Ausgabe 
30.9.1911 Erstes Blatt
 
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den Adlerstempel mit der Unterschrift Oberkommando der fatferlichen Schußtruppe Südwestafrifa". Die Fäl fchung dieses Stempels tft fchon dadurch erkenntlich, daß es fein Oberkommando der Schuztruppe gibt, sondern nur ein Kommando. Mit diesem Schetn hat der Schwindler, wie die Stempel mehrerer Berliner Bahn­höfe und vieler anderer großer Städte erkennen lassen, große Netsen unternommen.

Verblümt. Der Weltreisende: Ich habe am Nit Krokodile und in Indien Tiger gefagt, war am Nord­und am Südpol; überall auf der Erde, wo es schön war, habe ich geweilt, aber die größte Freude habe ich doch immer empfunden, wenn ich meiner Iteben Frau daheim Grüße schicken fonnte!"

Bedenklich. Fremder.... Es hat doch geheißen, unmittelbar nach Schluß des Preistegelschiebens fin­det die Preisverteilung statt, ich sehe aber nichts davon!" Einheimischer: Ja, die Sach' hat sich a biẞl verzö gert. Es ts nämlich unversehens der Förster daher­komma, und der erste Prets to doch a Rehbock!"

Ein Auto in die Seine gestürzt.

Elf Personen getötet und mehrere verletzt.

Die Hauptstadt des französischen Reiches war am Mittwoch abend der Schauplatz eines folgenschweren Au­tomobilunglücks Ein vollbesetzter Automobilomnibus stürzte beim Passieren einer Brücke irfolge zu schnellen Fahrens in die Seine. Die Bassaaiere fonnten sich nicht mehr in Sicherheit bringen. Die Rettungsarbeiten wur den sofort aufgenommen und es gelang, neun Tote und zehn Verwundete zu bergen. Mehrere Personen wur­den von der Strömung fortgerissen. Aus Varis werden folgende Einzelheiten über die Satan.ophe gemeldet: Dem Autobus tam mitten auf der Brücke ein vom rechten Seineufer kommendes schwer beladenes Fracht­fuhrwerf entgegen. Der Chauffeur gab seinem Steuer einen scharfen Ruck nach links, wodurch der Wagen das Bleichgewicht verlor und umschlug. Das Brückengelän der wurde in einer Länge von 5 Metern durchbrochen und der Wagen stürzte in die Seine. Man sah das Wasser bis zum Brifchengländer emporschlagen, dann zeigte sich in weitem 1mfreise weißer Gifcht, aus dem Köpfe und Arme von Menschen emporragten. Allen voran erblickte man die Gestalt eines Briesters, der einen zweijährigen Knaben im linken Arme hielt. Nach wenigen fräftigen Stößen hatte der Priester das Itnke Seineufer erreicht. Der Priester durchschwamm noch zweimal der Fluß und rettete meitere zmet Personen. Er erzählte, daß sich in der 1. Klasse 5 Personen be­fanden und in der 2. etma 20, darunter mehrere Frauen und Kinder. Ein aleichfalls geretteter Handelsagent be= stätigt diese Anaaben mit dem Beifügen, daß er im Augenblick des Absturzes herzzerreißende Schreie von Frauen und Kindern vernahm. Im Hospital Hotel de Dieu find zurzett 13 Leichen aufgebahrt. Aus allen Stadtteilen eilen um Angehörige Besorgte nach dem Spital.

Wie die Tenerung wirft.

Fleisch, für Milch, für Gemüse, für Wohnung, petzung, Kleidung usw. aufgewendet wird. Das Soziale Mu feum" hat eine solche Berechnung mit drei auf Frank­furt bezüglichen typischen Haushaltungsrechnungen für das Jahr vom August 1910 bis August 1911 angestellt, nämlich: Haushaltung 1: Poftbote: 2 Erwachsene, 1 Kind, Einkommen 1087, Haushaltung 2: Maurer: 2 Erwachsene, 3 Kinder, Einkommen 1534, Haushal tung 3: Leitungsaufseher: 2 Erwachsene. 4 Kinder, Ein­tommen M 2418. Und das Resultat der Berechnung lautet: Haushaltung 1 Mehrkosten 5,45 Prozent gleich M. 59, Haushaltung 2 Mehrkosten 7,94 Prozent gleich M. 122, Haushaltung 8 Mehrkosten 4,26 Prozent gleich M. 103.

