Ausgabe 
9.11.1912 Zweites Blatt
 
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Literarisches.

51-52: Leitfaden der Photographie( 26 Abbildung Nr. 87: Selbstanfertigung von Bilderrahmen( bildungen); Nr. 123: Kurzes Lehrbuch der Vo funit und Nr. 131: Balkon und Fenster im Bl schmud( 19 Abbildungen).

? Die bekannte Damen- und Modenzeitung Bazar" hat in dieser Woche eine Spezial- Numm Wintersport- und Wintermoden herausgegeben, durch große Schönheit und Nützlichkeit auszeichne 28 illustrierten Seiten bietet die Nummer ihren innen u. a. eine Fülle praktischer Vorlagen zur G anfertigung für Sportmoden jeder Art, für einfade elegante Winteranzüge und Gesellschaftstoiletten, Kinderkleider, Handarbeiten usw. Der Nummer bei: ein großes farbiges Wintersporttableau, ein riertes Modenbild, ferner ein Schnittbogen mit

mer ist 50 Pfg., Preis des Bazar- Abonnements Quartal 2.50 Mark. Jede Postanstalt und Bud lung nimmt Abonnements an.

? Aus den Memoiren der Prinzes Ainulf. Roman von Olga Wohlbrüd. Berlin ( Concordia Deutsche Verlags- Anstalt 6. m. b. Broschiert Mt. 5.-, gebunden Mt. 6.-. Jm

Ueber unsere soziale Versicherungsgesetzgebung, ihre Einrichtungen und Hilfsmittel sind die Versicherten sowohl als auch vielfach die Persönlichkeiten, die be ruflich oder infolge freiwilliger Liebestätigkeit in der sozialen Fürsorge arbeiten, nicht genügend unterrichtet. Um den interessierten Kreisen, vor allem auch den Aerz­ten, Geistlichen, Lehrern die Kenntnis des Gesetzes zu erleichtern und damit die Wirkung der Gesetzgebung fruchtbarer zu gestalten, hat der Vorstand der Landes­verjidherungsanstalt Großh. Hessen sich entschlossen, einen Wegweiser durch die neu in Kraft getretene Reichsversicherungsordnung herauszuge ben. Dieser Wegweiser, der jetzt im Großh. Staatsver­lag erschienen ist, bringt eine gedrängte Zusammenstell­ung der wichtigsten Bestimmungen der Reichsversicherten in natürlicher Größe. Der Preis der Spezial ungsordnung( Kranken-, Unfall, Invaliden- und Hin­terbliebenenversicherung) und schließt daran eine Ueber­sicht über die von der Landesversicherungsanstalt Gr. Hessen geschaffenen oder von ihr unterstützten Hessischen Wohlfahrtseinrichtungen und Wohlfahrtsbestrebungen. Gerade dieser letztere Teil des Wegweisers dürfte man­cherlei Interesse erregen und einem Bedürfnis entgegen kommen, denn er gibt die Grundsätze bekannt, die die Landesversicherungsanstalt Großh. Hessen bei Ueber= nahme und Durchführung eines Heilverfahrens beobach­tet, er verbreitet sich über die Tuberkulosefürsorge mit ihren Einrichtungen wie Fürsorgestellen, Invaliden= heime usw., er unterrichtet über die Bekämpfung des Alfehclismus, über Wohnungsfürsorge, über Mutter­und Säuglingsfürsorge und über Krüppelfürsorge. Als Anlagen sind in dem Wegweiser zum Schlusse noch ab­gedruck! das Tuberkulose- und das Alkoholmerkblatt des Ernst Reid, s- Gesundheitsamtes, das Merkblatt des Ludwig- Vereins über gutes und gesundes Wohnen, sowie 2 Säuglingsmerkblätter, das eine herausgegeben von der Hessischen Zentrale für Mutter- und Säuglings­fürsorge, das andere bearbeitet von der Reichszentrale in Berlin. Das 104 Seiten starke, mit einem ausführ lichen Sachregister versehene Büchlein kostet im Einzel­verkauf 60 Pfg., bei Abnahme von mehr als 50 Stüd 50 Pfg. Der Preis ist so niedrig wie möglich gehal­ten, und es kann somit allen Interessenten, den Ver­sidierten sowohl wie auch den Herren Aerzten, Geistlichen, Lebrern usw. nur empfohlen werden, den zuverlässigen belehrenden Wegweiser, der dem Laien die Uebersicht über die umfangreiche Reichsversicherungsordnung we sentlich erleichtert, zu erstehen. Das Büchlein ist dem Großh. Staatsverlag, sowie durch alle Buchhand­lungen zu beziehen.

