Einzelbild herunterladen

Brund vor, e verfrüht. * Portugal ent. Dazu

tationsgel fuch- fet mpfängt, fo

ffizier der glteder der

hen Funt

inluftschiff aufgenom hste Woche Der Haupt­24. Jult, Bergeführt Idig Vers Sert Im hröder zu

r, bewil­storbenen Entschä

en wurde tännischen hnifer im

unabhän ren will.

fchiedenen indung. Cemet hat Aus der regelmä­ter blau­euern fich

die Häu der Ka uert noch ne jedes 8 in den

er wollen Gehilfen id Umge­Erdstöße Schrecken t sich an, nfels bet Stadtarzt während gekostet, starb auf oltzet in ng eines Stglährige Jahren ( te.

ders hat ett. Auf rsche Ge­ling, das rrn, des e fonnte

entziehen

t.

" atur.

Jult im

der Lick­

m Mitt­

em sim

iberg als Schweif­Omet ent­zu den en nörd­

rden.

egenwart Mecklen­es Prin­

tern von

er wurde

as Dent­

eider ge=

ter teilte tod eine

lege der

Reuter­

ftes, echt ie gleicht erschrickt.

bet. Dir;

n Flligel ten ble

ja wohl

ud feiner

Kreide gogrliner

ne Son­

enzuder­

n genoß

Fremder,

Jar, stieg

on den

stechen­

muß fie

Sprache,

sich um,

er einer

nach dem

Luf thren

-weiter.

nen. Ge

viese mit

agte der

wo ſtedit

Vermischtes.

Durch die Dynamitegplosion in Würgendorf im Preise Siegen wurden, wie jetzt festgestellt ist, 8 Per­onen, faft alle Familienväter, getötet. Die meisten paren buchstäblich in Stücke gerissen. Drei andere wur­ben so schwer verletzt, daß sie ins Burbacher Kranken­Sie haben schwere baus gebracht werden mußten. Brandwunden im Gesicht und an den Armen erlitten. Die erste Explosion erfolgte gegen 11 Uhr vormittags Im Mengehaus mit donnerartigem Getöse. Ste griff auf das erste Dellager über. Wenige Minuten später erfolgte eine Explosion im zwetten Dellager. Die letzte war so start, daß sich den Arbeitern auf dem Felde die Werke aus den Taschenuhren löften und fast alle um­äunungen in der Umgebung umgerissen wurden. Alle Arbeitsräume unter der Erde find total zertrümmert. Die Ursache der Explosion ist noch nicht bekannt gewor­den. In Würgendorf find sämtliche Fensterscheiben Jertrimmert. In den dret Kilometer entfernten um­Itegenden Ortschaften war der Luftdruck so start, daß Kinder und Erwachsene zu Boden geschleudert wurden. Selbst in Stegen, das etwa 6 Kilometer entfernt ist, machte sich die Explosion derart bemerkbar, daß die Beute an ein Erdbeben glaubten.

Ein wahnsinniger Passagier. In starte Aufregung wurden Montag abend die Fahrgäste eines Personen­suges Rüdesheim- Wiesbaden versetzt. Vor der Station Destrich- Winkel wurde ein Passagier plöblich von Wahn­finn befallen, schlug mit den beiden Fäusten die Fenster­Scheiben des Abteils in Trümmer und zog sich an bet­den Armen scharfe und ttefe Schnittwunden zu. Die Passagiere des Abteils wurden hierbet von dem Blute des Rasenden bespritzt. Er wurde sofort herausgeschafft, und da man keine Angaben über Wohin und Woher von dem Tobsüchtigen erhalten konnte, der Polizet übergebent. Ein herbeigeholter Arzt ordnete an, daß der Bedauernswerte bewacht werden müsse. Dies ge= ' schah, doch mißhandelte der Kranke seinen Wächter auf bie gröblichste Wetse. Er wurde nach der Landes- Hell­und Pflegeanstalt Eichberg gebracht, wo sich heraus­stellte, daß er ein Russisch- Pole ist, der sett 14 Tagen auf dem Domänenhof Neuhof in Arbeit stand. Er war aus Frankreich eingewandert und hatte bet der Frem­denlegion gedient, wo er wahrscheinlich entflohen ist.

