Einzelbild herunterladen

am Mitt

tgefunden. lig in den

ner Stra m Sritten sher nur

Bunahme

el ist am

er von 102

3. Januar Berordent

Dresden ufen", ift inglidten und hat

vattapelle Mittwoch toren der getroffen, nach de

n Boule­er Muster von der

engenfeld

tachteulen friedlich ten, dann tehrt find gewöhnt

narbetter aus El Man fand

ern bittet

ft werden

. 23. cin

en einem n, füllten eum. Der

er sofort

bird aus üh stürzte dchen im Knaben ettet wer

1.

en sich in % jährige

Graben zu West­

tarb bald ter ciner e Dung Schläfe, fo

Im 15. 5. norr, der A.-G. in tsche In

inen Gr bekannten

Wie bei dem sich

Luftdruc edermann

remse seit nte einer benannte Staats

ingeführt.

- Erdgas Ton Sar

Luftschif

Dorzüglich.

last fonn

wei Offi

Jer Fahrt

es wahr: nem Erd­

mittag in

alaft auf

eder gut

elben ein

Verlust

es durch

ist: Der

ehen und ja nicht

ffnet fid

t und in

was mir

Der Hardi

mir sehr m Rüden

Nun, das

t mir ei­

Sch Spreche Spetula bringend

Er hat

iche Ver

um sechs­

n, werde

el hier?" Natürlic

acht, weil

das Licht Doch zweis

ht so ein Lügner.

In Seren:

dem Grundstück des alten Admiralsgartens in der Fried­richstraße, gegenüber dem Bahnhof Friedrichsstraße, wurde vor einem geladenen Publikum eröffnet. Das 4200 Quad­ratmeter große Grundstück erstreckt sich von der Friedrichs­Straße bis zur Prinz- Louis- Ferdinandstraße. Die Be bauung des Grundstücks hat einen Kostenaufwand von mehr als 12% Millionen Mark verursacht. Im Vorder­grunde der Bauanlage in der Friedrichsstraße befindet sich ein römisches Cafee, das zwei Geschosse durchzieht, darüber ist im Hauptobergeschoß ein Lichtbildertheater. Den Haupt­teilt des Riesenetablissements bildet die Eisarena. Dar­über liegen die Thermen, ausgesprochene Lurusbäder.

Ein höflicher Defraudant. Der 21jährige Buchhalter Franz Licznersti, der bei dem photographischen Institut von Zander u. Labisch in Berlin angestellt war, sollte am Mittwoch bet einem Geschäft in der Mohrenstraße einen Wechsel über 2500 Mark einlösen. Statt dessen behielt L. aber das Geld bei sich, schrieb seinem Chef einen Rohr­postbrief und bat ihn um Entschuldigung ob seines Ver­gehens. Er halte es für zwedmäßiger, das Geld für seine Person zu verwenden. Er wolle es aber in, abseh­barer Zeit" in Raten wieder zurückerstatten.

Neue Erfolge der Wünschelrute. In München hat der Rohrwart Kurringer vom städtischen Wasserbauamt im Sof des Schauspielhauses mit der Wünschelrute eine grö­Bere Undichtigkeit in der Feuerlöschleitung unter der Erde festgestellt. Direktor Stollberg vom Schauspielhause hat dann, da die Wasseruhr immer noch Störung zeigte, am anderen Tage allein mit der Wünschelrute eine undichte Muffe an der Nuzwasserleitung unter der Erde gefunden.

Auf freiem Gelände in einer wasserarmen Gegend Schwabens, auf einer Einöde zwischen Petershausen und Schrobenhausen, wo ein 50 Meter tiefer Brunnen den Was­Jerbedarf nicht zu decken vermochte, ist von Kurringer in fechs Meter Tiefe ein quantitativ und qualitativ zufrie= denstellendes Wasser gefunden.

