Einzelbild herunterladen

meraientat

Rheinlan Ste zum

Cagen und

ezt haben. Tinduftrie.

rbetter in reten, fle rbettszett. ich gestern antreten ren Wit men. wie die fit, wird ifter ers

ratur. ge bedeu

Daraufhin perations enso wirt eben. Je

fich wahr­die Ent It bedtent felbstver I von be

Gefchmet lammern. ewöhnlich er freilich rden aber Chirurgen Je werden vet Nach­ren Halt­er Wund­durchaus rung von

Your­" einigung" wohl ge­

nicht etwa dern auch

iner Ent es nicht rken, daß en Kündi Engage­he Dauer tein An­de, so ist n dem die Land eine Schwur­ni in sei­gegeben.

es wieder neuegebo­luffassung inem Zu­abe und

britische

ichen Rie­Southamp borne bet die 3000

idigt und ber durch chiffe futh

reifte die

abet ober­

Oßes Loch.

ie Olym

lichen In Striegebiet sildet, daß Berordent Zwecke hat ng einbe imunalbe­ie jetzigen estfälischen Talsperre

it hat sich

r soll das

uf diesen

erren wa

ar ist und egann der ne abweh­Bestimmt­

he, mtr et­vollen uns

gleich zu

Frau wird

e doch auch

teht. Diese

janz allein

merifa ein

mir. Ste

fahren im

änden ein­

ochen. Ja,

wohl er ge­

rhetratung

n ein alter

erwachen

manchem

Zweiund­

blithende

warf der

Sprengen der Straßen und der öffentlichen Anlagen gänzlich eingestellt werden. Die Waffernot in der fast ausgetrockneten mittleren und unteren Ruhr hat es mit fich gebracht, daß die Gemeinden und Industriewerte nicht mehr in der Lage sind, die Wasserversorgung et­atgermaßen aufrecht zu erhalten.

Ein Strafgefangener als Millionenerbe. Der Bon ner Privatgelehrte Dr. Grosser erschoß sich in Mainz, nachdem seine vor einigen Tagen verstorbene Gattin im dortigen Krematorium verbrannt worden war. Seine Villa bet Mehlem und sein nach Millionen zäh lendes Vermögen erbt sein Bruder Oswald Grosfér aus Stegliz, der, wie erinnerlich sein wird, am 16. November 1908 vor dem Reichsgericht in Leipzig wäh rend der Verhandlung gegen ihn, den Gerichtsschreiber Obersekretär Rudolf Straßburg erschoß und den Prä­sidenten Männer verwundete. Der Erbe verbüßt jetzt feine ihm wegen des Attentats audiftierte Freiheits­Strafe von zehn Jahren in der Strafanstalt Hoheneck in Sachsen.

Der Schaß im Kehrichthaufen. Der Hauptgewinn der leztgezogenen Posener Ausstellungslotterie im Werte von 60 000 Mart ist auf eine Rollette in Op= peln entfallen. Das Los wurde jüngst, in mehrere Teile zerrissen, aus einem Kehrichthaufen zutage ge­fördert, aus dem es Kinder hervorgesucht hatten. So tam es dem ursprünglichen Besitzer wieder vor die Augen, und da die Nummer noch leferlich war, fragte er bei dem Sollefteur an, ob es noch gültig fet. Bu feiner nicht geringen Ueberraschung stellte es sich her­aus, daß das schon in den Kehricht geworfene Los et nen Wert von 60 000 Mart repräsentierte.

Beilegung des Opfers des blutigen Sonntags". In Wien erfolgte am Donnerstag unter starter Betet­Itgung der sozialdemokratischen Verbände das Leichen­begängnis des bei den Krawallen am Sonntag durch einen Bajonettstich getöteten Eisendrehers Prößenber­ger. Der Trauerzug bewegte sich durch ein Spalier von Tausenden von Menschen vom Hospital nach dem Ottat­ringer Friedhof. Gegen Ausschreitungen waren umfas­sende Vorkehrungen getroffen. Außer einem großen Polizeiaufgebot waren mehrere Kompanien und Schwadronen im Bezirk Ottakring zusammengezogen. Die Milchsperre über München verhängt. Eine Versammlung von Milchbauern in Holzkirchen beschloß, wegen Preisdifferenzen mit den Milchhändlern, über München die Milchsperre zu verhängen. Die Holzfir­chener Milchbauern liefern neun Zehntel des Milchbe­darfs von München. Das Ministerium wurde in An­betracht der außerordentlichen Gefahren, die dieser Be­schluß in sich birgt, zur Schaffung von Abwehrmitteln angerufen. In München hat dieser Beschluß eine große Erregung machgerufen.