Verhaftung eines Hochstaplers. Auf Ersuchen der Leipziger Kriminalpoltzet wurde gestern in Charlotten­burg der angebliche Professor" Kurt von Loscher aus Rumänten verhaftet, der fürzlich aus Leipzig mit Hint­terlassung einer großen Schuldenlast flüchtig geworden war. Loscher hatte in Leipzig eine Vorbereitungsant­( talt zur Erlangung der Doktorwürde und des Retfe­zeugnisses für höhere Schulen und hat durch sein Auf­freten eine ganze Reihe von Personen zur Hergabe größerer Darlehen bewogen. Er führte, obgleich er Junggselle war, ein großes Haus und htelt mehrere Dienstboten. Es steht bisher fest, daß der Verhaftete weder zur Führung des Professortitels, noch auch der Doktorwürde, die er sich gleichfalls bisweilen beilegte, berechtigt war. Als Loscher von seinen Gläubigern ge­drängt wurde, entfernte er sich heimlich von Leipzig, und es wurde nun gegen thn Anzeige wegen Betruges erstattet. Die Leipziger Kriminalpoltzet brachte in Er­fahrung, daß sich Loscher in Berlin aufhalte und benach­richtigte die dortige Behörde.

Raub und Mord unter Wasser. Ueber eine sonder= bare Art von Verbrechen berichtet etn Telgramm aus Kalkutta. Seit einiger Zeit verschwanden in Delhi Frauen und Männer, die in dem Flusse Jumna ba­deten, ohne daß man thre Körper finden konnte. Es handelte sich, wie sich nun herausgestellt hat, immer um Leute, die Schmuck und Wertsachen auf den nackten Let­bern trugen. Vor einigen Tagen wurde eine Frau, bet der das gleichfalls so war, beim Baden plötzlich herunter­gezogen. Sie konnte aber noch um Hilfe rufen. Eine Freundin und andere Leute kamen hinzu. Man fand einen Mohammedaner im Wasser, der sofort verhaftet wurde. Man glaubt übrigens, daß die Diebstähle nicht von einem einzigen Individuum, sondern von einer ganzen Bande ausgeführt wurden.

Eine Rabenmutter. Die seit Anfang dieses Jahres erscheinenden Blätter für die Berliner Armen- und Waisenpflege berichten über Fälle aus der Praxis der Armenpflege, deren Schilderung oft grell hineinleuch­

Englands, sondern der ganzen Welt hält, was ihm wohl zu glauben ist, denn er zählt bereits 93 Jahre, vermählte sich mit einer Miß Alice Bilpha Underwood, etner jun­gen Dame von nur 24 Jahren. Seit mehr als 77 Jah­ren ist Mr. Doughty abwechselnd Klown, Schauspieler und Hundedresseur gewesen, und er soll noch munterer und lebendiger sein als mancher Mann, der zwanzig Jahre jünger ist. Die Heirat fand vor dem Standes­amt in Brighton statt und eine ungeheure Menschen­menge hatte sich vor dem Hause versammelt, um das merkwürdige Brautpaar anzustaunen. Der junge Ehe­mann" war beim Heraustreten offenbar ganz wohlge= mut gelaunt und wurde mit einem riesigen Hallo em­pfangen. Nach englischer Sitte wurde das Paar mit Reis und mit Konfettt beworfen, ein Teil der Neugie­rigen fand offenbar die Heirat anstößig und zischte kräf­tig. Die Menschenmenge war so dicht gedrängt, daß ein Polizist den glücklichen Bräutigam in seine Arme nehmen mußte, um ihn in seinen Wagen bugsieren zu fönnen. Unter den Hochzeitsgeschenken befand sich auch eine 5 Lst.- Note von Mr. Alfred de Rothschild.

