hat bas
fenswertes ger, einem
Fall zuge hresgehalt Mart bel cht hat die
bgewiefen, ich bet ben Magten um Geschäfts chert Laffet, mer Weije, r Vorteile nach dem eteiligt ge Behalt ver itung 250 & ergebene nen feines
nen unfitt Gewicht, abe geben heimliche Brovision dern Ver preche das andsgefühl verde, und häft gegen
u nehmen
dliche Ver etriebe der ach 7 Uhr
und fämt Still. Die Besonders trgen arge von den die in der Bureaus törung im nd mitge uffe hinein Fuß fort ahn wieder verursacht ttrale ein unterbro #te getötet. rde dieser Holzarbet unden. In te. Gestern Geliebter, Ehemann ihn dann Sterauf die Bind nach Stunt en Ort des f er selbst sich aber
fitr Lufts -Luftschiffs dige Weise ndung vers tten in der se wurden eine Papps It und den Postkasten Paketchen,
nten, leicht ne hinaus itten in die 8. Diefer
Dann wur
alen Soc Boltzet zum 3 Aufsehen Blätter die ner Gefell vornehmen
ndtasche, in en besetzten ndert Mark
Eyre- Bank gestohlen
affende Re
Marquise
Frankreichs gegenüber
n. Endlich,
Ste schrieb:
n die Wir it der Kal
Schreiben
Auch diese
en erledigt.
war es Ge
rach davon,
verstärkten
e, Schlesien herung der
Blagte fogar in Frant
Sohn, der
n in Frage
Ste Eleine
Ste dachte
atte. Gine
ollte, wurde tfen.
nicht hier
ben Kopf
und tft ber Dresden re
n Menschen
cherchen anstellte, richtete auch an sämtliche Banken des In- und Auslandes das Ersuchen, das gestohlene Bank buch bet einer eventuellen Präsentterung anzuhalten. Bu ihrem großen Erstaunen erhielt fle nun von der Kopenhagener Grund- Eyre- Bant die Mitteilung, daß bort ein Bankbuch auf den Namen Astra Lübbe gar nicht ausgestellt set. Man forschte nun wetter nach und erfuhr, daß die angebliche Lübbe aus dem Hotel, in dem fie abgestiegen war, spurlos verschwunden fet. Die ganze Diebstahlsgeschichte entpuppte fich nun als ein glän zend durchgeführter Trick einer Hochstaplerin. Die angebliche Lübbe ist eine wiederholf vorbestrafte Schwindlerin namens Wulff, deren Photographie auch in dem Hamburger Verbrecheralbum figuriert. In dem NachtTotale war, als der angeblichen Lübbe die Tasche gestohlen wurde, zufällig auch ein hoher Polizeibeamter anwesend. Die Dame wandte sich sofort an ihn und erzählte ihm die Geschichte. Der Beamte erbot sich, der Dame mit einigen hundert Mark auszuhelfen, welches Anerbieten von der„ Dame" bantend angenommen wurs de. Sie wußte es sogar so einzurichten, daß der Beamte fte nach threm Hotel begleitete, dem Hoteldirektor die Sache erzählte und ihn veranlaßte, thr ebenfalls einige hundert Mark vorzuschießen.
Cholerapanik in einem Wiener Zuge. In einem Personenzug, der nachmitags in Wien eintrifft, gab es am Sonnabend eine Cholerapanit. In einem Wagen dritter Klasse saßen bet anderen Passagieren zwet Ehepaare aus Triest. Vor Mürzzuschlag erkrankte eine der Frauen an heftigem Erbrechen und Durchfall. Da Choleraverdacht vorlag, wurde der ganze Waggon in Mürzzuschlag abgesperrt und allen Steifenden in ihm aufgetragen, bis Wien zu fahren zur solterung und Beobachtung, wenn sich der Choleraverdacht bestätigt. Dies verursachte eine große Aufregung. In Payerbach befanden sich im versperrten Waggon nur noch vier Personen, alle anderen waren durch die Kupeefenster ge sprungen. Zwet wurden auf dem Bahnkörper Itegend, zum Teil schwer verlebt, aufgefunden. Auch sie wur ben nach Wien übergeführt. Sofort nach der Ankunft in Wien wurden behördlicherseits alle erforderlichen Maßnahmen getroffen. Die Untersuchung ergab aber, daß Cholera vollkommen ausgeschlossen war und alle Passagiere entlassen werden konnten.
