Einzelbild herunterladen

Dirtungslos en Behand note er das

8 befannie en der eine wurden die rhergestellt, der Seuche gewicht und Ueber die

Bergebniffe bildern ge ie von ihm Digen Appa Seinend die It sehr ver

annigfachen Forschungen rantheit er führenden I, auf Nach infizierten erer Krant hängnisvoll mun, seine roßen nach

Nachrichten Frau Meyer lichen Soh zogen habe, 8." eine mil elt mitteilt, rrn Grafen cht Breslau

t. Von dem

einbodungen ng gegeben. nisch mit 15 bis 30 Me­an, die mit nzündungen

9 Uhr wa den Vorbe­fonnte. Da rischen Lam­nzeigen, daß 1, nahm der gestellt, und Als er et­from zu be e Explosion. plosion wur­löchern stan einer wurde nde zu Tage Die Nachricht Besichnelle in ergleute fam­ungsgebäude. n Bergleute Die Bergbe ort eine Un­r Gerichtshof Trennung der bett Ehemann Find nicht ei fellis zur Er­Frau Toselli, hre Erregung ie Frage des gebäude. To­Urteilsspruch. n Gerichtsge undgebungen

cinem beinahe nem Parifer r. Ein Hafen­in ein Hospi

Ser thm start Jen zu laffen.

es den Herz­en Geschwulst Zur Rettung

Armes uner­

en 12. Oktober Dr. Chifoliau,

glücklich ver­Patienten, als bemerkte, daß Armes den ge­behalten müf=

n wir ihn ad

eine aus fet­

ige Redensart, nicht befolgen chen Nebenbuh­

im Lokal, die tödlichen Haß . Und aus die­Can, wie er ihm en beiden Kom­

ner Forderung,

nnte.

wußte, welche

Overfolgte und

fteren an, weil

Biele zu gelan­Augenmerk auf

gerichtet, Herr

es im Gerichts­te diefer

und

ill man nur auf

eingehen."

meinte er Herrn

Berungen ruhig

wußte, was er

bes Unterfu ugen und fagte:

n jetzt auch auf

e Barbefow er

unden Itnten amputiert hatte. Es blieb nichts anderes brig, als nochmals zu operteren. Man wartete so ange, bis die Wunde am linken Arm geheilt war, und am 26. Oftober nahm man denn dem Manne auch den franten rechten Arm ab. Anstatt aber den Unglücklichen zu entschädigen, hatte Dr. Chifoliau dann noch die uner­hörte Dreistigteit, den Kranten mit brutalen Redens­arten abzuweisen und ungeheilt aus dem Hospital zu entlassen. Nun haben sich aber die Freunde des Krüp­pels ins Mittel gelegt und die Angelegenheit den Ge­richten übergeben, so daß sie für den eigenartigen Wohl­täter der Menschheit wohl noch sehr schlimme Folgen haben wird.

Streitbare Franenrechtlerinnen. Aus London wird gemeldet: Dienstag abend veranstalteten die kampf­lustigen Suffragettes wieder eine Massendemonstration gegen das Parlament, um ihren Unmut über die ange= fündigte Wahlrechtsvorlage der Regierung, in welcher das Frauenstimmrecht teinen Platz gefunden hat, aus­zudrücken. Das Parlamentsgebäude war in Erwartung von Krawallen von einer staefen Polizeimacht umzin­gelt worden. Als den Suffragettes der Zutritt versagt wurde, versuchten sie mit Gewalt einzudringen und es fam wieder zu heftigen Kämpfen. Immer wieder ver­suchten die Frauen das Parlament zu stürmen. Un= geheure Menschenmengen füllen alle Straßen und Bläße um das Parlament. Die Suffragettes zogen die Straßen entlang und zertrümmerten die Fenster des Ministerpalais, des Kultusministeriums und vieler an= derer öffentlicher Gebäude. Hunderte von berittenen Schußleuten galoppierten durch die Straßen, um den Mob zu zerstreuen. Ueber hundert Suffragetten wur­den verhaftet. Bet den Tumulten trugen die Anhän­gerinnen des Frauenstimmrechts Steine in leinenen Beuteln, die ihnen als Schleudern dienten. Sie war­fen auch in mehreren Magazinen und Restaurants die Fenster ein.