Von Spielgefährten verbrannt. In kindlichem Un­verstand und aus Lust am Quälen haben, wie aus Halle berichtet wird, in Niederdodeleben( Provinz Sachsen) Bwet siebenjährige Knaben ein fünfjähriges Mädchen zu Tode gemartert. Ste spielten an einem Kartoffel­feuer. Im Scherz packten sie das kleine Mädchen und brachten es so nahe an die Glut, daß die Haut versengt wurde. Das wiederholten sie so oft, bis das kleine We= sen, das jämmerlich schrie, still wurde. Als Erwachsene hinzukamen, war die Haut am Körper in solchem Um­fange verbrannt, daß die kleine alsbald verschted.

Taschengeld auf Staatskosten verlangen die streifen­den englischen Schulfungen. Der Gebrauch des Rohr­stocks steht außer Frage für London. Anders verhält fich aber die Sache in der Provinz. In Southampton zum Beispiel bot sich der ergötzliche Anblick eines Auf­marsches von nahezu hundert Schuljungen, die unter den Klängen etnes Dudelsacks, einer Anzahl Mundhar­monika und einer mächtigen Trommel durch die Stra= Ben zogen. Plöblich verstummte aber die Musik der Ausständigen. Unter dem Ruf: Die Blauen kommen" nahmen die Jungen vor zwet herannabenden Schutz­leuten Reißaus. Der Ausstand hat in vielen Städten eine ganz gegenteilige Wirkung ausgelöst. In vielen Familien, wo der Rohrstock bisher nicht in Gebrauch stand, saben sich die Eltern genötigt, um die Gefährdung ihrer elterlichen Macht hintanzuhalten, zu diesem stum­men, aber eindrucksvollen Hilfsmittel Zuflucht zu neh= men. Interessant ist die Tatsache, daß an verschiedenen Orten die gentale Forderung der jugendlichen Ausstän= bigen, auf Staatskosten Taschengeld zu erhalten, ernst­Itch besprochen wurde.

Beim Fürsten Eulenburg.

Die Meldung, daß das gerichtliche Verfahren gegen ben Fürsten Eulenburg im Laufe dieses Jahres voraussichtlich wieder aufgenommen werden dürfte, lenkt die allgemeine Aufmerksamkeit erneut auf Schloß Liebenberg in der Mart, wo Fürst Eulenburg seit der Katastrophe durch den bekannten Meineidsprozeß seine Tage der unfreiwilligen Muße in stiller Burück gezogenheit verlebt. Von einem Mitarbeiter, der dem Schlosse titrzlich einen Besuch abstattete, erhält das B. T." über das Leben und Treiben um Schloß Lieben­berg folgende Schilderung.

,, Glaube das nicht, Iteber Freund! Fritz ist mir zu­getan geblieben wie immer. Aber er ist ein offener, fast zit offener Charakter, und so gestand er mir bald nach der still gefeierten Hochzeit, daß er befürchte, er könne seine junge, schöne Mutter nicht mit den Augen eines Sohnes ansehen-"

Aber Du sagtest doch eben selbst, daß er nicht ge­rade gut auf sie zu sprechen set?"

Jetzt allerdings! Damals war das ganz anders." Der Justizrat Iteß einen pfeifenden Ton hören. ,, Ah so! Er floh damals gewissermaßen vor sich selber nach Amerika?"

