Einzelbild herunterladen

Sonnabend offen und

er Behör

die an

tit, mirb alten und dann nach ren dann Tandvern Im 1 Uh fitrit mt

en Sout vor An zahlreiche thm das

germeister an Bord, nten ein d in der rfer und

ete Scha Deflagen; um sich. ain Chúa dert die

orwegen hn Ber ert wer­hn Per­zu fah

en einen en, meist gerettet. tefen er

ufmann feiner hr schoß 6 fofort. h Sonn­m Real­anschet­It seinen sams in

eäschert. ten Vas stunden er voll

Jetse hat er Gin­Lauben­übergoß Mann

Darma

its.

iwilliger

stiraten

rstaucht.

ern im Ent. It und er­tch setn

ogi, der

Berltit

Itch ein­ampfers

en, daß enleben

e. Im

in Kal ftzteren

oße Be­nen der indelten Cölner er Jah­

ing der ochstap­en Ver­

3 Wo­

värtiger nheimer

of aus

Mann­

sen hat,

etöteten

Uchat­

Schlim­

e ziem

ist und

feufzte

Karla Familie

nt ge

Zustand Dahin­

mit die

chenken

wurde

esenger

var bet

Alfred

Saß die

en trat

Herz­

Betftand

wieder

en und

so hell,

nat, der

ren Tos

arg, der

ft wor

Mannes, der Vater von 13 Kindern ist, ergriffen in der Verhandlung Bartet für den Angeklagten. Die Ge schworenen verneinten die Schuldfrage, worauf Fassot freigesprochen und sofort aus der Haft entlassen wurde.

Vermischtes.

Unglaubliche Betrügereien. Ueber die von uns schon turz berichteten Betrügeretlen zum Schaden der Oberschlesischen Gruben meldet dte Brest. 8tg." noch folgendes: Ein bet einer Kattowizer Firma angestell­fer Buchhalter verübte seit Jahren große Warenunter­schlagungen gegen seinen eigenen Chef, indem er Dele, Teere und Karbid waggonweise betsette schaffte und ste dann an die Werte abgab. Der Buchhalter legte sich ein eigenes ausgedehntes Lager gestohlener Waren an und verkaufte auch Waren an die eigene Firma zurück. Außerdem soll der Firmeninhaber selbst im Einver­ständnis mit einzelnen Angestellten von Werken die mit seiner Firma in Verbindung stehenden Werke um große Summen geschädigt haben; beispielsweise soll er mit dem Prokuristen eines der größten Oberschlesischen Werke ein Abkommen getroffen haben, nach dem an den Steferungen pro Kilo 2 Pfg. aufgeschlagent werden sollte. Auch sollen die gelieferten Delfäffer nicht voll und teil­weise sogar mit Wasser gefüllt gewesen sein. Eine große Aktiengesellschaft beziffert thren Verlust auf 90 000 M. Eine große Anzahl von Hütten, Gruben und Werken Oberschlesiens sind in Mitleidenschaft gezogen. Als die Sache ans Tageslicht fam, wurde sofort eine ganze Reihe der durch die Kattowißer Firma bestochenen Be­amten entlassen.

