Der Reichshaushalt 1912.
Die Nordd. Alla. 8ta." veröffentlicht die angekün digten Auszüge aus dem Reichshaushalt 1912. Der Fehlbetrag des Jahres 1909 hat am Schlusse des Rechnungsjahres 1910 nur noch 5 233 225 M. betragen, die 1911 getilgt werden. Die durch den Etat für 1911 darüber hinaus berettgestellten 34 543 904 M. sollen nach dem Etatsgefeß zur Abbürdung der für gestundete Matrikularbeiträge und frühere Fehlbeträge begebenen Anleihe verwendet werden. Der ordentliche Etat schließt in Einnahme und Ausgabe mit 2 684 890 367 M. Es ergibt sich. daß der neue Etat tatsächlich ein Mehr von 140 568 819 M. bringt. Die Mehrerträge aus den bestehenden Zöllen, Steuern und Gebühren sowie den Ausgleichungsbeträgen dafür sind auf 78 073 672 M.
angenommen.
Die Ueberschüsse im ordentlichen Etat find veranschlagt: bei der Reichs post auf 89 013 929 Mark, d. t. gegenüber 1911 mehr 17 448 714 M.; bet der Reichsdrderei auf 3 138 347 M, das ist weniger 549 844 M.; bet der Eisenbahnverwaltung auf 23 575 149 M., das ist mehr 4 807 654 M. Aus dem Bankwesen werden erwartet 15 938 000 M das ist gegen 1911 mehr 348 000 M. Der Reichsinvaliden= fonds ist aufgezehrt. Die ungedeckten Matriku= Iarbeiträge sind nach dem Sabe von 80 für den Kopf der Bevölkerung von 1910 auf 51 949 794 M. bemessen. Die im Vorjahre in einem besonderen Etat ausgebrachten Kosten der Heeresverstärkung aus Anlaß des Friedenspräsenzgesetzes von 1911 sind in den allgemeinen Etat der Verwaltung des Reichsheeres eingestellt. Der Etat bringt zum erstenmal Aus= gaben für die Hinterbliebenenversiche= rung, deren eine entsprechende Einnahme aus den Hinterbliebenenversicherungsfonds gegenübersteht. Der Bestand des Hinterbliebenenversicherungsfonds Wertpapieren beläuft sich nach dem Stande vom 16. Oftober 1911 auf 51 817 600 M.( Nennwert).
Die Reichsschuld
an
stellung der Ergebnisse der Hauptwahl erfolgt am 16. Januar.
Der Plan eines deutschen Wehrvereins geht jetzt feiner Vollendung entgegen. General Keim erläßt etnen Aufruf, in dem er die Gründe darlegt, die nach setner Ansicht die Errichtung eines solchen Vereins, analog dem Flottenverein, erforderlich machen. General Keim geht von der politischen Lage der lenten Zeit aus, dann wendet er sich gegen die Bestrebung internationa= ler Verbrüderung, deren Organisationen er ein Ge= gengewicht schaffen will. Des weiteren bemängelt der Aufruf die Lücken der letzten Militärvorlage, vergleicht die finanziellen wie persönlichen Opfer, die Frankreich bringt, mit denen Deutschlands und stellt fest, daß im Beurlaubtenstande bet uns in den letzten Jahren rund nur 355 000 Mann gegen 615- bezw. 660 000 Mann in Frankreich zu Uebungen eingezogen würden. Als weitere Forderung bezeichnet der Aufruf die Ausdehnung der Dienstpflicht der Erfabreferve; auch verlangt er Abhilfe gegen die Ueberalterung des Offtzterkorps. Der Wehrverein soll, so heißt es am Schluß, alle Kreise und alle Schichten unseres Volkes ohne Unterschied der Partei und der Konfession umfassen und fein einseitiges militärisches Gepräge aufweisen.
betrug Ende 1910 4 934 201 000 M. Die Schuld hat sich bis zum 30. September 1911 nominell vermindert um 108 160 400 M. Außerdem find am 1. Oktober 1911 von den an diesem Tage fällig gewordenen verzinslichen Schabanweisungen von 1908 im Gesamtbetrag von 100 Min. M 40 Min. M. bar eingelöst worden. Die Gesamtanleihekredite beltefen sich am 30. September 1911 auf 4 981 992 914,85 M. Mithin blieb ein offener Kredit von 292 826 368,76 M.
