Einzelbild herunterladen

t, viel

en.

einigen entlid htsvers taaten.

Ueber n Taft

genhet. Spredt mit der ß Ihr

inferes

t mal

5 Mil

It.

Liffa ebende belagt:

ife, in immer g aller

blit iff

an den Aus

erf an

betont t habe,

über

ihrer rf des

Canstal Den tit.

Silber, Obera

ner so­Mionen alt der Berten: schloß sgaben

einem

wischen

Algier

g, der eht von Diens worden. rtemon Schüt

rofessor in die Spurlos

r eines

chat in

ift in

dinburg

Fersonen

Händler

anderer

vohlfein

abe un­

es der

Maffen­

Straßen­n einem

# wur

en oder

waltung

delt, ob Sen grö­

tiftifchen

öße der

Bevöl

cum von

She geht,

ich schon

on über

haben in

merndem

und ver

nit Bal

ern und

caße, ein

elt, dicht

und am

ütten

ge, breite

es bildet,

tatt Aeh­

annen be

ter einen

efe Stille

gen Töne

Ind, bald

Liftiche

vie Jubel

fann fich

ben, aber

mmer fab

über Gee

horchen;

ten unter

Stizzenbud

jener

enem ein

7 Tannens

Stige, welt

ben wuchs

ine fleine

Don Wein tf.folgt.)

den kleinen Landstädten bis zu 2000 Einwohnern nur 125, in den Großstädten von über 100 000 Einwohnern 273 Per­fonen über 900 Mart Einkommen; dagegen in Kleinstädten 67, in Großstädten nur 39 über 6000 Mark Vermögen. Die Möglichkeit, in den Genuß eines Einkommens von über 900 Mark zu gelangen, wächst mit steigender Größenklasse der Städte; te größer eine Stadt ist, um so entwickelter sind Industrie und Handel, die wegen der verhältnismäßig ho= hen Löhne und Gehälter gerade auf die arbeitsfähigen und erwerbslustigen Volksschichten eine besondere Anziehungs­fraft auszuüben pflegen. Einigermaßen ausgleichend wirkt freilich der Umstand, daß der Gebrauchswert des Geldes in tleineren Städten höher ist als in größeren, wenngleich manche wichtige Lebensbedürfnisse in kleineren Orten teu­rer zu bestreiten sind als in großen.

Aus den Gerichtssälen.

Ein Riesenbetrugsprozeß begann am Dienstag vor der 4. Straffammer des Landgerichts I Berlin, in welchem fünf Angeklagte des Betruges beschuldigt werden. In dem Prozeß sind sechs Verteidiger tätig und 230 Beugen geladen. Für die Verhandlung sind drei Wochen in Aussicht ge­nommen. Die Angeklagten waren als Weinreisende tätig und haben die von ihnen vertretenen Firmen um die Provisionen beschwindelt. In erster Reihe find italienische und deutsche Weinfirmen um etwa 400 000 Mart betrogen worden.

Ein Prozeß, der besonders kaufmännische Kreise inter­effieren wird, ist soeben durch das preußische Kammerge­richt entschieden worden. Der Regierungspräsident von Hannover hatte eine Verfügung erlassen, nach der Aus­verkäufe bei der Handelskammer angemeldet werden müs­sen. Ein Kaufmann hatte es zur Klage kommen lassen und war in den ersten beiden Instanzen verurteilt worden. Das Kammergericht hat aber jetzt die Bestimmung für uns gültig erklärt.

