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schon test etve übervolle Schule mit 78 Kindern hat, traute feinen Ohren nicht. Aber es war damit wirklich ernst. Bu allem Malheur für den unglücklichen Lehrer waren nun gerade der Pastor, der Schulinspektor und der Gemeindevorsteher verreist; auch der Landrat in Tondern war abwesend. Der Lehrer Iteß also, da er dte vielen Kinder in dem Schulgebäude nicht unterbringen fonnte, Bänke auf die Hausdiele und vor das Haus stelIen, ist aber im übrigen ratlos. Es wird einmal festgestellt werden müssen, ob eine Gemeinde sich so ohne weiteres eine solche Zigeuner- Invasion gefallen lassen muß.
Die neuesten Meldungen über die Affäre im öfters reichischen Kaiserhause lauten dahin, die kirchliche Trauung des Erzherzogs Ferdinand Carl mit Fräulein Czuber foll Ende November oder Anfang Dezember in Tirol stattfinden. Später wollen die Neuvermählten thren ständigen Aufenthalt in Schloß Rottenstein bet Meran nehmen. Von glaubwürdiger Seite wird jetzt behauptet, daß der Kaiser seine Zustimmung zu der Vermählung des Erzherzogs Ferdinand Karl mit Fräulein Czuber nicht gegeben habe und voraussichtlich auch nicht geben werde. Vor mehr als vier Wochen hat sich der Erzherzog mit einem schriftlichen Gesuch an den Kaiser gewandt und außerdem ein Mitglied des kaiserlichen Hauses zum Fürsprecher gehabt. Der Erzherzog erklärte, daß er von seinem Fräulein Czuber gegebenen Ver= sprechen nicht zurücktreten könne und, falls er die Einwilligung des Kaisers nicht erlange, aus der kaiserlichen Familie austreten und alle seine Titel und Funktionen niederlegen werde.
Ein raffiniertes Berbrechen. Als am Montag in Mähren zwischen den Orten Nohes und Radisfowiesch
schlug mit Stöcken und Schirmen auf ihn ein, so daß schließlich eine Polizeiabteilung thn unter ihren Schutz nehmen und zum Hotel geleiten mußte, wo die Demonstrationen noch lange anhielten. Cook retst von Kopenhagen nach Berlin und von dort nach Paris, wo er indessen keine Vorträge halten wird.
Der 3wed von Tadinen.
Von zuverlässiger Sette wird der Inf." mitgeteilt: Es muß der Anschauung begegnet werden, daß das Majolikawerk des Kaisers in Cabinen ein industrielles Unternehmen sei, das einen möglichst großen Ertrag abzuwerfen habe. Diese Ansicht, die auch jetzt wieder in der Presse zutage trat, ist durchaus trrtümilch, denn das Wert arbettet ohne jeden Verienst. Der Betrieb der Majolikawerke zu Cadinen dient nur der Befrie= digung einer künstlerischen Neigung des Kaisers. Aus diesem Grunde kommt in erster Linie der Künstlerische Wert der Arbeiten in Betracht. Aus Anlaß der Verwendung von Cadiner Majoliken in der Weinhandlung von Kempinskt wurde fernerhin mitgeteilt, daß der Katser sich davon auch einen vergrößerten Absatz der Erzeugnisse und damit auch eine geschäftliche Vergrößerung verspreche. Demgegenüber muß festgestellt werden, daß das Majolttawert augenblicklich bereits auf 2 Jahre hinaus mit Arbeiten versehen ist. Trotzdem der heutige Betrieb mit 9 Arbettern zur Befriedigung aller Aufträge also nicht im Entferntesten ausreicht, ist aber eine Vergrößerung des Werkes nicht beabsichtigt, da es kein kaufmännisches Unternehmen ist.
Feuer gegen ihn, das thn zwang, zurückzuweichen. Dieser italienischen Stegesnachricht steht folgende türkische gegenüber: Konstantinopel, 27. Oktober. Gestern nachmittag erfolgte östlich von Benghast ein Zusammenstoß zwischen den Italienern und den türkischen Truppen, die durch Freiwillige des Stammes der Snufft, die sich in der Dafe von Hadada verschanzt hatten, verstärkt wurden. Bei den Kämpfen sollen 400 Italiener gefallen sein. Weitere türkische Verstärkungen.
