Gießener Zeitung
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der Großherzoglichen Erscheint Bürgermeisterei sowie vieler anderer
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Nr. 241.
Telephon: Nr. 362.
Soziales.
Reichsversicherungs- Ordnung und Allgemeiner
Knappschafts- Berein.
Der Bergbauverein zu Essen nimmt in längeren Ausführungen zu der Frage der Aufrechnung der reichsgesetzlichen Leistungen der Hinterbliebenenversicherung auf die Knappschaftsleistungen Stellung. Wir entnehmen den tabellarischen Uebersichten folgende Zahlen:
des Großherzoglichen Polizei Amtes
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Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.)
Donnerstag, den 28. Dezember 1911.
( Gießener Tageblatt)
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die 44 mm brette Inseratengeile. Stellen gesuche und Familienanzeigen 10 Pta.- Die 90 mm breite Zelle im Reklameteil 50 g Extrabetlagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Nabatt komunt bet Heberschreitung des Bahlungszieles( 30 Tage), bet gerichtlicher Bettreibung oder Bei Konkurs in Wegfall. Plagvorschrifton ohne Berbindlefelt. Verlag der ,, Gießener Settung" 6. m. b.§.
Telephon: Nr. 362.
23. Jahrg.
| geführt hat, billigerweise die Möglichkeit gegeben wor=| chen angehalten hat, sind die Nebenflüsse des Rheins den, die knappschaftlichen Bezüge gegen die reichsgesetzum 50-60 3entimeter gewachsen. lichen Renten aufzurechnen.
Reichstagswahlen 1912.
- Wetzlar. Die Konservativen haben an Stelle des zurückgetretenen Kandidaten v. Eichel den Landwirt Schindler- Schöneberg als Kandidaten für den Wahlkreis Wetzlar- Altenkirchen aufgestellt.
Marburg. Die Nationalliberalen des Wahlfreises Marburg- Kirchhain- Frankenberg haben jetzt endgültig beschlossen, von der Aufstellung eines eigenen Sandidaten abzusehen und den freikonservativen Kandidaten Prof. Dr. Bredt zu unterstützen.
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Siegen. Die Zentrumspartei des Wahlkreises Siegen- Hinterland- Wittgenstein beschloß, bereits im ersten Wahlgange für den Kandidaten der christlich- sozialen Par, Liz. Mum m, einzutreten.
Offenbach a. M. Im Wahlkreise OffenbachDieburg sind jetzt 5 Kandidaten zum Reichstage aufgestellt worden: Bürgermeister Brink für die nationallib. Partei, Messel für die Zentrumspartet, C. Ulrich für die Sozialdemokratie, Rechtsanwalt Carnier für den Freisinn und Lehrer Dern für die Christlich- Sozialen.
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Für die Zwecke der Unfallversicherung bei der Settion 2 der Knappschaftsberufsgenossenschaft wurden im Jahre 1885-86 1,2 Mill. Mark, im Jahre 1910 14 Mill. Mt. aufgebracht. An Beiträgen für die Kassen des Knappschaftsvereins wurden gezahlt im Jahre 1892 12,94 Mill. Mt., im Jahre 1910 55,02 Mill. Mark, ( das bedeutet eine Zunahme von 52 Mill. Mt. gleich 77,26 Proz. innerhalb 18 Jahren). Die gesamten, den Kassen des Knappschaftsvereins zufließenden Beiträge, so heißt es in den Darlegungen wörtlich, sind zunächst von den Werken aufzubringen. Diese tragen sie aber auch endgültig, sofern sie sie nicht im Wege der Lohnfürzung auf die Arbeiter abwälzen. Es wird sich aber nirgends der Beweis führen lassen, daß im Ruhrbergbau bei Eintritt neuer sozialer Auflagen, wie sie die letzten Jahrzehnte häufig gebracht haben, eine Abwälzung der Lasten auf die Arbeiter stattgefunden hat; da= her ist man zweifellos berechtigt, die gesamten an die Kassen des Knappschaftsvereins abgeführten Beiträge als einen Bestandteil der Selbstkosten der Werke anzuspre chen. Die Beiträge für die Knappschafts- Berufsgenos senschaft wie die für den Knappschaftsverein können somit als allein den Werken zur Last fallend angesehen werden. Sie betrugen zusammen in 1892 16,36 Mill. Mark und im Jahre 1910 69,50 Mill. Mark und sind also von 1892 bis 1910 um 53,14 Mill. Mark gleich 325 Proz. gestiegen. Jm weiteren wendet sich der Verein ausdrücklich gegen den von sozialdemokratischer Seite erhobenen Vorwurf, daß diese Beträge den Arbeitgebern nur durch direkten Zwang hätten abgepreßt werden können. Dieser Vorwurf dürfte schon durch die Tatsache hinlänglich widerlegt sein, daß der Knappschaftsvereinträchtigen würde. Nach diesem uns am 19. Dezember in vielen Fällen über das gesetzliche Maß hinaus Mehr leistungen gewährt, die allein im Jahre 1910 den Betrag von 4,7 Millionen Mark erreicht haben.