Ein interessanter Brandstiftungsprozeß wurde am Montag vor dem Potsdamer Schwurgericht verhandelt; es handelte sich um den seltenen Fall, daß ein Feuerwehrhor­nist, der tatendurstig war, zum Brandstifter wurde, nur um seiner Lust, sich in Uniform zu zeigen, zu fröhnen und seine Gewandtheit bei Löschaktionen zu beweisen. Angeklagt war der 20jährige Gärtnergehilfe Hans Neumann aus Born­städt wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Am Palmsonntag zündete Neumann, dessen Vater der Nachbar eines Gast­wirts ist, einen unter der Bühne des Tanzsaals liegenden Reisighaufen au, stürzte dann nach Hause, nachdem er zu nächst die Flammen erstickt hatte, warf sich in Uniform und blies den Feueralarm; dann beteiligte er sich noch am Ab­dämpfen des schwelenden Gebälks. Kurz vorher hatte Neu­mann die Feuerwehr nach einem Nachbarort geschickt, wo angeblich eine Scheune des Schulzen in Flammen stehen sollte; da die Feuerwehren dem ersten Alarm nicht Folge geben wollten, gab sich Neumann telephonisch als Kreis­brandmeister aus und erklärte am Telephon, er verlange, daß binnen einer halben Stunde die Wehren ausrückten und sich dort beim Schulzen meldeten. Im Verhör er­flärte der geständige Angeklagte u. a., daß er bloß mal blasen und in seiner schönen Uniform hätte ausrücken wol­len; er ist noch nicht vorbestraft; früher war er Laborato­rtumsdiener und dann Laufbursche in der Charlottenburger Stadtküche, in beiden Stellungen war sein Hang zur Ruhm­rebigkeit aufgefallen. Der Wahrspruch der Geschworenen lantete auf schuldig der Brandstiftung, und zwar der In­brandsehung von Brennmaterial unter Zubilligung mil­dernder Umstände. Der Staatsanwalt beantragte hierauf neun Monate Gefängis unter Anrechnung von zwei Mo­naten auf die Untersuchungshaft. Das Gericht erkannte dem Antrage gemäß.

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

Neues von der Wirkung alkoholischer Getränke. Ein Amerikaner C. C. Whitney, glaubt jetzt durch Versuche fest­gestellt zu haben, daß zwar der Alkohol auf die lebende Materie einen gewissen schädlichen Einfluß ausübt, daß aber die Giftwirkung der verschiedenen alkoholischen Ge­tränke durchaus nicht immer im Verhältnis zu ihrem Alto­holgehalt steht. Seine Experimente, über die in der Um­schau" berichtet wird, machte Whitney an Rädertteren, den bekannten mikroskopischen Bewohnern unserer süßen Ge­wäffer. Die Höhe des Alkoholprozentsatzes, unter dessen Einfluß die Weibchen noch normale Junge zu produzieren vermochten, wurde festgestellt. Bei Flüssigkeiten mit so ziemlich dem gleichen Alkoholgehalt wie Apfelwein und Bier ergaben sich erhebliche Unterschiede. Die Giftwir­fung des Apfelweins überwog die des Bieres um ein be= trächtliches. Und Flüssigkeiten mit niedrigem Alkoholge­halt wirkten unter Umständen viel giftiger als solche mit relativ starkem Alkoholgehalt. Das Ergebnis war: als die giftigsten der alkoholischen Getränke stehen die Weine in erster Rethe, darauf folgen malzhaltige Getränke und endlich als relativ am harmlosesten, destillierte Flüssigkei­ten. Von allen untersuchten Flüssigkeiten wirkte der reine Alkohol verhältnismäßig am wenigsten nachteilig. Das fönnte aber nie der Fall sein, wenn wir im Alkohol selbst das einzige Gift der alkoholischen Getränke zu suchen hätten.

Vermischtes.

Unterseefahrt des Kaisers? Wie die in Marinesachen gewöhnlich sehr gut informierten Kieler Neuesten Nach­richten" melden, will der Kaiser während seines Aufent­haltes in Kiel an der Fahrt eines Unterseebootes tell­nehmen. Führer soll der Kapitänleutnant Kahle sein. Die Meldung wurde unter allem Vorbehalt wiedergegeben. Im Reichsmarineamt ist von einer Unterseebootfahrt des Kaisers nichts bekannt.

Zur Entführung des Jenaer Ingenieurs Richter. Einer Meldung der Zeitung Hakikat" in Konstantinopel zufolge ist die Entführung Richters auf Anlaß des grie­chischen Komitees geschehen, damit die deutsche Politik so­wie die öffentliche Meinung in Deutschland gegen die Tür­fet Stellung nehmen soll. Es sei festgestellt, so schreibt das Blatt, daß die Räuber aus Kalbaka i Griechenland stammen und nur zu diesem Zwecke nach Saloniki gekom­men seien und die Entführung geplant hätten. Wahr­scheinlich soll das Lösegeld an die Griechen in Saloniki ab­gegeben werden.

Die Rache der Spatzen. Ein Leser eines Hagener Blattes erzählt seiner Zeitung: Ein Meisenpaar hatte in meinem Garten in einer Nisthöhle an einem Obstbaume feine Wohnung aufgeschlagen, die ihm ein Spazenpaar Streitig machen wollte. Oft tobte um den Nistplag ein heißer Kampf zwischen Spatzen und Meisen, bis es endlich auffallend still an dem Baume ward. Bei näherem Zu­sehen fand ich jetzt, daß das Nest zugebaut war. Ich öffnete die Nisthöhle und fand darin die Meisenmutter mit ihren brei Jungen tot vor. Die Spazen hatten ihre Gegnerin lebendig eingemauert. Die dreisten Burschen mögen dies wohl von den Schwalben gelernt haben, die ihnen auf dieselbe Weise den Raub ihrer im Herbst verlassenen Woh­nungen vergelten.

