Einzelbild herunterladen

te

SE

St

t.

PRIREE URESN

er

16

Te

53

T=

It=

ote

[=

It,

er

It.

tg

er

fe=

en

ne

M=

2

t

t

=

ut

=

8

gen

or,

der

In

Без

im

gt

De

Den.

zur

Jer=

Ber

in

m=

ine

att,

gen

Als

fich

ote

Dies

Jen,

ein

der

den

Da

tells

und

fich

ren

tuß­

Boll

ider

und

äufer

Bab­

Telbft

achte

alle

Tage

7 vers

18 tch

n der

fannt

zefter

Stefe

Brich­

e, und

Immer

Wahn­

e fort.

Fort!

Ich be

chuldig

n dem

on ha­

Ver­

Alibt

Wirt­

Aran­

woren,

en. Wir

inbung

Gelbe

Brand einer Dynamitfabrik. Sonnabend abend brach in der Dynamitfabrik Schleebusch bet Cöln in dem Drehraum der Fabrik Feuer aus, das sich blitzschnell perbreitete und einen sehr gefährlichen Eindruck machte, Es wurden sofort ba Alkoholexplosionen stattfanden.

alle Leitunglen nach den übrigen Teilen der Stadt ab­geschnitten und die ganze Anlage in weitem Umkreise abgesperrt. Dem raschen Eingreifen der Arbeiter und den vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen ist es zu dan­fen, daß ein weiteres Umsichgreifen des Feuers ver­hindert wurde. Der Einwohnerschaft bemächtigte sich eine begreifliche Erregung.

Brandstiftung in einem Gefängnis. Um wieder Ins Buchthaus zurückzukommen, legte im Gefängnis zu Vogtberg der frühere Häusler Fidert aus Tiefenbrunn Feuer an. Mit Mühe tonnten die in dem brennenden Flügel internterten 36 bettlägertgen Gefangenen geret­tet und der Brand gelöscht werden. Als der Gefängnis­inspektor den Brandstifter in seinem Versteck entdeckte und festnehmen wollte, wurde er von diesem durch meh­rere Messerstiche verwundet, so daß er Stilfe herbeiho­len mußte. Als Wache und Boltzet tamen, fand man Fidert, der schon 22 Jahre Zuchthaus hinter sich hat, rhängt vor.

Der Dank des Junggesellen. Aus Königsberg wird der Frtf. 3tg." geschrieben: Ein richtiger Jung­gefelle war es nun allerdings nicht, sondern ein seit vielen Jahren verwitweter, kinderloser Herr, ein ret­her Kaufmann, der bei seinem kürzlich erfolgten Able= ben nicht nur der Stadt Königsberg eine hübsche Summe vermacht, sondern auch etwa 30 Frauen und Mädchen Königsbergs Legate ausgesetzt hat. In allen Gesell­fchaftskreisen war er eine bekannte und beliebte Berfön­lichkeit, besonders gern brachte er dem weiblichen Ge­schlecht seine Huldigungen dar, und er hat nun für all bie empfangene Gastfreundschaft, Sympathie und viels leicht auch für manche kleine Gunstbezeugung seinen Dant in der Weise abgestattet, daß er die Frauen Mütter und Töchter, die in irgend einer Art sein ein­fames Dasein durch Freundschaft oder Liebenswürdig= teit verschönten. in seinem letzten Willen bedacht. Damen der Gesellschaft, Lehrerinnen und junge Haus­töchter befinden sich unter den Glücklichen."

Der schlaue Gockel. Auf dem Augsburger Wochen­markt war am letzten Sonnabend ein stolzer Hahn set nem Käfig entflohen. Er wurde lange herumgeheßt, Iteß sich aber nicht fangen und ließ sich schließlich auf etnem Trambahnwagen nieder. Unter allgemeinem Hal Loh, aber unangefochten, fuhr der Gockel auf dem Wagen nach Oberhausen zur Stadt hinaus. Heute stehen Ste nun schon zum fünfundzwanzigstenmal vor den Schranken des Gerichts!" Stromer: Da vermiß ich eigentlicy den Blumenstrauß auf dem Gerichtstisch."

