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stellte Maul- und Klauenfeuche feft. Das junge Mäd. Der Kaiser und die Schwaben.
hen hatte beim Melten die Milch benutzt, um das Gesicht einzureiben. Durch eine leichte Krazwunde ist dann das Mädchen infiziert worden.
Die didste Fran der Welt. In Toronto( Kanada) starb diese Woche Frau Belitta Campbell, eine Negerin, welche noch vor wenigen Jahren, als sie sich in einem herumziehenden Birkus bewundern ließ, nicht weniger als 650 Pfund wog, ein Gewicht, das allerdings bet threm Tode auf 350 Pfund zurüdgegangen war. BeltHas Mutter hatte es auf 400 Pfund, eine Schwester auf 450 Pfund gebracht.
Ein fellenes Beispiel standhafter Liebe bietet die Braut eines Engländers namens Williams, der nach Verbüßung einer 14jährigen Zuchthausstrafe die Dartmoor- Strafanstalt eben verlassen hat, um in Kürze zu Hetraten. Im Jahre 1898 wurde Williams wegen Totschlags eines Schußmannes zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurteilt. Während eines Straßenauflaufs in Birmingham wurde ein Schußmann durch Steinwurf getroffen und tödlich verletzt. Ursprünglich wurde ein anderer Mann als Schuldiger verhaftet, aber nach Aussage einiger Zeugen des Vorfalls soll sich Williams der Tat schuldig gemacht haben. Dieser stellte dies energisch in Abrede. Seine Strafe wurde später auf 14 Jahre reduziert, die er fast vollständig abgebüßt hat. Mit Rücksicht auf die Krönung wurde ihm lediglich ein Monat erlassen.
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August 1911.( In einer Berliner Volksschule): Nee, wat wir for'n lustiges Freilein haben," sagte die fleine Erna Spiesecke, als sie aus der Schule fam.„ Die macht immer so' nen Unsinn mit uns. Heite hat se uns so een Ding jezeigt, det konnte man uffmachen, un man fonnte et ooch wieder zumachen und et sah aus, wie Tante Malchens Sonnenschirm, aber et war schwarz und froß. Un Freilein sagt, det is een Rejenschirm, un se meent, Regen is, wenn Wasser von'n Himmel runterkommt. Nee, so wat Komisches, un wir haben Freilein orntlich ausfelacht. Nee, so'n Kaletta! Wasser foll vo'n Himmel kommen und det soll Rejen heeßen! So wat hat et vielleicht in Sodom un Jomorrha jejeben, aber doch nicht bei uns! Nee, nee, Freilein, for dumm derfen Se uns nich toofen!"( Kladderadatsch).
Aufsehenerregende Verhaftung eines Rechtsans walts. Gestern mittag wurde der Rechtsanwalt Gueth in Wiesbaden verhaftet, weil er ihm anvertraute Wert papiere im Betrage von 33 000 Mart durch eine Mitfelsperson verpfänden ließ. Er soll das Geld hauptsächlich durch Grundstücksspekulationen verbraucht ha ben. Nachmittags hat Gueth nach einer Meldung des Hannov. Cour." ein umfassendes Geständnis abgelegt. Darauf wurde er dem Gerichtsgefängnis zugeführt. Ein Antrag auf Entlassung aus der Untersuchungshaft gegen Kautionsstellung wurde abgelehnt. Die Angelegenheit erregt um so peinlicheres Aufsehen, als der Verhaf fete für die nächsten Reichstagswahlen als Kandidat der fretsinnigen Volkspartei aufgestellt war. Er lebte auf ziemlich großem Fuße, ließ eigene Rennpferde laufen und verkehrte in der ersten Gesellschaft.
Drei neue Opfer der Aviatik.
Oberlentnant Neumann mit einem Passagier abgestürzt und getötet.
Während die französische Militäraviatik in den letzten Wochen fünf tödliche Abstürze zu verzeichnen hatte, find unsere Flteger vor schwereren Unfällen verschont geblieben. Heute kommt aber eine Kunde aus Straßburg, wonach ein deutscher Militärflieger mit seinem Baffaater abgestürzt ist, wobet beide getötet wurden. Der Draht meldet über die Katastrophe:
Straßburg, 7. September. Wie die Straßburger Post" meldet, find Oberleutnant Neumann und sein Passagter, der Leutnant Le Conte, die heute früh von Mülheim eine Fahrt nach Straßburg unternommen hatten, bet Bilzheim abgestürzt. Beide waren sofort tot. Nach Mitteilung von Augenzeugen soll eine furchtbare Explosion, deren Knall bis in dem mehrere Kilometer entfernten Dorfe Niederelzen gehört wurde, dem Sturz vorangegangen sein. Der Todessturz erfolgte aus einer Höhe von 20 Metern. Beim Fallen schlugen beide
teger so furchtbar auf den Erdboden auf, daß sie sofort tot waren. Die unglitetsstätte wird von vielen Neuateriaen umlagert.