Kameradschaft. In der Gemeinde M.... war, wie die Parole" berichtet, das Mitglied des dortigen Krieger­pereins, Kamerad M., seit längerer Zeit frank, so daß er Jeine Ländereien als Gemüsebauer im Frühjahr 1910 nicht rechtzeitig bestellen konnte. Seine Frau, die zu Anfang noch auf dem Land mit tätig war, erkrankte ebenfalls und mußte sich einer ärztlichen Operation unterziehen, die ste längere Zeit ans Bett fesselte. Hierzu gesellte sich bei den Kindern noch Diphtheritis, so daß sie dem Krankenhaus zu­geführt werden mußten, wo zwei ihrer Krankheit erlagen und an einem Tag beerdigt wurden. Daß unter solchen Umständen die ganze Ernte des Kameraden M. in Frage gestellt war, troh fräftigen Eingreifens der Geschwister, ist nicht zu verwundern. Da zeigte sich die in dem Krieger­perein herrschende Kameradschaft im schönsten Licht. In der nächsten Vereinsversammlung wurde kurzerhand be­Ichlossen: Sonntag morgen stellt jeder Kamerad einen Mann oder eine Frau zur Arbeit bei dem Kameraden M. Doch schon Sonnabend nachmittag waren etwa zehn Frau­en mit flinten, arbeitsgewohnten Händen damit beschäftigt, die feineren Anpflanzungen zu säubern. Am Sonntag morgen, als taum der Tag graute, wurde es bei Kamerad M. lebendig auf dem Ader, etwa 30 Handfeste, an schwere Arbeit gewohnte Männer traten mit den notwendigen Ge­rätschaften an, um in Ordnung zu bringen, was nötig war. Es war eine helle Freude, die Kameraden, die fast alle felbständig waren, träftig wetteifern zu sehen. Einer wollte ben anderen überflügeln, und jeder setzte sein bestes Kön­nen ein für die Not des Kameraden. Doch auch der Ver­einswirt wollte nicht zurückstehen. Da er als Laie bei der Arbeit nicht mithelfen konnte, sorgte er für eine tüchtige Erfrischung der Kameraden, indem er hundert Flaschen Bier spendete. In dem herrlichen Bewußtsein, eine Ehren­pflicht erfüllt zu haben, kehrten die Kameraden nach voll­brachter Arbeit in ihre Häuslichkeit zurück.

Reklame auf Sundertmartscheinen. Eine eigenartige Reklameidee haben die Hansaautomobilwerke in Varel­Oldenburg zur Ausführung gebracht. Bekanntlich haben die neuen Hundertmarkscheine an der linken Seite ein weißes Feld, über dessen Zweck sich mancher den Kopf zer= rochen hat. Die Hansaautomobilwerke haben den Zwed erfaßt und die freie Fläche mit einer Reklame für ihre Fabrikate bedruckt. Mit dieser Reklame hat sie eine große Anzahl echter Hundertmarkscheine in den Verkehr gebracht. Was vorauszusehen war, traf ein, die echten Scheine wur­den allgemein für unecht, für sogenannte Blüten gehalten und nun ergaben sich für ihre Besitzer die seltsamsten Zwi­schenfälle. Zuerst verweigerte die Reichspost, die ja an­fangs die neuen Hundertmarkscheine überhaupt zurückwies, die Annahme der Hansascheine; am Stammtisch zerriß ein Herr, der seine Zweifel an der Echtheit des Scheines ener gisch dokumentieren wollte, die vermeintliche Blüte. Jm Speisewagen des D- Zuges Wilhelmshaven- Berlin wollte ein bekannter Großindustrieller einen solchen Blauen" In Zahlung geben, wurde für einen Faschmünzer angesehen, nebst seinem Begleiter in Stendal aus dem Zuge heraus verhaftet und nach kurzer Zeit, nachdem ein Bankfachmann die Echtheit bestätigt, wieder freigelassen. Tatsächlich ver­bietet teine gesetzliche Bestimmung derartige Reflameauf­

lin. Es soll sich jetzt herausgestellt haben, daß er in Ver­bindung mit Hamon bei der Berechnung der Baukosten seit langer Zeit sehr große Summen unterschlug.