Aus dem Etat für die Schutzgebiete weiß die„ Nordd. Allg. 3tg." noch folgendes mitzuteilen: Die eigenen Einnahmen der Schutzgebiete sind insge= famt um 4 192 693 gestiegen. Togo und Samoa bedürfen feines Reichszuschusses. Die Reichszuschüsse für die übrigen Schutzgebiete belaufen sich zusammen auf 28 596 406 M., das sind 2 860 655 M. mehr als im Vorjahre. Dagegen tragen die Schutzgebiete zur Verzinsung und Tilgung der Reichsanleihe 243 732 A. mehr als im Rechnungsjahre 1911 bet. Die Schugge= btetsschuld betrug Ende 1910 98 175 000... hierbet waren an offenen Krediten noch vorhanden 417 721 M. tir 1911 ist ein Anleihekredit bewilligt von 38 850 847 Mart. Weiter treten durch den Etat von 1912 hinzu 84 037 029 M. Die Schußgebietsschuld könnte also im Rechnungsjahre 1912 einen Höchststand erreichen von rund 171 480 597 M
Mit der Veröffentlichung des Reichsbaushaltsetats fitr 1912 foll dem schwarz- blauen Block" fein Wahl= dienst geleistet werden. Das stellt die„ Nordd. Allgem. 3tg." ausdrücklich fest, indem sie schreibt:„ Der Bundesrat hat aus zwingenden geschäftlichen Gründen vor Weihnachten über den Etat Beschluß gefaßt, und es entspricht dem Brauche, der unter dem Beifall der gesamten Presse seit mehreren Jahren befolat ist, daß nunmehr ohne Verzug der ganze Inhalt des Entwurfs nach einheitlichen Grundsäßen publiziert wird, sonst würde dte Presse wiederum auf die verstreuten und widerspruchsvoller Angaben angewiesen sein, über die so oft geklagt worden ist. Die von einigen Seiten vertretene Annahme, daß mit der Veröffentlichung im gegebenen Augenblick besondere Zwecke verfolgt würden, ist also ohne Berechtigung. Man wird nicht erwarten dürfen, daß dem deutschen Bolke das Ergebnis der Beschlüsse des Bundesrats um deswillen vorenthalten wird, well die Wahler bevorstehen."
Die Wilhelmshavener Sensation. Seit einigen Tagen machen einige Mitteilungen, dte dte Rhein. Weftf. 3tg." angeblia) aus Offiztersfretsen erhalten haben will, die Runde durch die Bresse, die so phantastisch und unglaubwürdig sind, daß wir von einer Wiedergabe überhaupt abgesehen haben. Jeßt nimmt man aber offiziös zu ihnen in folgender Weise Stellung:
neten Welter und Mark mit einer Hundepeltsche mehrere Schläge ins Gesicht.
Kleine Nachrichten.
Der neugeborene vierte Sohn des Kronprinzens paares ist der erste Berliner Junge in der Kronprin zenfamilie. Sein ältester Bruder, Prinz Wilhelm, ist am 4. Juli 1906 im Marmorpalais in Potsdam geboren, der zweite Brinz, Louis Ferdinand, am 9. Novem ber 1907 und der dritte Prinz, Hubertus, am 30. September 1909, ebenfalls im Marmorpalais.
