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ganze Famille zum Opfer fiel. Der Netsende Michael Kulhanet wurde mit seinem dreijährigen Sohne sowte dem Logisfräulein Müller in der Wohnung von einem Briefträger tot aufgefunden. Die Gattin des Reisen­den, die ebenfalls in dem Zimmer war, ringt mit dem Tode. Das Gas war aus einem geborstenen Rohre aus dem Erdreich in den Keller des Hauses gedrungen und von dort in die Zimmer der Wohnung gelangt.

Breissteigerung in Betteltindern". Ein originel­Ier Streif brach gestern in Warschau aus. Dort besteht feit langem eine eigenartige Industrie. Arme Mittter vermieten ihre Kinder an Bettler. e elender die Kin­der aussehen, je höher der Preis; der Durchschnitt be­trug 15 Korefen täglich. Jetzt mit einem Male verlan­gen die Mütter 31 Ropeten, und da ihre Forderung nicht bewilligt wurde, erklärten sie den Streif. Die ehrsame Gilde der Bettler antwortete sofort mit der Aussperrung. Wie ernst man es auf beiden Seiten meint, zeigt heute das Warschauer Straßenbild- nir­gends ein Bettelkind.

König Georg auf der Tigerjagd. Troß dem soeben erfolgten Ableben des Maharadscha von Nepal wird König Georg von England die im indischen Festpro­gramm vorgesehene große Jagd abhalten. In den Dschungeln von Nepal sind zu dem Zwecke zwet große Nachtlager für den König und sein Gefolge errichtet worden: das eine in Sufimar, 40 Kilometer von der englischen Grenze, das andere in dem 10 Kilometer wet­ter liegenden Kasra. Die beiden Lager verbindet eine bequeme, durch Wälder führende Straße, die den Fluß­läufen folat. Die Nepaler Ingenieure haben mit Hilfe

deutsche Turnfest verbunden ist, wird die Deutsche Tur­nerschaft Eilbotenläufe aus allen deutschen Gauen zum Denkmalshügel veranstalten. Die Bayern werden Grüße von der Walhalla bei Regensburg überbringen, die Schleswig- Holsteiner von den Düppeler Schanzen, die Thüringer vom Kyffhäuser, die Schlesier von der Katzbach, die Westfalen vom Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald, die Deutsch- Desterreicher von Kö­niggräß, die Vogtländer vom Kaiserschloß Mylau, die Schwaben vom Bodensee und die Brandenburger von Fehrbellin. Demnächst werden die Aufstellungspläne ausgearbeitet werden.

Eine jugendliche Diebesbaude wurde in Hamburg von der Polizei entdeckt. Auf dem Heiligengeistfeld wurden vier Knaben im Alter von 12 bis 14 Jahren, in Decken gehüllt zwischen den dort aufgestapelten Weih­nachtstannen schlafend, aufgestöbert und in Haft genom­men. Die Knaben hatten sich in die Geschäfte einge­schlichen und die Ladenkassen beraubt und so über 1000 Mark erbeutet, wofür sie Waffen, Uhren, Kleidung u. a. gekauft hatten. Man fand noch etwa 200 Mark Geld bet ihnen vor. Die Ermittelung der jugendlichen Spitz­buben erfolgte durch einen Hund.

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Bielversprechend. Vater( zum Bewerber um die Hand feiner Tochter): Ich geb' Ihnen schon meine Malt fönnen Sie denn aber auch eine Frau ernäh­ren?" Selchermeisterssohn:' ernähr'n?"! Net an­mal, zwamal alle Jahr muß fin d' Kur nach Marien­bad!"