Ueber ein schweres Touristenunglück werden aus Tirol folgende Einzelheiten gemeldet: Die Geschwister Farani aus Mailand, zwei Herren und eine junge Dame, unternahmen am 2. d. M. vom Val Salarno aus ohne Führer eine Tour auf den 3373 Meter hohen, dem Adamello südlich unmittelbar vorgelagerten Corno Miller. Einer der Brüder hatte einen Eispickel, der andere ein kurzes Seil, die Ausrüstung war also sehr mangelhaft, worauf ein vom Adamee absteigender eng= Itscher Tourist die drei Geschwister aufmerksam machte, indem er hinzufügte, es liege viel nasser Schnee oben, und die Besteigung set gefährlich. Die Dret Iteßen sich aber nicht abhalten und gelangten gegen Mittag glück= Itch auf den Gipfel. Der Abstieg jedoch gestaltete sich unerwartet schwierig und auf einem steilen Schneefeld, das mit einem Ueberhang endigt, erfolgte das Unglück. Die Dame glitt aus und stürzte über den Abhang hinun­ter; einige Minuten lang war sie betäubt, dann begann fie um Hilfe zu rufen; sie hatte einen Armbruch und ( mehrere letchte Verlegungen erlitten. Die erschrockenen Brüder versuchten zu thr hinabzuklettern, was sich aber trotz zweistitndigen Anstrengungen als unmöglich er­wies. Nun wurde beschlossen, daß der eine Bruder so schnell als möglich ins Tal hinunter ellen und Hilfe holen, der andere aber oben zurückbletben solle. Nach 8 bangen Stunden erholte sich die Abgestürzte soweit, daß fte wieder 20mtr. emporstetgen und das thr zugeworfene Sell erfassen konnte. Nun folgten aufregende Minuten: Der Bruder zog wacker und brachte das Mädchen im­mer höher. Da dieses aber nur einen Arm brauchen konnte, so mußte es immer wieder mit den Füßen Stütz= punkte suchen und rasten. Und nun geschah unvermu= tet etwas Entfeßliches: Das Sell riß und die Unglück­Itche, die sich schon gerettet glaubte, stürzte wieder über die Felsen hinunter! Der Bruder, der halb wahnsin­nig vor Angst und Aufregung war, hörte sie nur noch leise slöhnen. Bald darauf erschien der andere Bruder mit zwet Touristen und zwei Führern, dte Setle brach­ten. Als man aber zu dem Mädchen hinabgelangte, war es beretts verschieden. Da es schon dämmerte, konnte die Leiche nicht geborgen werden. Der Abstieg im Dunkeln gestaltete sich sehr schwierig, zumal die Brüder Farant bis zum Aeußersten erschöpft waren. Am nächsten Tage wurde die Leiche herabgeholt.

Eine Aeronplanfahrt für 10 Pfennige. Das Neueste fitr Boltsbelustigungen ist das Aeroplankarussell. Ein Karussell, das statt der sonst üblichen Pferde und Gon­deln sechs größere Wagen hat, feden für 12 Personen eingerichtet, dte in threm oberen Teil als Zwetdecker gebaut sind. Ganz reizend sehen diese Fliegerwagen aus, die auf einer Schtene laufen. Auf einen Pfiff Hin setzt sich das Karussell in Bewegung, der Propeller an fedem Wagen beginnt sich lustig zu drehen und die Aeroplanfahrt nimmt ihren Anfang. Durch eine mecha­nische Vorrichtung werden nun die Wagen langsam in die Höhe gehoben und schweben, sich etwas fettwärts neigend, in der Luft. Dann senken sich die Wagen wie­der und die Fahrt ist zu Ende. Die Luftschiffahrt tst vollständig gefahrlos. Ste ist ein sehr begehrtes Ver­gnügen. Das erste Aeronplan- Karussell ist in der Dres­dener Hygieneausstellung im Betrieb zu sehen. Es wird von Kindern und Erwachsenen förmlich bestürmt, well feder gern eine so billige und ungefährliche Luft­retse unternehmen will.

Eine Million Mark- die Gesamtkosten des Dent: schen Rundfluges". Wenn man die Preise, die von dem Verlag Ulstein, dem Kriegsministerium und den ein­zelnen Städten und Körperschaften in einer Gesamthöhe von rund 500 000 Mart gestiftet wurden, zu den Un­fosten des Deutschen Rundfluges" hinzurechnet, dann erhält man die runde Summe von einer Million Mark, die zum Besten der deutschen Flugkunst aufgewendet worden sind. Die Berliner Organisation des Fluges fostet die runde Summe von 100 000 Mark. Hier sind die Kosten für Menschen und Automobile, für Korre­fpondenten und Telegramme sowie für den ganzen Nach­richtendienst miteinberechnet. Die Organisation der einzelnen Städte, die für ihre Flüge allein sorgen muß­ten, kosttete für jede Stadt nicht so viel, wie für Berlin. Troßdem aber hatten die 17 Städte, in denen Lan­dungen oder Schauflüge vorgesehen waren, doch Un­Fosten in Höhe von 250 000 Mart. Dabet sind die Preise, die die einzelnen Städte gestiftet haben, nicht mit ein­gerechnet. Die Unkosten der Flieger, die ja eigentlich mur Preise bekommen sollten, waren doch auch recht be­trächtlich. Die Nenngelder, die beim ersten Nennungs­termin 500 Mark und beim 2.. Nennungstermin 750 Mart betrugen, kosteten insgesamt rund 15 000 Mark. Dartn sind dte Nenngelder derjenigen Flieger einbe= rechnet, die nur für einzelne Etappen gemeldet hatten, und die für diese Meldungen 200 Mart bezahlen muß­ten. Die Gesamtschäden, die durch die Apparate ver­ursacht worden sind, wird man auf 100 000 bis 150 000 Mark berechnen müssen. Es ergibt sich also daraus eine