Wie es deutschen Fremdenlegionären geht. Den Leip­ziger Neuesten Nachrichten" liegt der Brief eines deutschen Fremdenlegionärs vor, der in Saida in Garnison ist. Er war früher ein tüchtiger Landarbeiter mit mehrjährigen guten Zeugnissen, so daß man sich nicht recht erklären kann, wie er in der französischen Fremdenlegion sein Heil suchen fonnte. Daß er es dort nicht gefunden hat, beweist der oben erwähnte Brief, der an einen früher oft von ihm be= nutzten Stellennachweis in Frankfurt gerichtet ist. Der Fremdenlegionär schreibt: Geehrter Herr...! Bin jetzt in der französischen Fremdenlegion, wo es sehr schlecht aus­sieht. Hätte ich auf Ihre Ermahnungen gehört, es wäre nicht so weit gekommen. Denn Sie haben es immer gut mit mir gemeint. Das denkbar schlechteste Leben ist hier. Ungerechtigkeit über Ungerechtigkeit, Hunger und Glend. Ungerechte Strafen sind an der Tagesordnung. Die Löh­nung sehr gering, ein Sous( 4 Pfennig) pro Tag. Sie werden es mir wohl nicht übel nehmen, wenn ich Sie bitte, daß Sie mir 5 Mark schicken. Ich will sie Ihnen später zurückgeben gegen Zinsen und Zinseszinsen, denn ich habe die beste Aussicht, daß ich freifomme. Außerdem bitte ich höflich um Verzeihung, daß ich den Brief unfrankiert ge= schrieben habe. Ich wollte Ihnen gerne mehr schreiben, aber ich kann nicht, weil ich keine Zeit habe, denn hier ist sehr viel Dienst. Mit der Hoffnung, daß Sie noch gesund sind, verbleibe ich Ihr ergebenster. Die grausame Enttäuschung, die aus dem obigen Briefe spricht, wird kei­nem Deutschen erspart bleiben, der sich für die Fremdenle= gion anwerben läßt. Trotzdem finden sich immer wieder neue Opfer, die vielleicht ahnungslos ihrem Unglück ent= gegengehen. Deshalb ist Aufklärung in weitestem Umfange erforderlich, und dabei mögen solche Urkunden, wie der oben mitgeteilte Brief, gute Dinste leisten.

Vier Offiziere im Schneesturm umgekommen. Wte der Londoner Daily Chronicle" aus Ottawa telegraphiert wird, sind vier Offiziere des Forts Mac Pierson in einem Schnee= sturm erfroren und verhungert. Die vier Offiziere begaben sich am 22. Dezember mit drei Hundeschlitten vom Fort Pierson nach Dawson City; sie kamen bis nach Perl River, 300 Meilen vom Fort Pierson entfernt. Dort überraschte sie ein Schneesturm, und sie irrten auf einer Strecke von 250 Meilen hin und her. Vom 28. Februar ab hatte man keine Nachricht mehr von ihnen. Ste wurden jetzt vollständig ver­hungert und eifroren am Fitzgerald aufgefunden.

Ein Nachtwächter von Einbrechern geknebelt. Ein blu­tiger Kampf zwischen einem Wächter der Berliner Wach­und Schließgesellschaft und zwei Einbrechern hat sich in der Nacht zum Mittwoch in den Fabrikgebäuden der Firma Bernhard Simon in der Ritterstraße 76 abgespielt. Als am Morgen der Fabrikraum geöffnet wurde, fand man auf dem Treppenflur den Wächter der Wach und Schließgesellschaft Franz Trampf geknebelt llegen. Sein Rock war an meh­reren Stellen zerrissen, seine Hände ganz blutig, in seiner Nähe lag der blutige Säbel, außerdem zeigten sich überall auf dem Treppenflur starke Blutspuren. Nach der Schilde­rung des Wächters, der von seinem Knebel befreit wurde, ist er in der Nacht von zwet Einbrechern überfallen worden. Sie stürzten sich auf den Wächter, überwältigten ihn, wobei es nicht ohne einen harten Kampf abging, und knebelten ihn schließlich. Dann verschwanden sie.