Straßburg, 7. September. Nach einer anderen Version ging der Apparat in der Nähe von Bilzheim plößlich mit großer Geschwindigkeit nieder. Beide Flieger erlittent Schädelbrüche. Der Apparat wurde zertrümmert. Das Unglück scheint auf eine plögliche Stö rung am Motor zurückzuführen zu fetn."
Ein dritter tödlicher Absturz.
Karlsruhe, 7. September. Der Flteger Paul Sänge ist gestern abend bei Flugversuchen auf dem htesiaen Grerzierplaze abgestürzt und erlitt einen schweren Schädelbruch.
Prinz Oskar von Preußen, der fünfte Sohn des deutschen Kaiserpaares, wird vom 1. Oktober ab dte Vorlesungen der Kriegsakademie in Berlin besuchen.
Ingenienr Richter ist am Mittwoch über Belgrad und Wien nach Jena abgereist. Sein Befinden hat sich bedeutend gebessert.
gedachte man auch ihn zu fangen. Eifrig und emsig wurden zu diesem Netze Fäden gewoben. Fein und dicht sollte es werden, und ehe er es sich am wenigsten versah, war er darin gefangen. Wien war der Mittelpunkt, und von hier zogen die Fäden nach Petersburg, Dresden, Paris.
Und er, zu dessen Verderben sich fast ganz Europa ritstete, war König Friedrich von Preußen.
Er befand sich in Potsdam, im Schlosse Sancfouct, das bald nach dem Frieden von Dresden ganz nach seinen Plänen und Entwürfen entstanden war.
Sancsouct, d. h. ohne Sorgen! Ohne Sorgen war er freilich nicht, der König und Held, der stegreich aus zwet Krtegen hervorgegangen war.
Nachdem Friedrich nach dem Frieden von Dresden den siegretchen Degen aus der Hand gelegt, arbettete er an der friedlichen Entwickelung setnes Landes. Er hatte seinem Preußen eine Großmachtstellung gegeben, eine Stellung, in die es sich gleichsam erst hineinwachsen mußte. Das wußte der König, darum sorgte und schaffte er ohne Unterlaẞ.
Nach der Arbeit aber gewährte ihm seln Freun deskrets erwünschte Erholung. Unter heiteren oder phtLosophischen Gesprächen verging dte zett, die der Muße gewidmet war. Doch des Abends, in den Feierstunden, trat die Kunst in thr Recht. Dann erlabte man sich an der holden Musik. Die Kunst und die Freundschaft, das waren zwet Sterne, die König Friedrichs Leben erhellten.
Im Konzertsaale zu Sanssouct erklang Musik. König Friedrich, ein schlanker, feiner Herr, stand amt Notenpult und spielte ein Solo auf der Flöte. Etne sanfte, feterliche Melodte schwebte durch den Raum.
Nur wenige Gäste waren geladen, nur die vertrauttesten Freunde des königlichen Gastgebers hatten fich eingefunden.
Verschiebung der Berlin- Fahrt.
Wie der Inf." an zuständiger Stelle mitgeteilt wird, hat der Kaiser aus Anlaß des Besuches des Lufts schiffes Schwaben" einen Besuch des Luftschiffes und bes Luftschiffhafens zugesagt. Es ist darum zweifelhaft, ob die Schwaben" vor der Landung in Potsdam eine Kreuzfahrt über Berlin machen wird, da durch die Zufage des Kaisers die Bestimmungen über die Fahrt ganz von den Dispositionen des Kaisers abhängen. Der Be such des Kaisers würde am Sonnabend erfolgen. In diesem Falle würde die„ Schwaben" sofort nach Potsdam zur Vorstellung vor dem Kaiser fahren und erst am Sonnabend nachmittag nach Berlin fommen. Es mußte überhaupt eine Verschiebung des Termins der Berlin- Fahrt von Freitag auf Sonnabend stattfinden, da in Gotha so zahlreiche Anmeldungen au Paisagterfahrten erfolgten, daß die Berlinreise am Freitag unmöglich geworden ist. Insbesondere findet am Freitag eine größere Rundfahrt statt, an der auch der Herzog von Coburg- Gotha teilnehmen wird. Auch an der Fahrt von Gotha nach Berlin wird voraussichtlich der Herzog teilnehmen. Fernerhin be steht die Hoffnung, daß auch der Kronprinz nach Gotha kommt, um gleichfalls die Fahrt von Gotha nach Berlin im Beppelin"-Luftschiff mitzumachen. Unter anderen Persönlichkeiten, die an der Retse teilnehmen, fet noch Admiral Hollmann erwähnt. Nach diesen ver änderten Dispositionen ist auch über die Dauer des Aufenthaltes des Luftschiffes Schwaben" in Berlin noch nichts Bestimmtes mitzuteilen. Es ist wahrscheinlich, daß die Schwaben", gutes Wetter vorausgesetzt, sogar mehrere Tage dort bleiben wird. Aber auch dieser Umstand hängt noch von den Bestimmungen des Kaisers ab.
