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Gießener Zeitung

( Neueste Nachrichten)

Bezugspreis 50 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen

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oierteljährlich 1,50 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig­ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mf.- Erscheint Mittags 3 Uhr. Die Illustr. Weltrundschau" Redaktion: liegt alle 14 Tage einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.

Nr. 118.

-

Telephon: Nr. 362.

Hessischer Landtag.

der Großherzoglichen Bürgermeisterei

des Großherzoglichen Polizei- Amtes Behörden Oberhessens sowie vieler anderer Expedition: Seltersweg 83.

( Haus Brüder Schmidt.)

Samstag, den 20. Mai 1911.

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erklärt, in den Ehrenausschuß einzutreten. Der Festaus schuß wird in den nächsten Tagen gebildet. Eine Reihe Die 3 weite Rammer setzte gestern die Wei­von Ehrenpreisen ist bereits gestiftet, unter anderem von terberatung über die Errichtung einer Brifett der Universität, dem Provinzialausschuß, dem Kreis fabrik nebst elektrischer Zentrale auf dem Braunkoh- ausschuß, der Stadt Gießen und einer Reihe hiesiger lenbergwerk Ludwigshoffnung" in Wölfersheim fort. Firmen und Privaten. Die Jubelfeier des Gabelsber­ger Stenographenvereins findet am Sonntag abend statt Hierzu lag ein neuer Antrag von 20 Abgeordneten vor: Die Regierung wird ersucht, die Brikettfabrik nebst elek­und wird verschönt werden durch die Mitwirkung des trischer Zentrale und den Betrieb der Grube Wölfers- stehende Jubelfeier sind in der letzten Hauptversamm­Bauerschen Gesangvereins. Im Hinblick auf die heim im Einverständnis und gegebenenfalls unter Be­teiligung der Provinz Oberhessen einer Aktien- oder einer lung des Vereins folgende Herren, die alle seit einer anderen Gesellschaft zu übertragen und sich an einer sol- ihn in hervorragender Weise verdient gemacht haben, Reihe von Jahren dem Verein angehören und sich um chen zu beteiligen. Sollte sich diese Form nicht ermög= lichen lassen, so wird die Regierung ersucht, bei der Er­zu Ehrenmitgliedern ernannt worden, nämlich: Geh. richtung der Brikettfabrik und Ueberlandzentrale durch Kommerzienrat Heichelheim, der dem Verein schon seit Anstellung eines zweiten kaufmännischen Direktors, so­1862 als Mitglied angehört, Fabrikant Alfred Bock, Rentner Wilhelm Ferber, der einzige, neben Herrn Di­wie durch getrennte Buchführung und Bilanz für die ein­zelnen Teile des Gesamtunternehmens eine größere Ga­rektor Otto Bergen noch lebende Mitgründer, Direktor rantie für die Rentabilität der staatlichen Aufwendungen furist Theodor Vaubel. Das große Entgegenkommen, Friedrich May, Kanzleirat Eduard Schiffnie und Pro­zu schaffen. Die Regierung soll im Falle einer Grün­dung der Kammer hiervon Mitteilung machen." Abg. das die hiesigen Vereine, die rund 700 Gabelsbergersche Dr. Weber gibt ein eingehendes historisches Bild über Stenographen unserer Stadt zusammenfassen, überall die Erbauungsschwierigkeiten des Gruppenwasserwerks belsbergersche Stenographie in Gießen zu erfreuen hat. gefunden haben, beweist, welchen Ansehens sich die Ga­zu Lißberg und Inheiden, das heute mit einem bedeu­tenden Betriebsüberschuß arbeite. Abg. Stöpler begrüßt

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( Gießener Tageblatt)

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die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg. Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs­zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.

Telephon: Nr. 362.

Jahrg. 23.

Walderbachtal nach den beiden Krupp'schen Verwal­tungsgebäuden zu. * Diez, 20. Mai. Morgen findet hier die Haupt­versammlung des Gesamtvereins für nassauische Alter­fumskunde und Geschichtsforschung statt, an der sich der Hauptverein Wiesbaden und die Ortsgruppen Hada­mar, Limburg, Weilburg, Herborn, Dillenburg, Katzen­elnbogen und Langenschwalbach beteiligen.

** Biedenkopf, 20. Mai. Der Pfingst= markt wies einen sehr schlechten Besuch auf, was wohl tung von Viehmärkten wegen der Seuchengefahr haben hauptsächlich seinen Grund in dem Verbot der Abhal­dürfte.

