Panama iffen. eritanijde ereits eine
apanischen
n geltend, eine Re
Bertrag ififitaaten der Kon
aaten ge
en Wider
von Sal
iberreichte Citgliedern ersten Be
ger Chal n vierzig em Kon ie je ein wird aus
erüchtigte,
Gleich enommen. olen und
noch in der Elb. gen über
onnerstag Btes Boot
Reinhold
achtjährige it einigen Während ig, daß cr r ertrant. fich meh traßenede aran, die Arbeit ge vollenden. rt.
onnerstag nes meh end. Der Ton große an. Un Bis flut schleudert. and ernst
auf der 3 von set
onnerstag en. Das reibt jezt
als Bett Wertpa 000 ro ren. Den
lebendes . Dezem
r Haftung
nd dürfte
es Inte bahn nicht er für die Sesonderen verbunde
ens ange
orfäßliches nn. Den g zweier
Käfig mit B geflagt,
d der Be
feits eine e heftiger
urch grobe ein fönnte.
enthielt
nau nag
örten. an Henri,
I als Ans
en Wunsch
Der Größe
als Brust
s Walluts
erraschung
Paar in
Jen Haupts
am faiser
en Damen
be für die legt. Die
en Söhnen
a fich aber
Je Erinne feuerfesten
mag feine
die Ohr
tlich wird
ohlen."
5 Amerita
April in
nach Lon
auf einige
Maria jua
ihr fagen
en lernen," unter dem
wefen, wie
und feine
Die Eisenbahnverwaltung machte demgegenüber geltend, baß die Hunde nicht durch Verdursten oder Ersticken in dem engen Käfig umgekommen seien, sondern voraussichtlich burch Stöße beim Rangteren und dadurch verursachte Erschütterungen, was mit einer grobfahrlässigen Handlung des Personals nichts zu tun habe. Das Landgericht Berlin, das Kammergericht und das Reichsgericht wiesen die ein gelegten Rechtsmittel zurück.
-
-
Vermischtes.
Ein
Schredensszenen auf einem Berliner Ballfest. Schweres Unglüd hat am Donnerstag morgen ein Alpenfeft, das etwa viertausend Menschen in den Gesamträumen bes Krollschen Etablissements vereinigte, mitten im hellften Trubel mit jäher Gewalt unterbrochen. Der Clou" bes Alpenfeftes war ein Zeppelin"-Ballon. Hoch über den Felsgipfeln, so wollte es die lustig- phantastische Idee der Arrangeure durch die Wolken, sollte der„ Zeppelin" feine Insassen in die Lüfte führen. Aber die lustige Jdee hat grausam Schiffbruch gelitten. Das Drahtseil, an der biese Luftballillusion gefettet war, brach plötzlich entzwei. Und aus einer Höhe von acht Metern stürzte der„ 3eppelin" mit seinen Infassen hinunter auf die Bühne, hinein ir das bunte Gewühl der vergnügten Menge. Ein Schrei bes Entsegens folgte. Mehrere Personen waren durch die Wucht, mit der die herabgestürzte Gondel sie getroffen, schwer verletzt. Aber noch größer war das Unheil, das ein nachstürzendes Eisenstück anrichtete. Vom Schnürboden war es herabgesaust und hatte einen jungen Mann mit folcher Heftigkeit auf den Kopf getroffen, daß der Schädel des Unglücklichen zertrümmert wurde. Der Bedauerns werte, der fünfundzwanzigjährige Artur van Dam, der Eohn eines töniglichen Hoflieferanten und Antiquitätenhändlers, vermochte nicht mehr den Transport nach der Charitee zu überstehen. Auf dem Wege dahin trat der Tod ein.