Um die Wirkung der Teuerung abzuschwächen, ge­hen einige große Werke des rheinisch- westfälischen In­dustriebezirks dazu über, an ihre Angestellten und Ar beiter die Lebensmittel unter dem Selbstkostenpreis ab­zugeben. Einige große Berliner Banken haben ihren Angestellten Teuerungszulagen gewährt.

Ein Ultimatum an die Türkei.

Der Tripoliskonflikt hat eine sehr ernste Wendung genommen. Was noch Donnerstag mittag von Berlin aus offiziös bestritten wurde, ist noch am selben Tage erfolgt. Italien hatd er Türket durch seinen Geschäfts­träger in Konstantinopel die Mitteilung zugehen lassen, daß es Tripolis besetzen werde und daß die Türkei um eine Aeußerung innerhalb 24 Stunden aufgefordert wurde. Wenn die Türkei jetzt den italienischen Win­schen nicht Rechnung trägt, fönnen nur noch die Waffen entscheiden. In dem Ultimatum, das in der Nacht zum 27. September nach Konstantinopel abgegangen ist, heißt es:

Das Soziale Museum" in Frankfurt a M. Hat eine Berechnung darüber aufgestellt, welchen Umfang die infolge der Dürre des letzten Sommers und der daraus sich ergebenden Mißernte einzelner Nahrungs­mittel verursachte Teuerung schon jetzt angenommen hat und welche Wirkung sie auf die Haushaltstoften ber minderbemittelten Schichten ausübt. Die Untersu­chung hat zuerst, an Hand der von der Frankfurter Markthallenverwaltung veröffentlichten Marktbe­richte, ermittelt, welche Preisveränderungen die Le­bensmittel, und zwar gerade die in bescheidenen Haus­haltungen am meisten verbrauchten Qualitäten und Sorten, bis August 1911 erfahren haben. Das Resul tat ist, daß ein stärkerer Preisabschlag nur bei einem einzigen Poster zu verzeichnen ist: Schmalz und Mar­garine waren im August dieses Jahres um 16 Prozent billiger als im vorigen. Fleisch, Schinken und Speck find im Durchschnitt etwa eben so teuer wie im Vorjahre, well bekanntlich die Preissteigerung von Rind- und Kalbfleisch durch billigere Schweinepreise ausgeglichen wird. Dann aber kommen die Preiserhöhungen: Butter ist um 14,40 Prozent teurer, äfe um 15,50 Pro­zent, Eier um 16, Milch um 16,10, Kaffee um 21.5 Bro= sent; für Obst mußte man im August um 40 Prozent höhere Preise anlegen, für Gemüse( neunzehn verschte­dene Sorten im Durchschnitt) 59 Prozent; und Kartof­feln waren gar um 78 Prozent teurer als im Jahre vorher. Die Untersuchung zeigt, was nun diese Preis­steigerungen der einzelnen Waren fitr den gesamten Saushalt der minder bemittelten Bevölkerung beden­fent. Sie hat dafür die Wirtschaftsrechnungen benutzt, die das Kaiserliche Statistische Amt im Jahre 1907/08 aufgenommen und im Jahre darauf veröffentlicht hat. Diese Wirtschaftsrechnungen geben einen Aufschluß da= rüber, welcher prozentuellen Anteil die einzelnen Aus­gabeposten von den Gesamtausgaben ausmachen; jetgen also, welcher Teil der Gesamteinnahmen

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Die italienische Regierung habe niemals aufgehört, der Pforte vorzustellen, daß es notwendig sei, den Zu­stand von Unordnung und Vernachlässigung, in dem Tripolis gelassen werde, ein Ende zu machen und die­sem Lande die gleichen Wohltaten des Fortschritts teil­baftig werden zu lassen, wie den übrigen Teilen Nord­afritas. Dies zu erreichen, set für die italienische Re­glerung ein Interesse erster Ordnung angesichts der ge­ringen Entfernung, die fene Gegend von der italient­schen Küste trennt. Die italienische Regierung habe sich deshalb entschlossen, zu einer militärischen Be­febung von Tripolis zu schreiten. Diese Lösung fet die einzige, die für Italten in Betracht komme und die türkische Regierung möge Anordnungen treffen, daß diese Maßnahmen bet der gegenwärtigen ottomanischen Regierung in Tripolis auf keinen Widerstand stoßen. Die königliche Gesandtschaft in Konstantinopel habe den Auftrag, die entscheidende Antwort innerhalb 24 Stun den zu übermitteln, widrigenfalls die italtentsche Re­gterung die zur Sicherung der Besetzung beabsichtigten Maßnahmen unverzüglich treffen werde.

