gen
de Arbeiten ei billigster
( 179)
onstr. 22,
urm
bert
e Herzen aller
ausfrauen wegen
. Man achte beim zm. Kaminfeger.
öppingen.
piziegelei
, Telefon 84.
ahnanschluss
Stadt Gick
ein Sohn, fmann ein G tephann ein G Line Tochter. ipper ein G eine Tochter,
her Heinr. W mann Erich. Johann G Tela.
eine Tochter n Jakob Rin Margarete. ein Sohn,
in Langen, Schmedenbecher
Oftfchaffner in 1 Gurhagen. fortehändler, eßen. Lauterbach,
eiter in Duish
Tdenich.
vebel und
elmine Gidm
llateur in G
in Gießen.
mit Marie
9 Jahre al
echt, 27 Jah haus, 77 Jah
alt.
omnid, 27 3
21 Jahre
nehme
dliche
keten.
ekocht
leicht.
ühmten
beide in Gießen
Gießener Zeitung
( Neueste Nachrichten)
Bezugspreis 50 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen.
-
oierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mk. Erscheint Mittags 3 Uhr. Die„ Illuftr. Weltrundschau" Itegt alle 14 Tage einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.
Nr. 114.
Zur
-
Telephon: Nr. 362.
Naturgeschichte des„ praktischen" Sozialismus.
Die roten Obergenossen im Parlament und in der Presse sind sich der Hinfälligkeit ihrer Kritik an den Verhältnissen der bestehenden Staats- und Wirtschaftsordnung sehr wohl bewußt. Daran liegt es auch, daß diese Kritik immer in einem überlauten, marktschreierischen, ja gehässigen Tone vorgetragen wird und überhaupt mit Mitteln arbeitet, die auf die niedrigsten Instinkte der Massen berechnet sind. Ruhige Sachlichkeit kennt die sozialdemokratische Kritik nicht und will sie auch nicht kennen, da sonst ihre ganze Hohlheit und Unaufrichtigkeit auch von politischen unreifen Leuten leicht als solche erkannt werden würde.
Die Erfahrungen der Vergangenheit haben zur Genüge gezeigt, daß es der sozialdemokratischen Kritik im Ernste niemals um die Abstellung wirklicher oder vermeintlicher Uebelstände im geltenden Staats- und Wirtschaftsleben zu tun ist. Wie kann auch eine Kritik, deren innerstes Wesen das Prinzip der absoluten Verneinung bildet, zu positiven Leistungen führen! Man wende nicht ein: die Sozialdemokratie hatte bisher noch gar keine Gelegenheit, zu zeigen, daß sie nicht nur kritisch negative, sondern auch positiv- schaffende Arbeit zu leisten vermöge. Wer so spricht, vergißt, daß es schon heute nicht an tatsächlichen Beweisen mangelt, aus denen die völlige Unfähigkeit nicht nur des kritischen, sondern auch des praktischen Sozialismus deutlich erhellt.
-
-
Aus neuester Zeit liegt wiederum ein solcher Beweis vor und zwar handelt es sich um die Stadt Milwaukee im nordamerikanischen Staate Wiskonsin. Diese 375 000 Einwohner zählende Stadt bekanntlich besteht die größere Hälfte der Einwohner aus Deutschen befindet sich seit ungefähr Jahresfrist vollständig unter sozialdemokratischer Herrschaft. Es war im April 1910, als Emil Seidel, ein bekannter Führer der amerifanischen Genossen, von der sozialdemokratischen Mehrheit des Gemeinderats zum Bürgermeister von Milwaufee ausgerufen wurde. Natürlich wurde dieses Ereignis im roten Lager als der Beginn einer neuen Aera gefeiert, unter der sich die Stadt Milwaukee in kürzester Zeit in ein Paradies für die ganze Bevölkerung, jedenfalls aber für die lohnarbeitende verwandeln Genosse Seidel selbst verstieg sich in seiner Antrittsrede zu der bombastischen Ankündigung, er werde einmal den Bürgerlichen zeigen, wie man nach marxistischen Grundsätzen kommunale Musterpolitik treiben könne.
werde.
ver=
auch
der Großherzoglichen Bürgermeisterei
sowie vieler anderer
des Großherzoglichen Polizei Amfes Behörden Oberhessens
Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.)