*

Biedenkopf, 20. Mai. Die Landwirtschafts­Kammer hat eine Organisation zur planmäßigen Be= fämpfung von Pflanzenkrankheiten ein­Aufgabe der Sammelstellen darin, die ihnen eingesand­' gerichtet. Die Organisation gliedert sich im wesentlichen in Sammelstellen und Sammler, und zwar besteht die ten, von Krankheiten oder Schädlingen befallenen Pflan zen oder Pflanzenteile auf die Art der Gefährlichkeit des Krankheitserregers hin zu untersuchen und den Einsen­dern des Materials Auskunft über die zweckmäßigste Be­ben die Aufgabe, sobald sie das Auftreten einer nicht

* Eilbotenläufe nach dem Nieder- kämpfung der Krankheit zu geben. Die Sammler ha­wald. Die am Himmelfahrtstag von den Turnern

des Mittelrheinkreises veranstalteten Gilbotenläufe nach allgemein als ungefährlich bekannten Pflanzenkrankheit

freudig die Geneigtheit der Kammer, die Regierungs­vorlage anzunehmen. Redner bittet die Kammer, der Vorlage zuzustimmen. Abg. Breidenbach tritt ebenfalls für die Vorlage ein. Abg. Dr. Osann steht der Vor­lage nicht entgegen, aber es war eine eingehende Prü­fung nötig, daß man dieses Zweimillionen- Projekt nicht einfach hinunterschluckte. Baurat Schöberl bemerkt, daß die Rentabilität des ganzen Werkes in Verbindung mit der Ueberlandzentrale gesichert sei. Bei der Abstimmung werden die Ausschußanträge im Sinne der Regie rungsvorlage, sowie die Zusatzanträge des 3en- fung der Turnersänger den Tag beschließen. trums und der Nationalliberalen Partei e in stimmig angenommen. Ein Initiativantrag der Abgeord­neten Dr. Weber und Brauer, die Ablösung der Steuer­freiheit von gemarkungsselbständigem Grundbesitz betr., findet einstimmige Annahme. Hierauf erfolgt die Be sprechung der Anfrage des Abg. Köhler- Langsdorf, die Anwendung des Polizeistrafgesetzbuches vom 10. Otto­ber 1891 auf den Betrieb der Automobile betreffend. Abg. Wolf wendet sich in scharfen Worten gegen das zu schnelle Fahren der Autos auf der Landstraße. Abg. Breidenbach führt Klagen über das zu schnelle Fahren der Automobile in der Nauheimer Gegend.

dem Niederwald dürften sich zu einer großen Kundge­bung gestalten. Ihnen liegt in nationaler Würdigung der Gedanke des 40jährigen Friedens zugrunde, und es werden bei dieser Gelegenheit auch diejenigen Punkte berührt, die eine historische Bedeutung haben. Die Ver­anstaltung, an der 3000 bis 4000 Turner mitwirken, findet bei jeder Witterung statt. Am Niederwalddenkmal selbst wird eine einfache, würdige Feier unter Mitwir­

Die nächste Sitzung findet Dienstag vormittag 10 Uhr mit folgender Tagesordnung statt: 1. Ersatzwahl eines Abgeordneten im 4. Wahlbezirk der Provinz Ober­hessen( Hungen2c. Lich). 2. Ersatzwahl eines Abgeord­neten für Darmstadt. 3. Regierungsvorlage, Verkauf des Schlosses zu Homberg und Ankauf eines Dienst- und Wohngebäude für den Bezirkskassierer betreffend. 4. Re­gierungsvorlage, Entwurf eines Gesetzes zur Aenderung der Gebührenordnung für die Großherzoglichen Notare vom 30. Dezember 1904. 5. Antrag der Abgeordneten Pennrich, v. Brentano und Genossen, Errichtung einer Rheinbrücke zwischen Bingen und Rüdesheim betreffend. 6. Antrag der Abgeordneten Ulrich u. Gen., die natio­nale Einheitsschule betreffend. 7. Vorstellung der Stein­brucharbeiter zu Aschbach, Ausbeutung von Granitstein lagern im Odenwald betreffend.

Aus Stadt und Cand.

Gießen, den 20. Mai. Baumeister Traber ist von dem Posten des städtischen Branddirektors zurückgetreten und an seiner Stelle ist Stadtbaumeister Braubach von den Stadt­verordneten in geheimer Sitzung gewählt worden.

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Jubelfeier des Gabelsberger Ste nographen Vereins Gießen und das Ver­bandsfest des Hess.- Nass. Verbandes Gabelsbergerscher Stenographen. Das endgültige Programm für das am 1., 2. und 3. Juli hier stattfindende Stenographenfest ist nunmehr festge legt. Nach den bis heute eingegangenen Zusagen ver­spricht die Beteiligung noch weit größer zu werden als die bei früheren Festen, denn schon jetzt liegen von den Vereinen südlich des Mains so viel Meldungen vor, daß ein Sonderzug von Frankfurt a. M. aus gesichert ist. Die Herren: Geh. Justizrat Prof. Dr. Biermann, Provinzialdirektor Dr. Usinger, Oberst von Trotta, gen. Treyden, Landgerichts direktor Dr. Güngerich, Oberbür­germeister Mecum und Geh. Kommerzienrat Heichelheim

* Vom 28. Bundesfest des Deutschen Radfahrerbundes. 12 000 Mark an Preisen winken den Teilnehmern an den sportlichen Konkurren zen, die gelegentlich des 28. Bundesfestes des Deutschen Radfahrerbundes in der Zeit vom 5. bis 9. August in Frankfurt a. M. stattfinden. Dazu kommen noch die stattliche Zahl der überaus wertvollen Ehrenpreise, die von staatlichen und städtischen Behörden, Vereinen und Korporationen gestiftet worden sind. Die Preise wer­den für die verschiedensten Konkurrenzen des Radsports vergeben werden und zwar für die verschiedenen Wett streite im Saalfahren, für Radballspiele, Rennen und Straßenfahren. Beinahe alle großen Ereignisse im deut­schen Radsport für das Jahr 1911 werden gelegentlich des Bundesfestes in Frankfurt entschieden werden.

