Einzelbild herunterladen

Botschafter Hills Rücktritt.

Die Gastrolle, die Mr. Hill als Botschafter der Vereinig­ten Staaten am Berliner Hofe gespielt hat, ist aus. Als Bill im Juni 1908 sein Amt antrat, weissagte man ihm fo= gleich ein baldiges Ende seiner Botschafterherrlichkeit. Wie noch erinnerlich sein dürfte, war seine Ernennung auf ge­wiffe Widerstände gestoßen, weil man in den maßgebenden Berliner Kreisen befürchtete, daß Mr. Hill, der von Hause aus vermögenslos ist, mit den verhältnismäßig geringen Mitteln, die die Vereinigten Staaten ihren diplomatischen Vertretern gewähren, nicht den hohen Repräsentations­pfichten seines Amtes gerecht werden könnte. Diese Be­denken, an deren Aufkommen der frühere Botschafter Tower beteiligt gewesen sein sollte, wurden zwar nicht offiziell er­hoben, und da die amerikanische Regierung durch Nichtan­erkennung Hills indirekt zugegeben hätte, daß sie thre Dt­plomaten ungenügend besoldet, so wurde die Ernennung vollzogen. Hill, der zu den begabtesten Staatsmännern der Union gehört und speziell die deutschen Verhältnisse ein­gehend studiert hat, wußte auch schon bei seiner ersten in­offiziellen Begegnung mit dem Kaiser alle Bedenken zu zer­streuen. Gleichwohl erhielt sich das Gerücht, daß Amerika bei der Ernennung Hills nur seinen Standpunkt habe wah­ren wollen und die erste Gelegenheit ergreifen werde, um Hill durch eine zahlungsfähigere Persönlichkeit zu ersehen.

Osten gegen die Parteinahme des Zentrums für die Polen.

Deutsche Rekruten in der Frembenlegion. Eine amt­lich bediente militärische Fachzeitschrift in Paris bringt die Mitteilung, daß die Anwerbungen bei der Fremden­legion im Jahre 1910 größer waren als früher. So haben sich in Verdun 147 Deutsche und in Nancy 190. Deutsche für die Fremdenlegion angemeldet. In Verdun wurden nur 50 Prozent und in Nancy 80 Prozent angenommen. Hoffentlich bewirken die neuesten Erörterungen über die Fremdenlegion, daß der Zuzug deutscher Rekruten zu dieser Truppe endlich aufhört.

-

Eine neue republikanische Verfassung für Portugal gewinnt unter den Händen der Minister greifbare Ge­stalt. Die Hauptpunkte der Vorlage sind folgende: Die Nationalversammlung soll aus 200 Mitgliedern bestehen, die den Präsidenten der Republik auf 5 Jahre zu wählen haben. Der Präsident soll das Ministerium ernennen, dessen Amtsdauer 5 Jahre sein soll. Es soll tein Minister des Auswärtigen ernannt und kein bevollmächtigter Bot­schafter an fremde Höfe gesandt werden, vielmehr sollen die Konsuln im Ausland die nötigen diplomatischen Funk­tionen ausüben. Der ganze Plan ist auf größte Sparsam­feit und Vermeidung aller nicht unbedingt nötigen Aus­gaben zugeschnitten.

Schon als Taft als Präsident sein Amt antrat, glaubte man diese Gelegenheit gekommen. Es hieß, Hill set zum Staatssekretär des Auswärtigen für Tafts Kabinett aus­ersehen. Diese Voraussage erfüllte sich damals allerdings noch nicht. Erft jetzt tritt Hill zurück, um die Leitung der auswärtigen Angelegenheiten Amerikas zu übernehmen. Er ist doch fast drei Jahre in Berlin gewesen und hat es rasch verstanden, sich im amtlichen, wie im gesellschaftlichen Verkehr eine feste Stellung zu sichern, nicht zum wenigsten durch sein ruhiges und liebenswürdiges Wesen. Auf diplo­matischem Gebiete hat er größere Erfolge nicht zu erringen vermocht, dazu fehlte es an Gelegenheit; doch rühmt man an unterrichteten Stellen seine eifrigen Bemühungen zur Förderung der deutsch- amerikanischen Beziehungen, und auch sein Verhältnis zum Kaiser soll sehr herzlich gewesen sein. Seiner Arbeit ist wohl auch die Verminderung der Zollschikanen gegenüber der deutschen Einfuhr in Amerika zugute zu schreiben. Der wichtigste Differenzpunkt zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten, die Kalifrage, die in der Hauptsache freilich ein Interessentenstreit ist, der an sich die Stellung eines Botschafters kaum berühren kann, ist ungeklärter als je. Vielleicht sind hier noch die letzten Gründe für seinen Rücktritt zu suchen, wenn auch bei der verworrenen Situation und dem geheimnisvollen Schleier, der auf beiden Seiten über den Stand der Verhandlungen gebreitet wird, nicht zu ersehen ist, ob tatsächlich größere Differenzen zwischen ihm und der Leitung der auswärtigen Angelegenheiten in Washington vorliegen. Im Staatsde­partement zu Washington wird übrigens erklärt, daß der Rücktritt Hills von dem Botschafterposten in Berlin nicht mit seiner Haltung in der Kalifrage zusammenhänge.

