Einzelbild herunterladen

leht

nb

Da

tm

182

er

ng

ch=

en

f"

ng

tt=

Die

d=

ent

nd

18

118

ng

Ote

oit

er

at

te

ent

07

ne

m

m

g"

en

Ote

uf

ut

ch

18

a=

Och

on

its

b=

e=

zu

ent

en

ift

m

h=

ur

lfe

==

rz

33

ets

e=

est

tg

Ich

et

rd

er

en

h=

ent

ch

rn

eit.

( P=

30­

Große Unterschleife wurden im Warenhaus von Ttes in Mainz entdeckt. Eine Anzahl Verkäuferinnen des Warenhaufes sollen Waren im Werte von mehreren Tausend Mart betseite geschafft haben. Gestern wurden etwa 18 Verkäuferinnen polizeilich fiftiert.

Neue Eisenbahnattentate in Frankreich. In der Nähe des Bahnhofes Gentilly bet Parts wurden sechs Signaldrähte zerschnitten, bet Nancy wurde eine Sig­nalschetbe zerstört, bet Agde stieß ein Schnellzug auf etnen über die Schienen gelegten Steinhaufen.

Im Arsenal von Teheran explodierten 60 000 scharfe Patronen und richteten große Verheerungen im Ge­bäude an. Die Explosion soll gelegentlich eines Dieb­stabls entstanden sein.

Eine schreckliche Verlegung zog sich ein Berliner Monteur in Beuthen zu, wo er auf Montage in einer Eisenhittte beschäftigt war. Beim Reparteren eines Lauftranes wurde er von einem anderen Kran über fahren, wobei ihm beide Hände zermalmt wurden. Ste mußten amputtert werden.

Schwerer Unfall bei einer militärischen Uebung. Als gestern Landwehrleute des mecklenburgischen Arttl= Terieregiments Nr. 60 auf dem großen Ererzterplatz in Schwerin manövrierten, wurden plöslich die Pferde et­ner Maschinengewehrabteilung scheu und rasten in dte Landwehrmannschaft hinein. Bierzehn Mann wurden verlebt, davon vier so schwer, daß ste in das Lazarett gebracht werden mußten.

Schwerer Fliegernnfall. Bei einem Flugversuch des Fliegers Heinte I. in Cannstadt stürzte der Appa­rat aus einer Höhe von 225 Metern fast senkrecht zur Erde und begrub den Flieger unter sich. Die Flug­maschine geriet dann in Brand. Heinke. dem es gelang, hervorzukriechen, erlitt schwere Brandwunden.

Bombenlager in einer Kaserne. In einer War­schauer Infanteriefaserne wurde ein Bombenlager ent= deckt. Eine Anzahl Soldaten soll mit Revolutionären unter einer Decke stecken. Etne strenge Untersuchung wurde eingelettet.

In einem Marmorbruch in Carrara in Italien hat ein Einsturz 14 Arbeiter verschüttet. Bisher wurden acht von ihnen tot und vier verwundet geborgen. Zwet liegen noch unter den Trümmern. Es besteht keine Hoffnung, ste zu retten.

Volkswirtschaftliches.

Lohnbewegung in der Berliner Metallindustrie. 5000 tm Deutschen Metallarbeiterverband organisierte Former und Berufsgenossen, soweit fie in Elfengieße­reten Berlins und umgegend beschäftigt sind, beschlossen, in eine Lohnbewegung einzutreten. Sie gaben thre Zu­stimmung zu einem neuen Tarif, der, von den Ver­trauensleuten ausgearbettet, folgende wesentliche Be­stimmungen aufweist: 9stündige Arbeitszeit, Einstel­lungslohn für Former nicht unter 75 Pfennig, Mascht­nenformer, angelernte Handformer, Kernmacher, Buger und Schleifer 70 Pfennig, Schmelzer 60 Pfennig, Hilfs­arbetter 45 Pfennig die Stunde. Die Akkordpreise sind so aufzubessern, daß der Arbeiter mindestens den ver­einbarten Stundenlohn verdient. Bestehende bessere Arbettsverhältnisse dürfen nicht verschlechtert werden.