Ein Kampf zwischen Schußlenten und einem Ein­brecher spielte sich am Donnerstag in später Abend­stunde in einem Hause der Schüßenstraße in Berlin ab. Gegen 11 Uhr vernahm ein Hofschuhmachermeister etn

Personen in den Alpen tödlich verunglückt. Die meisten Opfer des weißen Todes lieferten die Deutschen, dann tommen die Desterreicher, die Schweizer und endlich die Franzosen. Die Engländer hatten im Jahre 1911 nur zwet Tote, 1910 nur vier Tote zu beklagen. Diese ge­ringe Zahl der Unglücksfälle englischer Alpinisten hat darin ihren Grund, daß die Engländer verständig ge­nug find, gefährliche Beſteigungen niemals ohne Füh­rer zu unternehmen, während die deutschen Bergsteiger in dieser Hinsicht leider sehr häufig sündigen und dann ihre Unvorsichtigkeit mit dem Leben bezahlen.

Zum Verrücktwerden. Aus dem russischen Gouver nement Witebst wird Petersburger Blättern folgendes Histörchen berichtet: Ein Bursche von 19 Jahren, Dmitri Sireni, heiratete vor drei Jahren eine 35jährige Witwe, Anna Stabren, die aus erster Ehe eine 15jährige Toch­ter besaß. Troß des großen Altersunterschieds lebte das junge Paar glücklich. Nun aber begann der Vater des Kireni, ein Mann von 50 Jahren, der jungen Ka­tharina den Hof zu machen. Da die Geistlichen Schwie­rigkeiten in den Weg legten, wandte er sich an das Kon­fiftortum mit dem Gesuch, das Mädchen heiraten zu dür= fen. Das Konsistorium sah keinen Grund, dies zu ver weigern, und die Heirat fand statt. Der Ehe entsproß ein Sohn. Von dieser Zeit an begann der alte junge Ehemann Spuren von Geistesgestörtheit zu zeigen. Er verlegte sich darauf, auszutüfteln, in welchem Verwandt­schaftsgrade er zu seinem Schwiegervater, zu seiner Frau, zu seinem Söhnchen, und zu sich selbst stehe, und als ihm dämmerte, daß sein Söhnchen der Bruder set­nes Schwiegervaters, er selbst aber der Großvater fet­nes leiblichen Sohnes, sein erster Sohn dagegen sein Schwiegervater, er selbst, der Vater des fleinen Söhn­chens, zugleich dessen Stiefurgroßvater, die Mutter des Kleinen aber zugleich Stieftochter und Schwiegermutter seines Großvaters, seine Großmutter aber seine Schwä­gerin und zugleich die Schwiegertochter ihrer eigenen Tochter, die Mutter des Jungen zugleich seine Stiefur­großmutter set- da fing er an, schwermütig zu werden.

verbächtiges Geräusch in feinem Laden. Als er die nach Eine deutsche Familie in China ermordet.

dem lur führende Tür öffnete, sah er sich einem Ein­breche gegenüber, der Miene machte, auf ihn loszu­schlagen. Der Ueberraschte besaß soviel Geistesgegen­wart, dte Tür rasch wieder abzuschließen. Er holte Hilfe und dret Schußleute begaben sich zu dem Laden, vermochten jedoch gegen den Einbrecher, der verzweifel­ten Widerstand leistete, nichts auszurichten. Ste sperr­ten den Laden ab, bis Kollegen zu Hilfe tamen. Neun Mann drangen aufs neue in den Laden und nahmen den Einbrecher, die sich in den Keller geflüchtet hatte, nach längerem Widerstand endlich fest.

Der Nanener Telefunkenturm. In der 12. Haupt­versammlung der Telefunkengesellschaft in Berlin wurde ein Vortrag über Funtentelegraphie gehalten, in dem mitgeteilt wurde, daß in Nauen bei Berlin trob der orfanartigen Stürme der letzten Wochen das Wage­Stück gelungen ist, auf dem auf einer Spitze in einem Kugelgelent stehenden 100 Meter hohen Eisenturm der Telefunkenstation Nauen, der fret pendelt und nur von bret Stahlseilen in vertikaler Lage gehalten wird, noch einen Turm von 100 Metern Höhe aufzusetzen. Der Nauener Telefunkenturm ist mit 200 Meter nächst dem Eiffelturm feßt das höchste Bauwerk der Erde und wohl die kühnste ifberhaupt vorhandene Elsenkonstruktion.