Die militärischen Luftflotten der Welt haben folgenden Bestand: Das deutsche Heer verfügt über 9 Luftfchiffe, ungefähr 20 Flugzeuge und 50 Offizterflieger. Das französische Seer hat 2 brauchbare Luftschiffe. 65 Flugzeuge und 120 Offizierflieger. Das österreichische Heer hat 3 Luftschiffe. 4 Flugzeuge und 10 Fliegeroffiztere. Rußland verfügt über 4 Militärluftschiffe, 6 Flugzeuge und 8 Offizterflieger, die zum Teil eigene Flugzeuge befizen. Die einzelnen Länder haben zum Teil noch eine weit größere Anzahl von Luftschiffen aufzuweisen, da sowohl die hier genannten Luftschiffe mie die Offizterflieger nur einen Tell der gesamten Luftflotte der einzelnen Länder bilden.
In der deutschen Presse wird eine aus einer rhelnischen Zeitung stammende Nachricht vielfach abgedruckt, wonach in Wilhelmshaven eine Verschwörerbande entdeckt worden set, die beabsichtigt habe, einer fremden Macht die Pläne zu den Hafenschleusen zur Sprengung im Kriegsfalle auszuliefern. Die deutsche Hochseeflotte hätte sich, um jeder möglichen Gefahr zu begegnen, wochenlang außerhalb des Hafens aufgehalten. Diese Nachrichten sind, wie uns von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, fret erfunden. Richtig ist nur, daß in WilhelmsHaven mehrere Schußleute und ein aktiver Angehörtger der Martne auf Grund sehr starken Verdachts, Spionage getrieben zu haben, verhaftet worden sind. Sie haben versucht, Abschriften eines wichtigen Gehetmbuchs an eine fremde Macht zu liefern.
Rundschau Dom Cage.
Politisches
Fener in einem Briefkasten. Eine überraschende Entdeckung wurde in der Mühlenstraße zu Pankow bet Berlin gemacht. Aus einem Briefkasten drang plößlich Qualm. Als kurz darauf ein Postbeamter kam und den Kasten leeren wollte, stellte es sich heraus, daß es darin brannte. Die Briefschaften waren fast sämtlich verbrannt oder versengt. Auf welche Weise das Feuer entstanden, konnte nicht ermittelt werden.
Einen Scherz mit dem Tode gebüßt. Auf dem Heimwege von einem Ausfluge trennte sich in Münster ein junger Handlungsgehilfe vom Arme seiner Begleiterin und sprang, um diese zu erschrecken, auf den Bahnförper. In diesem Augenblick kam ein Zug herangebrauft. Die Lokomotive erfaßte den jungen Mann, der vor den Augen seiner Begleiterin und der übrigen Gesellschaft getötet wurde.
Freundschaftsbeweise nach dem Marokkoabkommen. Der französische Ministerpräsident Caillaur hatte am Dienstag eine lange Unterredung mit dem augenblicklich in Berlin wellenden Botschafter am Berliner Hofe, Jules Combon. In maßgebenden reifen verlautete nach einer Bartser Melduna. daß Cambon wichtige Instruktionen zur Herbeiführuna freundschaftlicher deutsch- franzöfifcher Beziehungen erhalten habe.- Aus London meldet der Draht: In informierten Kreisen will man wissen, daß Unterhandlungen zwischen London und Berlin zum Zweck einer Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm und dem König von England im Laufe des Sommers herbetzuführen gepflogen werden.
Ms Termin für die Reichstagsstichwahlen ist der 25. Januar in Aussicht genommen. Die amtliche Fest
( Schluß.)
Aus Eifersucht.
Roman von Mar Hoffmann.
Naub im D- 3uge. Im D- Bug Berlin- Breslau schlich sich ein Schneidergeselle in den Gepäckwagen und entwendete einen Breslauer Postsack. Er wurde an= deren Tages auf dem Postamt in Breslau verhaftet, als er den Betrag einer gestohlenen Postarweisung erhe= ben wollte.
