Einzelbild herunterladen

Die Abwehr englischer Uebergriffe.

Die ausführlichen Eröffnungen, die der Staats­sekretär des Auswärtigen Amas von Seiderlen in der Retchstagskommission über ble biplomatische Behand­lung der bekannten Tischrede von Lloyd George gemacht bat, Itefern den Beweis, daß unsere Regierung den englischen Verfuch der Einmischung in die deutsch- fran­söfifchen Verhandlungen mit großer Entschiedenheit zu­rudgemtesen hat. Von dem deutschen Botschafter in Lon­don ist im Auftrage seiner Regierung eine sehr scharfe Sprache gegen die deutsch- feindlichen Interpretationen ber Lloyd Georgeschen Rede und thre aufretzenden Wir­fungen geführt worden.

Die Kosten der Reichsversicherung. Durch die Reichsversicherungsordnung und die Privatbeamten versicherung werben der sozialen Fürsorge in Deutsch­land neue bedeutende Lasten aufgebürdet werden. Nach einer amtlichen Berechnung toftet bereits die heutige soziale Versicherung auf Grund der Arbeiterschußge­fete allen Beteiligten im Jahr rund 812 Millionen Mart. Hiervon tragen die Arbeitgeber 416, die Arbeit­nehmer 344, das Netch 52 Millionen. In den beiden nächsten Jahren werden durch die beiden neuen sozialen Geseze weitere Lasten von 284 Mill. Mark hinzutreten, so daß im Jahre 1913 fitr foztale Fürsorge auf Grund von Reichsgefeßen in fedem Jahre 1096 Mill. Mark, also über eine Milliarde ausgegeben werden. Die neuen Lasten verteilen sich wie folgt: Arbeitgeber 119, Arbeitnehmer 138, das Reich 27 Mill. Mart. Die Ge­famtlaken werden von diesem Jahre ab betragen für bie Arbeitgeber 525 Mill. Mark, die Arbeitnehmer 482 Min. Mart, das Retch 79 Mill. Mart in jedem Jahre.

Man sieht nun auch ganz klar, welche Motive dem englischen Borstoß zu Grunde lagen. Die englische Re­gterung hegte troß der Erklärungen, die sie von Deutsch­land über den Zweck der Pantherfahrt und zwar gleich­zeitig mit dem Erscheinen des Schiffes vor Agadir, er­halten hatte, den Verdacht, daß Landerwerb in Marokko beabsichtigt fet. Daneben scheint der Gedanke mitge= spielt zu haben, der französischen Regterung gegen ote deutschen Wünsche den Rücken zu stärken. Es war eine Politit des Mißtrauens und des doppelten Maßes, eines für Frankreich und eines anderen für Deutschland. Erfolg hat sie nicht gehabt dank der Offenheit und Festigkeit, mit der die deutsche Politik ihr Biel einer Verständigung mit Frankreich allein verfolgte. Ihre schlimme Wirkung war und blieb allerdings, wie auch der Reichskanzler in seiner Rede vom 9. November er­wähnte, daß sich in der öffentlichen Meinung bei uns eine sehr bittere Stimmung ausbreitete.

Für Steuerhtuterziehungen Gefängnisstrafen? In der kommenden preußischen Steuergeseßnovelle wird stch, wie das Berl. Tagebl." erfahren haben will, auch ein Vorschlag befinden, für Steuerhinterziehungen Ge= Der Urheber des Vor­fängnisstrafen festzusetzen. schlags soll Unterstaatssekretär Dr. Michaelts im prent­Bischen Finanzministerium sein. Er wolle in den näch­sten Tagen in einem offiziellen Artikel die Grundlagen feines Vorschlages mitteilen.

Im Plenum und in der Kommission des Reichstags ist von verschiedenen Seiten getadelt worden, daß die Regierung die Abwehr der Lloyd Georgefchen Rede nicht alsbald öffentlich vorgenommen habe, und daß sie erst jetzt von der diplomatischen Auseinandersetzung mit dem englischen Kabinett vom Jult 1911 öffentliche Mit­tellung mache. Der Grund für ihr Schweigen lag of= fenbar darin, daß sie vor allem mit Frankreich zum Ziel tommen, deshalb jeden störenden Einfluß von außen fernhalten wollte, und daß sie hoffte, nach Abschluß des Maroffogeschäfts dem Pessimismus wirksam entgegen= treten zu können. Man begreift nun aber auch erst recht die Schärfe, mit der der Reichskanzler im Reichstage feden 3weifel an der Wahrung der Ehre und des Ansehens der Nation abgewehrt hat.