Unverfroren. Richter:

Ein Bankkrach vor Gericht.

Der Zusammenbruch der Niederdeutschen Bank in Dortmund wird nunmehr am fommenden Montag, nachdem die umfangreichen Voruntersuchungen abge= schlossen find, eine eigens zu diesem Zwecke gebildete Hilfskammer der ersten Straffammer beschäftigen. Der Umfang der Straftaten hat es notwendig gemacht, sie In verschiedenen Abteilungen vor Gericht zu erörtern. Infolgedessen wurden von den strafrechtlichen Vergehen, bie zu dem Zusammenbruch der Bank führten, zunächst die Depotunterschlagungen herausgeschäft, die zuerst Gegenstand der Verhandlungen sein werden. Als An= getlagte erscheinen hier Bankter Ohm, Bankdirektor Schmitt und Profurist Benner.

Der Zusammenbruch der Niederdeutschen Bank hat im rheinisch- westfälischen

400000

400000 Mart erschwindelt.

Ein großes Betrugsmanöver, das in seiner Art in der Kriminalistik wohl einzig dasteht, ist von der Ber­liner Kriminalpolizei aufgedeckt worden. Der Täter, ein 34 Jahre alter Gerichtsschreiber in Berlin namens Möller, ist verhaftet. Diefer, der als Bogenschreiber be­schäftigt, aber wegen Krankheit seit längerer Zeit beur­laubt war, machte einen vertrauenerweckenden Eindruck und verschaffte sich dadurch, daß er sich Dr. H. Mertini nannte und sich für einen Gerichtsaffessor, einen Stabs­arzt a. D. oder einen früheren Arzt der Charitee aus­gab, Eintritt in alle Gesellschaftstreise. Dabei betrieb er Patentschwindeleien im großen.

Möller spiegelte den Leuten vor, daß er sehr gute Beziehungen zu einem Geheimrat im Ratserlichen Ba­tentamt habe. Merkwürdig war, daß sich die Leute, die sich von ihm überreden ließen, nicht nur nicht nach dem Namen des befreundeten Gehetmrats", sondern auch nicht einmal nach der Art des Patentes und des Ge­fchäftes überhaupt weiter erkundigten. Dr. Mertini" machte sie schon allein dadurch sicher, daß er ihnen er­zählte, dte mit ihm in Verbindung stehenden Firmen häften große Summen bet der Depottasse des Patent­amtes hinterlegt, und diefes Geld set sein Verdienst, wenn das von ihm bearbeitete Patent durchgehe. Um diese Vorspiegelung glaubhaft zu machen, ließ sich der Schwindler Formulare mit der Aufschrift Depofstelle Er füllte sie des Kaiserlichen Patentamtes" drucken. dann sorgfältig aus, sette eine beliebige Journalnum­mer darauf, versah sie mit einem unleserlichen Namen und steckte ste in ein amtliches" Kuvert, auf dem er ebenfalls den Kopf des Kaiserlichen Patentamtes fälsch= te und das er dann mit nachgebildeten Siegeln verfah. Diese Depotformulare stellte er auf 4000 bis 80 000 Mark aus. Er erzählte den Leuten, daß sie durch die Hinterlegung dieser Briefe selbst für den Fall, daß er plößlich sterben sollte, vollkommen gesichert feiten. Denn bas Patentamt set dann gezwungen, ihren Betrag, die " Einlage" ohne weiteres ant sie herauszuzahlen. Zu­nächst begnügte sich der Gauner damit, sich von seinen Opfern fleinere Beträge geben zu lassen. Diese zahlte er ihnen dann je nach der Größe des Patentes und der Bett, die dessen Durcharbeitung beanspruche, mit hohen Dividenden" zurück. In der Regel dauerte das vier bis sieben Monate. Durch diese prompte Rückzahlung ficher gemacht und den hohen Gewinn gelockt, gaben die Leute dann bald auch größere Summen her. Es ge= nügte ihnen, wenn Dr. Mertini", der einen höchst so­liden Eindruck machte, ihnen nur die" Dofumente" und Hinterlegungspapiere" vorlegte. Ste dachten gar nicht daran, daß sie gefälscht sein könnten. Nach den bishert­gen Ermittlungen hat Möller in Jahresfrist über 400 000 Mart ergaunert. Wahrscheinlich aber ist es noch viel mehr. Denn vermutlich hat er noch weit mehr Leute geschädigt, als bisher Anzeige gemacht haben.