Ueber die deutschen Opfer der Mezelet in China werden aus Bremen noch folgende nähere Mitteilungen gemacht: Es handelt sich um den seit 16 Jahren in chi­nesischen Diensten stehenden, zuletzt als Oberpostdirek­tor in Sianfu tätig gewesenen deutschen Reichsange­hörigen Wilhelm Henne und dessen aus Frau und dret Kindern bestehende Familie. Henne steht im 38. Le­bensjahr; er ist gebürtig aus dem hannoverschen Städt­chen Hedemünden bei Hann. Münden. Henne hat zu­nächst in Deutschland das Baufach erlernt und ist dann nach Ostasien gegangen, wo er in Javan und China an verschiedenen Orten in den verschiedensten Ge­schäftszweigen gearbeitet hat. Die nach der Meldung des Reuterschen Bureaus gleichfalls ermordete Frau Henne ist die Tochter eines Professors aus Württem­berg und etwa 31 Jahre alt. Bei den Eltern befanden sich drei Kinder: eine Tochter von 8 Jahren, ein Sohn von 5 Jahren und noch ein etwa 2jähriges, während des letzten Aufenthaltes in Deutschland geborenes Mädchen. Diese 3 sind gleichfalls ermordet worden. Der älteste, etwa 11 Jahre alte Sohn befindet sich in Deutsch­land und besucht in Hedeminden die Schule. Vor an­derthalb Jahren kehrte die Familie Henne nach einem längeren Urlaub des Ehemannes, den sie zum Teil in Bremen zubrachten, unter Zurücklassung des ältesten Knaben, der bet Verwandten in Pension gegeben wurde, nach China zurück. Henne hat sich besonders um den chinesischen Postdienst Verdienste erworben; er hat an verschiedenen Orten dock Bostämter eingerich fet und organisiert. Seine Mutter, die seit längerer Bett verwitwet tst, lebt in Bremen bei einer Schwester Fes Ern.ordefen. Mehrere andere Geschwister sind in Hede den wohnhaft. Der letzte Brief des Ermorde­ten cn feine Bremer Angehörigen ist vom 10. Oftober dattert. Er sagt darin, daß er irgendwelche Befürchtun­gen für sein Leben und das seiner Familie nicht hege. Aus seinen Brtefen geht hervor, daß die Familie Henne dte einzigen in Sianfu lebenden Deutschen waren. Es befanden sich außer ihnen dort von Europäern nur noch Schweden. Die Missionarin Beckmann, deren Er­mordung gleichfalls gemeldet wurde, scheint danach schwedische Staatsangehörige zu sein. Die Mutter des Emordeten wird einen Bremer Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung ihrer Rechte und derjenigen des etnzt­gen überlebenden Kindes beauftragen und sich unver­züglich an das Auswärtige Amt wenden.

Von einem Fürsorgezögling schwer verfekt wurde gestern nachmittag der Kriminalschußmann Müller aus Rirdorf. Vor einiger Beit entwich der 20 Jahre alte Rögling Kerl Weide aus der Fürsorgeanstalt. Die Nixdorfer Kriminalpolizet erfuhr, daß er sich bei seiner Schwester aufhalte. Müller begab sich dorthin, um den Entwinenen entzunehmen. Er traf wit aut ait, und der Bursche folgte thm ruhta. Auf einem Treppenabsatz aber versetzte er dem Beamten plötzlich einen Stoß vor die Brust, so daß tener hinfiel, und trat ihn dann so= lange mit den Füßen, bis M. die Besinnung verlor. Dann ergriff W. die Flucht und entkam. Müller wurde hilflos aufgefunden und nach seiner Wohnung gebracht. Der beleidigte Zuchthänsler. Der Gastwirt Döring in Nordhausen war in einer Verhandlung gegen den berüchtigten Verbrecher Präßler, der jahrelang die um= gegend unsicher gemacht hatte, als Zeuge vernommen worden. In der Erregung nannte Döring den Bräß­ler einen Lumpen. Dieser aber wußte, was er feiner Buchthäuslerehre schuldig set. Vom Zuchthause aus ffrengte er selage an und Döring mußte sich bequemen, vor dem Schöffengericht als Angeklagter zu erscheinen. Der Gerichtshof mußte auch zu einer Verurteilung tommen, denn es lag unzweifelhaft eine formale Be­leidigung vor. Es erkannte auf eine Geldstrafe von fünf Mark und sprach außerdem dem Zuchthäusler dic Publikationsbefugnis zu.