Todesstrafe nach 11. In den amerikanischen Unions­taaten Nevada und fann ein zum Tode Verurteilter wischen dem Galgen und der Füsilade wählen. Und es ist

Statistisch nachgewiesen, daß die meisten dem Erschossenwer­den den Vorzug geben. In Utah geschieht das Füsilieren auf merkwürdige Art: In einem Gefänignishof zu Salt­Lake- City stehen auf einem Schutzdach fünf ausgezeichnete Schützen; vor ihnen hängt ein Vorhang mit fünf Löchern, die so groß sind, daß sie den Gewehrlauf hindurchstecken und zielen können. Der Verurteilte sitzt dem Vorhang ge­genüber, in einer Entfernung von sechs oder sieben Meter, auf einem Stuhl gefesselt und mit verbundenen Augen. Ein Arzt bestimmt genau, wo das Herz des Delinquenten liegt und bezeichnet die Stelle durch ein Stückchen Papier, das er mit einer Nadel an die Jacke des Verurteilten hef­tet. Und die fünf Schützen richten ihre Gewehre auf die­ses Stückchen Papier. Damit die Urteilvollstrecker die Jl­lusion haben, daß sie nicht gemeine Henker sind, wird von den fünf Gewehren eines nur mit Pulver geladen, und feder der Schützen kann sich dann einreden, daß der unschäd liche Schuß der von ihm abgefeuerte gewesen sei. So fann sein Gewissen vollständig ruhig sein.

ten, in denen fie faum eine Stunde au fingen hatte, be trugen ihre Einnahmen mehr als 80 000 Mart, und ein mal wurden ihr sogar für zwei Lieder 20 000 Mark bezahlt. Bedenken gegen die Elektrisierung

des gesamten Eisenbahnsystems erhebt die Volkswirtsch. Korr." in einem Artikel, in dem fie folgendes ausführt: Eine gleiche Betriebssicherheit auf einem System, das von einer oder mehreren Stromquel len über Luftleitungen, Kabel und Transformatoren hin weg alle im Betriebe befindlichen Lokomotiven speist, au ers reichen, wie bei einzelnen, nur auf sich selbst angewiesenen Dampflokomotiver die Dampfmaschine ist noch heute hin fichtlich Betriebssicherheit unerreicht wird wohl ein schö-, ner Traum bleiben müssen. Eine Dampflokomotive wird noch bei recht erheblichen Defekten den Zug bis zur nächsten Lokomotivstation fahren tönnen, was bei Störungen außer halb der Lokomotive, beti elektrischem Betrieb nicht mög lich ist; auch der Umfang der Störung ist bei Defekten der elektrischen Anlage oder Leitung nicht auf den einzelnen Zug beschränkt, sondern umfaßt alle auf der betreffenden Strecke befindlichen Züge. Von den Störungen der für den Sicherheitsdienst erforderlichen Schwachstromleitungen und Signalapparate durch den hochgespannten Wechselstrom zu reden. scheint fast ängstlich bisher vermieden zu sein. Hier würden noch ganz erhebliche und kostspielige Aen­derungen bevorstehen. Die Beleuchtung der Fahrzeuge mit 15periodischem Wech'elstrom, zumal bei den starken Span­nungsschwankungen im Netz, ist auch noch eine ungelöste Aufgabe. Man hat auf einigen elektrischen Lokomotiven für Beleuchtungszwede eigene Umformerstationen instal fiert. An Reparaturkosten will man nennenswerte Er­sparnisse bei elektrischem Betriebe erzielen. Ob die In­standhaltung der Motoren mit ihren Ankern und funfen­den Kommutatoren, der Schüßen, des Transformators, des Potenzialreglers, der verschiedenen Schallantriebe, des Laufwerkes und des Rahmens wirklich geringer sind, als die einer Dampflokomotive, muß erst erwiesen werden. Schließlich set noch auf das Interesse unserer Landes­verteidigung hingewiesen. Bei der Gelektrisierung soll die unbeschränkt unabhängige, als einzelnes Ganzes jederzeit voll arbeitsfähige Dampflokomotive ersetzt wer den durch Lokomotiven, die ihre Kraft aus einzelnen, in der Zahl möglichst beschränkten Kraftwerken über Kabel, Luftleitungen und Transformatorenstationen erhalten. Man sollte meinen, solche Vermehrung der Angriffs­punkte, die sich einer dauernden Ueberwachung schon zu Friedenszeiten entziehen, müsse bei Aufständen und Streifs schon recht verhängnisvoll werden können, ganz zu schwei­gen von der hierdurch bedingten Gefährdung des gesamten Aufmarsches im Mobilmachungsfalle. Auch bei höchster Wirtschaftlichkeit sollte die Elefirisierung bedeutender Fern bahnstrecken selbst im Innern Deutschlands so lange un­möglich bleiben. bis durch Tarif, Schiedsgerichtsverträge usw. die Möglichkeit des gewaltsamen Ausgleiches nationa­ler, politischer und wirtschaftlicher Spannungen für im­mer gebannt ist.