fich auch der Kirchenliquidator Duez befinden sollte, der vor längerer Zeit die auffebenerregenden Millionenun terschlagungen begangen hatte. Ferner meldet der deut­sche Dampfer Stephan" auf drahtlosem Wege nach Brest, daß er 30 Meilen von der Insel Queffant entfernt den englischen Dampfer Leonard" vollkommen verlassen aufgefunden habe. Das Schiff ist wahr scheinlich während der letzten Stürme gestrandet. Ueber den Verbleib der Besatzung ist noch nichts bekannt. Während der letzten Stürme im Atlantischen Ozean ist auch der dänische Dampfer Freyr Thuro" mit Mann und Maus untergegangen. Die aus Fichten- und Mahagonihölzern bestehende Ladung wurde bei der In fel Queffant angespült. In der Nähe von Le Havre strandeten zwei Fischerbarken; die Besatzung ist er trunken.

Die Aufteilung von Tripolis.

Die Köln. 3tg." meldet aus Rom: Aus der ruht­gen Aufnahme. welche die Besetzung von Solum durch die Engländer in der hiesigen Presse gefunden hat, fonnte man gleich entnehmen, daß dies Ereignis den Italienern nicht unerwartet gekommen ist. Es wird hier denn auch bestätigt, daß vor der Besetzung Ver handlungen zwischen England und Italien statt gefunden haben, die ein Italien zufriedenstellendes Er­gebnis hatten. Ebenso steht man hier auf dem Stand­punkt, daß durch die französische Besetzung der Dase Dichanet italienische Interessen nicht nachteilig berührt

von 2000 Soldater dafitr aeforat, daß fie für Automo Was der Kaiser zu Weihnachten bekommt. merden.

bile fahrbar gemacht ist. Die Straße führt quer durch die Dschungeln, in denen es von Tigern and Rhinoze­rossen wimmelt. In dem Lager von Sufimar wird der König ein komfortables Jagdhaus beziehen, während das Gefolge in Zelten untergebracht wird. Das Lager Itegt am Ufer des Rapti- Flusses, der 600 Meter brett ist und ein außerordentlich starkes Gefälle hat. An set­nen Ufern weiden ganze Herden von Nashörnern; ebenso zahlreich sind Tiger, Wildschweine, Hirsche und wilde Elefanten vertreten. Man darf danach auf ein reiches Jagdergebnis rechnen. Eine Meute von 600 Jagdelefanten ist bereits an Ort und Stelle geschafft und der Premierminister überwacht in eigener Person die Vorbereitungen zur Jaad, bei der die Elefanten­meute zum Einkreisen der Tiger wie bei der Pirsche benutzt wird.

Die Ermordung eines Studenten erregt in Belgrad großes Aufsehen. Es handelt sich um den Studenten Milan Tschirsch, den Sohn eines Generals, der unweit der Stadt auf den Eisenbahnschienen tot aufgefunden wurde. Bei der Sektion wurden dret Revolverfugeln im Kopfe gefunden. Tschirsch ging vorgestern abend zu etner Turnübung, fehrte aber nicht mehr ins Eltern­haus zurück. Nach einer Version soll er durch Mit­glieder der Schwarzen Hand ermordet worden sein, da er Mitgliedernamen verraten habe. Einem anderen Ge­rücht zufolge set der Mord aus Eifersucht verübt wor­den, da man an der Stelle, wo der Leichnam gefunden wurde, Spuren von einem Damenhandschuh bemerkte. Außerdem wäre ein Wagen mit Gummirädern dort um­gedreht. Es scheint, daß der Student umgebracht, dann mit einem Wagen zu den Schtenen geführt, dort nieder­gelegt und vom Zuge überfahren worden ist, wodurch dte Spur verwischt werden sollte.

Antitrinkgeld- Agitation in Amerika. Eine amerika­nische Neuerung, die Nachahmung verdient, wird aus Neuyork gemeldet: Die Liga der amerikanischen Han= delsreisenden hat endgültig den Beschluß gefaßt, daß thre Mitglieder vom 1. Januar ab in feinem Hotel mehr einfehren dürfen, wo den Angestellten erlaubt ist, Trinkgelder zu nehmen. Das Trinkgeldgeben oder vielmehr nehmen hat in den großen Städten Amert­fas noch mehr zugenommen als in Europa. Die Han­delsretsenden sagen, es sei unamerikanisch und entwür­digend".