Die großen Betrügereten kamen dadurch an den Tag, daß einer der Kapitalisten an dem Dr. Mertint" doch etwas zweifelte, und seine Bedenken dem ihm be­fannten Kriminalfommissar Kuhn mittellte. Dieser ent­larvte den angeblichen Gerichtsaffeffor. Möller führte ein Doppelleben. Während er zu Hause, im Kreise set­ner Opfer und früher auch auf dem Gericht den ein­fachen und soliden Mann fptelte, war er außer Sicht­weite dieser Kreise Lebemann, der das Geld mit vollen Händen ausgab. Die Polizet verhaftete ihn in dem Au­genblicke, als er eine vornehme Weinstube in der Leip­zigerstraße betrat. Man fand in seiner Westentasche nicht weniger als 107 000 Mart in braunen und blauen Schet­nen, die ihm sofort abgenommen wurden. Möller hatte die Absicht, sich in nächster Zeit mit einer jungen Dame zu verheiraten. In der Wohnung seiner Braut fand man für 15 000 Mart Gold- und Brillantschmucksachen usw., die er ihr aus dem erschwindelten Gelde gekauft und geschenkt hatte.

Der Ernst der Lage in Tripolis.

Die wachsenden Schwierigkeiten, denen die Italiener auf dem tripolitanischen Boden begegnen, zeigen thre erste Wicfung: Ein Nachschub für das Expeditionskorps in der Zahl von 10 000 Mann soll in den nächsten Ta­gen nach Tripolis abgehen, um die Garnisonen in den besetzten Hafenstädten zu verstärken. Also an Blut włe an Geld steigen die Kosten des frohgemut unternom­menen Spazierganges, und sie werden noch weiter stet­gen. Der türkische Botschafter in Berlin hat daher wenigstens in dieser Beziehung- völlig recht, wenn er einem ihn über die Friedensaussichten befragenden Interviewer mit orientalischer Gelassenheit erklärte, die Türkei tönne mit Ruhe warten, ste verltere bet der Hinausziehung des Kriegszustandes so gut wie nichts, wohl aber talten. Man beginnt auch allmählich in

rüber hinaus nicht minder großes Aufsehen erregt und ebenso schwerwiegende Folgen gezeitigt, wie seinerzett der Konkurs der Leipziger Bant. Der Direktor Ohm hatte es verstanden, durch Gründung von zahlreichen Filialen- Insgesamt 29 den Geschäften der Bank einen außerordentlichen Umfang zu geben. Gerüchte, daß es mit der Bank nicht besonders gut stehe, waren schon längere Zeit vor der wirklichen Katastrophe im Umlauf, Ohm wußte aber die gegen ihn und seine Ge­schäftsmethode laut werdenden Bedenken durch prompte Auszahlung gekündigter Einlagen und Depots zu zer­streuen. Um so größer war da der Schrecken der vielen tleinen Sparer und Einleger, als sich der wirtschaftliche Rusammenbruch nicht mehr aufhalten ließ. Es sollen durch die Bant insgesamt etwa 50 millionen Mark ver­loren gegangen sein. Als Hauptschuldtaer allt nach wie vor Ohm, der als tüchtiger, aber etwas leichtfertiger Geschäftsmann geschildert wird und einen sehr lururid­fen Haushalt führte. Auf ihn ist die Geschäftsmethode der Bank zurückzuführen. die schließlich mit den ſtrupel- Italien nachdenklich zu werden; der lärmende Jubel losesten Mitteln wirtschaftete. Um den schlechten Stand der Bilanzen zu verdecken und vor allem, um die faut­len Debitoren aus den Büchern herauszubringen, wur­den, wieder mit den Mitteln der Bank, Tochtergesell­schaften gegründet. Diese dienten dann dazu, dem Mut­terinstitut durch Wechsel Geld zu verfchaffen.