Die Stiftung Töchterhort" für verwaiste Töchter von Reichspost- und Telegraphenbeamten besteht fetzt 20 Jahre. Sie hat im ganzen 3,012,357 M. eingenom­men. Davon entfallen auf die laufenden Betträge 2,600,455 M. Das Vermögen ist auf 1,621,641 M. ait­gewachsen. Der Unterbeamtenantett beträgt über 500,000 M. An Unterstützungen wurden bis Ende 1910 Insgesamt 1,906,001 M. gewährt. Davon entfallen 961,344 Mark auf Waisen von Unterbeamten. Die Zahl der Mitglieder beträgt fett 130,982, von denen 54,410 Be­amte und 76,572 Unterbeamte sind. Im letzten Ge­schäftsjahr 1910 gingen 280,281 Metn. Für die Unter­bringung kränklicher Kinder in Sommerpflege ist ein Beitrag von 9304 M. gewährt worden. Beamtenwatsen wurden im ganzen 1226 mit 83,667 M. bedacht, Unter­beamtenwatsen 2073 mit 91,675 M.

Vermischtes.

Die 100ste Trauung der Luisenbräute. In der Bots­damer Garnisonkirche wurde gestern vormittag dic 100­ste Trauung der sog. Luisenbräute" gefeiert. Aus den Zinsen des Stiftungsfapitals, das in 100 Jahren auf 75,000 Mark angewachsen ist, werden in jedem Jahre am Todestage der Königin Lutse mit Bestättgung des Katsers 6 Bräute ausgestattet. Bis jetzt ist 623 Bräu­ten diese Vergünstigung zuteil geworden. Die gestrige Trauung nahm der Hofprediger Richter vor. Mit Rück­ficht darauf, daß die Trauung tu der Todesstunde der Königin Lutse stattfindet, tragen sämtliche Bräute schwarze Kleider.

Ein dreizehnjähriger Mörder. Ueber die Ursache der gemeldeten Ermordung des 15tährigen Dienstmäd­chens Emilie Strch durch den 13jährigen Schüler Hoff­mann in Altrahlstedt bet Hamburg war von dem Tä­ter selbst nichts zu ermitteln gewesen. Die Untersuchung hat nun folgendes ergeben: Hoffmann war als ein fleiner Raufbold bekannt; er hatte oft gedroht, er wolle es den Kindern retcher Leute, die so schöne Kleider trügen, schon besorgen, und wo er konnte, verprügelte er die gutgekleideten Kinder. Das getötete Dienst­mädchen hatte in mehreren Fällen die thr anvertrau­ten Kinder gegen die Angriffe Hoffmanns, der meist von seinem Bruder unterstützt wurde, geschützt. In­folgedessen hatte sie sich den Haß Hoffmanns zugezogen; er lauerte dem Mädchen auf und stieß thr setn Messer In den Hals, so daß das Mädchen sofort tot war.

Milchnahrung und Lebensdaner. Die neuesten statistischen Nachrichten über Bulgarien bestätigen die ganz ungewöhnliche Lebensdauer in diesem Lande des arößten Milchverbrauchs. Bet der dortigen geordneten Berwaltung ist die Richtigkeit der Berechnung zweifel­los. Bulgarien hat rund 4% Millionen Einwohner. Von diesen sind 1143 Frauen, unter ihnen 950 Witwen, zwischen 100 und 110 Jahre alt. In gleichem Alter befinden sich 873 Männer( 588 Witwer). Ferner sind 132 Frauen und 107 Männer zwischen 110 und 120 Jahre alt; zwischen 120 und 125 Jahren befinden sich 52 Frauen und 49 Männer. Aelter als 125 Jahre sind 8 Frauen und 2 Männer.

Je=

St8

Be

ent.

etd

ent

ar

21.

cht

er=

ine

pf=

Ind

ol­

et=

ter

10=

cla

ces

18­

agt

jen

erz

ter

Stet

tes

ja=

md

ite

es

Hg­

# 4

men

ge

f.J

Wie man billig zu einer Reute kommt. Der Pa­riser" Matin" wetß von einem sonderbaren Fall zu be­richten, wie sich ein französischer Arbetter für nur sechs Centimes eine fährliche Rente von 102 Frs. in gesetz­licher Wetse erwerben konnte. In St. Etienne lebt der Arbeiter Joseph Basher, der am 4. d. M. setnen 65. Ge­burtstag feterte. Gerade einen Tag vorher, am 3. Juli, war aber das neue französische Arbeiterpensionsgesetz in Kraft getreten, das den 65jährigen die Altersrente gewährt. Basher wurde also in die Arbetterlifte ein­geschrieben, zahlte dret Centimes Bettrag, sein Arbeit­geber ebenfalls dret Centimes, und schon am folgen­den Tage hörte die Beitragspflicht auf, wofür ihm die Rente von fährlich 102 Frs. zufällt.

