Aus den Parlamenten.
Deutscher Reichstag.
Am Mittwoch wurden zunächst einige torontale Rechnungsfachen erledigt und dann die Tenerungsdes batte fortgesetzt. Staatssekretär Delbrück bedauerte den hohen Stand der Lebensmittelpreise, zumal nur wenige Mittel zu deffen Herabsetzung zur Verfügung ständen. Die Einfuhr von Rindvieh aus Argentinten set unmög lich wegen der Gefahr der Einschleppung des Texasftebers. Die Einfuhr von Schafen und Schweinen aus Amerika fet dagegen gestattet. Der Einfuhr von Kühlund Eisfleisch stelle sich die Unmöglichkeit entgegen, genügende sanitätspolizeiliche Kontrolle zu schaffen, ganz abgesehen davon, daß von einer wirklichen Fleischnol nicht die Rede sein könne. Auch eine Verteuerung der Feldfrüchte bestehe im allgemeinen nicht. Die Ursachen der augenblicklichen Schwierigkeiten seien durchaus nicht in unserer Wirtschaftspolitik zu suchen, unser SchutzzollSchließlich system habe sich außerordentlich bewährt.
prach der Minister der öffentlichen Arbeiten v. Breitens bach über die billigen Eisenbahntarife die den Verbrau chern zugute kommen sollten. Am Donnerstag wurde die Debatte fortgesetzt, ohne daß sie zu Ende gelangte. Es sprachen noch die Abgg. v. Mielzynski( Bole), WachHorst de Wente( nl.), Bachnicke( Fortschr Vp.), Arendt ( Rpt.), sowie nochmals der Landwirtschaftsminister mit, wie er selber sagte, abermals vermehrtem statistischen Material, ferner der Abg. Werner( d. Reformpt.) und Lehmann- Jena( wild).
auch der kleine Rest der Verhandlungen, der noch aussteht, völlig erledigt sein. Obwohl das Kompenſattonsabkommen noch nicht vorliegt triumphiert die Pariser Presse schon darüber, daß die Berliner Verhandlungen nicht eine ausschließliche französische Gebietsabtretung sondern einen Gebietsaustausch herbetgeführt haben, der für Frankreich als sehr günstig angesehen wird.
Ueber das Arbeitskammergesetz und das Hansar beitsgeseh, denen beide schwerwiegende Bedenken und Hindernisse entgegenstanden, haben zwischen den verbündeten Regierungen und den Parteien Verhandlungen stattgefunden, dte demnach ein 3 u standekommen der betden Gefeße und zwar noch in dieser Seffton erwarten lassen. Bet ersterem Gefeß sollen die Arbeitersekretäre nun doch zugelassen, beim Heimarbettergesetz die Lohnbücher bewilligt werden.
Protest einer Handelskammer gegen den Kanzler. Die Handelskammer Halle beschloß einen öffentlichen Protest gegen die Ausführungen des Reichskanzlers bet der Teuerungsdebatte im Reichstag, da in thnen schwere und unmotivierte Angriffe gegen den deutschen Handelsstand enthalten seien. Die Verallgemeinerung der Beschuldigungen erfordere energische Abwehr.
Stenerzuschläge auf das Einkommen Unverehelichter. Der Landtag des Fürstentums Reuß ä. L. nahm am Mittwoch mit 7 gegen 5 Stimmen einen Antrag an, wonach solche steuerpflichtige Personen männlichen und weiblichen Geschlechts, die das 30. Lebensjahr überschritten haben, ohne verheiratet zu sein, bet einem Einfommen von 3000 bis 6000 M. etnen Steuerzuschlag von 5 Prozent und bet einem Einkommen von über 6000
Die Reichstagswahlen am 12. Januar. art einen Zuschlag von 10 Prozent zu zahlen haben.