Alles rüstet. Der Vorsitzende der russischen Landesverteidigungskommission äußerte einem Berichterstatter gegenüber, es werde sich eine Dumamehrheit zur Bewilligung der notwendigen Mittel zur Neugestaltung der Schwarzenmeer- und baltischen Flotte finden, um so mehr, als das Verhältnis Rußlands zum nahen Often unbedingt eine Erhöhung des Schuzes und der Achtsamkeit erfordere.
Der Zorn darüber fraß alles wetche Gefühl für sie in mir auf und verwandelte es in harte Rachfucht. So dachte ich damals. Jetzt aber weiß ich's beffer, was sich in mir regte: Es war Eifersucht. Ja, ntemand sollte sie nach dem Tode ihres Gatten besitzen, wenn ich es nicht sein konnte. Das war's."
" Noch eins:„ Von wem erhielten Sie die Depesche?" „ Von Moreno, der in derselben Nacht mit seinem geringen Gepäck vom Bahnhof abfuhr und mir etwas Geld nach einen verabredeten Postbüro fandte."
Von einem Bären lebensgefährlich verlegt. In Urbach bet Cöln wurden den Schulkindern von herum= ziehenden Leuten wilde Tiere, unter anderem auch ein Bär, gezeigt. Ein Schüler wurde von seinen Kameraden gegen den Bären gestoßen. worauf das gereizte Tter ihn fest umflammerte. Die beiden Lehrer und Mitglieder der Bande versuchten, den Jungen zu be= freien, aber das Tier schlug den Knaben zu Boden und verlegte ihn lebensgefährlich.
Kollidiebstähle auf dem Gölner Güterbahnhof. Von den Eisenbahnbeamten, die unter dem Verdacht stehen, Kollidiebstähle ausgeführt zu haben, sind zwet weitere Bahnarbeiter festgenommen worden. Eine Menge gestohlenen Gutes wurde bei der Haussuchung beschlagnabmt.
Brandkatastrophe in Chicago. Der Brand eines Bureaugebäudes bedrohte die benachbarten Hotels, darunter den Katserhof, dessen tausend Gäste in wilder Banik flohen.
Drei Bersonen vom Zuge überfahren und ge= tötet. Auf der Strecke Clermont- Lepuy in Frankreich überfuhr ein Güterzuo zwet Frauen und ein junges Mädchen, die das Bahnglets betreten hatten. Die Lotomoitve erfaßte die dret Frauen und riß sie in Stücke. Verunglückte Bahnarbeiter. Bei der im Bau befindlichen Bahnstrecke Nizza- Coni wurden infolge vorzeitigen Losgehens eines Sprengschusses dret Arbeiter getötet und vier schwer verletzt.
Wüste Barlamentsszenen gab es am Dienstag in der luxemburgischen Kammer. Gelegentlich einer Kammerersatzwahl war aus der Feder des katholischen Deputterten Bruem in einer belgischen Zeitung ein Artifel erschienen, in dem angedeutet war, daß für die Erwerbung staatlicher Minenkonzessionen die Sozialde= mokraten mit den Liberalen zum Nachteile des Fiskus pattiert hätten. Infolge diefer Artikel waren gegen Pruem schwere Vorwürfe erhoben worden, gegen die er gestern Verwahrung einlegen wollte. Zu Beginn seiner Rede wurde er von dem Sozialisten Mark durch den Buruf: Dieb" unterbrochen. Darauf entstand ein ge= waltiger Tumult, worauf die Tribüne geräumt und die Stzung für eine halbe Stunde unterbrochen wurde. Nach Wiederaufnahme der Sitzung legte Bruem Protest ein gegen die schändlichen Beschimpfungen", die gegen thn in seiner Abwesenheit von dem sozialistischen Abgeordneten Welter in der Kammer erhoben worden feten. Im Laufe der Debatte wollte Welter auf Pruem etndringen, wurde aber daran durch die übrigen Abgeordneten gehindert. Nach Schluß der Stzung versetzte der Sohn Pruems, ein funger Advokat, den Abgeord
„ Und Herr von Marleben?" fragte Doktor Waldom aufatmend." Hat Ihnen Moreno nichts von thm gefagt?"
ftleg."
