Ruhig Blut!
Die große Hitze der letzten Tage hat auch in die Bolttit eine höchst ungemütliche Temperatur hineingebracht. Die Gerüchte, daß in der Marottofrage eine frittsche Wendung eingetreten jet, mollen nicht verstummen. Nicht wenig hat dazu die Reise des Bariser engVon lischen Botschafters nach London beigetragen. England aus find denn auch zuerst die pessimistischen Betrachtungen der Lage ausgegangen. Das sollte eigentlich stuttg machen. Gerade England hat jetzt das größte Interesse daran, die öffentliche Aufmertfamfelt von der verworrenen Lage im Innern abzulenten. Die Verfassungsfrists hat ihren höchsten Puntt erreicht. Im Unterhause ist es zu Szenen gefommen, wie man sie in England nicht für möglich gehalten hat. Durch die fonservative Partei geht ein tiefer Niß, und es ist nur zu erklärlich, wenn die fonservative Presse den Maroffohandel aufgreift, um ihre Leser über die schwere Krisis der Partet hinwegzutauschen.
ber Information des Korrespondenten der Morning Bost zufolge, dem General Cincinnatus Leconte, der fich eben hat zum Bräsidenten ausrufen laffen,
das nötige Geld zum Revolutionieren gepumpt. Das deutsche Syndikat soll dem General Leconte 1 200 000 Mart in amerikanischem Golde zur Verfügung gestellt haben, wofür sich dieser angeblich verpflichtete, jobald er Präsident geworden, Schuldscheine der Republik für diese Summe um 50 Prozent vermehrt auszustellen und sie mit 18 Prozent au verzinsen. Die Berzinsung soll durch die Pfändung der Einfuhrzölle sichergestellt werden, dagegen habe das Syndikat bem schwarzen Cincinnatus nicht nur die moralische Unterstügung des deutschen Gesandten in Port- auPrince, sondern sogar die des deutschen Katsers versprochen. Leconte soll den Deutschen ferner das Monopol der Ausbeute der Bodenschäße Haitis und eine Kohlenstation zugesagt, sich auch verpflichtet haben, feiner anderen Nation außer der deutschen irgendwelche Handelsprivilegien einzuräumen. Der Korrespondent der Morningpost schließt mit den Worten:„ Das angebliche Abkommen wird gegenwärtig von dem Staatsdepartement sorgfältig geprüft." Was immer auch General Leconte für ein Abkommen mit deutschen Privatfirmen getroffen haben mag, es steht außer Zweifel, daß die Washingtoner Regierung die von der Morningpost gegebene Version nicht ernst nehmen kann. Was Präsident Simon mit diesem tollen Bericht nach Washington beabsichtigt, Itegt flar auf der Hand, er sieht fich rettungslos in seiner Hauptstadt eingeschlossen und verfällt auf den europäischen Staatsmännern abge= lauschten Trict,
Andererseits ist es aber auch verständlich, wenn gerabe jetzt die liberale Regierung nicht den Verdacht auftommen lassen will, als ob fie in nationalen Fragen, vor allem in der Frage der englischen Vorherr chaft zur See, nicht zuverlafita fet. Die Konservaliven lauern nur darauf, daß sich hier die Regierung eine Blöße gibt. So ist es die natürlichste Sache von der Welt, wenn Herr Asquith den starken Mann martiert. Die Reise des Partier Botschafters, ein Ministerrat, ein paar Reden mit dunklen Andeutungen, die Zurüdbeorderung der nach Norwegen bestimmten Flofte wer wollte danach noch daran zweifeln, daß Herr Asquith scharf auf der Wacht steht? Es kann allerdings nicht geleugnet werden, daß es ein etwas gefährliches Spiel ist, das da die Engländer treiben. Der Wettbewerb zwischen Regierung und Konservativen um die größte Bündnistreue gegen Frankreich oder vielmehr um die beste Wahrnehmung der spezifisch englischen Interessen bei dem Marottobandel, könnte unter Umständen dazu fithren, daß die Regierung ihre angenommene Rolle allzu naturgetreu weiterführt.
Bisher indessen hat man noch keinen Anlaß, diese Befahr zu überschäßen. Die Mittelchen, die die engItsche Regierung anwandte, um sich als Retterin des Vaterlandes zu dravieren, waren nichts weniger als beunruhigend. Daß sie den Pariser Botschafter nach London berief, um sich mit ihm über die augenblickliche Lage der Dinge zu besprechen, ist eigentlich die natürIlchste Sache der Welt. Von einer Information über den Stand der Dinge bis zu einem Eingreifen ist indeffen noch ein wetter Weg.