Nunmehr hat sich die Regierung endlich veranlaßt gesehen, den Termin für die Neuwahlen zum Reichs= fage offiziell bekannt zu geben. Dem Seniorenkonvent des Reichstages, der am Mittwoch vor Beginn der Plenarsizung zusammentrat, wurde offiziell mitgeteilt, daß bte Retchstagswahlen am 12. Januar 1912 stattfinden werden. Die offizielle Bekanntgabe dieses Termins erolgte gleichfalls am Mittwoch in der Nordd. Allg. 8tg.". Das offiztöse Blatt schreibt:
" Als Tag der allgemeinen Wahlen für den Retchstag ist, wie wir erfahren, der 12. Januar in Aussicht genommen. Da dieser Tag in die Legislaturperiode des gegenwärtigen Reichstages fällt, wird zuvor dessen Auflösung zu erfolgen ha ben. Der Termin hierfür steht noch nicht fest, dürfte vielmehr im wesentlichen von dem Fortgange der parlamentarischen Arbeiten bedingt sein."
Der 12. Januar ist ein Freitag. Da uns von dem Wahltermin nur noch elf Wochen trennen, eine Zeit, in die noch dazu das Weihnachtsfest fällt, wird nun wohl bald der Wahlkampf mit aller Kraft einsetzen. Der Wahltermin ist diesmal etwas früher angefeßt worden als bei den letzten Reichstagswahlen. Diese fanden, nachdem der Reichstag am 13. Dezember 1906 aufgelöst worden war, am 25. Januar 1907 statt, die Mehrheit der Stichwahlen am 5. Februar 1907.
Rundschau vom Cage.
Politisches
Der Kaiser über den Gottesdienst. Am Donnerstag mittag empfing der Kaiser im Berliner Schloß den Vorstand der gegenwärtig in Berlin tagenden Brandenburgischen Provinzialsynode. Nach der Vorstellung erfundigte sich der Kaiser nach den Arbetten der Synode und unterhielt sich dann, indem er den Herren von feinem englischen Freunde, dem siebzigjährigen Bischof von Ripon, erzählte. Unsere Geistlichen", so sagte der Monarch nach einer Meldung des Berl. Lok.- Anz.", " sollten sich nicht um Dogmatit und weniger um Buße und ähnliche Dinge fümmern, sondern die Person Jesu Christi unseres Heilandes in den Mittelpunkt des Gottesdienstes und ihrer Predigten stellen. Dem apostolischen Beispiele des greifen Bischofs von Ripon, den er besonders hochschätze, sollten, wie der Monarch des weiteren ausführte, unsere Geistlichen nacheifern, das werde allen zum Frieden und Segen dienen.
Ritcktritt des Staatssekretärs v. Kiderlen- Wächter? Der Königsberger Allg. 3tg." ist aus Berlin folgende Meldung zugegangen:" In den Kreisen der hiesigen Vertreter der ausländischen Diplomatte erhält sich das Gerücht, daß der Staatssekretär von Ktberlen- Wächter nach Abschluß des Marolfo- Abkommens von seinem Bosten zurücktreten wolle, da er nicht in vollem Einverständnis mit dem Katser stehe.- Wie an unterrichteter Berliner Stelle mit der größten Bestimmtheit erklärt wird, entbehrt das Gerücht, von dem hier die Rede ist, feder Begründung.
Die amtliche Veröffentlichung des Marokko- Vers trages nebst dem Abkommen über die Kongo- Kompenfationen ist nach neueren Meldungen für diese Woche nicht mehr zu erwarten, sie wird aber wahrscheinlich am 8. oder 4. November erfolgen können. Bis dahin dürfte
16)
Aus Eifersucht.
Roman von Mar Hoffmann. ( Nachdruck verboten.)
Der Tenerungsausschnß des österreichischen Abge= ordnetenhauses nahm mit 23 gegen 22 Stimmen einen Antrag an, worin die Regierung aufgefordert wird, die Einfuhr gekühlten argentinischen Fleisches sofort zu be= willigen.