Der kleine Herr nickte schweigend und trat dicht an das Totenbett. Er neigte sich weit hinüber, hob die Decke empor und zog plötzlich einen kleinen Zettel, der an der Sette des Toten gelegen hatte, hervor. Alle traten neugierig näher.

Es war die Hälfte eines kleinen Briefbogens und enthielt mit Bleistift gekritzelt einige Worte.

Der Untersuchungsrichter glättete das zerknitterte Papier sorgfältig, studierte aufmerksam die Schrift und fagte schließlich zu dem Assessor:

Bitte, was lesen Ste hier, Herr Mallmiz?" Der schneidige, tadellos gekleidete junge Mann Hlemmte sein Monokle ein und las:

" Ich habe sie ge-"

Da dieses Ultimatum am Mittwoch frith in Kon­ftantinopel eingetroffen und um Mittag wahrscheinlich übergeben worden ist so ist es somit am Donnerstag mittag abgelaufen. Die Antwort der Türket kann dann telegraphisch sofort nach Rom übermittelt worden sein, und da fie wohl nicht zweifelhaft fein tann- will das Hirtische Minifterium nicht sofort im Abg und verschwin den so kann nach Wahrung dieser diplomatischen An­standsfrist mit den Feindschaften sofort am Donnerstag abend begonnen worden setn.

,, Nicht wahr?" fragte ihn sein Vorgesetzter ,,, weiter lönnen Sie auch nichts lesen? Was noch folgt, ist voll­ständige Krizelet, als wenn der Schreiber gezittert hat und ihm der Bleistift dann aus der Hand gefallen ist." Er warf sich unerwartet trotz setnes schönen schwar­zert Gehrocks auf den Fußboden und rutschte ein Stitck inter das Bett, wo er hin- und hertastete. Die Umste henden schauten, verwundert über sein sonderbares Ge­baren, erwartungsvoll zu.

Nach geraumer Zeit erhob er sich wieder und zeigte triumphierend ein kaum daumenlanges Stückchen Blet­flift, das er gefunden hatte. Schnell holte er ein Notiz­buch hervor und machte darin mit diesem Bleistift einige Striche.

Nach dem Ultimatum.

Die Stellung des Auslandes.

In Paris herrschen die größten Besorgnisse über die weitere Entwickelung des türkisch- italienischen Kon flities. Swar fann ein wirklicher Stampf nur in Tri polis stattfinden, auch dürften sich die chriftlichen Bal tanstaaten infolge der Ueberwachung durch Desterreich und Rußland vorläufig rubig verhalten; was aber ernst­lich befürchtet wird, ist eine allgemeine t 81sasmst tische Erhebung gegen alle Fremden, die auch Wi derhall in Marokko und sogar in Algier finden könnte. Die italienische Aktion kommt daher Frankreich sehr u gelegen, und man verdächtigt England, daß es seine Hand im Spiele habe. Die Zeitungen zeigen wenig Be­geisterung für den italienischen Streich.

Drabtnachrichten und neuestes.

Nur Formeln, keine Forderungen. Paris, 29. September. Der französische Mini­sterpräsident erklärte auf eine Anfrage betreffend die deutsch- französischen Unterhandlungen, die neuen For­derungen Deutschlands seten nach seiner Ansicht nicht derart, daß die bevorstehende Beendigung der Verhand lungen in Frage gestellt werde. Uebrigens handele es sich hierbei mehr um eine redaktionelle Aenderung von Formeln als um neue Forderungen.

Die Nachricht von der Ueberreichung des Ultima­tums hat in Stambul Bestürzung hervorgerufen. An der Börse brach eine förmliche Pantt aus. Der Htrkische Ministerrat befaßte sich am Donnerstag vor­mittag mit der Vorbereitung der Antwort auf das italienische Ultimatum. Wie verlautet, wird die Pforte in ihrer Antwort erflären, fie set bereit, den wirtschaft­lichen Intereffen Italiens in Tripolis Rechnung zut tragen, fie fünne fedoch in eine Ottupation nicht ein­willigen. Die Pforte soll die Absicht haben, an die Loyalität Jtaltens und der Großmächte zu appel­lieren. Etwa 80 Deputierte traten nachmittags zur Be­ratung der Notwendigkeit einer vorzeitigen Einbe rufung des Parlaments zusammen. Die De­batte nahm einen ziemlich erregten Verlauf. Die Ab­geordneten von Tripolts führten Klage über die Zu­ftände in Tripolts sowie über die Unfähigkeit der für­fischen Beamten und forderten Abhilfe. Schließlich wurde einstimmig der Wunsch nach baldiger Einberu­fung des Parlaments ausgedrückt und sofort dem ver­fammelten Ministerrat davon Mitteilung gemacht.