Konstantinopel, 27. Oktober. Eine an zuständiger Stelle eingegangene Depesche aus Tripolts meldet, daß der erste Trupp der berittenen Krieger der Stämme Tibu und Tuaregg in Stärke von 10 000 Mann in Tripolitanien eintraf. 4000 verblieben in Tripolis, der Rest soll nach Benghast gehen. Die Leute sind sämtlich gut bewaffnet und ausreichend mit Lebensmitteln versehen. Ein Teil der Truppen besteht aus Kamelreitern.
Drabtnachrichten und neuestes.
Ein Sympathie streik der Tabakarbeiter.
Bremen, 27. Oktober. In einer gestern abend abgehaltenen Versammlung der Tabatarbeiter wurde beschlossen, in Hamburg, Altona und Bremen in einen Sympathiestreif einzutreten, falls bis Sonnabend die Verhandlungen wegen Beilegung des Streits der Tabakarbeiter in Westfalen und Lippe keinen befriedigen= den Verlauf genommen haben.
Folgenschwerer Unfall im Kieler Hafen.
die schwer verstümmelte Leiche eines 35jährigen Katastrophe 35jährigen Katastrophe bei einer Gelddienstübung. 10% Uhr der in den hiesigen Hafen einlaufende fleine
Mannes gefunden wurde, glaubte man, daß der Ermordete die eines Chauffeurs namens Tomann sei, der frither beim Fürsten Salm beschäftigt war und erst vor furzen sich in eine Lebensversicherung hatte aufnehmen laffen. Weitere Ermittlungen ergaben, daß der Ermordete kleiner als Tomann war. Seine Persönlichkeit fonnte bisher nicht ermittelt werden. Er hatte Tomann auf der Reise begleitet und Tomann hat, wie angenommen wird. den Mord ausgeführt, um einen äußerst raffinierten Betrug ins Werk zu setzen. Er zog der Leiche feine eigenen Kleider an und steckte in die Taschen verschiedene an Tomann gerichtete Briefe. Auf diese Wetse wollte er die amtliche Feststellung seines Todes herbetführen, um in den Besitz der Lebensversicherung zu ge= langen.
Amazonenkampf im Charlottenburger Amtsgericht. Wenig schöne Szenen spielten sich Donnerstag mittag Im Treppenhause des Charlottenburger Amtsgerichts ab, nachdem das Schöffengericht einen Beleidigungsprozeß beendigt hatte: Ein Fabrikant hatte setne frühere Angestellte megen beleidigender Aeußerungen verklagt. Von beiden Parteten maren zahlreiche Zeuginnen, frithere und jetzige Angestellte des Fabrikanten, geladen. Der Fabrikant zog schließlich auf Anraten des Richters die Beleidigungsflage zurück. Nun aber kam es vor den Toren des Stzungssaales zu erregten Szenen. Die Geschäftsdamen beschimpften sich gegenfettia, eine be= schuldtate die andere des Meineids, und schließlich bildeten sich zwet feindliche Lager, die in Kampfesstimmung aufeinander losschlugen. Man riß sich die Hütte vom Kopf und raufte sich die Haare aus, bis schließlich ein Gerichtsdiener dem Kampf der„ Amazonen" ein Ende berettete.
Coots Fiasto in Kopenhagen.
Ueber das Auftreten des„ Nordpolentdeckers" Cook in Kopenhagen werden zu den bisher gemachten Mittellungen noch weitere Einzelheiten gemeldet. Das Lokal war von Tausenden von Menschen angefüllt, ebenso viele harrten auf den Straßen und vor dem Hotel. Als Cook auf der Straße erschien, brach ein unbeschreiblicher Lärm aus. Es ertönten Nufe: Betrüger, Schwindler! Nieder mit Cook!" Nur mit Mühe konnte er in seinem Automobil das Versammlungslokal erreichen. Als er dort die Tribine bestieg, erneuerten sich die Skandalszenen, die eine halbe Stunde dauerten. Währenddessen saß Cook ruhig und lächelnd auf der Tribüne. Als Ruhe eingetreten war, begann er seinen Vortrag; er schilderte zunächst an Hand von Lichtbildern seine befannte Nordpolreise, dann richtete er heftige Angriffe gegen Beary und ging schließlich auf das Urteil der Untersuchungsfommission der Kopenhagener Universität gegen thn ein. Er sagte, das Urteil set zwar hart, aber ehrlich gewesen. Die Untersuchungskommission habe nur ausgesprochen, daß er nicht genug Beweise für seine Behauptung geliefert habe. Am Schlusse feines eineinhalbstündigen Vortrages appelterte er an die Zuhörer, sich selbst ein Urteil über ihn und Peary zit bilden. Während des Vortrages hatten fich die DemonStrattonen häufig wiederholt. Als Cook das Versammfungslokal verließ, empfing thu etne hundertköpfige Menge mit wildem Gefohle und Proteftrufen. Man
Heinroth erzählte ihm alles, was er wußte, und Frizz sagte:„ Der arme Doktor besitzt meine volle Sympathte. Ich glaube kein Wort von dem, was die Bettungen da über ihn zusammengebraut haben. Was in meinen Kräften steht, werde ich zu seiner Rehabilitation beitragen."
