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Wie die Deutschen in Kamerun leben.
Wie die Deutschen in Kamerun leben.
Von Richard Rohde.
rot des erschlaffenden Klimas in Kamerun, verstehen die dort lebenden Deutschen, sich förperlich und geistig frisch zu erhalten. Die dem Klima entsprechend luftig gebauten Häuser sind meistens komfortabel eingerichtet, und die jedes Haus umgebende breite Veranda bietet mit ihren Korb
seffeln, Longchairs und Schaufelstühlen be
queme Rubesitze. Nach des Tages
Last und Sige nimmt jeder Europäer
ein erfrischendes Bad, dann zieht
er sich einen bequemen leichten
Sausanzug an und macht
es sich auf der Veranda
bequem. So eine Veranda ist der Kulminations. punkt einer jeden Säuslichkeit in Kamerun; dort bespricht man mit seinen Kollegen und Angestellten die Tagesereignisse empfängt Besuche, und debattiert bei einer fühlen WhiskySoda und einer aromatischen Zigarette start über Weltpolitik. Ein Grammophon darf auch nicht fehlen. Bald ertönen süße Walzer, oder die ganze Gesellschaft singt
eine ibnen bekannte Melodie
mit. Nach der vierten oder
fünften Whisky- Soda fängt die
würde das auch landschaftlich schöne Kamerun ein Eldorado sein, wenn es nicht so beiß und gesünder wäre.
Wer weit im Lande reisen will, muß sein Gepäck, Proviant, Handelsartikel, Maschinen, Boote, wissenschaftliche Instru mente usw. durch Träger befördern lassen. Für einen längeren Aufenthalt im entlegenen Innern muß man natürlich ganz anders ausgerüstet sein, da auf
Ersatz der verbrauchten Sachen
im Lande oft nicht gerechnet werden kann. Der Reisende führt dann seinen ganzen Bedarf an Proviant, Bekleidung, Wäsche, Stiefeln, Munition und dergl. mit sich. So gehören zu einer längeren Reise von 1-2 Jahren etwa: 2-3 weiße Anzüge für Festtage und besondere Gelegenbeiten, 3-4 Khaki. röcke, 4-5 Khakihosen, 12 Paar Strümpfe, 2-3 Paar derbe, feste Schnürstiefel, event. hohe Stiefel, 1 Paar leichte Lagerschuhe und 1 Paar leichte, weiche Lagerstiefel mit halbhohem Schaft, um die Beinkleider hineinstecken zu können( Moskitostiefel), Lodenmantel, großer fester Regenschirm, einige warme Bekleidungs. stücke für kühle Tage und Nächte, genügend Munition, event. photographische Platten, Briefpapier, Nähzeug, Seife und alle kleinen Bedürfnisse, welche auf jeder Reise mitzunehmen sind. Nicht zu vergessen einige Bücher, doch diese in sorgfältiger Auswahl, da sie das Gepäck sehr erschweren. Europäer, die auf einer Station bleiben, haben 6-8 weiße Anzüge nötig. Als HauptFußbekleidung dienen hier weiße Segeltuchschuhe. Vorzuziehen sind halbhohe, weiße Tuchschnürstiefel, da sonst der Fuß am ungeschützten Knöchel mit Vorliebe von Moskitos zerstochen wird. Im großen und ganzen hat man zur Reise außer dem Zelt usw. dasselbe nötig wie bei Wanderungen zu Hause, nur Ober- und Unterkleidung aus anderem Stoff und alles in größerer Menge. Als Kopfbedeckung ist der Tropenhelm wegen der intensiven Sonnenbestrahlung unerläßlich.
Ein Ausflug in die Umgegend von Duala.
Periode der Wige an. Selbst die bekanntesten und faulsten Kalauer werden mit fröhlichen Gelächter belohnt. Wenn man diese singende, lachende, trinkende und rauchende Gesellschaft siebt, denkt man nicht daran, mit wieviel Mühe und Arbeit diese paar fröhlichen Stunden erkauft sind, denkt auch nicht daran, daß man vielleicht nach einigen Tagen dem einen oder dem anderen vom Schwarz. wasserfieber sehr schnell Dabingerafften das letzte Geleite gibt. Manchmal sucht man sich auch ein schattiges Plätzchen vor dem Hause aus und genießt die letzte Stunde
vor Sonnenuntergang oder die frühen Morgenstunden in Gottes freier Natur. Trunken
schweift der Blick über die meist ent
zückende Tropenlandschaft,
und
mancher Gruß wird dann aus fröh. licher Reble der fernen Seimat zugesandt.
Der vornehmste Sport der dort lebenden Europäer ist die Jagd. An Sonn- und Festtagen, wenn nicht gearbeitet wird, gebt vor. mittags alles auf die Jagd. Die herrlichen Erwälder bieten ein reiches Tierleben, und manche Schopfantilope, manches lustige Affchen verfällt dem tückischen Robr des Jägers.
In den späten Nachmittagsstunden schießt man nach der Scheibe oder unternimmt boch zu Roß wenn keine Pferde vorhanden sind, auf dem Rücken des ewig friedlichen Langobre einen Ausflug nach einer nabeliegenden Pflanzung.
Radsport in Kamerun.
Am Weihnachtsfeste und Neujahr vereinigen sich meist sämtliche Europäer eines Distriktes zum fröhlichen Mable. Frobe deutsche Lieder erfcballen dann durch die stille Tropennacht. Mit fchäumendem Sekt stößt man auf das Wohl seiner Lieben in der fernen Seimat an. Die aus. gelaffenste Fröhlichkeit herrscht dann bis tief in die Nacht hinein. Die Verpflegung der Europäer ist in Kamerun eine vorzügliche. Für geistige Nahrung ist auch gesorgt, denn auf jeder Faktorei oder Pflanzung findet man eine große Auswabl von Seitungen, illustrierten Zeitschriften und Büchern. Da die europäischen Angestellten hier meist sehr gut bezahlt werden,
Humor.
Mahnung.
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Direktor( einer Schmiere, als
er einem Schauspieler vor der Vorstellung einen Vorschuß von 80 Pfg. auszahlt): Hoffentlich spielen Sie mir nachher den Bettler trotzdem mit der gewohnten Natürlichkeit!"
Ganz unmöglich.
Bater:„ Liebe Selene, diesen Trotz mußt Du Dir abgewöhnen. Deine Mutter war früher gerade so. Den Eigensinn hast Du mit der Muttermilch eingefogen. Selene:„ Aber Papa, ich habe ja eine Amme gehabt."
Durchschaut.
Reffe:„ Seute habe ich eine Maschine gesehen, die die Arbeit von dreihundert Männern leistete!"- Ontel:„ Das will nicht viel heißen... wenn die Männer alle soviel tun, wie Du!"
Ständchen in Duala.
Eine Fächer Banane.
Kamerun- Szenen.
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Kamerun- Szenen.
Ein Sonntag- Rachmittag auf der Rutonje- Farm des Verfassers unseres Artikels. Angestellte einer Faftorei in Edea auf einer Efelpartie.
Jm Busch.
Hütte in Bafofi.


