Alle abgebildeten Modelle können leicht im Haufe gefchneidert werden
mit Hilfe von favoritichnitten.
Zu beziehen durch die hiefige Verkaufstelle: Alex. Salomon& Co., Schulítraße.
Das Reich der
der Frau.
Außer der Modell- nummer gebe man bei Beftellung von Schnittmustern der Internationalen Schnittmanufaktur zu Dresden- I. 8, 29-51 als Maß an: für Talllen die Hälfte der Oberweite, für Röcke die ganze Hüftweite, die, wie die nebenítehende Abbildung zeigt, zu nehmen find.
11, XXI.
Was es neues gibt.
Die Pariser Mannequins, die die cührigen Inhaber bekannter Modeateliers in Berlin, Bamburg, Dresden und anderen Städten famt neuester Pariser Schöpfungen direkt aus dem Seine Babel kommen Ließen, haben uns außer der Kri noline nicht piel Ueberraschendes gebracht. 3war sind die Röcke um ein Weniges, vielleicht etwa um 20-25 cm weiter geworden. Einige scheinen durch aufgesetzte Rüschen, Dolants, Plifees und Pelzrollen es auch nur zu sein, während die Grundform noch das Dorjährige Maß aufweist. Nun, da haben wir gleich verraten, daß die Röcke jetzt wieder reich garniert getragen werden; dazu er scheint auch in zahlreichen Dariationen der Puffärmel und das Sichu, und selt. samerweise sahen wir mit einem Marie Antoinette. fi vereint die neue
rinoline. Man scheint es also zu lieben, die Moden verschiedener Beiten in einem neuzeitlichen Kostüm zu vereinen. Wir können diefe Krinoite mit Recht die neue" krinoline nennen, denn mit dem Drahtgestell des zweiten französischen Kaiserreichs hat sie nicht die mindeste Aehnlichkeit. Ueber einen ziemlich engen Rock fällt sie als Tunika gleich einer Glocke, was der Sigur gerade keine schöne Sorm verleiht. Wer eine einfache, solide Toilette der extravaganten vorzieht, wird daher auch wohl von
dem Erperiment dieser Krinolinentunika absehen. Wir verfchmähen es deshalb auch, unseren Modellen diese neueste Pariser Sensation hinzuzufügen! Dagegen bringen wir Röcke mit duftigen Volants, kleidsame Sichus und gefällige Tunikas, die sowohl für den Ballfaal als auch für
fr. 4513. Gesellschaftskleid mit Spitzenüberkleid.
v. 31478. Sächer mit Plattft.
Konzerte, Theater und größere Gesellschaften passen und mit denen die deutsche Srau, ohne aufzufallen, sich schmücken kann. Wer nun gar imstande ist, sich diese Kleider mit Hilfe der Savoritschnitte selber zu schneidern, wird ihnen dadurch natürlich noch einen höheren ideellen Wert verleihen.
Ar. 5582. Ball and Gesellschaftskleid.
Frauen!
B. G.
Beschreibung der Bilder. Gesellschaftskleid mit Spihenüberkleid Nr. 4513. Ueber ein weißseidenes, schleppendes Unterkleid fällt das hübsche, aus schwarzem Spitzenstoff gearbeitete Ueberkleid. Bei der ausgeschnittenen Taille sind die Vorderteile schräg übereinander. gelegt und ein Gürtel mit einer Rosette deckt den Rockansatz. Aeltere Spitzenkleider lassen fich sehr gut zu dem beschriebenen Ueberkleid verwenden. Der Schnitt ist vorrätig in 42, 44, 46, 48, 50, 52 cm halber Oberweite für 70 Pf. Kleid mit Prinzeßtunika Ar. 5581. Diefe Tunika aus neulila Seide fällt über ein Unter. kleid aus weißem Spitzenstoff. Die reiche Relief. Goldstickerei wiederholt sich an der Taille und den angeschnittenen Aermeln. Schnitt vorrätig in 44, 46, 48, 50, 52, 54 cm halber Oberweite für 1,25 m. Vorzeichnung zur Stickerei erhältlich unter Пr. 31 059 für 1,20 m.
8. H. Sächer mit Schablonen. malerei.
fr. 30290. Bandschuh mit Gülldurchzug.
Nr. 31024. Bandschuh mit Bändchenarbeit.
fr. 4552. Bletb für Ronzerte und Theater.
Ball- und Gesellschaftskleid im Reformschnitt Ar. 5582. Bellgrüne Seide, weißer Spitzenstoff und etwas dunkleres Seidenband bilden das Material zu diefem hübschen Ball- und Gesell. schaftskleid. Reiche Spitzenvolants mit breiten Einsätzen garnieren den seidenen Rock. Aus Spitzen ist auch die fichuartig gearbeitete Taille, über deren Ausschnitt eine kleine Goldstickerei gelegt, während der eigentliche Labz nebst Stehkragen aus Tüll gefertigt ist. Eine Schleife aus dunkler getönter Seide mit langen Enden markiert den seitlichen Schluß. Schnitt vorrätig in 44, 46, 48, 52, 56 cm halber Oberweite für 1,25 m.
Ballkleid für junge Damen Ar. 4513. Ueber den Rock von altrosa Seide fällt eine Tunika von gleicher Sarbe. Einen schönen Kontrast zu dem Rosa und den
crême Spitzen bildete der am Bals. ausschnitt eingesetzte schwarze Tüll.
besatz. Breite Spitzen fallen fichu. artig über die Taille, find an die glatte Tunika gesetzt und wieder. holen sich in etwas breiterer Sorm am unteren Rockrand. Eine rosa Bandrosette und ein Gürtel von gleicher Sarbe vervollständigen den Ausputz der Taille. Schnitt der Taille unter Nr. 4513 vorrätig in 42, 44, 46, 48, 50, 52 cm halber Oberweite für 70 Pf.; Schnitt des Rockes mit Tunika unter nr. 3196 in 96, 100, 108, 116, 125 cm Büftweite für 80 Pf.