" Das tun Ste nur! Er wird nach diesen aufregenden Worten guten Trost und freundliche Teilnahme sehr gebrauchen können."
Als Fritz seine Braut in der Equipage des Justizrats nach ihrem Heim zurückbrachte, sagte ste zu thm: „ Das sind ja reizende Leute! Das Fräulein besonders tst ein entzückendes Wesen. Wo hat sie nur dieses tabellose Englisch her?"
" Ja, sie war immer sehr flug und hat viel gelernt" " Und Du duzt Dich mit ihr?"
„ Warum soll ich nicht? Wir fannten uns schon als halbe Kinder. Es wäre doch sonderbar gewesen, wenn ich das jetzt hätte ignorteren wollen."
" Du hast Dich sehr viel mit ihr unterhalten und wurdest ordentlich feurtg dabet."
Hg?"
Meine liebe Felicia ist doch nicht etwa elfersüch" Wer weiß?" versetzte sie mit feinem Lächeln. " Und was macht Affeffor Mallmis?" fragte er mit Jetser Fronte.
Ah so, tch verstehe! Du möchtest mir mit Gleichem bergelten. Nun ich habe thn tatsächlich mehrere Male gesehen. Er besucht test sogar seine Tante merkwürdig oft. Und es beluftigt mich immer, wie er mich mit ſet= hen wasserblauen Augen anstarrt und dabet fetnen forgfältig a l'empereur gebrannten Schnurrbart streicht." Also er belästigt Dich?"
Ja taum."
Davon kann gar keine Rede sein. Ich beachte ihn Möchtest Du nicht von dort wegztehen?" " nein mit allen übrigen bin ich ja sehr zufrie=
Eine Katastrophe, die durch unverantwortliche Nachlässigkeit hervorgerufen wurde, ereignete sich bei etner Felddienstübuna stbirischer Truppen. In der Nähe der Ansiedelung Beresowka im Baikalgebiet hielten die 17. und 18. ostsibirischen Schüßen und eine Batterie eine Gefechtsübung ab. Der Befehl zur Feuereröffnung wurde gegeben. Da geschah etwas Furchtbares: scharfe Gefchoffe fielen in die Reihen der marschbereit aufgestellten Referven. Eine Sefunde lang stan= den die Soldaten wie versteinert da; dann warfen sich die meisten instinktiv nieder, um den Geschossen zu ent gehen. Doch wälzten sich bereits viele Getroffene im Todeskampfe am Boden. Auf der Stelle wurden 10 Soldaten getötet, über 50 schwer verwundet. An dem Unglücksort erschienen alsbald Aerzte und Krankenpfle ger. Die Untersuchung ergab, daß man vergessen hatte, die vom letzten Scharfschießen noch geladenen Rohre zu entladen.
Böse Aussichten für die Italiener.