Hter, meine Herren," erklärte er, hter sehen Ste, daß das unzweifelhaft der Stift ist, mit dem fene Worte geschrieben worden sind! Ist es die Schrtst Ihres Herrn Baters?" wandte er sich an Friz.

Der Gefragte betrachtete prüfend das Blättchen. Nein," versicherte er schließlich mit Bestimmtheit. " Sind Ste dessen ganz sicher? Die Schrift sicht so aus, als wenn sie von jemand angefertigt ist, der an

Konstantinopel, 29. September. Ueber die Sth­ung des Ministerrats, die bis nach Mitternacht dauerte, ist noch nichts Authentisches bekannt. Die gesamte Bresse äußert sich entrüstet über das Ultimatum Ita­ftens. Der Tanin erklärt, die Türket werde zur Ver­teidigung seiner Rechte den Krieg erklären und sich mit allen Mitteln an den Italienern rächen. Andere Blätter bezeichnen das Vorgehen Jtaltens als politische Räuberet.

Tödlicher Unfall auf einem Berliner Bahnhof. Berlin, 29. September. Ein tödlicher Unfall ereignete fich gestern nachmittag auf dem Untergrund bahnhof Friedrichstraße. Ein 27jähriges Fräulein wollte im letzten Augenblick den Zug besteigen, stitrate bin und geriet zwischen die Puffer. Sie wurde überfahren und getötet. Das Mißgeschick in der franzöfifchen Marine. Paris, 29. September. Einer Meldung aus Toulon zufolge stellen sich die Beschädigungen des Tor pedobootszerstörers Mousqueton", der am Mittwoch abend mit einem anderen Torpedobootszerstörer alt= sammengestoßen war, als viel schwerer heraus, als ant­fangs angenommen wurde. Das Schiff ist völlig dienst unfähig und hat auf den Strand gesetzt werden müssen. Berliner Getreides und Schlachtvichmarkt.

einer Schreibstörung leidet. War das bet Ihrem Herrn Vater der Fall?"

Allerdings litt mein Vater, wie er mir vor einigen Tagen mitteilte, in der letzten Bett an Schreibtrampf; er hat mich aber dabet gleich auf die sonderbare Tat­sache aufmerksam gemacht, daß sich diese unangenehme Eigenschaft nur zeigte, wenn er mit der Feder schrieb. Cas hier ist aber mit Bleistift geschrieben."

,, Sind Bleistifte von thm vorhanden?"

" Das weiß ich nicht," versette Friz. Vielleicht findet sich etwas auf dem dortigen Schreibtisch."

Herr von Scharffenstein hob die Decke des unver­schlossenen Zylinderbüros empor und suchte in den Pa­pteren umher.

Der Preisstand hat gegen die Vorwoche eine we­fentliche Veränderung nicht erfahren, aber immerhin schließlich eine entschiedene Neigung zur Abschwächung erfennen lassen. Hauptsächlich ist diese Gestaltung der Dinge der außergewöhnlich großen Fülle an Ware be­sonders in Brotgetreide zuzuschreiben. Die Landwirte haben die durch Trockenheit ihnen aufgenötigte Hinaus­schiebung der Feldarbeiten zum Ausdreschen des Ge­treides benutzt und es bei den hohen Preisen geraten gefunden, flott zu verkaufen. Bei der großen Trocken­heit des diesjährigen Getreides ist die Mehlergiebigkeit nun um 4-5 Proz. gesteigert und das Mehl selbst er­gibt mehr Brot, weil es beim Teigmachen eine um etwa 5 v. 5. erhöhte Aufnahmefähigkeit für Wasser hat. Der Mehlverbrauch ist demnach ein verhältnismäßig geringer. Daneben trägt die verminderte Ausfuhr da­zit bei, die großen Vorräte fühlbarer zu machen. In Hafer ist das Konsumgeschäft nach wie vor lustlos, Kahnladungen wurden zu ziemlich niedrigen Preisen verfauft, die Provinz hat ihre Forderungen aber kaum ermäßigt. Für Gerste sind die russischen Forderungen williger geworden. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Notierungen für den Dezembertermin wie folgt: Weizen 209,00 M, Roggen 186,75 M, Safer 183,25 M. Mais 168.00 M.