Gesamtausgabe von einer runden Million Mark. Zum ersten Mal hat aber auch die deutsche Flugtechnik ge­zeigt, daß sie größte Aufgaben erfüllen kann, und daß fie der Flugtechnik der anderen Länder völlig gewachsen ist. Die Flieger haben die Belohnung von 500 000 Mark, die ihnen zugefallen ist, redlich verdient.

Die fliegenden Blattläufe treten dieses Jahr in der Provinz Sachsen in ungeheuren Schwärmen auf. Für das Wachstum der Pflanzen bedeuten sie einen enor= men Schaden. Der Rübenbau in der Provinz ist fast völlig zerstört. Es ist unmöglich, in der Umgebung Halles auf dem Rad vorwärts zu kommen. Auch die Straßen der Stadt sind erfüllt mit Millionen der flet­nen Tierchen. Die Wagenführer der elektrischen Bahn tragen. Brillen zum Schuß. Der Schaden beläuft sich auf Millionen. Die Landwirtschaftskammer der Pro­vinz Sachsen gab ein Flugblatt heraus, das den Land­wirten Rat erteilt.

Ein Menschenfreund. Von einem idealen Verhält­nts zwischen einem Arzt und seinen Patienten, das in dieser Art wohl ganz vereinzelt dasteht, wird aus Po= sada, einer erst vor wenigen Jahrzehnten gegründeten und rasch emporblühenden Stadt im nördlichen Chaco ( Argentinien) berichtet. Dort ist vor wenigen Mona­ten der spanische Arzt Dr. Ramon Madariaga, der sett Jahren daselbst ansässig war, gestorben. Da er auf viele Stunden der einzige Arzt und noch dazu sehr tüchtig war, so hatte er eine sehr große Praxis und hätte ein großes Vermögen erwerben können, wenn es ihm da­rum zu tun gewesen wäre. Aber er faßte seine Tätig= tett nur als einen ihm von Gott befohlenen Dienst an seinen leidenden Mitmenschen auf, für den man thm deshalb auch nichts schulde. So war er denn niemals zu bewegen, irgend jemanden eine Rechnung auszu­stellen. Die wohlhabenden Leute konnten ihm thre Schuld nicht anders entrichten, als daß sie ihm von Zeit zu Zeit eine Summe unter Couvert ins Haus schickten, den Armen nahm er überhaupt nichts ab. Und trotzdem tam der Mann nicht zu kurz. Denn er brauchte weiter fein Geld als zur Bezahlung seines Dieners, für die Versorgung seiner nervenkranken Frau und für etwa­tge Reisen und Ausflüge außer Landes. Alles, was er in der Nähe brauchte, war für thn fret. In den Ge­schäften holte er sich unentgeltlich, was er an Kleidern, Schuhen und dergleichen brauchte, in den Hotels spetste er, ohne daß ihm te eine Rechnung vorgelegt wurde und wenn er danach verlangte, so wetgerte man sich von ihm Geld anzunehmen. Selbst die Kellner wiesen das thnen von ihm zuweilen in der Itebenswürdigsten Weise angebotene Trinkgeld hartnäckig ab. Denn sie wußten alle, daß er auch keinen Centavo von ihnen ab­nahm, wenn sie krank und elend zu ihm kamen. Armen Familien brachte er Geld und Medizin und war stets bereit, andern mit seinem Können zu dienen, ohne je auf Gegendienste zu rechnen. Darum begegnete ihm auch die ganze Bevölkerung mit der größten Achtung und Liebe, und als er dtes Jahr kurz vor Ostern an etner akuten Krankheit starb, da trauerte ganz Posada um den heimgegangenen Wohltäter. Am Tage der Be­erdigung schlossen alle Geschäfte wie an einem hohen Fetertag und ein immenser Trauerzug folgte dem ge­schmückten Sarge nach dem Friedhof.