„ Ja, er fand thn bereits erfaltet, als er dort einUnd nun sind Sie selbst zum Mörder geworden!" warf thm Fritz etn.
Nein, ich habe thn nur gerichtet," stöhnte Frank, „ und mich ebenfalls. Denn außer allem, was er auf dem Gewissen hatte, hatte mich der Schuft auch betrogen. Er sprach immer nur von zwanzigtausend Mark, bte er gefunden haben wollte, während er doch dreißig= tausend gestohlen hatte."
„ Das ist richtig," sagte Friz, er fand nur zwanzigtausend vor."
-
Frant machte große Augen. So so," murmelte er. „ Dann war Moreno doch wenigstens tein Betrüger nur durch Zufall wurde er zum
Doktor Waldow zog Fritz und, die beiden Damen fort. Das ist das Ende, gehen wir!"
for en w Agenzia mint, mehr und der perimenter fachen vert leeren 3in ren. Auf 4 andere flan fcharfer St lange Näge dergelegt. nau unterf inbrünstige nen Dolch die Kehle Tropfen B wäre. Als den betreff fleiner Rif einem ande Dolch den
Streichhölzer in einer Geschükkifte. Wie Varifer Blätter aus Toulon melden, wurden in der Marinefeuerwerkerschule unter den Pulvervorräten des Kreuzers ,, Leon Gambetta" in einer Kiste mit Kartuschen mehrere Sturmstretchhölzer gefunden. Der Seepräfekt hat eine Untersuchung angeordnet.
Ste gaben dem Kommissar thre Namen und Adresfen für das eingehende Verhör am folgenden Tage an und entfernten sich, während von der Manege her immer noch die Musik in stoßweisen Wellen erklang, die Beitschen knallten und das Gelächter der Clowns ertönte.
Sein Blick wurde glasig, die Stimme zum undeutlichen Flüstern. Er atmete kurz und stoßwetse, dann bäumte er sich auf und fiel starr zurück.
Aus den Gerichtssälen.
Ein Ränberleben im Harz. Im Herbst dieses Jahres wurde die Bevölkerung des Harzes, namentlich von Elend, Schierke usw. durch fortwährende raffinierte Einbruchsdiebstähle in größte Unruhe versetzt. Es ge= lang endlich, den Einbrecher in der Person eines Taugenichts namens Robert Meyer zu verhaften, der einer angesehenen Hannoverschen Familie entstammt und eine vorzügliche Erziehung genossen hat. Meyer erbte vor einiger Zeit 20 000 Mart, er verjubelte die Summe binnen kurzem und ergab sich dann, mehr und mehr abwärtsgleitend, einem Räuberleben im vollsten Sinne des Wortes Er hauste in einer Höhle, die im Harzwalde versteckt lag, und beging von dort aus feine Einbrüche. Bet seiner Verhaftung wurde in der Räuber= höhle ein ganzes Lager kostbarer Gegenstände vorge= funden. Mener muroe letzt vom Landgericht in Halberffadt, nachdem er ein so umfassendes Geständnis abgelegt hatte, daß kein einziger Zeuge verhört zu werden brauchte, zu einer Gesamtstrafe von 3 Jahren Gefäng= nts und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt.
Es war gräßlich," gestand Waldow draußen.„ Und dennoch fühle ich mich jetzt endlich ganz genesen und von dem furchtbaren Alpdruck befreit, der so schwer auf meinem Herzen lastete."
Wermischtes.