den Händen des bewährtesten und erfolgreichsten deut­schen Circusdirektors läge, verdient sicherlich eine außer­ordentliche Aufmerksamkeit schon aus dem Grunde, weil es möglich sein wird, eine durch und durch volks­tümliche, auf dem Besuche der breitesten Massen basierende Circusschau zu veranstalten. Sarrajani, der während der Sommerszeit in seiner Riesenzeltstadt reist, die bereits alle bisher bekannten Rekorde an Umfang und technischer Organisation schlägt, hat sein Material an Tieren und Menschen in der letzten Zeit derartig ver­mehrt, daß im Winter alle bislang in Europa besteh­enden Circusgebäude zu flein für ihn sind. So mußte er bereits zu dem Auswege greifen, in Berlin einen Winterbau zu errichten, der eine Uebertragung des Zelt­systemes in den festen Winterbau bedeutet Dresden seinen bekannten Monumental- Circus zu bauen, den er kommenden Weihnachten eröffnen wird. Aud in Frankfurt a. M. konnte der dort bestehende Cir­cus als zu flein und ungeeignet für die Zwecke Sarra­sanis nicht in Betracht kommen, und so reizte es den Direttor Stosch- Sarrasani, das schier Unmögliche mög­lid) zu machen und die Festhalle zum Circus umzuge­stalten. Dieser fühne und schöne Bau mußte ihn reizen, etmas zu schaffen, was völlig eigenartig ist, und was Möglichkeiten erschloß, von denen man nichts bisher wußte. Durch eine geniale Konstruktion wird es mög­lich sein, mehr als 15 000 Menschen gleichzeitig den Genuß einer Circusvorstellung zu verschaffen, und diese Möglichkeit bringt zwei Vorteile, die bisher noch kein Unternehmen der Welt zu bieten vermochte. Das alte Wort: Massenumsay, fleine Preise" wird hier wieder einmal zum Schlagwort und zur Wahr­heit. Es wird möglich sein, die allergeringsten Eintrittspreise für Plätze zu fordern, wie sie gleich bequem fein zweiter Circus zu bieten vermag. Zwischen 40 Pfennigen und 2% Mark sollen sich( von den Luxuslogen abgesehen) die Preise der Plätze be­wegen, womit auf jeden Fall ein Rekord aufgestellt wird. So soll es jedem ermöglicht werden, den Rie­sencircus mit seinen fortwährenden Abwechselungen nicht einmal, sondern mehrmals zu besuchen, und dabei nicht mehr Unkosten zu haben als beim Besuche eines Wirts­hauses oder eines Kinotheaters. Als Unikum sei zu= dem erwähnt, daß hier der erste Circus der Welt sein wird, bei dem fein Zwischenpfeiler hemmend auf die Aussicht einwirkt. Auf der anderen Seite aber bietet die Größe des Circusses die Möglichkeit, mit der Zu­sammenstellung und Anordnung des artistischen Pro­grammes aus dem vollen heraus zu schöpfen. Tatsäch lich hat Sarrasani für die kurze Saison in Frankfurt a. Main, die nur bis Mitte Dezember dauern wird, ein Programm zusammengestellt, das an Reichtum ein Unifum für die ganze Welt bedeutet. Es fehlt nichts, garnichts, was innerhalb einer Circusvor­stellung überhaupt gezeigt werden kann, es treten außer dem Riesenmaterial an Pferden und exotischen Tieren ganze Trupps von fremdländischen Artisten in die Er­scheinung, ein russisches Hofballet ist für ein Gastspiel gewonnen, das im Gegensatz zu der sonst üblichen Cir­custänzerei den höchsten Stil der Tanzkunst repräsen tieren soll; alles in allem hat Sarrasani für die enga­gierten Artisten einen Gagenetat von mehr als 80 000 Mark ausgeworfen. Ein Kunststück wird es sein, diese Riesenmassen zusammenzufügen, aber dem bedeutenden Regietalent des Direktors Stosch- Sarrasani wird auch dieie Aufgabe, an die sich bisher noch kein, anderer ber­angetraut hat, zweiffellos glücken. Auf jeden Fall wer den wir Gelegenheit haben, ein Unternehmen zu sehen, das ir ganz Europa einzigartig dasteht.