Dienstag, den 16. Mai 1911.
( Gießener Tageblatt)
Anzeigenpreis 15 Pfg.
die 44 mm breite Inseratenzeile. Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Bfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.
Telephon: Nr. 362.
23. Jahrg.
zu wenden, wo es zwar weniger Sozialismus, tot aufgefunden. Er hat durch Einatmen giftiger Säure
aber dafür desto mehr Beschäftigung gibt."
Am interessantesten ist jedoch die Mitteilung, daß der Genosse Bürgermeister in seiner Not und Bedrängnis sich unlängst an verschiedene industrielle und gewerbliche Organisationen der Stadt gewandt habe, damit diese Rat schaffen sollten, wie der so arg verfahrene Karren der roten Stadtverwaltung wieder flott gemacht werden könnte. Das war also das Ende vom Liede der so pomphaft angekündigten„ kommunalen Musterpolitik nach marxistischen Grundsätzen". Der grausame Humor davon ist, daß die Zeche dieser„ Musterpolitik" hauptsäch lich diejenigen zu zahlen hatten, zu deren Gunsten sie eingeleitet worden war, nämlich die Arbeiter.
Ein originelles Mittel
die Parteikasse zu füllen, hat der geschäftsführende Ausschuß der nationalliberalen Partei fürzlich angewandt. Er hat das folgende Schreiben versandt:
" Sehr geehrter Herr und Parteifreund! Anläßlich der bevorstehenden Reichstagswahlen werden besondere Ansprüche an die Parteikasse gestellt. Der geschäftsführende Ausschuß richtet aus diesem Grunde die ergebene Bitte an Sie, die von der nationalliberalen Partei amt lich herausgegebenen„ Nationalliberalen Blätter" durch Aufgabe von Inseraten zu unterstützen. Infolge der ausgedehnten Verbreitung unserer Wochenschrift unter den Anhängern der nationalliberalen Partei dürfte es sich empfehlen, dieselben ständig in Ihrem Inserationsetat aufzunehmen, da ein nennenswerter Erfolg der Anzeigen zu erwarten ist. Der Ertrag aus den Inserateneinnahmen wird lediglich zu Parteizwecken verwendet. Der geschäftsführende Ausschuß. Bassermann, M. d. R., 1. Vors., Dr. Friedberg, M. d. R., 2. Vors."
Mit dieser„ ergebenen Bitte" begnügt sich aber der ingeniöse Parteiausschuß noch nicht. Dem Brief ist nämlich noch eine zweite Aufforderung beigegeben, auf der das nationalliberale Zentralbureau seine uneigennützigen als„ Vermittler gleichgesinnter(!) Produzenten u. Konsumenten" anbietet, sofern ein Inseratenauftrag von mindestens 20 Mark für den Monat erteilt werde. Die Her ren Bassermann und Friedberg, die man hier von einer ganz neuen Seite, nämlich als gewiegte Geschäftsleute kennen lernt, werden uns hoffentlich dafür Dank wissen, daß wir ihr neuestes Unternehmen möglichst weiten Kreisen bekannt machen. Die parteiamtlich- nationalliberale Vermittlerſtelle zwischen gleichgesinnten Produzenten und Konsumenten verdient in der Tat weitgehende Beach tung. Schon deshalb, weil dieses Unternehmen ein unwiderleglicher Beweis dafür ist, daß der Bassermann sche Nationalliberalismus der alten Tradition getreu
an dem- bewährten„ vermittelnden" Standpunkte festhält.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 16. Mai. Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten August Wilhelm Keipper aus Wallertheim, Kr. Oppenheim, die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bernsburg, Kr. Alsfeld; dem Schulamtsaspiranten Karl Portwich aus Altona eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Schotten; dem Lehrer Richard Walter zu Reichlos, Kr. Lauterbach, eine Lehrerstelie an der Gemeindeschule zu Dauernheim, Kr. Büdingen. Bestätigt wurde der von dem Fürsten zu SolmsLich auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hat
dämpfe seinem Leben ein Ende gemacht.
