Ausgabe 
30.9.1911 Zweites Blatt
 
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Bolero v. 6143.

Sille abgebildeten Modelle können held Im Haufe gefchneidert werden

mit Hilfe von favorifichnitten.

Zu beziehen durch die hielige Verkaufstelle: Alex. Salomon& Co., Schulftraße.

Das Reich der Frau.

Auher der Modell- nummer gebe man bei Beftellung von Schnittmustern der Internationalen Schnittmanufaktur zu Dresden- 1.8, 29-31 als Maf an: für Talllen die Hälfte der Oberweife, für Röcke die ganze Haftweite, die, wie die nebenitehende Abbildung zeigt, zu nehmen find.

27 September 1911.

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Umbang nr. 19026.

zu fügen haben. Wenn wir uns dieses so recht vor Augen halten, werden wir unsere Toilette und all das, was zu ihr gehört, ent sprechend abstimmen und selbst in der heutigen Sarbenfreudigkeit Dor Unmöglichkeiten geschütt sein. Geht man mit offenem Blick durch die Straßen, muß man fich oft fragen, wie ist es möglich, daß solche Sarben zusammengebracht werden. Um nur eines heraus zugreifen, sei auf die mode der farbigen Strümpfe aufmerksam gemacht. Den ganz schwarzen Strümpfen, die früher als alleinige Herrscher auftraten, folgten bald solche mit bunter Mufterung, an geblich aus hygienischen Gründen, weil schwarz leicht zu Blut vergiftungen führen follte. mit den braunen Schuhen bürgerten fich die braunen Strümpfe ein, denn die Mode verlangte bis dato Strumpf und Schuh übereinstimmend in der Sarbe. Als der Lupus in unserer Garderobe auf die Straßentoilette überging, verlangte die Mode auch für die Straße Schuhe in Sarbe und Material des Aleides. Das Leinenkostüm bedingte den farbigen Leinenschuh, die helle Kammgarn und Tuchtoilette den entsprechend eingefärbten Wildlederschuh; ihm gesellte sich der Velourstiefel mit Lackkappe. Alle diese Stoffschuhe haben jedoch den Nachteil, daß fie, besonders in hellen Sarben, den Suß ihrer Trägerin gerade nicht kleiner erscheinen lassen, ein Umstand, der eben doch manche Dame, die auf etwas großem Suße lebte, zwang, den Lederschuh vorzuziehen. Außerdem bildet der zum Kleid abgestimmte Schuh eine etwas hoftspielige Kleinig keit. Um die farbigen Strümpfe nicht zu verdammen, gestattet die mode den Strumpf, zum Kleid passend. Wohlverstanden, zum Grundton der Toilette. Eine Aus nahme machen die weißen Kleider, da weiße Strümpfe zum halbschuh nicht fein wirken. Man würde zu einem weißen Kleid mit farbigen Punkten, deren Sarbe als Garniturstoff außerdem vertreten ist, den Strumpf in dieser Sarbe wählen. niemals aber dürfen zu einem mittelgrauen Kleid mit blaßblauer Kragengarnitur, dunklem, gelb garniertem ut lila Strümpfe und schwarze Schuhe getragen werden, ein Bild, pie ich es tatsächlich sah. Es ist dies so geschmacklos wie die farbigen, sichtbaren Bänder der Unter taille, die womöglich noch zur Garnitur an Bluse und But abgestimmt werden. Ist ein Kleid ganz und gar in einer Sarbe gearbeitet, kann man den Strumpf in einer anderen Sarbe, wie wir fie vielleicht auf dem But haben, halten. Aber bitte nicht zu grell ab 5. stechend.

11, XV.

schnittenen, halblangen Aermel ab, während etwas Spitzenstoff La und Stehkragen bildet. Schmaler Saltengürtel, der blau oder schwag gearbeitet werden kann. Ju diesem Kleid ist der Schnitt in 42, 44, 4 48, 50, 52, 58 cm halber Oberweite für 1,25 m. zu beziehen. Prinzeßtleid mit Tunitarod Nr. 5613. Die Dorliebe für ftreifte Stoffe kennzeichnet unfere Vorlage, für die schwarzer and weiß schwarz gestreifter Kaschmir das Material ergeben. Die Dorderteile der Taille treten im Taillenschluß gleich der Cunil etwas übereinander; letztere öffnet fich nach unten und steigt ma hinten leicht auf. An die Taillenteile schließt fich ein schwarza und an diesen ein weißer Weftenteil, der mit einer schmalen Soutade kante bekleidet ist. Die Soutachekante wiederholt fich, jedoch be deutend breiter, am unteren Tunikarand. Paffe und Stehkrage sowie Aermelmanschetten aus weißem Säumchentüll. Gefaltete Sel deckt den Ansatz des Rockes. Bierzu ift der Schnitt in 46, 48, 60 52, 54, 56 cm halber Oberweite für 1,25 m. erhältlich.

Unterrod mit Saltenvolant Sr. 2236. Der Unterrod zeigt tro seiner Weite durch den schlankfallenden Dolant die moderne Eng Der Volant wird außerdem durch einen aufgesetzten Streifen gehalte

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о

Die Mode.