Kleid für Konzerte und Theater Nr. 4532. Dieses einfache, aber dennoch elegante Kleid folgt eben. falls der Schwarz- weiß- mode, die
fr. 13007. Glatte Untertattle.
Beachtet, lefet und abonniert die
do
zu kleidsam und vornehm ist, um f abgesetzt zu werden. Ueber ein schwarzen Sammetrock fällt eine gla fchwarz und weißgestreifte Tunika in der vorderen Mitte mit Samm knöpfen und Schlingen besetzt ift miederartig an die Taille hinauffe Die Querstreifen des angeschnitten Aermels werden durch einen schwar nach unten spitz zulaufenden Samm einsatz, der schon auf der Achsel an vorteilhaft unterbrochen. Aermelm schetten und der untere Latz find
falls aus Sammet. Balsausschnitt wird du weiße Spitzen ausgefi aus denen auch der St kragen geformt ist. Schnitt der Taille ift beziehen unter Nr. 4532 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56 halber Oberweite für 60 p der des Rocks unter Ir. 322 in 96, 100, 108, 116, 125c Büftweite für 80 Pf.
Glatte Untertaille v. 130 Wenn das Oberzeug sitzen soll, so ist die Grun bedingung dazu, gut fitende Unterzeug zu tragen.& sonders Unterrock und Untertaille müssen eins guten Schnitt haben u forgfältig ausgearbeitet sein; nähen die Pariserinne deshalb doch das Unter ganz mit der Band, da erwiesen ist, daß die ban näherei mehr nachgibt das mit der Maschine nähte und infolgedeffen f dem Körper beffer a schmiegt. Ar. 13007 ift m viereckigem Ausschnitt u kurzem Aermelansat g beitet und zeigt einen Ba durchzug, der aber nicht
bunter Sarbe gehalten
werden darf, sondern unh dingt weiß sein muß, den keine Dame wird dur bunte Bänder die Aufme samkeit auf ihr Unter lenken. Also bitte nur wa dazu zu wählen. Ar. 13 hat einer kleinen, runde
Ausschnitt und kurze Aermel Auch hier wi der Balsausschnitt da eingezogenes Band belie weiter und enger geform Es empfiehlt fich, bei d selbstgearbeiteten Wäs auch die Spitzen selber Nr. 5531. Bleid mit Prinzeßtanita. häkeln, zu sticken oder 19 klöppeln. Auch die feine Srivolitätenarbeiten sind wieder in Aufnahme gekommen und eignen sich befond
5581
zu ganz feinem Batist. Ar. 13007 ist als Schnitt vorrätig in 42, 44, 46, 48, 52, 54, 56, 58, 60 cm halber Oberweite für 50 Pf., Nr. 13009 in 44, 46, 48, 50, 52, 54, 58, 60 cm halber Oberweite ebenfalls für 50 Pf.
Bu kurzen Aermeln gehört unbedingt der lange Bandschuh, der stets am luftigsten und deshalb am angenehmsten zu tragen, wenn er aus Tüll oder in Silet gearbeitet ist. fr. 31024 ist auf Tüll im Bändchenmuster gehalten, das, auf Rattun gezeichnet, für 1 m. erhältlich ist. Ar. 30290 zeigt einen hübschen Tülldurchzug. Dieses Muster ist für 50 Pf. zu beziehen.
Auch Sächer find haltbarer und machen uns vielleicht auch mehr Sreude, wenn wir sie selber gearbeitet haben. In Bandarbeit und in Schablonenmalerei sind sie leicht und ange nehm auszuführen. S. 1 stellt ein Muster in Schablonenmalerei und im Stilstich dar, das für 40 Pf. erhältlich ist. Ar. 31478 ist mit bunter Seide im Plattstich ausgeführt. Das Muster ist für 50 Pf. zu beziehen.
Der große But.
Wenn der Herbst uns auch kleinere Butformen gebracht hat, so ist damit dem großen but noch nicht das Todesurteil gesprochen, er wird vielmehr fortleben und soll, was vielleicht gar nicht so wünschenswert wäre, an Weite des Randes noch gewonnen haben. Die Köpfe find meistens flach oder wie Balbkugeln, die Ränder geneigt, wie bei der Cloche, oft jedoch auch vorne aufgeschlagen. neben großzen, ganz schwarzen Sammethüten werden großze
fe. 13009. Untertitle- unit rundem nofipulit.
Empfeblt bei den Geschäftsleuten die
Sormen aus weißem Tuch, ge rippter Seide oder Chiffon mit schwarzem Sammet oder Seiden. rändern und schwarz gefüttert, getragen, doch gibt es auch Sammethäte mit Sülzrändern. Die unverzeihliche Verschwendung, die in den letzten Jahren mit den koffbaren Straußfedern getrieben, hat eine große Lücke in diefen Artikel gerissen. Die echten Weiher reichten auch ja schon lange nicht mehr aus, statt deffen müssen wir uns jetzt mit Gura federn behelfen, um den Bedarf zu decken. Wie schon bemerkt, herrscht schwarz und weiß in der Fautmode vor, daneben aber auch dunkelblau, pflaumenblau, maul. murfgrau, braun und das neue Tête de negre. depop
311
fe. 4513. Balleid für jung
" Giessener Zeitung
An
Nummer 23.
25. Oktober 1911.