Ferner bestehen auf den allermeisten Zechen noch besondere Unterstützungskassen, welche die Leistungen der Knappschaftstasse in gewissem Sinne ergänzen. Diesen gingen zu im Jahre 1892 1,72 Mill. Mark, im Jahre 1909 10,6 Mill. Mt. Rechnet man diese Summen den gesetzlichen Aufwendungen hinzu, so ergeben sich die Gesamtbeträge, die für soziale Zwecke vom Ruhrbergbau aufgebracht werden. Sie betrugen 1892 18,07 Mill. Mark, 1909 78,87 Mill. Mark.
An Hand graphischer Darstellungen wird sodann das rauf hingewiesen, wieviel besser eine Witwe des im Knappschaftsverein versicherten Bergarbeiters gestellt ist, als die Witwe des der Reichsversicherungsordnung unterstellten Arbeiters. Zunächst erhalten sämtliche Witwen, auch wenn sie nicht invalide sind, eine Rente, welche die reichsgesetzlichen Bezüge bei weitem übertrifft. Ferner sind auch die Renten für die invaliden Bergarbeiterwitwen bedeutend höher als die Renten der Witwen anderer Arbeiter.
Was im weiteren die finanzielle Tragweite der Reichsversicherungsordnung anlangt, so drückt sich diese in einer Steigerung der in Zukunft für die reichsgesetz liche Invaliden- und Hinterbliebenenversicherung zu zahlenden Beiträge aus. Stellte sich dieser Beitrag früher auf wöchentlich 36 Pfg. für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, so tritt unter der Herrschaft der Reichsversicher= ungsordnung eine Erhöhung um 12 Pfg., also auf 48 Pfg. ein. Diese Erhöhung der Beiträge hätte, wenn die Reichsversicherungsordnung schon im Jahre 1910 in Kraft getreten wäre, für beide beitragzahlenden Seiten zusammen rund 2,08 Mill. Mark, oder unter Berück= sichtigung der zulässigen Ermäßigungen der Knappschaftsbezüge 1,77 Mill. Mark betragen. Sehr wichtig ist der Hinweis, daß die Vorschrift über die Auf= rechnung der knappschaftlichen und reichsgesetzlichen Renten mit der bestimmten Absicht in das Gesetz aufgenommen worden ist, den Bergbau nicht wiederum wie früher durch den Ausbau der Arbeiter- Versicherungsgesetze doppelt zu belasten. Der Bergbau hat als einziger deutscher Industriezweig bisher neben den landesgesetzlich vorgesehenen Lasten auch noch die Auflagen aus der Invaliden- und Altersversicherung tragen müssen. Um eine abermalige Doppelbesteuerung zu vermeiden, ist jetzt bei der reichsgesetzlichen Regelung der Hinterbliebenenfür= sorge dem Bergbau, der diese schon von altersher durch
- Frankfurt. Vom christlich- sozialen Verein für Frankfurt und Umgegend wurde der bisherige Reichstagsabgeordnete Franz Behrens- Essen( Ruhr) als Kandidat für Frankfurt aufgestellt. schloß, am Wahltage den städtischen Beamten und ArDer Magistrat bebeitern von nachmittags 2 Uhr ab freizugeben, um ihnen die Ausübung ihres Wahlrechtes zu erleichtern.