Mark Twain und das Annoncieren. Als Mark Twain, der bekannte Humorist, in seinen jungen Jah ren Redakteur einer Beitung in Missouri war, erschien einst auf der Redaktion ein sehr abergläubischer Abon nent, der sagte, er habe in seiner Beitung eine Spinne gefunden; nun wolle er wissen, ob dies Glück oder unglück bedeute. Mark Twain antwortete: Spinnen beBeuten weder Glück noch unglück. Das Tier sah nur nach, welcher Kaufmann nicht annonciert. Zu dessen Laden geht dann die Spinne hin und spannt ihr Netz quer itber die Ladenture; denn dort wird sie niemand stören. Wenn es auch noch Menschen atbt, die den Wert des Annoncierens noch nicht kennen, die Spinnen fennen ihn ganz genau.
Die mißglükte Amerikareise. Der 18fährige Hausbursche Kern war in einer Frankfurter Fahrradhandlung auf der Betl angestellt. Dieser Tage bekam er den Auftrag, 800 Mark zur Darmstädter Bank zu bringen. Kern unterschlug den Betrag und fuhr mit seinem Vetfer nach Caffel. Hier wurden nun eleider gekauft. Kern schrieb an einen Freund in Frankfurt einen langen Brief, in dem er feine Reisepläne bekannt gab. Danach wollte er sich in Bremen nach Neuyork einschiffen. Der Brief fam in die Hände der Kriminalpolizet, die Sofort die Bremer Behörde benachrichtigte. Als nun die Flüchtlinge ein bahnpostlagerndes Telegramm in Bremen abholen wollten, wurden fte erwischt. Der größte Teil des Geldes war noch in ihrem Besis.
Ein Kaiserbonbonstag" in Wien. In origineller Weise wurde am Freitag in Wien und im Reiche Katfers Geburtstag begangen. Bu Ehren des Tages vergitftaltete der Flottenverein in den Städten des Reiches einen Kaiserbonbonstag. Hunderte von jungen Mädchen mit weiß- roten Schleifen verkauften die Kaiserbonbons, fleine Schokoladenpläschen in rot- weißen Bapters bitllent, mit dem Bildnis des Kaisers geschmückt. Für Wien allein waren 400 000 Bonbons bestellt, die einen reißenden Absatz fanden..
Neue Spionagegeschichten. Die Pariser Infors mation" berichtet über eine mysteriöse Verhaftung, die In dem Hafen von Le Havre vorgenommen werden sollte. Im Auftrage des Ministeriums des Innern begaben fich drei Bariser Geheimpolizisten nach Le Havre, um dort drei deutsche Offiziere, die sich an Bord des SegIers Elena" befanden, in Haft zu nehmen. Der Segler hatte die englische Flagge gehißt. Sobald die Offiziere der„ Elena" merkten, daß sich die Polizisten dem Segler näherten, machten sie die Segel klar und verließen ejligst den Hafen. Die Behörden verweigern jede Auskunft über den Vorfall und geben auch nicht den Grund an, weshalb die Verhaftung der Offiziere vorgenommen werden sollte. Gegen den Deutschen Mar Schult, dessen Verhaftung in Plymouth wir gemeldet haben, tst vor dem Polizetgericht in Blymouth ste Anklage wegen Spionage erhoben worden.
Kaunitz, der wohl alles andere eher erwartet hatte denn diese Frage, machte ein erstauntes Gesicht. " Warum, Majestät, warum?" stotterte er. Schauen's, die Glasaut ist eine geschickte Person; doch fettdemt der Sohn fort ist, hat sie feinen verstän digen Gedanken mehr im Kopf und macht eine Dumm Hett nach der anderen. Ich kann mich nicht mehr auf sie verlassen. Gestern abend will ich mich in aller Eile umfleiden, um in die Oper zu fahren. Ich denk', mein Anzug ist aufs beste besorgt. Was aber hat die Glasau angegeben? Zu meinem grünen Brokatrocke hatte sie eine hellblaue Schneppentaille gewählt, und was das schlimmste war, die Sachen hätte sie mir wirklich annelegt, wäre nicht der Schaden in die Augen gesprungen. Ich bitt schön, Iteber Graf, rufen Sie den Franz zurück!"