Rundschau vom Cage.

Politisches.

Ostern auf Achilleion. Die kaiserliche Familie nahm Sonntag vormittag an einem Gottesdienst in der Schloß­tapelle teil, welchen Oberpfarrer Goens abhielt, und be­gab sich darauf zur Stadt, wo sie vom Balkon des Königs­palastes der großen Prozession zuschaute, welche aus Anlaß des griechischen Palmsonntags Korfu durchzog. Nach der Mittagstafel im Achilleion fuhren die Majestäten und die Prinzessin abermals zur Stadt und gingen an Bord der Hohenzollern, wo um 4 Uhr das Ostereiersuchen der Matro­sen vor sich ging. Das Wetter war sehr schön.

Fallieres Besuchsreise nach Afrita. Auf seiner Reise nach Tunis traf der Präsident der französischen Republik Fallieres Sonntag nachmittag in Toulon ein. Auf eine Begrüßungsansprache des Bürgermeisters im Rathause er­widerte der Präsident, er sei stolz auf das Geschwader, auf dem er sich einschiffen wolle. Sodann rief er die Erin= nerung an die schmerzliche Katastrophe auf dem Panzer­schiff Jena wach und fügte hinzu, daß man ohne die Ver­gangenheit zu vergessen, mit vollem Vertrauen in die Zu­funft blicken könne dank dieser Marine, die heute an der Spitze einen Mann habe, den man nicht, ohne eine Un­gerechtigkeit zu begehen, würde angreifen können. Er be­gebe sich nach Tunesien, um dieses Land zu begrüßen und sei sicher, dort Huldigungsbeweisen für Frankreich zu be­gegnen. Das Linienschiff Veritee, das mit dem Präsidenten Fallieres und den Ministern Delcassee und Pams an Bord in See gegangen ist, wird von sechs Panzerschiffen und zehn Torpedobooten begleitet.

Ein Gegenbesuch des Erzherzogs Franz Ferdinand beim deutschen Kronprinzenpaare in Potsdam soll nach Wiener Meldungen in dortigen Hoftreisen erwogen wer­den. Weiter geht das Gerücht, daß der Erzherzog Franz Ferdinand, der dem Deutscher Kaiser jüngst den vor Pola ankernden Teil der österreichisch- ungarischen Schlachtflotte vorgeführt hat, auf Einladung Kaiser Wilhelms an den diesjährigen deutschen Flottenmanövern teilnehmen wird. Welcher von diesen beiden Plänen ausgeführt werden soll, Steht noch nicht fest, es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß beide Pläne verwirklicht werden.

Vorbereitungen für die Reichstagswahl. Nach badi­schen Blättermeldungen soll der frühere Gouverneur von Deutsch- Südwestafrika, General v. Leutwein, eine liberale Reichstagskandidatur für den Wahlkreis Pforzheim- Dur­lach übernommen haben. Den Kreis vertritt jetzt der So zialdemokrat Eichhorn, der aber nicht wieder kandidieren wird. Die Sozialdemokraten haben an seiner Stelle einen Parteisekretär aufgestellt.

Ein Wahlverband der deutschen Katholiken der Pro­vinz Posen" ist, wie die Schlesische 3tg." meldet, in der Bildung begriffen. Seine Bestrebungen richten sich ge= meinsam mit denen der Vereine deutscher Katholiken im

17)

Des Rätsels Lösung.

Roman von Ludwig Blüm ck e. ( Nachdruck verboten.)

