nigstens, und daß die beiderseitigen Interessen am besten gewahrt und gefördert werden durch eine friedliche Verständigung beider Parteien. Sie stehen also in einem bewußten und scharfen Gegensatz zu den freien, den christlichen und den Hirsch- Dunderschen Gewerkschaften. Von den verschiedenen gelben Organisationen haben nament lich die Werkvereine in der letzten Zeit einen über= be raschenden Aufschwung genommen. Es stehen heute in Deutschland, insbesondere in Rheinland und Westfalen, in Sachsen, Bayern, Berlin, Wasser= fante usw. bereits mehr als 100 Wertvereine mit etwa 100 000 Mitgliedern, und fast täglich treten neue Werkvereine hinzu. Die Tagung gab Ausschluß über den augenblidlichen Stand und die Aufgaben der wirtschaftsfriedlichen( gelben) Arbeiterbewegung. Aus dem Bericht über den Stand der Bewegung sei noch hervorgehoben, daß in Südwestdeutschland die Bewegung ebenfalls rüftig vorwärts geschritten ist. Es bestehen jetzt Werkvereine in Frankfurt, Mannheim, Ludwigshafen, Rastatt, Werk= Karlsruhe usw, Die Gründung von weiteren vereinen wird vorbereitet. Der Vorsitzende des Berliner Werkvereins machte die Mitteilung, daß der Gesamtverband der Metallindustriellen Deutschlands beschlossen hat, daß fünftig bei Aussperrungen solche Arbeiter, die einem Werkverein oder einem auf gleichem Boden stehenden Unterstützungsverein mindestens seit einem halben Jahr angehören, nicht ausgesperrt werden dürfen. Der Verband hat weiter gestattet, daß bei Arbeiteraussperrungen Wertvereinsmitglieder, die seit einem Vierteljahr Mitglied jind, nicht ausgesperrt werden. Dieser erfreuliche Beschluß bedeute einen großen Fortschritt der Wertvereinssache und werde bei der Agitation gute Dienste leisten. Diese Mitteilung wurde von der VerEs jammlung mit großem Beifall aufgenommen. wurde beschlossen, den nächsten Verbandstag in A u g s burg abzuhalten.
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In Anwesenheit des Präsidenten des deut= schen Landwirtschaftsrates Grafen von Schwerin Löwitz und des badischen Ministers des Innern v. Bodmann tagte in Baden- Baden der ständige Ausschuß dieser Korporation. Es wurde u. a. eine Erklärung beschlossen, die sich für die Herabsetzung der Zuckersteuer ausspricht. Der weitere Aufschub dieser Maßnahme, heißt es, wäre nicht nur unwirtschaftlich, sondern auch finanzpolitisch verfehlt. Weiter wurde erflärt, daß evtl. eine mäßige, voraussichtlich bald wieder
entbehrlich werdende Erhöhung der Matrikularbeiträge,
so bedauerlich dies an sich auch sein würde, doch jeder neuen Reichsbejizzsteuer vorzuziehen sei.
Frankreich.
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Italien.
Rom, 1. Juli. Der Senat nahm heute die Gesetzesvorlage betreffend die Errichtung eines Kolo nialministeriums an.
Belgien.
Brüssel, 2. Juli. Nach dem offiziellen Kongreß- Schluß hielt der Generalrat der belgischen Arbeiterpartei eine geheime Sizung ab, in der die Sammlung eines Streiffonds von 25 Millionen behufs Veranstal des tung eines mehrwöchigen Generalstreits zu Ende Jahres beschlossen wurde. Mehrere liberale Millionäre erklärten sich bereit, zu diesem Fonds beizusteuern.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 3. Juli 1912.
Der Finanz ausschuß der Ersten Kammer hielt am Samstag unter Vorsitz des Grafen Erbach- Fürstenau am Vormittag und nachmittag ohne Regierungsvertreter eine allgemeine Besprechung über die Regierungsvorlagen, betreffend die Beamtenund Lehrerbesoldungsreform und die Schuldentilgung ab. zur eigentlichen Beratung und Beschlußfassung über diese Vorlagen wird der Ausschuß erst am ſten Donnerstag zusammenkommen, nachdem inzwischen von dem am Dienstag zusammentretenden Plenum der 3weiten Kammer die Beratung über diese Vorlagen vollzogen worden ist. Die Erste Kammer wird darnach in der zweiten Juliwoche sich mit den Vorlagen zu beschäftigen haben.
näch
seltene Vorträge bietet.
