Ausgabe 
9.10.1912 Zweites Blatt
 
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vor warnen, den Wettkampf zur Hauptsache zu machen; die Spiele müssen auch um ihrer selbst willen gepflegt werden. Sonst entwidelt sich leicht eine Art Berufsspie­ler, die von einem Wettkampf zum anderen ziehen, um einer gespannten Zuschauermenge ein Schauspiel zu be­reiten, wie dies 3. B. in England schon zu beobachten ist. Da tommt es häufig genug vor, daß tausende Men schen ein paar Fußballspielern zuschauen; deshalb sind auch schon Stimmen laut geworden, es wäre weit bef­ser, wenn die Tausende spielten, auch wenn niemand zuschaute. Es möge auch nicht auf die sogenannten Kriegsspiele hinzuweisen vergessen werden, die sich auf fröhlichen Turnfahrten so schön durchführen lassen.

Als wichtiger Leitsatz beim Spielbetrieb hat zu gelten: Nicht Bielerlei durcheinander, sondern ein Spiel nach dem andern, nicht viele Spiele, die wenigen aber gründlich. Das Rennen fördert das Können. Je besser ein Spiel geübt, je genauer es die Spieler kennen, um so besser gelingt es, umso leichter tönnen alle seine Feinheiten herausgearbeitet werden, umso mehr Freude bereitet es. Beim Anlernen der Spiele heißt es, vom Einfachen zum Zusammengesetzten, vom Leichten zum Schweren fortzuschreiten; die schwierigen Spiele müssen gut vorbereitet werden. Es wäre ein vergebliches Be­mühen, den Schlagball zu spielen, bevor die Spieler den Ball gut schlagen, geschickt werfen und sicher fangen

tönnen.

Was das Spielen der Schüler anbelangt, ist auch die Frage zu beantworten, ob der Lehrer an den Spie­len mir teilnehmen, ob er mitspielen soll oder nicht. Ich bin der Meinung, daß diese Frage in bejahendem Sinne beantwortet werden muß, wenn der Lehrer in der Lage ist, als geschickter und gewandter Spieler ein muster giltiges Beispiel zu geben. Dann wird das Einlernen der Spiele nur halb so schwer; der Lehrer eifert die Schüler an, er reißt sie mit fort, gewinnt aber auch bei ihnen an Ansehen und erwirbt sich ihre Zuneigung. Jst er fein tüchtiger Spieler, dann unterlasse er lieber das Mitspielen, sonst fönnte er leicht zu einer lächerlichen Rolle kommen. Gelingt es ihm, ein Spiel gut heraus zuarbeiten, eine tüchtige Spielmannschaft heranzubilden, dann wird es gut sein, den Spielern volle Freiheit zu gewähren. Sie wählen sich dann selbst die Spielleiter und führen das Spiel selbständig durch, wobei es nicht ausgeschlossen ist, daß der Lehrer von Fall zu Fall als Berater und Schiedsrichter von den Schülern selbst in Anspruch genommen wird. Im übrigen aber hat der Erzicher immer die oberste Leitung in der Hand zu be­

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halten und über die Spielenden Aufsicht zu führen. Er wird mit Strenge auf die Einhaltung der Spielregeln drängen, feine Rohheit, feine Bosheit und Unsittlichkeit dulden. Schüler, welche gegen die Vorschriften handeln, werden nach erfolgloser Mahnung entweder zeitweise oder für immer vom Spiele auszuschließen sein, geradeso wie jene, auf welche das Spielen einen nachteiligen Einfluß ausübt. Aehnlich ist es auch in den Turnver­einen und ihren Spielabteilungen zu halten. Die Ver­einsleitungen müssen darauf bedacht sein, der Pflege des Spieles ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken, und wenn sich in den Reihen der Vereinsangehörigen Spiel­abteilungen bilden, sie innerhalb des Vereins gewähren lassen. Wenn es gelingt, den Spielern die Ueberzeug­ung beizubringen, daß auch für die Spiele eine tüchtige turnerische Ausbildung förderlich ist, dann werden sie in der Zeit, da Spiele im Freien nicht möglich sind, für den Turnplatz zu gewinnen sein.