Landes sei bedentlich. Die Regierung erließ einen all gemeinen Aufruf an Freiwillige zur Ableistung eines sechss monatigen Militärdienstes. Ein Telegramm aus Los Angeles( Kalifornien) meldet, daß die gesamten Strett­fräfte der Aufständischen und die Regierungstruppen bet Aquaprieta seit Montag früh in eine große Schlacht vers wickelt sind.

Die Nachrichten aus Marokko, die am Ostermontag in Madrid eingetroffen sind, lauten sehr ernst. Einer der aufrührerischen Stämme soll einen letzten Angriff gegen Fez ausgeführt haben, in dem Augenblick, wo in der Stadt eine Meuterei ausgebrochen war. Die Rückkehr der Sul­tanstruppen ist wegen des sintfiutartigen Regens unmög­lich. Nach einer Blättermeldung gestaltet sich die Lage in Fez immer schwieriger. Am 9. d. bombardierte die Ar­tillerie des Sultans beim Morgengrauen die Angreifer. Die Aufrührer plünderten das Gebiet eines dem Sultan treu gebliebenen Stammes. Zahlreiche Eingeborene wur­den getötet. Das Haus des Gouverneurs ist in Brand gesteckt worden. Die Konsuln haben den Europäern unter­sagt, sich außerhalb der Stadt zu begeben. Mit Rücksicht auf die ernste Lage in Marokko hat die französische Regie­rung beschlossen, die Truppen im Aufstandsgebiet zu ver­stärken. Vier Bataillgne Koloniaîtruppen gehen binnen furzem dahin ab.

Der Inspektor machte einen tiefen Diener und schaute seinem jungen Herrn mit nicht gerade pfiffigem Gesicht nach. Wie er nun aber sah, daß derselbe nicht aus dem Schloß ging, sondern in den Gang einbog, der zu des Rentmeisters Kontor einbog, da konnte er seine Neugier nicht zähmen. Es mußte hinter diesem Besuch etwas ganz Besonderes stecken. Sollte es etwa zu einem Bruch mit der Komtesse gekommen sein? Hatte der Leutnant wieder Schulden gemacht?

Kleine Nachrichten.

Der preußische Landtagsabgcornete Borgmann( Sozial­demokrat), der den Wahlkreis Berlin 5 vertrat und auch der Berliner Stadtverordnetenversammlung angehörte, ist am Ostersonntag in Berlin gestorben.

Eine Zugentgleisung hat sich am Sonntag nachmittag auf dem Spandauer Bahnhof ereignet. Bei der Einfahrt eines Personenzuges entgleisten der Gepäckwagen und dret Personenwagen, vermutlich infolge vorzeitigen Umstellens der Eingangsweiche. Leicht verletzt wurden durch Glas­splitter zwei Personen. Der Betrieb wurde nicht gestört.

Eine schwere Meuterei chinesischer Truppen wird aber­mals von der chinesisch- russischen Grenze gemeldet: In einem chinesischen Dorfe empörte fich eine Abteilung chine­sischer Soldaten. Diese ermordeten den Offizier, mißhan­delten die Unteroffiziere und beraubten die Kaufleute. Eine zweite Abteilung schloß sich ihnen an. Die Zivil­behörden sowie die Kaufleute erbaten von den russischen Behörden die Erlaubnis, auf russischem Gebiet Schutz zu suchen.

Zwei tödliche Eisenbahnunfälle haben sich am Sonn­abend ereignet. Auf dem Bahnhof Kupferdreh bei Essen wurde ein Reisender, ein Ingenieur, der seinem verloren gegangenen Hut nachlief, von einer einfahrenden Lokomo­tive getötet.. In Wildeshausen bei Oldenburg wurde die Gutsbesitzerin Dasenbrock, die in einen fahrenden Zug springen wollte, überfahren und getötet.

Ein folgenschwere Schlägerei zwischen einheimischen nud froatischen Arbeitern fand am Sonnabend in Remscheid statt. Eine ganze Anzahl der Beteiligten trugen schwere Verletz­ungen davon. Fabrikant Heier von der Firma Heier und Hessenbruch, der den Streit schlichten wollte, erhielt einen lebensgefährlichen Stich in die Herzgegend, Hessenbruch ver­lor ein Auge. Die Haupttäter wurden verhaftet.