Ein falscher Tolstoi. In Sibirien ist, wie aus Pe= tersburg geschrieben wird, eine recht große Bewegung entstanden, an deren Spizze ein alter Mann steht, der sich für Tolstot ausgibt und von seinen Anhängern auch dafür gehalten wird. Inter den Bauern von Jaßnaja­Poljana hatte sich vald nach Tolstots Tode die Met­nung erhalten, daß Tolstot gar nicht gestorben set, sont­dern daß statt seiner eine andere Person beerdigt wor­den set. Dieses Gerücht hat sich unter den Bauern wet­ter verbrettet, und ein Betrüger hat es zu benutzen ver­standen, um sich für Tolstoi auszugeben und auf Kosten der Bauern zu leben. Dte Anhänger dieses Pseudo­Tolstot sind der teberzeugung, daß Tolstot mit Hilfe cines sciner Freunde entflohen set, um in St­birien ganz seinen Idealen leben zu können. Der Pseu­do- Tolstot wird vet seinem Auftreten durch eine aller­dings recht große Aehnlichkeit mit dem verstorbenen Dichter unterstützt, fodaß es ihm leicht wurde, den Bauerit, Ste Tolfots Bilder kennen und in ihren Woh­nungen hängen beken, einzureden, er set Tolstot. Die Geschichte von Tolstois Flucht, die durch die ganze st= birische Bresse ging, läßt seine Angaben noch glaubhaf= ter erscheinen. Die Anhänger dieses neuartigen Tolstot sind begeisterte Verehrer thres Führers. Besonders im Kreise Tjumen und Jalutorowsk sind dte Tolstot- An­hänger sehr zahlreich vertreten, da der Pseudo- Tolstot sich in Tjumen niedergelassen hat. Die Behörden, die von dem Treiben des Pseudo- Tolstot Kenntnis erhal= ten haben, haben schon mehrfach Versuche gemacht, das leichtgläubige Volt aufzuklären, ohne daß es ihnen bis jetzt gelungen ist. So wirkt das Andenken dieses gro­ßen Mannes noch jetzt in den Seelen der Bauern nach.

Lindpaintner über das fliegen und die Decker.

Lindpaintner, der beretts am Sonnabend in Ber­Itt weilte, da er die Teilnahme an den letzten Strecken des Deutschen Rundfluges aufgegeben hat, machte einem Mitarbeiter der" Inf." folgende Mitteilungen über den Deutschen Rundflug: Nach den Meldungen der Zeitungen habe es so ausgesehen, als habe er Cassel fluchtartig" verlassen, um vom Fluge nichts mehr zu fehen und zu hören. Diese Angaben entsprechen aber nicht der Wahrheit. Er habe sich bei seinem Unfall den linken Arm verstaucht und, bei der Landung in einem Roggenfelde feinen Farman- Doppeldecker so beschädigt, daß die Reparatur wenigstens 2 Tage gedauert hätte. Die Reserveapparate waren nicht so schnell herbeizu­schaffen, und da ein Wechsel des Apparats erst in der nächsten Etappenstation möglich war, so war ihm der erste und zweite Plat verloren, und Dritter zu werden, daran lag ihm nichts. Er sei außerdem durch die letz­ten Etappen, an denen er teilnahm, doch recht ange­strengt gewesen, brettägige Ruhe habe thn aber wieder vollkommen gestärft. Die letzten Etappen, selbst der Harzflug, feten bei dem schönen Wetter in den letzten Lagen, Kinderspiel gewesen gegen die früheren, beson­ders gegen die über die Lüneburger Heide. Er habe während dieser Strecken unter dem böigen Wind, unter Nebel und Regen viel zu leiden gehabt und er hätte mit verlegtem Arm bet weiterem Fluge sicher große Schwie­rigkeiten gehabt. Uebrigens set der Flug über den Harz teine so besonders hervorstechende Leistung, denn wäh­rend der früheren Etappen hätte man gleich hohe Ge­birge während der ungünstigsten Witterungsverhält­nisse zu überfltegen gehabt.