So mancher glaubt bei Beginn der Saison mit dem Vorrat feiner Garderobe allen Anforderungen eine ganze Saison lang genügen zu können und muß doch, haben wir den Böhepunkt überschritten, einsehen, daß er nicht auskommt, daß sich Neuanschaffungen nötig machen. Und diese Neuanschaffungen sollen dann hinüber führen in die kommende Saison. Durch die immer noch beliebte Verarbeitung von zweierlei Stoffen und verschiedenen Sarben können wir uns auch leicht aus zwei vorhandenen Kleidern ein neues arbeiten.

Mit der Bevorzugung der kompletten Kleider traten all die kleinen Boleros und Umhängsel früherer Zeiten wieder in ihre Rechte. Aus den modernen, leichten Stoffen gearbeitet, geben fie dem Kleid die nötige Ergänzung, die die Dame auf der Straße nicht gerne vermißt; sle hüllen den Körper ein und schützen ihn, ohne zu drücken oder zu belästigen. Man sieht ja leider öfters die im Winter im Salon berechtigten Chiffonschals, mit Perlen benäht, auf der Straße. Eine Dame von Geschmack wird dies niemals tun; Perlen, vor allem metallperlen, gehören ins 3immer und nicht auf die Straße. Wer gezwungen ist, in solchem Kleide die Straße zu betreten, muß den schützenden Mantel umnehmen.

Wir haben hier zwei leichte Umnahmen dargestellt, von denen die erste zugleich die Bluse ersetzt, d. h. eine festsitzende Untertaille mit Spitzenpaffe und Stehkragen, sowie Spitzenärmeln genügen als Unterlage. Beide Vorlagen sind für ältere Damen und junge Srauen bestimmt, die niemals in der Taille ausgehen sollten.

Wir müssen suchen, auf der Straße alles Auffallende zu meiden und uns bewußt sein, daß wir als Einzelteil uns in ein Ganzes

Rinderkleid in bängerform fr. 5240.

Beschreibung der Bilder.

Bolero Ar. 6143. Unsere Abbildung zeigt einen Bolero, der für junge Srauen bestimmt ist. Er kann über einer leichten Bluse, wie auch über einer Untertaille mit Spitzenarmel und Paffe getragen werden. Als Ma terial diente gestreifte Chinéseide, etwas glatte Seide und weich fallende Spitze. Der Bolero ist in kimonoform gehalten, wobei er vorn pattenartig über den latzartigen Teil aus glatter Seide greift. Diese begr den viereckigen Ausschnitt, während fie u geordnet ist. Der Schnitt ist in 44, 48, 52, Oberweite für 50 Pf. erhältlich.

Umbang Ar. 19026. Ebenfalls für bestimmt ist der kleine, leichte Umhang, Damen gerne tragen. Tuch und Seide in Sarbe ergeben nebst einigen seidenbezogene gediegene material. Der Umbang bestel artig abgerundetem mittelteil und der Taillenschluß reichenden Dolantteilen. Di einer schmalen Seidenblende begrenzt i mittelteil untergesteppt. Dorn fügen fich Seidenenden an. Der Schnitt hierzu ist 56 cm halber Oberweite für 50 Pf. erhäl Rimono Kinderkleid Ar. 5252. 3u r bildete schwarzer Taffet und etwas wei das dankbare material. Dem im ganze Kleidchen find die halblangen 2ermel Diese tret

Rittelfeld fr. 5239.

ein Bunde

schränken kurzes Ri vorderen I kleine Go in 28, 30

Oberweite Rinde Ar. 5240. und Wasd

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knöpfen das waschbare material. Das Kleidchen zeigt glatte Kimono form mit Seitenschluß den Knöpfe markieren. Den länglichen Aus schnitt begrenzen Paffe und Steh bragen aus Saumchenmull und nm­irandet eine Sormblende, mit Sou tache besetzt. Biermit harmoniert der Aufschlag des eingesetzten Aermels Silr das Kleidchen ist der Schnitt für 4-10 jährige in 30, 32, 34 cm halber Oberweite für 60 Pf. zu beziehen.

Bittelkleid A. 5239. Das schlichte Sängerkleidchen ist in einige aus springende Salten gesteppt. Den Balsausschnitt begrenzt ein Batist. kragen mit Pliffeeabschluß. Ein eben folcher Aufschlag tritt über das Bündchen des balblangen Aermels. Der Schnitt hierzu ift für 2-8 jäh rige in 28, 30, 32 cm halber Ober meite für 60 Pf. erhältlich.

Empirefleid r. 5015. Schlicht und einfach erscheint unfere Dorlage aus blauem Schantungleinen, dem fich etwas schwarzer Caffet gefellt. Dieses bekleidet die kleinen Revets und bezieht die Knöpfe, die die mittelnaht markieren. Eine schmale, schwarze Blende schließt den ange

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50 Pf. Untertaille mit Schößchen T. 2240. Det Ausschnitt der glatten, durch Abnäher anlie gend gestalteten

Untertaille

kann auch rund gearbeitet wer den. Sie ist ohne Schönchen bis huapp unter halb des Taillenschluffes zu arbeiten. Der Schnitt hann in 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60 cm halber Oberweite für 40 Pf. bezogen werden.

hatod met Salievolent

. 2230.

Cathemb mit Achi

Ev. 2225.

Giessener Zeitung

Nummer 20.

Illustrierte