Eine neue 5prozentige chinesische Anleihe. In Peking erwartet man jetzt die Unterzeichnung der 5prozentigen Anleihe, zu deren Abschluß sich die chinesische Regierung be­reit erklärt hat. An der Uebernahme nehmen in gleichem Maße Deutschland, England, Frankreich und die Vereinig ten Staaten teil. Die Anleihe wird 10 Millionen Lstrl. betragen, der Uebernahmefurs ist mit 95 Prozent in Aus­sicht genommen. Der größte Teil der Anleihe ist für die Reorganisation des chinesischen Währungssystems bestimmt. Ein anderer Teil soll zur Förderung des Handels in der Mandschurei dienen.

Er wollte und mußte wissen, was geschehen war. Vor­fichtig folgte er Hardi, der eben in Herrn Rabens Kontor eingetreten war. Der lange Gang war durch eine matt­erleuchtete Petroleumlampe so spärlich erhellt, daß es sehr Teicht möglich war, sich in irgend einer der vielen Nischen wohl zu verbergen. Da der Leutnant laut sprach und Woltersdorf ungemein scharfe Ohren besaß, so konnte die= sem taum ein Wort von dem entgehen, was drinnen ge­sprochen wurde, wenigstens soweit Hardi der Sprecher war. Nachdem dieser den Rentmeister sehr hastig begrüßt, sagte er mit bebender Stimme: Herr Raben, Sie müssen mir einen Dienst erweisen, für den ich Ihnen zeitlebens dankbar sein werde. Erschrecken Sie nur nicht, es ist nichts Schlimmes, das ich von Ihnen verlange.- Sagen Sie mir mal erst, wieviel Geld haben Sie in der Kasse?" Der Rentmeister riß, wohl ahnend, was da kommen follte, verlegen an seiner Brille und antwortete mehr me= chanisch als mit Absicht: Es sind 6525 Mark."

-

Run, dann ist es gut. Ich brauche ganz furchtbar dringend zweitausend Mark. Auf Ehre und Gewissen, nicht etwa, weil ich Schulden gemacht habe! Ueber das Wozu und Warum darf ich nicht sprechen. Meine Ver­ficherung dürfte Sie jedenfalls beruhigen. Da Papa nicht zu Hause, wie ich zu meinem größten Leidwesen erfuhr,

In einen Grubenschacht gestürzt und zerschmettert. Auf Zeche Mathies Stinnes" bei Essen stürzten beim Betreten des Förderkorbes zwei Bergleute mehrere hundert Meter tief in den Schacht. Beide wurden zerschmettert.

Auf ungewöhnliche Weise ums Leben gekommen ist in Maasdorf, Kreis Köthen, die 61jährige Ehefrau des Mau­rers Franz Kindermann. Ste stürzte mit einer Leiter um. als sie auf den Heuboden steigen wollte, und fiel kopfüber in ein daneberstehendes Wasserfaß. Mit dem Kopf in dem Faß steckend, wurde sie tot aufgefunden.

Aus Merito lauten die Nachrichten für die Regierung des Präsidenten Diaz immer ungünstiger. In allen meri­fanischen Staaten ist das Schwinden der Macht der Bun­desregierung deutlich bemerkbar. Daß der Aufruhr im Wachsen begriffen sei, zeige sich auch in dem Auftauchen zahlreicher Banden, die das Land brandschaken. Die Bun­desbehörden seien unfähig, den Räubereien Einhalt zu tun, und die Lage einiger abgetrennt liegender Teile des

Aus Verschen den eigenen Bruder erschossen hat in dem Dorfe Morl bei Halle a. d. S. der siebenjährige Sohn des Fleischers Hernig. Der Junge hantierte mit einem Revol­ver, ohne zu wissen, daß er geladen war. Plötzlich entlud sich die Waffe, und die Kugel drang dem älteren Bruder des Knaben in den Mund, so daß der Junge sofort tot war.

so muß ich Sie bitten, mir das Geld zu leihen. Ich hoffe, es in wenig Tagen zurückgeben zu können, jedenfalls ver­pflichte ich mich, es noch vor dem Ersten zu tun. So lange liegt das Geld ja hier doch nußlos im Schrank."

Der alte Rentmeister hatte die Brille von der Nase gerissen und putte die Gläser mit seinem Taschentuch in nervöser Hast.