Beginnende Selbsteinkehr in England.

unden Itn brig, als fange, bis Am 26. Of Franten re zu entfchäd hörte Dre arten abzi entlaffen. pels ins M richten übe täter der baben wir Streit

bisher unbekannten Erreger der Seuche wirkungslos sind, sich mit Forschungen zur medikamentösen Behand lung der Krankheit befaßt und zwar verwandte er das für das in der menschlichen Praris bereits bekannte Euguform. In zwei Viehbeständen, von denen der eine 40, der andere über 100 Häupter zählte, wurden die Tiere in wenigen Tagen so vollständig wiederhergestellt, daß auch die so sehr verhängnisvollen Folgen der Seuche wie Futterverweigerung, Abfall im Körpergewicht und in der Milchproduktion bald behoben waren. Ueber die Anwendungsweise und die einzelnen Versuchsergebnisse hat Hoffmann unter Vorführung von Lichtbildern ge= naueste Anweisung gegeben, ebenso über die von ihm zum Teil neu konstruierten dabet notwendigen Appa­rate. Er betonte zum Schluß, daß anscheinend die Maul- und Klauenseuche, wenn sie auch in sehr ver­schiedenen Graden der Schwere und in mannigfachen Variationen auftritt, nach seinen neuesten Forschungen sich als eine verhältnismäßig harmlose Krantheit er­wiesen hat. Die schwersten und zum Tode führenden Symptome beruhten, wohl zum größten Teil, auf Nach­frankheiten: An den faultg gewordenen infizierten Stellen siedeln sich bösartige Erreger anderer Krank= heiten an und führen zu schweren, oft verhängnisvoll werdenden Eiterungen. Hoffmann beantragt nun, seine Methode unter Aufsicht der Behörden im großen nach­prüfen zu lassen.

In Rußland steht ein neuer Landesverratsprozeß bevor, der einen ziemlich großen Umfang nehmen dürfte. Angeklagt find acht Polen, ferner dret Studen­ten usw. Ste sind alle beschuldigt, dem österreichischen Generalstab wichtiges fartographisches Material über den südwestlichen Teil Rußlands, der an Desterreich grenzt, überliefert zu haben. Der Prozeß gelangt in den nächsten Wochen vor das Selemer militäracricht.

Das javanische lottenprogramm, das Kaiser Muthsubito kürzlich formell gutgeheißen hat, sieht nach einer durchaus glaubwürdigen Information für die nächsten 7 Jahre eine Ausgabe von 350 Millionen Yen, d. h. an 700 Millionen Mark vor. Es bestimmt, daß im Laufe der nächsten 2 Jahre abgesehen von kleineren Schiffenfinf große Linienfchiffe von je 30 000 Ton= nen und bewaffnet mit 35% 3tm.- Geschützen auf Stapel gelegt werden sollen.

Die englische Presse ist Herrn von Kiderlen- Waech­ters Darstellung der Ereignisse gegenüber, die mit der Ankunft des Panther" in Agadir begannen und mit der Unterzeichnung des deutsch- französischen Abkom­mens endeten, sehr zurückhaltend. Die meisten der ein­flußreichen Blätter enthalten sich jedes commentars. Herrn von Seiderlens Erklärung hat, so heißt es in einem Londoner Blatte, nicht dazu beigetragen, die gro­Ben Besorgnisse der Welt hinsichtlich der Marokkokrisis zu mildern, aber sie hilft uns mit größerem Ernste als fe zu begreifen, daß das, was man für viel zu fürchter­lich gehalten hat, um es zu glauben, gerade das gewesen ist, was beinahe geschehen wäre. Mindestens fünf euro­päische Nationen waren von einer ungeheuren Kata­strophe bedroht. Aber es ist noch einmal gut gegangen, und wir dürfen hoffen, daß sich die internationalen Be­ziehungen jetzt stetig bessern werden. Es läßt sich nicht leugnen, daß man in England im Augenblick wenig­stens einen heilsamen Schreck durch all ote Enthüllun­gen" erhalten hat und deshalb den Friedensaposteln ein weit willigeres Ohr leiht als sonst. Indeffen darf man diese versöhnliche Stimmung nicht überschätzen.