Das ist ja ungeheuerlich, Herr Richter. In diesem Falle wäre ich ebenso schuldig wie der Verbrecher selbst." Na, da erklären Sie mir doch endlich die Sache!" rlef Herr von Scharffenstein mit schlecht verhehltem Aerger.

" Ich darf es nicht!"

" Aus welchem Grunde? Aus falschem Anstands­gefühl? Wollen Sie tene tote Frau schonen? Das ist doch lächerlich! Sie dürfen die Galanterie nicht ins Groteske übertreiben."

Was Ste auch sagen und denken mögen, es wider­spricht meinem Gefühl, hier zu sprechen."

" Das hat gar keinen Sinn, nehmen Sie mirs nicht übel! Ich wiй Ihnen helfen: Frau von Marleben ist als Mädchen von Ihnen geltebt worden, Ihre Liebe wurde erwidert, Ste verkehrten zwei Jahre lang mit thr und mieden ihre Nähe, da Ste sie als Frau wieder­fahen. Nachdem Sie aber wieder in thre Nähe gekom­men, sind vielleicht alte Erinnerungen geweckt worden, Ste find vertraulicher mit einander geworden " Nein, nein!" rief Waldow. Von dem, was Ste zuletzt sagten, kann gar keine Rede sein. Aber woher wiffen Sie das andere alles?"

" Von einer Ihnen sehr nahestehenden Dame." " Wie? Von ihr? Sie hat mich verraten?" " Jawohl, von Fräulein Heinroth selbst. Und zwar nur zu Ihrem Besten. Nennen Ste es nicht Verrat, ich kann es nicht dulden, daß Sie dieses Wort auf eine Dame anwenden, die meine höchste Verehrung und Sochschätzung befizt. Fräulein Heinroth steht in Ihrer ngelegenheit flarer als Sie selbst. Sie fühlt, daß Ste aus irgend welchen übertriebenen Rücksichten schweigen. Wollen Ste mich nun aufklären?"

Erinnern Ste mich, bitte, nicht mehr daran! Ich kann es nicht. Es ist mir zu gräßltch."

Dabet blteb der Doktor. Was auch der Unter­fuchungsrichter sagen, wie sich dieser auch bemühen

und die Begeisterung, die früher die zum Kriegsschau­plab abfahrenden Truppen bet threm Abschied um= brausten, ist merklich stiller geworden und ernsterer Stimmung aewichen. Man weiß tros der überaus stren­schon viel Blut an der tripolitanischen Küfte geflossen ist und wohl noch viel mehr fließen wird, und auch in

mochte, thn zu einem Geständnis zu bringen, er schwieg schließlich ganz und antwortete nur durch Achselzucken und verlegenes Mienenspiel und starrte traumverloren vor sich hin.

Lassen Sie Herrn Grulich etntreten!" befahl der Untersuchungsrichter.

Doktor Waldor fuhr zusammen. Auch das noch! Es sollte ihm, wie es schten, kein Tropfen des bitteren Kelches erfpart bleiben.

Der dicke Agent mit dem schwammigen Gesicht, der Tangfam heretnfam, machte heute einen viel vorteilhaf­teren Eindruck als an jenem Tage, an dem ihn Herr von Bardekow in setnem verbrauchten Schlafrock gesehen hatte. Der schwarze Gehrock, der seine speckige Fülle umschloß, war ja allerdings auch nicht mehr die letzte Neuheit und zeigte an einigen Stellen die Spu­ren schlecht fortgertebener Flecke, die manche genoffene Mahlzelt dort hinterlassen hatte; aber das weiße, blanke Vorhemd war tadellos, eine dicke, goldene uhrkette thronte auf der welt ausgeschnittenen Weste an der be­häbigsten Stelle setner leiblichen Rundung, und am fleinen Finger der linken Hand blitzte ein Brillantring. Kurz, Herr Grulich war heute auf jeden Fall ein Mann, der sich sehen lassen konnte. Dessen schten er sich auch voll bewußt zu sein, denn er grüßte die anwesenden vier Herren mit einer Freundlichkeit und Unbefangen­hett, als wenn es sich um ein für ihn sehr angenehmes Geschäft handle, während Doktor Waldom mit zusam­mengepreßten Lippen verächtlich an ihm vorbeischaute.