Die Heringsfangzeit beginnt. In den letzten Wochen war man in den Zentren der deutschen großen Herings­fischerei eifrig beschäftigt, die Fangfahrzeuge, die sogenann­ten Logger, instand zu setzen, Inventar und Netze zu re­vidieren oder wie der Seemann sagt, zu ,, überholen", und alles vorzubereiten für die im Juni beginnende Saison. An der Wasserfante macht man einen Unterschied zwischen Hochseefischerei" und Heringsfischerei". Auch die letztere ist Hochseefischerei, indessen versteht man an der Küste un­ter Hochseefischerei speziell die Fischerei auf die Sorten außer dem Hering. Hamburg, Altona, Curhaven, Norden­ham, Bremerhaven und Geestemünde sind die Zentren die­ser Hochseefischerei im engeren Sinne. Die Heringsfischerei, die von Emden, Leer, Vegesad, Elsfleth, Brake, Norden­ham, Bremerhaven, Geestemünde und Glücksstadt aus be­trieben wird, arbeitet mit ganz anderen Netzen und bear­beitet den Fang ganz anders; während die Hochseefischerei im engeren Sinne ihren Fang geschlachtet und aufs Eis gelegt an den Hafen bringt, von wo er ins Binnenland versandt wird, werden die Heringe sofort an Bord gesalzen und in Fässer, die sogenannten Rantjes, gepackt. Ebenso wie die Hochseefischerei im engeren Sinne wäre auch die große Heringsfischerei Deutschlands noch sehr ausdehnungs­fähig, wird doch erst der kleinste Teil der Heringe, die in Deutschland verzehrt werden, von deutschen Schiffen ge= fangen! Im letzten Winter sind erfreulicherweise etwa 20 Heringslogger neu gebaut worden; die einer Geestemün­dener Aktiengesellschaft werden mit drahtloser Telegraphie ausgerüstet werden, nachdem Versuche im vorigen Jahre dazu ermutigt hatten. Interessant ist, daß die Besazung der Heringslogger zum Teil aus Binnenländern- Lip­pern und Westfälingern besteht, die im Winter zu Hause sizen und von Juni bis November auf den Herings­loggern fahren.

-

Der Streit der Seelente. Die Cunard Dampfschiff­fahrtsgesellschaft in London hat den Seeleuten, Hetzern und Stewards eine Lohnerhöhung von zehn Schilling zu­gestanden. Drei andere Linien haben ähnliche Zugeständ­nisse gemacht. Soweit die großen atlantischen Linien in Frage kommen besteht jetzt Aussicht auf eine baldige Bei­legung des Ausstandes. Der Präsident der internationa­Ien Transportarbeitervereinigung erklärte in einer Ver­sammlung, er set der Ansicht, daß die vorgeschlagenen Be­dingungen angenommen werden sollten.

Verwegener Bankraub am hellen Tage. In ein Bank­haus in Petersburg drancen am Dienstag in der Mittags­stunde mehrere maskierte Räuber ein, streckten den dort postierten Schußmann durch einen Schuß nieder, töteten den Direktor und verwundeten mehrere Beamte. Dann sprengten sie die Kassentür auf und raubten 45 000 Rubel. Die Räuber verschwanden dann unbehelligt. Das zahlreich anwesende Publikum war vor Schreck wie gelähmt und außerstande, die Verbrecher zu verfolgen.