Der Druckfebfertenfe! oder der Tertmetteur, et­ner von den beiden, hat einer Mainzer Zeitung auf threm Extrablatt bei der Zusammenstellung der Depe­fchen einen hübschen Streich gespielt. Durch geschickte Vermischung zweter Nachrichten fam eine Meldung zu­stande. nach der Dr. Solf auf dringendes Ersuchen des Reichsfanzlers erklärte, er set heute früh von einem gesunden Prinzen entbunden worden." Der unfreiwil­lige Humor dieser unglaublichen" Meldung erregte natürlich große Heiterkeit bei den erstaunten Lesern.

Was einer reicher Fran paffiert. Die Witwe des amerikanischen Eisenbahnkönigs Harriman hat einen verzweifelten Brief an die Polizeibehörde gesandt. wo­rin sie um Schutz vor den sie auf Schritt und Tritt ver­folgenden Bittstellernt bittet. Die arme" Retche hat in der letzten Zeit über 6000 Briefe mit Bittgefuchen er­halten, die meist in mehr oder weniger drohendem Ton gehalten waren. Die Summe der geforderten Dar­lehen beträgt zirka 700 Millionen Mart, also erheblich mehr als das Vermögen der Millionärin.

Eilbotenläufe zum Völkerschlachtdenkmal. Anläß­Itch der Einweihung des Leipziger Völkerschlachtdent­mals am 18. Oftober 1913, mit der das nächste große in diesen abgelegenen Erdenwinkel. Ewald, welch ein Sturmwind führte Dich hierher?"

Der Husar hatte sich gefaßt und sprach ruhiger: " O, das ist leicht erklärt! Kein Sturmwind, ein leichter Frühlingshauch brachte mich hierher, ich habe eine Tochter hier verheiratet, Mrs. Henry Stanley, die mir teine Ruhe ließ, bis sie den Alten einmal hier hatte. Aber Du?"

,, Was sollte ich noch unter den Lebenden-?" Hermann?!"

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Die Vergangenheit hatte nur Schmerzliches fitr mich etne Zukunft winfte mir nicht, die Heimat ver­gaß mich da vergaß ich auch sie, so gut es eben ge= Hen wollte; ich lebe einsam hter, lebe mein eigenes Le­ben, bis es Gott gefallen wird, mich abzurufen. Ich habe seit Jahren nichts mehr auf der Welt zu tun. Ich führe nicht einmal meinen Namen mehr."

,, Wie wie konnte das alles kommen? Was hat fich da zugetragen? Wir alle hielten Dich für tot, muß­ten Dich für tot halten."

Nach einer Welle erwiderte Dieskau: Ach, die ich hohe Freude, Dich, mein Pylades, wiederzusehen glaubte Dich bet Königgräß gefallen-"

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,, War ich auch, Junge, und ziemlich tief, aber wir famen wieder auf, wie Du stehst."

,, mischen sich die trübsten Erinnerungen meines Lebens."

Er sah einen Augenblick vor sich hin, wie in die weite Ferne und fuhr dann letse fori. Du weißt, Ewald, daß ich etn Wetb hatte?"

Felbeck nickte.

In threr Liebe wurde mir das größte Glück dieses Lebens zutell. Es schwand rasch,- für immer." Aufmerksam teilnehmend lauschte Felseck. Dieskau in Gedanken verloren nicht weiter sprach, sagte

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Ueber die Geschenke, die der Kaiser zu Weihnach= ten verteilt, tst schon oft geschrieben worden. Unbe­fannt ist aber, daß der Kaiser am Weihnachtsabend auch eine Unmaffe von Geschenken aller Art zugesandt er hält, die zum Teil recht amüsanter Natur sind. Bis vor wenigen Jahren hat ein Berliner Schlächter an fedem Weihnachtsabend eine große und wohlschmeckende Wurst geschickt, die ganz besonders sorgfältig zubereitet war. Der Kaiser stattete eines Weihnachtsabends sei­nen Dank in humoristischer Form ab, indem er dem Fleischermeister eine schön rotgefärbte Salami" sandte, die mit neuen blizblanken 5 Markstücken gefüllt war. An der Wurst befand sich ein Bettel, der die Inschrift trug:" Wurst wider Wurst!"