Kleinere Damenhüte in Sicht. Aus Amerika kommt die Kunde, daß sich die Mode im nächsten Win­ter für den kleinen Damenhut erklären wird. Dieser Meinung geben wenigstens die maßgebenden Vertreter der Vereinigung der Reisenden der Puzmacherbranche Ausdruck, die zurzett in Indianapolis zur Abhaltung eines nationalen Fachkongresses versammelt sind. Al­zuviel Vertrauen zu der Beständigkeit der avisierten Reform der Hutmode scheinen die in Buzartikeln ret­senden Herren aber selbst nicht zu haben, da sie gleich­aettig eine Resolution annahmen, die energisch gegen die von den amerikanischen Eisenbahngesellschaften ge­plante Verfügung protestiert, das für die Koffer zu­lässige Maß auf 10 Meter Höhe zu beschränken.

Geschwinder als das Semmelbacken. Aus Neuyork wird der Frfft. 3tg." geschrieben: Die deutsche Re­densart: Das geht ja geschwinder als das Semmel­backen" hat vielleicht dem Farmer W. H. Gable in Be­lott( Kansas) vorgeschwebt, als er vor einigen Tagen etnen der originellsten, echt amerikantschen Rekorde auf­stellte. Herr Gable brachte das Kunststück fertig, seinen Gästen von demselben Weizen, den sie um 3,14 Uhr noch auf den Halmen sahen, dreißig Minuten später beretts frische Semmeln vorzusetzen. In neun Mt­nuten war das Getretde geschnitten und gedroschen; Herr Gable brachte es dann in seinem Automobil zur Mühle, die um 3 Uhr 29 Minuten das Mehl fertig hatte. Einige Minuten später war es in der Bäckeret, und es währte noch keine Viertelstunde, da waren die Semmeln knusperig und trocken.

Vernichtung einer Kriegsflotte". Der aus Port­au- Prince gestern in Neuyork eingetroffene Hamburg­Amerika- Dampfer Alemannia" berichtet eine lustige Geschichte über den Zusammenbruch der hatttschen Flot­te, die in ihrer Gesamtheit aus dem ehemaligen tta­Itenischen Kanonenboot Umbria" besteht, an dessen Bord nunmehr die hatttsche Flagge weht. Das Kano­nenbot war von dem Präsidenten Symon getauft wor­den auf den Namen Antoine Symon hattischer Dread­nought". Nun wollte der Präsident mit dem schönen Schiff auch ein Manöver veranstalten und Iteß zu die­femt 3wed 1000 Soldaten darauf verstauen. Der kom­mandterende Admiral dieser Kriegsflotte war ein ehe­maliger Kapitän eines Schleppers, und der Oberinge­nteur dieser Flotte war ein früherer Straßenbahnkon­dukteur. Die Privatjacht des Präsidenten Symon be­gleitete den Dreadnought auf seiner Ausfahrt in See zu den Manövern. Kaum hatte jedoch die Antoine Sy­mon" 40 Kilometer zurückgelegt, als das stolze Schiff auffuhr und ein Leck bekam. Es drang Wasser in die Maschinen, das Schiff wurde manövrierunfähig und schließlich wurde es noch, um das Unglück von zu ma= chen, auf eine Sandbank geworfen. Unter den Soldaten entstand eine Panik, besonders als sie sahen, daß ste zurückgelassen wurden. Denn der Präsident begab sich mit Gefolge an Bord seiner Jacht und gab nun das Versprechen, Hilfe zu holen. Inzwischen nahm die Alemannia", die zufällig vorbeikam, die ganze Besagung an Bord und brachte sie wohlbehal­ten nach Port- au- Prince zurück. Das letzte, was die ,, Alemannia" von dem stolzen Dreadnought sah, war, wie das Wrack von dem Sturm auf der Sandbank hin und her geschleudert wurde.

tet in moralische Berkommenheit, serankheit und Not. Krach in der Berliner Pianoindustrie.