Deutsche Aerzte für das chinesische Pestgebiet. Am Donnerstag abend haben drei deutsche Aerzte Berlin ver lassen, um sich mit der transsibirischen Bahn nach Things tau und von dort nach Si- nan- fu, der Hauptstadt Schan tungs, zu begeben. Es ist dies Dr. Gothein( Heidelberg), Dr. Ende( Hamburg) und Dr. Biermann( Frankfurt a. M.) Sie folgen einer Einladung des Vizekönigs Don Schantung, der sich direkt an das deutsche Auswärtige Amt mit der Bitte gewandt hatte, einige deutsche Aerzte mit entsprechender Vorbildung zu gewinnen, die bereit seien, an Ort und Stelle in China Pestuntersuchungen anzustellen. Die drei Herren haben ihre bakteriologische Ausbildung im tropeltisgtenischen Infitiut in Hams burg erhalten. Sie sind mit einem Laboratorium und den nötigen Instrumenten ausgerüstet, um auch größere wis senschaftliche Arbeiten erledigen zu können. Ihre Tätig feit wird sich hauptsächlich auf bakteriologische Untersu= chungen erstreden. Die Ergebnisse der Forschungen sollen vor allen Dingen zu Vorschlägen von geeigneten Vorbeugungsmaßnahmen gegen die Best dienen. Nebenbei wird ich die Kommission an der Ueberwachung der Quarantänemaßnahmen in der Provinz Schantung beteiligen. Die gesamten Kosten trägt die chinesische Regierung. Die Herren erhalten persönlich eine Vergütung von 2500 Mart monatlich.
Ein unerhörter Vorfall im Gerichtssaale. Das Schwurgericht von Montbrison in Frankreich verurteilte die 55fährige Witwe Louche wegen Ermordung ihres Neffen zu zwanzig Jahren Zuchthaus. In dem Augenblicke, als das Urteil verkündet wurde, zog sie eine Art Lasso schnell aus ihrer Tasche und warf ihn über den Kopf des Advokaten Mulsaut, ihres eigenen Verteidigers. Sie riß den Advokaten sodann mit dem Stride zu Boden und schnürte ihm den Hals zu. Nur mit Mühe gelang es, der Frau den Strid zu entreißen und den Advokaten, der bereits dem Erstiden nahe war, zu befreien.
Die Rache der Braut. In Chicago hat sich eine junge Dame nach Verübung eines Mordes in der Wohnung thres Bräutigams verbarrikadiert und stundenlang der Polizei zu trotzen gewußt. Der Bräutigam des jungen Mädchens, ein Photograph, empfing am Morgen ihren Besuch. Sie fragte nach Bildern, die er von ihr fertigen wollte, plauderte eine Weile mit ihm und zog dann plötzlich einen Revolver, aus dem sie mehrere Schüsse auf ihn abgab. Er stürzte tot nieder. Darauf verschloß sie die Tür und wehrte den durch den Knall der Schüsse herbeigelockten Hausbewohnern jeden Eintritt. Die Polizei empfing sie mit Revolverschüssen. Erst nach mehrstündiger Belagerung gelang es Schuhleuten, einzudringen und die Mörderin festzunehmen. Sie erklärte, aus Rache gehanbelt zu haben, weil sich ihr Bräutigam weigerte, sie zu Heiraten.
Eine Bettlerdemonstration in Wien. Vor der Wiener Polizeidirektion fand Mittwoch eine Kundgebung von Bettlern statt, die unzufrieden sind, weil sie aus dem Nachlaß des Barons Rothschild nichts bekommen haben. Unmittelbaren Anlaß zu dieser Demonstration gab eine Kundmachung am Tor der Polizeidirektion, in der es hieß: Ansuchen um Beteiligung an dem Rothschildschen Nachlaßlegat tönnen nicht mehr berücksichtigt werden, weil dasselbe erschöpft ist. Unter den Bettlern sah man Blinde und Lahme. Ihre Rufe:„ So viel Geld und wir haben nichts bekommen", erregten großes Aufsehen. Die Mache machte der Kundgebung ein Ende.
Erstaunliche Leistung eines Polizeihundes.„ Roland von Martinsberg", ein Polizeihund von der Nahe, leistete in Lothringen ein Bravourstückchen. Ein Amtsgerichtssefretär in Dieuze war schon jahrelang durch anonyme Briefe der schlimmsten Art belästigt worden. Nachdem er von den Erfolgen der Polizeihunde gehört, wandte er sich an Grenzfommissar Obst, Deutsch- Avricourt, der ihm den Rat gab, sich zunächst Gebrauchsstücke von solchen Personen zu beschaffen, die mit den Briefen in Verbindung stehen Bönnten. Diese Sachen wurden dann versteckt ausgelegt und nunmehr Kommissar Obst's" Roland von Martinsberg" Witterung am letzten der anonymen Briefe gegeben. Dieser Brief war neun Tage alt, war an das Ministerium In Straßburg gerichtet gewesen und von dort ans Amtsgericht Dieuze geleitet und dem Beleidigten übergeben borden, war also durch zahlreiche Hände gegangen. Nachbem ,, Roland"( gen. Greif") an diesem Briefe Witterung rhalten, wurde er zum Stöbern abgeschickt. In mehrfachen Suchen brachte er jedesmal Eigentumsstücke einer Frau Bimmermann. Es wurde dem Hund nunmehr an dem But der Frau Zimmermann Witterung gegeben, worauf den inzwischen versteckten Brief brachte. Die Verdächtge leugnete zwar, wurde aber, nachdem sie bei der Verhandlung auch durch die Sachverständigengutachten überführt worden, vor furzem gerichtlich verurteilt.
