2334 Zeugnisse
kunde bis Anfang September 1910
Bei Magenleiden
Getrieben von dem Gefühle der Hochachtung teile ich Ihnen heute einem Magenleiden vollständig geheilt bin. Viele Lüdenscheid, den 11. Mai 1911.
Bei Asthmaleiden
Dr. med. H, Schröder, G. m. b. H., Berlin 35, m. II. Ich habe seit Januar In der Zeitung habe ich gelesen über das„ Renascin" von Herrn Burkartshain, den 7. Mai 1911.
Bei Blasenleiden
Ihr vorzügliches Renascin",
Hierdurch sende Ihnen meinen
sowie an meinen Bekannten en Dank für die Hilfe durch
Cottbus, den 3. Mai 1911.
herzlichsten Wunder gewirkt. Ich bin 64 Jahre alt, war vollstandrang nach dem an mir, sowie
lebensmüde, seit
, Berlin
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Kostenlos e
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J.
If der Firma
Berlin 35
n Gießen
Laut notarie
beglaubigte
VOI
Gießener Zeitung
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( Neueste Nachrichten)
oierteljährlich 1,50 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mt.- Erscheint Mittags 3 Uhr. Die„ Illuftr. Weltrundschau" liegt alle 14 Tage einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung ,, G. m. b. H.
Nr. 146.
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Telephon: Nr. 362.
Reichstagswahlvorbereitungen.
= d= Büdingen, 23. Juni. Wie verlautet, soll für den Wahlkreis Friedberg- Büdingen als gemeinsamer bürgerlicher Reichstagskandidat Amtsrichter Strad Gießen( früher Friedberg) aufgestellt werden.
* Mainz, 23. Juni. Hier tagte am Mittwoch unter dem Vorsitz des Landtagsabgeordneten Justizrat Dr. Schmitt das Landeskomitee der Hessischen Zentrumspartei. Es sollen bei den Landtagswahlen, wenn nicht ganz besondere Gründe dagegen sprechen, in fast allen Wahlkreisen Kandidaten aufgestellt werden. Auch über die Taktik bei den Reichstagswahlen wurde Uebereinstimmung erzielt. Oberstein, 24. Juni. Die Vertrauensmännerversammlung des Bundes der Landwirte für den Wahlkreis St. Wendel- Ottweil- Meisenheim beriet hier über die von nationalliberaler Seite geforderte bündlerische Wahlhilfe für den Kandidaten v. Schubert. Die Bitte wurde einstimmig abgelehnt.
* Neuwied, 23. Juni. Durch die Presse ging in diesen Tagen die Notiz, daß im Wahlkreise Neuwied seitens der nationalliberalen Partei der Pastor Schmidt aus Engers als Kandidat der„ vereinigten nichtultramontanen- nationalen Parteien dem Zentrumskandidat Krings entgegentreten werde. Diese Nachricht ist, soweit die Christlich- Soziale Partei in Frage kommt, nicht zutreffend. Jm Gegenteil hat die Christlich- Soziale Par
tei schon lange die Absicht im Wahlkreise Neuwied mit einer eigenen Kandidatur vorzugehen und wird deren Proklamierung demnächst erfolgen.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 24. Juni.
* Trabert- Hungen ⚫ Oberpostassistent Traber t- Hungen wurde nach hier versetzt.
== Meister prüfungen. Seit vier Wochen haben die Meisterprüfungen begonnen. Die theoretischen Prüfungen finden voraussichtlich im September in Berbindung mit der Verleihung des Meistertitels statt. Die Beteiligung an der Prüfung ist groß.
Der Turnverein von 1846 feiert am Samstag und Sonntag, 1. und 2. Juli, sein 65jähriges Stiftungsfest durch einen Festkommers in der Turnhalle und ein Sommerfest im Philosophenwald, wo kin Schauturnen der gesamten aktiven Turner und ein Wetturnen der Schülerabt. stattfindet. Bei dem Kommers wird einer außerordentlich stattlichen Anzahl von Jubilaren eine Ehrenurkunde für 25jährige Mitgliedschaft überreicht werden können.