Aus den Kolonien fann man zu öfteren zu Weih­nachten die schönsten Erzeugnisse des überseeischen Deutschland im Kaiserpalast bewundern, wo sie als Beichen der deutschen Fortschritte willkommene Gaben find. Selbstverständlich werden nicht selten die kleinen Brinzen mit allerlei Spielzeug und Delikatessen be= dacht, die von treuen Deutschen aus allen Tellen des Reiches ankommen. Die Sitte, daß das Militär den Kaiser zu Weihnachten beschenkt, ist bereits so alt und eingebürgert, daß dafür schon zeremontelle Formen be­stehen. Das 1. Garderegiment zu Fuß in Potsdam ist dazu ausersehen, dem Kaiser die Geschenke des Hee­res in Form von Pfefferkuchen zu übermitteln. Am Vormittag des 24. Dezember hat zu diesem Zweck der Kompantechef der Leibkompante des 1. Garderegiments zu Fuß bet dem Kaiser Audienz, um ihm den Armee­pfefferkuchen zu überreichen. Auch die Prinzen erhal­ten Pfefferkuchen, wenn sie schon bei der Kompanie ge= standen haben. Die Marine steht auch hinter dem Heere nicht zurück und übersendet allerlei Grüße. Der Kai­ser kann die ganzen Pfefferkuchen und alle die Lecker­bissen, die ihm zugeschickt werden, nicht allein aufessen; fie werden darum nicht selten wohltätigen Zwecken, Waisenhäusern usw. überwiesen.

Besonders zahlreich waren die Geschenke, die der alte Raiser Wilhelm von seinem Volfe erhielt. Er ließ fich jedes einzelne Stück vorführen und den Namen des Gebers nennen. Oft nahm er auch Veranlassung, ein Gegengeschenk zu übersenden. Wir finden auch an ande­ren deutschen Fürstenhöfen und bei anderen deutschen Völkern ähnliche Sitten. Seit alter Beit erhalten die Könige von Sachsen von Vertretern des sächsischen Volkes zu Weihnachten Geschenke, und zwar ein paar ungeheure Dresdener Weihnachtsstollen. Die Dresde­ner Bäckerinnung, deren jeweiliger Obermeister diese Weihnachtsstollen zu backen die Aufgabe hat, geht dann als Vertreter des Volkes in das Königliche Schloß, um hier die süße Gabe, die von acht Gesellen getragen wird, der königlichen Familie zu überreichen. So bildet das Weihnachtsfest auf mannigfache Art ein festes Band zwischen den deutschen Fürsten und ihren Völkern.

Schiffstatastrophen im Atlantischen Ozean.

Die Sturmnachrichten und damit zusammenhängend diejenigen über Schiffsunfälle hören nicht auf. In der Nacht zum Donnerstag war es wieder der Kanal und der Atlantische Ozean, die von einem Orkan heimgesucht wurden. Aus Paris werden eine Rethe Schiffsunfälle gemeldet: Der Dampfer Loire", von La Rochelle nach St. Nazaire unterwegs, ist infolge des heftigen Stur mes bet Palice gefcheitert. Der Dampfer sollte Strafgefangene nach der Insel Re bringen, unter denen

er: Ich war fern, als sich Dein Leben so gestaltete, Her­mann, und hörte erst davon, als Du die Heimat ver­lassen hattest als alles geschehen war."