,, So schlimm war's nun gerade nicht. Er legte mir alles klar dar und ging im Auftrage einer Großfirma hinüber. Er ist einer von den seltenen und glücklichen Menschen, die ihr Herz völlig in threr Gewalt haben. Verstandeserwägungen und Geschäftsaussichten gingen hier noch dazu parallel, und sein rasch ausgeführter Entschluß ist ja auch zum Guten ausgeschlagen. Er hat sich selbständig gemacht und steht bereits inbezug auf seine Einnahmen zehnmal besser da, als ich, der ich im Dienste des Staates ergraut btn."

Nicht bloß ergraut, dachte der Justizrat, als er seine Blicke über das Gesicht des vor ihm Liegenden schweifen Iteß. Diese eingefallenen, ganz gretsenhaften Züge, dte erloschenen, tief Itegenden Augen, die unheimlich spizz hervorragende Nase tündeten an, daß der Tod hier be­reits seinen Stempel aufgedrückt hatte. Und doch hatte dieser Mann immer äußerst solide gelebt, fich wenig von den sogenannten Freuden des Lebens gewährt, die sich für kurze Wonnen durch lange Beschwerden rächen. Es ist ja Dein Geheimnts, philosophierte der Justiz­rat flir sich. Der eine stürmt durchs Leben dahin, und felbft schlimme Ausschweifungen können ihm gar nichts anbaben; der andere lebt mäßig wie ein Einsiedler und tst boch bald mit seinen Kräften am Ende Die

Der Herrschaftliche Teil des im bunten Herbst schmuck prangenden Liebenberger Parkes, in dem First Philipp v. Eulenburg in feinem Schloffe wohnt, tft nenerdings wieder für jedermann fest verschlossen wor den. Nur der äußere Teil wird Mittwochs und Som tags für einige Stunden für das Publikum offen ge­halten. Eine außerordentlich große Anzahl von glatt­rafierten Lafeien, angetan mit furzem, schwarzem Jackett und weißer Binde, patroulliert tagsüber im Bart umher und mustert jeden genau, der dort seinen Spaziergang macht. Alle unbekannten Personen werden für Kriminalbeamten oder- Journalisten gehalten. Seitdem bekannt geworden, daß eine neue Verhandlung gegen den Fürsten anberaumt werden soll, rechnet man mit einer neuen Verhaftung und infolgedessen ist auch der Besuch des Liebenberger Parkes wieder stärker ge­worden. Im Gasthaus zum Hirsch, dem einzigen Er­frischungsort in Liebenberg, wo die verschiedenartigsten Besucher Rajt machen, herrscht wieder regeres Leben, ähnlich dem Leben und Treiben von damals, als die erste Berhaftung des Fürsten bevorstand. Zwischen dem schmucken Gasthaus und dem Herrschaftsparke hat ſett einiger Bett eir Karussell Aufstellung genommen und namentlich des Abends, wo die vielen Landarbeiter und Arbetterinnen des Fürsten dort zusammenkommen, geht es recht fidel her. Sonntag vor dret Wochen war im Hirsch Erntefest; alle Arbeiter hatten vom Sonnabend mittag ab bis zum Montag früh Urlaub erhalten. Sonn­tag nachmittag war der Haupttrubel. Inmitten fetner Arbeiter feierte der First Erntefest. Die Frauen und Mädchen erhielten Kaffee und riesige Portionen Kuchen, und die Männer Bier und Schnaps. Vorträge wurden gehalten und polnische und russische Lieder gesungen, denn der Fürst beschäftigt über 200 Landarbeiter aus Rußland und Polen. Bis zum Morgengrauen wurde getanzt.

Im Gasthof zum Hirsch erzählt man sich, daß der Fürst schon seit längerer Zeit wieder wohler ist, aber sett dem Besuche mehrerer Aerzte aus Berlin-es foll fich um eine gerichtliche Aerztefommission handeln, die den Fürsten fürzlich besucht hat wieder einige Stunden am Tage im Bett zubringt. In letzter Zeit unternahm der First vielfach Spaziergänge und Spazierfahrten durch seine weitausgedehnten Ländereten. Ueberall, wo der First, der, wie man sagt, einen gefunden Eindruck macht, sich feben läßt, wird er von seinen Angestellten und ausländischen Landarbeitern freudla begrüßt. In der näheren 11mgebung des Firsten glaubt man nicht, daß eine neue Verhandlung in furzer Zeit bevorsteht, meil eine gerichtliche Berfitouna vorfteae, die bestimme, daß bis zum Frühjahr nächsten Jahres feinerlet ge= richtliche Schritte gegen den beschuldigten Fürsten un­ternommen werden sollen.