Der Kanalschwimmer Burgeß
Einzelheiten seines erfolgreichen Schwimmversuches.
Die Durchquerung des Aermelkanals, die schon wiederholt das vergeblich erstrebte Riel tüchtiger Schwimmsportsleute gewesen ist, gelang, wie wir meldeten, am Mittwoch dem englischen Schwimmer Burgeß. Das ist die zweite Durchquerung des Kanals, die einem Schwimmer gelungen ist. Im Jahre 1875 legte der englische Kapitän Webb die 40 Kilometer lange Strecke von Dover nach Calats in 21 Stunden 45 Minuten zurück. Burgeß hatte schon 13 mal die Durchschwimmung des Kanals versucht. Erst tett ist sie ihm geglückt. Burgeß veröffentlicht interessante Einzelheiten über setnen erfolggekrönten Versuch.
Als er ins Wasser sprang, erzählt er, set er ent= schlossen gewesen, setne Ießten Kräfte herzugeben. Er habe furchtbare Kämpfe gegen den Wellengang zu bestehen gehabt und fet mit aller erdenklichen Mühe und mit geradezu phänomenalem Kraftaufwand an sein Ziel gelangt. Mitten im Kanal warf ihn eine Strömung mehrmals zurück. Die bis dahin zurückgelegte Strecke habe er in einem Bidzackweg in Form etnes lateinischen M genommen. Stundenlang hätten Strömungen von Nordwest thn an tegltchem Fortschritt gehindert. Große Schwierigkeiten habe ihm auch seine Brille berettet, deren Leder schon nach 2 Stunden durchweicht gewesen fet. Das durch die Lederhülle eindringende Waffer habe thm furchtbare brennende Augenschmerzen gebracht. Mit Mühe gelang es seinem Freund Weidmann, der ihn in einem Boot begleitete, thm die von ihm gepuzte Brille zu geben. Eine Viertelstunde später wurde er see frank. Fast dret Stunden lang war er von heftigem Unwohlfein be= fallen. Dennoch gelang es ihm, vorwärts zu kommen. Behn Mellen vor Calats besserte sich fein Zustand. Plößlich wurde er von einer starken Strömung wieder zurückgeworfen. Mit erneutem Kraftaufwand versuchte er wieder das Kap zu erreichen. Große Mühsal hatten thm vor seinem 3tele rote Stichlinge bereitet, die ihn schwer verwundet hatten. Schon glaubte er von etner Herzlähmung befallen zu werden, und seine Kräfte drohten zu versagen, als die Rufe der am Ufer stehenden Volksmenge sowie das Einreden seines Freundes, der die letzten Stunden mit ihm zusammen geschwommen war, suggestiv auf ihn einwirkten und ihn in den Stand setzten, die Strecke bis zum Endziel fortzusetzen. Als er aus der Salzflut herausstieg, befand er sich in einer derartigen psychischen Erregung, daß er zu wet= nen anfing. Seine Bekannten stürzten auf ihn zu, um thn zu beglückwünschen, und das Publikum brach in braufende Hochrufe aus Burgeß aus.