Ausweisung der serbischen Prinzen? Ein Belgra= der Blatt will aus Hoffretsen erfahren haben, daß es sich bei den Auslandsreisen des Kronprinzen und des Prinzen Georg um eine regelrechte Ausweisung der Prinzen handeln soll. Köntg Beter habe in Erfahrung gebracht, daß seine betden Söhne über die von thm und seinem Minister des Aeußern befolgte Bolttit ungünstige Nachrichten in die Preffe lanciert hätten. Der König habe hierauf seine Söhne zu sich berufen und sie aufgefordert, unverzüglich Belgrad zu verlassen.
" Ich fühle mich verpflichtet," fuhr der Justizrat fort, den Sohn metnes alten Freundes aufzuhettern, noch dazu in dieser Bett, wo alle Menschen von Erwartung froher Tage erfüllt sind. Und da wäre es natürlich ungezogen von mir gewesen, seine Braut zu übergehen, und ich habe Fräulein Molesworth ebenfalls zu uns geladen."
Kleine Nachrichten.
Eine Sendung füdwestafrikanischer Landesprodukte, bestehend aus Rot- und Weißwein, Cognac, Apfelsinen, Zitronen, Zigarren und Zigaretten ist im Reichstage eingetroffen und soll der Budgetkommission morgen vorgelegt werden.
,, Wie wankelmütig doch das menschliche Herz ist," sagte Emmi nachdenklich.„ Eben war ich noch so ttef traurig, und nun freue ich mich schon beinahe darauf, dte Amerikanerin kennen zu lernen. Sie soll ja blendend schön sein, wie ich gehört habe."
Spende aus der Carnegie- Stiftung. Die Witwe des Schuhmachers Kulinna in Lyk( Ostpr.), der bet dem Versuch, sein Kind zu retten, im Sommer ertrant, erhielt aus der Carnegie- Millionen- Stiftung 1000 Mark und für jedes threr Kinder 500 Mart Unterstützung. Außerdem wurde für sie eine Jahresrente von 300 Mark und für jedes threr Kinder von 100 Mart ausgefeßt.
" Und Herr Friß von Marleben?" fragte die Mutter. Freust Du Dich nicht auch darauf, wieder einmal mit ihm zusammen zu sein? Du mußt Dich doch seiner noch von früher her sehr gut erinnern."
Das Torpedoboot S 167" stieß auf der Reede von Kuxhaven mit dem holländischen Schleppdampfer" Athlet" zusammen. Beide Schiffe wurden schwer beschädigt, fonnten jedoch mit eigener Maschinenkraft in den Ha= fen einlaufen.
nage steht. Er wird beschuldigt, militärische Geheimnisse an Deutschland weitergegeben zu haben.
Die formelle Abnahme des Zeppelin- Luftschiffes 2. 3. 9" durch das Kriegsministerium ist noch nicht erfolgt. Da wegen des Nebels auf der kürzlich absolvierten 20- Stunden- Fahrt eine der Abnahmebedingun= gen nicht vorgeführt werden konnte, findet in den nächsten Tagen eine zweite Fahrt statt, an der zwet Offt= ztere der Abnahmekommission teilnehmen werden. Es handelt sich um eine Höhenfahrt, die 8 Stunden dauern soll.
" Ich habe thn schon ein paarmal flüchtig gefprochen, und denkt Euch nur, wie komisch: er duzt mich immer noch wie damals, als wir als Schulkameraden miteinander verkehrten! Ich muß übrigens gestehen, daß ich erstaunt darüber war, wie sehr er sich veränbert hat."
" Doch nicht zu seinem Nachteil?" forschte die Mutter. „ Im Gegenteil! Er ist viel brettschultertger und fräftiger geworden und hat ein männlicheres Aussehen bekommen."
Gerüchte von einem Barenattentat waren am Don nerstag in Paris im Umlauf. Danach sollte auf den Baren von Rußland ein Attentat verübt worden sein, als dieser im Automobil spazieren fuhr. Der Bar soll verletzt worden sein, ebenso der Chauffeur. Wie fept aus Petersburg gemeldet wird, ist an der ganzen Sache tein wahres Wort.