Von Bauernfängern ansgebentet. Durch zwei aus­gefeimte Bauernfänger wurde in Hamburg ein von Amerika heimkehrender Bäckergeselle aus Steiermark um eine Summe von 6000 Kronen betrogen. Er hatte auf der Heimreise einen Mann kennen gelernt. Bald gefellte sich zu ihnen ein Dritter, der ebenfalls nach Desterreich zurückkehren wollte. Die beiden machten dem Bäckergesellen den Vorschlag, ihm alles Geld zur Führung der Kasse zu überlassen. Sie verstanden es, babei dem Bäckergesellen statt des Geldes Papier­schnitzel in die Hände zu spielen und das Geld desselben gegen ein ähnliches Paket zu vertauschen. Erst lange hinterher bemerkte der Betrogene die Tat.

Eine heitere Erdbebengeschichte. Aus dem Vorarl berg wird berichtet: Nebst dem großen Schrecken, den das letzte Erdbeben unter die Leute brachte, hat sich im Ländle Vorarlberg auch manch heiteres Ereignis zu­getragen. Ueber ein solches wird aus Altach im Rhein­fal berichtet. Als in einem Hause der Besitzer durch das Beben aufwachte und einen großen, alten Kleiderbe­hälter, den sogenannten Kasten", noch wackeln sah, kam er auf den Gedanken, daß ein Dieb da sei, der sich nun etligst im Kasten versteckt hätte. Ganz erschreckt stand der Mann mit dem gelandenen Revolver in der Hand da, und als seine Söhne ins Zimmer traten, wurde so= fort Kriegsrat abgehalten, was in einer so gefährlichen Situation zu machen set. Anstatt der Kasten zu öff= nen, wurde beschlossen, ihn zu beschießen, um so auf den Dieb einzuwirken. Alsbald trachte ein Schuß nach dem andern, und, als die Munition zu Ende war, be­schloß man, den Kasten zu öffnen. Bu ihrem großen Erstaunen fanden die Tapferen nichts vor als ihre durchlöcherten Feiertagsgewänder. Erst am anderen Morgen erfuhren sie, daß ein Erdbeben den alten Ka­sten zum Wackeln gebracht hatte.

Ein Schreibmaschinen- Reford. Eine bemerkens­werte Leistung wurde von einer französischen Steno­typistin bet einem Schreibmaschinenwettbewerb ausge­führt, der in diesen Tagen in Paris zum Austrag ge­bracht wurde und an dem 150 Konkurrenten teilnah­men. Die Stegerin, die während der Dauer von% Stunden den Text einer Zeitung auf der Maschine ab­fchrieb, erzielte während dieser Bett eine Durchschnitts­geschwindigkeit von 100 Wörtern in der Minute.

Der weiße Tod. Der Alpensport hat im Frühling des Jahres 1911, wie aus den alljährlichen Statistiken bes Prof. Straub hervorgeht, 118 Opfer gefordert. Im Fahre 1910 war die Zahl der Personen, bte in den Al­pen thren Tod gefunden haben, etwas größer; fte betrug 128. Im Laufe der letzten 10 Jahre sind insgesamt 1004

Eiferbahnkatastrophe in Frankreich.

am

Beim Städtchen Montreuil- Bellay hat sich Donnerstag früh auf der berüchtigten Pariser Westbahn ein außerordentlich schweres Unglück zugetragen, bet dem etwa 30 Personen das Leben einbüßten. Infolge Austretens des Thouetflusses brach der Bahndamm etn. Ein Zug der gerade vorüberfuhr, stürzte ins Wasser. Etwa 30 Personen sind umgekommen, darunter der Lo­tomotivführer und der Heizer. 10 Reisende retteten sich auf dem einzigen, nicht im Hochwesser des Thouetflus­ses versunkenen Wagen.

