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Vor

Junge Che.

Junge Ehe.

or der Grace- Kirche in New York standen an einem hellen, sonnigen Sommermorgen wohl ein Dutzend Frauen der verschiedensten Stände und warteten, trotzdem sie von der Sonne fast gebraten wurden, geduldig auf das Brautpaar, das getraut werden sollte. Besonders zwei, die sich in die vorderste Reihe gedrängt hatten, konnten sich in Betrachtungen und Vermutungen über die zukünftige Ehe nicht genug tun, und die Jüngere, ein sehr hübscher Rotkopf, auf dem ein etwas verwegener Sut thronte, ließ es an spizzen Bemerkungen nicht fehlen. Na, das arme Ding, das den Ludlow heiratet, ist auch nicht zu beneiden, hübsch ist er und Geld hat er auch, aber wie sie mit dem eifersüchtigen Patron fertig werden will, begreife ich nicht, der ist ja das reine Pulverfaß; wissen Sie noch die Geschichte mit der Mary Williams?"

Die ältere Frau lachte. Natürlich," sagte sie, weiß ich das, als wär's gestern gewesen, und wie das kleine Ding ihm gedient hat; gießt ihm an ihrem eigenen Polterabend ein Glas Wasser zur Abkühlung ins Gesicht, macht ihm dann einen Knicks und heiratet statt seiner am nächsten Tage seinen ärgsten Feind, den Sharp. Na, das Gesicht war kostbar, wie er zum Pastor kommt und seine Braut steht mit einem anderen da und ist verheiratet."

In diesem Augenblick fuhren ein paar Wagen heran, dem ersten entstiegen des Bräutigams Mutter und der Vater der Braut, sie ein kleines, scheu dreinblickendes Frauchen, er ein wohlbehäbiger Mann, dem man ansah, daß er sich um das Wohlbehagen seines Magens mehr Sorge machte, als um irgend sonst etwas in der Welt. Dann kam das Brautpaar, und das bot allerdings einen Anblick, an dem man seine Freude haben konnte: Beide schöne, große Gestalten, er dunkel mit feurig blickenden Augen, sie zart und blond, etwas schwärmerisch dreinschauend. Der dritte Wagen brachte den best man" und ein allerliebstes Brautjungferchen.

Der Pastor, der wohl von dem Bräutigam und seiner etwas feurigen Natur erfahren haben mochte, flocht manch leise mahnendes Wort in seine Rede ein und versuchte den Spruch: Und er soll dein Herr sein" mit allerhand schönen Blumen­ranken zu durchwinden. Dem sich zusehends verfinsternden Aus­sehen des Bräutigams und dem verlegenen Erröten der Braut nach zu schließen, war es von beiden wohlverstanden worden, und auch ihr Vater, der, die Hände über dem Magen gefaltet, hinter der Tochter stand, blinzelte den Schwiegersohn schelmisch, aber verständnisinnig von der Seite an.

Als die Zeremonie beendet und die üblichen Küsse aus getauscht waren, verließ man die Kirche, um dieser poetischen Feier eine etwas substantiellere folgen zu lassen.

Als nun das neuvermählte Paar im Wagen saß und die Braut ihrem Eheherrn in scheuer Lieblichkeit die Hand drücken wollte, da waren seine Finger merkwürdig steif, und anstatt das allerliebste Bild an seiner Seite zu betrachten, sah er sehr an gelegentlich auf die nichts weniger als verlockende sonnige Avenue. Was ist dir denn, Charley," fragte sie zögernd, habe ich irgend etwas getan, das dir nicht recht ist?"

" Natürlich," erwiderte er, und man hörte seiner Stimme unterdrückte Erregung an, wie ist es nur möglich, daß eine eben getraute Frau sich so von einem andern als ihrem Mann füssen lassen kann!"

" O," meinte sie lächelnd, was hätte ich denn tun sollen? Das haben weder er noch ich böse gemeint, und du, alter eifersüchtiger Schatz, weißt ja am besten, von wem ich mir am liebsten auf der ganzen Welt einen Ruß geben lasse."