Ans der Carnegieftiftung für Lebensretter wurden den Hinterbliebenen des Arbeiters Grebe in Weidenau ( Westfalen) 2000 Mart ausgezahlt. Grebe hatte am 20. April bet dem Versuch, einen Mitarbeiter aus glühender Schlacke zu retten selbst sein Leben eingebifßt.
" Das will ich meinen," lachte der Vater.„ Und so verwunderlich ist das gerade nicht. Ein junger Mann In seinen Jahren! Er muß jetzt Ausgangs der 3wanatger setn."
Ueber das große Vergnügungsetablissement Benes dig in Wien, das mit dem Riesenrad ein Wahrzeichen Wiens bildet, ist der Konkurs erklärt. worden.
Maul- und Klanensenche überall. Das Kommerzfollegium in Schweden erklärte ganz Frankreich für verfeucht udrch Maul- und Klauenseuche.
Die Unglücksmarine. An Bord des Linienschiffes Diderot" entstand im Hafen von Toulon infolge Kurzschlusses Feuer. Durch sofortige Maßnahmen wurde die Gefahr in wenigen Minuten beseitigt. Auch an Bord des Linienschiffes Justice" trat Kurzschluß ein Funken flogen in die Nähe der vorderen Bulverkam mer, die sofort unter Wasser gesetzt wurde.
Cool auf Reisen. Cook ist am Donnerstag, von Kopenhagen kommend, in Hamburg eingetroffen. Er wird am 3. November dort einen Vortrag halten.
Ich
Das Stammgut Leo Tolstois, Jaßnaja Poljana, wird vom Staat für 500 000 Rubel angekauft werden. Das Wohnhaus verbleibt der Witwe zum lebenslängItchen Gebrauch.
„ Am meisten freue ich mich darauf, mal wieder tichHg englisch plaudern zu können," gestand Emmt. fpreche es für mein Leben gern. Es paßt mir so recht,
3u einem wisten Tumult fam es anläßlich einer Hochzeit in Botrop bet Essen. Etwa 40 Polen bedrängten zwet Polizisten, warfen sie trotz verzweifelter Ge genwehr zu Boden und mißhandelten sie schwer. Nachdem die Polizei Verstärkungen erhalten hatte, wurden 10 Personen verhaftet.
Nachträgliches zur Entführung Richters. Ueber die beiden Räuberhauptleute, die den Ingenieur Richter entführten, verlautet, daß Stratt zurzeit in Alexandria auf großem Fuße lebe, Loltos dagegen, von vier Griechen seiner ganzen Barschaft beraubt, sein Räuberhandwerf wetter betretbe.
Aus den Gerichtssälen.
Im Prozeß wegen der an Hochstapelet grenzenden Vergehen der Lentnants Eggers und Schmidt fällte das Kriegsgericht der Berliner Kommandantur am Mittwoch das Urteil. Leutnant Ewald Eggers vom 41. In fanterieregiment in Tilsit wurde wegen Urkundenfäl schung in einem Falle und Betrugs in 11 Fällen zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt, wovon 1 Monat auf die Untersuchungshaft angerechnet wurde. Der Leutnant Günther Schmidt von demselben Regiment wurde wegen Betrugs in 15 Fällen, wegen erschwerter Entfernung vom Regiment, wegen Ungehorsams in zwet Fällen und wegen Falschmeldung zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt. Wegen der niedrigen Gesinnung wurden beide Offiziere zur Entfernung aus dem Heere verurteilt. Der Vorsitzende betonte in der Begründung des Urteils, der Gerichtshof habe in Erwägung ge zogen, daß die Taten start an Hochstapelet grenzen. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der DeffentItchkeit statt. Nur das Urteil und seine Begründung wurden in öffentlicher Stzung bekanntgegeben.
Ein deutscher Spion in Paris? Die Pariser Polizei nahm am Mittwoch einen angesehenen deutschen Kaufmann fest, der angeblich unter dem Verdacht der Spio
daß man sich so kurz und bündig darin ausdrücken tann."