* Unteroffizier und Student. Am Abend des 11. Dezember v. Js. gerieten in einer Wirtschaft Mitglieder des Fußballklubs„ Merkur" und Studenten in Streit. Der Unteroffizier Wilhelm Reibeling von der 2. Kompagnie des hiesigen Regiments setzte sich mit seinem Bruder zu dem Fußballklub und sagte, er habe mit den Studenten auch noch Hühnchen zu pflücken. Als der Wirt Feierabend bot und beide Parteien das Lokal verließen, nahmen die Sportsmänner die eisernen Schürhaken mit heraus. Draußen kam es dann zu einer Rauferei, bei der die Musensöhne mit dem Schürhaken bearbeitet wurden. Einer von diesen trug eine Wunde davon, die unmöglich von einem Schür haken herrühren konnte. Es lagen vielmehr zwingende Verdachtsmomente vor, daß Unteroffizier Reibeling dem Studenten die Wunde mit dem Seitengewehr beigebracht habe. Das Kriegsgericht gewann auch trotz seines Bestreitens die Ueberzeugung von seiner Schuld und verurteilte ihn wegen schwerer Körperverletzung unter rechtswidrigem Gebrauch der Waffe zu der geringsten zulässi
einen
gen Strafe von 43 Tagen Gefängnis. Weil er Revolverschuß in die Luft abgefeuert haben sollte, wurde der Unteroffizier ferner zu 5 Tagen Haft verurteilt, obwohl sein Bruder angab, er habe den Schuß abgegeben. Das Oberkriegsgericht als Berufungsinstanz erkannte bezüglich des Schusses auf Freisprechung, erhöhte aber die Strafe für den Säbelhieb auf 7 Wochen Gefängnis.
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Die Einstellung der Rekruten erfolgt in diesem Jahre in der Zeit vom 11. bis einschließlich 14. Oktober. Bei der Kavallerie, der reitenden Feldartillerie, dem Train erfolgt die Einstellung möglichst bald nach dem 1. Oktober. Die Rekruten für die Bezirkskom mandos, für die Unteroffizierschule sowie Dekonomie handwerker haben am 2. oder 3. Oktober in ihren Garnisonen einzutreffen.
Enthält alle amfl. Bekanntmachungen
der Großherzoglichen Bürgermeisterei
des Großherzoglichen Polizei Amtes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83.
( Haus Brüder Schmidt.)
Samstag, den 24. Juni 1911.
| feier mit folgendem Programm: Fackelzug, Gemeinsa= mes Lied:„ Stimmt an mit hellem hohen Klang", Festrede, Entzündung des Holzstoßes, Feuersprüche, Gemeinsames Lied:„ Die Wacht am Rhein", Akademische Feier im Gasthause„ Zur Walküre". Trompetensignale verkünden den Beginn.
der sich in einer Ausdehnung von bald zwei Stunden *) Lich, 23. Juni. Auf dem großen Wiesengrunde, im Wettertal bis nach Ober- Bessingen hin erstreckt, herrscht jetzt geschäftiges Leben, denn die Heuernte ist jetzt in vollem Gange. Ueberall sind Buden und Zelte aufgeschlagen, die den zahlreichen Heumachern aus der Umgebung Erfrischung und Aufenthalt gewähren. Die Ernte ist im Vergleich zu den Vorjahren schlecht, aber immer noch reichlich. Der Licher Wiesgrund versorgt die weite Umgebung mit Winterfutter.
-5= Alsfeld, 24. Juni. Die diesjährige Pro= vinzial- Geflügelausstellung für Oberhessen findet vom 18. bis 20. November hier statt.
== Hungen, 24. Juni. Auf der Landwirtschaftihrer ausgestellten Butter den 1. Preis mit 19 Wert lichen Ausstellung in Kassel hat die hiesige Molkerei mit erreichbare bei der Beurteilung der Butter. malen errungen. 19 oder 20 Wertmale sind das höchst
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Ober Mörlen, 24. Juni. Von einer ZiMörlen ein Handwerksbursche und derartig mißhandelt, geunerbande überfallen wurde in der Nähe von Niederdaß er blutüberströmt mit mehreren tiefen Wunden am Kopfe aufgefunden wurde.