Schwere Unwetter haben im bayerischen Alpengebiet große Verheerungen angerichtet, besonders am Plansee und im Ammerwaldgebiet. Wiesen und Felder sind vom Hagel derart verwüstet, daß sie wie gewalzt aussehen. Die Hagel­förner waren bis 100 Gramin schwer. Der Neuschnee in den Bergen geht fast bis in die Täler hinunter. Auf dem Wege zum Schröckenpaß wurde eine Frau erfroren aufge­funden. Viele Personen wurden durch den Hagel und Blitz­schläge verletzt. Auch Ueberschwemmungen werden gemeldet. Da der Regen in den Bergen anhält, tst wetteres Hoch­wasser zu befürchten.

Ein Familiendrama. Der ledige 48fährige Kauf­mann und Gastwirt Heinrich Kolb in Mainz, der in der Rentengasse zwei Häuser besitzt und die Wirtschaft Bur Muckerhöhle" mit seiner alten Mutter betreibt, geriet in den letzten Jahren ohne sein Verschulden in schlechte Ver­mögensverhältnisse. Das trieb ihn in der verflossenen Nacht zum Selbstmord; er legte sich auf die Erde und at­mete durch einen Gummischlauch Gas ein. Heute morgen wurde er tot aufgefunden. In einem hinterlassenen Schret­ben an seine alte Mutter gab er dieser den Rat, wenn ste thm in den Tod nachfolgen wollte, aus einem näher bezeichneten Fläschchen Lysol zu trinken. Die alte Frau befolgte den Rat ihres Sohnes. Sie trank von der Flüs figfett, erbrach das Gift aber sofort. Sie wurde ins Hospi tal verbracht und konnte so gerettet werden.

Eine Gesellschaft zur Reform der Männerkleidung ist, um einem tiefgefühlten Bedürfnis" abzuhelfen, in Berlin gegründet worden. Die Gesellschaft erklärt die heutige Männerkleidung für unpraktisch, unschön und unhygienisch. Sie sieht insbesondere im Ersatz der langen Beinkleider durch die Kntehose und in einer einfachen, blusen- oder toppenähnlichen Bekleidung des Oberkörpers( anstelle des heutigen komplizierten Aufbaues von Rod und Weste mit Stärkwäsche darunter) die Grundlagen fünftiger Reform­kleidung. Der neuen Bewegung haben sich bereits im vor­bereitenden Stadium etwa 70 Herren aus allen Berufs­freisen angeschlossen. Zur Leitung der Geschäfte ist einst­weilen ein provisorisches Komitee eingesetzt worden. Vielleicht machen die Herren des Komitees einmal erst am eigenen Leibe mit ihrer Reform den Anfang.

Wie man 40 000 Mark in einer Minute verdient. Etne englische Bettschrift gibt eine Zusammenstellung von Fällen, in denen auch außerhalb der Börse und ohne einen Ein­satz an Geld in einer Minute 40 000 Mart, ja bisweilen noch viel mehr regelrecht verdient worden sind. In erster Linie sind hier die Jodeis zu nennen. Als z. B. im Jahre 1868 Bluegown das Derby gewann, verdiente der Jocket John Wells für diesen Ritt von drei Minuten 120 000 Mart, also 40 000 Mart in der Minute. Der Jockei Daley, der seinerzeit Hermit" zum Derbysiege lenkte, erhielt einen Scheck von 60 000 Mart, wurde also mit 20 000 Mark für dte Minute bezahlt, und als Job Marson das blaue Band gewann, konnte er seinent Bankkonto 40 000 Mart gut­schreiben laffen. Im Vergleich mit diesen Augenblidsver­diensten müssen die berühmten Sänger zurückstehen, wie hoch ihre Einnahmen auch sein mögen. Die Patti, deren Herrliche Stimme mehr als einmal mit einer Goldmine ver­glichen worden ist, hat sich alles in allem ein Vermögen von 20 Millionen ersungen, und während einer amerika­nischen Gastspielreise erhielt fte für jedes Konzert eine feste Summe von 20 000 Mart und dazu noch die Hälfte der Ein­nahmen, die 30 000 Mark überstiegen. Bei vielen Konzer­

Drabtnachrichten und neuestes.

Der Kaiser auf der Kieler Woche. ned Brunsbüttel, 21. Juni. Der Kaiser begab sich gegen 8 Uhr an Bord der Amerika" von der Hamburg­Amerifa- Linie, wo er von den Hamburger Bürgermeistern empfangen wurde. Zunächst wurde die Preisverteilung aus Anlaß der Wettfahrten des Norddeutschen Regatta vereins vorgenommen, wobei der Kaiser für den Meteor als Staatspreis von Hamburg einen goldenen Tafelauf sah erhielt. Dann fand ein Frühstück statt, wobei der Hamburger Bürgermeister Burchard eine Ansprache hielt auf welche der Kaiser erwiderte.

