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Nordpol- Expeditionen.

willt sind, mitzugehen, sind dann aber auch die treuesten Begleiter, die man sich denken kann, sobald sie definitiv gewonnen sind. Begleiter, die bis zum bittersten Ende ausharren. Das ist erst von der Danmark- Expedition unter Mylius Erichsen wieder bezeugt worden, wo der den Forscher begleitende Eskimo Jörgen Brönlund bei Nacht und Schneetreiben mit dem letzten Rest seiner Kräfte sich vom innersten Ende des Danmark- Fjordes nach dem Depot auf Lambert- Land schleppte und sich dort in einer Felskluft zum Sterben niederlegte mit dem einzigen Gedanken: hier kann meine Botschaft ge­funden werden.( Sie gab Kunde von dem traurigen Geschick des Expeditionsleiters, der ebenfalls elendig­lich zugrunde ging.)

deckte oder sonst sterile Strecken zu durchmessen, ist der Hund als Zugtier unbedingt erforderlich. Und die An­wendung der Hunde wiederum ist nur möglich, weil sie erstens durch den kolossalen Fischreichtum jener Breiten gewissermaßen leicht am Leben erhalten werden können und weil sie zweitens über den festgefrorenen Schnee leicht dahintrippeln, so daß eine möglichst große Ar­beitsleistung erreicht werden kann.

Die Hunde werden nicht mit der Leine gelenkt, sondern durch Zurufe, reagieren auch nur auf eine Stimme, die ihnen bekannt ist, und gehorchen nur einer Hand, die sie eingefahren hat. Meist spannt man 12 vor einen Schlitten, je zwei und zwei sowie an der Spitze als Nr. 13 einen Leithund, der oft soviel kostet,

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Ein japanisches Kirschblütenfest. Eine moderne Hölle.

Ein japanisches Kirschblütenfest.

Japanisches

Kirschblütenfest.

Kroll 1911.

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Eine Kollektion von Pseudo- Japanerinnen.

aus den Operetten Der Mikado" und Die Geisha" um­faßte. In den Pausen zwischen den einzelnen Akten wurden Lichtbilder von der Reise des Kronprinzen nach Ost- Asien und aus Japan vorgeführt. Die Säle des Krollschen Etablisse= ments waren dem Charakter des Festes entsprechend in einen Schiffs- Salon des Norddeutschen Lloyd und in einen japa­nischen Garten mit Teehaus zur Kirschblütenzeit umgewan­delt. Um das ,, Kirschblütenfest" recht malerisch zu gestalten, waren, wie auf unserem Bilde ersichtlich, die an dem Fest teilnehmenden Damen gebeten, möglichst in japanischen Kostümen oder im Matrosenanzug zu erscheinen. Da auch die Berliner japanische Kolonie zahlreich vertreten war, so entbehrte das Gesamtmilieu im Neuen Königlichen Opern­

Unter großer Betei­

der

ligung fand im Mo­nat Dezember im Neuen Königlichen Opernthea­ter in Berlin ein Wohl­tätigkeitsfest zum Besten Wilmersdorfer Vereine vom Roten Kreuz statt, das den Charakter eines japa­nischen Kirschblüten­festes trug.

Das Fest war so gedacht, daß eine mit einem Dampfer des Norddeutschen Lloyd in Japan angekommene Reise- Gesellschaft dort von den Kindern der DeutschenKolonie durch ein Festspiel mit Chor und Orchesterbegleitung begrüßt wurde.

Für den zweiten Akt war ein Konzertabend auf der Deutschen Botschaft in der Nagata- cho in Tokio vorgesehen, wäh­rend der dritte Teil das eigentliche japa­nische Kirschblüten­fest" mit Geisha- Tän­zen und Darbietungen

Das Innere einer Polarwohnung.

Hat der Polarforscher sein Menschenmaterial er gänzt, wobei er sich als guter Diplomat zeigen mußte und mit stets verbindlichem Lächeln scheinbar auf alle, auch die unmöglichsten Forderungen der Eskimos cin­ging, um dann schließlich doch seinen Willen durchzu setzen, so ist für ihn eine weitere Hauptfrage der Ankauf von Schlitten( Narten) und das Einhandeln von Hun­den sowie Futter für dieselben.

Alle anderen Zugtiere und technischen Beförde­rungsmittel müssen absolut versagen, sobald es sich um die Bewältigung weiter Strecken handelt. Besonders in der Antarktis hat man versucht, mit Automobil­Schlitten zu arbeiten. Sowohl Dr. Charkot wie auch Shackleton haben ihn zeitweise benutzt, aber sie sind über einen eigentlichen Versuch auch nicht hinausge­kommen. Wo es gilt, größere, mit Sand oder Eis be­

als die übrigen 12 zusammen, nämlich 25 bis 30 Dollars. Der Leithund ist zumeist ein altes Tier oder eine kleine, schlaue Hündin. Auf ihn muß sich der Führer verlassen, denn die übrigen bilden in ihrer Gesamtheit nur eine faule, mürrische Bande, die nur gezwungen arbeitet und mit allen möglichen Eigen­schaften behaftet ist, wie Feigheit, Eifersucht und vor allem Futterneid. Das Gewicht eines Hundes beträgt im Durchschnitt 40 Pfund. Er erscheint fett, ist aber de facto hundemager. Die Färbung der Tiere ist ver­schieden: schwarz, rötlich, bunt, blendend weiß und wolfsgrau. Die Ohren fast immer spitz. Die Hunde be­dürfen keines Obdaches, sind vielmehr stets, auch bei fürchterlichster Kälte und heftigsten Schneestürmen im Freien und lassen sich während der Ruhepausen fast gänzlich einschneien. Sie bedecken ihre Schnauze sehr

Dran vom Dschebel Murdschadscho gesehen. In Oran betreten die Rekruten für die Fremdenlegion zum ersten Male afrikanischen Boden.

Fort St. Jean in Marseille. ( Der Sammelpunkt der Fremden­legionäre.)

hause nicht der Echtheit und die Original- Japaner gaben im Verein mit den Pseudo- Japanerinnen ein interessantes Bild.

Eine moderne Hölle.

Die französische Frem denlegion, die schon seit langem das ,, Schmerzens­kind" für die deutsche Re­gierung geworden ist, hat fürzlich wieder einmal von sich reden gemacht. In dem Grenzort Avricourt wurde ein französischer Werber mit einem neuen deutschen Opfer dingfest gemacht. Ein Beweis, daß die französischen Agenten immer wieder versuchen, neue menschliche Beute für die ,, moderne Hölle" in Afrika zu ergattern. Diesmal sogar inner­halb der schwarz- weiß­roten Grenzpfähle.