Operationen auf hoher See. Wte ein Neuyorfer Blatt berichtet, wurden in diesen Tagen an Bord des mit 1511 Passagteren von Neuport unterwegs befind­Itchen Dampfers Celtic" zwet Blinddarmoperationen mit bestem Erfolge auf hoher See ausgeführt. Die Pa­

ttenten waren awet wtänner, die unterwegs an Blind­barmentzündung erfrankt waren und deren Bustand so trittsch wurde, daß eine sofortige Operation als unab­wetsbare Notwendigkeit erschten. Die Operation wurde von dem Schiffsarzt des Celtic" mit Unterstützung von zwei an Bord befindlichen amerikanischen Aerzten vor­genommen. Während der Dauer der Operation hielt bas Schiff auf Befehl des Kapitäns, um Erschütterun­gen tunlichst zu vermeiden, ein langsames Fahrtempo ein. Die beiden Passagiere verließen bet der Ankunft in Queenstown das Schiff als Refonvaleszenten, deren Befinden nichts zu wünschen übrig Iteß.

In der brennenden Delfint umgekommen. Als sich der deutsche Dampfer Main" dem Pträus näherte, fam trotz der bestehenden Quarantäne ein mit vier Matro­fen besetztes Boot auf ihn zu, um Lebensmittel an Bord zu bringen. In demselben Moment ergoß sich aus etner Lufe bes Schiffes etn dicker Strom Petroleum, der offenbar aus einem beschädigten Faß fam. Dte vier Mann ruderten das Boot weg. Die Meerober­fläche überzog sich mit einer Schicht Petroleum. Einer der Ruderer war nun so unvorsichtig, sich eine Bigarette anzuzünden und das Bundholz ins Meer zu werfen. In demselben Augenblic ftanden das Boot und ble umgebenbe Meeresoberfläche in Flammen. Dret von den Matrofen sprangen ins Wasser und retteten sich durch Tauchen; der vierte, dem der Mut hierzu fehlte, wurde als verkohlte Lelche im Boot gefunden.

Zum Müllheimer Eisenbahnnnglück. Die Groß­Herzogin Hilda von Baden traf gestern vormittag von Schloß Königstein t. 2. tommend in Müllheim ein und besuchte sofort die Verletzten im Spital und im Militär­lazarett. Die Mehrzahl der Getöteten bet dem Eisen­bahnunglück wurden gestern früh in feierlichem Trauer­guge, an dem sich die Feuerwehr und eine Abteilung des Militärs beteiligten, nach dem Bahnhofe geleitet, um in thre Helmat überführt zu werden. Eine Tote, deren Personalten nicht festgestellt werden konnten, wurde nachmittags in Müllheim beerdigt. Die Karls= ruher Zeitung wendet sich in längeren Ausführungen gegen die Annahme, daß die Entgleisung des Eilzuges in Mülheim auf die Schadhaftigkeit einer Weiche, den Durchbruch der Brücke über die Streckenunterführung oder ein Versagen der Bremse zurückzuführen set. Bielmehr Itege nach den hisherigen Feststellungen die

8 bis 8 Jahren und zwei älterer Knaben. Sie müssen ihre Mutter sehr geliebt haben, denn als die Mutter erfrankt war und von der Sanitätskolonne zur Ueber führung ins Pesthospital abgeholt wurde, hingen sich namentlich die beiden Mädchen in Tränen an den Hals der Mutter und schwuren, daß sie mit ihr zusammen sterben wollten. Nur mit Anwendung äußerster Ge walt ließ sich die Kranke den Ihrigen entreißen. Der Mann hat sich mit Waffengewalt zur Wehr gesetzt. Eine herzzerreißende Szene, die ich jetzt, da ich die Familie einige Stunden hindurch beobachtete, mir wohl vorstellen kann. Merkwürdig, daß sich keins der Kin der damals infiziert hat.