Vermischtes.
Das Teftament einer Wohltäterin. Der Oberbür germeister von Mülheim a. d. Ruhr machte in der lezfen Stadtverordnetensibung davon Mitteilung, daß nach dem Testament der vor einigen Tagen in Berlin verstorbenen Frau Dr. Leonhard, geb. Stinnes, die Stadt den vierten Teil der nach Abzug einer für einen 10fährigen Enkel bestimmten Rente verbleibenden Einfünfte erhalten soll, bis der Erbe 30 Jahre alt tst. Alsdann erhält die Stadt den fünften Teil des Vermögens. Stirbt der Enkel vorher ohne eheliche Nachkommen, so erhält die Stadt den ganzen Nachlaß. Die Zinsen des Vermögens, das unangetastet bletben muß, dienen wohltätigen Zwecken. Schon jetzt bezieht die Stadt etwa 100 000 Mart.
Dazu bot sich nun freilich an diesem Abend nicht viel Gelegenheit, aber trotzdem war thr der Besuch recht angenehm. Die beiden Gäste trafen pünktlich zur festgesetzten Zeit ein und die Abendtafel für die kleine Gesellschaft war von Frau Heinroth mit auserlesenem Geschmack hergerichtet. Der große Speisesaal mit den bunten Glasfenstern und den wertvollen Stilleben an den Wänden strahlte im hellsten Licht, das reiche Silbergeschirr prunkte auf der Tafel, und in den herrlichen Kri= stallgläsern bltzte und funkelte der Wein in vielfach gebrochenen Strahlen. Den schönsten Schmuck aber bildeten die über das schneetge Tuch reichlich verstreuten seltenen Blumen und Blüten, die auch sonst diskret im Gemach verteilt waren, so daß man sich in einen Frithlingsgarten versett glauben konnte.
Bet dem bald aufgetragenen Champagner wurde die Unterhaltung lebhafter und besonders Felicia strahlte vor Vergnügen, sich in einem so anregenden Kreise zu befinden. Aber Frth warf thr einen ernsten Blick zu, den ste wohl verstand. Ja, man durfte seine Trauer nicht zu sehr vergessen!
Das erste Telephon der Welt wurde vor 50 Jahren in Frankfurt a. M. gezeigt. Sein Erfinder, der Realschullehrer Philipp Reis aus Friedrichsdorf bet Homburg v. d. H., hatte sich schon seit 1852 mit dem Problem beschäftigt, Töne tn gewisser Entfernung mit Hilfe des elektrischen Stroms zu reproduzieren. Er erfand auch einen dazu geeigneten Apparat, dem er den Namen Telephon gab und führte thn am 26. Oktober 1861 in einer Sigung des Physikalischen Vereins zu Frankfurt a. M. vor. Der Apparat gab Gesang und Instrumentalmusik gut, die menschliche Stimme schlecht wieder. Später, am 4. Jult 1863, wiederholte er mit einem wesentlich verbesserten Apparat seine Expertmente vor derselben Gesellschaft und reproduzierte Melodien auf 100 Meter Entfernung.
Die beiden jungen Damen schlossen sich recht rasch aneinander an. Was die eine an Welterfahrung und -Gewandtheit mehr besaß, das wurde bei der anderen durch Klugheit und Kenntnisse ersetzt, und so ergänzten sie sich in reizender Weise. Ste nebeneinander_zu sehen, war schon allein eine wahre Herzerquickung. Die etwas größere, schlankere Felicia mit dem schwarzen Haar und den dunklen Augen, mit dem wie Elfenbein glänzenden Teint war die schimmernde Nacht mit der Bracht der funkelnden Sterne, die goldblonde Emmt, frisch und rostg, war der lichte Tag mit Hellem Sonnenschein.