Offenba ch, 24. Juni. Der Tarifvertrag für die Lederwarenindustrie wurde mit 99 Stimmen bei zirka 500 Stimmenenthaltungen angenommen, ebenso in Stuttgart mit 180 gegen 36 Stimmen.
bursche Kämmerer, der bei der Baufirma Phil. Forster * Offenbach, 23. Juni. Der 30jährige Hausbursche Kämmerer, der bei der Baufirma Phil. Forster und Söhne in Diensten stand, hatte im Auftrag seines Herrn 3000 Mt. erhoben, die er bei einem Bankhause einzahlen sollte. Er suchte jedoch mit dem Gelde das Weite. In Fulda ereilte ihn gestern das Schicksal. Auf der Straße wurde er von hiesigen Kriminalschutzleuten erkannt und festgenommen. Bei ihm fand einen großen Teil des Geldes versteckt hat. nur noch 517 Mark vor, doch nimmt man an, daß er
man
vor
der Zweiten Kammer setzte gestern seine Beratungen fort. *) Darmstadt, 23. Juni. Der Finanzausschuß Mitteilung, daß zu der für nächsten Montag einberu Der Finanzminister machte zu Beginn der Beratung die fenen gemeinsamen Sitzung der Finanzausschüsse beider Ständekammern bezüglich der Differenzpunkte zwischen denselben hinsichtlich des Gesezentwurfs über die Gemein deumlagen von der Regierung weitere Vermittlungsvorschläge vorgelegt werden würden. Im Verlauf der Sitlage betr. die Nachtragsforderung von 12 000 Mt. zu zung wurde dann noch einmal über die Regierungsvor den Kosten der hessischen Gesandtschaft und Bundesratsvertretung in Berlin beraten und schließlich die Vorlage abgelehnt. Der Ausschuß glaubt in seiner Mehrheit, daß es nicht angängig sei, jetzt unmittelbar dem Abschluß der Tagung und außerhalb des Budgetrahmens eine solche Forderung zu genehmigen. In einem Jniativantrag von 19 Mitgliedern der Ersten Kammer war eine Abänderung des Gesetzes betreffend das Besteuerungsrecht der Kirchen- und Religionsgesellschaften in dem Sinne beantragt worden, daß hinter eingefügt wird, wonach auch Aktiengesellschaften 2c. zur Artikel 6 dieses Gesetzes als Art. 6a eine Bestimmung Kirchensteuer herangezogen werden sollen. Die Antrag steller erachten es bei der steigenden Tendenz, welche die Kirchenumlagen zeigen, als ein Gebot der Gerechtigkeit, den selbständigen gewerblichen Mittelstand durch Heran ziehung des Einkommens aus Aktiengesellschaften 2c. zu entlasten, wie dies auch in anderen Staaten geschieht. tiativantrages zuzustimmen. Der Finanzausschuß beschloß, die Forderung dieses Jni
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Darmstadt, 24. Juni. In der gestrigen Verfammlung der Stadtverordneten wurde die Genehmigung erteilt, daß auf dem Grundstück der Techn. Hochschule eine Halle für friegstechnische Sammlun= gen und ein Anbau zur Unterbringung von Papier maschinen errichtet werden.
* Marburg, 24. Juni. Das Landgericht verurteilte einen ländlichen Handwerksmeister wegen Vergehens gegen das Krankenversicherungsgesetz unter Zubilligung mildernder Umstände zu 75 Mk. Geldstrafe oder 15 Tagen Gefängnis. Der Staatsanwalt hatte gegen den Mann, der einen Gehilfen nicht vorschrifts= veranstaltet der Alldeutsche Verband, Ortsgruppe Frank- mäßig zur Krankenkasse angemeldet, 6 Wochen Gefängfurt a. M., auf dem Feldberge eine Sonnwend
Sonnwend Feier. Heute abend 11 Uhr
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nis beantragt.
( Gießener Tageblatt)
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23. Jahrg.