Inzwischen ergeht
Veopolds II. wentg sympathisch erschlen. Det fetzige Besuch war zudem die nötige Folge des Besuchs des belgischen Königspaares in Amsterdam.
Die stürmischen Wiener Hansfranen. Wiens Hausfrauen haben in einer großen Massenversammlung ge gen das Verbot der Einfuhr argentinischen Fleisches in Desterreich Widerspruch erhoben. Es kam zu hef= tigen Auseinandersetzungen von Einfuhranhängern
Deutschland an die Wand zn malen, um die Vereinigten Staaten zu einer Intervention zu veranlassen. In der Tat geht aus anderen Washingtoner Depeschen, in denen zwar des oben erzählten Abfommens nicht Erwähnung getan wird, hervor, daß man in Washington wohl weiß, daß Präsident Simon in einer amerikanischen Intervention seine einzige Rettung sieht. Die Washingtoner Regierung hat ihm verboten, gewisse unbefestigte Safenorte, welche die Nebellen halten, von seiner Dreadnought" befchießen zu lassen, aber es wird befürchtet, daß er es doch tun wird, nur um die amerikanische Intervention herbeizuführen.
Rundschau vom Cage.
Politisches.
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und Einfuhrgegnern, so daß die Polizei die Vorsitzende wiederholt auffordern mußte, die Debatte im Rahmen der Sachlichkeit zu halten. Als die Versammlung dieser Anweisung nicht nachfam, wurde sie polizeilich aufge löst. Auch die Christlich- Soztalen und die Sozialdemo fraten hielten start besuchte Versammlungen ab, in denen zur Fleischteuerung Stellung genommen wurde.
Zwischen poringiesischen Republikanern und Royas listen tam es in der Kirche von Lobrigos zu einem ernsten Zusammenstoß. Der Führer der Republikaner, Costa, wurde von hinten erstochen. Es kam zu einem Gefecht, wobei Revolver und Meffer gebraucht wurden. Truppen mußten die Ordnung wieder herstellen. Vier Bersonen find getötet, 14 schwer und 30 leichter verletzt worden.
Ueber eine halbe Million fremdländische Arbeiter waren im letzten Jahre in der deutschen Landwirtschaft und Industrie beschäftigt. Den größten Anteil an dteser Zahl haben die Polen mit 323,326 Arbeitern, es folgen die Ruthenen mit 82,092 Arbeitern, die Ungarn mit 23,209, die Jtaltener mit 39,672, Niederländer und Belgier mit 53,995 und Deutsche aus Rußland und Desterreich mit rund 66,000. Den größten Anteil dieser fremdländischen Arbeiter verbraucht die Landwirtschaft, und zwar 329,073. Eigenartig ist die Feststellung, daß die meisten landwirtschaftlichen Arbeiter sich aus den Bolen zusammensetzen, und daß die Italtener durchweg Industriearbeiter sind.
eine deutsche Mahnung an London und Paris. Die Köln. 3tg.", die bekanntlich mit dem Auswärtigen Amit in guten Beziehungen steht, leitartikelt heute unter der Ueberschrift Imponderabilten" mit bezug auf die Rede des englischen Schatzsekretärs:„ Es wäre, wie die Dinge Itegen, eine müßige Arbeit, nachzuweisen, daß Deutschland von Anfang an in der Marottofrage feinen eigenen Vorteil nicht in den Vordergrund gestellt habe. Sehr weite Kreise im deutschen Volte sind seit Jahren der Ansicht, die Bolitif unseres auswärtigen Amtes babe sogar durchaus nicht in genigendem Maße sich für deutsche Rechte in Maroffo eingesetzt. Wir stellen dies nur feft, ohne ein Urteil fällen zu wollen. Aber das letzte Vorgehen Deutschlands, die Entsendung der Kriegsschiffe nach Agadir, tit von der öffentlichen Meinung in Deutschland, sowelt fie nicht von polttischem Haß gegen unsere Staats- und Gesellschaftsordnung völlig verblendet ist, mit rückhaltloser Zustimmung begrüßt worden. Alle Barteten, wie Beitungen haben diesen Schritt als durchaus gerechtfertigt, als Erlösung von einem Bann sogar betrachtet, und um so empfindlicher wird das plötzlich e Servortreten Englands empfunden. Das deutsche Volt ist nicht gewtIIt, sich von fremden Mächten vergewaltigen zu laffen, deren Geschichte uns gelehrt hat, daß ein Staat nur bestehen fann, wenn er auch gewillt ist, feine Rechte und Ansprüche Itach drick Itch zu verteidigen. Fürst Bismarc hat mehr als einmal von Imponderabilien in der Politt" gesprochen, die oft viel mächtiger wirken, als die Fragen des materiellen und direkten Intereffes, und die man nicht mißachten soll in ihrer Bedeutung." In London und Paris möge man sich biten, an die Imponderabilten zu rühren, die jest Deutschland bewegen." Das ist eine scharfe und entschiedene Erklärung, die bort, wobin sie gerichtet ist, den Eindruck Hoffentlich nicht verfehlen wird."