" Ste nennen sich," so begann von Scharffenstein, nachdem er in seinen Akten geblättert hatte, Agent für Mobilten, Herr Grulich. Was verstehen Sie darunter?"

Was der Ausdruck besagt, Herr Richter. Agentur­geschäfte für bewegliche Gegenstände. Allerdings ist der Begriff für mich eng begrenzt," setzte er verschmitt blin­zelnd hinzu.

der großen Maffe dämmert allmählich die Erkenntnis auf, daß pfadlose Wüste, glühender Sand und ein fana­tischer, des Landes fundiger Feind ernstere Gegner sind, als einige alte Befestigungen, die modernen Schiffsge­schützen fast widerstandslos zum Opfer fallen missen. Siegesjubel in der Türkei.

Konstantinopel, 30. Oftober. Die türkische Presse jubelt über die türkischen Erfolge in Tripolis." Sabah" sagt, der Sieg enthülle die große Kraft des Osmanen fums und die Treue der Araber. Den Blättern wurde verboten, Mitteilungen über den Durchzug titrkischer Offiziere durch Aegypten nach Benghast sowie über den Versand von Geld und Lebensmitteln durch Aegypten zu machen. Allerlei Gerichte aus Tripolis.

Konstantinopel, 30. Oftober. Der Jfdam" ver­öffentlicht die sensationelle Nachricht, daß die italienische Flotte die Reede von Tripolis infolge hohen Seeganges verlassen mußte und sich auf die hohe See zurückgezogen hat. Die Türfen und Araber benutzten diese Gelegen= hett, um nach einem heftigen Kampf einige Forts vont Frivolis zu erfirmen. Nach anderen Meldungen sollen die Türken und Araber nach blutigen Kämpfen, bet de­nen mehrere tausend Italiener in Gefangenschaft gerie­ten, Tripolis und Renabafi wieder genommen haben. Wieder andere Gerüchte besagen, die Türken bätten die Italiener nach fiegreichem Gefecht aufgefordert, die bet­den Städte zu räumen. Diefe Meldungen werden vont verschiedenen Ministern dahin modifiziert, daß die Ita­Itener einer Depesche aus Malta zufolge fild!! ch vort Tripolis entscheidende Niederlagen erlitten und sich auf Tripolts zurückgezogen hätten, um Verstärkungen abzu­warten.

Ene Wendung in China?

Nach den letzten aus Peking eingetroffenen Mel­dungen scheint im chinesischen Aufstandsgebiet eine Wendung zugunsten der Regierung eingetreten zit felm. Nach Petersburg gelangte verläßliche Meldungen be­sagen, daß die Regierungstruppen überall siegreich vordringen. Sie haben die wichtigsten von den Auf­ständigen besetzt gehaltenen Punkte wieder zurück­erobert.

Dazu wird aus Peking noch weiter gemeldet: Die Revolutionäre haben dem Vormarsch der Regie­rungstruppen auf Santau nur geringen Widerstand entgegengesetzt. Behin Räumen der Stellung bet ilo­meter 10 Iteßen sie alle Kononen und ihre Feldaus­ritstung zurück und floben in vollständiger Unordnung. Daraufhin gab Admiral Sachenping den Konsuln setne Absicht bekannt, Wutsch ang und Haniana am Sonnabend nachmittag 2 Uhr zu beschteßen, und. forderte, daß alle fremden Schiffe sich aus dem Bereich der Kanonen der Aufrührer begeben sollten. Die frem= den Kolonten sind benachrichtigt und die notwendigen Vorsichtsmaßregeln getroffen. Den Regierungstrup­pen sollen zahlreiche Geschlite fomie große Mengen Mit­nition in die Händ gefallen sein.