" Wie mag wohl die Mutter eingefargt sein, fie wird doch wahrscheinlich dieselben Kleider anhaben, mit denen sie damals ins Hospital fuhr; gewiß wird sie auch jene fleinen Schuhe tragen, die sie so gern hatte?" Der Sarg war nun freigelegt. Der erste peinliche Eindruc: es waren gar zu sorglos zusammengeschlagene, völ Itg rohe difnne Bretter. Eine Hand streckte sich aus dem Sarge heraus, sie war durch den darauf liegenden Deckel fast völlig amputiert und hing an den Welchtet len herab. Der Sargdeckel wurde nun entfernt. In demselben Augenblick entrang sich der Keble der An­wesenden ein Schret des Entsevens, denn statt des mit Ungeduld erwarteten Iteben Bildes der Mutter und Ehegattin lag im Sarge eine dicke Männergestalt in hohen Stiefeln, das Gesicht nicht fenntlich, weil es mit Salt bestreut, offenbar einer der Sanitäre. Heiße Trä nen flossen aus den Augen der Kinder, ein Fluch ents rang sich der Brust des Mannes, der hier tagelang am Grabe seiner Frau mit seinen Kindern gebetet. Meine Frau, ich will fie sehen! Siebeneinhalb Rubel zahlte man für jedes Grab; um das Geld zu stehlen, hat man sie mit den Chinesen ins Massengrab geworfen oder verbrannt. Was soll ich denn nun anfangen, Herr Dofa tor? Ich werde laut gegen die Gemeinbelt protestieren! Sagen Sie mir, was soll ich tun?"" Gehen Sie nach Hause, Baschkowski, mit Ihrer Familie: machen Ste feinen Lärm, denn Sie haben fitr Ihre Kinder zu leben; ristieren Sie nicht noch mehr Elend zu leiden, indem Sie durch Proteste sich Feinde erwerben, die Sie um Ihre Stelle bringen können; beten Ste und Ihre Kin der daheim für das Wohl der Seele der Verstorbenen, das wird das beste sein!"

Urfache in au raichem Fahren über die start gefrier Niedermezelung einer deutschenpatrouille

Strecke vor der Baustelle trotz des ausdrücklichen Ver­bots an den Lokomotivführer.

Ein russischer Banditenstreich. Auf der elektrischen Bahn Lodz- Sgersch in Nusstsch- Polen eröffneten dret verdächtige Personen ein Feuer auf Landpolizisten. Als diese den Zug durchsuchten, töteten die Banditen einen der Polizisten und verwundeten einen anderen sowie zwet Passagiere. Dann sprangen sie aus dem Wagen. Auf der Flucht bemächtigten sie sich des Dienst­wagens der Lodzer Trambahn und zwangen den Ma­schinisten mit vorgehaltenem Revolver, die Fahrt fort­zusetzen. Unterwegs sprangen ste ab und entfamen.

Eine Ehe zu dritt. Wegen Doppelehe stand gestern ein Mr. Hirst vor den Geschworenen von Manchester ( England). Etwas verworrene Verhältnisse wurden dabei aufgerollt. Hirst war eine zivette Che einge­gangen, über die feine erste Frau unterrichtet war. Später ging er mit seiner ersten Frau wieder zusam­men, und seine zwette Gattin tat dem Ehepaar Dienste als Hausmädchen. Dtese wollte gegen ihren Gatten überhaupt nicht aussagen, da sie von ihm und ihrer Rt­valin stets sehr Itebretch behandelt worden wäre. Das Gericht hatte ein Einsehen und verurteilte den doppelt verheirateten Mann zu steben Tagen Freiheitsstrafe.

Explodierte Kinderluftballons. Beim Schützenfest in Gröbzig bet Halle kam ein Besucher des Festplates mit der brennenden 3tgarre etnem Händler mit Kinder­luftballons zu nahe. Der starke Wind bewegte die Bal= Tons hin und her. Plöblich explodierten diese mit lau­tem Knall. Das Wasserstoffgas schlug in hellen Flam­men empor. Der Händler tam mit leichteren Ver­letzungen davon, ein Kind mußte mit lebensgefährlichen Brandwunden vom Platze geschafft werden.