Die erste Blizableiterfegerin"- eine ganz neue weib­liche Berufsart, die nicht allzuviel Konkurrenz erhalten wird hat sich in Landau in der Rheinpfalz etabliert. Ste heißt Frau Lina Hornbach, stammt aus Augsburg und hat vor wenigen Tagen in Kaiserslautern die Staatsprüfung eines Blizableitersetzers glänzend bestanden. Ihre Arbeit in luftiger Höhe wird sie in Hosen verrichten, für sie ist also das Hosenkostüm eine praktische Notwendigkeit. In Bayern, und zwar in Straubing, hat im vorigen Jahre eine andere Frau gleichfalls ein für ihr Geschlecht unge= wöhnliches Gewerbe ergriffen und durch Schlachten und Fleischaushauen die regelrechte Innungsprüfung eines Schlächtermeisters bestanden.

Wissenschaft, Kunst und Eiteratur.

Eine Weltsprache der Chemie Binnen kurzem wird in Paris der Internationale Bund der chemischen Gesellschaf= ten tagen und sich dabei mit der wichtigen Frage der Schaffung einer chemischen" Weltsprache beschäftigen. Die Fachsprache der Chemie leidet nämlich vorläufig noch an dem großen Uebelstande ,, daß die Chemifer einer Nation die der anderen nicht immer verstehen. Die chemischen Bezeichnun­gen sind zwar systematisch gebildet, so daß aus der Bezeich= nung eines Stoffes meistens seine genaue chemische Beschaf­fenheit erkennbar ist, aber es herrscht keine einheitliche Bil­dung dieser Bezeichnungen in den verschiedenen Sprachen, ja mit gleichen Endungen bezeichnen z. B. deutsche und französische Chemiker Stoffe, die chemisch von einander ver­schieden sind. Bei der Schaffung der chemischen Weltsprache werden erhebliche Schwierigkeiten zu überwinden sein, da die Möglichkeit, chemische Bezeichnungen zu schaffen, ja von der Fähigkeit der verschiedenen Sprachen abhängig ist, zu­sammensetzungen zu bilden. Hierin ist die deutsche Sprache, die einfach Teilwörter aneinanderhängen kann, der fran= zösischen und der englischen überlegen, aber auch im deut­schen macht der Name einer verwickelten organischen Ver­bindung häufig einen so unübersichtlichen Eindruck, daß der Chemifer lieber auf das Wort verzichtet ind nur die che= mische Formel angibt.

druđe. Im Ausland findet man oft Banknoten, die Stem: Die Jagdstrecke des Kronprinzen in Indien.

pelaufdruce, namentlich von Hotels tragen und niemand findet etwas dabei. Auch in Deutschland muß die Reichs­bank so bedruckte Noten einlösen. Daß sie es nicht gern tut, zeigt der Umstand, daß sie die Hansawerke ersucht hat, weitere bedruckte Noten nicht auszugeben. Die Hansawerke haben dem Wunsche entsprochen.