Kaunitz zuckte die Achseln.„ Majestät verzethen, daß tch dem Befehle nicht so phne weiteres nachkommen kann. Glasau ist von seiner Erzellenz dem Grafen Herrn von Brühl engagiert worden."
„ Und wenn ihn der König von Polen engagiert hätte," rief die Kaiserin, er muß zurückkommen!" Wieder zuckte Kaunis die Achseln.
Majestät, der Franz ist ein gefchetter Kopf, solche Beufe, Hm, hm, wie soll ich nut fagen, daß ich richtig verstanden werde? Solche Leute schicht man nicht ohně bsicht an einen fremdeit Hof."
Die Katserti begriff.
So ist der Franz als Ihr Spion nach Dresden ge= gangen?" fragte sie.
" Majestät“, rief Kaunis effrig, mit dergleichen T teln sollte man ein weniger sparsamer umgehen. Ich wollte nur sagen, daß Dresden immerhin näher an Botsdam Itegt, als Potsdam ant Wien ist." Potsdam?" fragte ste Katserin erstaunt. Joll bas heißen?"
Was
Die Greuel der Lyncjuftiz.
Bisher suchten die Amerikaner die Grausamkeiten des Richters Lynch mit dem leidenschaftlichen Temperament der südlichen Bevölkerung zu entschuldigen und mit dem wilden Rassenhaß, der in den Südstaaten der Union Weiße und Neger trennt. Bei dem neuesten Lynchmord, der sich am letzten Sonntag in Coatesville ereignete, sind solche Beschönigungsversuche aber erst recht sinnlos, denn diesmal haben sich die gräßlichen Szenen nicht im Süden der Union abgespielt, sondern in dem auf seine Zivilisation stolzen Puritanerstaat Pennsylvanien, faum 50 Kilometer von Philadelphia entfernt. Es ist das erstemal, daß die blutgierige amerifanische Voltsjustiz" sich auch dort and Tageslicht wagte und vor den Augen der untätigen Behörde ihre Triebe ungehindert befriedigte.
Das unglückliche Opfer dieser neuesten Tat des Richters Lynch war, wie gemeldet, der Neger Ezechiel Walfer, der von einem Polizisten wegen Straßenraubes verhaftet werden sollte. Es kam zu einem Kampfe, bet dem der Neger den Polizisten erschoß. Eine wütende Menge verfolgte den Mörder, der, als er eingeholt wurde, einen Selbstmordversuch machte und sich eine Kugel in den Mund schoß. Stemlich schwer verwundet überführte man den Gefangenen dann in das Krankenhaus. Am folgenden Tage jedoch, am Sonntag, versammelte sich eine Menge von vielleicht 500 Menschen vor dem Hospital und verlangte unter furchtbaren Drohungen die sofortige Auslieferung des Schwerverwundeten. Die Krankenhausverwaltung lehnte dies Anfinnen energisch ab, aber sofort drangen einige 50 Rowdys unter wildem Geheul gewaltsam in das Krankenhaus und stürmten unter wütendem Lärm die Krankenstube. Unter den Infaffen des Hospitals brach eine Panik aus, die Leidenden flüchteten aus ihren Betten. Der Mob entdeckte schließlich den Gesuchten, den man vorher mit Handschellen an sein Bett gefesselt hatte, um die Entführung zu verhindern. Die Wärter lehnten es ab, bte Schlösser der Fesseln zu öffnen, und der Schuhmann, der Walfer bewachte, versuchte den pöbel mit einigen gegen die Decke des Serankenzimmers abgegebenen Revolverschüssen einzuschüchtern. Doch die Wärter und der Polizist waren rasch überwältigt, und da man den Neger nicht aus seinen Fesseln befreien konnte, schleppte man ihn mitsamt der Bettstelle auf die Straße, wo die Menge das Opfer mit Jubelrufen begrüßte.