Dem Siegesjubel der Jtaltener tst die Ernüchterung rasch gefolgt. Die Tore von Tripolis boten ihnen keine Gefahr, aber aus der großen Dede, in die sie nun eindringen sollen, senden ihnen Türken und Araber bitteren Tod. Aus den Angreifern sind die Angegriffenen geworden, und der ermüdende, entmuttgende Kleinkrieg, der dem Angegriffenen kaum Gelegenheit zur Gegenwehr, geschweige denn zum wuchtigen Schlage gibt, fordert Opfer auf Opfer. So geht es schon am Rande der Wüste, wo doch nur von Menschen Gefahr droht. Es bedarf feiner großen Phantaste, sich auszumalen, welches Schicksal derer harrt, die in dieses unbekannte, trostlose Land vorrücken sollen, das an sich voller Ge= fahren und Schrecken fitr den Fremden tst. Ueber die letzte große Expedition in das Innere von Tripolis Itegen folgende, aus deutscher Quelle stammende Nachrichten vor:
Die Lage der Italiener in Tripolis scheint nicht sehr beneidenswert zu sein. Nach privaten Meldungen verlief eine scharfe Retoanoszterung nach dem Süden, an der zwei Infanterie- Regimenter mit Artillerie tetlnahmen, ergebnislos. Die Expedition blteb nach 3 Stunden im Sande stecken und mußte um kehren. Im allernächsten Hinterlande der Stadt Tripolts befinden sich 30 000 trreguläre arabische Retter unter türkischen Offizieren. Die türkischen Vorposten stehen 12 Kilometer südlich von Tripolis bet Ainsara, die Hauptmacht Itegt dahinter. Araber bringen die Nachricht, daß die dortigen Bergtetten stark be= festtat worden sind. Die tfaltentschen Vorposten von Tripolis meisen Lücken auf. Die schweren Pferde, MaulHere, sowohl als Efel, dte hter gelandet werden, sind im Sande unbrauchbar, da ste nicht trainiert sind und täglich zweimal getränkt werden müssen, anstatt zmeitägig. wie dies infolae Wassermangels nur möglich ist. Die Cholera ist bet den Italienern im Zunehmen begriffen. Die Lebensmittelpretse steigen.
Die heutigen Kriegsberichte.
Tripolts, 27. Oftober. Gestern machten die Türfen und Araber einen heftigen Angriff auf die Italiener, wurden aber zurückgeschlagen. Die Verluste der JtaItener waren gering. Das 2. Regiment Iteß den Feind nahe herankommen und eröffnete dann ein mörderisches
den. Und außerdem ist die Gesellschaft nicht uninteressant. Wir müßten einmal eine dortige Abendsizung mitmachen."
Friz verzog sein Gesicht.„ Danke ergebenst!" sagte er trocken.
,, Nein, nein, wetse es nicht so rasch zurück! Es wird Dich interessieren. Frau Mohrmann- Mallmit hält nämlich mit einem Kreise Eingeweihter häufig spirtHistische Sitzungen ab, ob aus Ueberzeugung oder um Geld damit zu machen, ist mir noch nicht recht klar. Tatfache ist jedenfalls, daß an einem solchen Abend, wie mir ein geschwätziges Dienstmädchen erzählte, nicht gerade viel verzehrt wird, aber das Wentge muß sehr teuer bezahlt werden. Und die bloße Teilnahme an te= der Sitzung kostet für die Person auch schon 5 Mark." " Also eine ganz smarte Dame, wie man drüben sagen würde."
,, Scheint fo! Trozdem möchte ich einmal dabet setn. Natürlich nur in Deiner Gesellschaft."
Aber ich bitte Dtch, Itebe Feltcta! Was für einen Zweck soll denn das haben?"
„ Frau Mohrmann- Mallmiz hat mir verschiedentlich geheimnisvolle Andeutungen gemacht, daß sie gerade jezt ein ausgezeichnetes Medium hätten, das die rätselhaften Vorgänge durchschauen könne."
„ Ach so! Und da sollen wir diese Torhetten zu Hilfe nehmen, um den Verbrecher ausfindig zu machen?" „ Torhetten?"
" Nenns wie Du willst, ich kann mich nicht dafltr begeistern."
„ Man kann es doch auf einen Versuch ankommen laffen."
,, Von Dir wundert mich das übrigens besonders, Felicia. Du, die sonst so aufgeklärt in jeder Hinsicht ist!" Ste sah nachdenklich vor sich hin.„ Man kann nte wiffen! Es soll Fälle gegeben haben
,, Glaub ich nicht! Charlatanerte oder bestenfalls unbewußte Selbsttäuschuna!"
Kiel, 27. Oktober. Als gestern abend gegen
Kreuzer München" an einer Boje festmachen wollte, verunglückten bei der Ausseßung eines Bootes ein Maat und sechs Matrosen, die sämtlich ertranfen.
Kaiser Franz Josef wohlauf.
Wien, 27. Oftober. Der Kaiser hat die letzte Nacht wieder gut verbracht und heute früh beizeiten gearbeitet. Im Laufe des Vormittags nahm der Kaiser Vorträge entgegen. Der Schnupfen verläuft völlig normal.