Nach seiner Meinung über den gegenwärtigen Stand der deutschen Flugtechnik befragt, erklärte Lind­

paintner: Zweifellos feien die Franzosen uns auf dem Gebiete des Flugwesens, besonders in konstruktives Hinsicht, noch weit überlegen. Ein Flugzeug, wie sein Farman- Doppeldecker ohne vorderes Höhensteuer ist hätten wir ir Deutschland nicht. Diese Tatsache sei auch vom französischen Kriegsministerium dadurch anerkann worden, daß es gleich nach Fertigstellung des ersten Probeapparates 25 gleiche Flugzeuge für die Heeres verwaltung bestellt habe. Der erste Apparat dieses Typs sei der an ihn, Lindpaintner, gelieferte Apparat, darum habe man von Leistungen der französischen Zivil flieger mit diesem Apparat noch wenig gehört. Uebri gens feien die französischen Offizierflieger, wie er wäh rend seiner letzten Aufenthalte in Frankreich hinreichend zu sehen Gelegenheit hatte, noch erheblich besser als die, wenn auch berühmten Zivilflieger. Und die große Ap paratbestellung bei Farman beweise, wie ganz anders die französische Heeresverwaltung die Einführung des Flugwesens im Heere anfaßt, als die deutsche.- Er felbst fliege am liebsten 3weidecker, er habe zwar auch Versuche mit Eindeckern gemacht, so z. B. mit dem Han­riot- Eindecker, demselben, den die Aviatif- Gesellschaft in Mülhausen jetzt fitr Deutschland herstellte, habe die fen aber aufgegeben. Jest befäße er außer seinem Far man- und Sommer- 3weideckern einen Sommer- und einen Deperdussin- Eindecker, die er aber wenig benutzt, den Sommereindecker habe er auf dem Sachsenflug be­nußt und zerbrochen. Von den deutschen Apparaten seien der beste Zweidecker der Aviatik- 3weidecker, der beste Eindecker die Taube" von Etrich- Rumpler. Es set nicht ausgeschlossen, daß er auch einmal ein deutsches Flugzeug fliegen wird.

Eine Schreckensfahrt über den Harz.

Der Harlanflieger Hoffmann, der am Freitag abend in Nordhausen zu dem ueberharzfluge aufgestiegen war und mitten im Harz niederging, wobei der linke Flügel feines Apparates beschädigt wurde, hat folgende Einzel­heiten über den Flug mitgeteilt: Er habe anfangs rich­figen Kure gehabt. Als er in die Nähe des Koppen­berges tam, bemerkte er, daß der Motor nachließ und der Eindecker nicht mehr stetgen wollte. Er suchte da­her den Berg zu umfliegen und geriet in die tiefeinge­schnittenen engen Settentäler, in denen er sich schließ lich verirrte. Endlich, nachdem er fast zwei Stunden dicht über den ausgedehnten Waldungen hingeflogen war, gelang es ihm, auf 1200 Meter Höhe zu kommen, um von dort einen günstigen Landungsplaß ausfindig zu machen. Juzwischen hatten jedoch die Abendnebel, die aus den Gründen emporstiegen, das unter thm Ite­gende Gebirge seinen Blicken entzogen, so daß er nun vollständig ratlo? war und jeden Augenblick befürchten mußte, zu stranden. Nachdem er die vom Nebel be­deckte Bergkuppe mehrmals umkretst hatte, entdeckte er in der Nähe von Friedrichsberg einige kleine Getreide­felder, die einigermaßen zur Landung geeignet erschte­nen. Er ging im steilen Gleitfluge nieder, geriet je­doch mit dem Laufrade in ein Loch des Bodens, so daß der linke Flügel des Apparates aufschlug und beschä= digt wurde. Hoffmann ließ den Apparat abmontieren und nach Halberstadt schaffen, um von dort den Flug nach Berlin wetter auszuführen.