Einzelheiten der Katastrophe schildern weiter fol­gende Meldungen von privater Seite, die die Zahl der Umgekommenen bedeutend höher angeben. Die starken Regengüsse, die in den letzten Tagen über Frankreich ntebergegangen waren, hatten eine große Ueberschwem­mung herbeigeführt und diese hatte die Eisenbahnbrücke über das Flüßchen in der Nacht zum Einsturz ge­bracht. Der Führer des Zuges hatte infolge der Dun­felheit, die an diesem Morgen noch herrschte, und des dichten Nebels, der über dem Flusse nach, den Einsturz der Brücke nicht bemerkt, und so stitrzte der Zug in die Tiefe. Es befanden sich etwa 100 Perfonen in dem Zuge, von denen etwa 70 umgekommen sein dürften. Dem Berl. Lot.- Anz." wird zu dem Unglück noch gemeldet: Nebel hinderte den Führer des Zuges, wahr­zunehmen, daß die kleine Bahnbrücke schon in den Bach gestürzt war. Niemand hatte ihn gewarnt. Fast alle Waggons stürzten mit der Lokomotive über den Ab­hang hinab. Die Passagiere waren meist Marktleute und Arbeiter. Von der nächsten Station tam ein Hilfszug, doch ist die Rettung sehr erschwert. In den ersten Augenblicken nach der Katastrophe hörten die am Ufer Gebliebenen herzzerreißende Hilferufe. Für etn wirksames Rettungswert fehlten alle Mittel, und schwe rer Nebel behinderte diefentgen, die mit eigener Kraft den Waggons entfamen. Nach der amtlichen Darstel= lung sind mit der Lokomotive drei Waggons abge­stürzt. Einige Passagiere des letzten Wagens konnten im trittschen Augenblick das Gestrüpp am Abhang fas= sen und sich so durch die Fenster retten. Bisher wur­den 12 Leichen, darunter die von 4 Frauen, geborgen. Schweres Verschulden trifft die Streckenaufsicht, da ntr­gends ein Warnungszeichen angebracht war und der Zug infolgedessen mit regulärer Geschwindigkeit fuhr.

Dom italienisch- türkischen Krieg.

Der Vormarsch der Jtaltener in Tripolts scheint endlich beschlossen zu sein. Maßgebend für diesen Ent­

schluß ist die Tatsache, daß wettere Nachschulbe ohne eine Ausdehnung des Aktionsradius feinen Raum mehr finden würden. Man wird noch das Eintreffen von weiteren 6000 Mann und den erforderlichen Vor räten abwarten, ehe der Vormarsch beginnt. Freilich ist es sehr fraglich, ob die vorhandenen Kamele und Maultiere ausreichen werden. Die Stärke der italie= nischen Truppen in Tripolis wird dann etwa 50,000 Mann betragen, was die Gesamtzahl der Italiener in Tripolitanien und der Kyrenaifa auf 100 000 Mann bringt. Damit dürfte dieser Feldzug bereits eine Milliarde kosten. Zwischen der italienischen Regie­rung und der Heeresleitung scheinen außerordentlich starte Meinungsverschiedenheiten die nächsten Maßnahmen zu herrschen, sodaß dem Ober­befehlshaber die Hände vielfach gebunden sind. In den beiden Itzten Tagen haben nach längerer Pause wieder lebhafte Feuergefechte stattgefunden. Einem türkischen Forts gelingt es noch immer, Schrappnells in die Stra ßen von Tripolis zu werfen.

über

Der österreichische Botschafter in Konstantinopel sprach gestern auf der Pforte vor, wo er mit dem Groß­wefir eine dreiviertelstündige Unterredung hatte. Hier­auf wurde sofort ein Ministerrat berufen Es wird behauptet, der Botschafter habe dem Großwesir mitge­teilt, Italien verlange eine sofortige Anerkennung der Annexion, widrigenfalls es die Türkei an einer sehr schwachen Position angreifen werde.

Eine Blockade der Dardanellen.

Frankfurt a. M., 24. November. Der Franks. Big." wird aus Konstantinopel gemeldet: Am 26. No­vember wird Italien die Blockade der Dardanellen er­flären. Der Großwesir berief nachmittags einen beson­deren Ministerrat zusammen. Während dieser beriet, trafen der österreichische und der russische Botschafter auf der Pforte ein. Der Großwesir und der Minister des Auswärtigen verließen darauf den Ministerrat, um mit den beiden Diplomaten zu fonferteren. Der ruf­fische Botschafter Tscharytow bestätigte die Absicht Ita­Itens, über die Dardanellen die Blockade zu verhängen; über das Verhalten der nächst der Türkei an den Dar­danellen am meisten interessterten Macht, eben Ruß­lands, äußerte sich Tscharykow ausweichend.

Drabtnachrichten und neuestes.

Deutsche Luftschiffer in Rußland gelandet. Königsberg, 24. November. Der am Sonntag vormittag in Tilsit aufgestiegene Ballon Ostpreußen", in dem sich vier Herren befanden, ist am Sonntag nach­mittag in Kurland gelandet. Die Insassen sind noch nicht in die Heimat zurückgekehrt. Trotz ordnungs­mäßiger Bässe wurden sie an der nächsten Bahnstation angehalten. Es sind Schritte zur sofortigen Freilassung der vier deutschen Luftschiffer unternommen worden. Tod zweier Vertreter der Kunst.