Die neuesten Berichte aus dem Aufstandsgebiet. Aus Hantau wird vom 28. gemeldet, daß die Auf­ständischen unterhalb Wutschona bet Tagesanbruch die vor der Stadt ankernden Kanonenboote mit einer Batterie beschossen haben, die das Feuer nur langsam und unregelmäßig erwiderten. Ein Edift befiehlt, den Vizekönig vov Nanking zu verhaften. In Tainanju haben die Soldater gemeutert. Die Stadi wahrscheinlich zu den Aufständischen übergegangen. In dre Umgegend ven Tichengfu greift das Näuber­wefen immer mehr um sich. In Simpangchan und Stirmischung werden täglich zahlreiche kaiserliche Sol­daten getötet. Einige Gefandtschaften haben den Frauen und Kindern ihrer Nation empfohlen, an die Siste zu kommen

Drahtnachrichten und Deuestes.

Eisenbahnunfall in Mecklenburg. Berlin, 30. Oftober. Der Personenzug 208 Stralsund- Berlin ist heute nacht mit dem Güterzug 6021 in Stargard in Mecklenburg zusammengestoßen. Die Bahnpostschaffner Kühn und Falt find verletzt. Der Bahnpostwagen ist start beschädigt. Der Verkehr wurde durch Umsteigen aufrecht erhalten.

Die Gärung unter den englischen Eisenbahnern. London, 30. Oftober. Gestern fanden im ganzent Lande Versammlungen der Eisenbahner statt, in denen Verkürzung der Arbeitszeit und Erhöhung der Löhne verlangt wurde. Falls die Forderungen nicht bewilligt würden, solle in den Generalstreif eingetreten werden. Russische Truppen in Berften.

Teheran, 30. Oftober. 3met Bataillone ruffifcher Truppen find in Enfelt aelandet. Weitere 1700 Manit sollen folgen und 1900 Mann sind in Täbris gelandet. In Teheran ist ein Telegramm eingetroffen, monach die Anhänger des früheren Schahs mit Unterstüthuna der russischen Truppen und dem Feuer rufftscher Kononen­boote die Regierungstruppen vollständig geschlagen haben.

Sie wollen, wenn ich Sie recht verstehe, sagen, daß Ste fich hauptsächlich mit Geldgeschäften befassen, nicht wahr?"

,, Ganz recht! Das dürfte den Nagel auf den Kopf treffen."

Also auf gut deutsch: Ste verleihen Gelder und laffen tüchtige Binsen dafür zahlen?"

ter."

" Immer in den Grenzen des Gesetzes, Herr Rich­

Schön. Und Ste hatten auch Geld an Herrn Dot­tor Waldom geltehen?"

" Belletbe nicht! Nicht einen Pfennig! Ich gebe nur an ganz sichere Leute. Und der Herr Doktor war damals noch Kandidat ohne bestimmte Einkünfte, ohne Position in der Welt, als er die Schuld machte."

"

Aber Ste hatten doch eine Forderung an den Herrn Deb ette Doktor?"

" Freilich. Schon vor zwet Jahren hatte ich sie auf­gekauft. Ste war nicht billig, foftete mich bare zwölf­hundert Mark. Und es war doch immerhin ein bes trächtliches Risiko. Wenn nun der Doktor in der Zelt starb? Dann ginge die ganze Geschichte in Rauch auf und ich hätte das Nachsehen-"

" Bu włe hohen Zinsen war dte Summe ausge­Itehen?"

Grulich brachte den Finger an die Nase und schwieg, als wenn er sich nicht recht bestnnen könne.

" Bitte, da können Sie uns wohl Auskunft geben, Herr Doktor?" wandte sich der kleine Herr an Doktor Waldow.

Ien."

" Ich hatte monatlich dreißig Mark Zinsen zu zah­

( Fortsetzung folgt.)