Der Berhaftete if
fanische Männer- Quartett mit hören, das gewiß für hie aiferfette o Klein Linden, 30. Juni. Sein 25jährigesdungstüde Stiftungsfest feierte gestern und heute der Gesangverein ahmt wurden.
„ Harmonie".
Witte
triebsjahres wurden im hiesigen Gemeindebad 930 Wangen zu verzeic o Großen Linden. Während des ersten Bemie dehnt sich
nen und 2010 Brausebäder verabreicht.
*) Hungen. Das 29. Lahntal- Sängerbundes
er Berfonen g
Salle
fest wurde hier am Sonntag in Verbindung mit demit einer Woche stand unter dem Ehrenvorsitz des Fürsten Georg von Ausschreitung Jubelfest des Gesangvereins„ Eintracht statt. Das Felpetts im Austo
Solms- Braunfels. Es war eines der schönsten Sänger mit blanter Waf
feste, das je in Oberhessen abgehalten worden ist.
o Treis- Horloff. Hier wurde auf Anreg
den Dienst der Jungdeutschland- Bewegung stellen.
baftet.
***
Brau
Preisgabe der
ung des Lehrers Kraushaar ein Turnverein mit eine folge ist von Mitgliederzahl von 50 Personen gegründet. Neben den teilweißes 6 Pflege der Turnsache wird sich der Verein auch ganz inden ruffifden Df Nieder Weisel. Der Gesangverein„ San gerbund" feierte am 30. Juni fein 10. Stiftungsfeit. Dreieichen hain. Der Gesangverein San gerfranz feierte am 30. Juni sein 50jähriges Fahnen Jubiläum.
Augs
ellvertretende D
ichen Distonto
am 12. Sep
erver Million fli ):(' Wallertheim. Altbürgermeister Dechert Athen verhaft der am 24. April noch seinen 90. Geburtstag in voller unter Zubi Gesundheit feierte, ist nach furzem Stranfenlager geftor ahren Gefängni Lond
ben.
o Lauterbach. Der große forstliche Lehrgangienstboten und welchen der Verein für Privat- Forstbeamte Deutschlandsandern in feltjar unter Leitung des Freiherrlichen Forstrats Eulefeld hierollen sich geg abhielt, ist nun nach vierwöchentlicher Dauer beendet.
o Beuern, 30. Juni. Heute wurde hier da Detanats- Missionsfest des Dekanats Gießen abgehalten das mit der Ordination des aus unserer Gemeinde ge bürtigen Missionars Heinrich Walther verbunden wa Dorf und Kirche waren auss schönste geschmüdt.
):( Aus dem Hinterlande. Das Proje der Hinterlandbahn Wetzlar- Gladenbach- Biedenkopf den Ortsvorstehern bezw. Bürgermeistern der in B tracht kommenden Orte zur Einsicht übersandt. Wie ma hört, soll die projektierte Strede von Krupps Bergve waltung in Essen und sonstigen Hütten- und Bergwe besitzern tatkräftig unterstützt werden.
):( Celle. Die beiden 3igeuner Gebrüde Ebender, die bei Fulda den Förster Romanus schossen und einen Gendarmen und zwei Bauern ang schossen haben, sollen sich, wie der Gendarmerie geme det wird, im Landkreise Celle aufhalten. Trotz aller e denklichen Maßnahmen ist es bisher nicht gelungen, de Mörder habhaft zu werden.