Erstickt durch einen Maikäfer. In Münster a. St. setzte ein 7jähriger Knabe seinem halb­jährigen Brüderchen einen Maikäfer auf den Mund. Das Kind schob den Käfer in den Mund und erstickte daran, ehe ärztliche Hilfe gebracht werden konnte.

*

Stangerod, 20. Mai. Heute begehen unser Bürgermeister Joh. Bock und seine Ehefrau in voller förperlicher und geistiger Rüstigkeit das Fest der gol­denen Hochzeit.

oder eines Pflanzenschädlings beobachten, dafür Sorge zu tragen, daß, falls sie nicht selbst zur Erteilung der nötigen Belehrungen imstande sind, die zuständige Sam­melstelle baldigst benachrichtigt und mit geeignetem Un­tersuchungsmaterial versehen wird. Die für den Kreis Biedenkopf zuständige Sammelstelle wird geleitet vom Lehrer Merkel- Biedenkopf.

*

Frankfurt, 20. Mai. Zu der Absicht der Milchhändler, den Landwirten einen Pfennig mehr für die Milch zu zahlen und den Aufschlag auf die Ver­braucher abzuwälzen, erklärt das Gewerkschaftskartell und der Sozialdemokratische Verein: Den ersten Teil des Beschlusses haben die Milchhändler mit sich auszuma­then. Es bleibt jedem unbenommen, sich so viel auf­halsen zu lassen, als er Lust hat. Sollten aber die Milchhändler glauben, daß auch die Konsumenten die Flinte in das Korn werfen, so haben sie sich bitter ge­täuscht. Die Frankfurter Milchkonsumenten werden die­sen Kampf führen bis zu seinem siegreichen Ende! Wir fordern deshalb zunächst auf, die Adressen aller derjeni­gen Milchhändler einzusenden, welche die Milch zum erhöhten Preise verkaufen. Diese Namen werden wir der Deffentlichkeit übergeben, damit die Konsumenten ihre Stellung darnach einrichten können."

Junge Frauen und junge Mädchen.

Wenn die Jungfrau in der Ent­

Laubach, 20. Mai. Schlagfertige Sangesbrü- wickelungsperiode angelangt ist, stellen der. Bei einem Ausflug des Gesangvereins Eintracht sich oft Störungen ein; sie wird bleich nach dem Forsthaus Ruthardshausen kam es zwischen

mehreren jungen Leuten zu Streitigkeiten, die in Tät und matt, Kopfschmerzen und Schwin­lichkeiten ausarteten. Einer der Burschen erhielt von sei delanfälle treten auf. Verdauungsbe­nem Gegner einen Schlag mit dem Spazierstock über den Stopf, daß er blutüberströmt zusammenbrach. Der Verschwerden und Bückenschmerzen treten letzte wurde auf einem Wagen nach Hause gebracht und in ärztliche Behandlung gegeben.

Bad Nauheim, 20. Mai. In der abge beträgt die Gesamtfrequenz bis zum 18. Mai 1911 6591 Personen, wovon an genanntem Tage noch 4798 an

laufenen Woche sind 1669 Kurgäste angekommen und

wesend waren. Bäder wurden bis zum 18. Mai 52 164 abgegeben.

Weilburg, 20. Mai. Die Stadtverordneten­versammlung beschloß in seiner letzten Sitzung die An­nahme der der Stadt von dem verstorbenen Fräulein

Charlotte Kretschmer vermachten Summe von 20 000

Mark, deren Zinsen unbemittelten Kranten aus Weilburg und den vier Kirchspielsorten zur Verpflegung im Kran kenhause nach den Beschlüssen einer zu bestimmenten Kommission zu gute kommen sollen, ebenso die An­

nahme eines weiteren Legates von 3000 Mt. für In

standhaltung der beiden Grabstätten und Errichtung eines

Grabsteins. Ferner stimmten die Stadtverordneten dem

neuen Vertragsentwurf mit der Krupp'schen Bergver=

als Vorsitzender der Handelskammer haben sich bereit waltung betr. Legung einer Starkstromleitung aus dem

läftig auf. In dieser Periode verord­nen die Aerzte mit Vorliebe Leciferrin, welches das Blut bereichert, die Cirku­lation befördert und frisches, gesundes Aussehen schafft.

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