Der Krönungsbecher von Wallasy. Das Krönungs­tomitee der englischen Stadt Wallasy hat die Bestellung auf 12,750 Krönungsbecher, die es bei einer deutschen Fir­ma bestellt hatte, zurückgenommen. Die Becher sollten an Kinder verteilt werden. Es entstand aber über diese Be­Stellung bei einer deutschen Firma ein gewaltiger Sturm der Entrüstung. Das Komitee entschuldigte sich, daß die deutschen Becher bedeutend billiger und besser seien als die englischen Proben. Nachträglich haben englische Firmen ebenso billige Angebote gemacht. Das Komitee entdeckte hun, daß es den Kontrakt mit der deutschen Firma wider­ufen fann, wozu es sich nun veranlaßt fühlt, um jeden Mißion aus dem Krönungsjubel auszuschließen.

Die Unterschlagungen im französischen Ministerium Des Auswärtigen. Die Untersuchung gegen den Direktor Samon des Ministeriums des Aeußern hat jetzt zur Ver­Haftung eines anderen hohen Beamten des nämlichen Mi­hifteriums geführt, nämlich des Bauleiters Chedanne. Thesanne war mit der Herstellung und Unterhaltung aller Gebäulichkeiten betraut, welche sowohl in Paris, wie im Ausland zu dem Ressort des Ministeriums des Aeußern gehören. Er hat u. a. die französische Botschaft in Wien gebaut, er leitete den gegenwärtigen Bau eines Botschafts­hotels in Washington und besorgte auch die umfangreichen Reparaturen am Botschaftshotel am Pariser Vlak in Ber­

Bet seiner Rückkehr von der großen Reise bringt, wie der Inf." aus Hoffreisen geschrieben wird, der Kronprinz etgenartige Erinnerungen mit, die in seinem Palais aus­gestopft als Jagdtrophäen Aufstellung finden werden. Die Jagdstrecke, die der Kronprinz auf seiner Reise in Indien machte, ist weniger sehr groß, als eigenartig und betrifft ein Wild, das er wohl niemals mehr vor den Lauf seiner Büchse bekommen wird. Am interessantesten sind zwei Leoparden, die der Kronprinz am 19. Dezember in Hei­derabad schoß. Der Kronprinz hat selbst die beiden Pan­ther erlegt, die er in dem Felsenlande von Heiderabad auf­spürte. Der erste Panther, der nur durch Fackeln und Feuerbrände, die in die Felsschluchten geworfen wurden, aufgestöbert werden konnte, wurde durch zwei Schüsse des Kronprinzen niedergestreckt. Beim zweiten Leoparden, der kurze Zeit hinterher sichtbar wurde, war der Kronprinz einen Augenblick sogar in Gefahr. Er hatte auf 25 Meter Entfernung dem Tiere eine Kugel in die rechte Seite ge­jagt, worauf fich der Tiger mit wütenden Sprüngen um= drehte und den Kronprinzen angreifen wollte. Er war schon auf eine Entfernung von 4 bis 5 Metern an den Kron prinzen herangekommen, als dieser ihn mit einem wohl­gezielten Schuß niederstreckte. Neben diesen beiden Leopar­den bilden die Antilopen den interessantesten Teil der Jagd­beute. Im ganzen erlegte der Kronprinz 18 Tiere. Zuerst jagte er sie nach Landesbrauch mit Jagdleoparden. Der Beherrscher von Heiderabad hatte dazu das Landgut Sissul Bandas zur Verfügung gestellt, da hier sehr viele Antilo= pen vorkommen. Es wurden nun drei Jagdleoparden, die gezähmt sind, auf die Jagd geschickt, als man der Tiere anfichtig wurde. Sowie der Kronprinz den ersten Leopar­den auf eine Antilope springen und sie niederreißen sah, er= hob er sofort daaegen Einspruch und ersuchte, die Jagd­

