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Zelandreifen.

zu sein. Aber manchmal wird der Druck übermächtig. Die Erde fängt an zu zittern, ein dröhnendes Gepolter ängstigt den einsamen Reiter. Der Boden wankt ihm unter den Füßen. Plößlich brechen die kochenden Wasser hervor, eine Säule von zwei Meter im Durchmesser bildend. Immer höher und höher steigen sie, wohl an dreißig Meter. Ge­waltige Dampfwollen umgeben die emporgeschleuderten Wassermassen, die sich wohl zehnmal erheben und dann flatschend in sich selbst zusammenfallen. Eine wunderbare, weiche Poesie legt sich um das weltabgeschiedene Sagen und Wundereiland, und die empfangenen Eindrücke ver­schmelzen miteinander zu einem Gesamtbilde von hinreißender Schönheit, das man nie wieder vergißt.

Es dürfte einem oft ausgesprochenen Bedürfnisse ent­gegenkommen, wenn die folgenden Zeilen den besonderen Zweck haben sollen, hauptsächlich touristische Fragen be züglich Islands zu erörtern.

Konserven und Marmeladen erhält man billig in Reykjavik. Alles muß fest und unverrückbar in die großen, den Pack­pferden beigegebenen Packlisten verstaut werden. Manche dieser Behälter sind innen mit Blech ausgeschlagen und ver­lötet; jedenfalls frage man nach solchen. Sie sind unbezahlbar bei der Unterbringung von photographischen Apparaten, Plattenvorräten, Büchern, Zigarren, Patronen, Wäsche usw. Alles muß sehr fest liegen; es gibt sonst am Abend des Reittages ein heilloses Durcheinander. Die kleinen Pferdchen, die man für 2 Kronen pro Tag( 2,26 Mt.) in Reykjavik für die ganze Reise mietet, sind rubige, ungemein sicher schreitende Tiere, zumeist Paßgänger, so daß sich der kurze Galopp, den sie sehr gern einschlagen, auch für den, der keine Ahnung vom Reiten hat, ganz gut reitet. Es ist ganz wohl möglich, auf Island selbst eine größere Tour auszuführen, ohne vorher jemals auf einem Pferde gesessen zu haben. Einen Fehler haben aber die isländischen Pferde fast durchgängig; das ist

antrabt, setzt sich die ganze Koppel in Bewegung, und es gibt oft die er­götzlichsten Szenen, wenn es einem Unkundigen absolut nicht gelingen will, auf den drängenden Gaul zu kommen. Aus dem bisher Gesagten geht auch zur Genüge hervor, daß auf Island die Mitnahme eines ein­geborenen Führers zur Notwendigkeit wird. Er ist Wegweiser, Dolmetscher, Pferdebändiger, Zeltbauer, Koch usw., alles in einer Person. Ein tüchtiger Führer kann ganz gut 8 bis 10 Pferde dirigieren und alle übrigen Bedürf­nisse bestreiten. Er erhält für den Tag 5 bis 6 Kronen, muß sich aber selbst beköstigen.

Als beste Reisezeit würden Juli und August zu das häßliche Kleben". Sobald der erste Reiter aufsitzt und empfehlen sein. Die Tage sind dann freundlich und warm, und selbst in talten Nächten sinkt die Temperatur nur selten bis auf den Nullpunkt. Auch wird es während dieser ganzen Zeit nie recht dunkel, so daß man im Juli auch zu jeder Nachtzeit im Simmer ohne Künstliches Licht schreiben und lesen kann. Es ist daher in der Haupt­reisezeit auch ganz gleich, ob man seinen Reisetag abends oder morgens beginnen läßt. Besondere Vorbereitungen er fordert der Reiseanzug für Island. Der Reiseanzug muß warm und dick sein. Ganz unerläßlich sind bobe, wasserdichte Stiefel und der unter Ulm­ständen unbezahlbare Ölanzug, den man für ein billiges Geld( ca. 12 M.) in Reykjavik erstehen kann. Man darf nicht vergessen, daß Island eins der regenreichsten Länder der Erde ist, was sich ja aus seiner Lage leicht er­Hlärt. Natürlich regner's nicht immer auf Island. Es gibt auch sehr viele schöne Tage, und ich erinnere mich mit Vergnügen eines langen Rittes im Sommer 1906, der mich drei Wochen aufs Pferd zwang und während dessen ich keinen einzigen Regentag hatte, dafür aber einige besonders freundliche Tage, an denen die Temperatur um die Mittagszeit ziemlich bedeutend über+ 20° hinaufstieg. Auch für Damen sind Ölanzug und hohe Reitstiefel unbedingt erforderlich. Die täglichen Reiseunkosten stellen sich für einen einzelnen Touristen auf etiva 20-25 t. Alles, was man auf einer Reise im Innern Islands an Lebensmitteln braucht, muß von Reykjavik aus mitgeführt werden. Gasthäuser gibt es im Innern des Landes nicht. In den Bauernhäusern und Pfarrhöfen, in denen man mit der größten Bereitwilligkeit und Gastfreundschaft aufgenommen wird, sind meist nur Milch und Butter, daneben ausgezeichneter Kaffee und, falls der Hof in der Nähe eines Flusses oder Sees gelegen ist, vorzügliche Fische( Forellen und Lachse) zu bekommen. Sehr zu empfehlen sind für größere Inlandreisen unsere deutschen Manöver- Konserven mit Sartspiritusheizung; Schwarzbrot und ganz vorzügliche englische Kompott­