Der Unglückliche bat jammernd um sein Leben und um Gerechtigkeit, aber Dußende von Armen packten die Bettstelle mit dem Neger und schleppten fie triumphterend durch die Straßen, wobei man hin und wieder zur Kurzweil das Lager mit dem gefesselten Verwundeten umstülple. Der Bug tam dabet an mehreren Kirchen vorüber, es war gerade um die Bett des Gottesdienstschlusses, und die Gläubigen schlossen sich, aus der Kirche tommend, der grausigen Prozession an. Man schleppte den Neger aus der Stadt, machte endlich auf einem freten Felde halt, richtete die Bettstelle mit dem festgefetteten Verwundeten aufrecht empor und schleppte von den benachbarten Geldern trockenes Stroh herbet, das rings um den Neger aufgehäuft wurde. Umsonst flehte der Schwarze immer wieder um Gnade. Als Antwort warf man ein brennendes Streichholz in den Strohhaufen, warf Bretter und Holzklöße in das rasch aufLodernde Feuer, und mehr als 2000 Menschen, darunter zahlreiche Frauen, weideten sich an diesem Schauspiel.
Es war ein grauenvolles Bild, aus den Flammen tönten die gellenden Schmerzensschrete des Negers, der schließlich mit der letzten Kraft der Verzweiflung seine Füße von den Fesseln losriß und mitsamt dem ån setnem Rücken befestigten Bette aus den Flammen foringen wollte. Er stolperte, fiel zu Boden und wurde sofort tus Feuer zurückgeschleudert. Noch einntal stand der Neger auf, das Bett auf seinem Rücken war schon von den lam ten ergriffen; dann aber brach er mit einem Todesschrei zusammen.
Die Behörden von Coatesville haben keinerle Maßnahmen getroffen, um die Schuldigen ausfindig zu machen, well fte einen neuen Ausbruch der Volkswut fürchten. Am gleichen Tage wurde, wie berichtet, übrigens auch in Durant in Oklahoma ein anderer Neger auf ähnliche Weise geinncht. Man band den Schwarzen an einen Pfahl und verbrannte thn ebenfalls bet lebendigem Leibe.
Sieg der englischen Eisenbahner.
Der Ausstand beendet.
Der Streit der englischen Etfenbahner ist am Sonnabend spät nachts belgelegt worden, nachdem zwł schen den Eisenbahnern und den Eisenbahndtrektionen ein Abkommen unterzeichnet worden ist, auf Grund deffen sich die Führer der Eisenbahner verpflichten, alles, was in ihrer Kraft steht, zu tun, um die ausstän bigen Eisenbahner zu veranlassen unverzüglich die ArBelt wieder aufzunehmen. Die Eisenbahngefenschaften verpflichten sich ihrersetts, alle Angestellte ohne Unter
" Sm. Majestät, man muß Kleinigketten berücksichHigent. Majestät wiffen, daß wir am Potsdamer Hofe wenig treue Leute, oder wenn wir einmal offent fprethen wollen, wenig gute Spione haben. Es wäre für uns von größter Wichtigkeit, dort einen zuverlässigen Menschen zu wiffen, einen Beobachter, der mir freut ergebeit ist. Das it's was ich beabsichtige: einen Spion fn König Friedrichs allernächste Nähe. Ich bin auf dem besten Wege dazu. Nun, wenn sich erft Glasau in Dresden befindet, kann er sich mit ein wenig GeschickItchfelt in die Rethen der töniglichen Diener in Botsbam einschmuggeln. Der Erfolg ist immer nur von feinen Vorbereitungen abhängig, und ich denke, ich habe in dieser Beziehung gut vorberettet. Es gestemt fich nur, der Saat Bett zu geben, zu reifen."
Die Kaiferin hatte aufmerksam zugehört. Und als Kaunis tett fragte:„ Befehlen Majestät noch, daß to den Glasau zurückrufe?" entgegnete fie: Nein, geben wir der Saaf Bett zum Reifen."
