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1847
sende und erforschte den ganzen westlichen Sudan zwischen Kuta : die und Timbuktu. Später folgten Ed. Vogel, M. v. Beurmann, über- Gerhard Rohlfs, der von Tripolis seine Reisen als bester Renner Nordafrikas antrat; auch Gustav Nachtigal begann der 1869 seine erfolgreiche Forscherreise in Tripolis. Seit 1870 hat sich das Interesse, trotzdem in Nordafrika und der Sahara noch viel unerforscht ist, Südafrika zugewendet. Jetzt erst regt sich wieder das Interesse für die Straßen, von denen unsere berühmtesten Forscher ins Innere Afrikas zogen: Im Juli 1906 trat der Schweizer Hanns Vischer, in englischem Dienste, mit einer Expedition von Tripolis eine Reise an, die in Tibesti ihren Beschluß finden sollte. Dieses Unternehmen hat, soviel wir wissen, faum mehr als in Gelehrtenkreisen Be
reizte die Keselust der Engländer von neuem, die seit 1845 die tripolitanische Provinz wieder als Stützpunkt für Erpeditionen ins Innere benutzten. In den Jahren 1845/46 bereiste Richardson die Oasen Fessan, Ghadames, Rhat und entwarf den Plan zu einem Vorstoß ins Innere, nach dem Sudan. Mitte der 50er Jahre begann Barth, der Hamburger Forscher, seine Entdeckerzeit in Nordafrika; er war durch Petermann Bunsen veranlaßt worden( 1849), sich an der großen englischen Expedition zu beteiligen, die Handelsbeziehungen mit den mohammedanischen Reichen des Sudans anknüpfen sollte.
und
Straße in Tripolis.
Im Jahre 1850 brachen Barth, Overbeck und Richardson von Tripolis nach Mursuk auf und zogen über Rhat und Tintellust nach dem Sudan. Richardson starb auf der ersten Reise, Overbeck auf einer zweiten; Barth, der erst Adamaua und die Nigermündung, dann das Nordostufer des Tschadsees erreicht hatte, kam auf der dritten Reise bis zum Reich Gando
*) Anläßlich des italienisch- türkischen Konfliktes dürften unsere heutigen Bilder von besonderem Interesse sein.
achtung gefunden. Anders verhielt es sich mit dem zwischen Frankreich und der Pforte in der ersten Augustwoche 1906 ausgebrochenen Grenzkonflikt, bei dem es sich um die politische Zugehörigkeit zweier kleiner Dasen des südalgerisch- tripolitanischen Grenzgebiets handelte, um die Dase Dschanet, ein Örtchen von 1200 Einwohnern an der Karawanenstraße, die von Ghat zum Tschadsee führt, und um die Dase Bilma, die, von 2000 Bewohnern bevölkert, den Mittelpunkt der sogenannten Kasuar- Dasengruppe bildet, die im Südosten von Dschanet zwischen Tibesti und dem Tschadsee zerstreut liegt. Tripolis und Barka sind bisher türkisches Wilajet gewesen. Tripolitanien hat am Küstenrand hauptsächlich