Ein Frauenmord ist in der Nacht zum Ostersonntag in München verübt worden. Auf dem Thalkirchner Oberfeld in unmittelbarer Nähe Münchens wurde die 49jährige Frau Monika Huber in bestialischer Weise ermordet aufgefunden. Der Täter, ein 25jähriger Arbeiter namens Anton Schmidt, ist verhaftet. Er hat ein Geständnis abgelegt.

Ein schweres Automobilunglück hat sich am Sonnabend nachmittag in der Nähe der an der Berlin- Hamburger Chaussee gelegenen Ortschaft Bralsdorf ereignet. Der Wa­gen, der dem Direktor Fürstenberg von der Berliner Han­delsgesellschaft gehörte, fuhr in schnellem Tempo einen san­digen Abhang hinunter, wobei ein Rad in dem weichen Bo­den stecken blieb. Das Automobil überschlug sich und be­grub sämtliche fünf Insassen unter sich. Die beiden Chauf­feure und eine Berliner Modistin blieben sofort tot, die bet­den anderen Insassen kamen mit leichten Verletzungen davon.

Also dann ist doch alles wahr, was man über den Leutnant munkelt," sagte er zu sich selber. Der Hardi muß ein schlechter Charakter sein, wenn er so mit Ver­sprechungen und Ehrenwort herumwirft, als gäbe es nichts Heiliges mehr auf Erden. Hält das Junkerchen mich denn für einen Narren? So eine dumme Ausrede sollte ich ihm nach alledem glauben? Ach nein, in Kinderhänden bin ich denn doch nicht!"

Die Tragödie einer italienischen Professorenfamilie. In Caftrogiovanni in Mittelitalten ereignete sich ein Fami ltendrama, dessen Ursachen bis jetzt noch nicht aufgeklärt sind. Dort erschoß der Realschulprofessor Bruno seine Frau, seis ne zwei Kinder und dann sich selbst. Der Professor hielt, als man die Letchen fand, sein jüngstes Kind in fester 11m­armung.

In nicht gerade liebenswürdigem Ton antwortete dann nach einigen Minuten langsamen Ueberlegens der Rentmeister in etwas schroffem Ton: Herr Leutnant, da haben Sie sich an die verkehrte Schmiede gewandt. Ihr Herr Vater hat mich vor einem Jahre gebeten, Ihnen hinter seinem Rücken niemals Geld zu geben. Ich habe Seiner Exzellenz sogar mein Wort darauf geben müssen. Und ich habe mein Wort noch nie gebrochen, darf ich be­haupten, ohne mir schmeicheln zu wollen, denn ich verachte jeden Menschen, der es bricht."

Eine Kirchenschändung ist in einem kleinen Orte bet Versailles verübt worden. In der protestantischen Kirche von Jony bei Versailles wurde nachts die ganze Einrichtung zertrümmert, in der Safristet wurden die Register zerris sen. Man glaubt, daß es sich um einen Akt von Fanatis­mus handelt.

Hardi stampfte auf den Fußboden, daß der Sporn an seinem Stiefel klirrte. Mann, dachen Sie mich nicht rasend! Für was halten Sie mich denn eigentlich? Ich bin kein Schuft, dem Sie nicht glauben dürfen!" rief er so laut, daß der Horcher an der es nicht nötig gehabt hätte, seine Gehörnerven gaz so start anzuspannen und es jedenfalls am äußersten Ende des Ganges verstanden haben würde.

Todessturz eines französischen Aviatikers. Während eines Ueberlandfluges überschlug sich bet Chevreuse der Eindecker des Leutnants Byasous in der Luft und stürzte ab; der Flieger war sofort tot.- In Reims stürzte der Flieger Delange infolge einer scharfen Wendung mit einem Eindecker aus 100 Meter Höhe ab. Er wurde an Kopf, Brust und Beinen schwer verletzt.

Herr Leutnant, mein höchstes Gebot ist die Pflicht!" versette Raben mit würdigem Ernst. Ich kann nicht anders."

370 000 Tote von Messina. Die Generaldirektion des italienischen statistischen Amtes veröffentlicht einen Be richt über die Erdbebenkatastrophe in Messina, in welchem sie die Zahl der Todesopfer nach den Akten und genauesten Feststellungen auf 370 000 angibt.