Es lag so viel natürliche Liebenswürdigkeit und Schelmerei in dem lächelnden Gesicht, daß seine Stirn sich glättete, aber er konnte es doch nicht unterdrücken, zu sagen:" Du sollst dich eben von niemand als mir küssen lassen, du sollst überhaupt nur mir allein gefallen; andere Männer existieren von heute an überhaupt nicht mehr für dich."

Sie lachte, aber das Lachen hatte einen leicht ängstlichen Klang, es war, als schnüre ihr irgend etwas die Kehle zu und das Lachen käme nicht hell und voll, wie es sonst ihre Art war, heraus.

Nachher, bei dem sehr opulenten Frühstück, unter der Ein­wirkung des Champagners und der ein wenig lauten Seiterkeit ihres Vaters, verlor sich das beklommene Gefühl wieder und die schönen grauen Augen strahlten in hellem Glück, zumal der Bräutigam, dessen eifersüchtiges Serz durch nichts in Schwingung gebracht wurde, sehr liebevoll auf sie einsprach.

Als das Hochzeitsfrühstück vorüber war, verabschiedete sich das junge Paar von den Eltern, ihr Vater hatte ihnen als Hochzeitsgeschenk einen Scheck überreicht, der eine Reise nach Europa gestattete, und so flogen denn die beiden glückselig ihrer jungen Ehe entgegen.

Die ersten Tage ihrer Flitterwochen auf dem schönen Schiff, bei flarem Sommerhimmel und spiegelglatter See, glichen einem Traum, und die beiden Verliebten, sich ganz allein überlassen. glaubten, er würde ihr Lebenlang währen. Aber Träume ohne Erwachen gibt es leider nicht, und zwar pflegt das Erwachen immer dann zu erfolgen, wenn der Traum am schönsten ist, Die junge Frau war eine viel zu eigenartige und liebliche Blume, als daß sich nicht gar bald einige Schmetterlinge ge­funden hätten, sie zu umkreisen. Und zwar trug der Schmetter­ling dieses Mal die sehr kleidsame Uniform des ersten Offiziers und war überhaupt ein ebenso stattliches als amüsantes Exemplar seiner Gattung. Aber schon die ersten, noch schüchternen An­näherungsversuche erregten ein ziemlich deutlich zutage tretendes Mißfallen des jungen Gatten, und die kleine Frau verhielt sich, seine Eifersucht fürchtend, sehr scheu und zurückhaltend. Der junge Offizier aber schien gar nichts zu merken und begann der schönen Frau ganz regelrecht, trotz aller wütenden Blicke und spitzen Bemerkungen Ludlows, die Cour zu schneiden. Da, eines Tages, als dessen Zorn auf einem Punkt angelangt war, der einen Ausbruch befürchten ließ, und dem Frau Anny mit Todes­angst entgegensah, schlug das wundervolle Sommerwetter um, und das Schiff begann auf ganz eigentümliche Weise zu tanzen. Während der junge Offizier mit Frau Anny langsam das Promenadendeck entlang schlenderte, hielt Ludlow, der ihnen nachging, plötzlich in seinem Lauf inne, und sein ganz erblaßtes Gesicht ließ auf einen heftigen inneren Kampf schließen. Merk­würdigerweise aber trieb es ihn nicht dem dahinwandelnden Paare nach, sondern an die Brüstung, und ob die Aussicht auf die See oder die auf das spöttisch lächelnde Gesicht des Offiziers die angenehmere war, das hat selbst Frau Anny niemals er­fahren. Daß der junge Ehemann aber, als Bremerhaven in Sicht war, ein erleichterndes Stoßgebet zum Himmel sandte, dessen war sie gewiß.

Was aber nüßte es? Es war auf dem Lande auch nicht besser: wohin sie kamen, fiel Frau Anny auf, und wo es nur irgend anging, man machte ihr den Hof. Im Coupé fand sich gewiß ein beslissener Jüngling, der sich ihr dienstbar zu erweisen bestrebt war, an der Table d'hote, im Theater, auf Wasser- und Bergpartien, es war immer irgendein männliches Wesen da, welches dem armen Ludlow die Hölle heiß machte, und daß von dieser Sitze auch die kleine Frau ihr Teil zu kosten bekam, war ebenso natürlich als peinlich.