Ein Einzelfall, den die Bläter veröffentlichen, hat zum Mittelpunkt eine Mutter, wie sie nicht sein soll. Im äußersten Nordosten Berlins bewohnt der Erdarbeiter K. mit Frau und acht Kindern, die im Alter von vier Monaten bis dreizehn Jahren stehen, eine Stube und Küche. K. ist ein nüchterner Mann und hat als Erd­arbeiter einen Wochenlohn von 24 Mark, bet schlech= tem Wetter allerdings weniger. Die Frau ist," wie cs in dem Bericht der Armenkommission heißt, eine große, stattliche Erscheinung, aber mit einem Beinleiden behaftet. Sie behauptet, deswegen nicht arbeiten zu können. S. bekam im Nebenhause die Hausreinigung, mußte sie aber wegen großer unsauberkeit und Faulheit der Frau am 1. September aufgeben. Die Familie wur­den im August 30 Mark Ertraunterstützung inkl. Na­turalien bewilligt. Für fünf Kinder bekam sie außer= dem noch Mittagbrot. Die Kinder sind so schlecht er= zogen und vor allen Dingen unsauber, weil die Mut­ter zu faul ist, für sie etwas zu tun. Die Mutter ist eine Säuferin, denn das Geld, das sie von der Armen­tommission bekam, hat sie in Schnaps umgesetzt; dte Kinder mußten darunter leiden und bekamen nichts zu effen. Darauf gab man thr nur Naturalien, bestehend aus Brot, Schmalz, Kartoffeln, Milch, Hülsenfrüch­ten, Holz und Preßkohlen. Was tat die Frau? Ste verkaufte die Milchmarken und die Brote. Zur Rede gestellt, wurde Frau K. frech und anmaßend und und erklärte, man könne mit ihr machen was man wolle, sie ginge deshalb doch nicht vom Wege ab." Da die Kinder oft in der Schule fehlten, wurde der Familie K. jede Unterstützung in Geld, Naturalien und Kleidung abgelehnt. Auf Veranlassung der Armen­direktion beschloß das Vormundschaftsgericht, dem Ar­beiter August K. die Sorge für seine acht Kinder zu entziehen. Die Kinder wurden zum Zwecke ihrer ordnungsgemäßen Erziehung außerhalb in Waisen­pflege gebracht.

Eine eigenartige Hochzeit wurde am Sonntag in der englischen Stadt Brighton gefetert. Mr. James Doughty, der sich für den ältesten Klown nicht nur

Die Planofabrik Carl H. Hinze in der Bülow­straße in Berlin mußte vor einigen Tagen thi. Zah­lungen einstellen, weil sie ihren etwa 1800 000 Mark betragenden Verbindlichkeiten nicht mehr nachkommen fonnte. Der Zusammenbruch der durch ihre vielen Re­flamen sehr bekannten Firma dürfte für manchen noch schlimme Folgen haben. Bereits vor einigen Wochen hat eine Berliner Firma, die finanziell start bet der Firma Carl H. Hinze beteiligt war, ihre Zahlungen einstellen müssen, und am Dienstag abend hat die In­haberin einer Berliner Pianofortefabrik, die mit 95 000 Mart bei dem Konkurs Hinge beteiligt ist,

ihrem Leben durch Gift ein Ende gemacht. Ueber die Einzelheiten des aufsehenerregenden Falles berichten Berliner Blätter folgendes:

Die Firma Carl H. Hinze, deren Inhaber der Kaufmann Carl Hermann Hinge und dessen Etablisse­ment nicht identisch ist mit der Pianofortefabrik von Carl Hinge in der Potsdamer Straße, wurde vor 13 Jahren in Berlin mit einem Stammkapital von 150 000 Mark gegründet. Die Firma machte zu ihrer Spezialt­tät den Verkauf von Klavieren und Flügeln zu einer monatifchen Azahlung von 10 Mart, ohne eine Baranzahlung. Hinge, der etn gutes Fabrikat ver­kaufte, wurde im Laufe der Jahre

elffacher Hoflieferant

und seine Geschäfte nahmen bald einen riesenhaften Um­fang an. Sein jährlicher Umsatz betrug fast 2 Mill. Mark.