leoparden zurückzuziehen und an der Jagd nicht mehr tell­nehmen zu lassen, da er selbst nach deutscher Weidmanns­art die Tiere erlegen wollte. Im ganzen erlegte er dann 18 Antilopen, von denen er zwet nach Europa mitführte. Auch anderes erotisches Getter, wie schöne Vögel und ähn= liches bildeten die Jagdstrecke des Kronprinzen und werden jetzt einen Schmud seines Schlosses bilden, um ihn stets an seine interessante Reise zu erinnern. Nach Aeußerung des Kronprinzen gehört seine Indienfahrt nicht nur zu den lehrreichsten, sondern auch zu den schönsten Erlebnissen. Besonders ist er von der Liebenswürdigkeit und dem Ent­gegenkommen der Regierungen und der fremden Völker entzückt gewesen und sprach sich darüber mit den wärmsten Worten aus. Ob die vorzeitig abgebrochene Reise im nächsten Jahre fortgesetzt werden wird, ist zweifelhaft.

Drahtnachrichten und neuestes.

Vom mexikanischen Kriegsschauplak.

0 Frankfurt a. M., 20. April. Nach einer Meldung der Frankf. 3ig." aus Neuvork herrscht in Washington die Ansicht vor, daß die Friedensaussichten günstig seien. In diesem Sinne depeschierte der amerikanische Botschafter Wil­son aus der Stadt Mexiko, fügte indessen hinzu, die dor­ttgen Amerikaner seien neuerdings sehr beunruhigt. Es verlautet, die Insurgenten entfalteten eine neue lebhafte Tätigkeit und bereiteten einen Angriff auf Juarez sowie andere Grenzstädte vor, woraus neue Grenzfomplikationen, wie bei Aguaprieta, befürchtet werden. Nach Merifo rei­sende Amerikaner berichten, die Regierungstruppen töteten alle Verwundeten, auch die eigenen Leute.

Nenyork, 20. April. Nach einer Meldung aus El Paso haben die Aufständischen die Stadt Juarez aufgefor­dert, sich binnen 24 Stunden zu ergeben. Nach einem Tele­gramm aus Mexiko haben die Aufständischen einen voll­ständigen Bericht über die Friedensunterhandlungen mit der Regierung verlangt.

Eine Plünderung der Stadt Fez?

Tanger, 20. April. Nach einer Meldung des Kor­respondenten eines Pariser Blattes in Rabat sind dort Ge­rüchte verbreitet, wonach unter den Einwohnern von Fez eine Empörung ausgebrochen und die Stadt geplündert sein soll. Eine Bestätigung des Gerüchts liegt bisher nicht vor. Sommertemperaturen im April.

Berlin, 20. April. Die Hize am gestrigen Tage ist größer gewesen als in irgend einem anderen April der letzten 26 Jahre. Mittags stieg die Temperatur in Berlin auf 26 Grad. Aus anderen Orten werden gleiche Tempera­turen gemeldet.

Blutiges Ende eines Vereinsausfluges.

en, 20. April. Auf einem Ausflug des Turn­vereins Vormholz brachen Streitigkeiten aus. Dabei wurde der Hofbesizer Lieber von seinem Bruder mit der Vereins­fahne erschlagen. Der Getötete ist Vater von acht Kindern. Der Täter wurde verhaftet.

Von fremdländischen Schnittern eingeschleppte Krankheiten.

Schwerin, 20. April. Die alljährlich von russischen und galtzischen Schnittern eingeschleppten schwarzen Bocken neh­men in diesem Jahre eine außergewöhnliche Verbreitung an. In den letzten Tagen wurden fünf Fälle schwerer. Er­frankungen gemeldet, gestern wiederum zwei. Die gesamte Bewohnerschaft der Dörfer Klockow und Basephol bei Sta­venhagen mußte sich einer Schußimpfung unterziehen. Außerdem tritt in den Dörfern Pragdorf und Zirzow die ägyptische Augenkrankheit epidemisch auf, die von polnischen Schnittern eingeschleppt ist. In den Dörfern Dabelow und Krumbeck herrscht eine Scharlach epidemie, die ständig Opfer fordert.

Rückgang der Einwohnerzahl der Stadt Paris. Paris, 20. April. Nach der im März vorgenommenen Volkszählung hatte die Stadt Paris 2676 986 Einwohner gegen 2 722 784 Einwohner im März 1906.