Der Abschluß einer traurigen Ehe.

Berlin, 21. Juni. Der im Hause Blumenstraße 54 wohnende Zuschneider Kummer hat gestern abend seine zehn Jahre jüngere Frau zu ermorden versucht und durch fünf Messerstiche schwer verletzt. Der Täter wurde verhaftet. Das Paar war erst seit einem halben Jahre verheiratet, lebte aber bereits von einander getrennt. Summer hat die Tat begangen, weil die Frau sich weigerte, zu ihm zurückzukehren.

Zweimal zum Tode verurteilt.

Hirschberg, 21. Junt. Das hiefiae Schwurgericht verurteilte den Schneide Maatz aus Birngrüß, der im Februar d. J. zwei allein lebende alte Frauen ermordet und beraubt hatte, zweimal zum Tode. Seine Schwägerin wurde wegen Beihilfe zu schwerem Naube zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt.

Expräsident Diaz in Europa.

Paris. 21. Juni. Der frühere Präsident von Mexiko Porfirio Diaz ist gestern abend hier eingetroffen. Verheerungen durch einen Orfan in Japan.

Tokio, 21. Juni. In den Küstengebieten Japans hat ein Orfan große Verheerungen angerichtet. In den Hafenstädten sind fünfzehn Personen ertrunken. Auch der angerichtete Sachschaden ist sehr groß.

Bandel und Verkebr.

Frankfurt, 19. Juni. Viehmarftspreise vom 19. Junt. Preise für 1 Zentner: Rinder: A. Ochsen. a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes höchstens 7 Jahre alt ( Lebendgewicht) 52-57 M,( Schlachtgewicht) 95-98 Mb) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ansgemästete ( Lebendgew.) 46-51 M,( Schlachtgew.) 83-93 M. c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere( Lebendgew.) 41-45 M, ( Schlachtgew.) 75-83 M. B. Bullen. a) vollfleischige, aus­gewachsene höchsten Schlachtwertes( Lebendgem.) 47-51 M, ( Schlachtgew.) 78-85 M, 6) vollfleischige, jüngere( Lebend­gem.) 40-43 M.( Schlachtgew.) 66-71 M. C. Färsen und Kühe. a) vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlacht­wertes( Lebendgem.) 44-50 M,( Schlachtgew.) 79-89 M, 6) vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren( Lebendgew.) 44-47 M,( Schlachtgew.) 82-84 Mart, c) 1. wenig gut entwickelte Färsen( Lebendgem.) 36 bis 43 M,( Schlachtgem.) 77-83 M. do. 2. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwidelte jüngere Kühe( Lebendaew.) 36-48 M,( Schlachtgew.) 67-68 M, d) mäßig genährte Kühe und Färsen( Lebendgem.) 30-35 M,( Schlachtgem.) 60-70 M, e) gering genährte Kühe und Färsen( Lebenögem.) 24-29 M, ( Schlachtgew.) 55-66 M. Kälber. a) feinste Mast-( Vollm. Mast) und beste Saugfälber( Lebendgew.) 58-62 M, ( Schlachtgem.) 6-103 M, b) mittlere Mast- und gute Saug­fälber( Lebendgem.) 53-57 M,( Schlachtgew.) 90-97 M, c) geringe Saugfälber( Lebendgem.) 48-52 M,( Schlachtgew.) 81-88 M. Schafe. A. Stallmastscafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthämmel( Lebendgem.) 41-42 M,( Schlachtgew.) 86-88 M, 5) ältere Masthämmel und gut genährte Schafe ( Lebendgew.) 35 M,( Schlachtgew.) 83 M. Schweine. a) vollfleischige Schweine von 80-100 g. Lebendgewicht( Re­bendgew.) 47-49 M,( Schlachtgew.) 61-63 M, 6) voll­fleischige Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgew.( Le= bendgew.) 47-47½ M,( Schlachtgew.) 60-61 M, c) voll­fleischige Schweine von 100 bis 120 Kilogramm Lebendgew. ( Lebendgew.) 47-49 M,( Schlachtgew.) 59-61 M, 5) voll­fleischige Schweine von 120-150 Kilogramm Lebendgem ( Lebendgew.) 47-49 M,( Schlachtgew.) 58-60 M.