Ich liebte sie mit aller Kraft meines Herzens und sie gab mir zurück, was ich ihr wethte: Unendliches Glück!- dem unendliches Elend folgte!- Dahin!.

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In einem Tone milder Erregung fuhr er fort: ,, Es sollte nicht sein und ich bin der geworden, der ich bin. Du weißt, wie abhängig ich von meinem Onkel, dem Majoratsherrn war, deffen Güte allein mich beim Regiment erhielt, auch liebte er mich in seiner Art und war bemüht, mich auf Alltagsflugheit im Leben vor­wärts zu bringen, wozu eine reiche Heirat landesüb­liches Mittel war. Da sah ich Marie- es tam über mich übermächtig und alle kleinliche Klugheit die­ses Lebens schwand dahin.

Wir schlossen den Bund fürs Leben; trotzdem ich wußte, daß ich den ganzen Grimm des fanatischen Art­stokraten hervorrufen würde, von dem ich abhing.

Ich hielt die Ehe geheim, wollte sie wenigstens ge= heim halten, bis ich mir eine Existenz gegründet hatte, die mir gestattete, mein Weib als ein Kleinod etnes eigenen Heimes, wenn auch eines sehr bescheidenen, zu hegen. Trotzdem bekam mein Onkel Kunde von dem Geschehenen. Setn Zorn war maßlos- er beschimpfte mein Wetb der Bruch war da, früher, als ich geahnt hatte.

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" Ich war nichts als Soldat und so gtng ich, das wenige, das ich von meiner Mutter geerbt hatte, zu­sammenraffend und thr hinterlassend, nach diesen Staa­ten, in denen der Bürgerkrieg begonnen hatte und fand durch Borges Verwendung um so leichter eine Stelle im Stabe Beauregards, als tch fließend englisch sprach. Eine neue Existenz wollte ich mir erkämpfen. Wild tobte es hier im Lande und die Verbindung mit der Heimat unterbrach der Krieg mit seinen Wechselfällen und vor allem die Blockade der Häfen.

Die Aktion im Adriatischen Meer.

Drei italienische Kriegsschiffe gingen gestern vor Durazzo vor Anker. Kurz darauf folaten drei weitere. Man nimmt an, daß eine feindliche Aktion im Adria­tischen Meer geplant ist. Die türkischen Truppen wur den verstärkt und erhielten die Weifung, einen event. Landungsversuch der Italiener encraisch zurückzuwet sen. Die Bevölkerung flüchtete in das Innere. Berliner Getreide: und Schlachtvichmarkt.

Das Angebot aus dem Inland war in der abgelau­fenen Woche gering, aber auch die Kauflust für den Kon­fum zeigte sich recht vorsichtig. Die Preise haben daher für diese Frucht nur kleine Fortschritte machen können, zumal am letzten Tage starkes Angebot an Manitoba Weizen zu einer erheblichen Abschwächung führte. Bet Roggen hat der Wert wesentlicher zugenommen als bet Weizen. Gesteigerter Export, Verwendung zu Futter­zwecken infolge ungewöhnlich hoher Preise für Futter­mittel und die andauernde große Festigkeit Rußlands dürften die Hauptgründe hierfür sein. Einer umfassen­deren Aufwärtsbewegung wirkt das außergewöhnlich schwierige Mehlgeschäft entgegen. Die große Ergiebig­fett des Korns an Mehl und des letzteren vermehrte Er giebigkeit an Brot haben zu einer Verminderung des Verbrauchs an Roggen geführt. Immerhin stellten sich die Preise gegen die Vorwoche noch um etwa 2. höher. Hafer zog fräftiger im Werte an, was besonders der weiteren erheblichen Preissteigerung der russischen Fut tergerste und der Verminderung der Zufuhr aus unse rem östlichen Nachbarlande sowie der regeren Kauflust des westlichen Deutschlands für La Plata- Ware zuzu­schreiben ist. Mats erfuhr wie die übrigen Futtermittel ebenfalls eine Aufbesserung. Am letzten Tage der Be­richtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im Mat, wie folgt: Weizen 214,25 M., Roggen 194,75 M, Hafer 191,75 M. Mais 165,00 M.