Der Ernst der Lage bleibt.

Kleine Nachrichten.

Das Opfer einer unsinnigen Wette wurde in Jr­gersdorf bei Baußen ein 30 Jahre alter Bimmermann. Er hatte gewettet, daß er tmstande set, innerhalb einer halben Stunde einen Liter Branntwein zu trinken. Nachdem er dieses Quantum Kornbranntwein getrun= fen hatte, verftel er in bewußtlosen Zustand, aus dem er nicht mehr erwachte.

Aus den Gerichtssalen.

Der Kwilecki- Prozeß geht weiter. Die Nachrichten polnischer Blätter, daß die Bahnwärtersfrau Meyer ihren Antrag auf Herausgabe thres angeblichen Soh­nes, des jungen Grafen wileckt, zurückgezogen habe, bestätigt sich nicht. Wie dem Berl. Lof. Anz." eine mil den Verhältnissen vertraute Persönlichkeit mitteilt, nimmt die Klage gegen den Majoratsherrn Grafen Kwilecki in Wroblewo vor dem Landgericht Breslau thren Fortgang.

Beraubung einer Millionärin. Eine in einem Ho­tel in Warschaut logterende russische Millionärin wurde von einem Friseur, während er sie für das Theater frisierte, chloroformiert und dann ihrer Pretiofen im Werte von über 200 000 Rubel beraubt. Der Boltzet gelang es bald, den Friseur in der Person eines be­rüchtigten Banditen zu verhaften.

Die Köln. 3tg." erflärt in bezug auf Seidertens Ausführungen gegenüber einer Einmischung Englands in einem offiziösen Berliner Telegrammi is unic Sertse fit vorüber, aber der Ernst der Lage bleibt be­stehen. Mit noch größerer Spannung als bisher erwar= tet man nunmehr die englischen Erklärungen, welche Aufschluß darüber geben, wie England in Zukunft feine Politik Deutschland gegenüber orientieren will. Von der Stellungnahme der englischen öffentlichen Meinung und der Regierung werde es abhängen, wie in Zukunft die Beziehungen zwischen Deutschland und England fich entwickeln, ob sie mißtrauisch und un­freundlich bleiben oder ob sie noch in ein besseres Ge­leise hinübergeleitet werden können.

Rundschau oom Cage.

Politisches

Bon einem Dreizehnjährigen versehentlich erschnf= fent. In Waldau( Provinz Posen) erschoß der 13fäh­rige Sohn eines Landwirts mit einem Jagdgewehr feine 17iährige Kousine. Die Seugel traf in den Hals. Das Mädchen war sofort tot.

Vermischtes.

gemeldet: luftigen S gegen das fündigte 2 das Fraue zudrücken. Don Kram gelt worde wurde, ve tam wiede fuchten di gebeure Blaze um Straßen Minister

Das Grubenunglück auf Kleinbodungen. Von dem gemeldeten Unglück auf dem Kaltwerke Kleinbodungen bet Nordhausen wird folgende Darstellung gegeben. Dienstag früh 6 Uhr fuhr der Steiger Jentsch mit 15 Mann in den Schacht ein und legte etwa 20 bis 30 Me­ter tiefe Bohrlöcher auf der Schachtsohle an, die mit Dynamit geladen und durch elektrische Anzündungen zur Explosion gebracht werden sollten. Um 9 Uhr wa­ren die Arbeiten so wett gefördert, daß mit den Vorbe­reitungen zum Sprengen begonnen werden konnte. Da die im Schachte befindlichen kleinen elektrischen Lam­pen, die dem Steiger durch ihr Glühen anzeigen, daß die Leitung im Gange ist, nicht brannten, nahm der Steiger an, er habe die Leitung selbst abgestellt, und schaltete die Bünder der Sprengschüsse ein. Als er et­nem Bergmanne den Auftrag gab, Starfstrom zu be­fehlen, und diesen einschaltete, erfolgte die Explosion. Die Wirkung war furchtbar. Durch die erplosion wur­den die Bergleute, die zwischen den Bohrlöchern stan­den, buchstäblich in Stücke zerrissen. Nur einer wurde lebend, aber in so schwer verletztem Zustande zu Tage gebracht, daß er nach 1% Stunden starb. Die Nachricht von dem Unglück verbreitete sich mit Blißesschnelle in der Umgegend, und die Angehörigen der Bergleute fam­melten sich wehrlagend vor dem Verwaltungsgebäude. Die zutage geförderten Ueberreste der toten Bergleute wiesen entsetzliche Verstümmelungen auf. Die Bergbe­hörde und die Staatsanwaltschaft haben sofort eine un­fersuchung verfügt.