So war es denn kein Wunder, daß alle beide das Ende der so schön begonnenen Hochzeitsreise herbeisehnten, weil beide glaubten, ihr stilles, hübsches Heim in New York wäre der beste Schutz gegen unbefugte Eindringlinge und sie würden in diesem kleinen Hafen sicher vor allen Stürmen sein.

So trafen sie denn im August am Pier wieder ein, aber als die junge Frau bei der Einfahrt zur Freiheitsstatue hinüber­sah, da ſchien es ihr plöglich, als lächelte diese sie sehr spöttisch an, als wolle sie ihr zurufen:" Wenn du dir einbildest, daß du in meinem Schuß frei sein wirst, so täuschst du dich." Und als wenn sie ihr das gleich beweisen wollte, so sah Anny am Pier neben ihrem Vater zu ihrem größten Schrecken den best man" von ihrer Hochzeit stehen.

Arme, kleine Anny, der Dämon Eifersucht, der dich hinaus­begleitet hat, den bringst du heil und gesund wieder heim, und ich fürchte, die Mauern, die dein Heim umschließen, werden nicht stark genug sein, daß er nicht hindurchdränge.

Die erste Zeit ging alles ganz wunderschön. Anny war so sehr mit ihrer Säuslichkeit beschäftigt, so überglücklich mit all dem Neuen und Schönen, das die Liebe ihr gegeben, daß sie weder ausging, noch irgendwelche Neigung verspürte, außer ihrem geliebten Tyrannen einen Menschen zu sehen. Und Ludlow überließ sich ganz dem frohen Gefühl, seinen schwer zu hütenden Schat sicher geborgen zu haben. Annys kleines Wohnzimmer, angefüllt mit allem möglichen Bric- a- brac, wurde von Ludlow, der ein großer Vogelfreund war, in eine richtige Voliere um­gewandelt. Da flatterten und zwitscherten in unzähligen Käfigen die seltensten kleinen Vögel, und mitten darin saß Frau Anny selbst wie ein lustiger, anmutiger Vogel. Als nun aber die erste Freude und die erste Geschäftigkeit nachzulassen anfing, Ludlow wieder mehr aus dem Hause war, da begann Anny einen Blick auf die Nachbarschaft zu werfen. Ringsumher standen große Tenementhäuser, eins sah aus wie das andere und bot gar nichts, das zur näheren Beobachtung verlockt hätte. Wie sie noch so stand und etwas gelangweilt auf die öde, sonnen­durchglühte Straße hinabblickte, wurde gegenüber ein Fenster in die Höhe geschoben, und der sehr hübsche Kopf eines jungen Mannes ward sichtbar, der, ein Opernglas vor den Augen, ganz ungeniert zu ihr hinüberschaute. Anny, sehr entrüstet ob so unerhörter Dreistigkeit, verschwand sofort von ihrem Be­

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Junge Ehe. Im Lande der Blutapfelsinen. obachtungsposten, hütete sich aber wohl, ihrem Charley etwas von ihrer Entdeckung mitzuteilen. Aber neugierig, wie die kleinen Frauen nun einmal sind, warf sie in den nächsten Tagen hin und wieder einen Blick auf jenes Fenster, und fast jedesmal entdeckte sie ihr hübsches Visavis an seinem Platz. Ganz all­mählich und ohne irgendwelche Absicht von Annys Seite ent­wickelte sich nun eine kleine Bekanntschaft par distance. Zuerst war es ein schüchternes Sinüberlugen, dann erschien ein ebenso schüchternes Lächeln, dem dann ein noch schüchternerer Gruß seinerseits folgte, und der von ihr mit Erröten quittiert wurde, und so wäre am Ende eine telegraphische Verbindung ohne Draht hergestellt worden, wenn unser guter Charley nicht plöt­lich solch einen schüchternen Blick und ein ebenso leises Erröten aufgefangen hätte.