Ein schwindelhafter französischer Bankier. Paris, 20. April. Der Bankier Rivier, der durch das schwindelhafte Versprechen, hinterlegte Gelder zu hohen Prozenten zu verzinsen, von vielen kleinen Sparern mehr oder minder große Summen erhalten hatte, ist seit gestern verschwunden. Die Fehlbeträge betragen 3 Millionen. Man glaubt, daß Rivier rit mindestns einer Million geflüchtet ist. Neues Opfer der französischen Militäraviatik. Reims, 20. April. Ein vom Reutnant Fougère ge= steuerter Eindecker stürzte infolge eines Windstoßes aus 20 Metern Höhe. Der Offizier wurde am Oberschenkel schwer verletzt.

Aus einem brennenden Grubenschacht glücklich gerettet. London, 20. April. In der Pington- Kohlengrube wurde ein elektrisches Kabel glühend und es brach Feuer aus. 400 Arbeiter waren eingeschlossen. Der Qualm drang aus der Schachtöffnung und Hunderte von Frauen und Kindern scharten sich in großer Aufregung zusammen. Ein Rettungs­forps begab sich mit Sauerstoffapparaten in den brennen­den Schacht. Es gelang, sämtliche Eingeschlossenen an die Oberfläche zu bringen, wo sich rührende Szenen zwischen den Geretteten und ihren Angehörigen abspielten.

Brand eines Hospitals.

Liverpool, 20. April. Durch den Einsturz eines Schorn­steins, der das Dach eines Krantensaales durchschlug, ent stand in einem Hospital ein Brand. Die Kranten fonnten, in wollene Decken gehüllt, in ein anliegendes Gebäude ge­rettet werden.

Bandel und Verkebr.

Preußischer Saatenstandsbericht um die Mitte des Mo­nats April, wenn 2 gut, 3 mittel und 4 gering bedeutet. Winterweizen: 2,7, Winterspelz: 3,0, Winterroggen: 2,8, Raps und Rübsen: 2,7, Klee: 3,1, Luzerne: 3,0, Riefelwiesen: 2,8, andere Wiesen: 3,1. In den Bemerkungen heißt es: Trotz der im Frühling zumeist schwachen, vorübergehenden Schneedecke sind.feine eigentlichen Auswinterungen zu be­merken, da der Winter überwiegend frostfrei war. Nachdem der Frühling um die Wende des Monats größere Wärme gebracht, die das Wachstum deutlich hervorrief, dürfte der im Laufe des Monats eingetretene Wettersturz mit starken Frösten den Saaten und den Futterpflanzen größeren Schaden zugefügt haben, als der Winter selbst. Doch wird der Schaden des Nachwinters für die Futterpflanzen grö­Ber sein, wie für die Saaten. Geradezu verheerend ist der Schaden, der durch die Mäuse hervorgerufen wird, was vor allem darin seinen Grund hat, daß in dem vergange­nem Winter feine Wettereinflüsse vorgekommen sind, die zu ihrer Vernichtung beigetragen hätten. Die Schadenziffern stehen noch nicht fest, doch dürften sie am allergrößten für Klee sein, und hter 50 und mehr, bis zu 90 Teile, ja 100 Teile der Anbaufläche betragen. Große Umpflügungen sind dadurch erforderlich geworden und bereits vorgenommen worden, die größten stehen noch bevor. Daher dürfte der Stand der Wintersaaten nirgends als befriedigend gelten, noch weniger aber der der Wiesen. Mit der Früh­fahrbestellung konnte infolge des guten Wetters rechtzeitig begonnen werden, doch ist dieselbe durch den Wettersturz be= deutend verzögert worden. Erwünscht wäre Regen, da der scharfe Wind in manchen Gegenden den Boden sehr ausge­trocknet hot.