Spionage an Nord- und Gitsee.

Die lockenden Reize unserer schönen Nordküste las= sen die Engländer nicht zur Ruhe kommen. Noch sind verschiedene vor dem Reichsgericht schwebende Spiona­gefälle nicht zur Aburteilung gelangt, und schon hat es den Anschein, als sollte unser höchste Gerichtshof neue Arbeit bekommen. Wie wir schon meldeten, sind in Em­den wieder zwei englische Offiziere wegen Spionageverdachts verhaftet worden. Die Namen der Offiziere sind nach den Eintragungen im Fremdenbuche des Hotels Weißes Haus", wo sie wohnten, G. S. Stephard aus London und A. E. Attwood, eben­falls aus London, 31 bezw 25 Jahre alt. Ob dies ihre richtigen Namen sind, muß dahingestellt bleiben. Die Flucht der Jacht, mit der die beiden Engländer gekom­men waren, wurde der Kaiserlichen Marinestation in Wilhelmshaven sofort telegraphisch mitgeteilt, und diese sandten einige Torpedoboote zur Bewachung der Jacht nach den Emsmündungen ab. Die beiden verhafteten Spłone machten sich in augenfälliger Weise in der Nähe der deutschen Seeschleuse zu schaffen, wo sie photogra­phierten. Ihr Treiben fiel einem Gastwirt am Außen­hafen auf, der die Polizei benachrichtigte und die Ver­Haftung damit herbeiführte. Die Verhafteten gaben bet der Vernehmung zu, englische Offiziere zu sein, leug­neten aber tebe böse Absicht. Da die photographischen Blatten harmlos zu sein schienen, wurden die Offiziere entlassen. Nachdem aber festgestellt worden war, daß sie auch auf Borfum, Norderney usw. gesehen worden sind, tst thre Wiederverhaftung erfolgt. Die beiden Verhaf teten befinden sich zurzeit im Amtsgerichtsgefängnis in Emden.

Ein Spionagefall in Swinemünde? Mittwoch abend verbreitete sich in Swinemünde das Gerücht, ein deutscher Offtzter set wegen Hochverrats verhaftet worden. In der Tat wurde der Leutnant Buffe vom pommerschen Plonterbataillon Nr. 2, der nach Swinemünde beurlaubt war, in den Abendstunden in seinem Hotel durch ein militärisches Wachtkommando verhaftet. Die Festnahme erfolgte an­geblich wegen einer internen Angelegenheit. Die Ver mutung, es handle sich um eine Spionageaffäre, wird an amtlicher Stelle bestritten. Man erzählt sich, daß Busse viel mit einem Ausländer verkehrt habe.

dumpfe Stimme seines Freundes riß ihn aus seinen seltsamen Betrachtungen.

" Du siehst mich so teilnehmend an", sagte Regte­rungsrat Marleben. Haft recht! Beetlen wir uns also! Dort im Geldschrank wirst Du alles finden. Ich habe dte Banknoten und Geldrollen heute vormittag durch Fritz von der Bank Holen lassen, nachdem alle Baptere verkauft worden sind. Meine Frau soll alles in bar haben, damit sie ganz frete Verfügung hat und damit anfangen fann, was sie will. Willst Du so gut sein und die Aufnahme machen?"

Sofort! Aber wir können doch wohl beide nicht so ganz allein ich habe draußen meinen Bürovor­steher-"

-

,, Bitte, laß ihn nur hereinrufen! Und nachdem wir nun miteinander geplaudert haben und Du hinreichend unterrichtet bist, können ja auch die übrigen hereinkom­men, auch die Diakonissin. Ich habe keine Geheim­nisse."