Zuerst war er völlig erstarrt, dann fing er an, Anny aus­zufragen, und da sie ihm nicht mehr beichten konnte, als er mit eigenen Augen gesehen, begann er, einem erzürnten Zeus gleich, zu donnern. Anny, entsetzt über einen solchen Ausbruch, ver­sprach alles, was er nur wollte, und der Friede war wieder hergestellt. Aber in Ludlow war das Mißtrauen geweckt und nicht mehr zum Schweigen zu bringen, und da er fürchtete, es könne zwischen den beiden durch die Fensternähe irgendeine Verbindung hergestellt werden, so verfiel er auf ein ganz eigen­artiges Mittel, das zu verhindern. Annys Wohnzimmer lag neben der Küche, und eines schönen Tages hob Ludlow zwischen den beiden Räumen die Tür aus, öffnete sämtliche Vogelkäfige und ließ die kleinen Gefangenen heraus, dann sagte er seinem lieben Weibchen Adieu, schloß die Türe des Wohnzimmers ab und wußte nun Frau Anny in völliger Sicherheit.

Im Lande der

Goethe hat einmal gesagt: Wer Sizilien nicht kennt, der kennt

Italien nicht."

Der Altmeister der Dichtkunst sagte die Wahrheit. Denn die vielbesungene Insel Trinatria, wie Sizilien im Altertum hieß, bietet so herrliche landschaftliche Reize die italienischen Poeten besingen in ihren Liedern Sizilien als Garten der Sonne" so viele historische Sehenswürdigkeiten und andere Attraktionen jeden Genres, daß ein Besuch des Landes von einer Italienreise nicht ausgeschlossen werden darf.

Statten wir zunächst dem armen verunglückten Messina, einen Besuch ab. M

Ram man früher von Neapel oder Reggio, so blieb der Eindruck der­selbe: Messina war Man wurde un­liebliche Dichtung " Isabella oder der erinnert. Die wun­lienhügel und Häuschen gewäh­pittoresken Anblick Messina wie eine

herrlich gelegen. willkürlich an die von John Keats: Basiliumstrauch" dervollen Magno­schmucken weißen ren einen äußerst und ließen das alte ,, weiße Stadt" er­scheinen. Von dem alten klassischen Messina war schon vor dem Erdbeben keine Spur mehr zu sehen. Die berühmten Tempel des Apollo und der Aphrodite, des Zeus und der Diana, des Castor und Pollux usw. sind von der Bildfläche verschwunden und als Goethe in Messina nach der einstigen Stätte des Herkulestempels suchte, konnte ihm niemand die Stelle zeigen.

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Diese stand ebenso erzürnt als ratlos mitten unter den schwirrenden kleinen Gesellen, und da der August an furchtbarer Size nicht kargte, so war die Situation allerdings keine angenehme. Der junge Mann aus dem gegenüberliegenden Flat, der auf diese Weise seine still Angebetete feit Tagen nicht gesehen hatte, und dem die geschlossenen Fenster bei der unglaublichen Size auffielen, suchte dann eines Tages den einfachsten Weg auf, Näheres zu erfahren, er ging hinüber, Einlaß zu erbitten. Nun hatte er aber unglücklicherweise eine Zeit gewählt, in der Ludlow nach Hause kam, und da der Zufall ein abscheulicher Geselle ist, so erspähte unser Charley ihn bei seinem Eintritte ins Haus.

In besinnungsloser Wut, ganz vergessend, daß seine Anny eingeschlossen war und niemand einlassen konnte, schwor er, die Ungetreue zu überraschen. Anny, nichts ahnend und mitten unter ihren zwitschernden Mitgefangenen, hört auf einmal die Glocke des Dumbwaiters Sturm läuten, und als sie die in die Küche mündende Tür desselben öffnet, kommt der Aufzug ganz langsam in die Höhe geächzt. Wer aber beschreibt ihr Entsetzen, als sie ihres Gebieters ansichtig wird, der in höchst unbequemer Stellung, feuchend vor Zorn, auf diese Weise sein Haus betritt. Über die Szene, die sich nun entwickelte, wollen wir lieber den Schleier sinken lassen, denn einen Mann in einer lächerlichen Situation zu sehen, ist immer ein mißliches Ding. Soviel aber wollen wir verraten, daß eine halbe Stunde später sämt­liche Vögel wieder in ihren Behausungen waren, und unser Charley vor der kleinen Frau auf den Knien lag, heilig Besserung gelobend.-- Wir wollen hoffen, daß er sein Wort gehalten hat.