Da schwand Hardis Zorn, er bot dem alten Manne

Dynamitanschlag auf einen japanischen Eisenbahnzug. In der Nähe von Kioto bei Tokio wurde durch Dynamit das Bahngleis gesprengt und ein Eisenbahnzug zum Ent­gleisen gebracht. Der Maschinist und der Heizer wurden schwer, 10 Reisende leicht verletzt; die Lokomotive und ein Wagen wurden zertrümmert.

die Hand und sagte beschämt: Verzeihen Sie, daß ich so aufbrauste. Ich schäze Ihre Gesinnung und möchte nur wünschen, Sie hätten die Ueberzeugung, daß auch ich mich derselben bestrebe. Ich muß also unverrichteter Sache zurückkehren. Wollen Sie, bitte, meinem Vater kein Wort von diesem Borfall sagen, überhaupt nicht erwähnen, daß ich hier war. Ich werde das selber tun, denn es ist nicht mit wenigen Worten erklärt. Gute Nacht, Herr Raben."

Die be

Dentfen vorigen Ja nuarzufluß Februar if blieben. der Zeitsch

einen Webe gen von 16

fm Vorjah deutschen Tionen Ma 200 Million ten im Jar 107 Millio fielen je Mark, und Einzahlun Diesmal f

Damit ging Hardi tiefbekümmert von dannen. Jetzt gab es nur noch eine Möglichkeit: Der Bankier Jakob Hildebrand muß helfen! Den werde ich heraus­flingeln und bei Nacht und Nebel anpumpen. Er hat mir ja in meiner Fähnrichszeit schon manchesmal aus der Klemme geholfen. Aber, wenn der nun auch versagt?- Edelgard müßte mich in der Tat für einen wenig zuver­lässigen Vertrauensmann halten und dürfte bei ihrer Empfindlichkeit aus diesem Mißerfolg für mich recht un­angenehme Schlüsse ziehen."

nuar.

Eine a

auf einem fchaffner& an einem nachzufeher Mann ohn thm einen

blieb trob

verlustes

fonen nad

Nachdem e feine Webe hain. Der geben wer

einen aus

Mecker, de

Auf der er durch bezeichnete fen und führen.

Der Bankier und Makler Hildebrand, der mit dem General in regem geschäftlichen Verken: stand, war von diesem ebenso wie Raben sehr dringend ersucht worden, dem leichtsinnigen Herrn niemals auszuhelfen, da sie es sonst mit ihm, dem wohlmeinenden Vater, für alle Zeit verdorben haben würden.

Kein Wunder also, daß Hardi, wie er lange nach Mitternacht es endlich möglich gemacht, diesen Herrn zu einer kurzen Zwiesprache zu bewegen, wieder keinen Er­folg hatte. Doch Herr Hildebrand wurde augenscheinlich zu seines Herzens Härtigkeit von anderen Beweggründen geleitet als der ehrenwerte Raben. War es bei dem die Pflicht, so war es bei diesem lediglich der Profit. Er machte deshalb auch ein gut Teil Worte mehr, beschwor sich und beteuerte hundertmal, daß er der gutmüigste Mensch von der Welt, daß er dem Herrn Leutnant in jeder Lebenslage ein Freund sein wollte, nur in diesem Falle könnte er es nicht, da er auch nicht zehn Taler im Hause hätte. ( Fortsetzung folgt.)

In K Hauptbahn

angehalten Er hatte e

te fich Alb

Eltern 191 rant als fei er nad

gekommen

pädträger

Dienstbud

Hedwig

Das Die

Da aber

Tegte eine

währte, fo

dies Dien

gab er, im

Stese Hed

Jahre na

wollte, un

Amerita a

Ein e

Blatt beri

fehr gefäh

wehrleut

verabschie

schen Fa

dentlich t

Tänzerin

lezt Wed

Namen

nach Lond

nach Ung und zur

hatte, bot Dienste ralstab r

Monte C

den letzte

Landsma

Schen Ko

nach Wie

cafee ver

Groß

gen 6 U

flee bet

Holzfach das gan

über in

auf bis

den Gel

Das ganz

ist im A

find nich

als Zusch

die ohnn

Männern

Frau ein

Ein

nusort, t

wird, die

führt,-

Higfte Rol

zum größ

in der

Mainz be wirtschaft

und ande

Die Seel

thre Mär

auch schon

durch eine

öffentliche

helle in

thren Ge

ung eines

Ständigen te Bielie

wächters wohnern

mäß meist

Der einem

Rein Ehe ben oder

Prüg gen- Dre

am Sonn

geret. D und ein

ben das

ogen vor ich erhob

In der en

ganze Ger folgt non

Störer de