Reiseabentener eines deutschen Ehepaars. Der Kaufmann Karl Schäfer und seine Frau wurden am Dienstag in Lulea in Schweden in dem Augenblick ver­haftet, als sie im Begriff waren, nach Norwick abzuret­fen. Die trrtümlich vorgenommene Verhaftung war auf Anordnung der Stockholmer Polizet erfolgt, ote das Ehepaar für die beiden noch nicht ergriffenen Mittäter an dem großen Diebstahl htelt, der am 10. Jult in der Skandinavischen Kredit- Atttengesellschaft in Stockholm verübt worden war und bet dem den Dieben 31 000 Kronen in die Hände fielen. Bisher war es der Boltzet nur gelungen, zwet von den vier am Raube beteiligten Dieben festzunehmen, während es den beiden anderen Tätern, einem Mann und einer Frau, von denen die lettere bet threr Flucht einen blauen Schleter trug, geglückt war, sich den Nachforschungen der Boltzet zu entstehen. Da auch Frau Schäfer auf der Reise einen blauen Schleier trug und im übrigen die Beschreibung des flüchtigen Diebes einigermaßen auf thren Mann paßt, so glaubte die Stockholmer Polizet, das gesuchte Verbrecherpaar vor sich zu haben. Nach Aufklärung des Mißverständnisses sette derBoltzeipräsident persön= Itch das Ehepaar unter vielen Entschuldigungen in Frethett.

Idyll einer vierköpfigen Rehfamilie. Im Schutzbe­zirk Hammerablage, der Königlichen Oberförsteret Hammerheide bet Driesen( Neumart), feste im Junt Steses Jahres eine Rice dret Stitch Rehtälber, was wohl als große Seltenheit zu bezeichnen ist. Jeden Abend gegen sechs Uhr stellt sich die Mutter mit ihren dret Kälbchen in unmittelbarer Nähe des Forsthauses vor, wo die fleinen, niedlichen Tterchen die niedlich­sten Kunstspringe ausführen, um anscheinend den Auf­bruch zur Aesung auf dem Dienstlande oder dem nahe­gelegenen früheren Rittergut, fest forftfiskalischen Fel­de, anzumelden. Kaum ist die vierköpfige Familie wet­tergezogen, so kommt eine Ricke mit zwet, dann eine mit einem Kälbchen auf demselben Pfad vorbetgewechselt.

Der Peftfriedhof bei Charbin.

Geradezu entfebliche Schilderungen vom europät­schen Bestfriedhof" bet Charbin entwirft in einem Be­tersburger Blatt Dr. med. Baron Budberg. Nachdem er die Tatsache berichtet hat, daß die Behörde das nach­trägliche Verbrennen der schon seit Monaten bestat­teten Leichen befohlen hat, schildert er eine grausige Szene: Auf dem Bestfriedhof, dessen Kreuze wild durch­einandergeworfen sind, war die Familie des Konto­risten Paschkowskt anwesend. Die Leiche seiner Frau, die im Besthospital verstorben war, sollte erhumiert werden, und thm ist die Asche versprochen worden. Zu diesem Zweck werden solche Leiche auf Blechtafeln ver­brannt. Alle die Leichen hier, die vom Dezember und Januar stammen, sind völlig erhalten, da der Lehm bis jetzt noch in der Tiefe fest gefroren ist. Es kamen bald vier chinesische Leichengräber, völlig in Weiß gekleidet. Die Ungeduld, mit der die Familie Paschkowskt zum legtenmal die liebe Verstorbene zu sehen erwartete, war groß. So recht findlich waren die Gespräche der Jugend, eines Mädchens von 16 Jahren, eines kleineren von

in Südwestafrika?

Dem Reuterschen Bureau" wird aus Living stone( Rhodesia) gemeldet: Der Verwaltung ging von der Grenze von Deutsch- Südwestafrika die Nachricht zu, nach Gerüchten, die unter den Eingeborenen dort um­Itefen, set eine Patrouille, bestehend aus dem Distrikts­tommissar v. Frankenberg, zwei weißen Sergeanten, 14 schwarzen Polizisten und 20 Trägern, von Leuten des Okawangostammes in Ngamiland niedergemacht wor­den. v. Frankenberg set auf einem Maultiere entkom­men. Die Nachricht set bisher unbestätigt. An Ber­Itner amtlicher Stelle liegt über das Gerücht des Ueber­falls feinerlei Meldung vor.