Die Schwerhörigenschule. Ueber Kurse für Schwerhörige liegt ein lehrreicher Bericht des Magistrats in Charlottenburg vor. Derartige Kurse sind auch in Rixdorf und Zehlendorf mit gutem Erfolge eingerichtet wor den. Die Potsdamer Regierung hat jetzt deshalb die Einrichtung zur Nachahmung empfohlen. Eine besondere Schule für Schwerhörige besteht in Charlottenburg seit dem 1. April 1908. Schon 1906 wurde zum ersten Male für die Schwerhörigen der Oberstufe ein Absehkursus abgehalten. Die Absehkurse tönnen aber das schwerhörige Kind zu einer wirklich hinreichenden Teilnahme am Normalunterrichte, auf den es im übrigen nach wie vor angewiesen war, nicht befähigen. So wurde 1908 die erste Sonderflasse für schwerhörige Kinder eingerichtet. Am 1. April 1909 wurde die zweite Klasse angegliedert, Ostern 1910 eine dritte. Jn 3 bis 4 Jahren wird der Ausbau der Schwerhörigenschule abgeschlossen sein. Da die Schüler nicht nur die Sprechbewegungen des Lehrers, sondern auch die ihrer Mitschüler beobachten sollen, figen sie in einem Halbkreise. In jeder Klasse hängt eine Tabelle, die in graphischer Darstellung die Hörweite eines jeden Kindes veranschaulicht. Gesangunterricht wird nicht mehr erteilt. Spezialfächer sind der Artikulationsunterricht, der AbsehAm meisten unterricht und der Handarbeitsunterricht.
wird das Sprechen und Denken durch die Schwerhörigkeit gehemmt. Der Unterricht erhält die Entwickelung des Kindes in Fluß. Der Artikulationsunterricht entwidelt und flärt die Sprache. Der Absehunterricht ersetzt mehr oder weniger das Hören.
Unerquickliches von einer Universität. Die Bonner Studenten, oder besser ein Teil von ihnen, war während der letzten Zeit, mehr als ihnen erwünscht sein kann, im Munde der Leute. Jetzt wird wieder etwas aus Bonn gemeldet, was den von der Sache Betroffenen nicht gerade zur Ehre gereicht. Am Schwarzen Brett der Anstalt befindet sich nämlich folgender Anschlag:„ Akademisches Kunstmuseum. Bonn, den 14. Februar 1911. Trotz aller Bitten und Ermahnungen haben die Studenten nicht aufgehört, das große Vertrauen, mit dem ihnen die Benutzung der Bibliothek des Akademischen Kunstmuseums gestattet worden ist, zu mißbrauchen. In schimpflicher Heimlichkeit haben sie die Bücher aus den Räumen des Museums entfernt, obgleich ich noch nie die Bitte, ausnahmsweise und auf kurze Zeit ein Werk zu Hause brauchen zu dürfen, abgeschlagen habe. Wer bis zum 21. d. Mts. die unerlaubt mitgenommenen Bücher dem Museum wieder zustellt, soll straflos sein, und ich bitte alle gewissenhaften Kommilitonen durch Einwirtung auf ihre Kameraden mich bei diesem letzten Versuche, gütlich Ordnung zu schaffen, zu unterstützen. Mißlingt auch er, so wird die Benutzung der Bibliothek eingeschränkt und erschwert, und der Unschuldige muß mit dem Schuldigen leiden, so sehr ich dies bedauern würde. Der Direktor: Loeschte".