Der Wunsch des Kranken wurde erfüllt, und nach den ächzend gemachten Angaben schrieb der Bürovor­steher rasch das einfache Testament nieder. Dann trat der Justizrat mit dem Schriftstück auf einer Schreib­unterlage an das Bett und hielt es so hin, daß Mar­leben so bequem wie möglich mit der Feder seinen Na­men daruntersezen konnte. Aber der Federhalter flog in seiner zitternden Hand hin und her, sobald er das Papter damit berührte. Er sah den Justizrat kläglich an.

,, Es geht nicht", fammerte er. Mein Schreibtrampf tst in den letzten Jahren so entfeßlich geworden, daß ich faum einen ordentlichen Federstrich machen kann. Ich werde das ganze Schreiben durch Kleckse verderben."

,, Aber bitte, lteber Freund," tröstete thn der Justiz­rat. Es ist gar nicht so schlimm, wie Du denkst. Ohne Deine Unterschrift wäre ja die ganze Sache wertlos. Gib Dir nur etwas Mühe! Du mußt Vertrauen zu Dir haben, dann wirst Du schon die vaar Buchstaben fertig

Drabtnachrichten und neuestes.

Eine ganze Familie beim Mittagessen verunglückt.

Bufarest, 22. September. Nach einer Meldung aus Bordein- Verde saß dort eine aus 7 Personen be stehende Familie eben beim Mittagessen, als der Fuß boden einstürzte und alle fieben Personen in den Keller fielen. Vier wurden als Leichen aus den Trimmern hervorgezogen. Der Zustand der drei anderen ist hoff­nungslos.

Berhaftung eines franzöfifchen Eisenbahnattentäters. Varis, 22. September. Der Kassierer der so­zialistisch- revolutionären Arbeiterbörse in Brest, Gour melon, wurde auf frischer Tat ertappt, als er eine Te legraphenstange ertleitert und die Drähte zerschnitten hatte. Er wurde verhaftet. Seine Festnahme ruft unter ben Arbeitern in Brest große Erregnug hervor.

Der Zug der Cholera.

Budapest, 22. September. Aus den Gegenden längs der Donau werden zahlreiche Erkrankungen an Cholera gemeldet.

Konstantinopel, 22. September. In Damaskus erfranften gestern abermals sechs Personen an der Cho Iera, fünf von diesen Fällen sind födlich verlaufen. In Meffa wurden innerhalb drei Tagen 231 Falle font­statiert, davon 196 mit tödlichem Ausgang. In Tris polis( Syrien) ist die Cholera ausgebrochen; zahlreiche Familien flüchten aus der Stadt.

Bagrow bittet um sein Leben.

Kiew, 22. September. Die Untersuchung gegen den Attentäter Bagrow ist abgeschlossen. Das Seriegs­gericht tritt heute zusammen. Wie verlautet, hat Ba grow brieflich aus dem Sterker den Behörden sensa= fionelle Enthüllungen versprochen, wenn ihm das Le­ben geschenkt wird.

Handel und Verkehr.

Die Maßnahmen der Regierung, durch Frachter mäßigung die Futternot zu heben, waren einer Ab­wärtsbewegung der Getreidepreise förderlich. Gleich zeitig war der Export wesentlich fleiner geworden. Im Weizengeschäft waren vielleicht auch schon die recht guten Ernteaussichten Argentiniens und Australiens von Ein­fluß. Wenn auch Rußlands Ausfuhrleistungen sehr er heblich gegen die Vorjahre zurückstehen sollten, so glaubt man bei der ausreichenden Versorgung Frankreichs durch die eigene Ernte und den verminderten Bedarf Italiens, daß am Weltmarkt faum eine Steigerung der Weizenpreise anzunehmen ist. Für Roggen wirfte der Umstand nachteilig, daß man jetzt die Aussichten der Kartoffelernte, nachdem in einigen Gegenden ausgiebi ger Regen gefallen ist, weniger pessimistisch auffaßt. Ha­fer ist durch Angebot des Inlands und Ermäßigung der russischen Forderungen sowie durch die Frachtermäßi­gung für Mais und Gerste entschieden verslaut. Am lezten Tage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im Dezember wie folgt: Weizen 210,25 L Noggen 186,75 M, Safer 183,75 M, Mais 167,00 M.