Geschickte Taschenspieler. Der italtentsche Profeffor G. P. Penne gibt in der„ Dra" interessante Berichte über die geheimnisvollen, an Zauberet grenzenden Vorführungen mundertätlaer Marabuts, denen er gelegent= Itch einer Forschungsretse zu den Dermischen Tripolitantens als Augenzeuge beiwohnte. Mit ihm zu=
Die anderen schwiegen und sahen thn fragend an. " Ja," fuhr er wie im Selbstgespräch fort,„ tch hatte wohl Veranlassung dazu gegeben, daß man mich von allen Seiten mit Mißtrauen betrachtete. Ein jeder hat mich gewiß im Verdacht gehabt, daß ich etwas mit mtr herumschleppe, daß ich etwas verheimliche, und das war auch tatsächlich der Fall. Als mir Frau von Marleben an jenem Abend das Kuvert zusteckte, da blickte ich über thre Schultern hinweg und glaubte zu sehen, daß die Augen des Kranken starr auf uns gerichtet waren. Er lag sicher im ttefen Schlaf, aber in mir setzte sich die ftre Idee fest, daß er uns gesehen und einen flirchterlichen Verdacht auf uns geworfen haben könne. Und danach war es fa doch möglich, daß er vielleicht aus Eifersucht die Tat selbst begangen hatte! Und ich hätte indirekt die Veranlassung dazu gegeben! Seht, diefer Gedanke hat mich bis auf den heutigen Tag verfolgt und gequält. Nun aber weiß ich, daß es ein leeres Hirngespinst, die Ausgeburt einer krankhaft erregten Phantaste war. Und nun erst bin ich ganz geheilt."
" Bravo!" rief Friz. Und jetzt nehmen Sie auch mein Anerbteten, von dem ich heute vormittag zu Ihnen sprach, an?"
,, D," rief Felicia erfreut, wir vier Menschen werden dort drliben sehr glücklich sein!"
Der Doktor reichte thm die Hand. Ja, tch bin der
Ihre!"
16. Kapitel.
Herr von Scharffenstein saß schmunzelnd vor seinen Aften und warf nur hin und wieder einen diabolischen Blick nach Mallmis hin, der seine Hände unter der Tischplatte hielt, well er etfrig mit dem Polteren seiner Fingernägel beschäftigt war.
,, Gott set Dant," sagte der kleine Herr ,,, daß diese Marlebensche Geschichte endlich erledigt ist. Dte Arbeit drohte uns fa schon über den Kopf zu wachsen."
die Marab mit Del b Scheite fith öffneten, da feben fonnt die brennen nenraum, n fehrt geblte auch nur le Wunde diper Unfal t. E. zu. A gen Haufes ten Augenb Dach und machhabende schrei und f filtrate fofor das Eretani ten konnte
Er drückte auf den Knopf der elektrischen Klingel und gab den Befehl, Bruno Majewskt und Helene Brandt vorzuführen.
Die beiden armen Sünder hatten sich in der Untersuchungshaft merklich verändert. Ihr Aussehen war lange nicht mehr so frtsch wte bet threr Festnahme, die Einsamkeit und die Ungewißheit thres Schicksals hatten deutliche Spuren auf ihren bleichen Gesichtern hinterlassen.
,, Nun, Majewskt," fing Scharffenstein an ,,, tch habe Ste rufen lassen, um Ihnen mitzuteilen, daß sich Ihre Angaben als der Wahrheit entsprechend erwiesen haben." " Hat man den wahren Täter?" rief Matewett erfreut. " Das geht Ste vorläufig gar nichts an. Ich freue mich aber, daß Sie uns wenigstens nichts vorgemacht haben. Ihre Strafe wird allerdings trotzdem nicht gering sein bet Ihren Vorstrafen."
" Das macht nichts," rief Majewski vergnügt.„ Es kommt doch wenigstens nicht das Schlimmste."
„ Ja, den Kopf wird's nicht kosten. Und für Ste, Helene Brandt, wird die Strafe ta noch viel geringer fetn, well nur Ihre Bethilfe in Betracht kommt. Was
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