Die deutsche Sand in Saiti?
Ein Schachzug des Präsidenten Simon. Eine wunderbare Geschichte wird der Londoner Morning Post von Washington telegraphtert: Wer steckt hinter der Revolution in Saltt? Natürlich die Deutschen! Ein Syndikat von deutschen Bankters hat,
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Jugendfreundschaft.
Roman von G. v. Schlippenbach. ( Nachdruck verboten.)
Kleine Nachrichten.
Eine neue Rheinbrüde. Wie zuverlässig verlautet, wird im nächsten Reichshaushalt der Betrag von 350 000 Mark für die Vorarbetten zum Bau einer Rheinbrücke zwischen Bingen und Rüdesheim erscheinen. Vor allem sollen militär- strategische Interessen das Reich zum Bau der Brücke veranlassen.
Einen nenen Ozeanriefen hat die englische GunardLinte in Auftrag gegeben. Der neue Dampfer Aquttania" foll 300 Meter lang werden und damit den " Imperator" der Hamburg- Amerifa- Linie um 3% Me fer an Länge übertreffen. Der neue Riese ist fir 4000 Passagiere berechnet.
Die deutschen Bischöfe gegen die Verlegung der ka tholischen Feiertage. Wie der„ Köln. 3tg." gemeldet wird, werden die deutschen Bischöfe in einer gemeinschaftlichen Vorstellung den Papst bitten, fitr Deutschland von der vorgeschriebenen Aufhebung oder Verlegung der Feiertage absehen zu dürfen. Sie wollen lediglich die Verlegung des Festes Johannes des Täufers( 24. Juni) auf einen Sonntag beantragen.
Einschreibebrief- Automaten kommen jetzt zunächst an der Hauptpost in München zur Verwendung. Der Aufgeber öffnet eine kleine Tür an der Vorderseite des Automaten, schiebt den Brief in einen Schlth, schließt die Tür wieder und dreht die Kurbel zweimal, worauf der Automat einen Empfangsschein mit Datum, Stems pel und Kontrollnummer hergibt. Diese ist der IdenHitätsnachweis.
Keine neue Schulreform in Brenßen. Die„ Nordd. Allg. 3tg." schreibt:„ Mit Bezug auf die zahlreichen Erörterungen über eine Reform der höheren Schulen sind wir auf Grund von Informationen an zuständiger Stelle in der Lage, mitzuteilen, daß die Nachrichten über grundsäßliche Aenderungen des höheren Schulwesens und über die Berufung einer Schulfonferenz nicht begründet sind."
Es traf sich gut, daß der älteste Sohn und Bruder auf der Rückreise nach Petersburg gerade die Hochzett Klaras und Nosens mitmachen konnte. Da auch Eva furz vorher angekommen war, fand die ganze Familie sich einmal wieder nach langer Zeit vereinigt. Der Blitzzug, der von Berlin nach Cöln und umgekehrt geht, beherbergte Frau Haideck und ihre Pflegetochter, die einen Ernst in ihrem lieblichen Gesicht zur Schaut trug, der thr aber nichts von dem Zauber nahm, der ihr eigen war. Das war fein träumerisches, leicht beeinflußtes Mädchen, ein denkender, wägender Mensch war aus Eva Grotenbach geworden, die größte Enttäuschung ihres Lebens hatte sie innerlich gereift.
812 Lehrer aus allen Teilen Deutschlands sind auf Einladung des deutschen Flottenvereins gestern abend in Riel eingetroffen. Die Gäste besichtigen heute und morgen die Marineanlagen in Riel und begeben sich dann nach Helgoland und Bremen.
Cholerafälle in Westpreußen. In das Krankenhaus zu Marienwerder wurden zwei Frauen aus dem Kretse Stuhm eingeliefert, die an Cholera ertrankt sind. Ferner wurden in demselben Kreise dret Personen unter Beobachtung gestellt. Umfangreiche Vorsichtsmaßregeln sind getroffen.