Pretse des städtischen Schlachtvie= Marktes. 1. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, ungejocht 76-81., b) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 71 618 76 M, c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 60-70 M. 2. Bullen: a) vollfleischige, ausge= wachsene höchsten Schlachtwertes 72 bis 77 M, b) voll­fleischige jüngere 68 bis 75 M.c) mäßig genährte fitt gere und gut genährte ältere 60-70 M. 3. Färsen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes bis M. b) vollfletschige, ausge­mästete Kühe höchsten Schlachtmertes, bis zu 7 Jahren - bis M, c) ältere ausgemästete und wenig gut ent= wickelte jüngere Kühe und Färsen 65 bis 68 M, d) mäßig genährte ühez und Färfen 58 bis 62., e) ge= ring genährte Kühe und Färsen bis 53 M, f) gering genährtes Jungvich( reffer) 54-60 M. 4. Kälber: a) Doppellender feinster Maft 103 bis 136 M, b) feinste Mastfälber 92 bis 102, c) mittlere Mast- und beste Saugfälber 83 bis 92 M, d) geringere Mast- und gute Saugfälber 79 bis 84. e) geringere Saugfälber 62 bts 73 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und fingere Mast­Hammel 70 bis 80., b) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge Chafe 60 bis 68 Mark, c) mäßig genährte Sammel und Schafe 14-64 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Rentner Lebend­gewicht 63 M., b) vollfleischige Schweine 240 618 300 Pfund 61-62 M. c) noffetfchine 200 bis 240 fund 59 bis 62 M. d) vollfleischiae Schmeine 160 bis 200 Pfund 55-60 M, e) vollfleischige Schweine unter 160 Bfund 52 bis 55 M, f) Cauen 54 613 56 M.

Die Betriebseinnahmen der Breukisch- Selflichen Staatseisenbahnen betrugen im August 1911 gegenüber dem August des Vorfahres im Berfonenverfehr 1,3 Millionen Mart gleich 1.95 Brozent, im Güterverfehr 9,9 Millionen Marf aleich 8,29 Prozent mehr, insgesamt nach Abzug der Mindereinnahme aus den sonstigen Quellen 10,7 Millionen Marf oleich 5.51 Brozent mehr.

bekommen. Ich werde gar nicht hinsehen, keiner der Anwesenden darf hinblicken, wenn Du schreibst."

Alle wandten sich ab, und nach einiger Bett fagte Marleben: Ster mein Rieber! Die Unterschrift ist wirk­Itch besser geworden, als ich's für möglich hielt."

Stehst Du," lächelte der Justizrat, daß noch hin­reichende Willenstraft in Dir steckt! Nach dieser Tat hoffe ich auch in gesundheitlicher Beziehung von Dir noch das Allerbeste. Nur Mut."

Die Sache wird schon schief gehen," ergänzte Mar­leben mit grimmigem Galgenhumor. In demselben Augenblick aber stöhnte er laut auf und frümmte sich förmlich auf seinem Schmerzenslager. Die Anwesenden schwiegen erschrocken. Sie wußten, daß es einem, der Schmerzen hat, nur lästig ist, wenn man dabei auf ihn etnredet, ohne ihm Linderung bringen zu können.

Als der Anfall etwas nachgelassen hatte, seufzte der Kranke: Diese Schmerzen in der Hüfte und im Bein sind kaum zu ertragen. Wollte Gott, es wäre bald mit mir vorüber! Und dabei weiß der Arzt nicht einmal genau, was es eigentlich ist. Bald spricht er von Js­chias, bald von Neuralgie. Nun hat er mich monate­lang mit Elektrifieren gequält, und es hat so gut wie gar feinen Erfolg gehabt. Jedenfalls muß er mir heute noch auf irgend eine Weise Linderung verschaffen. Er ist bestellt?" wandte er sich an seine Frau.

,, Wie ich Dir schon sagte," versetzte sie. Er hat ver­sprochen, um acht Uhr hier zu sein."

Diese Morphiumeinspritzungen sind das einzige, was mir noch über die Stunden des Leidens hinweg­hilft."

( Fortsetzung folgt.)