Der Neger mit dem Tropenkoller. Eine tragikomische Geschichte spielte sich gestern nacht in der Baruther Straße in Berlin ab. Der 28jährige Neger John Davis Jetconjo, der erst seit kurzem in Berlin wohnt und Kellner ist, hatte des Guten zuviel getan und fing auf dem Heimweg in der Baruther Straße an zu toben. Er entkleidete sich bis aufs Unterzeug und zertrümmerte mit regelrechten Borhieben einige Schaufensterscheiben. Vorübergehende versuchten den Schwarzen daran zu hindern, erhielten aber wohlgezielte Hiebe. Als sich immer mehr Publikum ansammelte, ergriff der Neger die Flucht und wurde von 15 bis 20 Perfonen verfolgt. Schließlich erflomm er eine Laterne und wehrte seine Verfolger mit Beinstößen kräftig ab. Dret Schußleute vermochten den riesenstarken Schwarzen mit anderer Hilfe zu fesseln und nach der Unfallstation am Tempelhofer ifer zu bringen, wo der Neger den Arzt, die Gehilfen und die Schuhleute mit einer unglaublichen Flut von Schimpfworten in einem Gemisch von Deutsch, Englisch und seiner Muttersprache überschüttete. Es blieb nichts übrig, als ihn zu knebeln und nach dem nächsten Poltzetrevier zu bringen.
Sklavenjagden im heutigen Afrika.
nur
Vor kurzem wurde in der Türket durch einen neuen Erlaß an das schon bestehende Verbot des Sklavenhandels erinnert. Dabei wurde erwähnt, daß aus Afrika immer noch Sklaven und Eunuchen ihren Weg nach dem türkischen Asien und Europa fänden. Tatsächlich sind auch Sklavenjagden und Sklavenhandel aus Afrika noch immer nicht verschwunden. Es bilden, wie die österreichische Monatsschrift für den Orient konstatiert, vor allem noch gewisse Teile des Sudans und Aequatorialafrikas den Schauplatz von Sklavenjegden, deren Ausbeute vornehmlich durch die Sahara einerseits nach Marokko, andersetts nach dem türfifchen Nordafrika ihren Weg nimmt, von wo sie dann später nach dem türkischen Asien und Europa geführt wird. Berüchtigt waren bis in die allerjüngste Beit die Raubzüge der Sultane von Wadat. Es ist in der Tat vorgekommen, daß ein Wadaiheer bis vor die Tore des französischen Militärpostens Fort Archambault vordrang und die Etngeborenen mit sich schleppte. Als in den letzten Jahren französische Streifforps in der Sahara nördlich von Wadai operierten, schnitten sie nicht selten solche Sklaventransporte, und auch dann wieder Waffenkarawanen ab. Bet der Besetzung der Hauptstadt Abeschr durch die Franzosen im Juni 1909 fanden sich denn auch 150 Sklaven vor, die ge= rade nach dem türkischen Gebiet hatten abgehen sollen. Seit dieser Zeit hat die Sklavenausfuhr und damit auch der Sklavenraub dort nachgelassen.
Nicht soviel ist in dem Nachbarsultanat Darfur erreicht worden. Nach dem Fall des Mahdireiches nahm dort mit Zustimmung der angloägyptischen Regierung ein Mitglied der vertriebenen Sultansfamilie den Thron ein. Sie stellte dem neuen Sultan einige Bedingungen, überließ ihn aber sich selbst mit dem Erfolge, daß er sich um seine Verpflichtungen nicht mehr fümmerte. Um nun gerüstet zu sein, wenn die Engländer ihn einmal mit Waffengewalt baran erinnern sollten, macht es der Sultan von Darfur genau so, wie es bisher tener der Wadai machte; er raubt Stlaven in südlichen Nachbarländern und verhandelt sie nach der Türkei gegen Schnellfeuergewehre und Munition. Die ses Verhältnis wird sich vorläufig leider nicht ändern, und die türkischen Erlasse werden wohl kaum verhindern, daß Darfur seine Sklaven nach wie vorher in der Türkei los wird.