Hinge, der durch seine Abzahlungsgeschäfte einen großen Kredit gewähren mußte, war auch genötigt, et­nen solchen in Anspruch zu nehmen. Er mußke bet seinen Lieferanten vierteljährlich regulieren, und zu diesem Zwecke war er genötigt, sich an Geldleute zu wenden. Mit Banten konnte er nicht arbeiten, da derartige Abzahlungsgeschäfte im allgemeinen von den großen Instituten rundweg abgelehnt werden. Hinze faufte seine Klaviere mit durchschnittlich 400 Mark von den kleineren Fabriken ein. Nach den ersten dret Mo­naten erhielt er von seinen Teilzahlern nur drei Ra­ten zu 10 Mart, während er bei seinen Lieferanten den vollen Betrag von 400 Mart regulieren mußte. Es er­gab sich also ein Manto von 370 Mart, das gedeckt werden mußte. Hinze wandte sich deshalb an gewisse Geldleute, die mit arößter Bereitwilligkeit gegen

ungewohnlich hohe Zinsen

sich zur Hergabe der nötigen Kapitalten bereit erklär ten. Diese Geldgeber verlangten für die Vorstreckung der Gelder die Kaufverträge, die Hinge mit seinen Abs zahlungskunden abgeschlossen hatte, in Depot, und zwar forderten sie doppelte Unterlagen. Hinze mußte bann Wechsel ausstellen und auf die Akzepte einen zehnpro­zentigen Aufschlag gewähren.

In der Regel, und dies geschah namentlich in den letzten Jahren, verpfändete Carl H. Hinge die Kauf­verträge nicht mehr, sondern er verkaufte sie mit einem Verlust von 50 v. H. an diese Geldleute. Er geriet nun natürlich in arge Verlegenheiten und mußte auf feine Fabrik fortwährend Kapitalien aufnehmen, die mit 20 bis 30 v. S. ie nach der Höhe der Summe ver zinst wurden. Durch dieses

Wuchersystem

fam die Firma in schwere Verlegenheiten gegenüber thren Lieferanten. Doch vermochte das ihren Kredit noch nicht zu erschitttern, und außerdem fürchteten wohl et nige Lieferanten, die sich bereits start eingelassen hat ten, daß sie durch eine plötzliche Forderung der ihnen zustehenden Summen eine Katastrophe hervorrufen fönnten. So warteten sie denn längere Zeit und be gnügten sich mit kleineren Zahlungen, die pitnktlich ge­leistet wurden. Dann kam vor einigen Wochen der Krach einer mit Hinge eng verbundenen Firma, dte int den letzten fünf Jahren, wie buchmäßig ermittelt wurde, annähernd 200 000 Mark Lombard und Zinsen an Geldgeber" gezahlt hatte. Hinte haftete zum Tell fitr die Schulden des Hauses und fah sich nun Verpflichtun­gen gegenübergestellt, die feine Kräfte fiberstiegen. Die Fabrik hat ihre Zahlungen eingestellt. Bet dem Konkurs, der jetzt folgen wird, dürfte

so gut wie gar keine Masse herauskommen, da fast sämtliche Flügel und Planos von vornherein von den Geldgebern gepfändet worden find. Die Lieferanten besitzen Forderungen von 800 000 Mark, die sich auf etwa 180 Gläublaer verteilen. Die Geldgeber siten mit etwa einer Million Forderungen drin. Unter den Lieferanten befinden sich zahlreiche, große Firmen der Biannforte- ndustrie, wie Quandt, Mar Dreyer, Weber, Neumoner, Bärensprung in Dres den, Obers und Drenshauer, Wilhelm Menzel, der fehr stark engagiert ist, Linke und Godenschwäger int Berlin, Vogel ut. Sohn in Plauen und zahlreiche andere.

Großze Hitze überall.

Die neue Hitwelle in Amerika hat sich sehr rasch ausgebreitet und wieder wie ein Alp auf die von den Erschlaffungen der vorigen Sitwelle noch nicht erholte Bevölkerung gelegt. Das Thermometer ist gestern von Stunde zu Stunde gestiegen. Die Höchsttemperatur be­trug in Neuport offiziell 95 Grad, doch war es in dent Straßen viel heißer. Tiere und Menschen leiden furcht­bar, besonders in engbewohnten Distritten, wo sich der Etsmangel schwer fühlbar macht. Gestern gab es tit Neuport 26 Tote und abermals mehrere Fälle von Wahnsinn; Hunderte wurden in die Krankenhäuser gebracht. Das Gesundheitsamt meldet, sett Beginn dies fes Monats feien achttausend Tiertadaver in den Straßen gefunden worden. Die Nacht war wieder unerträglich; auch am Strand verspürte man nur we nig Erleichterung. In Chikago ist die Size ebenfalls bedeutend gestiegen. 15 Erwachsene und 15 Kinder sind thr schon erlegen. Hunderte von Autos stnd frithmor gens nach den Ufern des Großen Sees abgefahren. Etwa 60 000 Bewohner der Stadt bringen die Nächte außerhalb ihrer Wohnungen zu. In Neuyork stürm­ten Frauen die Eis niederlagen, weil kein Eis zu bekommen war.