Die Zweite Kammer der hessischen Stände trat gestern Dienstag zu ihrer 32. Sizung zusammen. Auf der Tagesordnung, die 22 Punkte umfaßte, standen an erster Stelle die Regierungsvorlage über die Dienstbezüge der Staatsbeamten und Volksschullehrer und ):( Dillenburg. Durch das am 1. Juli e ihrer Hinterbliebenen, sowie die Deckungsmittel, und ferner die Regierungsvorlage, den Gesetzentwurf über die folgte Infrafttreten der Novelle zur Reichsversicherungs Tilgung der Staatsschuld betreffend. Der Finanzausordnung ist auch für den Dillkreis ein Versicherungs amt geschaffen worden bezw. ins Leben getreten. schuß der Zweiten Kammer hat sich bereits in einer Reihe von Sizungen mit den beiden Vorlagen befaßt. Er hat sich für die Ausbesserungen ausgesprochen. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer fam ferner bei seinen Beratungen zu der Ueberzeugung, daß eine ge= feßliche Tilgung sowohl der Eisenbahn- als der sonstigen Schuld absolut erforderlich ist, jedoch ist er in der Frage, in welcher Höhe diese Tilgung vorgenommen werden soll, anderer Meinung als die Großh. Regierung. Nach seinen Anträgen sollen dem Ausgleichs- und Tilgungsfonds für den ordentlichen Staatshaushalt nicht bis zu 1 500 000 Mart, sondern bis zu 2 000 000 Mt. jährlich entnommen werden dürfen. Der Ausschuß hat ferner beantragt, den Höchstbestand des Fonds von Mt. 6 000 000 auf 8 000 000 mt. hinauszusetzen, und die Beträge, die ihm darüber hinaus zufließen, nicht nur zur weiteren Schuldentilgung zu verwenden, sondern über sie gegebenen Falles auch im Hauptvoranschlag zur Deckung von Ausgaben der Vermögensrechnung zu Des weiteren hat der Finanzausschuß dem verfügen. Entwurf noch einen neuen Artikel 12a eingefügt, der besagt:„ Die Tilgungssumme nach den Artikeln 1 und 2 vermindert sich in den Etatsjahren 1913 bis 1917 um die nachstehenden Beträge: 1913 um 500 000 t., 1914 um 400 000 Mt., 1915 um 300 000 Mt., 1916 um 200 000 Mt. und 1917 um 100 000 Mart. Abzuwarten bleibt nun, welche Stellung die Erste Ständekammer zu den angedeuteten Vorschlägen einnehmen wird. n Gießen. Der Großherzog hat den Privatdozenten Dr. Ernst Vogt zum außerordentlichen Professor bei der philosophischen Fakultät der Landes universität mit Wirkung vom 1. Juli 1912 an ernannt.
• Paris. Die Kammer nahm den Protef= toratsvertrag betreffend Maroffo mit 460 gegen 79 Stimmen an. In Maroffo verfügt Frankreich gegenwärtig über Truppen, die sich in Westmaroffo auf 32 000, im algerisch- maroffanischen Grenzgebiet auf Das vom Ministerpräsiden 11 000 Mann beziffern. ten angekündigte Gelbbuch über Marokko behandelt die französisch deutschen Vorbesprechungen. Paris, 1. Juli. Die Kammer setzte im weiteren Verlaufe der Nachmittagssitzung die Beratung der Wahireform fort. Artikel 1, der früher zurückgestellt worden war, wurde genehmigt. Der erste Teil davon, der festsetzt, die Deputierten durch Listen- wahl zu wählen, wurde mit 509 gegen 42 Stimmen, der zweite Teil, der eine Vertretung der Minderheiten vorsicht, mit 452 gegen 71 Stimmen und der ganze Artifel mit 510 gegen 77 Stimmen angenommen. Die Weiterberatung wurde sodann vertagt.
* Paris, 1. Juli. Der„ Excelsior" veröffentlicht eine Unterredung seines Londoner Korrespondenten mit Lord Beeresford, der unter anderem gesagt habe, die jüngst von der englischen Regierung im Mittelmeer getroffenen Maßnahmen seien gleichbedeutend mit der Räumung des Mittelmeeres. England be sitze im Mittelmeer nicht mehr die Oberherrschaft, der Weg nach Aegypten und Indien sei auf eine Teilstrecke freigegeben. Auf die Frage, ob der französischen Flotte infolge irgend welcher Abmachungen der Schutz der eng lischen Interessen im Mittelmeer anvertraut worden sei, antwortete Beeresford: Ja, ich glaube es. Ich könnte derartige Vereinbarungen nicht billigen. Könnte Eng land denn nicht, wenn es jemals nötig sein sollte, a uf den Kontingent rechtzeitig 100 000 Mann fen? fragte der Korrespondent. Antwort: Nein! England ist zu einer solchen Anstrengung unfähig. Frankreich könnte übrigens die Aufgabe, die französisch- englischen Interessen im Mittelmeer zu vertreten, nicht ent sprechend erfüllen, denn Italien und Desterreich werden im Jahre 1916 zusammen 14 Ueber- Dreadnoughts ha ben, die Franzosen nur 9. Gegenwärtig bauen Italien und Desterreich 6 Ueber- Dreadnoughts und Frankreich hat nur 2 auf seinen Werften. England fan feine Oberherrschaft zur See nicht aufgeben, ohne abzudanfen. Schiffe, Schiffe und wieder Schiffe mit den ent sprechenden Mannschaften, das ist es, was wir brau chen.
