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Um so besser.-- Dann werden sie die Periskop­gläser nicht sehen.

Jmmer höhen wachsen die Linienschiffe im Spiegel­

bild empor.

Leiser Rauch quillt aus den Schornsteinen. Kaum ein Mensch ist zu sehen.-

-

Kaum - Direkt

Sie werden noch in den Hängematten liegen. Desto größer wird die Verwunderung sein. Zeit zum Begreifen. Wie-- Warum? aus dem Schlaf, hinüber in die Ewigkeit. Vielleicht ein kurzer Kampf, hinaus aus der war­men Lagerstatt in das kalte Wasser.- Eine etwas plötzliche Morgendusche. Eine gründliche Reinigung, bevor man vor den höchsten Richterstuhl tritt.

,, Gott sei euch Sündern gnädig", denkt der Flottillen­chef.

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Alle seine Gedanken hält das Rachegefühl umfangen. Keinen Augenblick beschäftigt er sich mit dem eigenen Schicksal, daß auch ihm die nächsten Minuten gleichfalls ein nasses Grab bereiten können.

Jetzt wird's Zeit. Kaum zweitausend Meter kann das Ziel entfernt sein. Ob die anderen nun auch ihre Torpedos feuern werden? Nichts verrät dort oben, daß man eins der Periskope sah.-

Nein näher heran wäre Verwegenheit.

Einen Moment noch zögert er.--- Er hört seinen

Atem klopfen. Bugraum.-

Nun klingelt er hinunter in den Fertig los!"

Der Torpedo wird aus dem Rohr getrieben. Einen Augenblick noch verfolgt er mit angehaltenem Atem im Spiegel des Periskop den Blasenlauf des Ge­schosses.-- Dann weicht der Alpdruck.

Dort drüben hat man die Unterseeboote

bemerkt.

Alle Kanonen sprühen Blitze. Ein dunkler Schauerregen fällt hinab, überdeckt im weiten Umkreis die Wasserfläche.-

Mit größter Eile wird das Periskop hinuntergefur­belt. Man ist durch dieses Manöver blind.

ab=

Mit Hartbackbordruder will der Flottillenchef drehen da- Stoß, der das ganze Boot in seinen Fugen erzittern läßt.

Die drei im Turm liegen mit gedröhntem Schädel auf dem Boden.

Das elektrische Licht verlöscht--- die Maschi­nen stehen still.

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Nach wenigen Sekunden strahlt das Sonnenlicht in die Bulleyes.

Die feindlichen Granaten überschütten den Turm, sie peitschen das Wasser. Hoch spritzt der Gischt auf. Der Matrose am Ruder bemüht sich, mit dem Leut­nant die Turmflappe aufzufurbeln. Unnützes Beginnen. Eine Granate schlägt krachend die Mit aufgerissenen Leibern und Kuppel in Stücke. herausquellenden Eingeweiden fallen die beiden hin­

unter.

Der Flottillenchef noch unversehrt, klettert auf den geborstenen Blechen in die Höhe.

Da reißt eine zweite Grantate den unteren Teil des Turmes fort und nimmt seine beiden Beine mit.- Mit den Händen klammert er sich an einen stehengeblie­benten eisernen Stumpf.--- Noch ist er bei Be­wußtsein, aber er begreift, daß der Blutverlust ihn in wenigen Minuten wird sterben lassen.-

Das Wasser spült halb über ihn hinweg.- Ströme seines Blutes färben es. Durch das Donnern Besatzungen, und seine Brust trampft sich in rasender der Kanonen hört er das Hurragebrüll der feindlichen Verzweiflung zusammen.

Doch während er langsam stirbt, mischen sich dort drüben, zwischen der Linie der Panzerschiffe, wenn auch seinen umflorten Sinnen nur schwach wahrnehm= bar, in die frechen Siegesfanfaren Töne, die sein Herz höher schlagen lassen.

Dumpfe, gewaltige Detonationen überschreien die Hurras, die plötzlich wie abgeschnitten verhallen.

-

Hier und da springen mächtige Wasserfontänen auf, die Kanonen brechen mit ihrem Todesbrüllen ab, als wäre ein Blitz den Geschützmannschaften in die Arme gefallen.--

In der dann folgenden kurzen Grabesstille dringt es wie ein grausiges Todesröcheln aus den Schiffslei­bern empor.

Es war die Vergeltung!"

Der Flottillenchef liegt in den letzten Zügen.

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Ein Wonnegefühl durchschauert ihn. Sein heißer Rachedurst ist gestillt. Köstliche Musik schlägt an

sein Ohr.

Immer neue Explosionen donnern über das Wasser, dazwischen tönt das verzweiflungsvolle Geschrei Ver­brannter und Ertrinkender.

Kommandos und Sirenengeheul. siges Konzert.

Ein grau­

Hier und da taumelt ein Panzer, wie ein Betrun­kener, hin und her. Dann neigt sich der Koloß tiefer tiefer bis er sich nicht mehr auf­richtet. Jetzt sinkt die Reeling ins Wasser.- Das ganze Deck ist sichtbar. Dann ein Sprung

-

das Schiff ist gekentert.

Auf dem Antlitz des Flottillenchefs liegt ein seliges Lächeln.

sanft

Er ist zu glücklich um zu leiden- schlummert er, eingewiegt von den blauen, im Sonnen­licht glitzernden Wellen, die seinen Körper langsam, kosend, von den Trümmern des Unterseebootes hinab­ziehen hinüber-- in ein besseres Jen­seits.

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