Ein Menschenleben um einen Rechenfehler. Der in Frontenhausen( Niederbayern) erscheinende Bilstaler Bote" meldet, daß sich ein junger Bahnbeamter, in def= sen Amtskaffe man einen sofort von ihm ersetzten Fehl­betrag von 100 Mart festgestellt hatte, erschossen hat, als er zur Strafe versetzt wurde. Später hat sich ein Rechenfehler ergeben. und die 100 Mart wurden an die Mnaohavien des aus dem Lebent geschiedenen Bahnbe­amten zurückgezahlt.

Der Kaifer, der zurzeit in Donaueschingen zum Jagdbesuch beim Fürsten Fürstenberg weilt, unternahm am Mittwoch vormittag mit dem Fürstenpaar und der gesamten Jagdgesellschaft einen Ausflug in Automobl len nach der Burg Hohenzollern. Dort wurde das Frühstück genommen, zu dem auch der Fürst von Ho­henzollern mit Tochter und Gefolge geladen war. Die Rückfahrt erfolgte nachmittags.

( 28)

Aus Eifersucht.

Roman von Max Hoffmann. ( Nachdruck verboten.)

Schuplente als Einbrecher. In Wilhelmshaven wurden dret Schußleute wegen widerholt schweren Ein­bruchsdiebstahls und anderer Verbrechen verhaftet. Ste haben ihre Schuld bereits eingestanden.

Um eine Erbschaft zur Giftmörderin geworden. Ein Dienstmädchen in Olmi fandte ihrer Schwester, die bei einem Lehrer in Dienst steht, vergiftetes Backwerk, um nach deren Tod in den Alleinbefit eines Erbteils von 1800 Kronen zu gelangen. Diese gab aber, ohne felbst etwas zu effent. zwet kleinen Jungen der Leh­rersfamilie von dem Backwerk, die gleich nach dem Ge­nusse starben. Die Giftmörderin wurde verhaftet.

Ist damit auch zugleich festgestellt, wer im Recht tst oder wer im Unrecht? Doch wohl kaum! Die Sachlage bleibt dieselbe wie vorher. Sie erwidern vielleicht, der Ehre set wenigstens Genige geschehen und damit set dann die Sache überhaupt aus der Welt geschafft. Diese Weltanschauung, die sich durch Formalttäten befriedigt fühlt, ohne den eigentlichen Kern, um den es sich han­delt, zu berücksichtigen, telle ich nicht. Nein, nein, Sie mögen denken, was sie wollen, da mache ich nicht mit!"

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

2

derer öff Schußleut Mob zu Den verho

gerinnen Beuteln,

fen auch i Fenster ein Ein S brecher spi stunde in Begen 11 perdächtige bem lur breche ge fchlagt. wart, ote Silfe und bermochter ten Wider ten den L

Das Ehepaar Toselli geschieden. Der Gerichtshof in Florenz verfügte gestern die sofortige Trennung der Eheleute Infelli, Das Gerichi verurteilte bett Ehemann zu einer Geldstrafe und überwies das Kind nicht et­nem der Ehegatten, sondern den Eltern Tosellis zur Er­ziehung, wie Tosellt dies beantragt hatte. Frau Toselli, die der Verhandlung betwohnte, konnte ihre Erregung nicht verbergen und verließ, ohne auf die Frage des Vorsitzenden zit antworten, das Gerichtsgebäude. To­selli war dagegen sehr erfreut über den Urteilsspruch. Er wurde durch eine Hintertür aus dem Gerichtsge= bäude geführt, weil er sich eventuellen Kundgebungen entziehen wollte.