Auch auf dem europäischen Festland herrscht große Hize. In Paris sind gestern mehrere Fälle von Hißschlag vorgekommen, die tödlich verliefen. In ein zelnen spanischen Orten stieg die Temperatur gestern auf über 40 Grad Celsius.

Waldbrände infolge der Site.

Infolge der großen Size in Amerika sind, wie gemeldet, in verschiedenen Staaten große Waldbrände ausgebrochen, die sich weiter ausdehnen. Nach amt­lichen Feststellungen sind bet den Waldbränden im nördlichen Ontario etwa 50 Personen umgekommen und über 200 verlebt. Die Stadt Cochrane sowte dte südlich gelegenen Städte Pourcupine und Pottsville_im Goldminengebiet sind zerstört. Hunderte von Menschen sind gezwungen, vor der ungeheuren Size zu fliehen. Neuyork, 13. Jult. Bet den Waldbränden im Porcupine- Distrikt sind 30 Personen umgekommen und viele verlegt worden. Das Elend ist groß. Auch Ort­schaften von Nord- Michigan sind zerstört. Aus Bay City( Michigan) wird gemeldet: Flüchtlinge berichte­ten, daß bei der gemeldeten Zerstörung des Doppel­ortes Oscada- Bointe- au- Sable durch Waldbrände viele Personen umgekommen feten.

Den Waldbränden sind nach neueren Meldungen hunderte von Menschen zum Opfer gefallen:

Nenport, 13. Jult. Bei dem Brande von Por­cupine im nördlichen Ontario sind nach den letzten Meldungen 300 bis 400 Menschen umgekommen.

Ontario, 13. Jult. Als der Brand in Pors cupine wütete, wurden 600 Personen durch das Feuer in den See getrieben, an welchem die Stadt Itegt. Da der See schon in der Nähe des Ufers eine beträcht­Itche Tiefe hat, sind 200 Personen in den Fluten er­trunken.

Drahtnachrichten und neuestes.

Frankreich ist mißgestimmt.

Paris, 13. Juli. Die Meldung aus Agadir, wonach die Offiziere des Kreuzers Rerlin" mit den etngeborenen Behörden in lebhaften Verkehr getreten feten, wurde hter mit einigem Befremden aufgenom men, da dieses Verhalten nach hiesiger Auffassung nicht mit den zu Beginn der Berliner Besprechungen ge­machten Angaben im Einklang zu stehen scheint. Man gibt zu verstehen, daß die Verhandlungen nur zu et­nem guten ziele geführt werden könnten, wenn die deutsche Kundgebung vor Agadir jeden zweldeutigen Charakters" entkleidet set.

Kundgebung der Friedensfreunde zur Marokkofrage.

Paris, 13. Jult. In einer Versammlung der Friedensfreunde, der mehrere sozialistische Deputterte und der deutsche Sozialtit Grumbach beiwohnten, vers handelte man über den Vorschlag, Versammlungen ein­zuberufen, in denen deutsche und französische Red­ner thre Ansicht über die Agadir- und Marokkofrage aussprechen sollen. Es gelangte eine Tagesordnung zur Annahme, in der die gegenwärtige Maroffopolitik ver­urteilt und der Hoffnung Ausdruck gegeben wurde, daß die Marokkofrage zu feinem Konflikt führen möge. Der Mainzer Männergesangverein in Brüffel. Brüssel, 13. Juli. Der Mainzer Männerge fangverein gab gestern abend hier ein Konzert zugun sten deutscher und belgischer Wohltätigkeitsanstalten, das von über 2500 Personen besucht war und dem auch der belgische Minister des Aeußern und das Personal der deutschen Botschaft beiwohnte.