Ein Taifun, der in Tokio und Jokohama seinen Mittelpunkt hatte, richtete ausgedehnten Schaden an. Die tiefer gelegenen Stadtviertel find überflutet. Etma 100 Menschen haben den Tod erlitten. 40 Leichen wurden bisher geborgen. Man befitrchtet auch, daß viele Schiffe untergegangen sind.
Den Tob durch Verbrennen fand gestern nachmit tag in Berlin die 66fährige Frau eines Droschtenführers, als sie in den brennenden Spirituskocher Spiritus nachgoß.
Abgestürzt ist vom Totenkircht in Nordtirol OberIeutnant Graf Fugger- Blumenthal vom Münchener Leibinfanterieregiment. Sechs Stunden danach starb er.
Folgenschwere Explosion einer Granate. Beim Regimentsegeraieren fanden zwei Leute des Grenadierreatments zu Pferde Nr. 3 in Bosen einen nicht frevierten Rümber. Trotz des strengen Verbots schmuggelten sie ihn in das Lager ein. Als sie nachmittags den günder entladen wollten, explodierte er. Beide Soldaten wurden furchtbar verletzt. Dem einen wurden beide Hände abgerissen.
Königin Wilhelmine von Holland und der Prinzgemahl find Mittwoch mittag zum Besuch des belgischen Königshauses in Brüssel eingetroffen. Eine eigentlich politische Bedeutung hat der Besuch nicht. Die Spannung, die zwischen beiden Ländern seit ihrer Trennung bestand, war schon lange verwischt, als vor einem Vierteljahrhundert das Elternpaar der Königin Wilhelmine feinen Besuch in Brüssel abstattete und sich die Könige Betder Länder ostentativ vor dem Volfe umarmten. Daß sett dem Regierungsantritt der Königin Wilhelmine tein Besuchswechsel stattgefunden hat, hat wohl seinen Grund in den strengen moralischen Grundsätzen der Holländischen Königin gehabt, der die Lebensauffassung Literaturlehrer es geschrieben hatte, war es doch sein Schicksal, das er in ergreifender Sprache schilderte. Eva war selbst sehr begabt und hatte allerlei geschrieben, zu= erst beimlich; es tat ihr wohl, ihr innerstes Fühlen in Worte zu kleiden. Sie entschloß sich, eine kurze Stizze an eine Redaktion in Hannover zu senden unter dem Pseudonym E. Norden, den sie aber für ihren eigenen Namen angab; Hammer war Redakteur des Blattes. Eva dankte ihm für den Genuß, den er ihr durch seine Werke bereitet hatte, mit Spannung Harrte sie auf die Antwort des Redakteurs. Ob er wohl ihren Beitrag annahm? Schneller als sie gedacht, schrieb Hammer in Itebenswürdiger Weise, er wollte die Stizze abdrucken Tassen und sprach sich lobend über sie aus. Eva antwortete in der Freude ihres Herzens; seitdem wechselten sie Briefe.
Im ersten Jahre, nachdem die Verlobung mit Latour aufgelöst wurde, hatte Eva tapfer mit sich gerungen und war lange schon rubig und in sich gefestigt. Jbr frommes Gemitt suchte Trost und Kraft bei der einzig reinen Heilquelle, und im innigen Gebet fand sie das Gleichgewicht der Seele wieder und jetzt war sie wieder die alte, sonnige Eva, Tante Annas trene Reisebeglet= terin. Die betden Damen waren zuletzt in Algier gewesen, teszt reisten sie nordwärts nach Berlin, zur ersten Hochzeit in der Familie; Eva konnte es kaum erwarten, nach so langer Zeit alle thre Lieben zu umarmen.
Um diese Zeit fing man an von dem neuen Schriftsteller Benno Hammer zu sprechen, der eben einen Roman geschrieben hatte und eine altdeutsche Sage in Klangvollen Versen. Eva fragte sich neugierig, ob es thr früherer Ltteraturlehrer sein tönzte; sie kannte setnen Taufnamen nicht, gewiß gab es viele desselben Namens. Das Gesicht mit den traurigen Augen tauchte in Evas Erinnerung auf und als sie den Roman las, gewann sie die Ueberzeugung, daß kein anderer wie ihr
Aus den Gerichtssälen.