Seilung der Mant- und Klanensenche? Vor einer zahlreichen Versammlung mecklenburgischer Landwirte und Vertreter der interessterten Behörden in Güstrow hielt der ordentl. Prof. an der Tierärztlichen Hochschule Stuttgart, Dr. Leonhard Hoffmann, einen Vortrag über eine von ihm entdeckte Methode zur Heilung der Maul­und Klauenseuche. Hoffmann hat seit vier Jahren in der Erkenntnis, daß die Absperrmaßregeln gegen den

Und Herr Mallmit soll die ihm zugefügte Krän­kung ruhig auf sitzen lassen?"

" Das verlange ich ja gar nicht! Fühlt er sich wirk­Itch so schwer durch mit beleidigt, so mag er mich met­netwegen verklagen. Er hat ja vier Zeugen."

" Ich bitte Sie, wegen solcher rein persönlicher An­gelegenheit läuft man doch nicht zum Kadi!"

" Und das sagt ein Jurist? Auch gut!"

murmeiten fast gleichzeitig: Habe die Ehre, mich Ihnen zu empfehlen!"

Dabet saben sie an Friß vorbei, als wenn er Luft fitr sie wäre oder überhaupt nicht existierte. Mit einem so erbärmlichen Kneifer wollten sie nichts mehr zu tun haben. Dann machten sie eine tadellose Verbeugung und entfernten sich mit steifen Schritten.

" Wozu weiter darüber verhandeln?" bemerkte der Rittergutsbesitzer. Wir haben schon viel zu lange ge­wartet. Also noch, einmal: Ste lehnen es ab, dem Herrn Assessor Malimis Genugtuung zu geben, Herr von Marleben?"

" Sie wissen bereits meine Antwort auf Ihre Frage."

Der falsche Arm abgenommen. Von einem beinahe unglaublich erscheinenden Vorfall in einem Pariser Krankenhause berichten französische Blätter. Ein Hafen­auffeher hatte sich gegen Ende September in ein Hospi tal begeben, um seinen rechten Arm, der ihm stark schmerzte, einer Untersuchung unterziehen zu lassen. Mit Hilfe der Radiumbestrahlung gelang es den Aerz­ten, das Vorhandensein einer bösartigen Geschwulst im rechten Elbogengelent festzustellen. Zur Rettung des Patienten erschien die Amputation des Armes uner­läßlich, und die Operation wurde auf den 12. Oktober anberaumt. Der Oberarzt des Hospitals, Dr. Chifoltau, leitete selbst die Operation, die scheinbar glücklich ver­lief. Aber wie groß war der Schreck des Patienten, als er nach dem Erwachen aus der Narkose bemerkte, daß man ihm an Stelle des franken rechten Armes den ge=

Friß, der sie höflich bis zur Tür begleitet hatte, wandelte mit auf den Rücken gelegten Händen im Zim­mer hin und her. Zum Duell hatte man ihn also pres­sen wollen! Das war ihm doch zu dumm! Daß er sich aber in diesem Mallmitz einen unverföhnlichen Feind geschaffen hatte, das stand unumstößlich fest. Nun, mochte es immerhin sein! Er war ja bald wieder dort dritben. in. einer freteren Luft, wo man über solche humoristisch gefärbte Schilderung von dem Zusammen­Wert seiner Persönlichkeit einzubüßen.

" Schön! Dann werden Sie die Folgen zu tragen Daben." " Und welche Folgen sind das?" fragte Fritz nicht ohne leise Fronte.

" Ste werden gesellschaftlich tot sein!" " Hahaha! Sie ditrfen es mir nicht übel nehmen, daß ich das atemlich stark bezweifle."

Die beiden Herren hatten sich bereits erhoben und

Felicia dachte ganz ebenso wie er, als er ihr eine Humoristisch gefärbte Schilderung von dme Zusammen­treffen mit dem Assessor und dem Auftreten der beiden Sekundanten gegeben hatte.