Preise des städtischen Schlachtvieh- Marktes. 1. Dch­sen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwer tes, ungefocht 79-86 M., b) junge, fleischige, nicht aus gemästete und ältere ausgemästete 73-80 M, c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 62-70 M. 2. Bullen: a) vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtwertes 75-80 M, b) vollfleischige jüngere 71 bis 79, c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 64-74 M. 3. Färsen und ühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes

6) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlacht­mertes, bis zu 7 Jahren 70-77 M. c) ältere ausge mästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 65-71 M. d) mäßig genährte Kühe und Färsen 53-60 M., e) gering genährte Kühe und Färfen bis 60 Mart, f) gerina genährtes Jungvich( Freffer) 52-66 M. 6. Kälber: a) Dopellender feinster Mast 114-143 M., b) feinste Mastfälber 103-113 M, c) mittlere Mast- und beste Saugfälber 92-100 M., d) Mast- und gute Saug­fälber 81-91 M. e) geringe Saugfälber 53-75 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 70 bts 80 M., b) ältere Mafthammel, fingere Maftlämmer und gut genährte junge Schafe 62-70 M, c) mäßig ge= nährte junge Schafe 49-64 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Zentner Lebendgewicht 59 M. b) vollfleischige Schweine 250 bis 300 fund 56-58 M., c) vollfleischiae 200 bis 240 Pfund 53-57 M., D) voll­fleischige Schweine 160 bis 200 fund 50 54 M, e) voll-­fleischige Schweine unter 160 Pfund 46-50 M, f) Eauen 50-53 M.

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Endlich erhielt ich den Brief meines Bruders. Mein Weib war tot mit ihr das Kind, dem sie das Leben gegeben hatte. Da war das Dasein auch für mich zu Ende. Ich suchte den Tod in den blutigen Schlachten dieses Krieges vier lange Jahre- aber er mied mich. Die Heimat war für mich versunken. Nach dem Frieden schrieb ich an die Meinen- teine Antwort auch ich war für die Heimat tot! 3wet tapfere Gefährten hatte ich im Regimente, in dem ich hier diente, die edlen Söhne des Mannes, dem einst diese Pflanzung gehörte. Dem einen rettete ich das Leben mit Daransehung des met­nigen, auch dem Vater Mr. Warthon brachte ich Net­tung aus Todesnot so gehörte ich zur Familie. Und als die beiden heldenhaften Jünglinge im Kampfe fle­Ien, hatte der greise Vater nur noch mich, den er lieben konnte. Er hinterließ mir sein Erbe mit der Bedingung, daß ich für mich und meine Nachkommen fortan seinen Namen führen solle. Ich nahm das Geschenk und wurde Mr. Warthon. Nach dem unruhevollen Kriegsleben tehrte Friede ein und ich wurde ein stiller Pflanzer. Einsam war ich geworden, einsam bin ich geblieben. Ich habe in dem Kleinen Kreise, den mir das Geschick ange wiesen, Gutes gewirkt, so viel ich konnte, und der Son­derling, wie sie mich nennen, erfreut sich der Achtung feiner Nachbarn und was mehr gilt, der Liebe seiner Untergebenen. Da hast Du mein Leben, Ewald, es tft schlicht und einfach verlaufen, nachdem die Kämpfe, Innere und äußere, nachgelassen hatten. Für mich war dte Hetmat, an die mich nichts mehr feffelte, tot, wie ich auch für fe tot war."

Mit nicht geringer Teilnahme hatte Felsect diesen Mitteilungen gelauscht, obgletch er hter und da Zeichen des Erstaunens gegeben hatte.

( Fortsetzung folgt.)