von
Darmstadt. Von dem Vorstand der chrift lich- und der deutsch- sozialen Partei im Reichstagswahlkreis Darmstadt- Groß- Gerau wird folgende Erflärung erlassen:„ Wir machen bekannt, daß der uns aufgestellte Kandidat, Herr Oberlehrer Werner zu Butzbach, sich genötigt gesehen hat, seine Annahme zurückzuziehen, weil unsere Parteigenossen im Wahlkreise Gießen- Grünberg besorgen, daß eine Doppelkandidatur die Tätigkeit Werners im dortigen Wahlkampf beeinmitgeteilten Entschluß haben wir Umschau nach einem Ersatzmann gehalten, was aber wegen der Nähe des Wahltages erfolglos geblieben ist. Es würde uns angesichts der Haltung der Nationalliberalen, insbesondere im Wahlkreise Gießen, wo sie bereits im ersten Wahlgang für den Freisinnigen eintreten wollen, geboten erscheinen müssen, bei der Hauptwahl Enthaltung zu empfehlen, wenn sich nicht ein gewichtiges Bedenken dagegen erhöbe. Wir haben nämlich zu befürchten, daß dadurch der Sieg des Sozialdemokraten im ersten Wahlgange herbeigeführt würde, dessen Aussichten durch die heftige Agitation der Linksliberalen wohl noch gegen früher zugenommen haben. Unser dringender Rat Mitglieder und Freunde kann also nur lauten, sich an der Hauptwahl zu beteiligen, um sowohl gegen den sozialdemokratischen als den freisinnigen Kandidaten abzustimmen."
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an
Darmstadt. In der letzten Sitzung der hie sigen Bezirksgruppe des Hansa- Bundes wurde einstim mig gegen die Reichstagskandidatur des Freiherrn von Heyl- Worms im Wahlkreise Worms- Heppen= heim- Wimpfen entschieden Stellung genommen. Es wurde beschlossen, bei der kommenden Reichstagswahl für Rittergutsbesitzer Arthur Becker- Bensheim zutreten, der als einziger Kandidat des Wahlkreises Worms- Heppenheim- Wimpfen die Gewähr dafür biete, daß er in seiner eventuellen parlamentarischen Tätigkeit die Grundgedanken des Hansa- Bundes vertreten werde.
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ein
n Gießen. Der Großherzog hat den Regierungsbaumeister Dr.- Ingenieur August Walloth zu Gießen zum Vorstand eines Eisenbahnbetriebsamtes in der Hessisch- Preußischen Eisenbahngemeinschaft ernannt.
n Gießen. Geh. Justizrat Professor Dr. Bier halten. Prof. Dr. med. Otto v. Franquee, Direkmann hat einen Ruf an die Universität Halle erdie Universität Bonn angenommen. for der Frauenklinik in Gießen, hat die Berufung an
n Gießen. Eine Trauerfeier für den BeigeordneBeteiligung in der Kapelle des neuen Friedhofs statt. ten Geh. Justizrat Dr. Schäfer fand bei zahlreicher derte darin den Charakter und die rastlose Tätigkeit des Pfarrer Bechtolsheimer hielt die Gedächtnisrede und schilVerstorbenen im Beruf, im öffentlichen Leben und im Streise seiner Familie. Kranzspenden legten nieder LandProvinzialdirektor Geheimerat Dr. Usinger für die gerichtspräsident Güngerich für die richterlichen Kollegen, Kreis- und Provinzialverwaltung( der Entschlafene war noch am Vortage seines Todes in der Sitzung des 16jährige Tätigkeit Dr. Schäfers als Stadtverordneter, Kreistages tätig), Oberbürgermeister Mecum für die schichtsverein, dessen Vorstand Dr. Schäfer 16 Jahre Geh. Hofrat Prof. Dr. Behaghel für den oberhess. Gelang angehörtek Weitere Ansprachen hielten noch Rechtsanwalt Engisch für den Freundeskreis und Stadtverord neter Löber für die Altersgenossen des Entschlafenen. 3ial- Siechenanstalt waren Geheimrat Dr. Usinn Gießen. Zur Weihnachtsfeier in der Provin Haberkorn, sowie zahlreiche Ehrengäste erschienen. An ger, Beigeordneter Keller und Stadtv. Medizinalrat Dr. vier verschiedenen Stellen waren in recht geschickter Weise Gabentische aufgestellt. Jm großen Männerbau, im großen Frauenbau, in der Männerbarade und in der Frauenbaracke brannten Lichterbäume. Nach einleitenStreisassistenzarzt Dr. Langermann eine Ansprache, woden Weihnachtsliedern hielt der Direktor der Anstalt, rauf die Verteilung der Geschenke erfolgte. Mancher der alten Leute hat auch von daheim eine Gabe erhalten oder konnte gar an den Feiertagen Besuch aus der Heimat empfangen. In der Landes- Heil und Pflegeant a It wurde zum ersten Male Weihnachten gefeiert und dabei zugleich die Kapelle eingeweiht. Den Weihnachtsabend leitete ein Gottesdienst ein, Pfarrer Adolph die Weihe vornahm und die Predigt dem der größte Teil der Kranten teilnahm. Während hielt, trug ein Chor, der aus Insassen der Anstalt und Kapelle befand sich der Lichterbaum. Die Chriſtbescherdem Wärterpersonal gebildet war, Gesänge vor. In der ung an die Patienten fand in jeder Abteilung gesondert statt.