Durch einen vom Sturm entwurzelten Baum erschlagen. Paris, 27. Oftober. In Lagny wurden gestern zwet junge Leute, die eine Wagenfahrt unternahmen, von einem durch den Sturm entwurzelten Baum erschlagen.
Berliner Getreides und Schlachtviehmarkt.
Das Exportgeschäft in Wetzen und Roggen war in der letzten Woche recht still. Einersetts waren die Preisgebote des Auslandes zu niedrig, und anderer= setts hatte sich die Spekulation wegen der Ungewißhett, oh an den Zöllen oder an dem Einfuhrscheinsystem eine Aenderung vorgenommen werden würde, für spätere Abschlüsse die größte zurückhaltung auferlegt. Die ablehnende Erklärung des Reichskanzlers machte auf den Markt jedoch gar keinen Eindruck. Das Geschäft blieb still, die Notterungen neigten wetter zur Schwäche. Nur Roggen war schließlich etwas fester infolge einiger Deckungen. Hafer war auf Abladung reichlicher angeboten und mußte bet mangelnder Kauflust billiger abgegeben werden. Gerste war fest, und auch Mats stellte sich eher etwas höher, da Amerika zurückkauft. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im Dezember wie folgt: Weizen 209,25 M, Roggen 186,25 M., Hafer 185,75 M., Mais 169,50 M
Preise des städtischen Schlachtviehmarktes. 1. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, ungefocht 78-86 M., b) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 73-80 M., c) maBtg genährte funge und gut genährte ältere 58-72 M, 2. Bullen: a) vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 75-81 M., b) vollfleischige jüngere 71 bis 79 M., c) mäßig genährte füngere und gut genährte ältere 62-74 M., 3. Färsen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes- M., b) vollfleischige, ausgemästefe eithe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren 67-70 M, c) ältere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 60-65 M, d) mäßig genährte Kühe und Färsen 51 bis 57 M., e) gering genährte Kühe und Färsen bis 58 M., f) gering genährtes Jungvteh( Fresser) 50-66 M. 4. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 100-136 M., 6) feinste Mastfälber 97-105 M, c) mittlere Mast- und beste Saugtälber 83-93 M., d) geringere Mast- und gute Saugfälber 70-84 M., e) geringe Saugfälber 45 bts 65 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und Jüngere MastHammel 72-82 M., b) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 62-70 M c) mäßig genährte Hammel und Schafe 44-64 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Rentner Lebendgew. 64 M., b) vollfleischige Schweine 240-300 Pfd. 62 618 63 M, c) vollfleischige 200-240 fd. 59-62 M., d) vollfleischige Schweine 160-200 fb. 55-59 M., e) vollfleischige Schweine unter 160 Pfd. 50-54 M., f) Sauen 55-56 M.
„ Man hört so seltsame Geschichten
„ Ich merke schon, daß Du immer wieder Einwände findest. Und damit Du mir nicht etwa mit dem Vorwurf kommen fannst, ich hätte irgend eine Nachforschung nach der Spur unterlassen, so will ich mich zur Teilnahme entschließen. Vielleicht letste ich meinen Mitmenschen einen guten Dienst, wenn diese Gesellschaft entlarvt wird. Werden die Teilnehmer untereinander vorgestellt?"
" So viel ich gehört habe, nicht. Die Einführung durch Frau Mohrmann- Mallwth genügt."
" Und bet thr selbst tst man durch Zahlung von fünf Mark legitimiert, so ist's richtig! Wie ist das übrigens, hast Du Dich schon an einen Privatdetektiv gewandt, wie Du beabsichtigt?"
" Nein. Vielleicht werde ich selbst ein wenig Detekttv sptelen."
Frtz schüttelte ungläubig lächelnd den Kopf. Die Equipage hielt. Er gab feiner Braut einen fräftigen Kuß, half ihr beim Aussteigen und fuhr zurück.
6. Kapitel.
Jst Herr Doktor Waldow berett?" fragte der Untersuchungsrichter die beiden Kommissare, die ihm soeben Bericht über die neuesten Nachforschungen erstat tet hatten.
Jawohl," verfette Herr von Bardekow würdevoll. " Ich habe thn bereits vor einigen Tagen unter der Hand auf das Verhör vorbereitet, indem tch thm sagte, daß er nach seiner nunmehrigen Genesung vor seiner Rückkehr in sein Helm unbedingt hier noch einige Fragen beantworten müsse."
( Fortsetzung folgt.)