Leider ist hier alles mit Tinte geschrieben," stellte er fest. Aber diese Zitge hier weisen unverkennbare Aehnlichkeit mit jenen Niederschriften auf. Nun, es wird Sache der Graphologen sein, diese Frage weiter aufzuhellen. Aber was ist denn das? Sehen Ste, meine Herren, das ist ein unschäzbares Stick!"

Er hob ein Blatt empor und paßte es an den hal­ben Briefbogen. Sehen Sie, das ist unfraglich dte andere Hälfte dieses Stückes. Der das schrieb, bediente fich also eines Briefbogens des Herrn Regterungsrates. Dann ist wohl auch dieser Bleistift von thm?"

Nein," sagte Friz resigniert. Wie Ste dort auf dem Schreibtisch sehen, bedtente sich mein Vater der sechskantigen polierten Faberstifte, und das hier ist ein gelber Koh- i- noor."

,, Nun, wie dem auch sein mag," fiel der Unter­suchungsrichter ein, jedenfalls haben wir hier einige, wenn auch noch so winzige Fasern des Artadnefadens, der uns aus diesem Labyrinth führen soll."

Damit legte er die beiden Betfel in fein Porte­feuille und schloß den Schreibtisch wieder.

Das Fenster war nur angelehnt?" fragte er den Kommissar.

Preise des Städtischen Schlachtviehmarktes. T. Och fen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlacht­wertes, ungejocht 79-84 M., b) funge, fletschige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 75-82 M, c) ßig genährte junge und aut genährte ältere 66-75 M. II. Bullen: a) vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 75-81 M. b) vollfleischige jüngere 71 bis 79 M., c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 66-74 M. III. Färfen und ühe: a) vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes- M., b) vollfleischige ausgemästete ühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren M., c) ältere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 67 bis 70 M, 5) mäßig genährte Seühe und Färfen 60-65 Mr. e) gering genährte Kühe und Färsen bis 58 M., f) ae­ring genährtes Jungvich( reffer) 60-64 M. IV. Käl­ber: a) Doppellender feinster Mast 107-136 M., 6) fetnste Mastfälber 97-103 M., c) mittlere Maft- und beste Saugfälber 87-95 M, d) geringere Mast- und gute Saugfälber 79-88 M., e) geringe Saugfälber 49 bis 67 M. V. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthommel 66-76., b) ältere Masthammel, gerin gere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 50 bis 64 M., c) mäßig genährte Sammel und Schafe 42 bis 53 M. 4. Schweine: a) Fettschweine über 3 Zentner Le­bendgewicht 62-63 M. b) vollfleischige Schmeine 240 bts 300 f. 61-62 M., c) vollfleischige 200 bis 240 Pfund 59 bis 62 M., d) vollfleischige Schweine 160 bis 200 Bfd. 55-60 M., e) vollfleischige Schweine unter 160 Pfund 52-54 M., f) Sauen 53-55 M

Jawohl, Herr Gerichtsrat. Und ich erlaube mir, darauf aufmerksam zu machen, daß der Täter draußen auf der Erde Spuren hinterlassen hat."

" Dann bitte ich Sie und den Herrn Assessor, mich nach dem Vorgarten zu begleiten. Sie machen wohl unterdessen die photographischen Aufnahmen, Herr Phy­fitus?"

Der Kreisphysifus war damit einverstanden und Iteß durch einen der Polizisten aus dem vor der Tür wartenden Automobil den photographischen Apparat hereinholen.

Ich bin wohl nicht weiter notwendig," sagte Dof­tor Waldow, und bitte deshalb, mich zurückziehen zu dürfen. Meine Praris wartet."

Gewiß, verstehe!" versezte der Untersuchungsrich­ter. Ste werden ja so wie so noch später zu der un­erläßlichen Beugenaussage herangezogen werden müs= sen!"

Der Arzt verabschiedete sich höflich, nicht ohne noch einmal einen scheuen Blick auf die Ermordete geworfen zu haben, der dem aufmerksamen Untersuchungsrichter nicht entging.

Auch Friz bat darum, sich auf sein 3immer be­geben zu können. Das ganze Ereignis habe ihn so an gegriffen, daß er dringend der Ruhe bedürfe.

Zut mir leid," erklärte Herr von Scharffenstein, aber ich kann Sie leider noch nicht entbehren. Bet der Besichtigung der Lokalttäten tönnte es doch immerhin möglich sein, daß ich irgend einer Auskunft von Ihrer Sette bedarf."

Friz mußte fich wohl oder übel dem bestimmt aus­gesprochenen Wunsch fügen, und die vier Herren be gaben fich samt einem der Polizisten Hinaus.

( Fortiebung folgt.)

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