"

Mann dr

ben Einb

nach läng Der bersamml wurde et in dem m ber orfand

Sid gelun

Rugelgele

Telefunte

bret Stab einen Tu Nauener Eiffelturn Die tithn

" Man wird den Menschen im Auge behalten mits= sen," sagte er zuletzt. Vorläufig wollen wir ihn ad acta legen." Das letztere war weiter nichts als eine aus set­nen dienstlichen Obliegenheiten geläufige Redensart, die er Marleben gegenüber durchaus nicht befolgen wollte. Die Eifersucht gegen den glücklichen Nebenbuh­ler, die Wut über die zurechtweisung im Lokal, die Verachtung wegen der Ablehnung seiner Forderung, das alles trug dazu bet, in ihm einen tödlichen Haß gegen Friß von Marleben zu erzeugen. Und aus die­sem Haß heraus schmiedete er einen Plan, wie er ihm schaden und thn vielleicht vernichten könnte.

Mit vergnitgtem Lachen setzten sie sich beide über dieses nach ihrer Meinung so unwesentliche Ereignis hinweg.

Von

gestern n

Rirdorf.

Rögling

Rigdorfe

Schweste

Der Burf

aber verf

Die Brust

Lange mit

Silflos au

Der b

Dann erg

in Nordha berüchtigter gegend un worden. Ler einen

Er kannte die Rivalität zwischen den beiden Kom­missaren von Bardekow und Weide, wußte, welche Spuren jeder von den beiden für sich verfolgte und schloß sich jetzt mit aller Kraft dem ersteren an, weil er durch ihn am sichersten zu seinem Stele au gelan­gen hoffte.

In andere Stimmung wurde Mallmit versetzt. Als ihm seine beiden Abgesandten den Empfang durch Marleben und dessen Antwort umständlich und mit fräftigen Ausdrücken der Empörung mitgeteilt hatten, hatte er das mit gemischten Empfindungen aufgenom­men. Ganz im Innersten fühlte er ja eine gewisse Be­friedigung über diesen Ausgang, denn bei dem Gedan­ken, diesem sehnigen, robusten Gegner gegenübertreten zu müssen, war ihm etwas schwil gewesen. Desto mehr glaubte er die Verpflichtung zu haben, äußerlich die energischste Entritstung über die Erbärmlichkeit des Ge­forderten zur Schaut zu tragen. Er hielt denn auch nicht damit zurück und schimpfte weidlich über das in­tommentmäßtae Benehmen des feigen Waschlappens.

" Haben Sie denn immer noch Ihr Augenmerk auf den ausgefniffenen Doktor Waldow gerichtet, Herr Kommissar?" fragte er ihn eines Tages im Gerichts­gebäude. Und

Buchthäust

trengte er vor dem Der Geric

fünf Mart

Comment,

Teidigung

Publitatio

Von

gefeimte

Amerita

Allerdings Herr Assessor," versetzte dieser. achselzuckend fitgte er hinzu:" Leider will man nur auf alle meine Vorschläge gar nicht recht eingeben."

Mit diesem unpersönlichen man" meinte er Herrn von Scharffenstein, der wohl alle Aeußerungen ruhig anhörte, von dem aber keiner recht wußte, was er eigentlich dabei denke.

um eine

auf der s

gefelte fi Defterret

babet den

dem Bäd Führung

Fchnibel in

hinterher

Eine Berg wiri

Mallmitz, der als dte rechte Hand des Untersu chungsrichters galt, zwinterte mit den Augen und sagte: " Was meinen Ste, wenn ich den Alten jetzt auch auf etwas aufmerksam mache?" " In betreff des Doktors?" fragte Bardekow er­freut.

( Fortsekuna folat.

gegen ein

Das letzte

Rändle getragen.

tal berich

Beben a Sälter, de

er auf der

elligit im

ber Mann

da, und al

ort Strieg

Situation

hen, wur

den Dieb

dem ander

chloß ma

Erstaunen

burchlücher Morgen e

ten zum

Ein

perte Lei

topistin be ihrt, der bracht wur

men. Die

Camden de Frieb, ergle chwindig

Der w

les Jabres

bes Brof.

Fabre 1910

pen thren

128. 3m S