Der Kanal ist, wie eingangs schon erwähnt, erst einmal, und zwar vor 36 Jahren, am 24. und 25. August 1875 von dem enaltschen Kapitän Webb durchschwommen worden. Webb, ein Marineoffizier, war damals 27 Jahre alt. Einige Jahre später ist er, als er die Niagarafälle oberhalb des Wasserfalls durchschwimmen wollte, ertrunken. Nach ihm haben es eine ganze Reihe von Schwimmern versucht, es ihm nachzutun, aber keinem glückte es. König Georg von England hat den kühnen Kanalschwimmer Burgeß zu seinem Erfolge beglückwünscht und seine besondere Anerkennung über seinen Mut ausgesprochen. Burgeß er
Draußen war es schwül, die Gewitterstimmung vorherrschend. Beretts am Nachmittage hatte es von allen Setten gedonnert, allein das düstere Gewölk, das aufgezogen war, hatte sich wieder verzogen. Nun schten es, als ob das Gewitter während der Nacht wieder heraufkommen wollte.
König Friedrich blies also die Flöte. Setne Zuhörer, die tells an den Wänden lehnten, tetis auf wetẞlackterten, mit roter Seide gepolsterten Seffeln Plaz genommen hatten, lauschten mit gespanntester Aufmerksamkeit. In den korridoren schlichen die Diener auf den Behenspizen.
In die andächtige Stille hinein aber fuhr jetzt plötz Itch ein Windstoß, der die Fenster erzittern machte und zugleich erklang der Hufschlag eines wtehernden Rofses. Wenige Minuten darauf aber wurde es wieder st.
Als der Köntg, der sein Konzertstück beendet, die Flöte htnlegte und vom Notenpult zurücktrat, erhob sich Kapellmeister Graun, der ehemalige Lehrer des Königs. Er durfte sich seinem einstigen Schüler gegenüber schon erlauben, das Beichen des Betfalls zu geben. Anerkennend sprach er sich über den Genuß aus.
Friedrich drohte scherzend mit dem Finger. "& latteur, der Er ist!" Aber er schien das Lob doch gerne zu hören.
Während sich der König mit Graun unterhtelt, öffnete sich die Saaltitr und ein Page erschten; ehrfurchtsvoll näherte er sich seinem Herrn.
" Stre, draußen wartet ein Kurter; er bringt Briefe, die er nur Seiner Majestät selbst zu übergeben hat. Ich bitte um Verzeihung, wenn ich störe, allein," er stotterte,„ der Kurter zwang mich, die Meldung bet Seiner Majestät zu übernehmen. Sachen von höchster Wichtigkeit, sagte er, dulden keinen Aufschub."
Der König hatte dem Sprecher den Rücken gekehrt. Langsam wandte er sich herum.
hielt als Ehrenpreis einen prachtvollen ftlbernen Botal im Werte von ca. 6000 Mart. Verschiedene Londoner Barleteebefizer sind bereits an Burgeß mit dem Ersucher berangetreten, für ein wöchentliches Hono rar von 2000 Mart bei ihnen aufzutreten. Jedoch hat Burgeß bisher alle Engagementsvorschläge abgeschla gen.
Drabtnachrichten und Deuestes.
Der Großherzog von Sachsen- Weimar im Luftschiff. Gotha, 8. September. Das Luftschiff Schwaben ist heute früh mit dem Großherzog von Sachsen- Weimar an Bord zur Fahrt nach Weimar aufgestiegen. Gegen 9 Uhr schwebte das Luftschiff über Erfurt, wo eine Schleifenfahrt über der Stadt gemacht wurde. Dann ging die Fahrt in der Richtung nach Weimar weiter, wo um 9,30 Uhr die Landung erfolgte.
Großfeuer in einem Berliner Vorort. Schöneberg, 8. September. Heute nacht 3 uhr brach auf dem großen Holzlagerplatz der Firma Cas firer Großfeuer aus, durch das bisher Hölzer im Werte von 500 000 Mart vernichtet wurden. An der Brandstelle ist die gesamte Schöneberger Wehr, die Wehren der Nachbarorte und ein Zug der Berliner Wehr tätig. Ein falscher Spion.
Hamburg, 8. September. Ein höherer Beamter aus Sachsen beobachtete nicht das Verbot, Geschütze in den Festungswerken vom Oberland auf Helgoland aus zu photographieren. Er wurde verhaftet und da er sich nicht ausweisen konnte, solange festgehalten, bis auf telegraphische Anfrage in seiner Heimat seine Identität nachgewiesen worden war.
Flüchtige Bankinhaber.
München, 8. September. Der 34jährige Bankund Losegeschäftsinhaber May Westermann und sein Bruder Paul find geflohen. Die Höhe ihrer Verbindlichkeiten ist noch nicht ermittelt. Außer Guthaben der Lotteriekollekteure haben sie auch Kundengelder unterschlagen.
Berliner Getreide und Schlachtvichmarkt.