Und damit war kaltntz entlassen.
2. Kapitel.
Sonniges Matwetter. Die Welt voll Duff, Glanz und fröhlicher Feststimmung.
In Dresden war es. Die Fliederbäume, die vor dem sogenannten Zwinger standen, jenem Luftschloß, in desfeit großent Hofe man einst Bärenhezen veranstaltete, standen fit Blüte. Gantze Wogen voll Duft flufeten durch die Straßen der sächsischen Residenz.
Dresden ist schön. Allein, wenn der Flieder blüht, das ist seine schönste Bett.
Und wie herrlich flar war heute der Fernblick von der Augustusbrücke, die der König von Polen und Kurfürst von Sachsen, August, dent man den Starken hieß, errichtet und der er seinen Namen gegeben hatte. Mit
fchied wieder einzustellen. Der vom Minister Mond George in der Kammer erwähnte Berföhnungs ausschuß wird unverzüglich zusammengestellt wer den und sofort in Aftion treten, um die strittigen Fras gen zu schlichten. Der Ausschuß wird aus 5 Mitglie bern bestehen, aus zwei Delegierten der Arbeiter, zwet Delegierten der Eisenbahngesellschaften und einem Unt partelischen als Vorsitzenden. Bei etwaigen Meinungs verschiedenheiten über Beschlüsse dieses Versöhnungsausschusses wird das Handelsamt zu entscheiden haben. Beide Parteien verpflichten sich, die Beschlüsse des Verföhnungsausschusses anzuerkennen. Die Reglerung ver spricht ihrerseits in der nächsten Kammerſigung einen Geſetzentwurf einzubringen, der den Eisenbahngefellschaften gestattet, als Gegenleistung für Lohnt erhöhungen des Personals eine Tariferhö hung vorzunehmen. Die Arbeit wird sofort in gro Bem Umfange wieder aufgenommen werden, sobald die Ausständigen von dem erzielten Abkommen in Kennt nis gesetzt worden sind. Die Beilegung des Konfliktes fann als ein großer Sieg der Arbeiterorganisation betrachtet werden. Das Kriegsministerium hat angeordnet, daß die Truppen so bald wie angängig in ihre Bezirke zutrückgesandt werden sollen.
Straßenkampf in einer Provinzstadt.
In der Stadt Llanelly begingen die Ausstän digen in der vergangenen Nacht Plin de rungen und Brandstiftungen. Als sie auf dem Bahnhof einen Güterschuppen in Brand gesteckt hatten, erfolgte cine Explosion, durch die zehn Personen getötet und viele verlegt wurden. Die Polizei ging mit ihren Stöcken vor und das Militär mit den Bafonetten. Viele Personen wurden verwundet.
Ein Telegramm meldet uns noch folgende Einzelheiten über den Straßenkampf:
London, 21. August. In Llanelly in Wales haben sich am Sonnabend beispiellose Szenen abgespielt, bei denen das Blut in Strömen floß. Obgleich 500 Soldaten in der Stadt waren, gelang es einem Haufen Streifender bei dem Junction- Llandilo- Bahnhof die Schienen aufzureißen, gerade als ein Zug mit Truppen herannahte. In der hierauf eingetretenen Verwirrung bemächtigte sich der Mob des Zuges und eroberte die Munition. Der Zug wurde in Brand gestedt und total eingeäschert. Die Erzedenten begannen nun die Stadt zut plündern und anzuzünden. Mehrere Häuser von Stadträten und Friedensrichtern gingen in Flammen auf und zahlreiche Fenster wurden eingeworfen. Am Abend eroberte der Pöbel den Schuppen mit dem rollenden Material der Bahn. Die Truppen gingen im Laufschritt vor und griffen die Menge mit aufgepflanztem Bajonett an. Der Boden bedeckte sich mit Blut. Kurz darauf steckte der Mob den Schuppen in Brand. Nachdem dieser kurze Zeit gebrannt hatte, erfolgte eine furcht bare Explosion. Man glaubt, daß die gestohlene Munition in den Schuppen gebracht wurde. Die Wirkung war grauenhaft. Mindestens 10 Personen wurden sofort getötet und viele verlegt. Bis jetzt hat man dret start verstümmelte Leichen unter den Trimmern gefunden. Die Krawalle dauerten die ganze Nacht hindurch fort. Der Mob äscherte noch das Haus des Frtedensrichters Jones ein, der Tags vorher die Aufruhrafte verlesen hatte. Das Militär fämpfte die ganze Beit über mit aufgepflanztem Bajonett, blieb aber machtlos, bis gegen Morgen eine überwältigende Truppenzahl in die Stadt geworfen wurde. Diese ist jetzt von 8000 Mann besetzt.