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Hoflieferanten Titel sind, was vielfach noch unbekannt ist, als persönliche Aus­zeichnung aufzufassen. Wenn ein Geschäftsinhaber stirbt oder sich zurückzieht, darf der Nachfolger, falls er ein naher Verwandter ist und denselben Namen trägt, bei Hefieferanten- Diplomen ausländischer Fürsten den Titel mitübernehmen; handelt es sich um ein deutsches Di­plom, so muß er die Erlaubnis besonders nachsuchen. Wird das Unternehmen aber in eine Gesellschaft m. b. H. oder in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, so fal­len die Hoffieferanten- Titel stets fort, auch wenn Gesellschaft als Firma den Namen des früheren schäftsinhabers führt. Daher kommt es, daß in den letzten Jahren eine Reihe angesehener deutscher Fabri­fen, deren Inhaber vor der Umwandlung in Aktienge sellschaften sich als Lieferanten einer großen Anzahl er­ster Höfe bezeichneten, jetzt nur noch mit dem Namen firmieren und dem Zusatz Aktiengesellschaft und alle wei­teren Titel fortlassen.

Gutouften No. 27854.

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Bathreiners Malzkaffer ist gesund, bekömmlich und von euromodischem Wohlgeschmant."

der Gehalt macht's!

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von

? Die rechtliche Sicherung der zwei1­stelligen Hypothet, eine in letzter Zeit viel be­handelt und namentlich für den mittleren und kleineren Hansbesitzer sehr wichtige Frage, erörtert Rechtsanwalt Dr. Heilbrunn( Frankfurt a. M.) im neuesten Heft der Zeitschrift Recht und Wirtschaft"( Carl Heymanns Ver­lag in Berlin W. 8). Nach einer sorgfältigen und in­teressanten Betrachtung der hierhergehörigen Erwägun gen, wegen deren das Heft der betreffenden Zeitschrift

Ver­

selbst nachgelesen werden möge, gelangt Dr. Heilbrunn zu der Forderung, daß der§ 1124 des BGB. eine etwas andere Fassung und einen Zusatz erhält, so daß er, was feinen Bedenken begegnen würde, folgender= maßen lauten müßte: Wird die Miet- oder Pachtfor­derung getilgt, ehe sie zugunsten des Hypothefargläu­bigers mit Beschlag belegt ist, so muß dieser die Tilg­ung gegen sich gelten lassen." Eine Abtretung, pfändung oder Pfändung oder die Einräumung eines Sonstigen Rechts an ihr ist dem Hypothefargläubiger ge­genüber unwirksam." Eine Tilgung ist dem Hypothe fengläubiger gegenüber unwirksam insoweit, als sie sich auf eine spätere Zeit als das laufende oder das da­Erst durch rauffolgende Kalendervierteljahr bezieht." eine solche Abänderung des§ 1124 wäre, wie der Verfasser ausführt, der Hypothek das gegeben, was ihr von Rechts wegen gebührt und der gesamte städtische Grund- Kredit entsprechend unserer jezigen wirtschaftlichen Entwidelung ausgestaltet und gesichert.

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? Lehrmeister Bibliothef. Eine Samm­lung praktischer Anleitungen für alle mög­lichen Bedürfnisse des täglichen Lebens. Leipzig. Ver­lag von Hachmeister& Thal. Preis pro Bändchen 20 Pig., Doppelbändchen 40 Pfg. Der Gedanke des Ver­legers ist nicht schlecht. An Jedermann wohl fann täg­lich die Aufgabe herantreten, sich auf irgend einem Ge­biele schnell zu informieren, dann wäre ihm ein über­Sichtlid, und furzgefaßter Leitfaden, der natürlich trotz= dem der Gründlichkeit nicht entbehren darf, erwünscht. Ein umfangreiches Handbuch kostet viel Stadium und Geld. Die Bändchen der Lehrmeister- Bibliothek aber sind billig. Die sehr schmud ausgestattete Bibliothek er­streckt sich zunächst auf die Gebiete Obst- und Garten= bau. Landwirtschaft, Hauswirtschaft, Liebhaberkünste, häusliche Technik und Handwerkskunst, Sport, Spiel, Jugd. Soeben sind wieder neu erschienen die nach In­halt und Ausstattung gleich empfehlenswerten Bänd chen: Nr. 49: Das Aquarium( 9 Abbildungen); Nr.

Husten- Heiserkeit

beseitigt man am rafcheften durch Laboda- Dragées, febr schleim. löfend, beseitigen den Reiz und flären die Stimme. Laboda. Dragées bestehen aus Tannenwaldluft und Menthol und find xx­schätzbar bei allen Hals Luftröhren und Kehlkopfkatarrhen., Schuh gegen Influenza.