Der Draht meldet uns ferner:

Berlin, 20. Juli.( B. T.) Im Reichskolonial­amt traf die Meldung von dem iteberfall auf die Pa­trouille von Frankenberg gestern nachmittag vor 4 Uhr ein. Der Chef des Pressedezernats, Regierungsrat Sachs, hatte das Kolonialamt bereits verlassen, fehrte jedoch sofort, als er hiervon Mitteilung erhalten hatte, hterher zurück. Staatssekretär von Lindequist fand sich gleichfalls alsbald im Reichsfolonialamt ein. Auf eine fofortige telegraphische Anfrage beim Gouverneur von Windhuk erhielt das Kolonialamt in den späten Abend­stunden die Meldung, daß von einem Ueberfall auf die Kolonne des Herrn von Frankenberg nichts bekannt set. Staatssekretär von Lindequist blieb bis in die späten Nachtstunden im Kolonialamt, um etwaige tele­graphische Meldungen sofort entgegen zu nehmen. In maßgebenden Kretsen ist man der Ansicht, daß es sehr wohl möglich ist, daß das Gouvernement von Wind­huf erst sehr spät von den Ereignissen im Caprivizipfel, wohin v. Frankenberg beordert war, Kenntnis erhält. Es fet faum anzunehmen, daß die Nachricht von dem Ueberfall vollständig aus der Luft gegriffen set. Es wird vielmehr für möglich gehalten, daß irgend ein Recontre zwischen der Kolonne des Herrn von Frankenberg und Eingeborenen stattgefunden hat, daß die Meldungen hierüber jedoch aufgebauscht sind.

Drabtnachrichten und Deuestes.

Keine Spionage auf dem Uebungsplatz Hammelburg. Würzburg, 20. Jult. Der Würzb. General­anz." erfährt aus authentischer Quelle: Die Meldung, daß ein japanischer Major auf dem Truppenübungsplay Hammelburg bei einer Spionage abgefaßt set, indem er nachts beim Scheine einer Blendlaterne die Geschütz= rohre studierte, ist aufgebauscht. Es handelt sich um den befm 9. Infanterieregiment eingestellten Major Ja­schida, der gegenwärtig in Hammelburg einer Schieß­libung beiwohnt. Er stand beobachtend vor den Ge­schüßen und entfernte sich sofort, als er vom Wacht­posten dazu aufgefordert wurde. Er ist bei den Offi­zieren des Regiments sehr beliebt, Spionage traut ihm niemand zu.

Eine Fernfahrt des neuesten 3.- Luftschiffes. Friedrichshafen, 20. Jull. Das Luftschiff Schwaben" ist heute frith 5 Uhr zu einer Fernfahrt nach Luzern aufgestiegen Morgen wird die Schwa ben" nach hier zurückkehren.

Folgenschweres Wagennnglück.

Bochum, 20. Jult. In dem Orte Laer rannte ein Bäckerwagen gegen einen anderen Wagen, auf dem vier Kinder faßen. Ein Kind wurde bei dem Zusam­menprall sofort getötet, die anderen schwer verletzt. Selbstmord eines Offizieranwärters.

Bosent, 20. Jult. Gestern nachmittag verübte ein Avantageur vom Posener Jägerregiment in der Wohnung Selbstmord, indem er sich am Bettpfosten er= hängte. Der junge Mann war am Dienstag von der Kriegsschule in Neiße zurückgekehrt und sollte sich ge= stern betur Regiment melden. Ueber das Motiv des Selbstmordes verlautet nichts bestimmtes.

Ein Vater als Mörder seiner Kinder, Bern, 20. Juli. Der Bigarrenreisende Weber­hard, ein Trunkenbold, erschoß im Walde seine zwet Knaben im Alter von sieben und elf Jahren; sein drit­ter- Knabe entfam. Der Mörder begab sich dann in das nahe Dorf Niggisberg, um sein dort in der e- rientolonte wellendes Töchterchen zu töten, wurde aber dort vor der Ausführung der Tat verhaftet.

Marseille von der Cholera bedroht. Paris, 20. Jult. Aus Marseille wird gemeldet, daß dort sechs Fälle von Cholera festgestellt wurden, von denen vier tödlich verliefen.

Die Brinz Heinrich- Fahrer am Ziel. London, 20. Juli. Die Teilnehmer an der Prinz Heinrich- Automobilfahrt sind gestern abend in London eingetroffen. Größere Unfälle haben sich auf der Strecke nicht ereignet,