In der am 6. September zu Ende gegangenen Be richtswoche haben sich am Berliner Getreidemarft Pretsschwankungen für Brotfrucht ereignet, wie sie in diesem Umfange wohl faum jemals hier zu verzeichnen gewesen sind. Die führende Rolle hat hierbet wieder Roggen gehabt. Er stieg in wenigen Tagen um 16 M, und in faum minderem Tempo hob sich der Preis für Hafer. Die später als unbegründet erwiesenen Gerüchte, wie die von großen Anschaffungen der Proviantämter, hatte einen großen Anteil an der übertriebenen Preissteigerung. Weizen wurde zwar auch mit nach oben gezogen, die Erhöhung der Notterungen wurde aber einigermaßen gemildert durch die Abhängigkeit von den Auslandsmärkten, auf welche die Berliner Hausse keine allzu große Wirkung ausübte. Gegen Schluß der Berichtswoche stürzten die Roggenpreise fast noch rapider als sie vorher aufgefchnellt waren, da man inzwischen hinsichtlich der schwebenden politischen Fragen zu einer beruhigteren Auffassung gelangt war und die Höhe der Preise den Export von Roggen ins Stocken gebracht hatte. Es blieben aber immerhin noch ansehnliche Bejserungen geger die Vorwoche bestehen. Das Fortbestehen der früben Aussichten für die Kartoffel- und Futtermittelernte macht nach wie vor seinen Einfluß geltend. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Lieferung Dezember wie folgt: Weizen 216,50 M., Roggen 192,00 M, Hafer 185,75 M., Mais 163,50 M.
Preise des städtischen Schlachtvichmarktes. 1. Ochfen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, ungejocht 79-84., b) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 76-82 M., c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 68 bis 75 M. 2. Bullen: a) vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 75-80 M., 6) vollfleischige jüngere 71-79 M., c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 62-72 M. 3. Färsen und ühe: a) vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes- bis M., b) vollfleischige ausgemästete ühe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren, 65-72 M., c) ältere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färfen 58-65 M., d) mäßig genährte Kühe und Färsen 53-58 M, e) gering genährte Kühe und Färsen bis 60 M., f) gering genährtes Jungvieh( Fresser) 60 bis 66 M. 4. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 100 bis 137 M., 6) feinste Mastfälber 100-107 M., c) mittlere Mast- und beste Saugfälber 92-98 M., d) geringere Mast- und gute Saugtälber 83-93 M, e) geringe Saugfälber 75-85 M. 5. Schafe: a) Maftlämmer und füngere Masthammel 74-80 M., b) ältere Masthammel, ge= ringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 64 bis 72 M., c) mäßig genährte Hammel und Schafe 56 bis 70 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Zentner Lebendgewicht 62 M., b) vollfleischige Schweine 240 bis 300 fb. 57-62 M., c) vollfleischige Schweine 200-240 Pfd. 59-61 M., d) vollfleischige Schweine 160-200 Pfd. 56-60 M., e) vollfleischige Schweine unter 160 Pfd. 53 bis 56 M., f) Sauen 54-55 M.
,, So spät noch stört man mich?" erwiderte er unwirsch. Hab' ich den ganzen Tag hindurch nicht fletBig gearbeitet, um am Abend metne wohlverdiente Ruhe genteßen zu dürfen? Frag' den Kurter, was er will?"
,, Verzeihung, Majestät. Der Kurier kommt von Dresden und will Seiner Majestät Höchstselbst Bericht erstatten."
,, So mag er warten," befahl der Röntg.„ Man führe ihn in mein Arbeitsfabinett. Dort werde ich mich einfinden."
Der König wandte sich von neuem an seine Gäste. Er plauderte und scherzte und tat, als habe er die letzte Meldung vergeffen. Dennoch beschäftigte der Bote, der mit wichtigen Nachrichten aus Dresden gekommen war, setne Gedanken sich eingestehen mochte.
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So war es ihm Iteb, als die Gäste bereits zu früher Stunde aufbrachen.
Als er in sein Arbeitskabinett trat, fand er den Gemeldeten seiner harrend.
Baron Malzahn hatte setnem Aurier eingeschärft, die Dokumente nur in des Röntgs elgene Hand zu Iegen.
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Wer schickt Ihn?" fragte der König den Boten. " Baron von Malzahn," kam die Antwort zurück. Hier meine Beglaubigung," er überreichte ein mit Malzahns Stegel versehenes Schreiben, hier die Paptere."
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Friedrich nahm beides
( Fortsegung folgt.)