Die Reise nach Island ist ver­hältnismäßig billig. Es kommt also nach wie vor nur die Verbindung Islands mit dem Festlande durch die von Kopenhagen ausgehenden, dänischen Postdampfer in Betracht. Zwei große dänische Schiffahrtsgesell­schaften, die" Forenede Dampskibs­Selskab" und die Dampskibs- Selskabet Thore"( Thor E. Tulinius) vermitteln den Verkehr mit der Eisinsel. Fast jede Woche läuft ein Schiff aus.

Jeländerin im Kopfschmud des Faldur".

Für den Rift ins Innere Islands würde sich folgende Route besonders empfehlen: Von Reykjavik zur alten Thing­stätte Islands am Thingvallavatn, dem schönen See mit den typischen Kraterinseln, zum ungeheuren Lavaspalt der Allmannagyar und durch das Tal des Lögavatn hin zum Geysirfelde, auf dem wohl an hundert heiße Quellen ver­einigt sind. Weiter führt der Weg zu dem etwa 50 m hohen Gullfoß( Goldfall), dem schönsten Wasserfalle Europas, und dann hinüber zur Sekla, die man in einem Tage ersteigen fann. Herrlich ist der Ausblick in die südisländische Gletscher­welt. Der Rückweg führt über die größten isländischen Ströme und die bekannten Schwefelfelder von Krisnoik wieder nach der Hauptstadt. Diese überaus schöne Partie erfordert 8 bis 10 Tage.

Und wenn der Tourist am Ende seiner Fahrt in Reyk­javik das letztenmal aus dem Sattel gleitet, wird Sehnsucht

Aus den Philippinen.

Internationale Weltblige.

Internationale Weltblitze.

In fremden Diensten.

Es gibt bekanntlich drei fremde Armeen, in denen Ausländer als Soldaten angenommen werden: die französische, holländische und nordamerikanische. Während das Los in der französischen Fremdenlegion( vor dem Eintritt in diesen Truppenkörper fann nicht genug gewarnt werden) ein mehr als trauriges ist, steht das Kolonialheer der Holländer in Niederländisch- Indien auf einem etwas höheren Niveau als die französische Legion. Am vorteilhaftesten gestaltet sich noch der Eintritt in das nord­amerikanische Bundesheer. Die Löhnung ist eine verhältnismäßig hohe, Verpflegung, Behandlung usw. gut. Unser Bild zeigt uns einen Deutschen, der es im amerikanischen Seere bis zum Kapell­meister gebracht hat und als solcher auf den Philippinen stationiert ist. Auch im Lande des Jlang Jlang", wie die Philippinen nach dem dort erzeugten Parfüm genannt werden, ist die praktische japanische Rickschaw heimisch.

Die Riesentöpfe in Schweden.

Jedes Land hat seine Naturturiositäten. So auch Schweden. Auf unserem Bilde sehen wir einen der sogenannten Riesen­töpfe bei dem Döda Fallet"( toten Fall) in der Nähe von Ragunda und Bispgarden. Obwohl sich auch an die schwedischen Riesentöpfe" die Sage knüpft, so wird doch für die Entstehung dieser Naturfuriosität eine einfache geologische Erklärung ge­geben. Die Riesentöpfe, die anderswo auch Gletschertöpfe oder Strudelbecher genannt werden, finden sich gewöhnlich in der felfigen Unterlage jetziger oder früherer Gletscher oder an den benetzten Wänden gegenwärtiger und alter Flußbetten. Bei niedrigem Wasserstande sind derartige Riesentöpfe" auch am Felsriff im Schaffhausener Rheinfall zu sehen. Auch der Gletschergarten in Luzern, sowie Überlingen am Bodensee und Rüdersdorf bei Berlin besitzen Riesentöpfe".

Das Zeremoniell der schnellsten Pferde.

Ein Riesentopf" beim Döda Fallet.

Eine amerikanische Hochzeitsfitte.

Trotz der Missionstätig. feit unter den Indianern und anderer fürsorglicher Einrichtungen für die Rot­häute in den Bereinigten Staaten bleiben die Ro­manhelden Coopers ihren traditionellen Gebräuchen treu. Zu diesen gehört auch ,, die Zeremonie der schnell­sten Pferde". Sat sich ein Indianer eine Braut er­toren, so setzt er sie auf eines seiner schnellsten Pferde und beginnt dann mit ihr einen rasenden Galopp. Bleiben die Pferde beieinander, so ift der indianische Bund fürs Leben geschlossen.