* Bad Nauheim, 15. Mai. Samstag vormittag traf die Königin von Bhopal( 3entralindien) hier ein. In ihrer Begleitung befindet sich ein Prinz des Königlichen Hauses, eine englische Doktorin und zahlreiche Dienerschaft. Die Königin wird hier die Kur gebrauchen und sich nach Beendigung derselben zu den Krönungsfeierlichkeiten nach London begeben. Im Gefolge der Königin befindet sich auch der Justizminister.
Frankfurt, 15. Mai. Mit der Frage der Frankfurter Universität beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung der Verein akademisch gebildeter Lehrer. Man einigte sich auf folgende Resolution:„ Der Verein akademisch gebildeter Lehrer kann seiner ganzen Tendenz nach nur begrüßen, wenn weitere und höhere Bildungsmöglichkeiten geschaffen werden, wie sie die Begründung einer Universität bietet. Er hofft mit Zuversicht, daß die hiesigen Schulen, zumal die höheren Schulen, in Zukunft keine mindere Pflege und Fürsorge erfahren werden, als ihnen nach ihrer ganzen Art zu teil werden muß."
* Darmstadt, 15. Mai. Straffammer. Der Oberbahnassistent Barchfeld in Gernsheim gab, durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle irregeführt, dem Bahnsteigschaffner eine falsche Anweisung. So kam es, daß der Arbeiter Adam Hallstein, der das Geleise überschritt, von einem Zuge erfaßt und getötet wurde. Das Gericht erkannte gegen den Beamten auf eine Woche Gefängnis.
* Mainz, 15. Mai. Ein wütender Gläu biger. Ein Metzgergeselle drang in die Wohnung eines Viehtreibers ein und forderte 5 Mark, die er ihm fürzlich geliehen hatte, zurück. Da er sein Geld nicht erhielt, bedrohte er den Schuldner und dessen Frau mit dem Revolver und schlug eine Anzahl Fensterscheiben ein. Er wurde in Haft genommen.
* Mainz, 15. Mai. Zwei Schutzleute wollten in der Altstadt vier Burschen festnehmen, die einen wüsten Radau machten. Der Polizeihund, der einen der Burschen ansprang, wurde von diesem mit einem Dolch erstochen, sodaß es zweien der Attentäter gelang, zu entwischen.
Literarisches.
Studenten- Kochbuch. Eine Anleitung, ohne großen Kosten- und Zeitaufwand auf einfache Art schmackhafte Speisen und Getränke herzustellen, von Fr. Meißner, 3. vermehrte und verbesserte Auflage 1911. Freiburg( Baden), Freiburger Verlagsanstalt( Paul Lorenz), Eleg. broschiert 60 Pfg.
„ Wer ist's?" In unserer Zeit, wo wir immer schneller, immer unvermittelter mit Persönlichkeiten aller Berufe und Stände räumlich oder in der Literatur und Presse, im öffentlichen und privaten Leben in Berührung kommen, ist es entschieden oft sehr nützlich und wertvoll, etwas mehr als den bloßen Namen der Person zu kennen. Das kann jeder, der vor, bei oder nach der Begegnung mit einer neuen Persönlichkeit im„ Degener" schnell die Frage sich beantworten läßt:„ Wer ist's?" Dieses Buch erscheint in fünfter neubearbeiteter Ausgabe. Dank einer sehr scharf durchgeführten Abkürzungsmethode, in die sich der intelligente Benutzer aber schnell hineinliest, ist es möglich gewesen, auf den denkbar kleinsten Raum sonst spaltenlange Artikel zusammenzuziehen und doch ein klares Bild zu geben über Namen, Vornamen, Rufnamen, Titel, Geburtstag,