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an
n Gießen. Von der philosophischen Fakultät der Universität wurde der Generalleutnant Max Bahr= feldt zu Allenstein i. Ostpr., ein ausgezeichneter Kenner altrömischer Münzen, ehrenhalber zum Doktor nannt.
er=
in einem längeren gemeinsamen Wahlaufruf zur Stimmn Gießen. Die beiden liberalen Parteien fordern Erkelenz, auf. abgabe für ihren Kandidaten, den Gewerkschaftssekretär
n Gießen. Durch die außergewöhnliche Size in möglich, schon im August und September etwa 1000 diesem Jahr war es der Verwaltung der Kläranlage Rubikmeter Klärbedensch I am m umsonst abzugeben. Dieser Schlamm ist ein wertvolles Dungmittel. Bei eintretendem Frostwetter werden weitere 4000 bis 5000 Rubikmeter unentgeltlich an der Kläranlage abgegeben.
o Wagenborn- Steinberg. Eine Anzahl bedürftiger hiesiger Bergmannsfamilien und Hinterblie benen von Bergleuten erhielten auch dieses Jahr zu
Mainz. Auf Veranlassung des Hansabundes hat eine Ausschußsizung der Fortschrittlichen Volkspartei stattgefunden, in der mit großer Majorität beschlossen wurde, in neue Verhandlungen mit den Nationalliberalen wegen Aufstellung eines gemeinschaftli- Weihnachten aus der C. W. Fernie'schen Verwaltung chen Reichstagskandidaten einzutreten.
Hessische Landtagswahlen 1911.
§ Bingen. Das amtliche Wahlergebnis der Landtagswahl in Bingen- Stadt lautet: Soherr( 3tr.) 664, Gallus( Fr. Vp.) 172, Jbing( S03.) 117 St.
Aus Stadt und Cand.
Gießen, den 28. Dezember 1911.
* Der Großherzog empfing u. a. den Redakteur Neurath, 1 Vorsitzender des Skiklubs in Gießen. Hochwasser in West deutschland. Da ein starker Regen seit mehreren Tagen fast ununterbro
Unterstützungen.
s Darmstadt. Auch hier werden nun, nachdem das Reichsgericht sich gegen die Erhebung des Oftrois auf Wildpret und Geflügel ausgesprochen hat, an die Stadt Rückerstattungsansprüche gestellt. Ein hiesiger Händler will eine in die Tausende gehende diesbezügliche Forderung erheben.
! Worms. Für die Minderbemittelten werden bei Vorzeigung eines Scheines, der ihr Einkommen von oder unter 1500 Mt. bestätigt, Kartoffeln in großen und kleinen Quantitäten bis zu 25 Pfund zum Preise von 4 Pfg. das Pfund gegen Barzahlung abgegeben.
! Bensheim. Das hiesige Lehrerseminar gibt soeben bekannt, daß an Ostern 90 3öglinge mehr aufFortsetzung auf der 4. Seiie.
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Die Versöhnung unterm Weihnachtsbaum.
Beriöhnung term moihnachtsbaum
Manche nennen
unbeugsamer Fleiß
es Glück,
aber
Die Versöhnung unterm Weihnachtsbaum.
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und Gewissenhaftigkeit, die raich non Stufe 311 Stufe klimmen bei Gerner
und anscheinend balbverbungerte mend mehr zu sagen, nur
ihn in
bie Tränen rannen ihm Was hier Not tat, wußte
Geficht.
Gerner wohl; er führte den
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