Famille Tosellt. Toselli erklärte in einem Interview, er trennte sich von seiner Frau in friedlicher Weise. Er wisse wohl, daß seine Gattin eine Klage wegen Ehebruchs gegen ihn eingelettet habe, das laffe ihn jedoch ohne Sorge. Er set es, welcher unter allen Umständen die Chefcheidung betreibe. Frau Tosellt erklärte thrersetts: Während thres letzten Aufenthaltes in Florenz hätten sich Dinge zugetragen, die sie zur Ehescheidung berechtigten. Sie hat bereits einen Teil des Mobiliars verkauft, das sich bisher in ihrer Villa befand.
Fritz erinnerte Emmi an thre beiderseitige Schulzett und wie es so schön gewesen wäre, wenn sie beide bet der Rousseau- Insel Schlittschuhe Itefen.
Angenehme Ueberraschung. Dieser Tage tam, wie das„ Husumer Wochenblatt" berichtet, der Führer einer Zigeunerbande, der bekannte Petermann, zu dem Lehrer in Dagebill( Schleswig- Holstein) und machte thm dte Mitteilung, er habe das Ralphsche Gewese am Hafen in Dagebüll gekauft und melde hiermit 150 schulpflich= tige Zigeunerkinder für die Schule an. Der Lehrer, der " Ja" bestätigte Emmi.„ Und mein taprerer Ritter tst er auch einmal gewesen."
,, Wie war das?" fragte Felicia etfrig. " O, sehr einfach!" lachte Fritz. Fräulein Heinroth trug als Schulmädchen lange blonde 3öpfe. Da kam einmal ein Bursche, ich weiß nicht, ob es einer von diesen modernen Zopfltebhabern war, kurz und gut, er drängte sich an ste heran und packte die Zöpfe. Ich hatte es von fern gesehen, sprang schnell hinzu und habe ihn ganz gehörig verprügelt."
" Ja," fiel Emmt ein, und dabet war er viel größer als Friß. Ich hatte es gar nicht gedacht, daß Friz so stark set."
„ Und dasselbe dachte auch der Bengel. Denn an einem der nächsten Abende lauerte er mir mit einem Kameraden auf und überftel mich mit diesem gemeinschaftlich und da habe ich ste alle beide verhauen. Das ware ine Glanzleistung von mir. Auf der Schulbant war ich dagegen merklich schwächer."
„ Na", entschuldigte thn Heinroth, Schlagfertigkett zur rechten Bett tst häufig wertvoller als unfruchtbare Gelehrsamkeit."
Er blickte sich im Kreise um. Die Damen haben doch nichts dagegen, wenn wir rauchen?"
" Was mich betrifft," versicherte Felicia, so habe tch bereits ziemlichen Appetit auf eine gute 8tgarette." Frit stellte den Damen seine Zigarettendose zur Verfügung, wovon aber nur Felicia Gebrauch machte, und sagte:„ Auf diesem Gebiet muß ich Sie bitten mein Gast zu sein, Herr Justizrat. Ich habe nämlich vorzügliches Kubanerkraut von drüben mitgebracht." " Prozig! Protzig!" drohte der Justizrat.„ Das muß fa ein Hetdengeld an 3oll gekostet haben."
10
W
me
Ca
де Ha
da
spr
Fa
nie
Ma
die
Ma
dete
her
fura
laffe
dete
fon
auf
men
fini feine
fchte
woll
führ
lang
We
tm
ab,
дев Ange Von
here
Der
die E
Tore
Gef
Schul
deter
mun
vom
ein
Ende
in S
tetlu
Lota
eben
tel.
bef
Be
lung
erne
Shin
läche
bega
Hani
San
und
fom
ein.
wefe
gespr
Beha
einha
böre
bilde Strat
lung
Men
S
Friz
patht
tung
mein
bettr
den 2
gebra
A
Tats n
„ Das
fit ein
Dellofe
halbe S
lah das
D
wurde
Hg?"
li
Jeffer
20
Bergelte
eleben
nen m
forg
Wte
Ja tau
„ Lelder wahr! Aber ich weiß doch nun wenigstens, was ich habe." Er zog den Justizrat betsette. steht's übrigens mit dem Doktor Waldow?" fragte er tetlnehmend.