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n Gießen, 1. Juli. Die medizinische Fakultät hat Herrn Ernst Leiz jun., Mitinhaber der optischen Werkstätte in Wetzlar, wegen seiner Verdienste um die Förderung der Mikroskopie zum Ehrendoktor
ernannt.
n Gießen, 1. Juli. Heute feierte unsere Lan= des universität ihr Jahresfest in gewohnter alter Weise. Um 11% Uhr fand der Festakt in der neuen Aula statt, bei dem der Rektor die Festrede über„ Die Lebensgeschichte des Aethers" hielt. Anschließend hieran teilte er die Geschichte der Ludoviciana im vergangenen Jahre mit und verkündete die Ergebnisse der für 191112 gestellten Preisaufgaben. An dem Festessen in Steins Garten nahmen Dozenten und Beamte teil.
n Gießen. Der Abschluß für das städtische Elettrizitätswer! 1911-12 liegt jetzt vor. Danach hat sich die Produktion von 1 384 000 Kilowattstunden auf 1 489 000 Kilowat, stunden vermehrt. Trotz der Herabsetzung des Strompreises um 10 Prozent( von 50 auf 45 Pfg. d. Kwft.) beträgt die Mehreinnahme für Strom gegenüber dem Vorjahre rund 26 000 Mt.
n Gießen, 3. Juli. Das heute Abend in Steins Garten stattfindende 4. AbonnementsKonzert der hiesigen Regiments- Kapelle verdient einen vollen Besuch. Man wird dabei das 1. deutsch- ameri
):( Mainz. Der Präsident der Kgl. Pre ßischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahnbirefti Mainz, Dr. Michaelis, erlitt gestern im 3uge a seiner Rüdfahrt von Frankfurt nach Mainz bei Relite bach einen Schlaganfall und war sofort to Dr. Michaelis hat am 10. September 1908 die Geschä der Eisenbahndirektion Mainz übernommen.
):( Worms, 1. Juli. Kommerzienrat Kleme Trumpler ist heute früh im Alter von 72 Jahr gestorben. Trumpler war erster Vorsitzender Nationalliberalen Partei des Wahlkreises Worms- He penheim- Wimpfen, Vorsitzender des Aufsichtsrates Vereinsbank, Präsident der Musikgesellschaft und Liedertafel und gehörte noch zahlreichen anderen B einen als Vorstandsmitglied an. Er hatte sich in Neue ahr, wo er zur Stur weilte, eine Erfranfung zugezoge der man zunächst keine große Bedeutung beimaß, aber jetzt den herbeiführte.
):( Worms. Die Verkehrskommission hat b schlossen, das deutsche Fest am 1. und 2. Gept mit einer Vorfeier am Samstag, den 31. Auguit, veranstalten.
):( Erbach. Hier wird am 18. Juli im Schütze hof eine Versammlung stattfinden, um eine neue hafte Agitation für das Bahnprojekt Würzburgtenberg- Erbach- Heppenheim- Worms- Kaiserslaute zu beraten und einzuleiten.
):( Königstein, 2. Juli. Die Großher30 von Luxemburg( Infantin von Portugal) wird für nächsten Tage zum Kuraufenthalt hier erwartet. Großherzogin- Mutter ist auf ihrem Schlosse bereits d getroffen und gedenkt ihren Aufenthalt auf drei nate auszudehnen.
):( Rönigstein, 30. Juni. Unter dem Verdo Mitschuldiger an dem Cronberger Mord zu fein, w gestern Abend ein hier arbeitender, 34 Jahre alter Ma aus Epstadt verhaftet.
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::: Köln, 2. Juli. Die Kriminalpolizei ve haftete den Bruder des am Diebstahl d
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