Gesagt, getan! Auf Biegen oder Brechen wurde alles, wofür der Stadtsäckel nur eben ausreichte, stadtlicht und nach marxistischen Rezepten umgewandelt. Um die Arbeiterlöhne möglichst hoch und die Arbeitszeit möglichst furz zu halten, wurden ferner verschiedene, selbstverständlich ebenfalls sozialistisch organisierte Industriebezirke neu geschaffen, einerlei ob ein Bedürfnis dafür vorlag oder nicht. Anfänglich ging dann alles ganz nach Wunsch, wenigstens soweit das Interesse der Lohnarbeiter dabei in Betracht kam. Mit dem Augenblick jedoch, als die städtischen Finanzen erschöpft waren und die bis zum äußersten angezogene Steuer schraube eine weitere Anspannung nicht mehr zuließ, zeigte sich plötzlich die Kehrseite der Medaille. Der sozialistische Betrieb erwies sich überall als unwirtschaftlich und überaus kostspielig, sodaß die rote Stadtver= waltung wohl oder übel zu Lohnherabsetzungen und zur Verlängerung der Arbeitszeit schreiten mußte. In zahlreichen Fällen mußten die Arbeiter sogar noch länger arbeiten, als sie es unter der„ kapitalistischen" Produktenrod, Kr. Gießen, präsentierte Schulamtsaspirant Karlburtsort, Eltern, Abstammung, Bildungsgang, Verhei tionsweise jemals gewohnt gewesen waren. Damit nicht genug, erwies sich bald auch die Vornahme von Arbeiterentlassungen als notwendig. Ein Bericht des Londoner„ Standard" beziffert die Zahl der infolge der sozialdemokratischen Stadtverwaltung von Milwaukee brotlos gewordenen Arbeiter auf rund 20 000 und fügt hinzu, daß in keiner amerikanischen Stadt nur annähernd soviel Not und Elend herrsche wie in Milwaukee. Daß daran nur die sozialistische Mißwirtschaft schuld sei, ergebe sich zur Genüge aus der Tatsache, daß in den übrigen Teilen des Staates Wiskonsin Arbeitslosigkeit so gut wie unbekannt sei. Weiter schildert der„ Standard“ die Zustände, wie sie das sozialistische Stadtregiment geschaffen habe, recht ergötzlich wie folgt:
Mit der Straßenreinigung hapert es an allen Ecken und Enden, die Entfernung von Müll und Unrat geschieht nur unvollkommen, und auf manchen NebenstraBen stockt die Reinigung bereits seit vier Monaten. Die Arbeiter beginnen Milwaukee zu verlassen und sich dort
Meidt aus Lang- Göns, in demselben Kreise, für diese
Stelle.
* Dr. Gutfleisch hat aus Gesundheitsrücksich ten sein Landtagsmandat niedergelegt. Gutfleisch steht im Alter von 67 Jahren und gehörte der Zweiten Kammer von 1887 bis 1893 und seit den 13. Dezember 1899 an.
=*= Auszeichnung. Bei dem Wettschreiben des Mittelwestdeutschen Stenographenbundes Stolze- Schrey gelegentlich der 25. Hauptversammlung, welche am Samstag und Sonntag in Frankfurt a. M. stattfand, erhielten die Herren Joseph Kübel, Klasse 5( 240 Silben) und Karl Reitz, Klasse 6( 220 Silben) je einen 1. Preis.
Unser Regiment ist gestern früh nach dem Truppenübungsplatz bei Darmstadt ausgerückt, um hier 14 Tage lang in größeren Verbänden zu exerzieren.
Freitod. Am Sonntag wurde der Student K. aus Altona in seiner Wohnung in der Kaiserallee
Ge
ratung, Familie, Lebenslauf, Werke und Schöpfungen. Wir erfahren, auf welchem Gebiete die Person vor allem tätig ist, was sie als Lieblingsbeschäftigung, als Sport, als Erholung im Beruf treibt, was sie sammelt, welchem politischen Bekenntnis sie zuneigt, welchen wichtigen Gesellschaften sie angehört. Und schließlich erfahren wir die Adressen. Ein ziemlich umfangreicher Nekrolog nennt noch diejenigen, die sich in der vorhergehenden Ausgabe befanden, als Tote aber aus der neuen fünften Ausgabe ausgeschieden wurden. Es steckt eine Riesenarbeit in diesem stattlichen und doch noch handlichen Bande, eine Arbeit, die nun schon viele Jahre währt und nicht ruhen wird, um immer vollkommener zu wer= den. Dieses ernsthafteste Streben des Herausgebers hat auch schon vielfach Anerkennung gefunden, so z. B. in Brüssel auf der Weltausstellung 1910 durch Heranziehung des Werkes für die Musterbibliotheken und Auszeichnung mit dem Grand Prix. Sein Werk verdient deshalb überall Einführung.