München, 24. November. Der Schriftsteller Wilhelm Jensen ist heute gestorben. Gleichzeitig kommt die Nachricht vom Tode des Direktors der bayerischen Staatsmuseen Professor Tschudi.

Berurteilung eins unredlichen Postschaffners. Göln, 24. November. Die Straffammer verur­teilte einen Bostschaffner zu neun Monaten Gefängnis, der am 2. August von 20 000 Mart, die er in Ver­wahrung hatte, 3500 Mark unterschlagen hatte.

3wet große Geschäftshäuser eingestürzt. Britssel, 24. November. Gestern nachmittag stürzten im Verkehrszentrum der Stadt zwet große Ge schäftsbultier ein. Da wenige Minuten vorher eis ver­dächtiges Knistern gehört wurde, konnten die Gebäude, in denen große Aenderungsarbeiten zur Herstellung et­nes Theatersaales vorgenommen wurden noch recht­zeitig geräumt werden. Ein mit seinem Automobil vorüberfahrender Chauffeur wurde durch herabfallende Steine am Kopfe verletzt.

Kaiserspende für den Bau einer evangelischen Kirche in Tirol.

Innsbruck, 24. November. Das deutsche Kat­serpaar hat zum Bau einer evangelischen Kirche in Gossensaß 2000 Mart gespendet.

Berliner Getreide und Schlachtviehmarkt.

Berlin schloß sich der Aufwärtsbewegung am Wet­zenmarkt bereitwillig an, zumal das inländische An­gebot sich in recht mäßigen Grenzen hitelt. Der letztere Umstand mag damit im Zusammenhang stehen, daß die Landwirtschaft diesmal schon recht frühzeitig reichlich verkauft hat, so daß sie jetzt keine Eile hat, zu den ab­geschwächten Preisen weitere Abgaben zu machen. Auch scheinen Feldarbeiten, die bei der milden Witterung bis jetzt noch immer ausgeführt werden konnten, zu der Verringerung der Zuführen beigetragen zu haben. Von den Brotfrüchten hat Roggen in stärferem Grade im Preise angezogen als Weizen. In ersterem hat ein ziemlich lebhafter Exportverkehr stattgefunden, da Nordrußland, Dänemart, Standinavien, Holland und vereinzelt auch Frankreich und Italien fich dafür kauf­Iustig zeigten. Die Preisbesserung belief fich daher auf etwa 4 Mart. Hafer zog gleichfalls an, da das Inland bet zurückhaltendem Angebot auf feste Preise hält und Argentinien ebenfalls, wenn auch bei reichlichen Offer­ten, teurer geworden ist. Futtergerste wurde von Ruß­land festgehalten, andererseits war aber auch der Be­darf nicht willig, die geforderten Preise anzulegen, zu­mal Mais preiswerter zu sein scheint. Braugerste war start gefragt und höher. Am letzten Tage der Berichts­woche stellten sich die Preise für Lieferung im Dezem ber wie folgt: Weizen 204,50 M., Roggen 183,00 M., Hafer 179,25 M., Mais 167,00 M

Preise des städtischen Schlachtviehmarktes. 1. Och­sen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlacht­wertes, ungejocht 79-86 M., b) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 73-82 M., c) Big genährte junge und gut genährte ältere 62-72 M. 2. Bullen: a) vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 75-80 M., b) vollfleischige jüngere 71 bis 79 M., c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 62-74 M. 3. Färsen und Kühe: a) vollfleischige, bis­ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes Mart, 6) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes, bts zu 7 Jahren 68-74 M., c) ältere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färfen 62-69 M., d) mäßig genährte Kühe und Färsen 53-60 M., e) gering genährte Kühe und Fär­fen bis 60 M., f) gering genährtes Jungpieh( Freffer) 48-62 M. 4. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 104-146 M., 6) feinste Mastfälber 108-115 M., c) mitt­Tere Mast- und beste Saugfälber 95-105 M., d) Mast­und gute Saugfälber 84-96 M., e) geringe Saugfälber 60-82 M. 5. Schafe. a) Mastlämmer und füngere Masthammel 64-76 M., 6) ältere Masthammel, jüngere Mastlämmer und gut genährte funge Schafe 54-64 M., c) mäßig genährte Hammel und Schafe bis 53 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Zentner Lebendge­wicht 62 M., b) vollfletschige Schweine 240-300 Pfund 60-61 M. c) vollfletschige 200-240 Pfund 57-60 M, d) vollfleischige Schweine 160-200 fund 55-58 M, e) vollfleischige Schweine unter 160 Pfund 47-53 M., f) Sauen 51-55 M