Der Explosionsberd auf der Zeche Cotbringen.

( Schluß.)

Abgesehen hiervon ist als Beweis für den Querschlag als Explosionsherd an zu führen, daß die dortige Kameradschaft und der Steiger in dem Schießort mit der schießbereiten 3ündmaschine auf­gefunden wurde. Die Auffindung der Leichen und der Zündeinrichtung an dieser Stelle beweisen, daß unmittelbar vorher geschossen wurde. Dies wird durch bestätigt, daß vor Ort des Querschlages die frisch abgeschossenen Berge sich fanden. Auch lagen in dem Schießort Dynamitpatronen und Zeitzünder.

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Von hier aus ist die Explosion durch die beiden Reviere dem Wetterstrom entgegengeschlagen. Wäre die Explosion von Ort 5 in Flöz G ausgegangen, so wäre die Richtung und Ausdehnung der Explosion voraus­sichtlich eine andere gewesen, da erfahrungsgemäß der Weg der Explosion nicht mit dem Wetterstrom, sondern in entgegengesetzter Richtung verläuft.

Angesichts dieser überzeugenden Tatsachen fragt man sich erstaunt nach dem Grunde, weshalb gewisse Kreise durchaus eine andere Explosionsstelle finden wollen. Jn dieser Beziehung dürfte als ausschlaggebend darauf hin­zuweisen sein, daß in dem Querschlag trotz des drücklichen Befehls, die festgestellten Schlagwetter

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dem Schießen durch geeignete Maßnahmen zu beseit die Sprengschüsse trotzdem und zwar sogar mit mit abgetan wurden. Durch den Querschlag war fleines Flöz freigelegt worden, sodaß hier durch polizeiliche Verordnung die Verwendung von D unbedingt verboten war. Bei dem früheren Ungli der Zeche Osterfeld ist eine genau gleiche Entstehun ursache festgestellt worden. Auch hier machte man sozialdemokratischer Seite den Versuch, eine andere plosionsstelle anzuführen. Man will eben mit dem stehungs ort die Entstehungs ursa che verſchieben.bolt in fonders bedauerlich ist es, daß sogar der sozialdem tische Sicherheitsmann der Zeche Lothringen, fro ihm die oben angeführten überzeugenden Tatsachen bei einer gemeinsamen Grubenfahrt mit dem die U suchung führenden Geheimen Bergrat Cleff darg wurden, bei seiner anderen Auffassung beharrte. J ser Sicherheitsmann unabhängig von seinem sozialde fratischen Verbande? Hier ist der Weg, auf dem Nr. 82

alte Verband die von ihm angeblich angestrebte hängigkeit der Sicherheitsmänner selbst gewährle

fann.

Lediglich das Bestreben, die festgestellte Ursad Explosion in Zweifel zu ziehen, gab Herrn Hue anlassung, einen anderen Explosionsherd ausfindig machen. Von der Gesamtzahl der entschädigungsp tigen Unfälle im Bergbau werden jährlich rund 30 zent als durch die Schuld der Verletzten selbst und Mitarbeiter veranlaßt nachgewiesen. Und wieviele fälle bleiben unerklärt? Hieraus ergibt sich ein tiger Fingerzeig für den Weg zur Erhöhung des terschutzes, nämlich durch eine Stärkung des person Verantwortungsgefühls und des Pflichtbewußtseins einzelnen Arbeiters.

Was ist das? Ein trockener Cubus wird heiß begossen, Raum ist er ertrunken, schon ist er zerflossen, Am Morgen, am Mittag und oft am Abend Jst heiß er begehrt, weil er stärkend und labend, Es gibt keinen besseren Freund der Frauen, Doch nur wenn er fnorrig" ist, darf man ihm tra pang- 10uy I: Bunjo

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