Blutapfelsinen.

E. 3.

Inseln- Mostato di Lipari!- kommen in Sicht, auf denen

wir den feuerspeienden Stromboli bemerken, dessen Lichtstrahlen den Schiffern in der Nacht als Wegweiser dienen.

Milazzo bietet dem Archäologen ein reiches Studienfeld. Der bekannte englische Geschichtschreiber Edward Freeman berichtet in seinem Werke über Sizilien, daß man sich in Milazzo jahrelang aufhalten und immer neue Entdeckungen machen könne. In der Bai von Milazzo besiegten auch die Römer die bis dahin für unüberwindlich gehaltene Flotte von Karthago. Bei Milazzo schlug Augustus Sertus Pompejus und bei Milazzo war es, wo

Marmorschleifer in Palermo.

Aber dennoch bot das frühere moderne Messina genug des Interessanten. Echtes sizilianisches Volksleben kam in seinen Mauern zum Ausdruck und die berühmte Marina da Messina" oder der Corso Vittorio Emanuele" gehörten zu den südlichen Sehenswürdigkeiten. Heute beginnt sich Messina so langsam von der großen Katastrophe wieder zu erholen, aber es wird doch noch geraume Zeit dauern, ehe Messina wieder Messina geworden ist. Dennoch lohnt auch ein Besuch des im Entstehen begriffenen neuen Messina.

Von Messina führt uns der Expreßzug nach Milazzo und von hier an der Küste entlang nach der sizilianischen Haupt­stadt Palermo, die seit Messinas Unglück sozusagen erst recht die Stadt von Sizilien geworden ist. Aus den Coupéfenstern genießen wir eine herrliche Aussicht auf die Monti Peloritani und Nebrodi, sowie Le Madonie- Berge. Auch die Lipari­

General Bosco zur Ehe wir uns nach geben, das leicht einem Norddeut­der Mittelmeer­York zu erreichen noch einen kurzen daro und Cefalù. an klassischen Er­

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Garibaldi der Dy­nastie der Bour­bonen ein Ende be­reitete und am 20. Juli 1860 den Übergabe zwang. Palermo be= von Genua mit schenLloyddampfer linie Genua- New ist, nehmen wir Aufenthaltin Tin­Tindaro ist reich innerungen. Das griechische Theater ist sogar größer als das in Taormina, und die alten Stadtwälle sind die imposantesten in Sizilien. Freeman behauptet, daß das Gimnasio Romano von Tindaro das beste Erinnerungszeichen alter römischer Baukunst sei. Von dem Kloster Madonna del Tindaro genießt man eine prachtvolle Aussicht auf die Umgebung und das Meer.

In dem reizend gelegenen Städtchen Cefalù werden wir durch die uns auf Schritt und Tritt folgenden Bettler zuerst in gerechte Entrüstung versetzt. Sobald wir jedoch vor dem herrlichen Mosaikkopf Christi in der Kathedrale stehen, haben wir die Landplage von Sizilien" vergessen und vertiefen uns in den Anblick dieses Meisterwerks, das den Mosait- Christuskopf in der Markuskirche von Venedig bei weitem übertrifft.

Wir suchen noch den berühmten Tempel der Diana auf und eilen dann schnell zum Bahnhof, um den Zug nach Palermo nicht zu versäumen.

Palermo! Der Hafen hat die edlen und vornehmen Linien des Golfs von Neapel und zeigt sich so hoch interessant, wie es eine große und prächtige Stadt und ein jäh abschüssiger Berg wie der Monte Pellegrino nur immer erwarten lassen. Der Monte Pellegrino( Pilgerberg) ist das Hauptwahrzeichen der

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