London, 21. Auguft. Auch in Lincoln fam es in der Nacht zum Sonnabend zu ernsten Ausschreitungen. Die Menge griff die Eisenbahnstation an, zer=" frümmerte die Fenster, riß das Pflaster auf und verursachte großen Schaden. Der Aufruhr ließ erst nach, als eine starke Truppenabteilung erschien.
Drahtnachrichten und Deuestes.
Vom Hoflager in Wilhelmshöhe. Wilhelmshöhe, 21. Auguft. Der Statser Hörte heute vormittag den Vortrag des Chefs des Btvilkabt netts von Valentint. Mittags folgte er einer Einladung des Oberpräsidenten von Hengstenberg zur Tafel.
Tenerung in Sicht.
Cöln, 21. August. Kompetente rheinische landwirtschaftliche Seretse versichern, daß innerhalb weniger Monate infolge der sommerlichen Hiveperiode bie Fleischpreise eine Höhe erreichen werden wie nie zuvor. In großen Distrikten wurden die Landwirte gezwungen, wegen Futtermangels die Bichhaltung gänzlich aufzugeben. Gegenwärtig wird viel Jungvieh abge= schlachtet. Dazu tommt, daß ein Ende der Maul- und Klauenseuche nicht vorauszusehen ist. Ein gleiches wird aus den holländischen Grenzbezirken gemeldet.
Der Bapst wieder wohlauf.
Rom, 21. August. Der Papst fann, als vollständig wiederhergestellt gelten. Er unternimmt von morgen ab wieder seine gewohnten Spaziergänge und empfängt wieder Besuche.
thren fühngeschwungenen Strebepfellern bildete sie ein wahres Wunder der Baukunst und war der Stolz der Stadt. Von hier sah man in blauer Ferne in zarten Konturen die Basaltkegel der Sächsischen Schwetz auftauchen.
Unweit der Elbe, nahe der Bastion, Tag bas vom Grafen Mansfeld erbaute Schloß, das jetzt dem fächfischen Premierminister, dem allvermögenden Grafen Brühl gehörte. Der reichste Mann seines Landes, hatte er in diesem Palats Kostbartetten über Kostbarkeiten angehäuft, so daß jeder Raum einem Sunstwerke glich. Er war der Mann feines Jahrhunderts, der, wie König Friedrich von Preußen gespottet, die meisten Uhren, Rabatteren, Prettofen und Stiefel besaß.
In seinen Ställen stampften zweihundert Roffe, Brethundert Diener standen, fetnes 23intes gewärtig, zum Dienste der erlauchten Erzellenz" berett. Diesen Ettel hatte er sich in seiner maßlosen Ettelfelt bellegen Iaffen.
Er, der beretts Auguff dem Starken geblent, Hatte fich auch deffent Sohn und Nachfolger unentbehrlich zu machen verstanden. Es ist nicht leicht, sich in der Gunst Bweier Rönige zu erhalteit, zweter Röntge, die an Temperament und Charakter so verschieden waren wie August ber Starte und fein Sohn August III. Brühl aber hatte auch diese Kunst verstanden.
Heute war das Palats festlich mit Fahnen und Girlanden geschmidt, mit kostbaren Teppichen waren die Brüstangen der Balkone behangen und die große Halle und das Treppenhaus mit den großen Orangertent mis den Gewächshäusern geschmückt. In den Ntschen stan bett foftbare Basen Meißner Porzellans mitt blühenden Blumen.
K& ortsegung folgt.)