100 Jahre Gefängnis. Vor der Potsdamer Straffammer hatte sich gestern der am 21. April 1882 gebo rene Stanislaus Weyreuther zu verantworten. Er hat inbezug auf seine Vorstrafen jeden Rekord geschlagen und war insofern ein Jubilar, als er zum 75. Male vor einer Straffammer stand. Der Angeklagte ist ein gewohnheitsmäßiger Bechpreller und Logisdieb. In 35 deutschen Städten war er angeklagt, und insgesamt wurde gegen ihn wegenSachbeschädigung, Betrugs, Bet telns, Urfundenfälschung und schweren Diebstahls eine Strafe in Höhe von 103 Jahren verhängt, davon allein 30 Jahre und 10 Monate Buchthaus. Augenblicklich ver büßt der Angeklagte eine Strafe in Celle. Vor Eintritt in die Verhandlung weigerte sich der Angeklagte, fich ohne ärztlichen Sachverständigen vernehmen zu lassen.
„ Sie sind eine Dichternatur," schrieb Hammer unter anderem, nicht wahr, Sie dichten selbst?" " Ja," antwortete Eva.
Schicken Sie mir einige Ihrer Lieder," bat der Redakteur.
Sie tat es unter Herzklopfen.
Hammers Kritik war ziemlich scharf, doch auch manches Lob wurde ihr zuteil. Er bat darum, zwet threr Gedichte bringen zu dürfen, was Eva natürlich gerne bewilligte.
„ Wenn er wüßte, wer E. Norden wirklich ist," dachte das junge Mädchen lächelnd. Nur Tante Anna war ins Vertrauen gezogen.
Du wirst noch eine bekannte Schriftstellerin werden, liebes Evchen," neckte Frau Haided ihre Pflegetochter.
Die Pfli seldiensthun Anwelfung Breußischen Brauchbarkei Unbedingter gen bei Fu Gegenständer Berweigern mindestens den, auch aus feitigkeit, M renfuchen, Nicht zu vern leichtere Ver Radfahrer, d fich ihrer Jef neue Anweif lung der Pol hnen von ih
Sette des Koupees, sie waren die einzigen Reisenden darit. Das junge Mädchen hatte sich unterwegs ein Buch gekauft, ein Bändchen Novellen, deren Verfasser Hammer war; sie vertiefe sich so darin, daß sie erschrack, als eine Stimme fragte:
" Hammer darf nie erfahren, daß ich für sein Blatt schreibe, Tante!" Eva dachte auch heute auf der Reise nach Berlin an ihr Versteckspiel und lachte leise für sich, es gewährte ihr so großes Vergnügen.
" Ist es erlaubt, hier Platz zu nehmen, gnädiges Fräulein?"
Tante Anna schlief fest. Eva saß auf der anderen
" Lupus in fabula," dachte Eva.
Hammer stand vor ihr. Richtig, sie waren in Sannover angekommen.
" Bitte," entgegnete Eva fühl.
Das Buch glitt zu Boden, Hammer hob es auf, er lächelte faum merflich, als er es ihr reichte, dann seizte er sich ihr gegenüber.
„ Er fennt mich nicht," dachte Eva vergnügt, wenn er wüßte, daß ich E. Norden bin."
Sie versuchte zu lesen und der Blick ihres Reisegefährten ruhte fragend auf ihrem Gesicht. Nach einiger Belt griff Hammer in die Tasche seines Ueberziehers und holte daraus eine Zeitung hervor; fein Wort wurde gewechselt, beide schienen in ihre Lektüre vertieft. Eva hatte die erste Novelle beendet, sie dachte über sie nach und schaute zum Fenster hinaus, die moderne, start realistische Richtung des Gelesenen gefiel ihr nicht. ersten Werk Hammers lag ein Hauch edelster Poesie, der Eva ansprach. Sie fuhr zusammen, als ihr Gegenüber sie anredete:
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„ Sie lesen, wie ich vorhin sab, das Neueste," sagte Hammer, wie gefällt es Ihnen?"
„ Gar nicht," versetzte Eva aufrichtig. Kurz und bündig gesprochen," lachte Hammer, „ darf ich um die Gründe bitten, gnädiges Fräulein?" " Warte," dachte Eva,„ Du hast meine Gedichte krttifiert, nun sollst Du meine Meinung hören." Che ste es sich versah, war sie mit Hammer in eine lebhafte Auseinandersetzung verfallen.
( Fortsetzung folgt.)
aus der Spet Gemife, Rei Milch freffen. obne Maulfo an einem f wenn der Fi Bund, z. B. braucht werde Bu balten. Ein vielf Otto Wistuba wieder einma forgeanstalt e als Student lebte vom Ro die preußische lauer Straße
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