetzt Kraft und Leben zeigte, laß uns zum Pfarrer gehen, er muß wissen, daß auch noch heute Wunder geschehen."

Er neigte sich zu dem Grabe.

Du Teure, haft uns vereint.

Als sich die Männer dann wandten, sland die alte Renner vor ihnen, die verstörten Blicke auf sie gerichtet.

verbefferte Steuereinrichtungen und Einbau einer wek teren Abteilung von 8 Metern. Bei einer Gesamtlänge von 148 Metern hat das Schiff einen Rauminhalt von 19 000 Kubikmetern und 18 Gaszellen. In der Vorder­gondel befindet sich ein 145pferdiger Maybach- Motor, in der hinteren Gondel sind zwet gleichstarke Motoren eingebaut. Der Luftkreuzer erhält bet awei Motoren eine Stundengeschwindigkeit von 61, bei dret Motoren 72 Kilometer gleich 17 beam. 20 Sekundenmeter. Die volle Tragkraft beträgt 22 000 Kilogramm. In Meeres höhe, nach Abzug des Eigengewichtes, verbleibt eine nußbare Tragkraft von 5500 Kilogramm. Die Passa­gierkabine faßt 20 Personen.

Der höfliche Berliner. In einem Berliner Jugend hort ist so erzählt eine Leserin der Tgl. Rosch." während der Spielstunde eine Gönnerin dieses Horts anwesend; sibend schaut sie den Kindern zu. Ein Junge tritt fie im Eifer des Umbertollens ganz gehörig auf thre etwas vorgestreckten Füße. Ostar, was fagst Du denn nun?" mahnt aus erziehlichen Gründen die Hort­letterin den kleinen Burschen. Da kommt die völlig un erwartete Antwort: Aber Fräulein! Ziehen Se doch de Beene weg!"

Ein verschrobener Schornstein. Ein englischer Fabrikbefizer in Bradford hat den verschrobenen Einfall gehabt, einen verschrobenen Schornstein zu bauen, um ein Fabrikgebäude zu haben, wie es fein anderer Fa brifbesizer hot. Er hat deswegen bei dem Neubau seiner Fabrik einen 45 Meter hohen, viereckigen Schornstein errichten lassen, der verschroben" ist. Er stellt eine rechtsgewundene Schraube dar, die dadurch entstanden ist, daß jede Lage von 8tegelsteinen um etwa 4,5 Mil­limeter gegen die darunterliegende gedreht gelegt ist. Auf diese Weise ist jede Kante des viereckigen Schorn­steins zu einer Schraubenlinte geworden, die einer Vier­feldrehung entspricht. Die Festigkeit des Gebäudes dürfte durch die merkwürdige Anordnung weder gewon nen noch verloren haben, und seine Absicht, den mert­würdigsten Schornstein der Welt sein eigen zu nennen, hat der Fabrikbefizer gewiß erreicht.

Ein Optimist. Prinzipal( zu einem Reisenden): " Da tommen Sie auch noch! Hören Ste: dret Ihrer Kollegen habe ich heute bereits abgewiesen!"-Reifen­der:" Gott, wie nett! Da werden Sie sicher alle Ihre Aufträge für mich aufgehoben haben!?"

Berliner Getreide und Schlachtvichmarkt.

In Deutschland ist infolge der. scharfen Kälte die Nachfrage nach Futtermitteln wetter beträchtlich gestie­gen, was auch auf Brotgetreide befestigend eingewirkt hat. Anderfeits wurde aber die Ausfuhr start durch schwierige Eisverhältnisse in den Häfen behindert. Wet­zen hat im Anschluß an höhere Auslandsnotterungen im Preise etwa 2 bis 3 Mart angezogen, Italien blieb als Käufer im Markt. Noggen erhielt die hauptsäch­lichste Anregung durch die außerordentliche Höhe der Futterpreise, aber zuletzt wirkte dite milder gewordene Witterung etwas abschwächend. Die Unternehmungs­Just hält sich zurück. Hafer ist noch teurer geworden, die Provtantämter haben viel getauft. Der Wetterumschlag blteb aber auf die Preisgestaltung nicht ganz ohne brückenden Einfluß. Mais wurde auch von Brennern viel getauft und ist weiter gestiegen. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im Mai wie folgt: Weizen 220,00, Roggen 199,00, Safer 196,00, Mais 172,50 M

Breise des städtischen Schlachtvieh- Marktes. 1. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemäftete höchsten Schlachtmertes ungeing 8188 M,& funge, fieywige, nicht ausge­mästete und ältere ausgemästete 75-80 M., c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 68-72 M. 2. Bullen: a) vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 75-81 Mb) vollfletschige, jüngere 73 bis 81 M., c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 66-74 M. 3. Färsen und ühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes, b) voll­fleischige, ausgemästete ühe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren 66-75 M., c) altere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 64 bis 69 M. b) mäßig genährte Kühe und Färsen 55-62 M, e) gering genährte Kühe und Färfen bis 62 M., f) ge ring genährtes Jungvieh( reffer) 52-64 M. 4. Käl­ber: a) Doppellender feinster Mast 114-143 M., b) feinste Mastfälber 100-108 M. c) mittlere Mafte und beste Saugtälber 83-97 M., b) geringere Mast- und gute Saugfälber 79-84 M., e) geringe Saugtälber 62 bis 73 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 72-80 M., b) ältere Masthammel, gerin= gere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 62 bts 72 M., c) mäßig genährte Hammel und Schafe 58 bts 68 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Bent­ner Lebendgewicht 64 M., b) vollfletschige Schweine 250 bis 300 Pfd. 61-63 M., c) vollfleischige 200 bis 240 fd. 60-62 M., D) vollfleischige Schweine 160 bis 200 16. 57-60 M., e) vollfleischige Schweine unter 160 Pfd. 52 bis 55 M., f) Sauen 57-59 M.

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recht." Sie schlug die Hände vors Gesicht und ging topf­schüttelnd davon.

Als die beiden Herren den Kirchhof verlteßen, schaute sie ihnen nach mit stieren Augen, so lange sie konnte.

90 Der Pfarrer empfing die Fremden sehr freundlich und war Hef ergriffen von dem, was er von Dieskau erfuhr.

" Und da zweifeln die Menschen noch an Gottes Fügungen!" sagte er.

Noch war die Unterredung nicht zu Ende, als der Pfarrer zur alten Zenner gerufen wurde: fie läge im Sterben.

Der Geistliche folgte sofort dem Rufe und die bei­den Dieskaus begleiteten thn, Vater Dieskau hatte ta ein hohes Interesse für die arme, unglückliche Alte. Alle dret traten in die ärmliche Kammer, in der sie auf dem Lager ruhte.

Sie sah erschreckend, fast gespenstisch aus.

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und

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Ich muß etwas sagen, ich sterbe, Herr Pfarrer, - fie ich hatte sie Iteb sie war so herzensgut tich war auch verheiratet o, wird Gott es ver­zeiben? Ich habe den Trauscheln gestohlen."

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Ef studied( Schluß folgt.) 8 to 0

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