Oeffentlicher Sprechsaal.
und des Jammers bieten zur Stunde die nationalen Ein Bild der 3erissenheit Parteien der Provinz Oberhessen. In Alsfeld- Lauterbach bekämpfen sich die Nationalliberalen und die Anhänger des Reichstagsabgeordneten Bindewald bis aufs Messer. Die ersteren halten sich für etwas Besseres und Höheres, halten in ihrem Parteidünkel nur sich alder Landbevölkerung gestatten sie nur gnädigst, mitzulein für maßgebend, einen Kandidaten aufzustellen, und wählen. Daß die es gewagt hat, ein Wort mitzuspre= chen und einen besonderen Kandidaten aufzustellen, der nicht auf die nationalliberale Fahne schwört, ist ein nie wieder zu fühnendes Verbrechen. Man arbeitet so den Demokraten in die Hände.
Jm Kreis Friedberg wagten es die Bauern, bei der vorjährigen Wahl einen besonderen Kandidaten zu präsentieren. Wer dagegen am meisten protestierte, waren die Nationalliberalen, vor allen ein oder zwei daß als Vertreter der gesegneten Wetterau ein SozialFührer. Sie tragen die Schuld und niemand anderes, doch das eine Gute, daß Klarheit über die Stärke der demokrat im Reichstag sitzt. Diese Wahl hatte aber einzelnen Parteien geschaffen wurde. Die Mittelständler verfügen über 6-7000 Stimmen, die Sationalliberalen über 2000 und die Demokraten( früher Freisinnigen) über 2000 Stimmen. Nun hat man den lieblichen Entschluß gefaßt, die bürgerlichen Parteien zu einigen. Allenthalben fand dies Anklang mit Ausnahme bei den Freisinnigen. Trotzdem standen die Sterne günstig. Man hatte vor einigen Wochen endlich einen gemeinsamen alten nationalen, bürgerlichen Kreisen genehmen, Kandidaten gefunden, den Landgerichtsrat Strack in Gießen, einen über die Maßen in jeder Richtung passende Persönlichkeit, und nun wird wieder Zwietracht von den Nationalliberalen im Kreis Gießen gesät. Hier vertritt ein nationalgesinnter Mann zur Zeit den Wahlkreis. Ihm und seinen politischen wie wirtschaftlichen Anschauungen stehen die Nationalliberalen in ihrer übergroßen Mehrheit tausendmal näher als die Linksliberalen oder Demokraten. Tut nichts. Aus Parteieigensinn oder Aerger über den Ausgang der letzten Wahl beschließt dieser Tage die nationalliberale Vertrauensmänner- Ver= sammlung, bei der nächsten Reichstagswahl wieder einnicht in der Zeitung gestanden hätte, würde so etwas mal nach links Fühlung zu nehmen. Wenn's ist fein vernünftig denkender Mensch glauben aber es Gott sei es geflagt wirklich Tatsache. Und die einfache Folge? Jm Kreis Friedberg wollen nun mehr die Deutsch- und Christlich- Sozialen ihre Zustimmung zur gemeinsamen Kandidatur Strack zurückziehen. Wahrlich ein Bild des Jammers. Unwillkürlich fragt man sich, gibts denn in der nationalen Partei nicht eine Anzahl entschlossene, ernstgesinnte Männer, die gegen die unbegreifliche Grundsazlosigkeit in ihren Parteireihen endlich einmal mutig und mannhaft auftreten und gehörigen Wandel schafft? Zeit ist es, höchste Zeit!
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= r=
Ein schöner Ausflugsort ist der nahe gelegene Windhof. Selbst bei trübem Wetter ist er bald erreicht und man kann sich wirklich gütlich tun in den schönen Räumen. Schöne Nebenzimmer, großer Saal für Festlichkeiten und vor allem auch der Turm. Wer die Mühe nicht scheut, die vielen Stufen zu ersteigen, die auf den Turm führen, wird durch schönen und weiten Ausblick belohnt. Jm großen Saal fann man die württembergischen Burgen betrachten wie Lichtenstein, Hohenzollern, Staufen, Rechberg und wie sie alle heißen, alle naturgetreu, locken sie uns. Der sehr schöne und große hin. Ist man zu müde, um die kurze Strede per pedes Garten ist geschützt durch eine Mauer nach der Straße apestolorum zurückzulegen, so kann man die Biebertalbahn benüßen, für 15 Pfg. ein billiges Vergnügen. Auf zum Windhof! Es lohnt sich gewiß! Fahren Sie
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