Breis M. 1.50, in Apotheken erhältlich; wo nicht vorrätig, wende man sich an die Engel- Apotheke, Frankfurt a. Main.

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Teile des Buches huscht noch der Kobold Humor Filmm, Wall die Seiten, wenn die Bilder aus der Jugend, so Krag, W. schaulich und farbengetreu wiedergegeben, auftau und wenn sie z. B. die Porträts der fürstlichen G sicher zeichnet. Später spielt die große Zeit 70-71 wirkungsvoll hinein, dramatisch belebt werden Schilderungen vom Tode des Vaters, spannend fin vielen Folgen beschrieben. Amüsanter 3. B. fam den Aufenthalt am Hofe des verwandten Großher mit den Serenissimusallüren fein Humorist uns dern. Es folgt die Zeit in Berlin und Paris, wammler, Li so bar aller Reize und Mitgift nur mit ihrem auf den Heiratsmarkt gestellt wird, zudringliche ohrfeigt, dann die 3eit in Rußland, wo sie als steherin einer Kinderkrippe Geld verdient, bis sie London kommt, um von der Jugendliebe des eine Millionenerbschaft zu machen. In der Beſchreiderwertige dieses internationalen Wanderlebens liegt ein gut Zeit- und Kulturgeschichte.

Geschäftliches.

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wurden, beko undert poli riginal- Ane ) Es gibt noch manche Hausfrau, welche dichen Perso den teuren Fleischpreisen für jeden Haushalt so behandelt v lichen und praktischen Knorr- Suppenwürfel nochelen Erkun nicht kennt. Der billige Preis ist es, welcher Hausfrauen davon abhält, einen Versuch zu mad Soler Berufss Sie können sich nicht erklären, daß es überhaupt m Ach Abendun ist, für 10 Pfennige 3 Teller gute Suppe zu fiesslich üb Nun ist aber die bekannte Nahrungsmittelfirma llche Ausku in Heilbronn tatsächlich in der Lage, für wenige ohne jegliche V nige so viel zu bieten, weil in dem großen Fabra leldende n triebe alle Vorteile bis ins Kleinste ausgenützt weten Sprec können, die sich aus dem Einkaufe und bei der wendung der Suppengemüse ergeben. Gerade bei jetzt so teuren Zeit sollte man sich nach billigen,

Lebensmitteln umsehen und dabei auch einmal Knorr- Suppenwürfeln, welche in über 40 Sorten gestellt werden, einen Versuch machen.

be bitte ich mir vo

gratis Sprechstund Freitag,

sichtlich ist;

Uhr nachm den 10. Nov. Sprach­Giessen

)( Es kann heute fein Zweifel mehr darüber stehen, daß es nicht so viel Butter gibt, wie gebr wire. Wir sind also gezwungen, uns nach Erfah zusehen. Während nun früher als Ersatz für Butter Margarine aus tierischen Fetten in Betracht fam, neuerdings die Pflanzen- Butter- Margarine Bal na", ein Produkt aus Pflanzenfetten, das in Bezugpfeble bei Geschmack und Geruch der besten Süßrahmbutter fonimen ebenbürtig ist, mit besonderer Vorliebe wendet.

)( Je weiter die 3eit je stärfer m streut. Dies gilt ebensogut wie für die Saat aud die Düngung. Daß man bei späten Herbstsaaten d gängig das Aussaatquantum etwas stärfer bem soll, ist allgemein bekannt. Dagegen scheint es la noch nicht in diesem Umfange bekannt zu sein, daß gut tut, dann auch fräftiger mit Thomasmehl zu gen, wenn die Zeit schon weiter vorgeschritten ist, o mit auch die späten Saaten sich noch vor Eintritt Winters fräftig entwideln fönnen.

Die Unempfindlichkeit der Metalldrahtlamp RESTAURANT

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Die große Haltbarkeit Metallfadenlampen m zogenem Draht wird das in unserer Abbil wiedergegebene Bortom das wir der Elettro nischen Zeitschrift" nehmen, treffend bewi Sie stellt die Folge des pralles eines Motor- O buffes an einen Later pfoften in Marylebone in London dar. Die Bu Stoßes war so groß, daß Pfosten entzweibrach und Laterne heruntergemo und zerbrochen wurde. dem blieb die inftalli Osram- Drahtlampe beschädigt und erftrable Wiedereinschaltung des mes in ungeschwächtert

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