Im Westen gibt es in Maroffo Sklavenmärkte, die ganz offen abgehalten werden. Die Zufuhr fam früher aus dem Nigerbogen, wo der große Räuberfürst Samori die Ware besorgte. Heute allerdings ist dort für Sklavenjag= den kein Feld mehr, und die Senegallinie ist durch Militärposten wirksam gesperrt. Aber in großen Teilen Mauretaniens, d. h. des Saharagebietes zwischen Senegambien und Marokko, sind noch Sklaven zu bekommen, und zwar durch die Vermittlung der herrschenden Maurenstämme, welche die Sklaven in den Oasen rauben. Es handelt sich hier in der Sahara um so gewaltige Gebiete, daß die wentgen Stationen die Sklaventransporte nicht hindern können, anderseits lebt das Geschäft trotz aller Gefahren, well es einträglich ist, und Jahre werden wohl vergehen, bis der Sklavenhandel in Afrika völlig abgeschafft ift.
Drabtnachrichten und neuestes.
Die Reichstagswahlen für November anberaumt?
Breslau, 24. Febrnar. Die sozialdemokratische " Volfswacht" meldet: Einer der hervorragendsten Führer der deutsch- konservativen Partei, der am letzten Sonnabend seinen Wahlkreis besuchte, machte den Führern seiner Or ganisation die vertrauliche Mitteilung, daß der Termin der allgemeinen Reichstagswahlen endgültig auf Montag den 27. November festgesetzt worden set und spornte sie im Sin blick auf diese Tatsache zu reger Wahlarbeit an.
Nach dem Gennß eines Herings erkrankt. Breslau, 24. Februar. Nach dem Genuß eines Herings, den sie sich in Abwesenheit der Eltern beim Krämer ge fauft hatten, erkrankten vier Kinder eines Arbeiters; eins, ist gestorben.
Explosion in einer Wäschefabrik.
Berlin, 24. Februar. In einer Wäschefabrik explodierte etn Reservoir mit Aether durch einen elektrischen Funken. Große Flammen schlugen in den Raum und sämtliche Fens sterscheiben zerbrachen und flogen in den Hof. Zwet Mädchen wurden durch Stichflammen an Händen und im Geficht verletzt.
Sturm und Unwetter in Westfalen.
Minden( Westf.), 24. Februar. In der vorigen Nacht wurde die hiesige Gegend von einem furchtbaren Unwetter heimgesucht. Es gingen schwere Gewitter, begleitet von Hagel- und Schneeschauern nieder. In verschiedenen Dörfern hat der Sturm ganze Dächer abgedeckt. Der Blizz hat mehrfach eingeschlagen. In den Wäldern ist beträchtlicher Schaden angerichtet worden. Der Orkan dauert an.
Folgenschwerer Unglücksfall.
Horhausen( Westerwald), 24. Februar. Ein Unglücksfall hat sich hier ereignet, wie er sonst im Bergbau bis heute noch nicht vorgekommen ist. Auf der Grube " Luise" sollte ein Hohlbohrer, welcher verstopft war, wieder in Ordnung gebracht werden. Der Sohn des Schmiedes machte ihn glühend; aber beim ersten Schlage explodierte der Bohrer. Dem jungen Manne wurde dabei eine Hand weggerissen. Er lief hinaus und stürzte tot nieder. Wte sich herausstellte, war ihm auch ein Splitter in den Leib gedrungen.
Furchtbare Bluttat.
Wien, 24. Februar. Eine furchtbare Familientras gödie hat sich in Worasdin in Slowenien abgespielt. Ein Bimmermann erschlug mit seiner Hacke seinen schlafenden Bater, verwundete seine Mutter und Schwester lebensge fährlich und seine flüchtende Schwester leicht. Dann stellte er sich mit dem blutigen Mordwerkzeug selbst der Polizet. Mit dem Aeroplan ins Meer gestürzt.
Paris, 24. Februar. Nach einer Meldung aus Nizza versuchte der österreichische Flteger Flesch gestern vormittag mit einem Eindecker einen Nundflug Nizza- Montecarlo. Als in einer Höhe von 30 Metern über dem Meer der Motor plöblich stillstand, stürzte der Aeroplan in das Meer. Flesch wurde unverletzt aus dem Wasser gezogen, während der Aeroplan bedeutende Beschädigungen erlitten hatte. Ein Opfer des Sturmes.
London, 24. Februar. Eine 16jährige Schülerin der höheren Mädchenschule, die gestern morgen vor der Schule auf einem Spielplatz stand, wurde von einem Wir belwind ergriffen und 20 Fuß in die Luft gehoben, worauf fte auf das Bementpflaster niederfiel und augenblicklich tot
war.
Reisepläne des türkischen Sultans.