Die Flieger in Berlin.

Die letzte Etappe des Deutschen Rundflnges. Die am Sonntag erwartete Heimkehr der Flieger ist durch den sturmartigen Wind, der Sonnabend einsetzte und den ganzen Sonntag über anhtelt vereitelt worden. Von Stunde zit Stunde hoffte man auf eine Besserung, aber vergeblich. Von 3% Uhr früh wurde der Start in Halberstadt zunächst auf 8 1hr vormittags verschoben, dann auf 4 Uhr nachmittagsi Der bölge Wind flaute aber nicht ab. In Berlin wurde es zwar abends in den oberen Luftschichten ruhig, in Halberstadt wurde aber um 5 Uhr noch eine Wind­geschwindigkeit von 10 Metern gemessen. Die dortige Sportleitung glaubte unter diesen Verhältnissen die Verantwortung für die Freigabe des Starts nicht auf sich nehmen zu können und beschloß schließlich, den Ab= flug zur letzten Etappe Halberstadt- Berlin auf heute früh 3% Uhr zu verschieben. Wie in Berlin so wartete man auch an der Zwischenlandungsstelle in Dessau ver­geblich auf die Flieger. Auf dem dortigen Flugplatz hatte sich die Erbprinzessin Leopold mit Tochter, der Prinzessin zu Schaumburg- Lippe, in der Mitte vieler Tausender eingefunden, um die passierenden Flieger zu begrüßen. Durch den verzögerten Abflug von Halber­stadt verschtebt sich der Termin für die Ankunft in Ber­Iin auf Dienstag abend. Ueber den heutigen Flug meldet uns der Draht:

Johannisthal bet Berlin, 10. Juli. Büchner ist um 6,45 Uhr auf dem Flugplaz angekommen. König, tst nach einer Zwischenlandung in Dessau in Treuen­brießen abermals niedergegangen. Er wird den Flug heute abend fortsetzen. Lattsch tst auf dem Fluge von Dessau nach Berlin bet Weiden niedergegangen, weil setn Motor aussette. Er gedenkt sofort wieder aufzu­stetgen. Vollmöller, der gegen 8% Uhr von seinem Landungsplatz in der Nähe von Halberstadt aufgeftie­gen war, ist nach einer zwetten Zwischenlandung in Ditfurt um 9,46 Uhr mit Passagier auf dem Flugplay in Dessau gelandet.

Drabtnachrichten und Deuestes.

Der Barseval 6 in Effen gelandet. Effen, 10. Juli. Das Luftschiff Parseval 6, das gestern abend in Hamburg aufgefttegen war, ist heute morgen 4,30 Uhr hier gelandet.

Ein deutscher Dampfer beschossen. Amsterdam, 10. Jult. Als gestern der deutsche Dampfer Alster, nach Hamburg bestimmt, bet muiden die hohe See gewinnen wollte, und den Dampfer Nyn­stroom, an dessen Bord sich ein Wachtposten befand, passierte, forderte der Bosten die Alster auf, zu halten. Da das Schiff der Aufforderung nicht schnell genug fol­gen konnte, wurden mehrere Schüsse darauf abgefeuert, öhne daß glücklicherwetse jemand verwundet wurde. Tödliche Abstürze in den Bergen. 3ürich, 10. ult. Am Mythen sind gestern zwet Deutsche und ein Tourist aus Einsiedeln abgestürzt; ste bltében tot.

Nene politische Unruhen in Merito. Meriko, 10. Jult. In Ocotlan ist es in der vergangenen Nacht zu einem politischen Aufstand ge­tommen, in deffen Verlauf elf Personen getötet und fünfzehn verwundet wurden. Trupppen stellten Ste Ordnung wieder her.

Handel und Verkehr.

Gaffel, 8. Jult. Weizen( 100 Kilogramm) 19,75 bis 20,75 M, Roggen( 100 g.) 17,50-18,25 M., Gerste( 100 Kg.) bis M, Hafer( 100 g.) 19,00-21,00 M., Heit ( altes, Bentner) 8,50-4,25 M.,( frisches, 3tr.) 2,60 bts 3,00 M, Stroh( 3tr.) 1,80-3,00 M