Saloniki, 24. Februar. Laut Informationen von amtlicher Stelle wird der Sultan Ende April an Bord eines Kriegsschiffes hier eintreffen. Er wird die Stadt besichtigen und nach itesfüb, Pristina und Monastir reisen.
Neue Erdstöße in der Türkei.
Saloniki, 24. Februar. In Monastir und Umges bung haben neuerdings Erdstöße die Bevölkerung in Furcht versetzt.
Unter einer Lawine begraben. Konstantinopel, 24. Februar. Arbeiter der Bagdadbahn gerteten bei Konta unter eine Lawine. Ein Arbeiter wurde tot aus dem Schnee herausgezogen. Die anderen waren so aufgeregt, daß sie die Bahnbeamten überfielen, die durch herbeigeeilte Truppen geschützt werden mußten.
Berliner Getreide und Schlachtviehmarktbericht.
Am internationalen Weizenmarkte hat während der am 22. Februar beendeten Berichtswoche die andauernde 3urückhaltung der Käufer ein langsames Nachgeben der Preise bei dringlicher werdenden Angeboten, namentlich australt= scher Ware zur Folge gehabt. Unter diesen Umständen gestaltete sich das Weizengeschäft am Berliner Markte recht Iustlos. Exportverkäufe fehlten gänzlich, das Mehlgeschäft war schwierig, und so bröckelten die Preise bei geringen Umsätzen mehr und mehr ab. Roggen wurde von dem Inlande in den letzten Tagen reichlicher angeboten und mußte bet großer Zurückhaltung der Käufer sich Preisabschläge ge= fallen lassen, zumal Rußland, das mit seinen festen Forderungen anfänglich eine Stütze bot, schließlich nachgiebiger wurde. Die Notierungen im Zeitgeschäft stellten 2 bis 3 M niedriger. Hafer schwächte sich ab, da die nach Berlin unterwegs befindlichen schlesischen Ladungen nunmehr bei fret gewordener Schiffahrt herannahen und Unterkunft suchen. Die Verbilligung der russischen Ware trug dazu bei, die Haltung nachteilig zu beeinflussen. Die Preise für russische Futtergerste sind wesentlich zurückgegangen, nachdem durch den Eintritt milden Wetters die Schiffahrtsschwierigkeiten in den südrussischen Häfen beseitigt sind. Mais neigte bet geringen Umsätzen zur Schwäche. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Notierungen für Lieferungen im Mai wie folgt: Weizen 203 M, Roggen 157 M, Hafer 157,25 Mark, Mais 136 M.
Preise des städtischen Schlachtvieh- Marktes. 1. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, unge jocht 74 bis 79 M, b) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 75 bis 78 M, c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 70 bis 74 M, d) gering genährte jeden Alters- bis M. 2. Bullen: a) vollfleischige höch= sten Schlachtwertes 72 bis 76 M, b) vollfleischig jüngere 71 bis 76 M, c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere, 85 bis 72 M, d) gering genährte bis M. 3. Färsen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemastere Färfen Höchsten Schlachtwertes bis M, 6) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes höchstens 7 Jahre alt 65 bis 70 M, c) ältere ausgemästete und weniger gut entwickelte jüngere Kühe 64 bis 69 M, d) mäßig genährie Kühe und Färsen 54 bis 65 M, e) gering genährte Kühe und Färsen bis 56 M, f) gering genährtes Jungvieh( Fresser) 64 bis 74 Mart. 4. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 104 bis 118 Mart, b) feinste Mastfälber 95 bis 103 M, c) mittlere Mastund beste Sangfälber 85 bis 93 M, d) geringere Mast- und gute Saugfälber 81 bis 88 M, e) geringe Saugfälberbis M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 78 bis 85 M, 6) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte jüngere Schafe 70 bis 76 M, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Märzschafe) 60 bis 70 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Zentner Lebendgewicht 58 bis 60 M, 6) vollfleischige der feineren Nassen und deren Kreuzungen über 2½ Zentner Lebendgewicht 58 618 60 M, c) vollfleischige der feineren Nassen und deren Kreuzungen bis 2½ 3entner Lebendgewicht 55 bis 57 M, d) fleischige Schweine 53 bis 55 M, e) gerina entwickelte Schweine 53 bis 55 M, f) Sanen 54 bis 56 M.


